Seelen Schokolade

Nicht jedes Gespräch ist auch ein Dialog :-)

Der übliche Smalltalk ist nicht so mein Ding.

Natürlich unterhalte ich mich auch gerne einmal über den neuesten Klatsch, das scheußliche Wetter und die Qualität des letzten All-Inclusive Buffets.

Aber eigentlich würde ich mit meinem Gegenüber lieber über die Wunder der Quantenphysik diskutieren, selbst wenn ich nur Bruchteile davon verstehe, über den Tod, die wahre Liebe oder die Gesetzmäßigkeiten in weit entfernten Galaxien.

Noch viel lieber über Sex, Magie, Literatur oder den Sinn des Lebens.

Wenn ich mit jemandem spreche, dann interessieren mich seine Leidenschaften, was ihm Angst macht, warum er Nachts wach liegt, sein Lieblingsbuch, seine Lieblingsmusik, der schlimmste Kummer, den er je hatte oder was ihn zum Lächeln bringt. Von den meisten meiner Freunde weiß ich das auch 🙂

Ich mag es, wenn jemand „anders“ ist, wenn er all seine schrägen Ideen, seine Träume mit mir teilt, wenn er unbekümmert lossprudelt und darauf vertraut, dass ich verstehen werde, dass ich seine Ansichten nicht belächle sondern als Bereicherung empfinde. Zum Glück passiert das auch sehr oft.

Es passiert mir aber auch immer öfter, dass ich gründlich hinterfrage, was ich mit meiner Zeit anstelle und mit wem ich sie verbringe. Ob mich das Gespräch, der Abend, die Gesellschaft bereichert hat, ob es sich gut angefühlt hat, ob sich irgend jemand dafür interessiert hat, was ich eigentlich gerne erzählen würde oder ob ich zwar anwesend war aber eigentlich nicht wirklich dabei.

Dann suche ich längst nicht mehr, wie in früheren Zeiten, den Fehler bei mir sondern bin dankbar. Dankbar dafür, dass ich innere Welten besitze, die vielleicht nicht jedem zugänglich sind, die ich aber um keinen Preis missen möchte. Ohne sie stelle ich mir das Leben sehr limitiert vor und sehr, sehr   langweilig  🙂 .

 

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7 thoughts on “Nicht jedes Gespräch ist auch ein Dialog :-)”

  1. Es geschieht manchmal, dass ich Diskussionen und Dialoge abbreche, weil mir ganz einfach meine Lebenszeit für so etwas zu schade ist. Vor allem, wenn ich feststellen muss, dass das Gegenüber an meiner Argumentation überhaupt nicht interessiert ist. Vor einigen Tagen geriet ich im Gesichtsbuch mit einer Bloggerin in eine Art Auseinandersetzung über eine ziemlich krude Verschwörungstheorie, die sie voller Begeisterung online gestellt hatte. Ich untermauerte meine Argumente mit meiner Meinung nach gut recherchierten und seriösen Berichten. Nachdem ich zur Antwort bekommen hatte, dass man weder Zeit noch Geduld habe, sich damit auseinander zu setzen, zog ich mich zurück. Wenn ich nicht einmal die Zeit und die Energie wert bin, um sich mit meiner Sicht der Dinge zu beschäftigen, dann hat jedwede weitere „Beziehung“ – so sehe ich das – keinen Sinn…

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  2. Dein Umgang damit, ist dann die „Fortgeschrittenen Stufe“ 🙂 . Je älter wir werden desto festgefahrener die Meinungen. Manchmal denke ich, man könnte sich die meisten Diskussionen sowieso komplett sparen. Informieren. Noch einmal informieren. Dann handeln. Einzig das Handeln zählt.

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