Tierschutz

Fiona…die Katze, die wie ein Hund gehorchen sollte …eine wahre Geschichte

Manche Katzen haben das Pech, einfach immer zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein. Fiona war so eine Katze. Zunächst machte sie den Fehler, überhaupt geboren zu werden. Das ist sehr verhängnisvoll, denn es bedeutet, ein Leben geprägt von Hunger, Krankheit und Schmerzen, beständige Gefahren und meist ein unschönes Sterben, kommt man als heimatloser Streuner auf die Welt. Doch zunächst sah es so aus, als wären die Götter einsichtig und wollten ihren Fehler wieder gut machen. Fiona wurde bei einem freiwilligen Helfer aufgenommen, denn sie war sehr liebenswürdig, vertrauensvoll und dazu wunderschön. Sie sollte nicht auf der Straße bleiben und sicher hätte sie gute Chancen, von einem lieben Menschen adoptiert zu werden. Und genau das passierte dann auch. Fiona erhielt nicht nur ihren Namen sondern auch ein Zuhause.

Leider hatte man versäumt, dieses Zuhause genauer unter die Lupe zu nehmen. Das passiert sehr oft und während bei uns alle zukünftigen Adoptanten auf Herz und Nieren geprüft, argwöhnisch begutachtet und manchmal sogar schon fast auf aufdringliche Weise begleitet werden, damit nur ganz sicher alles gut geht und unsere Schätze den idealen Menschen und Platz finden, sind sie in vielen Fällen auf sich allein gestellt, nachdem sie jemand in eine Transportkiste gepackt hat und abgeholt. So erging es Fiona.

Ihr neues Zuhause, das erste Zuhause, das sie überhaupt kannte, war eine Katastrophe. Fionas Besitzer hatte sich in den Kopf gesetzt, sie zu erziehen wie einen Hund. Auch die Erziehungsmaßnahmen, die er anwendete, ähnelten denen, die in schlechter Hundehaltung angewandt werden: Schläge, Strafen und scharfe Worte.
Die arme Katze wusste nicht, was man überhaupt von ihr wollte, ihre Angst wuchs mit jedem Tag und als man bei SCARS endlich durch Zufall von ihrem Schicksal erfuhr und sie mit viel Tricks und Kniffen aus der trostlosen Lage befreite und in die Cattery holte…da war es bereits zu spät. Fionas Seele war beschädigt.
Aus der zutraulichen und freundlichen Katze war ein argwöhnischer, ängstlicher „Shadow“ geworden…eine Schattenkatze, die Menschen verabscheute und jedes Vertrauen verloren hatte.

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Nicht anfassen…und nicht ansehen…ich bin unsichtbar!

Ich muss zugeben, dass ich mich nicht übermäßig für sie interessierte, denn bei einem ersten Besuch in der Cattery Athen hatte ich damals nur Augen für Iron. Trotzdem fiel mir Nafsikas trauriger Unterton auf, mit dem sie in zwei, drei Sätzen Fionas Schicksal umriß. Dann vergaß ich sie wieder, zwischen all den täglichen Notfällen, niedlichen Babies, sterbenden Unfallopfern und misshandelten Seelchen. Bis…ja bis Pax aufgenommen wurde und ich mir überlegte, seine Geschichten dazu zu nutzen, auf andere „Ladenhüter“ in der Cattery aufmerksam zu machen.
„Bitte nimm Fiona“…schrieb mir Nafsika. Und ich war erschüttert, dass sich auch nach 1.5 Jahren nichts an ihrem Zustand verändert hatte. Fiona war scheu, Fiona hasste Menschen, Fiona würde wohl den Rest ihres Lebens in dem winzigen Zimmer in der Cattery verbringen und vergeblich auf ein Wunder warten. Es war an der Zeit, das zu ändern!

Also ließ ich Pax erzählen…von einer traurigen Prinzessin, die sich Nachts in den Schlaf weint und für die wir uns alle so sehr eine 2. Chance erhofften und die er immer mit seinen klugen und einfühlsamen Worten tröstet. Schattenkatze Fiona erreichte dadurch viele, viele Leser und dann hatte sie zum ersten mal in ihrem Leben wirklich Glück. Den Jackpot, um genau zu sein!

