Aufreger

Gut gemeint ist die kleine Schwester von Schei**e

Könnte es vielleicht sein, dass manche Versuche, das „Gute zu bewirken“ genau ins Gegenteil umschlagen?

Was mich betrifft: Eindeutig JA!!!

Wenn ich mich selbst beschreiben sollte, würde ich unbedingt erwähnen, wie wichtig mir Toleranz und Freiheit, Schutz der Schwachen und auch Rücksichtnahme auf die Umwelt sind. Als Lebenseinstellung aber auch aus Eigeninteresse.
What goes around comes around.
Man kann nicht erwarten, wie ein Ar***loch zu leben und von Karma wie ein Engel behandelt zu werden. Früher oder später rächt sich alles. Und wenn meine Enkelkinder die Rechnung für mich bezahlen…

Trotzdem fühle ich zunehmend eine innere Abwehrhaltung, wenn ich mit Forderungen und Unterstellungen dauerberieselt werde, die mich pauschal zum Rassisten, zum Frauenfeind, als homophob, islamophob, als fremdenfeindlich oder auch nur, als schlechte Katzenmutter abstempeln.

Für mich war bis vor kurzem, alles was mit dem afrikanischen Kontinent verbunden war, auch und besonders die Menschen, etwas Positives. Meine Wahrnehmung schwankte zwischen positiver Wahrnehmung und Interesse für andersartige Musik, Farben, Lebenseinstellung und Kultur.
Jetzt denke ich dabei in erster Linie an Rassismus, an Plünderungen und Gewalt, an geschleifte Kulturgüter und Pauschal- Diffamierungen.
Jeder ist jetzt plötzlich Rassist.
Ein Land, das gastfreundlich und auch tolerant, wie kaum ein anderes ist, wird zum Land der Nazis und Rassisten in den Schmutz geschrieben.
Ob das auch nur einen einzigen echten Rassisten dazu bewegen wird, seine Haltung zu ändern? Ich bezweifele das stark.

Ich bin schon für Frauenrechte eingetreten und habe Emanzipation gelebt, da sind die heutigen Frauenrechtlerinnen noch mit der Trommel um den Weihnachtsbaum gelaufen.
Jetzt wollen sie mir erzählen, was frauenfeindlich und sexistisch ist.
Sie verzerren den wichtigen Gedanken, der gleichen Rechte zu einer Karikatur.
„Ich bin eine Frau und bringe nichts von allein auf die Reihe. Daher benötige ich Sonderbehandlung…“

Heute verdrehe ich nur noch die Augen, wenn ich das Wort Feminismus lese. Ich lebe ihn lieber anstatt mich über Dinge aufzuregen, die auf meiner To do Liste ungefähr auf Platz 2.456.678 stehen.
Ich fühle mich in unserer Gesellschaft auch ohne Gendersternchen wichtig und richtig als Frau dafür macht mir die zunehmende Gewalt gegen Frauen wirklich Sorgen. Unsere Frauenhäuser platzen aus allen Nähten…

Gleichgeschlechtliche Liebe ist etwas wunderbares und es ist eine tolle Sache, wenn Menschen, die sich lieben endlich auch heiraten dürfen. Jeder sollte die Sexualität leben dürfen, die er oder sie oder es, gerne möchte.
Der Hype, der um das Ganze gemacht wird, während es fast schon unanständig ist, ein altes, biederes Ehepaar, mit dem ausgemusterten Vater-Mutter-Kind Prinzip zu sein und vielleicht sogar, Gott bewahre, mit einem Rollenverständnis, in dem sich die Mutter um Kinder oder Haushalt kümmert, weil sie das gerne möchte…dieser Hype ist in meinen Augen der Sache nicht hilfreich.

Ich war gestern umweltbewusst und bin es noch heute.
Seit ich wegen meines Alters als „Umweltsau“ diffamiert  wurde und seit man sich nicht schämt, in Zeitungsartikeln darüber nachzudenken, den Rentnern das Wahlrecht zu entziehen, weil sie das Falsche wählen könnten..also nicht Grün…sehe ich die gesamte Bewegung mit kritischen Augen.
Ein SUV kommt mir nicht ins Haus, mein CO2 Abdruck ist ziemlich vorzeigbar, auch den Müll trenne ich weiterhin aber ich mag den Müll nicht mehr hören….

Auch in Sachen Religion wandelte sich meine Wahrnehmung. Das kann ich auf einen Satz herunter brechen:
Eine Religion, die man nicht kritisieren darf ist keine Religion sondern eine gefährliche Ideologie.
Sicherheitshalber habe ich auch aufgehört, mich über das Christentum zu empören, gleiches Recht für alle. Auch wenn ich das noch dürfte und auch, wenn es auch dort, besonders in Sachen Tierschutz, viel zu sagen gäbe…

Und Last not least…ich bin Katzenmutter aus Leidenschaft. Ich liebe meine Katzen und würde sie jemand fragen, wäre ich sicher, sie würden ihr Leben als sehr angenehm beschreiben.
Ein Katzenleben wie Gott in Frankreich. Trotzdem schreibe ich keine Katzenratgeber und überlege jedes Wort, selbst Katzenhaltung ist längst kein unverkrampftes und gefahrloses Thema mehr.
Heute ist eine Katze 1000 fach getestet, ehe sie adoptiert oder gekauft wird, sie wird bevorzugt im Haus gehalten, artgerechte Haltung scheint niemanden mehr zu interessieren, einzig sichere Verwahrung ist gefragt, sie darf nur bestimmtes Futter erhalten und wer dagegen hält, wird in der Luft zerrissen.

Wer glaubt, ich übertreibe, der darf sich gerne einmal in einem der vielen Katzenforen auf Facebook umsehen.
Mich findet man da allerdings eher selten.
Ich bin derweil mit meinen beiden Jungs draußen im Freien, sie dürfen übrigens auch fressen, was immer ihnen schmeckt und so viel wie ihnen schmeckt. Das lasse ich mir nicht von Katzenexperten kaputt schreiben. Meine Katzenexperten sitzen gerade vor mir 

Wer nur einen Hammer als Werkzeug hat, der sieht überall Nägel.

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