Veröffentlicht in Aufreger, Tierschutz

Geld macht geizig !

Geld macht geizig…das ist nun auch wissenschaftlich belegt !

Wer diesen Blog regelmäßig liest, der weiß, dass ich gerade mit viel Herzblut an einem Projekt bastele, das Hilfe für die zurück gelassenen Haustiere in Syrien ermöglichen soll und Unterstützung für all die Menschen, die ihre Haustiere trotz aller Widrigkeiten auf die Flucht vor dem Krieg mitnahmen.

Ich bettele auch bei diesem Projekt prinzipiell nie um Geld, bzw animiere nicht zum Spenden sondern erzähle, wann immer es sich ergibt, im Bekanntenkreis, am Arbeitsplatz, bei Kunden, die Geschichten und kleinen Dramen, die sich rund um dieses Thema abspielen und warte neutral ab, was passiert.

Die Reaktionen  darauf sind sehr unterschiedlich. Von freundlichem Desinteresse, was ich absolut nachvollziehen kann, nicht jeder hat das Bedürfnis beständig die Welt zu retten, bis hin zu echtem Mitgefühl für die betroffenen Menschen und Tiere.

Auffällig ist eine Erfahrung, ganz gleich für welche Gute Sache ich gerade Werbung mache :
Je schwerer es den Menschen fällt, eine Spende vom eigenen Budget abzuzweigen, weil sie selbst sehr genau rechnen müssen, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie sich gerne mit einem Beitrag einbringen möchten, mich fragen, wie sie helfen können oder mir einfach Geld in die Hand drücken.

Faustregel, je kleiner das verfügbare Einkommen desto größer die Bereitschaft zum Schenken und Helfen. Je mehr Tiere jemand bereits beherbergt und je knapper Platz und Ressourcen, desto eher wird diese Person noch Platz für einen weiteren Notfall finden.
Je leichter eine Person spenden KÖNNTE desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass sie es nicht tut.
Ist so 🙂

Da mich interessiert hat, ob das nur meine eigene Wahrnehmung ist, machte ich mich bei Google auf die Suche nach diesem Phänomen und wurde schnell fündig.
Mittlerweile gibt es einige seriöse Studien, die diese Vermutung bestätigen. In diesem Artikel ist übersichtlich zusammengefasst, warum in dem Spruch :
Geld macht geizig, viel Wahrheit steckt.
badische Zeitung/Bildung/Geld macht geizig !

Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel, auch in meinem Umfeld gibt es Menschen, die so wohlhabend wie großzügig sind. Aber wenn ich gerade wirklich dringend etwas benötige, was ich alleine nicht stemmen kann, Medikamente für Tierheime im Ausland, Patenschaften für verletzte Streuner, einen Pflegeplatz für Tiere auf der Tötungsliste, Geld für Kastrationsaktionen, dann weiß ich genau , an wen ich mich wende und wo immer spontan geholfen wird und das sind sehr oft nicht die Menschen mit den dicken Bankkonten.

Als ich heute in die Firma kam, lag Geld auf meinem Schreibtisch und ein Zettel…

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Jemand der zusätzlich zur Vollzeit Arbeit noch einem Nebenjob nachgeht, um über die Runden zu kommen, hat das Geld hinterlassen, nachdem er die Geschichte um Mimi und Noor gelesen hat .
Projekt Mimi streng geheim und schrecklich kompliziert

Als ich mich überschwänglich bedankte erhielt ich zur Antwort :
„Man muss auch mal was geben , nicht nur nehmen und das hier ist ein guter Anlass. Ich weiss selbst, wie es ist, wenn man so an seinem Tier hängt und ich hoffe, dass die junge Frau ihre Katze wieder bekommt.“

Da war selbst ich einmal sprachlos und einfach nur dankbar, wie viele wunderbare Menschen mir jeden Tag begegnen.

Danke an alle, die immer ein Herz für karitative Anliegen haben …die immer helfen möchten, ganz gleich wer gerade Hilfe benötigt !
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Autor:

Bloggerin, Autorin und Tierschutz Aktivistin Frieden für Pfoten e.V.

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