Tierschutz

Gänsestopfleber…und Tierliebe…und offene Fragen…

Sind wir nicht alle ein bisschen Tierquäler?
Eine kranke Gesellschaft von rücksichtslosen Sadisten?

Tierversuche? Pelzindustrie? Qualzuchten? Massentierhaltung? Tiertransporte? Was ist akzeptabel? Was ist unhaltbar? Und wer befindet darüber?

Die Täter und Mithelfer sind angesehene Mitglieder unserer Gesellschaft. Unser gesamtes Leben, unser Wohlstand basiert auf Grausamkeit und Ausbeutung Schwächerer.
Die dagegen angehen werden verspottet, im schlimmsten Fall gesetzlich daran gehindert und zum Schweigen gebracht.

Ich finde es immer wieder bemerkenswert, wie manche Menschen Schmerz und Folter in Spezies und Rassen einteilen.
Ich kenne Menschen, die tun alles für ihren Hund, für ihre Katze. Menschen, die sich selbst mitfühlend, empathisch und tierlieb einstufen.
Diese Menschen reden sich bei vielen Dingen, die sie konsumieren ein, es wäre nicht soo dramatisch…ihr Pelz, ihr Schnitzel hatte ein wunderschönes Leben. Der Tierversuch diente einem lebenswichtigem Heilmittel, um kranken Kindern zu helfen und war deshalb unverzichtbar. Man hat es sich bequem eingerichtet, in der rosa Blase und mittlerweile störe ich dort nur ungern.

Ich habe mich damit abgefunden. Was mich aber wirklich immer wieder aufs neue verstört, ist die Gänsestopfleber. Menschen, die sie nach wie vor verzehren und trotzdem von sich behaupten, Tierfreunde zu sein.

Warum?
Wie bereits oben erwähnt, bei vielen Dingen, die auf Tierquälerei, Leid und Folter beruhen, redet man sich gerne ein, die Tiere hätten vorher ein traumhaftes Leben gehabt und diese Lügen werden von der Industrie noch bekräftigt.

Gänsestopfleber, und das ist mittlerweile auch dem Dümmsten klar, kann nur durch brutale Tierquälerei produziert werden. Es gibt keine glücklichen Gänse, die ihr Leben lang, bewegungsunfähig eingezwängt in einem Käfig ängstlich auf die nächste Folter warten, wenn ihnen mit einem Rohr gewaltsam Speisebrei eingetrichtert wird, bis Mägen platzen, bis Schnäbel brechen und bis die Leber endlich krankhaft angeschwollen ist, um dem Gaumenkitzel des Gourmets zu entsprechen. Es ist grauenhaft, einfach nur grauenhaft, was diesen fühlenden und wehrlosen Lebewesen angetan wird.

Keine Entschuldigung, und wäre sie auch noch so lahm, ist in diesem Fall greifbar.
Wer Gänsestopfleber bestellt und verzehrt, ist Befürworter und Handlager für scheusslichste Tierquälerei an Wehrlosen.
Bissen für Bissen für Bissen.
So, als ob er den vor Angst kreischenden Gans selbst den harten Schlauch in die Speiseröhre stopft, sie fixiert, damit sie nicht entkommen kann, während sie sich vor Angst und Schmerz jedesmal einnässt und die Kontrolle über den Darm verliert.

Er gibt mit seiner Bestellung im Restaurant den Auftrag, für die nächste Folter. Er bezahlt die Folterknechte.

gans

Ich finde bis heute keine Entschuldigung dafür. Ihr?

Nennt mich dafür gerne etwas seltsam oder werft mir vor, ich würde übertreiben.

Aber gerade bei dem Thema Gänsestopfleber, verzweifle ich jedes mal wieder an der Menschheit.

4 Gedanken zu „Gänsestopfleber…und Tierliebe…und offene Fragen…“

  1. Hallo, bin voll Deiner Meinung. Bin mit meiner Tierliebe auch immer auf Konfrontationskurs mit Bekannten…Es wäre toll, wenn Du diesen guten Beitrag auch irgentwie noch öffentlicher ins Netz stellen könntest, damit ihn viel mehr Leute lesen, die nicht Deine Seite angeklickt haben. Poste ihn doch mal irgentwie auf Facebook..Aber es wird so sein, daß diejenigen, die aufgerüttelt werden sollten, sowas sowieso nicht lesen wollen!

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