Seelenmarzipan, Tierschutz

Eine Gottesanbeterin namens Joey…die bezaubernde Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft <3

Sein Name ist Joey…und auch wenn es seltsam klingen mag, dass wir einer Gottesanbeterin einen Namen gegeben haben …es gibt da eine Geschichte dahinter…

Eines Nachts ging ich auf unsere Veranda, und da lag er am Boden…komplett mit Spinnweben verschnürt, er konnte sich kaum noch bewegen.

Ich dachte zuerst, er wäre bereits tot, er sah aus, wie in einer Zwangsjacke gefangen, die Beinchen fest an seinen Körper gepresst aber als ich genauer hinsah, bemerkte ich, dass er noch am Leben war.

Ich kann einfach nicht wegsehen, wenn ein Tier leidet und Rettungs -Mission „Joey trat in Aktion. Ich schnappte ihn mir und ab ging es ins Haus mit ihm.

Kurz vorher hatte ich meine 5 Jahre alte Tochter ins Bett gebracht aber als ich mir den armen Joey geschnappt hatte, steuerte ich auf ihr Kinderzimmer zu, denn sie ist meine beste Assistentin, wann immer jemand gerettet werden muss. Nachdem ich Pinzetten, eine Tasse Wasser und meine Tochter um mich versammelt hatte, begannen wir an Joey zu arbeiten…

Ich hatte nie vorher ähnliches getan und daher hatte ich keinen Plan, ob wir ihn wohl retten könnten, er sah ziemlich mitgenommen aus und das Netz vorsichtig abzulösen, jagte mir Angst ein. Ich rechnete fast damit, dass seine Beinchen dabei brechen würden. Eines davon war bereits verletzt, ehe wir mit der Prozedur begannen und ich musste also besonders vorsichtig damit umgehen.

Das Wasser half ungemein dabei, die Spinnweben abzulösen aber wir benötigten zwei Stunden, bis er die Zwangsjacke schließlich komplett los war. Endlich befreit, zögerte er ein wenig und wir mussten ihn ermutigen, sich wieder auf die eigenen Füsse zu stellen aber dann machte er mit.

Die nächste Aufgabe war es, herauszufinden, wie wir am besten für ihn sorgen könnten, denn er würde etwas Zeit brauchen, bis er sich erholt hatte. Ich ging ins Netz und suchte nach „Gottesanbeter Pflege“ und fand zu meiner Freude heraus, dass Gottesanbeterinnen Katzenfutter mögen.

Yeah! Ich habe Katzen…also war Katzenfutter bei uns auf der Speisekarte. 🙂

Die nächste Woche stellte sich als eine unvergessliche Erfahrung heraus…für Joey zu sorgen und ihm dabei zuzusehen, wie er gesund wurde, berührte mein Herz in einer Weise, wie ich das niemals für möglich gehalten hätte.

Ich bastelte ihm ein Genesungszimmer aus einem Käfig und sperrte ihn darin ein, damit er in Sicherheit war. Es schien ihn in keinster Weise zu stören, denn er konnte durch die Gitterstäbe alles beobachten. Ich fütterte ihn mit einem winzigen  Babylöffel und er aß genüsslich, sobald ich ihm den Löffel hinhielt.

Nach ein paar Tagen gewann er seine Kraft zurück und wir wagten den nächsten Schritt: Lebendfutter. Ja, meine Tochter und ich waren draußen unterwegs und fingen mit einem Netz Fliegen und auch kleine Motten. Diese Dinger lebendig zu fangen war keine leichte Sache, so viel steht fest.Wenn wir sie erwischt hatten, ließen wir sie in Joeys Käfig frei und er erledigte den Rest. Diesen Teil der Fütterung wollte ich mir dann doch lieber ersparen.

Es dauerte etwas über eine Woche und unser Joey sah richtig gut aus, er bewegte sich normal, er futterte wie ein kleines Schweinchen…wir wussten, es war an der Zeit, ihn frei zu lassen. Ich stellte seinen Käfig auf die Veranda und öffnete die Tür. Er kam nicht gleich heraus, also ließ ich die Türe offen und beschäftigte mich im Garten. Alle paar Minuten sah ich nach ihm und zentimeterweise wagte er sich auf den Weg in die Freiheit. Schließlich war dann draußen, er saß auf dem Käfig aber bewegte sich nicht weg.

Jetzt war ich doch ein bisschen besorgt, ob er denn wirklich schon so weit war. Als ich mich ihm näherte sprang er auf mich, ich hielt ihn kurz in der Hand und setzte ihn wieder auf den Käfig. Er schien OK und in Bestform 🙂 .

Nach und nach dehnte Joey seine Ausflüge auf die umliegenden Pflanzen aus, aber er behielt die Heimatbasis auf unserer Veranda und jedesmal, wenn wir nach draußen kamen, sprang er auf uns, offensichtlich erfreut darüber, Besuch zu haben.

Wir waren Freunde…und es war völlig egal, ob so etwas möglich ist oder nicht. Wir waren es einfach.

Dieses Bild entstand , nachdem Joey wieder gesund war.

Quelle: https://www.facebook.com/mikeyshouse/posts/2848305128544959?__tn__=K-R

Diese Geschichte stammt von der Facebook Seite Mickey´s House und ich durfte mit freundlicher Genehmigung der Verfasserin, die deutsche Übersetzung und Bearbeitung vornehmen. Thank you for this wonderful story dearest Jenny ❤

Alle Rechte vorbehalten.

 

 

joey
Quelle: https://www.facebook.com/mikeyshouse/posts/2848305128544959?__tn__=K-R

 

 

 

 

 

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