Tierschutz

Dankeschön Facebook, für den Blockieren Button <3

Die meisten Menschen benutzen Facebook als Freizeitaktivität. Sie loggen sich ein, wenn ihnen danach ist, haben einen ausgewählten und limitierten Freundeskreis und alles, was sie posten und schreiben kursiert in einem relativ kleinen Rahmen. Ich beneide sie oft.

Denn ich wohne auf Facebook. Tag und Nacht, 365 Tage im Jahr, 24 h am Tag tickern auf meinem Facebook Profil, in unseren Arbeitsgruppen und Foren, auf meiner FB Blogseite  und auf der Vereinsseite, Nachrichten und Informationen, müssen beständig News erstellt werden und Posts, um die Bedürfnisse unserer Schützlinge und meiner Freunde im Tierschutz erfüllen zu können, um auf die Fragen und Beiträge aller Spender, Interessenten und Teampartner antworten zu können. Freundlich, wenn irgend möglich kompetent… und zeitnah. Es ist ein riesiges und auch sehr sensibles Netzwerk von gigantischem Ausmass. Ein Netzwerk der Hilfe.

Ich denke, es gehört wenig Phantasie dazu, sich auszumalen, das diese Aktivität, besonders auf Facebook, nicht nur jede Menge Konzentration sondern auch Geduld erfordert. Trotzdem glauben offenbar immer wieder einige, sie hätten ein „angestammtes Recht“ auf meinen erstellten Plattformen herumzuturnen und dort Unruhe zu stiften, sich lautstark über etwas zu beschweren, was man sehr gut mit den Beteiligten vorab oder unter vier Augen klären könnte, andere Mitglieder anzugehen, die dort beitragen, gegen Regeln zu verstoßen oder auch einfach nur an anderer Stelle Gerüchte oder persönliche Angriffe auf meine Person zu verbreiten und sind fassungslos, wenn ich dann auf den „Blockieren“ oder „Entfernen“ Knopf drücke.

Warum eigentlich? Warum ist es für manche so schwer nachvollziehbar, dass man über konzentrierter und auch sehr aufreibender (ehrenamtlicher) Arbeit nicht auch noch permanent von Störenfrieden, eitlen Selbstdarstellern, Dummköpfen oder psychisch angeschlagenen Neurotikern umgeben sein möchte, von Menschen, denen ein herzliches Dankeschön nicht ausreicht, die ihre Beiträge für die Tiere nur dann einbringen, wenn sie beständig dafür gewürdigt und hofiert werden? Es ist zum Glück nur ein minimaler Prozentsatz, denn gerade im Umfeld von Frieden für Pfoten versammeln sich die engagiertesten, selbstlosesten und auch begabtesten Tierschützer, bündeln ihre Hingabe, ihre Talente und ihren Einsatz für eine wunderbare Sache. Sie alle möchten ungestört und in Frieden arbeiten.  Dafür stehen wir ❤

Facebook ist unser Wohnzimmer, ein Wohnzimmer das ich nie verlassen kann, ohne die Bedürfnisse unserer Schützlinge zu vernachlässigen und ich denke, niemand möchte jemand der oben beschriebenen Charaktere in seinem Wohnzimmer sitzen haben. Niemand würde es gut finden, dass die einen dort konzentriert und umsichtig arbeiten, während andern  sich primär selbst darstellen, sehr unüberlegt agieren, boykottieren, Gerüchte streuen, Schaden machen oder wertvolle Mitglieder vergraulen.

Ich sehe mir das eine Weile an …berate mich (zumindest, wenn es den Verein betrifft) mit unserem Vorstand, und bei einem einstimmigen Beschluss wird der Betreffende einfach entfernt. Blockiert. Es kommt zum Glück selten vor, zieht dann immer Anfangs Ärger und Unverständnis nach sich, denn wir stellen niemals jemanden bloß, nennen niemals  Namen und machen öffentlich, was der Grund für den Ausschluss war.  Ganz gleich, was sie auf ihren privaten Profilen schreiben und lügen, ganz gleich wieviel Schaden ihre Schmutzkampagnen verursachen oder wie verletzend und unfair der persönliche Angriff war… ich bleibe still, immer das eine Ziel vor Augen: Hilfe für die Tiere, Sicherheit für den Verein.

Natürlich fällt es mir oft verdammt schwer, auf persönliche Beleidigungen und/oder Lügen über den Verein nicht in aller Schärfe und wahrheitsgemäß zu reagieren.  Irgendwann sollte ich es wirklich tun und Ross und Reiter nennen, es wäre mit Sicherheit ein genialer Blog mit vielen Lachern. Aber öffentliche Schlammschlachten können sich nur die leisten, die selbst nichts zu verlieren haben, denen Selbstdarstellung wichtiger ist, als die Sache selbst, die Tiere. Denn jede öffentliche Schlammschlacht ist nicht nur niveaulos sondern kostet Unterstützung für die betroffenen Tiere, schadet dem Tierschutz in der Gesamtheit und lenkt von den wichtigen Zielen ab.  Leider hat sich das nach wie vor nicht herumgesprochen.

Wenn mir persönlich bei einer Person einer Gruppe oder einem Verein etwas nicht gefällt oder ich etwas nicht verstehe, dann frage ich einfach via Privatnachricht nach und wenn es nicht stimmig ist, dann gehe ich leise und wende mich etwas anderem zu. Das kommt immer wieder vor und jeder, der das tut, hat meinen größten Respekt! Nicht immer bringt man alle Wünsche und Ziele unter einen Hut, nicht jeder kann mit jedem. Nicht jeder mag die Art, wie ich arbeite oder mich. Das ist völlig OK. Es „menschelt“ auch im Tierschutz und wir alle müssen damit umgehen. Sobald dazu aber jemand den großen Auftritt benötigt, darf es erlaubt sein, zu hinterfragen, warum das nötig war, wem dieser Auftritt nutzt  und wieweit derjenige dann tatsächlich das Tierwohl im Sinn hat …oder ging es diesen „aufrechten“ Tierschützern vielleicht doch eher um die Selbstdarstellung?

Daher bin ich Facebook sehr dankbar für den „Blockieren und Entfreunden“ Button. Facebook ist groß, Facebook bietet jedem seine Plattform, lässt Raum für jedes Niveau und jeden Charakter, für Lügen, Klatsch und Selbstdarstellung. Aber bitte nicht bei mir, nicht bei uns ❤

 

Judge me by the people I avoid … beurteile mich nach den Menschen, denen ich aus dem Weg gehe ❤

 

 

 

5 Gedanken zu „Dankeschön Facebook, für den Blockieren Button <3“

  1. all diese Menschen wollen den Vereinen schaden in diesem Momenten, aber sie schaden nur den Tieren. Das begreifen sie leider allesamt nicht. Es ist eine Schlangengrube aber leider unverzichtbar für unsere Arbeit. Danke für die Worte! Es ist stellvertretend für jede Orga – denke ich – zutreffend.

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