Tierschutz

So ein Mist!

Auch der Lebensmittelhersteller Knorr ist jetzt eingeknickt und hat die Zigeunersosse in irgendetwas anderes umbenannt.
Damit wäre das nächste „unsägliche Problem“ vom Tisch und alle sind happy.
Das macht man jetzt so.
In Berlin sollte man lieber Kreidetafeln anstatt Blechschilder für Straßennamen verwenden, so engagiert und kurzlebig wird dort gerade gesäubert. Wir hatten das schon einmal…und niemand wundert sich mehr darüber…

Vielleicht wundert sich nur der ein oder andere, wie wir bis vor kurzem friedlich und
naiv, nicht-rassistisch, zusammenleben konnten ehe uns täglich erzählt wurde, wie böse und verkommen unsere Gesellschaft tickt. Alles Rassisten!
Selbst dunkelhäutige Mitbürger, die diesen Hype nicht so toll finden, der sie beständig zu Opfern stilisiert. Falls sie sich dagegen aussprechen…werden sie ebenfalls als Rassisten diffamiert. Fast schon lustig, wenn es nicht so traurig wäre…

Mir ist das mittlerweile egal, wenn Sprache, Namen, Begriffe, Denkmäler und Geschäftenamen, ja ganze Identitäten ausgelöscht und ausgetauscht werden…für den guten Zweck.
Wäre ich halt einfach in einer anderen Epoche zur Welt gekommen. Dann hätte ich vermutlich andere Gründe, um an der Vernunft der Menschen zu zweifeln …

Gerade verzweifle ich an einer Petition, die fordert, den Schutzheiligen meiner Nachbarstadt aus dem Wappen zu tilgen.
Ein Mohr!
Es war ja klar, dass das nicht mehr lange gutgehen würde.
Was die Nazis nicht schafften, damals gab es ähnliche Ansätze…nur aus anderen Gründen…das möchten jetzt zwei Frauen mit ihrer Petition bewirken.
Weg mit dem Mohren!

Seine Geschichte, die überall das Stadtbild prägt, zeugt von Verehrung und Wertschätzung und hat mit Sklaverei oder Rassismus so viel zu tun, wie die Heilsarme mit den Taliban.
Aber weder verzweifelte Vermittlungsversuche der Lokalpolitiker, noch die empörten Reaktionen der Bürger und schon gar nicht die ausführliche Erklärung eines Sachverständigen, in Sachen Schutzpatron, konnten sich bisher durchsetzen.

Man wird wohl trotzdem weiterhin den Rassismus Joker ziehen, bis die Stadt und alle, die Wappen oder Namen in ihren Geschäften verwenden, irgendwann weich geklopft wurden.
Wer will schon Rassist sein?
Was nicht einmal den Nazis gelang wird jetzt die neue politisch Correctness erledigen.
Sie werden den Schutzheiligen der Stadt, den ehrwürdigen Mohren früher oder später aus dem Wappen tilgen.
So kann man auch Geschichte schreiben…

Meines Erachtens tut man damit dem Kampf gegen sehr wohl existierenden Rassismus keinen Gefallen.
Ganz im Gegenteil.
Irgendwann denkt jeder dabei nur noch an anstößige Zigeunersosse und verbotene Schutzheilige im Wappen und vergisst, worum es eigentlich geht.
Das wäre dann wirklich Mist!

2 Gedanken zu „So ein Mist!“

  1. du sprichst es aus. ich habe beste Beziehungen zu Zigeunern, denen es egal ist, wie ich sie nenne. Meistens nenne ich sie überhaupt nicht anders als mit ihrem hellenisierten Vornamen: Sofia, Christina, Jannis, Kostas.

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  2. Ich werde weiterhin von Negern, von Weißen und von Rothäuten sprechen. Der Punkt ist ja die Einstellung dahinter und nicht das Wort an sich. Aber es wird immer Leute geben, die sich in der Gesellschaft als zu unbedeutend wahrgenommen sehen, und deshalb Themen suchen, mit denen sie sich profilieren können

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