Tierschutz

Geschichten aus dem Sternengarten … Mission Impossible Teil I

Ein Lichtstrahl in der Dunkelheit

Es war ein langer Tag gewesen. Lang und schön! Eng an Valerion geschmiegt genoss Luna die letzten Sonnenstrahlen, die sie sich heute in Rosatönen gezaubert hatte. Die Vibration ihres Schnurrens vermischte sich mit seiner.

„Was für eine schöne Feier, die Ballerina für unseren neuesten Gast geschmissen hat… alle waren sie da um Emelly willkommen zu heißen…“

„Fast alle!“ …korrigierte ihn Luna. „Ich wüsste zu gerne, wo Leo und Csipi abgeblieben sind. Seit gestern sind sie verschwunden. Was sie wohl gerade aushecken?“… Und dann blinzelte die alte Katzendame wieder verträumt in den rosa Sonnenuntergang ihres Sternengartens.

🌠

Hunger ist manchmal noch grausamer als Schmerz. Hunger nagt, Hunger macht Angst, Hunger schwächt. Dunkelheit macht traurig, sie frisst Hoffnung und Lebensmut. Hunger und Schmerz und Angst können manchmal so grausam sein, dass man den Tod als Erlösung herbeisehnt. Seit Wochen sass er hungrig in der Dunkelheit seines Gefängnisses. Es gab wenig Licht, nur den Schimmer eines weit entfernten Fensters hinter den Gitterstäben. Manchmal war jemand vorbei gekommen und hatte etwas Futter gebracht und Wasser. Jetzt war da niemand mehr. Nur noch das Winseln und Bellen und Jaulen seiner Leidensgenossen. Er kannte sie nicht aber er konnte ihre Angst riechen, der Geruch vermischte sich mit seiner eigenen Angst und Verzweiflung. Und dann bellte er wieder. Ein heiseres, schwaches Bellen. Zu mehr reichte die Kraft nicht mehr. „Hilfe! Bitte helft mir doch jemand. Holt mich hier raus, ich möchte hier nicht sterben!“

🌠

Leos Ohren hingen auf Halbmast vor Kummer, während er mit Csipi vom Rande des Sternengartens beobachtete, was gerade in einem verlassenen Hunde-Shelter auf der Erde passierte. Gestern hatten sie all die verlassenen Hunde entdeckt und seitdem sassen sie zusammen am Rand des Sternengartens und schickten zumindest tröstende Träume an die hungernden und kranken Gefangenen.

„Wir müssen etwas tun, irgendetwas … lass uns zurück gehen und Luna informieren. Vielleicht weiß sie, was wir unternehmen könnten, um zu helfen…“

Csipi war bereits aufgesprungen. Der Sternenstaub wirbelte unter seinen ungeduldigen Pfoten auf, als sie plötzlich einige Menschen bemerkten, die sich gerade dem Shelter näherten. Was würde jetzt passieren? Wer waren diese Menschen? Die beiden Hunde beschlossen, noch abzuwarten, ehe sie den anderen erzählen wollten, was sie gesehen hatten.

🌠

Er hörte Schritte. Fremde Schritte. Wenn man tagein, tagaus in einem kleinen Verschlag sitzt, lernt man Geräusche besser wahrzunehmen und einzuschätzen. Geräusche werden wichtig. Diese Schritte hatte er noch nie gehört und sie kamen näher. Er bellte. Er bellte und winselte um sein Leben, damit sie ihn hören und finden würden.

„Bitte helft mir! Ich habe Hunger und Durst und Schmerzen! Bitte helft mir und wenn ihr mir nicht helfen wollt dann befreit mich zumindest aus meinem Gefängnis. Ich habe nichts verbrochen!“

Die beiden Frauen waren blass und man konnte sehen, dass sie geweint hatten. Entschlossen öffneten sie den Verschlag, stellten Wasser und Futter hinein und eine der beiden streichelte dem abgemagerten, apathischen Hund liebevoll über den Kopf.

„Keine Angst! Wir tun dir nichts. Wir sind gekommen, um dir zu helfen…“

Ihre Tränen tropften auf den Betonboden des verlassenen Shelters.

„Wie sollen wir das schaffen? 300 Hunde! Die Besitzerin verstorben! Alle halb verhungert und krank! Hast du gesehen, in welchem Zustand sie sind. Der hier auch! Wer soll das bezahlen und was tun wir mit all den kranken und heimatlosen Hunden? Alle Shelter sind übervoll, niemand hat Geld und niemand fühlt sich zuständig!“…

🌠

Leo sprang auf. Er hatte genug gesehen.

„Lass uns zurück zu den anderen gehen! Wir werden ihnen berichten, was wir gesehen haben und dann fällt Luna bestimmt etwas ein oder Ballerina…oder Enzo…egal! Wir werden alle unsere Menschen auf der Erde um Hilfe bitten. Das ist groß, was wir da gerade gesehen haben, Csipi…Viel zu groß für ein paar Menschen! Was hier ansteht, damit es den armen Hunden besser geht, werden diese Frauen niemals allein schaffen. Aber gemeinsam, …wenn alle mithelfen… könnte es funktionieren.“

Und dann sausten die beiden Freunde los.

Fortsetzung folgt…

Bettina Marie Schneider – Gutes Karma to go

www.lunas-sternengarten.de

Mehr über diese Mission Impossible findet ihr auf unserer Webseite http://www.friedenfuerpfoten.org oder auf Facebook.

Ein Gedanke zu „Geschichten aus dem Sternengarten … Mission Impossible Teil I“

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.