Tierschutz

Die 10 Igelgebote. Ein kleiner Leitfaden für Igelfreunde und alle, die es werden wollen <3

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Regel Nr. 1 … Igel sind gesetzlich geschützt und dürfen nicht gefangen, verletzt oder getötet werden.

Regel Nr 2 … Igel sind Wildtiere. Überwintert keine gesunden und gut genährten Igel im Haus! Nur verletzte, hilflose oder kranke Tiere sollten aufgenommen oder gesundgepflegt werden. Trotzdem freut sich jeder Igel über ein schönes Winterquartier im Garten und jeder Igel ist auf eure Rücksichtnahme angewiesen!

Regel Nr 3 … Igel lieben die Natur. Einheimische Pflanzen sind optimal. Jede Form von Gift in euren Gärten ist eine große Gefahr für Igel, auch und besonders Schneckenkorn! Ein steriler, „sauberer“ und buchstäblich leergefegter Garten, mag zwar ordentlich aussehen aber bietet keine Unterschlupfmöglichkeit für die kleinen Stachler. Im Winter wäre ein Haufen mit trockenem Laub, ein ideales Quartier, den ihr mit Ästen und einer Plastikplane abdecken und die Ecken mit Steinen beschwert. Je größer der Laubhaufen, desto besser ist die Wärmedämmung für den Igel. Errichtet durchlässige Gartenzäune! (Abstand zum Boden zehn Zentimeter) oder lasst einen schmalen Durchschlupf frei, dann können die hungrigen Nachtwanderer in einem größeren Radius auf Futtersuche gehen. Wasser in einer flachen Schale ist immer willkommen!

Regel Nr. 4 … Das Auto ist des Igels Tod! Fahrt deshalb gerade Nachts in Siedlungsbereichen rücksichtsvoller. Aber auch offene Baugruben, Kellerschächte und Schwimmbecken werden schnell zur Todesfalle, wenn sie nicht abgedeckt werden oder eine Rampe oder Ausstiegshilfe, in Form eines Bretts, etc. erhalten.

Regel Nr. 5 … Hände weg von den Komposthaufen, zwischen November und März! Ihr stört sonst die Igel im Winterschlaf oder zerstört ihre Nester!

Regel Nr. 6 … Laubsauger und Mähroboter sind Igelkiller! Laubsauber nehmen ihnen die Nahrung weg, denn sie saugen Kleinlebewesen (Igelnahrung) oder sogar kleine Igel ein. Mähroboter verstümmeln die Igel in grausamer Weise. Wenn ihr nicht darauf verzichten möchtet, nur tagsüber anstellen, wenn die Igel nicht oder weniger unterwegs sind und hohes Gras vor dem Mähen nach Igeln absuchen.

Regel Nr. 7… Burn Igel burn! Feuer töten! Oster- oder andere Festagsfeuer, sämtliche Gartenfeuer immer unmittelbar vor dem Abbrennen per Hand umschichten, wenn ihr nicht arme Igel dabei lebendig verbrennen möchtet.

Regel Nr. 8… Räumt euren Plastik Müll außer Reichweite! Gelbe Säcke erst am Morgen an die Straße stellen oder erhöht an den Zaun hängen! Hungrige Igel wühlen gerne in Gelben Säcken und verfangen sich darin. Sie werden leicht mit dem Inhalt entsorgt oder ersticken. Regel

Nr. 9… Füttern…Füttern … Füttern!!! Und: Keine Milch!!! Besonders die Zufütterung im Frühjahr und Herbst hilft untergewichtigen Igeln, wieder Kraft zu schöpfen oder stark genug für den Winterschlaf zu werden, wo sie nahezu 50 Prozent ihres Gewichts verlieren werden. Also benötigen sie vorher genügend Reserven! Als Igelfutter eignet sich zum Beispiel eine Mischung aus (hochwertigem) Katzenfutter, Igeltrockenfutter und ungewürztem Rührei. Obst und Gemüse sind nichts für Igel! Sie sind keine Vegetarier sondern benötigen andere Nahrung! Zum Trinken nur Wasser anbieten, keinesfalls Milch! Igel können die Laktose darin nicht verdauen. Igelbabys kann der daraus resultierende Durchfall sogar so schwächen, dass sie daran sterben.

Regel Nr. …10 Holt euch im Zweifelsfall immer Hilfe!!!Falsche Hilfe kann mehr schaden als nutzen. Fachkundige Tipps und die Nummer einer Beratungs-Hotline findet ihr auf der Webseite des Vereins „Pro Igel“ (www.pro-igel.de). Oft kennen auch Tierärzte, der örtliche Tierschutzverein oder das Veterinäramt Igelstationen im näheren Umkreis.

Hilfsbedürftig sind:

Verwaiste Igelsäuglinge (geschlossene Augen und Ohren, tagsüber außerhalb des Nestes), Verletzte Igel, Unterernährte Igel (Unterernährte Igel sind wurstförmig, haben eingefallene Flanken und eine deutliche Einbuchtung hinter dem Kopf. Gesunde, wohlgenährte Igel sind birnenförmig: vorne schmal und hinten dick), Kranke Igel (Diese laufen oder liegen meist tagsüber herum, sind apathisch, mager und haben eingefallene Augen.)

Unterstützt die Wildtier- und Igelhilfen vor Ort. Sie arbeiten ehrenamtlich, haben enorme Kosten und kümmern sich um die hilfsbedürftigen Igel. Sie freuen sich auch über Sachspenden: Katzenfutter, Küchenrollen als Unterlage, etc … es gibt sicher eine Igelstation in eurer Nähe ❤

… Seid nett zu den Igeln ❤

(Bettina Marie Schneider)

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Quelle: Bund Naturschutz.de

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