Veröffentlicht in Seelenmarzipan, Tierschutz

Wenn ich einmal sterbe…Das größte Geschenk im Leben , ist zu geben!

Wenn ich einmal sterbe, dann möchte ich in dem Bewusstsein sterben, dass ich die beste Person war, die ich hätte sein können!

Dass ich etwas erreicht habe! Dass ich getan habe, was mir möglich war…dass ich mit den Mitteln und der Zeit, die mir auf Erden zur Verfügung standen, denen Kraft schenkte, die selbst zu schwach waren.

Es gibt so viel Leid in der Welt. Ich sehe es jeden Tag. Ich halte es in meinen Händen wenn ich die gefolterten Geschöpfe befreie. Ich fühle es nahe an meiner Brust,  wenn ich die gebrochenen und misshandelten Hunde rette.

Und ich kann es nicht verstehen. Warum gibt es so viel Hass in der Welt? Warum werden Kriege über Glauben und Religionen geführt? Warum werfen Menschen Bomben und verüben Massenmorde? Wie kann es sein, dass die Evolution bestimmte Teile der Menschheit nicht erreicht hat? Ich frage mich, warum sich Menschen einer Kultur verpflichtet fühlen, die längst angestaubt ist, wie ein altes Buch im Regal.

Wir lernen und wir entwickeln uns zu empfindsameren Geschöpfen, und ich frage mich, warum trotzdem noch so viel Grausamkeit in der Welt existiert.

Gestern war ich in der chinesischen Provinz Tongzhou in einem Schlachthaus , das von einer kleinen Gemeinde betrieben wird. Da waren Hunde, Katzen, Kaninchen…und Angst, deren Geruch so intensiv die Wände tränkte, dass die Angst selbst Angst gehabt hätte, dort dem Tod ins Auge zu sehen und allein zu sterben.

Während meine Seele sich in ihr dunkles Loch verkroch, blutete mein Herz durch meine Augen und tröpfelte auf den Boden. Ich kann nicht einmal in Worte fassen, was ich sah. Ich kann nicht einmal die Tinte in meinem Füller dazu benutzen, es niederzuschreiben. Zu beschreiben, wie es sich anfühlt, lebendige Lebewesen an einen Tisch angekettet zu sehen, denen die Organe heraushängen. Sie schreien. Einigen fehlen die Füße. Einige haben keine Augen mehr.

Noch am Leben…schreiend…

Ich frage, warum man sie nicht erst tötet, (vor dem Schlachten). Er antwortete, das ist Tradition und dass sie es auf diese Weise seit vielen Jahren tun.

Sklaverei war auch Kultur. Lynchjustiz und Hinrichtungen waren Kultur. Aber als wir uns entwickelten, als das menschliche Herz an Größe und Empfindsamkeit wuchs, wurde die Geschichte die Vergangenheit. Die Geschichte wurde zu einer Brücke, die uns zwar nicht lehrte, was wir tun sollten, aber wie wir es besser machen können.

Ich sagte zu diesem Mann, die wertvollsten Dinge in der Welt findet man nicht im Tod. Man findet sie, in dem man anderen zum Leben verhilft. Es existiert nur Blut im Tod. Nur Zerstörung. Keine Liebe. Keine Hoffnung. Nur Leere.

Sein Gesicht starrte ausdruckslos. Was ich ihm sagen wollte, konnte er nicht verstehen, oder vielleicht war es ihm gleichgültig.

Ich habe alle Hunde gerettet, die ich retten konnte und die kräftig genug waren, den Transport zu überleben. Ich habe drei Katzen gerettet und ließ eines der  Kaninchen Pärchen unten am Fluss frei. An die Haut der Gefolterten, die dort starben, presste ich meine Lippen und vergoß Tränen in der Hoffnung, dass sie im Dunkeln wissen würden, sie sind nicht allein.

Das größte Geschenk im Leben, es ist nicht der Tod…das größte Geschenk ist denen Kraft zu schenken, die zu schwach sind, sich selbst zu verteidigen. Leben in die zu atmen, die nicht für sich selbst atmen können.

Mit all meinen Schwächen. Mit all meinen Fehlern als Mensch. So sehr ich mir auch wünschte, ich wäre stärker als ich bin. Eines weiß ich ganz genau.

Das größte Geschenk im Leben , ist zu geben!

Mein Herz ist denen gewidmet, die um mich herum sind. Und wenn ich etwas von dieser Reise zurück in die dunkle Nacht gelernt habe, dann ist es, versuchen zu wollen, der beste Mensch zu sein, der ich irgend sein kann.

Wir sollten alle einander helfen, allen Bedürftigen die Kraft unseres Atems schenken. Dann das ist alles, was man braucht, um Dinge zu ändern.

Einen Atemzug . Und Geben.

(frei übersetzt nach einem Text auf der Seite der Animal Hope and Wellness Foundation, die sich für Aufklärung und Abschaffung der barbarischen Schlachtmethoden in China einsetzt.) Mittlerweile wurde eine große Bewegung daraus.

Mehr dazu auf ihrer Webseite: http://www.animalhopeandwellness.org/

—–

Dieser Text ist allen mutigen und beherzten Helfern gewidmet, die sich jeden Tag erneut dem Grauen stellen. Um Tierleid zu dokumentieren, um zu retten und zu lindern. Denen, die an der Front fast zerbrechen, aber ohne deren Einsatz keine Veränderungen stattfinden.

DANKE ❤

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Wir müssen nicht bis nach China gehen, um Folter und Tierleid zu lindern. Das Grauen der Schlachthöfe,  die Folter der Tierindustrie, die Leiden der Versuchstiere sind allgegenwärtig.

Wir sollten alle einander helfen, allen Bedürftigen die Kraft unseres Atems schenken. Dann das ist alles, was man braucht, um Dinge zu verändern.

Lasst es uns tun ❤

 

 

Autor:

Bloggerin, Autorin und Tierschutz Aktivistin Frieden für Pfoten e.V.

4 Kommentare zu „Wenn ich einmal sterbe…Das größte Geschenk im Leben , ist zu geben!

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