Geschichten, die der große Kürbis schrieb, Katze, Kurzgeschichten, Lunas Sternengarten Geschichten, Seelenmarzipan

Die Magie der Träume – Teil I – Geschichten aus dem Karma Cottage 🎃

Die Magie der Träume – Teil I

Captain tat das, was er am liebsten tat, wenn er damit fertig war, für einen Tag genügend Unsinn anzustellen.
Er lag eng an seinen großen Bruder gekuschelt auf der Couch und träumte von neuen Abenteuern. Der junge weiße Kater, liebte Abenteuer und konnte nicht genug davon erleben.

Daher war er erst nicht begeistert, als mitten in der wilden Mäusejagd eine weiße Katze über ihm auftauchte und ihn am Schlafittchen packte.

„Mama??? Bist du das?“,
quiekte er glücklich, als er erkannte, wer ihn da gerade gestört hatte.

Sein Schwanz zuckte im Schlaf vor Aufregung und Freude wild hin und her, als seine Mutter ihm geduldig erklärte, wie man eine Maus nicht nur fängt sondern schnell und schmerzlos tötet.
Er war selig, sie nach all der Zeit wiederzusehen und als sie ihm dann noch sagte, wie stolz sie auf ihre beiden Jungs ist und vom Sternengarten immer über sie wachen würde, da vibrierten seine Schnurrhaare vor Glück im Schlaf.

Luna hatte die rührende Szene von ihrem Platz, am Rand des Sternengartens ebenfalls mitverfolgt. Sie lächelte.
Also war mittlerweile auch ihre liebe Freundin darauf gekommen, wie einfach man Träume zu seinen Liebsten schicken kann, wenn man nur daran glaubt und genügend Sternenstaub mit auf die Reise sendet.

Ein bisschen Erziehung würde den Austen Boys nichts schaden und wer könnte das besser, als deren Mutter, die nie dazu Gelegenheit hatte. Sie war damit beschäftigt gewesen, die beiden vor einem frühzeitigen Tod zu bewahren, sie vor Hunden und Autos und anderen Katzen zu beschützen und dabei selbst nicht zu verhungern. Es war ihr gelungen.
Ihre Jungs hatten überlebt.

Luna seufzte. Es war nicht einfach gewesen, die beiden weißen Kätzchen aus einem Tierheim in Spanien, zu ihrem Menschen zu bringen.
Einige Träume waren notwendig, bis sie erkannt hatte, wo die neuen Herzenskatzen warten und noch ein paar mehr, bis sie es wagte, ihrem Herzenswunsch zu folgen.
Was würde ihr Lieblingsmensch nur ohne sie tun?

Aus der Ferne hörte sie Pferde wiehern und Hunde bellen, es schepperte laut.
Vermutlich hatte der kleine Faith wieder mit Csipi und ihrer Schwester Lilly, Fangen am Tisch gespielt.
Luna fauchte ärgerlich und war kurz abgelenkt. Die rosa Wolke aus Sternenstaub, in die sie ihren Traum gehüllt hatte, fiel zurück auf den Boden und löste sich in viele keine, rosa glitzernde Staubkörnchen auf.

Vielleicht war das ein Zeichen.
Luna wusste Zeichen seit jeher zu deuten und beschloss, noch einmal gründlich über den Traum nachzudenken, den sie ihrem Menschen senden wollte.
Es würde nicht einfach werden, denn wenn es im Universum jemanden gab, der genauso dickköpfig war, wie wie selbst, dann war das ihr Lieblingsmensch.
Man musste behutsam vorgehen.
Und man musste dafür sorgen, dass die tägliche Party im Sternengarten zukünftig etwas leiser stattfinden würde und ohne Scherben!

Die alte Katzendame erhob sich und dehnte dabei genüsslich sämtliche Muskeln, dann putzte sie sorgfältig den letzten Rest Sternenstaub aus dem Fell.
Ihr Fell sollte perfekt aussehen, wenn sie gleich auf Valerion traf….

Fortsetzung folgt …

 

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.