Tierschutz

Lunas Sternengarten … Das große Sterben auf den Straßen hat begonnen…

Geschichten aus dem Sternengarten 🌠

„Ist alles in Ordnung, meine Liebe? Du wirst in der Halle erwartet, wir haben so viele Neuankömmlinge, vielleicht möchtest du ein paar Worte zur Begrüßung sagen…

„Valerion leckte seiner Gefährtin besorgt über die Ohren. Sie sass seit Stunden regungslos am Rande des Sternengartens und auch jetzt verzog sie keine Miene während sie antwortete.

„Gib mir noch ein paar Minuten, ich bin gleich soweit. Geh schon einmal vor… und sag Leo bitte, wir brauchen mehr Platz … viel mehr Platz! Er soll sein Rudel mit einspannen, Enzo ist bereits informiert.“

Dann richtete sie den Blick wieder konzentriert auf einen Punkt, weit entfernt, auf der Erde. Eine durchscheinende Wolke aus Sternenstaub schwebte über ihr in der Luft, bereit, auf die Reise zu gehen. Valerion kannte Luna mittlerweile gut genug, um zu wissen, dass er sie jetzt besser allein lassen sollte. Er schnurrte noch einmal aufmunternd und dann machte er sich daran, ihre Aufträge auszuführen. Seit Wochen war im Sternengarten Hochbetrieb! So viele Neuankömmlinge, so viele, die Trost benötigten. In Lunas Sternengarten und auf der Erde!

🌠

Das Schwarz wechselte manchmal zu Grau, dann konnte er zumindest Umrisse ausmachen. Der ewige Regen schluckte alle Geräusche und es war schwer, sich zu orientieren. Er wusste nicht, warum die Mülltonnen seit Wochen leer blieben, er rätselte wie alle anderen Katzen in seiner Straße, wo die Menschen waren, die zwar oft Tritte und Schläge verteilten, aber auch stets kostbare Abfälle. Besonders freundliche Menschen stellten die Essensreste sogar neben die Tonnen, so dass er nicht hinein springen musste. Jeder Sprung ein Risiko, jede Mahlzeit ein kostbarer Schatz. Jede Mahlzeit ein Kampf.

Er hatte sich tapfer in diesem Kampf geschlagen. Drei Winter und drei Sommer lang. Dann blieben die Menschen weg. Warum die Straßen und Cafes plötzlich menschenleer waren, wusste niemand zu sagen. Er verlor erst seinen Futterplatz, dann die Kraft und zuletzt seine Augen. Versonnen blickte er in den grauen Regenhimmel, dahin, wo er den grauen Regenhimmel vermutete. Obwohl er wusste, dass es nicht sein konnte, dass seine Augen längst zerstört waren, hatte er gestern Nacht eine weiße Katze gesehen, die zwischen den Wolken sass und die ihm zugeblinzelt hatte.

„Alles wird gut…“ schien dieses Blinzeln zu sagen.

„Lass los … es gibt bessere Plätze für eine Straßenkatze als deine schmutzige Pfütze in der Kälte. Wir warten bereits auf auf dich… Du musst keine Angst haben, ich zeige dir den Weg dahin!…“

Er war müde, so unendlich müde, beständig einen Kampf zu kämpfen, den er niemals gewinnen konnte. Auf dieser Welt war kein Platz für einen schmutzigen, kranken Streuner wie ihn. Der struppige Kater schloss die Augen, das undurchdringliche Grau wurde wieder zu Schwarz und er zitterte, während die kalten Regentropfen unbarmherzig sein Fell durchnässten. Die weisse Katze schnurrte ihn in den Schlaf.

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„Bist du mein süßer Schatz oder bist du mein allersüssester Schatz?“

Sie drückte ihre Nase in sein flauschiges Fell während von der anderen Seite eine dicke, weiche Pfote vorsichtig nach ihrer Hand angelte. Gruppenkuscheln war angesagt…

„Gleich gibt es Frühstück, Jungs … und dann brauche ich euch! Fotosession! Keine Ausreden! Wenn man so hübsch ist wie ihr, dann muss man sich auch fotografieren lassen…wir brauchen eure hübschen Näschen für Werbung…nicht allen geht es so gut wie euch…!“

Während Sie auf dem Weg ins Erdgeschoss kurz am Computer haltmachte und mit gerunzelter Stirn die neuesten Hilferufe überflog, sprangen die beiden jungen Kater aus dem Bett, sausten an ihr vorbei, in die Küche und stürzten sich über das Frühstück. Erst kuscheln, dann lecker Futter, so viel das Herz begehrt und dann eine Runde prügeln! Das Leben war schön…

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„Ich habe auf dich gewartet! Jetzt machen wir dich erst einmal trocken und dann wird gegessen! Keine Sorge, deine Augen sind bald wieder OK, es dauert manchmal ein wenig, bis die Magie des Sternengartens wirkt.“

Der magere Kater öffnete zaghaft die Augen. Man konnte förmlich sehen, wie die Kraft wieder in seinen gezeichneten kleinen Körper strömte. Luna schnurrte beruhigend.

„Folge mir, ich zeige dir den Weg! Nicht erschrecken, die Hunde hier sind manchmal ein bisschen ungehobelt aber jeder meint es gut mit dir. Willkommen im Sternengarten!…Du wirst nie wieder hungern, das verspreche ich dir! Wie heisst du, hast du einen Namen?“

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Ehe sie sich auf den Weg zum Festsaal machten, warf Luna noch einmal einen kurzen Blick über den Rand des Sternengartens. Ihre Schnurrhaare zuckten amüsiert. Fotosession mit den Austen Boys. Die beiden meisterten ihre Aufgabe hervorragend!

Sie war stolz auf ihre Nachfolger, auf ihren Menschen, auf jeden, der gerade mit aller Kraft versuchte, gegen diesen Strudel aus Elend und Verzweiflung anzugehen.

Das große Sterben auf den Straßen hatte begonnen. Auch alle Bewohner von Lunas Sternengarten wollten gerne helfen. Jede Pfote wurde jetzt gebraucht! Es gab noch viel zu tun..

.Www.lunas-sternengarten.de

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