Veröffentlicht in Katze, Seelenmarzipan, Tierschutz

Über drei Kätzchen, eine Fee und eine wunderbare Tierschutzorganisation! (SCARS)

Plese scroll down for English version of the story.

Es war einmal (vor zwei Monaten) ein kleines Kätzchen namens Virgil, das lebte mit seinen beiden Geschwistern am Rande einer Müllkippe. Virgil war seit seiner Geburt etwas Besonderes. Immer wenn die Katzenmutter auf der Suche nach Futter war, krabbelte er vorwitzig aus seinem Versteck und spielte hingebungsvoll mit allem, was  Geräusche machte, wenn man es berührte.

Am schönsten fand er das Rascheln von Laub und das Geräusch das entstand, wenn der Wind darüber hinweg fegte. Seine Welt war klein aber er liebte wie sie sich anfühlte, wie sie roch und was es dort für  für spannende Geräusche gab, jeden Tag andere. Eines Tages kamen Kinder an der Müllkippe vorbei und entdeckten den kleinen Kater. Er konnte hören, wie sie sich über ihn lustig machten, wie hässlich sie ihn fanden und darüber diskutierten, ob man ihn nicht lieber erlösen sollte, mit seinem schrecklichen Auge, denn niemand würde jemals eine so abstoßende, blinde Katze in der Nähe dulden.

Virgil flüchtete sich in sein Versteck und wurde sehr still und traurig. Bisher war ihm nie bewusst gewesen, dass etwas nicht mit ihm in Ordnung sein sollte. Katzen haben keinen Spiegel, sie messen Schönheit an anderen Dingen,  Schönheit liegt in ihrem Wesen. Virgil hatte noch nie von der Katzenfee gehört, deshalb erkannte er sie auch nicht sofort, als sie ihn behutsam aus seinem Versteck hob und prüfte, ob in dem kleinen blinden Kätzchen noch genug Lebenswillen steckt, um eine Rettung zu ermöglichen.

Virgil

Tabby wurde in eine armselige Katzenkolonie geboren. Ihre Mutter hatte so viele Mäuler zu stopfen, dass für die schwache Tabby kein Platz mehr war und sie wurde verstoßen. Aber Tabby ließ sich nicht unterkriegen. Sie kämpfte ums Überleben, denn irgend jemand hatte ihr einmal erzählt, es gäbe eine gute Fee, die ab und zu auf die Erde kommt und hungrige, kranke und verwaiste Katzenkinder rettet. Und während sie wartete und wartete, fast schon verhungert war und der letzte kleine Funke Lebenswillen  verloschen, da  passierte das Wunder. Die Fee kam vorbei, beugte sich über die winzige fast blinde Katze und  brachte sie zum Tierarzt.

Tabby

Blinkin war ein vergnügtes kleines Katzenbaby, das mit seinen Geschwistern neben einer Müllkippe lebte. Er liebte es, mit ihnen herum zu toben, den Geruch der Blumen zu erschnuppern und ganz besonders die nächtlichen Kuschelstunden, wenn sich alle gegenseitig wärmten, und so trotz kühler Nächte geborgen waren. Eines Tages hatte die Katzenmutter einen Unfall, sie wurde bei der Futtersuche von einem Auto überfahren und kam nicht mehr nach Hause. Blinkin und seine Geschwister weinten und jammerten viele Tage und Nächte nach ihr, aber sie kam nicht zurück. Die Welt war ein furchterregender Ort ohne den Schutz der Mutter. Blinkin und seine Geschwister froren, sie waren hungrig, wurden krank und wollten schließlich nur noch sterben. Plötzlich hörte Blinkin, der von allen die feinsten Ohren hatte, wie sich Schritte näherten. Er hatte Angst und wollte fliehen, aber eine sanfte Hand griff nach ihm, die Katzenfee packte behutsam ein Katzenbaby nach dem anderen in ihren Transportkorb und brachte sie zum Tierarzt.

Blinkin

Virgil, Tabby und Blinkin sind nun drei Monate alt, alle drei blind und in der Obhut der wunderbaren „Katzenfee“ Nafsika. Die 47 jährige widmet ihre Arbeit in Griechenland den alten, blinden, den vergessenen und misshandelten Tieren, die dort niemals eine Chance auf Adoption haben.

Nach langjähriger Zusammenarbeit mit großen Tierschutzorganisationen gründete sie zusammen mit erfahrenen Tierschützern und Aktivisten die Orga: SCARS, (Second Chance Animal Welfare Society).

