Katze, Seelenmarzipan, Tierschutz

Oh, wie ich den Klang seiner Schritte vermisse…eine berührende Geschichte, die dank einiger „Verrückter“ zu einem guten Ende kam!

„Oh, wie ich den Klang seiner Schritte vermisse!

Für mich war er nicht nur irgend ein alter Mann. Für mich war er Freund, Papa, mein Beschützer, mein Begleiter und vor allem die Person, die mich von der Straße weggeholt hat. Seinetwegen habe ich überlebt und seinetwegen durfte ich erfahren, wie es sich anfühlt, wenn man selig einschläft, nachdem man unendlich lange gestreichelt wurde.

Morgens wachten wir immer gemeinsam auf. In letzter Zeit war ich  eher wach als er und ich begann, ihm etwas zu „erzählen“.  Er kam dann, trank seinen Kaffee mit mir und ich stupste seine Hand, wenn er vergessen hatte, meine Schüssel zu füllen. Er ging dann einkaufen und ich saß solange hinter der Türe und wartete auf ihn. Ich machte mir immer Sorgen, dass er es nicht schaffen könnte und war so glücklich, wenn er dann doch wieder zurück war. Wir hatten nicht viele Besucher im Haus und mit der Zeit waren es immer weniger geworden. Einige seiner Freunde fragten ihn, wenn sie bei uns waren, wozu er denn eine Katze bräuchte. Sie rieten ihm, mich loszuwerden. Da lachte er sie immer aus und antwortete, dass ich schließlich nicht nur eine Katze sei sondern sein Freund!

Eines Tages wachte ich auf und der alte Mann schlief noch immer. Ich habe ihn erst leise, dann immer lauter anmiaut und schließlich sogar vorsichtig mit der Pfote angestupst, aber es nutzte nichts. Ich wusste nicht, was ich sonst noch hätte tun können, also habe ich mich einfach neben ihn gelegt, so wie ich es all die Jahre getan habe.

Nach einer Weile kamen viele Menschen. Manche schrien, andere weinten. Ich bekam Angst und versteckte mich hinter den Vorhängen. Ich glaube, jemand sagte, dass es meine Schuld war, etwas das mit meinen Haaren zu tun hat, ich bin mir nicht sicher, was sie gemeint haben könnten. Aber das letzte, was sie sagten, habe ich gut verstanden: Ich habe jetzt kein Zuhause mehr, denn der alte Mann ist nun für immer fort.“

(Tommy)

Gäbe es nicht die wunderbaren Menschen der griechischen Tierschutzorga SCARS,  dann würde Tommys Geschichte, die Fay Volorou für ihn aufgeschrieben hat,  so traurig enden, wie sie begann.

Aber Tommy hatte Glück. Großes Glück! Sie kümmerten sich um ihn, bewahrten ihn davor, einfach auf die Straße geworfen zu werden und nahmen ihn privat in Pflege. Auf der Suche nach einem neuen Zuhause wurde man schließlich fündig…in Schottland!

Man muss entweder ein bisschen verrückt sein oder ein sehr, sehr großes Herz besitzen (Ich würde sagen, auf meine lieben Freunde von SCARS trifft Letzteres zu) , um das zu tun, was sie dann taten:

Nachdem es für Tommy absolut keine andere Option in Griechenland gab, jedenfalls keine annähernd so schöne, brachten sie ihn mit dem Auto bis nach Brüssel, bestiegen die Fähre und übergaben ihn in England seinen neuen Menschen, mit denen er nun glücklich lebt. Ein Grund mehr, warum ich die Menschen dieser Orga so liebe!

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I LOVE YOU SCARS ❤

tommy

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2 thoughts on “Oh, wie ich den Klang seiner Schritte vermisse…eine berührende Geschichte, die dank einiger „Verrückter“ zu einem guten Ende kam!”

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