Aufreger, Tierschutz

Ich kann es nicht mehr hören : „PETA tötet Tiere“ …der Dauerbrenner unter den Schmutzkampagnen

Wann immer ein Artikel von oder über PETA veröffentlicht wird, findet sich garantiert jemand, der meint, dringend darauf hinweisen zu müssen, dass „PETA“ Tiere tötet.
Hat er irgendwann mal gelesen, oder gehört, oder kennt jemanden, der es gelesen oder gehört hat.
Was gut möglich ist, denn mit schöner Regelmäßigkeit erscheinen im Internet oder in Zeitungen irreführende und falsche Berichte über die Euthanasie von heimatlosen Tieren durch PETA USA. Man sollte die Hintergründe und die Ausgangssituation in USA kennen und dann erst urteilen!

Solche Schockmeldungen, mit dem reißerischen Titel „PETA Tötet Tiere“ oder „PETA Kills Animals“ stammen meist von dem „Center for Consumer Freedom“ (CCF), einem US-Interessenverband der Alkohol-, Fleisch- und Tabakindustrie.

Sie lesen richtig.
Ein Interessenverband, der genau die Branchen vertritt, die Tiere im großen Stil ausbeuten und die deshalb alle bereits von PETA ins Visier genommen wurden.
Die Kunden des CCF fürchten PETAs Einfluss und die Aufklärungsarbeit, die die Tierschutzorganisation leistet. Jede neue, erfolgreiche PETA Aktion ändert das Kaufverhalten der Menschen.

Deshalb investiert das CCF sehr viel Zeit und Geld in Kampagnen, die die Tierschutzorganisation verleumden und diskreditieren. Und nicht nur diese, auch einflussreiche Umweltorganisationen wie Greenpeace werden angegriffen.

Die Kampagne „PETA Tötet Tiere“ ist der Versuch, Tierfreunde in die Irre zu führen, zu verunsichern und die Tierschutzbewegung zu spalten. Ganz gezielt und mit geschickt lancierten „Berichten“ wird PETAs Arbeit falsch dargestellt.

Wie kommt diese Behauptung überhaupt zustande ?

PETA USA bietet leidenden Tieren einen schmerzlosen Tod durch Euthanasie. Auch denen, deren Halter sich den letzten Besuch bei einem Tierarzt nicht leisten können.

Dass PETA leidende Tiere erlöst, ist auch kein „Skandal, der aufgedeckt wurde“.
Die Organisation veröffentlicht selbst jährlich exakte Zahlen, wie viele Tiere in USA eingeschläfert werden mussten.

PETA USA nimmt jedes bedürftige Tier auf, ohne Wartelisten, langfristige Termine, Aufnahmegebühren oder eingeschränkte Öffnungszeiten.

PETA USA nimmt auch jene Tiere auf, die von anderen Tierheimen abgewiesen wurden.

PETA USA nimmt Hunde auf, die extrem aggressiv sind und/oder unter fortgeschrittenen Herzwurmerkrankungen mit tödlichem Ausgang leiden, weil sie ihr gesamtes Leben im Freien verbringen mussten.

PETA USA nimmt kranke und/oder verletzte verwilderte Katzen auf, von denen viele dem Felinen Immundefizienz-Virus, der Katzenleukämie oder anderen ansteckenden, tödlichen Krankheiten zum Opfer fallen.

PETA USA nimmt ältere Tiere in extrem schlechtem Gesundheitszustand auf, die nicht mehr sehen, laufen oder essen können und auch solche Tiere, die aus anderen Gründen leiden und nicht vermittelbar sind.

PETA ist ein Ort, zu dem die Menschen aus den ärmeren Gegenden in der Nähe von PETAs Hauptsitz im südlichen Virginia, dem Sam Simon Center, kommen können, um ihren Tieren dort den letzten Dienst zu erweisen.

PETA USA ist stolz darauf, kein Tier abzuweisen, dem nur noch mit einem sanften und schmerzlosen Tod geholfen werden kann.

Fast alle vermittelbaren Tiere überstellt PETA USA an die örtlichen Tierheime ,damit diese von dort aus eine Chance auf ein neues Zuhause haben.

Für viele andere Tiere findet PETA USA selbst liebevolle neue Familien.

Die einzige Option, zu viele heimatlose Tiere und das damit verbundene unermessliche Leid zu verhindern, liegt in der Vorbeugung.

PETA USA unterhält drei mobile Kastrationskliniken, in denen insgesamt bereits über 115.000 Tiere (Stand Juli 2015,) kostenfrei oder kostengünstig kastriert werden konnten.

Damit konnte die Geburt Abertausender weiterer Tiere verhindert werden, die auf der Straße oder im Tierheim gelandet oder misshandelt worden wären.

PETA USA verteilt außerdem kostenlose Hundehütten und Stroh zum Auslegen für Hunde, die in den USA dauerhaft im Freien gehalten werden.

PETA USA bietet Tierhaltern in einkommensschwachen Bezirken die kostenlose tierärztliche Versorgung ihrer Tiere an.

Daneben klärt die Tierrechtsorganisation die Öffentlichkeit mittels Anzeigen und Radiobeiträgen darüber auf, warum es wichtig ist, sein Tier kastrieren zu lassen, Tiere aus dem Tierheim aufzunehmen und vieles mehr.

Wer auch nach diesen Zeilen nach wie vor der Meinung ist, dass vielleicht doch ein Quentchen Wahrheit an den besonders von Tierschutzgegnern so gern zitierten Vorwürfen sein könnte, dem möchte ich dieses Video ans Herz legen.
Eine neutrale WDR Produktion, die der Frage nachgegangen ist : Tötet PETA Tiere ?

(Quelle PETA) … mehr zu diesem Thema und weitere Hintergründe gibt es hier

Jährlich werden in USA 70 bis 80 Millionen Tiere abgegeben oder ausgesetzt. Eine allumfassende Lösung für dieses immense Problem kann auch eine so große und engagierte Organisation wie PETA USA leider nicht bewältigen.
Wer also anprangert, dass „PETA Tiere tötet“, sollte bitte nie vergessen Begeitumstände und Hintergründe zu erwähnen!

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