Tierschutz

Die Milch…die „gute Milch?!“. Im Kühlregal regiert die Tierquälerei.

Anfangs las ich etwas überrascht und dann zunehmend schockiert die ersten Wahrheiten über die Milchproduktion. Ich liebte den Geschmack von Milch, Eiscreme, Sahne, Shakes, Pudding, Quark und Joghurt.
Ich kannte jetzt zwar die Hintergründe aber:
„Naja, vielleicht Bioware und weniger …und es wird hoffentlich schon nicht so schlimm sein. Einzelfälle…“
Dann wurde mit jeder aufgedeckten Tierquälerei, mit jeder neuen Info über den wahren Ablauf der Milchproduktion, über das traurige und grausame Leben und Sterben der Milchkühe und der Kälber, mein schlechtes Gewissen größer.

Das Milchregal im Supermarkt war kein Ort des Genusses mehr sondern ich sah plötzlich auch das Leid dahinter….Eiter, Blut, angekettete Lebewesen, zwischen den appetitlichen Milcherzeugnissen. Ich sah fühlende und friedliche Geschöpfe, die vergewaltigt (zwangsbesamt), missbraucht und benutzt werden.
Ich sah Kälber, gewaltsam getrennt von der Mutter, denen man verwehrt, die Milch zu trinken, die ich jetzt in meinem Einkaufskorb nach Hause trage.
Ich hörte die verzweifelten Schreie der Kühe nach ihren Kälbern und ich sah die Bilder der Kälbchen, ich sah ihre verstörten und ängstlichen Augen, wie sie isoliert in ihren verdammten „Kälber Iglus“ stehen oder mit Vorrichtungen in ihrer Nase, am Trinken gehindert werden, während ich nach dem Schoko Pudding, „extra sahnig“, griff.
Und natürlich kam sehr schnell der Tag, an dem mir die Milch nicht mehr schmeckte. Ich konnte es einfach nicht mehr mit meinem Gewissen vereinbaren, Tierquälerei zu unterstützen und zu finanzieren.
Mein Körper sah das ähnlich und regierte unwillig auf jeden Milchverzehr.

Ich wünschte, ich könnte hier schreiben, es wäre bereits viel eher und quasi über Nacht passiert. Aber es dauert seine Zeit, bis ich so weit war, die Milch und damit all das verbundene Leid für die Tiere, aus meinem Leben zu verbannen.
Heute liebe ich alle Produkte rund um Pflanzenmilch. Es gibt Alternativen, die nicht nur ausgezeichnet schmecken sondern sogar gesünder sind. Milch ist alles mögliche aber sicher nicht gesund. Es wurde uns nur suggeriert. Eine riesen Industrie steht hinter diesen Lügen.
Wenn ich heute die Bilder der gepeinigten Geschöpfe sehe, die in der Milchindustrie leiden, dann fühle ich mich hilflos und zornig. Aber nicht mehr schuldig.

Man kann dieses System leider nicht beenden. Nicht heute. Die Mehrheit da draußen, ahnt nach wie vor nicht, was sich hinter den Stalltüren ereignet und wenn sie es ahnt, ist es ihr egal oder sie reden sich ein, es wären Einzelfälle. Sind es nicht!
Aber man kann selbst aussteigen. Und mit jedem Liter Milch, der nicht konsumiert wird, schwächen wir die Industrie des Grauens.
Es stimmt nicht, dass du nichts tun kannst. Du musst es nur wollen.
Es ist nie zu spät 

peta

6 Gedanken zu „Die Milch…die „gute Milch?!“. Im Kühlregal regiert die Tierquälerei.“

  1. Hat dies auf hubwen rebloggt und kommentierte:
    Die meisten Menschen wissen nicht welches Tierleid hinter der Milch steht. Den Kühen werden ihre Kinder wenige Stunden nach der Geburt weggenommen.
    „Und mit jedem Liter Milch, der nicht konsumiert wird, schwächen wir die Industrie des Grauens.
    Es stimmt nicht, dass du nichts tun kannst. Du musst es nur wollen.
    Es ist nie zu spät.“
    Bettina Marie Schneider

    Gefällt 1 Person

  2. Ob Milch, Zucker, Wissenschaft oder Fleisch, ob Wohnungsbau, Freizeitanlagen/Vergnügungen, Sport, Straßenverkehr, Arbeitsmöglichkeiten, Fernsehprogramme, Kunst oder Bildungsangebote – es geht in der Hauptsache nur um Profit. Einige wenige Reiche, einige Großkonzerne, Handelsketten, Hotelbesitzer, Fluggesellschaften und Passagierdampfer etc. Euro, Dollar, Gold und Diamanten, zutiefst unlautere kriminelle Geschäftemacherei. Großbanken, Aktienhandel, Termingeschäfte in Milliardenbeträgen, die nur auf dem Papier stehen, die die Weltwirtschaft beherrschen, uns und die Natur, unsere Tiere, alles Leben, uns, das Weltklima und die in Jahrtausenden sich
    entwickelnde, bisher mit den Lebewesen in Einklang stehende Natur in schlimme Krisen stürzen, die das Leben der Menschen bestimmen, sie verarmen und und letztlich im Elend, grausamen Kriegen und zutiefst inhumanen Bedingungen zurücklässt. Regierungen, die sich als Moralapostel aufspielen, aber Verbrecher schützen – die dazu Waffen in den letzten Winkel der Erde liefern.

    Wie lange wollen wir „normalen“ Menschen das alles noch hinnehmen? Warum sind wir Menschen nicht in der Lage, die unfähigen und korrupten, verantwortungslosen Politiker hier und weltweit endlich zu entmachten und die richtigen Menschen in die Parlamente zu bringen. Wir sind das Volk, alle Gewalt geht vom Volke aus, wir brauchen keine Politiker , die uns belügen und das Leben und das Grundgesetz bei uns und die Verfassungen der Völker anderswo weltweit missachten.

    Gefällt 1 Person

  3. Liebe Bettina!
    Du hast mit diesem Artikel einen Finger in eine Wunde bei mir gelegt! Auch ich liebe Joghurt, Quark, Käse. Aber ich kann diesen Genuss nicht mehr mit meinem Gewissen vereinbaren. Es ist so krank, so irrsinnig und grausam, Neugeborene ihren Müttern zu entreißen und die natürlichste aller Nahrungsmittel den Kälbchen vorzuenthalten! Kein anderes Säugetier braucht nach dem Abstillen je wieder Milch. Diese ist einzig und allein für Babys, egal welcher Art, gedacht!
    Es macht mich so unsagbar wütend, wozu Menschen zu ihrem Vorteil in der Lage sind. Ich habe auf FB ein Foto gesehen, das ein Kälbchen mit einem Sperrring im Mund zeigt und wie es vor seiner Mutter steht. Dieses Foto hat mich wahnsinnig erschüttert und ich kriege es nicht aus dem Kopf! Diese Grausamkeit, dieser Zynismus! Ich finde keine Worte für diese menschliche Perversion!
    Aber es hat mich dazu gebracht, auch nicht mehr zu den Schuldigen zu gehören. Jedesmal, wenn ich doch zu einem Joghurtbecher greifen wollte, schob sich dieses Bild vor mein inneres Auge und ich bekam einen Kloß in den Hals. Der Appetit war wie weggeblasen.
    Auf dem Markt hat sich viel getan in Bezug auf Alternativen. Mit denen kann ich prima leben. Mit dem Gedanken an ein verstörtes Kälbchen und eine rufende Mutter jedoch nicht!

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