Tierschutz

Wenn ich die Weihnachtsfee wäre… Gedanken, die ich besser für mich behalten sollte…

Gut, dass ich nicht zaubern kann…

Ich gehe durch die Stadt und sehe fast an jedem Mantel einen Pelzkragen … jeder der Träger hat irgendwann schon einmal gehört, wie unsäglich die Tiere für diesen modischen Firlefanz gequält werden…es ist ihnen egal.
Ich lese entsetzt den Menu Vorschlag für ein Weihnachtsessen, wo tatsächlich Gänsestopfleber auf der Karte steht, und bekämpfe den Wunsch, dem Befürworter solcher „Genüsse“ das Rohr in den Hals zu stopfen, ihm den Gourmet Magen mit einer widerlichen Brühe zu füllen, bis er platzt (was sehr oft bei der Zwangsmast mittels Rohr in den Hals bei den Gänsen passiert, auch die Schnäbel brechen regelmäßig, durch die rohe Gewalt). Natürlich geht es mir bei dieser Metapher nicht darum, wirklich jemanden leiden zu lassen … es geht um den Wunsch, MIT-Gefühl zu erzeugen, wenn die Vorstellungskraft der Verursacher von unnötigem und grauenhaften Leid offensichtlich nicht dazu ausreicht, …wenn sie selbst nicht in der Lage sind, sich gedanklich in die Situation der Leidenden zu versetzen… Was wäre, könnte man ihnen diese Empfindungen kurz in den Kopf zaubern?

Wäre ich die Weihnachtsfee, würde ich für einen ganz kurzen Moment zaubern, dass der Gourmet das Leid am eigenen Leib spürt, das die Gans ihr Leben lang jeden Tag erdulden muss. Unsägliches Leid, für ein paar lumpige Bissen „Genuss“.

stopfleber peta
Quelle. PETA

Ich wünschte, ich wäre die Weihnachtsfee und hätte so viel magische Kraft, um die Menschen nur für einen kurzen Moment selbst fühlen zu lassen, wie es ist, sich panisch vor Angst gegen die Käfigwände zu drücken, hilflos, schutzlos, in Erwartung des nächsten Schmerzes, der nächsten Tortur, die jeden Tag regelmäßig stattfindet, bis die Leber krankhaft genug angeschwollen ist , um als „Gänsestopfleber“ zu dienen, nach der Schlachtung.

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Gänsestopfleber Masthaltung Quelle: PETA

Wäre ich die Weihnachtsfee, würde ich gerne den Zauberstab schwingen und alle Käufer eines Pelzkragens nur für ein paar Stunden mit nackten Fussohlen in einen nackten Drahtkäfig setzen, der ihnen nicht einmal aufrechte Haltung erlaubt und die Füße zerschneidet (man tut das, damit die Exkremente durch den Draht hindurch fallen), und sie dabei die Todesschreie ihrer Mitinsassen hören lassen, wenn diese mit einer Drahtschlinge oder mit Elektroden im After getötet werden, wenn ihre Eingeweide bei lebendigem Leib verschmoren … bis sie sterben…wenn sie Glück haben, denn sonst werden sie anschließend noch lebendig gehäutet. Ihr Pelzkragen hat sein gesamtes Leben so verbracht. Tiere empfinden Schmerz und Angst exakt wie wir Menschen.

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Ein Pelzkragen …vor der Verarbeitung… hier verbringt er sein gesamtes Leben! Quelle: PETA

Es wäre sicher eine spannende Erfahrung, sich kurz einzufühlen, was man den wehrlosen Tieren durch völlig überflüssigen und gedankenloses Konsumieren antut.

