Tierschutz

Warum ich keinen Cent mehr für die Aktion Mensch spende!

Warum ich die „Aktion Mensch “ mit keinem Cent mehr unterstütze…

Auf der Facebook Seite der „Aktion Mensch‘ macht man „gemeinsam die Welt ein wenig sozialer „, so steht es da zu lesen und man fragt dort in einem Beitrag, wofür sich die Leser sozial engagieren.
Leider habe ich eine völlig andere Vorstellung von einer sozialen Welt, als die Verantwortlichen der „Aktion Mensch“! Ich finde es nicht sehr sozial, wenn Tiere missbraucht oder in den Tod geschickt werden. Auch nicht, für den „guten Zweck“…

Was hat die Aktion Mensch mit dem Leid der Tauben zu tun?

Für die Aktion Mensch werden regelmäßig Brieftauben in den Tod geschickt. Sie sterben, verhungern, werden verletzt oder stranden in Städten, wenn sie den Anforderungen des „Wettfluges“ nicht gewachsen sind, was bei diesen „Reisen“, wie man das Aussetzen der Tauben im Taubensport nennt, leider sehr häufig vorkommt.

Ich hätte am liebsten kommentiert, wie ich mich sozial engagiere, dass ich mich für die bedauernswerten Tauben einsetze, die für Wettflüge von ihrem Partner und ihrer Brut getrennt werden und dann verzweifelt versuchen, wieder ins heimische Nest zu finden.
Eine unfreiwillige sportliche Leistung, die viele Tiere nicht überleben und elend dabei sterben.
Es gäbe sehr viele unappetitliche und unethische Details zum Thema Taubenwettflüge und Brieftauben, die sicher den meisten Unterstützern und vielleicht sogar den Verantwortliche der Aktion Mensch unbekannt sind. Das Leid der Brieftauben und die Hintergründe von Tauben „Wettflügen“ sind wenig bekannt. Wären sie es, wäre dieser „Sport“ längst verboten.

Die dehydrierten, erschöpften und verletzten Tauben werden dann von Menschen aufgesammelt, deren soziales Engagement darin besteht, etwas von dem unendlichen Leid das diesen Tieren vorsätzlich zugefügt wird, zu lindern.
So hat jeder seine eigene Vorstellung, was sozial ist und wie man die Welt ein bisschen besser macht.

„Der Verband Deutscher Brieftaubenzüchter ist der größte Einzelspender der Aktion Mensch in Deutschland.
Um die Förderung der tollen Projekte weiter auszubauen, hat der Prof. Dr. Kohaus Förderverein, die Aktion-Mensch-Flüge ins Leben gerufen.“

So steht es auf der Seite des Verbandes der deutschen Brieftaubenzüchter zu lesen.

Ich muss zugeben, ich war unangenehm überrascht,
… um es einmal sehr höflich zu formulieren.

Denn:

Tauben haben einen extrem ausgeprägten Familiensinn und sind überaus treue Tiere – auch ihrem Standort gegenüber. Sie verbringen in der Regel ihr ganzes Leben mit nur einem Partner und ziehen gemeinsam ihren Nachwuchs groß. Dies wird für die Wettflüge anhand der „Nest-“ oder „Witwermethode“ skrupellos ausgenutzt: Die Tiere werden bis über tausend Kilometer weit von ihrem Taubenschlag weggebracht, von wo aus sie verzweifelt versuchen, so schnell wie möglich wieder zurück zu ihrer Familie zu finden. Und da die Tauben für den Wettflug regelmäßig „trainiert“ werden, ist dieser Stress Alltag für die sensiblen Tiere.

Bei Tauben-Wettflügen wird generell mit einer sehr hohen „Verlustrate“ gerechnet. Diese liegt durchschnittlich bei 53 Prozent. Besonders verlustreich sind die sogenannten Tribünenflüge. So werden hunderttausende Tauben jedes Jahr für eine mögliche Auszeichnung oder ein Preisgeld in den Tod geschickt. Diejenigen, die nicht zurück in den Taubenschlag kommen, sterben qualvoll an Flüssigkeitsmangel, Erschöpfung oder Verletzungen oder stranden in Städten, wo sie ein leidvolles Leben führen

Das oberste Ziel der Taubenzucht ist die Leistung der Tiere und damit verbunden erfolgreiche Wettflüge. Bis zu 130 km/h schnell sollen die Tiere fliegen. Wenn eine Taube nicht schnell genug fliegt oder sich verflogen hat, ist es nicht unüblich, dass die Taube getötet wird. Ohne die Taube zu betäuben, wird ihr der Hals lang gezogen und der Kopf umgedreht.