Iris, die in unserem Frieden für Pfoten Team aus der Schweiz unterstützt und dort ihr Herz und Haus für besondere Notfellchen weit offen hat, sie beschloss, Fiona zu sich zu holen. Sie sollte alle Zeit der Welt erhalten, sich zu überlegen, ob sie nicht doch wieder Vertrauen fassen möchte und falls nicht…dann würde sie immerhin mit anderen Katzen in einem wunderschönen, großzügigen Zuhause leben, wo sie liebevoll umsorgt wird.
Gesagt getan. Aus Prinzessin Fiona wurde Lady und aus der Schattenkatze aus Griechenland wurde eine Schattenkatze in der Schweiz.
Katzenflüsterin Iris ließ die verstörte und misstrauische Lady ganz in Ruhe ankommen. Sie sprach freundlich mit ihr, reichte aus sicherer Entfernung kleine Leckerbissen und ich vermute, sie schickte ihr auch tonnenweise Heil-Energie und kommunizierte auf Ebenen, die nicht jedem zugänglich sind <3. Was auch immer Iris getan hat…es hat funktioniert ❤
Ein paar Monate…  und dann begann unsere Schattenkatze wieder zu strahlen.
Mittlerweile ist sie überall mit dabei, mittlerweile darf Iris sie sogar streicheln und ich bin mir sicher…Lady wird bald ihr Talent als Seelenkatze entdecken und irgendwann treffen die ersten Kuschelbilder ein..
Woher ich das weiß? Ihre Augen haben es mir längst verraten ❤

Dankeschön, liebe Iris, Dankeschön, liebe Nafsika…und Dankeschön Pax…du hast einigen Schattenkatzen aus der Cattery ins große Glück verholfen ❤

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Lady heute…entspannt…flauschiger…weicher …glücklich ❤

8 Gedanken zu „Fiona…die Katze, die wie ein Hund gehorchen sollte …eine wahre Geschichte“

  1. Welch ein Unterschied zwischen den Bildern!

    Erst die scheue Schönheit, deren finsterer Blick aus trostlosen Augen die Umgebung scannt…. dass ihr nur ja niemand zu nahe kommt…..

    …… und dann eine Katze, die mit geschmeidigen Bewegungen zeigt, wie wunderschön sie ist…. und wie entspannt und glücklich!!

    Ach, Bettina, das ist eine von den Geschichten, die Hoffnung geben und eine Bestätigung dafür sind, wie wichtig es ist, ALLES für die Tiere zu tun und zu geben, was immer jedem einzelnen von uns möglich ist!!!

    DANKE fürs daran Teilhaben lassen und einen BESONDEREN DANK an die liebe IRIS, die aus einem scheuen „Shadow“ eine glückliche „Lady“ machte.

    DANKE ❤ – ❤

    DANKE ❤ – ❤

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  2. Katzen verhalten sich manchmal wie Hunde – wenn sie selber dies wollen.

    Zuerst fällt natürlich der Blick auf physische Wunden und Schmerzen, die Psyche fällt anfangs nicht so auf. Allerdings, wer in die Augen eines verletzten Wesens blickt, erkennt durchaus die Narben darin.

    Alles Gute für die Zukunft.

    Gefällt 1 Person

  3. Es ist ein Traum, zu erleben, wie Tiere, denen Menschen einst übel mitgespielt haben, durch liebe- und respektvolle Menschen, wieder vertrauen lernen. ❤
    Zwei meiner 5 Katzen haben Ähnliches erlebt. Ich durfte erfahren, wie sie bei mir aufblühten. Gestern musste ich mein kleines Katzenmädchen gehen lassen. 😢😢 Ich bin dankbar für die 4 Jahre, der ich ihr ein Leben in Liebe geben durfte.
    Ich wünsche der süßen Lady, dass sie die Vergangenheit völlig vergisst und sehr lange dieses wunderbare Glück bei Iris genießen kann! 😻

    Danke für deine wunderbar erzählten und berührenden Geschichten, liebe Bettina! 👏
    Danke an alle Menschen, die wie Iris sind! 💖

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  4. Ja – ich habe es gelesen und wünsche nur das Beste. Sie hat einfach Augen zum Verlieben.

    Generell ist es halt wichtig zu verstehen, dass Katzen keine Hunde sind – nur das sehen viele nicht – oder wollen es nicht sehen.

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