SCARS verfügt über kein Tierheim. Die Tiere bleiben auf liebevollen Pflegestellen, bis eine Vermittlung erfolgreich war. Deshalb ist der Platz für Aufnahmen derzeit leider auf ca. 50 Katzen und 10 Hunde begrenzt. Schwerpunkt der Arbeit ist Kastration, die Tiere werden danach wieder zurück auf die Straße gesetzt. Aufnahme bei den Pflegestellen finden meist nur die Härtefälle, alte, verletzte und blinde Tiere. Frieden für Pfoten unterstützt diese Adoptionen durch Veröffentlichungen auf den Vereinsseiten und ermöglicht gerne direkten Kontakt.

Neben der wunderbaren Arbeit die dort geleistet wird und von der sich unsere Orga Frieden für Pfoten bereits vor Ort überzeugen durfte, beeindruckt mich persönlich der freundliche Umgangston, die Umsicht und die liebevolle Art und Weise, wie die Tiere für ein Zusammenleben mit ihrer zukünftigen Familie vorbereitet werden. Die Zusammenarbeit ist perfekt, Nafsika ist bestens organisiert, immer zuverlässig und liebt ihre Schützlinge über alles. Das Motto von SCARS ist übrigens

Liebe ist ansteckend….und alle Mitglieder der Organisation SCARS beweisen  mit ihrer Arbeit täglich aufs Neue, dass dies keine leere Phrase sondern gelebter Tierschutz ist, wie er besser nicht vorstellbar wäre.

Wer sich für einen der blinden Wonneproppen interessiert, dem würde ich gerne noch mit auf den Weg geben:

Blinde Katzen sind nicht hilflos und bemitleidenswert sondern sie genießen das Leben mit allen verbliebenen Sinnen. Sie lieben es zu spielen, zu klettern, zu kuscheln, sie bewegen sich in vertrauter Umgebung mit traumwandlerischer Sicherheit und nehmen ihre Umwelt mittels Tastsinn, Geräuschen und Gerüchen wahr. Es sind ganz normale Katzenbabies auf der Suche nach Liebe und Geborgenheit. Die Lebensfreude der Kleinen ist ansteckend, denn im Gegensatz zu uns wissen sie ganz genau

Die wesentlichen Dinge kann man nur mit dem Herzen gut sehen ❤

Es gibt eine Möglichkeit die Arbeit von SCARS direkt zu unterstützen:

Eurobank  SCARS   Account Swift: ERBKGRAA     IBAN: GR5302601420000900200479872

Paypal:  donate@scars.gr

Bei Adoptionswünschen schreibt bitte Mail an :

Bettina Marie Schneider  info@friedenfuerpfoten.org

Es gibt ein Video von den kleinen Helden der Geschichte :

https://www.facebook.com/scars.gr/

 

Once upon a time (two months ago) there was a kitten called Virgil, who lived with his siblings on the edge of a rubbish dump. Virgil had been special from birth. Whenever his mother went off to look for food he boldly crawled out of his hiding place and joyfully played with anything that made a noise when he touched it.

He especially loved leaves and the sound they made when the wind blew across them. His world was small, but he loved how it felt, smelled and all the fascinating noises, which were different every day. One day, children came by the rubbish dump and discovered the little cat. He could hear them making fun of him, saying how ugly he looked and discussing whether it wouldn’t be better to put him out of his misery, with his horrible eye, because nobody would ever want to have such a hideous, blind cat around.

Virgil fled to his hiding place and became very sad and quiet. Until then he had never known that anything was supposed to be wrong with him. Cats don’t have mirrors; they measure beauty by other yardsticks, since beauty is part of their nature. Virgil had never heard of the cat fairy before, so he didn’t recognize her immediately when she gently lifted him out of his hiding place and checked whether the little blind cat still had enough will to live to be rescued.

Virgil2

 

Tabby was born in a squalid cat colony. Her mother had so many mouths to feed that there was no room for the weak Tabby and she was rejected. But Tabby didn’t give up. She struggled to survive, since someone had told her about the good fairy who came down to earth every once in a while to rescue hungry, sick and orphaned kittens. And while she was waiting and waiting, almost starved and with just the tiniest spark of life left, a miracle happened. The fairy passed by, leaned over the tiny, nearly blind cat and took her to the vet.

Tabby

 

Blinkin was a cheerful little kitten who lived next to a rubbish dump with his siblings. He loved to rollick about with them, to sniff all the smells and especially to snuggle with them at night, keeping each other warm and cozy despite the cold temperatures. One day their mother had an accident. She was run over by a car while out searching for food and didn’t come home. Blinkin and his siblings cried and whimpered for many days and nights, but she never returned. The world was a terrible place with no mother to protect them. Blinkin and his siblings were freezing and hungry, they fell ill and in the end were just waiting to die. Suddenly Blinkin, who had the keenest ears of all of them, heard footsteps approaching. He was afraid and wanted to run away, but a gentle hand reached for him, and the cat fairy carefully lifted one kitten after another into her carrier basket and took them to the vet.