Das Töten von Tieren ohne Betäubung und ohne vernünftigen Grund verstößt gegen das Tierschutzgesetzt. Den Haltern ist dies jedoch meist egal. Auch steht im § 3 Nr. 1 des Tierschutzgesetzes (TierSchG), dass es verboten ist, „einem Tier außer in Notfällen Leistungen abzuverlangen, denen es wegen seines Zustandes offensichtlich nicht gewachsen ist und die offensichtlich seine Kräfte übersteigen“. Dass die meisten Tiere den Wettkämpfen nicht gewachsen sind, kann man deutlich an den hohen Verlustraten erkennen. Dennoch werden Tauben jeden Tag von Züchtern und Haltern zu anstrengenden Flügen gezwungen.

(Qelle: PETA https://www.peta.de/brieftauben-tierquaelerei )

Bitte teilt diesen Artikel und informiert andere Taubenfreunde darüber…

8 Gedanken zu „Warum ich keinen Cent mehr für die Aktion Mensch spende!“

  1. ich bin genau der gleichen ansicht! tiere müssen vor der bestie mensch durch gesetze geschützt werden, die nichh einzelne tiergruppen ausschliessen!

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  2. Zunächst möchte ich gerne zum Thema „Unwahrheiten zwei Gegenfragen stellen: 1. Ist es die Unwahrheit, dass die Tauben von ihrem Partner oder ihrer Brut getrennt werden, um sie dazu zu „motivieren“ bis zur völligen Erschöpfung den Weg zurück zu bewältigen? Ist die sogenannte Witwer Methode die „Unwahrheit“? 2. Wie groß ist denn eine angemessene „Verlustrate“ bei den für Wettflügen ausgesetzten Tauben, wieviel Prozent tote Tauben wären akzeptabel, falls die von PETA genannte Schätzung falsch wäre. Eine Verlustrate an Tieren die elend sterben, bei dem Versuch, zurück nach Hause zu finden, sollte bei 0 liegen…dann würde ich Ihnen zustimmen, dass bei Taubenzüchtern das Wohl der Tiere an erster Stelle steht. Ansonsten eher nicht… Wer wie ich, jeden Tag dutzende Bilder von verletzten und toten Brieftauben auf dem Tisch liegen hat und dazu die erschütternden Berichte ihrer Retter, der erhält einen anderen Eindruck als das, was Sie in Ihrem Kommentar ausführen. Ich wünschte mir, es wäre anders. Die tollen Projekte der Aktion Mensch sind ohne wenn und aber unterstützenswert und eine Gemeinschaft von Gleichgesinnten stellt immer eine soziale Bereicherung dar. Die Gemeinschaft , die Tauben züchtet, selektiert, trennt und weit entfernt vom Heimatschlag aussetzt und die Gemeinschaft, die dann die völlig entkräfteten, dehydrierten und sehr oft auch toten Tauben wieder einsammelt und versorgt…diese beiden Gemeinschaften haben leider wenig Schnittpunkte.
    Mit freundlichem Gruß zurück .

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  3. Könnten wir einmal telefonieren. Es liegt nicht in meiner Absicht der Aktion Mensch zu schaden oder den Verband der Taubenzüchter zu beleidigen. Ich sehe jeden Tag die traurigen Resultate dieses „Sports“ und versuche diesen Tieren, deren Treue und Verbundenheit zu ihrem Partner missbraucht wird, eine Stimme zu geben. Dieser Sport, wenn man es denn Sport nennen möchte, ist nicht verboten aber ein Sport, der so viele Tofesopfer fordert, ist in meinen Augen kein guter Botschafter für die Werte der Aktion Mensch. Vielleicht stimmen Sie mir in dieser Hinsicht zu. Beste Grüße. Bettina Marie Schneider

