Tierschutz

Gut gemeint ist oftmals nur die kleine Schwester von Scheiße. An alle Kritiker des Auslandstierschutzes…

Tierschutz ist für mich Tierschmutz. Tierschützer sind Dreck. Ich könnte kotzen, wenn ich nur das Wort Tierschützer lese. Hört auf, die Hunde nach Deutschland zu karren und euch eine goldene Nase damit zu verdienen. Ich gebe nichts, die stopfen sich alle das Geld selbst in die Tasche. Kümmert euch lieber um Menschen…

Die Auflistung der dummen, hässlichen, widerwärtigen und dreisten Kommentare, die teilweise aus den Tiefen der Gosse, teilweise auch aus Unwissenheit verfasst werden und dann unter meinen Beiträgen auftauchen, sie alle haben etwas gemeinsam: Ein großes schwarzes Loch an der Stelle im Gehirn der Verfasser, an der sich im günstigsten Fall Informationen und Erziehung befinden sollten.

Man kann darüber streiten, ob es eine so tolle Idee und notwendig ist, wenn man Menschen, die sich ehrlich und mit allem was sie an Zeit und finanziellen Mitteln besitzen und bis zur Selbstaufgabe einbringen, wenn man diese Menschen öffentlich beleidigt. Einfach mal so, weil man sich über irgendjemand, irgendwo, irgendwann geärgert hat, der auch etwas mit Tierschutz zu tun hatte. Weil es tatsächlich auch schwarze Schafe gibt, aber der Verfasser des Kommentars von seinen intellektuellen Möglichkeiten nicht in der Lage ist, zu differenzieren oder einfach, weil er einen schlechten Tag hat, von Haus aus gerne stänkert oder findet, dass Tierschutz an der Landesgrenze enden sollte. Deutscher Tierschutz den deutschen Tieren, oder so ähnlich. Sie meinen es alle „gut“ … und doch schaden sie dem Tierschutz und den Tierschützern, vor allem aber den unschuldigen Tieren mehr, als es selbst die verkommenste Tiermafia der schwarzen Schafe in der Szene je bewerkstelligen würde.

Es wird zwar wenig nutzen, denn Hater möchten hassen und Nörgler möchten nörgeln, Fakten sind dabei eher hinderlich. Trotzdem… für euch, liebe Kommentatoren:

Unser Verein und sämtliche Helfer, hier wie in allen anderen Länder unserer Partner arbeiten komplett ehrenamtlich. Kein Gewinn, keine „Aufwandsentschädigungen“ für geleistete Arbeit, nur Mühe, Sorgen und dazu unsere eigenen, nicht unerheblichen privaten Spenden, die wir beständig einbringen, damit unsere Tiere nicht verhungern.

„Unsere Tiere“, das sind all die heimat- und schutzlosen, hungrigen, verletzten Tiere auf den Straßen. Tiere, die nichts dafür können, dass sie geboren wurden, ehe ein Kastrationsprojekt die Anzahl verringert. Sie sind nun einmal da und wir geben alles, um zu verhindern, dass die nächsten nachkommen.

Kastration, die wichtigste Maßnahme und unser Hauptanliegen, kostet Geld. Erhalten wir Futterspenden, können wir andere Spenden für Kastrations- und Aufklärungsarbeit vor Ort  einsetzen. Beides ist wichtig und unverzichtbar.

Adoption aus dem Ausland  ist kein „Geschäft“, wenn sie gewissenhaft und seriös erfolgt sondern teuer und aufwändig. Wir bezuschussen die Adoptionen aus der Vereinsgemeinschaft, weil wir den Adoptanten nicht die hohen Kosten zumuten möchten, wenn tatsächlich eines unserer Tiere ein Zuhause findet. Nur die kranken, schwachen, alten, blinden, verletzten oder verstümmelten Tiere werden aufgenommen und erhalten die Chance auf eine Adoption. Alle anderen verbleiben auf der Straße, werden gefüttert und kastriert und eine lukrative Geschäftsidee würde ich mir als Unternehmerin anders vorstellen, ganz anders. Worüber ich hier schreibe ist Knochenarbeit, belastend und kostet Geld.  Dafür schenkt es den betroffenen Tieren Leben und eine Zukunft, nachdem sie bereits unendlich viel durchgemacht haben und ihr Glück gibt uns die Kraft weiter zu machen. Es gibt uns die Kraft, jeden Tag erneut gegen Dummheit, Gleichgültigkeit und Grausamkeit der Menschen anzukämpfen.

