Geschichten, die der große Kürbis schrieb, Tierschutz

Geschichten, die der große Kürbis schrieb…aufrechte Tierschützer und andere Ärgernisse…

Ob es ihnen völlig gleichgültig war, was ihre Aktionen bewirkten?

Oder waren all diese Frauen vielleicht einfach nur skrupellos, wenn ihnen ein paar Stunden „Ruhm“ auf Facebook wichtiger waren, als hungernde Hunde und Katzen, als die Nöte und Ängste der Helfer vor Ort, die seit langem besorgt auf die Entwicklung sahen und genau wussten, welche Konsequenzen mein Rückzug von Facebook hätte?

Facebook ist nach wie vor mein wichtigster Arbeitsplatz, der Ort , an dem es mir gelingt, die meiste Hilfe für alle ins Boot zu holen und jeder Tag, an dem ich dort nicht unermüdlich vernetze, übersetze, schreibe, anfrage und antworte, anschiebe oder auch einmal bremse…ist ein Tag, der in der Bilanz des Jahres fehlt. In den Näpfen, um genau zu sein.

Sind sie dumm? Skrupellos? Gleichgültig?

Ich weiss es nach wie vor nicht, es ist ihnen jedenfalls gelungen, nicht nur die Hilfe für SCARS nachhaltig zu demontieren, sie haben weit mehr als das beschädigt, an vielen Stellen, wo man auf Hilfe wartet.

Was soll ich diesen Helfern sagen? Dass ich zur Zeit einfach nicht mehr gewillt bin, gegen die beständigen Sticheleien, gegen Rufmord, Häme und Missgunst anzuschreiben, gegen Angriffe, die stets öffentlich und sehr persönlich, so unfair wie massiv stattfanden und stattfinden? Dass ich die Zeit, die ich mir jeden Tag ehrenamtlich dafür nehme, gerne anderweitig und effektiver nutzen würde? Dass all das kein gutes Licht auf Tierschützer und Tierschutz im allgemeinen wirft und viele Unterstützer abstößt?

Dass ich keine Lust mehr habe, bei jeder Veröffentlichung auf den nächsten Rufmord zu warten und dann mehrmals täglich in all unseren Communities über genau die Namen zu stolpern, die bei mir auf Screenshots archiviert sind. Ich hebe alle öffentlichen Anfeindungen immer auf, sollte ich doch eines Tages Lust verspüren, Anzeige zu erstatten oder zumindest einmal ausführlicher aufzuarbeiten, was viele im Tierschutz dazu bringt, das Handtuch zu werfen…es ist meist nicht das Leid sondern es sind andere Tierschützer.

Natürlich kracht es überall, natürlich muss man nicht jeden mögen und wer im Tierschutz aktiv ist, glänzt nicht unbedingt immer durch seine Social Skills. Deshalb hat er sich ja den Tieren zugewandt. Fein 🙂 Aber warum dann dieser Drang nach Öffentlichkeit? Woran könnte es liegen, dass so einige aufrechte Tierschützer ihre Erfüllung darin sehen, andere klein zu machen oder in ein ungutes Licht zu rücken?

Ich bin niemand, der Probleme hat, sich zur Wehr zu setzen. Aber im Tierschutz gibt es Geiselnahmen. Die Geiseln sind hungrige und kranke Tiere, freiwillige Helfer, die sich auf Hilfe verlassen, wichtige Projekte, die geschützt werden müssen, für die man einiges in Kauf nimmt. Und daher nahm ich einiges in Kauf.

Vieles, …zu viel…über die letzten vier Jahre. Die Einschläge kamen immer einmal wieder und dann ging es trotzdem weiter. Die Tiere können nichts für die Boshaftigkeit der Menschen. Viele missbrauchen ihre Hilfe und Spenden im Tierschutz als eine Art Lizenz, als Dauerkarte für Unverschämtheit. „Ich habe gespendet, ich habe ein Tier adoptiert,  also darf ich auch auf Facebook ein wenig hetzen oder in den Communites zündeln“. Man nimmt es notgedrungen in Kauf, denn den Tieren ist es gleichgültig aus welcher Ecke die dringend benötigte Hilfe kommt und sie sind verdammt darauf angewiesen.