Blinkin

Virgil, Tabby and Blinkin are now three months old, all of them blind and in the care of the wonderful ‘cat fairy’ Nafsika. The 47-year-old has dedicated herself to caring for old, blind, forgotten and abused animals in Greece who have no chance to be adopted there.

After years of cooperating with large animal welfare organizations, she founded an association, together with other experienced animal rescuers and activists: SCARS (Second Chance Animal Welfare Society).

SCARS has no shelter of its own. The animals stay in loving foster homes until they are adopted. For that reason, they unfortunately can only house ca. 50 Katzen and 10 dogs at the moment. The focus of their work is trap-neuter-return, where animals are put back on the street. Usually only emergency cases are put in foster homes: old, injured and blind animals. Frieden für Pfoten/Peace4Paws supports these adoptions by publicizing them on our pages, and we are happy to help make direct contact.

Alongside the wonderful work that is done every day, which members of our association have seen for themselves in Greece, I personally am most impressed by the friendly atmosphere, the care and the loving way in which the animals are prepared for life in their future families. The collaboration functions perfectly, Nafsika is splendidly organized, always reliable and she loves her protégées more than anything. By the way, SCARS’ motto is

Love is contagious…. and all members of SCARS prove  every day in their work that this is no empty phrase but active animal rescue of the very finest kind.

For anybody interested in adopting one of these blind bundles of joy, I have something for you to think about:

Blind cats are not helpless or pitiful, but enjoy life with all of their remaining senses. They love playing, climbing, cuddling and move with absolute confidence in a familiar environment, which they perceive with their sense of touch, hearing and smell. They are perfectly normal kittens looking for love and security. Their joie de vivre is contagious, since unlike us they know exactly

It is only with the heart that one can see rightly.

Here is a way to support SCARS´s work directly:

Eurobank SCARS
Account Swift: ERBKGRAA
IBAN: GR5302601420000900200479872

Paypal: donate@scars.gr

If you would like to adopt, please send an email to:

Bettina Marie Schneider info@friedenfuerpfoten.org

(Thank you Pamela  Selwyn for translation) ❤

Autor:

Bloggerin, Autorin und Tierschutz Aktivistin Frieden für Pfoten e.V.

10 Kommentare zu „Über drei Kätzchen, eine Fee und eine wunderbare Tierschutzorganisation! (SCARS)

  1. Danke ❤ Ich bin immer wieder aufs Neue berührt, wie toll dort gearbeitet wird und wie liebevoll die Tiere betreut werden, die sonst nirgends eine Chance hätten. Einige Happy Ends durfte ich mit begleiten und seitdem gehört mein Herz den "kleinen blinden Griechen" ❤

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  2. Das glaube ich dir sofort.
    Ich habe eine zeitlang ehrenamtlich hier in einem Katzenverein gearbeitet. Auch ich war immer wieder berührt davon, wie normal „behinderte“ Katzen doch leben können. Und auch davon, dass es doch mehr als genug Menschen gibt, die solche Katzen zu sich nehmen und nicht wert legen auf Zucht- und Rassekatzen.

    Ist es eigentlich möglich, diese blinden Griechen hier zu sich zu holen?

    Gefällt 2 Personen

  3. Ja, und zwar ganz problemlos. Entweder direktvia SCARS oder über unsere Orga Frieden für Pfoten wird alles organisiert und die Kleinen können via Flugpaten nach Deutschland reisen. Wir haben bereits einige kleine Blindis hierher geholt und alle Adoptanten sind sehr glücklich mit dieser Entscheidung.

    Gefällt 2 Personen

  4. Das würde ich gerne tun.
    Ich habe eine große Wohnung, aber Freigang hätten sie nicht, ist zu gefährlich hier in der Stadt.
    Sind sie schon stubenrein, oder müsste ich sie noch „erziehen“?
    Habe eine ältere Katze hier, das wäre ja eher kein Problem, oder?

    Gefällt 1 Person

  5. Schöne, kleine Kätzchen. Und ein wunderbares Video. ❤

    Auch ich hatte schon ein blindes Kätzchen, welches wunderbar lebte. Und alle meine Katzen, die ich bis jetzt hatte, übernahm ich von Menschen, welche ins Ausland emigrierten und die Katzen nicht mitnehmen konnten.

    Gefällt 2 Personen

  6. @ Ilanah Sie sind alle stubenrein und durch ihren Aufenthalt bei den Pflegestellen an Menschen und Haus gewöhnt, blinde Katzen können nur gesicherten Freilauf erhalten, ein Balkon wäre ideal, und Wohnungshaltung in diesem Fall von Vorteil. Schreib uns doch unter info@friedenfuerpfoten.org , dann können wir gerne gemeinsam überlegen, was stimmig wäre. Danke ❤

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