Tierschutz

Hunde und Katzen in Flüchtlingsunterkünften…Vorsicht, Taschentuchalarm…

Seit geraumer Zeit, genau genommen, seit ich über meinen Verein Frieden für Pfoten versuche, den verlassenen oder mitgenommenen Haustieren der Flüchtlinge beizustehen, ist mir auch bekannt, dass Tiere in den Lagern oft gefährdet sind, misshandelt zu werden.
Nicht jeder dort toleriert Tiere und das Zusammenleben auf engstem Raum gestaltet sich so oftmals noch mehr zu einem Albtraum, wenn man seine vierbeinigen Lieblinge beschützen möchte und nicht einmal Geld für Futter hat, denn die Tiere sind bei den Tagesrationen nicht vorgesehen.
Willkommen sind sie sowieso in den seltensten Fällen, bestenfalls geduldet und meist sogar kategorisch verboten, seitens der Lagerleitung und sie müssen versteckt werden.

SCARS Athen hilft den Menschen mit ihren Tieren und besonders Lambrinis Herz schlägt für solche Projekte. Sie besucht regelmäßig eine Flüchtlingsunterkunft, die abgelegen ist, vergessen vom Rest der Welt und hilft den Menschen dort, ihre Tiere mit dem Nötigsten zu versorgen und ermöglicht mit unserer Hilfe auch Kastration oder medizinische Betreuung. Sie teilt ihren Futteranteil großherzig mit den Tieren der Flüchtlinge, den sie von unseren Organisationen für die eigenen Futterstellen zur Verfügung hat.

Ihre Besuche im Lager sind immer ein Fest und mit der Zeit wurden immer mehr Kinder darauf aufmerksam, sie hörten ihr zu, sie lernten von Lambrini und den Flüchtlingen mit Tieren, dass man Tiere auch lieben und beschützen kann und wollten gerne selbst einen Beitrag dazu leisten. Es entstand eine kleine Arbeitsgemeinschaft.

Provisorische Futter- und Wasserspender wurden gebastelt. Nafsika von SCARS entwarf mehrsprachige Aufkleber für die Wasserbehälter:

„Bitte fülle etwas Wasser ein für unsere Katzen und Hunde. Sie brauchen Wasser und haben Durst, wie wir Menschen auch“

flüchtlinge und tiere4

Es wurden Futterspender aus Plastikrohren gebastelt und sicher befestigt und die Kinder lernten mit der zeit alles Wissenswerte über die Streuner:

Dass sie nicht gefährlich sind…dass sie auch heimatlos sind …dass sie beschützt werden müssen…dass sie Freunde sein können… und die Kinder beschlossen, ihre Streuner und neuen Freunde im Camp und in der nahen Umgebung, zukünftig zu beschützen.

 

flüchtlinge und Tiere

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Lambrini erzählte mir glücklich, dass die Kinder jetzt gemeinsam Patrouille gehen, sie achten darauf, dass die provisorischen Wasserbehälter sauber und gefüllt sind und verteidigen „ihre“ Streuner vor Übergriffen (übrigens auch Seitens der einheimischen Bevölkerung immer möglich)  und geben ihr Wissen stolz an andere im Lager weiter.

Die Futterbehälter sind leider nicht immer so voll, wie sie sein sollten. Wir schaffen es einfach nicht an allen Stellen genügend Vorrat zur Verfügung zu stellen.

Lambrinis letzter Satz berührte mich ganz besonders:

„So hat eine kleine Tat der Hilfe, …als wir das erste Mal etwas Futter ins Lager brachten für die Katzen dort, …jetzt eine große Lawine verursacht und diese Kinder werden den Spirit weiter geben. Weisst du Bettina, nicht aufgeben…Wir bewegen doch etwas!“

 

Dankeschön, liebe Lambrini..und mein tiefster Respekt für Menschen, wie dich ❤

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Falls ihr gerne einen kleinen Beitrag für Futter und Kastration der Streuner in und um dieses Flüchtlingslager bei Athen senden möchtet, hier ist die Bankverbindung. Kennwort: SCARS

Frieden für Pfoten e.V.

IBAN | DE41 4306 0967 1181 4659 00
BIC | GENO DEM1 GLS
Paypal | info@friedenfuerpfoten.org

3 Gedanken zu „Hunde und Katzen in Flüchtlingsunterkünften…Vorsicht, Taschentuchalarm…“

  1. Oh man, wie toll ist das denn. Genau richtig angesetzt, bei der nächsten Generation. Sie haben eine Aufgabe, die wichtig ist und sie mit Stolz erfüllt und sie lernen, was Empathie mit allen Lebewesen bedeutet. So ein schönes Projekt, vielen Dank!

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  2. Sehr berührend, besonders in unserer Zeit. Wie oft wird hierzulande mit dem Finger auf die „bösen Anderen“ gezeigt, die schlimmen tierquälenden Flüchtlinge. Dabei wird meistens vergessen, was bei uns alles passiert und, dass viele dieser Menschen ihre Heimat verlassen mussten, weil hier in D. Milliarden am Krieg verdient werden.

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