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  4. Liebe Bettina, es ist schön zu lesen, dass Sie sich für das Wohl von Tauben interessieren. Auch für den Verband Deutscher Brieftaubenzüchter e.V. und seine Mitglieder steht das Wohl der Brieftauben an oberster Stelle! Wir treffen Vorkehrungen für das Wohl der Brieftauben, die z.T. noch über die Bestimmungen des Tierschutzgesetzes hinausgehen.
    Uns ist bewusst, dass das Brieftaubenwesen sehr komplex ist, weshalb wir sehr bemüht sind, Interessierte darüber zu informieren und aufzuklären. Dazu veröffentlichen wir umfassende Informationen auf unserer Homepage http://www.brieftaube.de. Wer sich wirklich für das Brieftaubenwesen interessiert, ist außerdem herzlich eingeladen über das Kontaktformular mit uns Kontakt aufzunehmen. Natürlich können wir uns auch telefonisch austauschen! Gerne bemühen wir uns, dass Sie mit einem Brieftaubenzüchter sprechen und einen Brieftaubenschlag besichtigen können. Kommen Sie doch auch gerne in unserer Taubenklinik in Essen vorbei. Hier können Tauben von Fachtierärzten behandelt werden. Außerdem wirken unsere Tierärzte in der Forschung zu Taubenkrankheiten etc. mit. Alles zum Wohl unserer Brieftauben.
    Brieftaubenzüchter kümmern sich 365 Tage im Jahr liebevoll um ihre Tiere. Allein das zeigt, dass es keinen Sinn macht, sie als Tierquäler zu bezeichnen. Dennoch verstehen wir wie gesagt, dass die Komplexität des Brieftaubenwesens manchmal zu Unverständnis führt. Deshalb freuen wir uns auch über eine Kontaktaufnahme. Ein Beitrag der PETA (der sogar noch eine falsche Berechnung von Verlustzahlen beinhaltet) als Grundlage zu nehmen, ist hingegen leicht, aber keinesfalls zielführend. Der Unmut, der dadurch gegen Brieftaubenzüchter verbreitet wird, führt immer mehr dazu, dass gefundene Brieftauben nicht mehrihrem Züchter gemeldet werden oder auch gezielt vom Schlag entfernt werden. Sie werden so wissentlich von Ihrem Heimatschlag und ihrem Schwarm ferngehalten. Ihnen werden außerdem mutwillig Ihre Erkennungsringe vom Bein getrennt, was oft zu schweren Verletzungen führt. Abgesehen davon, dass diese Methoden rechtswidrig sind, sind wir uns sicherlich einig, dass dies nicht das Wohl einer Brieftaube fördert.
    Aus diesem Grund möchten wir an Sie appellieren, mit uns zum Wohl der Brieftauben zusammenzuarbeiten als Unwahrheiten gegenüber Brieftaubenzüchtern zu verbreiten.
    Zuletzt möchten wir noch einmal ausdrücklich darauf hinweisen, dass unsere Spende an die Aktion Mensch aus dem einzigen Grund geschieht, weil wir deren wunderbare Arbeit schätzen. Im Brieftaubenwesen spielt neben dem Tierwohl auch die Gemeinschaft eine große Rolle, weshalb wir gerne diese tolle Organisation unterstützen.
    Aus rein menschlicher Sicht möchten wir deshalb noch betonen, dass es keinen Sinn macht, gegen Spenden an die Aktion-Mensch zu werben und damit möglicherweise tolle Projekte zu sabotieren, nur weil ihnen ein anderer Spender nicht gefällt.
    Bitte überdenken Sie Ihren Beitrag doch noch einmal.

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  5. Liebe Bettina, wie du oben siehst, ist der Verband sehr gesprächsbereit. Wir haben deine Kritik hier gelesen, uns daraufhin informiert und sind in Kontakt mit dem Verband getreten. Aber unser Schwerpunkt liegt auf dem Thema Inklusion und auf der Förderung sozialer Projekte. Wir sind keine Experten im Bereich Tierrecht und können dies deswegen nicht bewerten. Unsere Recherchen haben ergeben, dass der Brieftaubensport teils zwar kritisiert wird, aber nicht verboten ist. Wir hoffen, dass du das Gesprächsangebot annimmst und dir selbst ein Bild machst. Beste Grüße von Aktion Mensch

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  6. Mit einem Verantwortlichen der Aktion Mensch würde ich gerne sprechen, um meine Beweggründe für diesen Artikel und mein Unverständnis näher zu erläutern. Vielen Dank und Grüße. BMS

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  7. Liebe Frau Schneider, mit wem möchten Sie telefonieren? Mit dem Verband deutscher Brieftaubenzüchter oder mit Aktion Mensch? Von unserer Seite aus gerne. Morgen Nachmittag ab 15:30 würde es mir gut passen oder ein späterer Termin nächste Woche? Gerne können Sie mir über social-media-team@aktion-mensch.de Ihre Terminvorschläge schicken. Beste Grüße, Aktion Mensch

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