Tierschutz

Let´s talk about money…und Politik!

Yeyyy… Trump ist abgewählt und Wendlers Freundin hat einen neuen Job!Wenn jetzt noch die gendergerechte Schreibweise als Amtssprache überall durchgedrückt wird, die Innenstädte autofrei deklariert wurden und die Quotenregelung für Frauen eingeführt wird, dann ist alles wieder gut! Schließlich haben wir keine anderen Probleme hier in Deutschland. Oder?

Ich bin immer wieder aufs neue erstaunt, wenn ich mit (gebildeten und intelligenten)Freunden, (andere habe ich nicht 🙂 ) über das Tagesgeschehen spreche. Ich bin erstaunt über ihre Wahrnehmung, die sich mit völlig anderen Dingen auseinandersetzt, als ich das tue. Es gibt natürlich ab und an ein paar Informationen, auch in den Leitmedien, zu Themen, die mich brennend interessieren. Aber summa summarum beschäftigt man sich mit anderen Dingen, um eine Wahlentscheidung zu treffen, als mit den Dingen, die mich interessieren, an denen ich gute Politik messe. Mich interessiert Geld!

Mit Geld kann man man höhere und gerechtere Löhne finanzieren, einen Sozialstaat ausweiten und in der Balance halten. Mit Geld kann man menschenwürdige soziale Einrichtungen, flächendeckende medizinische Versorgung, angemessene Renten und Sozialleistungen garantieren, Mit Geld können Mittel in Forschung und Verbesserung fliessen … mit genügend Geld sind die meisten von uns vom ersten Tag in einem sicheren Netz geborgen, das im günstigsten Fall bis zur Rente währt. Daher hätte ich gerne einen Staat, der mit Geld haushalten kann, vor allem anderen! Wenn er dann zusätzlich auch noch meint, die Innenpolitik der USA bestimmen zu wollen, ist das seine Sache 😉

Dabei hätten wir in der EU auch so einiges zu bedenken.

Thema Gerechtigkeit:

Während gerade in der EU heftig über eine gemeinsame Schuldenaufnahme diskutiert wird, sollte man sich vielleicht die unterschiedlichen Rentenleistungen in Europa ansehen. Deutsche Rentner würden davon träumen! Beispiel Frankreich und Italien. Dort ist nicht nur das Rentenzugangsalter niedriger als hierzulande, sondern die Renten sind im Verhältnis zu den Löhnen viel höher. Durchschnittsverdiener in Frankreich erhalten 67,7 Prozent und in Italien 79,7 Prozent, während sie in Deutschland bei rund 50 Prozent liegt. In Österreich können Frauen sogar mit 60 Jahren in Rente.

Auch in Sachen Vermögen sind wir längst nicht an der Spitze. Mehr als die Hälfte des Vermögens in der Eurozone besteht aus Immobilien. Hier haben wir Deutschen wenig zu bieten. Während in Ländern wie Spanien mehr als 80 Prozent der Haushalte ein Haus oder eine Wohnung besitzen, sind es in Deutschland weniger als 50 Prozent. Das könnte daran liegen, dass Mieter in Deutschland nicht so viel Bargeld, Sparguthaben, Aktien und sonstigen Besitz haben, um eine Immobilie zu erwerben. Wir zahlen dafür ordentlich Steuern, die leider und offensichtlich niemals ausreichen, um die Ausgaben zu finanzieren, die in Bonn oder heute in Berlin, beschlossen wurden…. oder in der EU …wer weiss das schon so genau? In Sachen Steuern und Abgaben sind wir Weltmeister! Einzig Belgien schröpft seine Steuerzahler noch etwas erfolgreicher.

Ist es nicht schrecklich ungerecht, wenn zum Beispiel Arbeitnehmer mit einer langen Erwerbsbiografie, Menschen, die Jahrzehnte in dieses System brav eingezahlt haben, nach zwölf Monaten unverschuldeter Arbeitslosigkeit oder längerer Krankheit in die Grundsicherung abrutschen und mit Bürgern gleichgestellt werden, die noch niemals gearbeitet haben oder wenig Lust auf Arbeit verspüren? Ihnen rät man, für solche Schicksalsschläge vorzusorgen! Unsere Regierung muss das scheinbar nicht, sie macht stattdessen beständig Schulden!

1950 hatte Deutschland rund 10 Milliarden Schulden. Nach vielen guten und fetten Jahren in der Wirtschaft haben wir heute (Stand 2020) 2278 Milliarden Schulden. Und diese Summe wächst jede Minute, da beständig Zinsen anfallen. Wenn man sich die Höhe der Verschuldung nach Bundesländern ansieht, könnte man fast auf die Idee kommen, es hätte etwas mit den dort regierenden Parteien zu tun. Aber während alle meine anderen Behauptungen aus fundierten Quellen und Statistiken stammen, ist der letzte Satz eine reine Vermutung 🙂

Es hat also offensichtlich bereits vorher nicht soo toll funktioniert, mit dem Geldeinnehmen- und ausgeben in unserem Land. Aber das macht nichts. Notfalls druckt man eben neues Geld oder erhebt Strafzinsen auf Erspartes oder erhöht die ein oder andere Gebühr, erfindet neue Steuern, Abgaben …und Bussgelder.