Ja, es stimmt. Tierschützer sind nicht unbedingt die pflegeleichtesten Menschen. Es wird gestritten, es wird verleumdet, es wird sich profiliert, intrigiert und es gibt auch viel zu viel unehrliche, verbrecherische Aktivitäten unter diesem Deckmantel. Vor allem anderen ist Tierschutz und sind Tierschützer jedoch Menschen, die sich mit viel Herzblut ehrenamtlich drei Beine rausreißen, damit es zumindest ein paar Seelen besser geht, damit langfristige Verbesserungen auf den Weg gebracht werden können und weil sie nach wie vor in einem kleinen Winkel ihres Herzens glauben, wegzusehen und nur klug daher zu reden ist keine Option, wenn das Elend an der Türe anklopft.

Daher nehme ich mir die Freiheit, jeden von meinen Seiten zu blockieren, der meint, alles, was im Tierschutz verbesserungswürdig und unseriös ist, in einen Topf mit seriöser und ehrenamtlicher Arbeit werfen zu müssen, dessen einziger (gut gemeinter?) Beitrag darin besteht, das in den Schmutz zu ziehen, was andere mit viel Liebe und Einsatz aufbauen. „Gut gemeint“ ist nämlich manchmal nur die kleine Schwester von Scheiße und Verbesserung wird am besten dadurch erzielt, indem man es einfach besser macht und  andere in Ruhe arbeiten lässt, die bereits dabei sind. … hier in Deutschland und überall wo Tierleid gelindert und verhindert wir. Nur so eine Anregung…

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3 Gedanken zu „Gut gemeint ist oftmals nur die kleine Schwester von Scheiße. An alle Kritiker des Auslandstierschutzes…“

  1. Diese Menschen sind niedriger als jedes Tier. Ihnen sind die Emotionen abhanden gekommen und Sie bedeuten oft für Mensch und für Tier eine große Gefahr. Tierschützer sollten sich nicht einen Augenblick von diesen Hirnlosen beleidigt fühlen.

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  2. Menschen die sich derart äußern haben weder Respekt noch Mitgefühl für andere übrig. Sie wollen sich wichtig machen und provozieren auf eine sehr feige Art und Weise. Es ist traurig, dass Menschen wie auch Sie, liebe Bettina, immer wieder derartigem geistigen Dünnsch… ausgesetzt werden. Diese hinterhältigen Verleumder sind auch die, welche es sich, besonders an den hohen Feiertagen auf Kosten hilfloser Lebewesen mal „so richtig gut gehen“ lassen – unmenschlich, dumm, empathielos und, in meinen Augen, absolut unchristlich.
    Jedes Tier ist es wert gerettet zu werden – egal wo es sich gerade auf der Welt befindet. Sie und Ihr Verein, der sicherlich über alle Maßen dankbar ist, eine tapfere Streiterin wie Sie an seiner Seite zu haben, leisten Großartiges im Namen der Schwächsten in unserer Gesellschaft.
    Ich wünsche Ihnen von ganzem Herzen ein gesegnetes Weihnachtsfest im Kreise von Lebewesen die Sie lieben und die Ihnen die Kraft geben, weiter zu machen. Möge Sie immer ein Licht durch dunkle Zeiten geleiten.
    Herzliche Grüße aus Kampehl, Brandenburg

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  3. Genau – gut geschrieben – einfach besser machen ohne zu nörgeln oder gar zu beleidigen. Ich unterstütze hier im Andenken an eine liebe Katzenfreundin, meine Lieblingscousine Trudi und weil hier jeder Cent durch ehrenamtliche Arbeit an die richtige Stelle kommt. Ich unterstütze auch Menschenschützer – hier in Deutschland – aber auch über die ZDF-Kinderhilfe Philippinen. Auch dort alles ehrenamtliche Arbeit. Und ich helfe – wenn ich kann – direkt vor Ort. An alle Gleichgesinnten „lasst euch niemals von empathielosen Menschen von eurem Ziel abhalten“. Das Licht am Ende der Welt gehört euch Liebenden – nicht den Unmenschen.

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