Jetzt sitzt hier ein ganzer Club an frustrierten Pissnelken am Rechner, der täglich auf Facebook meinen Blog scannt und darauf wartet, ob es etwas gibt, worauf man sich stürzen könnte, was man lächerlich machen, schäbig darstellen oder diskreditieren könnte und tut es dann auch. Nachhaltig und ohne jede Hemmschwelle.

Das würde mich nicht stören, wenn sie das unter sich und im stillen Kämmerlein ausmachen würden, Haters gonna hate und ich wünsche allen von Herzen ein eigenes, erfülltes Leben, damit sie das nicht mehr nötig haben.

Leider findet es mitten in unseren, meinen Communities, für jeden öffentlich lesbar auf Facebook statt. Und natürlich sorgt das an vielen Stellen für Unmut, für Verunsicherung, verursacht zusätzliche Arbeit, die Dinge zu klären, stört den Spirit, verunsichert Spender und spaltet. Wer konzentriert für Tiere, Netzwerke und Spenden arbeitet, wünscht sich andere Formen der Unterstützung.

Der Klügere gibt nach, auch wenn es sich schrecklich anfühlt, dass jetzt viele Helfer verunsichert sind, die oft nicht deuten oder übersetzen können, was auf Facebook steht. Ich konnte leider nicht jeden darüber informieren, dass ich erst einmal Pause von Facebook mache, nach den neuesten Vorfällen.

Ich war immer da…vier Jahre lang, jeden Tag. Eine zuverlässige Anlaufstelle für alle, quer durch Europa, die Hilfe benötigten und fast immer erhielten. Das meiste dieser Hilfe passiert im Hintergrund, meist schreibe ich über andere, was sie leisten, vielleicht wird es daher unterschätzt,. Es gibt jedoch viele, die eine solche Anlaufstelle sehr zu schätzen wissen, die Tierschützer vor Ort!

Was sind das nur für armselige Menschen, die ihr Bestes gaben, um diese Anlaufstelle zu vergraulen. Vielleicht sollte ihnen einmal jemand erklären, dass es die Falschen trifft?Denn ich bin noch hier und schreibe meine Geschichten, ich führe nach wie vor unseren Verein, nur mein Arbeitsplatz auf Facebook ist leer. Vielleicht haben sie unterschätzt, wie wichtig er für viele Menschen und ihre Tiere ist. Vielleicht war ihr eigenes Ego vom Pudern gerade etwas in der Klarsicht behindert 😉

Aber auf diese Weise komme ich endlich zum längst fälligen Urlaub. Man muss die Dinge positiv sehen, auch wenn sie traurig sind. Obwohl ich meinen Facebook Karma Blog und die Leser, bereits jetzt sehr vermisse, denn es gibt so viele wunderbare Menschen im Tierschutz. Man erkennt sie daran, dass sie ihre Aufmerksamkeit der eigenen Arbeit für die Tiere widmen. ❤

Nachfolgend ein paar Beispiele.

Ganz gleich, ob ich mit meinen Tagebüchern auf dem Gutes Karma to go Blog Spenden generiere, ob ich eine Gedenkseite, Lunas Sternengarten, plane, die wertvolle Hilfe für notleidende Tiere ermöglichen soll, ob ich heimatlose Katzen aus einem Tierheim adoptiere, die von der Straße geholt wurden, …diese Damen, die teilweise sogar eigene Vereine haben, sie werden einen Grund finden, es in den Schmutz zu ziehen, oder zu klatschen, wenn andere es tun…man ist sich für keine Häme zu schade.