Oh, ich wüsste, was ich täte, könnte ich die Menschen auf diese Weise wachrütteln,   meine Gedanken sind vielleicht  nicht sehr vorweihnachtlich, für manche vielleicht sogar schockierend…aber bei genauerer Betrachtung sind sie näher am Weihnachtsgedanken, des Mitgefühls (dem Einfühlen in andere, Schwächere,  die ohne Stimme und ohne Wert für unsere Gesellschaft sind) als so mancher frommer Spruch in der Vorweihnachtszeit, als all die leeren Worthülsen von Liebe und Besinnung, … ausgesprochen von Menschen, die nicht einmal die perfideste, grauenhafteste und vor allem überflüssigste Tierquälerei abschreckt, um ein modisches Accessoire oder einen Gaumenkitzel zu konsumieren. Weil sie es sich wert sind… und weil die Wehrlosen und Schwachen in ihren Augen eben NICHTS wert sind!

Man muss kein Tierschützer sein, um das abstoßend und unverständlich zu finden…nur „Mensch“!
Der Jesus, dessen Geburt sie freudig feiern, würde sie aus tiefster Seele verachten und bedauern, für ihre Gefühlskälte und Dummheit!

Frohes Fest…

blog111

 

 

 

8 Gedanken zu „Wenn ich die Weihnachtsfee wäre… Gedanken, die ich besser für mich behalten sollte…“

  1. Ich würde auch gerne mit den Fingern schnippen und zack, wäre die Erde ein Paradies für alle. Es macht mich sehr traurig, wie „der Mensch“ mit den Tieren umgeht. Viele Menschen wie ich verzichten bereits auf Fleisch, um die Tierquälereien nicht mehr zu unterstützen. Aber man hat nicht den Eindruck, dass deswegen weniger „produziert“ wird. Viele Menschen wie ich im Kleinen und die Autorin des obigen Beitrages im Großen setzen sich für hilflose Tiere ein, überall auf der Welt, aber man hat nicht den Eindruck, dass der „Bedarf dafür“ weniger wird. Wann hört das alles endlich auf?

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  2. Das Leid der Tiere ist unfassbar, nicht mit Worten auszudrücken, eine Schande, nie wieder gut zu machen, ich bin aber der Meinung – vielleicht ist sie falsch – daß wir mit Gegengewalt nicht weiter kommen, wenn wir die Gewalt an Tieren endgültig beenden wollen.
    Ich möchte mich immer für friedliche Lösungen einsetzen, um die Welt endlich besser zu machen. ♥️

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  3. Es geht um Bewusstheit und Empathie und leider „wissen“ es angeblich viele, haben aber keine Empathie und sehen sich und ihre vermeindlichen „Bedürfnisse“ als vorrangig an. Jeder, der einem Tier, eagal welcher Art, einmal wirklich durch die Augen in die Seele geblickt hat, kann das nicht mehr verantworten. Dieser Zauber wäre spitze.

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  4. Oh ja, wie gerne wäre ich Assistentin beim Zaubern! Auch ich wünsche mir so oft, wenn ich von Grausamkeiten gegen Tiere höre oder lese, dass die Peiniger 1:1 das Gleiche erfahren sollten! Anders versteht es der „intelligente“ Mensch wohl nicht! Wie roh und gefühllos sind Menschen, die Qualen der geschundenen Lebewesen zu verantworten, auszulösen und hinzunehmen?

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  5. Liebe Bettina, Sie haben so recht mit Ihrem Wunsch. Würde ein jeder Mensch über echtes Mitgefühl verfügen, dann währen wir dem Paradies schnell deutlich näher. Wenn jeder sofort spüren könnte, was sein Gegenüber empfindet, egal welcher Spezies dieses Gegenüber angehört, dann währen auch alle darauf bedacht, niemals jemandem ein Leid zuzufügen. Mitgefühl ist ein Geschenk, wenn man liebt und umgeben ist, von glücklichen Lebewesen aber manchmal eine große Last, wenn man das mitfühlt, was pervertierte Kreaturen anderen Geschöpfen weltweit antun. Was Sie täglich fühlen, wenn Sie sich so für die Tiere einsetzen erfordert eine besondere Kraft. Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Kraft um das auszuhalten und immer noch mehr Glücksmomente damit das Mitfühlen Ihnen auch immer wieder mal Freude bereitet.

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