Jetzt haben wir noch die Corona Krise zu bewältigen. Ob das gut geht? Spoiler:

Ich denke, es wird nicht gut gehen!

Daher interessiert mich derzeit nur wenig, was in unseren teuer bezahlten, öffentlich rechtlichen Nachrichten thematisiert wird oder was einst anspruchsvolle Nachrichtenmagazine heutzutage als „News“ verkaufen, …News, die immer mehr zur trivialen Klatschpresse mutieren…nein, auch nicht Trump oder Melanias neueste Botox Session … der Sturm auf das Kapitol ist schlimm … aber die Beschäftigung damit sichert nicht unsere Arbeitsplätze, Renten und Sozialausgaben!

Wir haben andere Probleme! … Unter anderem ein gewaltiges Geldproblem!

Würden das zunehmend mehr Menschen erkennen, dann hätten wir sie nicht 😉Und jetzt zum Wetter und zum Wendler! DAS was die Menschen wirklich interessiert 😜

6 Gedanken zu „Let´s talk about money…und Politik!“

  1. Liebe Bettina Marie,
    du triffst den Nagel mal wieder voll auf den Kopf 😉
    Leider leben viel zu viele Menschen in ihrer eigenen Ego -Trip Blase. Jammern auf hohem Niveau. Scheinbar gibt es aber immer noch genug Geld, weil unbedingt der nächste Urlaub, die neuesten Klamotten oder eine umgestaltete Wohnung, inklusiv trendiger Möbel, in den Köpfen der Leute so unglaublich wichtig ist. Oder Grill -Party, Ballermann, Sauftouren ohne Ende. Natürlich alles billig und am besten sofort.
    Was wird aus den Menschen, die nicht so gut finanziell aufgestellt sind, die arbeiten und dennoch abgehängt werden? Die Kinder, die sich irgenwie lerntechnisch durch die Krise wühlen müssen?
    Ich frage mich auch, wie die ganzen Schulden, die die Regierung jetzt neu macht, bezahlt werden sollen. Wo führt die Reise hin? Mir wird ganz bang für meine Kinder und Enkel 😦

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  2. Stimme vielem zu … 2 Dinge scheinen mir wesentlich:
    1) Es werden viele Dinge ausgegeben, deren Sinn hinterfragt werden darf. Zuallererst fällt mir dazu ein Verteidigungshaushalt ein, der meist so in der Größenordnung von 50 Mrd. liegt. Was man damit Gutes erreichen könnte, darf man sich gerne mal ausmalen. Und Dinge, bei denen das Geld mit 4 Händen rausgeworfen wird, gibt es zu Hauf.
    2) Horden von Menschen schaffen sich eine Immobilie an. Meiner Meinung nach ist dies das Idiotischste überhaupt (ich spreche aus Erfahrung) … man zahlt an die Bank (Zins und Tilgung), man zahlt für die Instandhaltung (für alles, was es in diesem Haus gibt, und je älter das Haus wird umso mehr), und man zahlt ständig für irgendwelche Anschaffungen (vom Rasenmäher bis hin zur Solaranlage). Von dem, was man alles am Werkeln ist, gar nicht zu sprechen. Wenn man dann alt wird, kann man sich nicht mehr darum kümmern und hat oft auch nicht das Geld, es zu erhalten. Und wenn das Haus dann vererbt wird, gibt es oft niemanden, der es haben will, weil die Kinder ganz andere Wege gegangen sind; und dann wird es unter Wert verkauft.
    Ich lebe heute zur Miete, für kleines Geld. Mache die Tür hinter mir zu, und muss mich um nichts kümmern. Und einen erheblichen Teil der Ausgaben, die ein Eigentümer hat, fallen bei mir gar nicht an.
    Alles in allem … bei uns wird mit Geld in einem Maße umgegangen, der mit Logik nichts zu tun hat

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  3. Hm, mein Mann und ich suche dringend nach einem kleinen Häuschen zum Kauf. Die Mieten steigen in gigantischem Ausmaß, die Vermieter werden auch immer unverschämter, ich kann ein trauriges Lied davon singen. Und, keiner mag mehr Tiere haben. Wir möchten unbedingt ein, zwei Hunde aus dem Tierschutz aufnehmen, uns so gut wie möglich selbst versorgen, Obst, Gemüse, evlt ein paar Hühner, die noch ein gutes Leben haben dürfen und nicht zwingend Eier legen müssen.
    Alles hat immer zwei Seiten 😉

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  4. Das ist hier in Oberfranken noch anders. Da übersteigt teilweise das Angebot noch die Nachfrage. Dadurch sind die Miet- und Immobilienpreise durchaus noch erschwinglich. ZB eine Miete von 7 € je Quadratmeter warm inkl. Nebenkosten ist durchaus normal

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