Auch wenn ich auf die Einhaltung von Absprachen bestehe…übrigens meine Aufgabe als Vorstand…dann kommt die „Königinnen Keule“ und dazu ein weiterer Schwall Häme…oder jemand giftet aus Spaß an der Freude, …oder sie erfinden einfach etwas hässliches, wie zum Beispiel, „ich würde anderen Tieren nichts gönnen“ und ähnlichen Schwachsinn …um meinen Ruf wieder ein bisschen mehr zu zerstören.

Da lasse ich mich doch jeden Tag gerne überraschen, wenn ich Facebook öffne, was ich heute wieder verbrochen habe 😉

All diese und noch viele, viele „Nettigkeiten“ mehr, sind oder waren öffentlich auf Facebook gestellt und für jeden lesbar:

Nur für den Fall, ihr denkt selbst daran, euch im Tierschutz zu engagieren. So wird dort gearbeitet. Man muss es aushalten 😉

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Ihr könnt alle Beiträge von diesem Blog übrigens auch weiterhin auf Facebook teilen. Unter jedem Beitrag befindet sich ein Share Button.

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10 Gedanken zu „Geschichten, die der große Kürbis schrieb…aufrechte Tierschützer und andere Ärgernisse…“

  1. Liebe Bettina,
    es macht mich so traurig, dass Sie sich, neben all Ihrem Wirken für die schwächsten und ärmsten Seelen auf unserer Welt solches Geschreibsel „reinziehen“ müssen. Was sind das nur für armselige Kreaturen, die sich auf Kosten anderer Menschen und in Folge daraus, auf Kosten der Tiere profilieren.
    Ich persönlich wünsche Ihnen eine Zeit der Erholung. Zeit, um Kraft für Ihr so wertvolles Tun zu tanken. So viele Seelen benötigen Sie. Sie bringen Licht und Liebe in unsere Welt, in der zur Zeit so viel Dunkelheit herrscht.
    Ich danke Ihnen von ganzem Herzen für alles, was Sie tun.
    P. S. Ich liebe Ihren Blog, Ihre Tagebucheinträge, Briefe an den großen Kürbis … Wer das alles nicht versteht und versucht, ins Lächerliche zu ziehen, dem fehlt es eindeutig sowohl an geistiger Größe als auch an Empathie und Sozialkompetenz.
    Ganz liebe Grüße aus Brandenburg
    Melanie

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  2. Liebe Bettina!
    Das, was Du schilderst, ist einer der Gründe, warum ich FB den Rücken gekehrt habe. Seitdem geht es mir besser.
    Sei versichert, „Frieden für Pfoten“ wird weiterhin monatlich von mir einen Beitrag erhalten. (Es tut mir leid, dass es nicht mehr ist, aber es geht leider nicht. 😢). Ich bin froh, den Newsletter zu bekommen und darüber über alles informiert zu sein. Viel Kraft und Stärke und ein dickes Fell wünsche ich Dir und allen tollen Unterstützern hier und vor Ort!

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  3. Liebe Heike, vielen lieben Dank, dass du weiterhin unterstützt und auch hier weiter mit liest. Schön ♡ Dank Claudias Newsletter haben wir die schönen Option, auch über anderer Wege zu informieren und sie wird sich bestimmt freuen, das zu lesen! Sei ganz lieb gegrüßt.

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  4. Liebe Melanie, Dankeschön für das nette Feedback. Es ist so schön zu lesen, wenn meine Geschichten unterhalten und gerne gelesen werden. Was das für Menschen sind, bzw, welche Befriedigung sie daraus ziehen, habe ich bis heute nicht verstanden aber sie sind und bleiben schädlich für die Arbeit, stehlen den Tieren wichtige Hilfe und hinterlassen überall einen schalen Beigeschmack, der insgesamt schadet. Ganz lieber Gruß.

