Seelenmarzipan, Tierschutz

Post, die mich zum Weinen brachte…

Meinen eigenen Briefkasten leere ich bestenfalls einmal in der Woche. Sollte tatsächlich auch einmal eine Einladung oder eine Postkarte zwischen den lästigen Werbesendungen und unvermeidlichen Rechnungen sein, dann finde ich sie noch schnell genug. Wenn der Wust an Prospekten und Wochenblättchen, die kein Mensch braucht, (ich schon gar nicht), irgendwann das Volumen sprengt, dann klingelt der nette Postbote freundlich an der Tür und reicht mir mit vorwurfsvollem Blick die durchweichten Bündel Papier.

Ganz anders, die Vereinspostfächer. Morgens fällt bereits der erste Blick auf die Spendeneingänge, die dann die Optionen für den Tag diktieren und meine bange Frage beantworten, ob heute etwas an unsere Partner und Helfer vor Ort überwiesen werden kann oder ob ich wieder bedauernd vertrösten muss.  Anfragen müssen beantwortet werden, denn wer uns anschreibt, hat meist ein dringliches Problem, eine dringliche Frage und wann immer möglich, steht jemand aus unserem Team bereit, sie zu beantworten oder zu lösen. Ich leite also weiter.

Gestern war eine Mail in der Post, die mich schlucken ließ. Es ging um einen Todesfall und die Bitte der Angehörigen, anstatt Blumen, eine Geldspende an unseren Verein zu überweisen. Der Text der Traueranzeige wurde mitgesendet, in diesem Text wurde auch noch kurz erläutert, warum gerade unser Verein ausgewählt wurde. Ich schrieb sofort zurück, bedankte mich und hoffte, meine Worte konnten vermitteln, wie glücklich und dankbar wir über diese Geste sind.

Neben der Tatsache, dass wegen der Kittenschwemme jeder Euro diese Tage besonders dringend benötigt wird und einige der Helfer in den Krisengebieten gerade wieder  verzweifelt auf eine finanzielle Hilfe warten, war ich für einen Moment auch unglaublich stolz und glücklich zu lesen, dass unsere Arbeit wahrgenommen und geschätzt wird. Diese Art der Hilfe ist für jeden Verein etwas Besonderes und ein Segen!

Als mein Vater  vor gut einem Jahr verstarb, wurde um Spenden für den deutschen Tierschutzbund gebeten. Eine schöne Geste, die ich dieser großen aber doch bereits recht gut situierten Organisation von Herzen gönnte. Aber ich habe nun einmal einen eigenen Verein! Jetzt stand schwarz auf weiß zu lesen, dass jemand  (meine) unsere Arbeit wahrgenommen hat und so wertvoll fand, dass er sie anderen Organisationen vorzog. Es hat mir viel bedeutet. ❤

3 thoughts on “Post, die mich zum Weinen brachte…”

  1. Das finde ich ganz toll und freue mich sehr für euch und die Miezen. Da ich erst in einigen Wochen meine erste Lohnzahlung (seit laaaanger Zeit wieder „richtige“ Arbeit!) bekommen werde, ist ein (erstmal kleiner 😦 ) Betrag schon mal für euch vorgemekt! GLG und weiterhin alles Gute und viel Kraft&Freude!

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  2. Ich finde das wundervoll.
    Vielen Dank an die lieben Menschen für die Spende und an die Menschen vor Ort und DANKE an Bettina Maria Schneider..
    I love you all ..and i never forget..Iron

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  3. Auch wenn der eigentliche Anlass traurig war, so ist das doch eine tolle Wertschätzung eurer Arbeit. Das finde ich ganz ganz toll!!
    Da wisst ihr wieder, wofür ihr das alles auf euch nehmt, liebe Bettina.

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