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  5. Traurig diese Hater. Es gibt in jeder Gruppe so eine Handvoll sitzengebliebenen Pickelfressen. Die können sich nur im Internet austoben, auf der Straße würde man sie verjagen, weil sie die Sonne vergraulen. Und weil ihnen niemand zuhört, können sie ihren Frust nur aus ihrer schwarzen Seele schreiben. Königin finde ich übrigens gar nicht mal so schlecht. Es gab schon immer eine Allianz und man hat nie alleine da gestanden. Das kapieren diese Trottel nur nicht. Natürlich bist du eine Königin mit all deinem Wissen und deiner Weitsicht. Denn nur so kann man beherrschen, was man schützen möchte. Richte deine Krone, lächle und steige über die dunklen Gräben. Oben scheint das Licht. Die Hoffnung für die armen Seelen. Lass es nicht erlöschen. Danke für deinen unermüdlichen Einsatz. Du hast so viel in Bewegung gesetzt, so viel motiviert und so viel gerettet. Du bist eine Königin. Wer, wenn nicht du.

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  6. Eine Königin die das tun würde, was man ihr schamlos unterstellt, wäre wohl eine Fehlbesetzung 😉 aber ich weiss , was du meinst. Um lustige Geschichten zu schreiben oder so zu schreiben, dass es die Herzen anderer berührt, muss man einen Teil der eigenen Seele preisgeben, sonst funktioniert es nicht. Iron und Valerion berührten nicht umsonst so viele Menschen, ich hatte sie in die Herzen geschrieben. Jetzt bemerke ich zunehmend , dass ich mich ungewollt frage, was passiert, wenn ich dies oder jenes schreibe und wie sehr es verletzen oder schaden wird, wenn der Nächste um die Ecke kommt und etwas in den Schmutz zieht. Das darf nicht sein. So möchte ich nicht arbeiten. Etwas Abstand ist daher wohl unvermeidlich. Auch wenn ich sehr lange damit gezögert habe, weil es wirklich viel Hilfe zerstört, die einzig via Facebook möglich ist. Danke für deine lieben Worte.

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  7. Liebe Bettina,

    die Art, wie Du den Verein führst hat mich dazu veranlasst. mich für Frieden für Pfoten zu engagieren.

    Ich habe von Anfang an Vertrauen zu Euch gehabt und bin so froh, einen vertauenswürdigen Verein gefunden zu haben, über den ich einen kleinen Betrag leisten kann, armen Tieren das Leben etwas leichter zu machen.

    Es ist so traurig, das immer wieder irgendwelche Leute den Tierschutz missbrauchen, sich selber zu profilieren.

    Ich kann Dir versichern, das eine Menge Menschen felsenfest hinter Dir stehen.
    Die Tiere brauchen Dich.
    Und ich bin absolut davon überzeugt, das Dein Weg, den Verein zu führen richtig ist.

    Ganz liebe Grüße
    Melanie

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  8. Liebe Melanie, vielen lieben Dank für deine netten Zeilen. Da du selbst seit langem beiträgst; was mich übrigens sehr freut, weißt du, dass wir alle uns sehr bemühen, transparent und seriös zu arbeiten und schön, dass du bei uns bist!!! Ganz lieber Gruß

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  9. Hallo, Kopf hoch und weiter gehts, sich nicht von seiner Hilfsbereitschaft abbringen lassen, auch wenn manche Zeiten nicht schaffbar erscheinen und verzweifeln lassen. Einmal die Tür für den Tierschutz geöffnet, kann man sie nicht mehr zumachen und alles „am A….sch vorbeigehen lassen“ Bin selbst mit einigen Freunden im Tierschutz tätig, habe Pflegestelle und kastriere auf Höfen, manchmal hält man es fast nicht mehr aus. Wir jammern dann uns gegenseitig was vor, dann gehts komischerweise wieder..Aber man wird sowas von dünnhäutig in Bezug auf egozentrische „Selbstfürsorgler“…..Mein Motto ist, das was wir der Welt entnehmen, sollen wir auch auf irgentweine gute Art und Weise zurückgeben……LG Jutta

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