Tierschutz

Wie schafft ihr das …???

Wie schafft ihr das?

Es gibt wenig Emotionen, die stärker sind, als die Bindung einer Mutter an ihr Kind. Das wird jede Mutter bestätigen. Diese unglaubliche Bindung, diese starken Emotionen kennt jede Mutter und manche kennen leider auch den schier unbeschreiblichen Schmerz, ein Kind zu verlieren. Wir Menschen möchten gerne glauben, diese Gefühle wären einzig uns vorbehalten. Wir reden uns ein, dass Tiere anders reagieren, einzig ihrem Instinkt folgen und nicht denken können. Mag sein, die Gedankenwelt und der Intellekt von Tieren findet auf anderen Ebenen statt .. aber Emotionen, Gefühle wie Liebe, Geborgenheit, Angst oder, Schmerz sind für sie nicht weniger angenehm oder schmerzhaft, wie für uns oder unsere Kinder. Sie ähneln sogar der Gefühlswelt von Kindern, die vieles noch nicht verstehen aber trotzdem oder vielleicht gerade deshalb, um so intensiver fühlen.

Bald sitzen wieder Millionen Mütter mit ihren geliebten Kindern gemeinsam an einem Tisch und feiern Ostern, indem sie anderen Lebewesen unsägliches Leid zumuten. Wer einmal den Schmerz einer Schafsmutter erlebt hat, wenn man ihr das Junge wegreisst, wer einmal gesehen hat, wie Lämmer verladen, transportiert und geschlachtet werden, wie sie verloren im Schlachthaus stehen und Tod, Blut und Angst der anderen hautnah miterleben, ehe sie an der Reihe sind, der hat stets etwas Bauchschmerzen, wenn vom Osterlamm die Rede ist. In meinen Augen ist es weder christlich, so etwas zu tun, noch nicht einmal menschlich

.In diesem Osterbraten steckt so viel Leid, Gewalt und Schmerz … und auch Wehrlosigkeit … und verratene Unschuld, dass einem eigentlich der Bissen im Halse stecken bleiben müsste, selbst wenn man insgesamt nicht vegetarisch oder vegan leben möchte.

Das Osterlamm bringt das Hässlichste an uns Menschen auf den Tisch.

Wir feiern die Wiederauferstehung eines Erlösers, der Gewaltlosigkeit und Liebe predigt, mit einem grausamen Gemetzel. Mit der gewaltsamen Trennung zweier Lebewesen, die sich in Liebe verbunden sind und die einander brauchen.

Wir feiern Ostern, indem wir einem der unschuldigsten und wehrlosesten Lebewesen, das auf Erden weilt, die Mutter und das Leben rauben, mit der Angst, dem Schmerz und dem Tod anderer … Das macht für mich keinen Sinn!

So würde ich persönlich eher „Sünde“ definieren. Eine vorsätzliche Handlung, die anderen Leid und Tod bringt. Je wehrloser das Opfer, desto sündhafter!

Manche sprechen noch ein Segensgebet, ehe sie zu Messer und Gabel greifen. Welcher Gott sollte solche Handlungen segnen? Nicht mein Gott! Ein eiskalter, mitleidsloser Gott… der solche Handlungen gegen seine eigene Schöpfung segnet, der würde mir mächtig Angst einjagen.

Und ich frage mich immer, wie schafft ihr es, all das auszublenden? … Aber was weiss ich schon …?

Frohe Ostern ❤

Bettina Marie Schneider – Gutes Karma to go

8 Gedanken zu „Wie schafft ihr das …???“

  1. Liebe Bettina,
    ich sitze hier, allein in der Teeküche meiner Arbeit, in der Mittagspause, lese deinen Artikel und muss (wieder einmal) weinen. Wie soll ich jetzt wieder zu meinen Kollegen gehen? 😅
    Auch wenn ich (noch) nicht vegetarisch lebe, hast du sowas von Recht! Es ist einfach grausam, das Geschäft mit den Osterlämmern. In meiner Familie gibt es sowas zum Glück nicht – ich würde es auch nicht essen!

    Liebe Grüße und dir auch wunderschöne Ostertage!
    Nadine

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  2. Hallo liebe Nadine, das tut mir wirklich leid…ich möchte gerne zum Denken anregen und manchmal benötigt man dafür deutliche Worte. Aber ich verstehe gut, was du meinst. Allein der Gedanke an die Lämmer, die gerade irgendwo weggesperrt auf den Tod warten, ist sehr bedrückend.

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  3. Das sollte kein Vorwurf sein, im Gegenteil 😉 Deine Beiträge berühren mich immer sehr und ich bewundere dich und was du leistest! Das ist echt toll!!! 😃

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  4. Nimmt man das Beispiel „Ostern“ zum Anlass sich Gedanken zu diesem ungeheuerlichen Missbrauch unserer Mitwelt zu machen und darum wütend und ohnmächtig zu sein, so betrifft es ja vermeintlich „nur“ einen gewissen Zeitraum. Dieses Leid findet aber leider ganzjährig im Sekundentakt statt. Das selbe Schema findet man bei den Milchkühen, deren Kälber kurz nach der Geburt von der Mutter getrennt werden, einzig zu dem Zweck dass die Kuhmutter Milch für den Menschen liefert. Ich habe öfters gesehen, wie Kühe reagieren, wenn sie von ihren Kälber getrennt werden. Sag mir nochmal jemand, sie hätten keine Emotionen, sondern nur Instinkte. Und die Kälber ängstlich und schockiert, kommen in die Box. Einsam und zum Tode verurteilt.
    Ich könnte verzweifeln an diesem ständigen Grauen und an der Blödheit der menschlichen Spezies.
    Für mich hat der Begriff Menschlichkeit längst keine positive Assoziation mehr. Denn die Masse trägt Schuld an Tierleid und Umweltzerstörung.
    Und somit kann man sagen, Tierqual ist nicht unmenschlich
    Frohe Ostern

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  5. Liebe Bettina,
    es ist eine so fürchterliche Wahrheit, was wir vielen Tieren das ganze Jahr in einer schrecklichen Anzahl antun …. das Osterlamm steht in Vertretung für so viele Tiere, die durch uns Menschen Qual, Leid und Tod erfahren müssen. Ich bin froh, dass ich durch die Umstellung auf pflanzliche Ernährung kein Teil mehr davon bin.
    Ich freue mich über jede(n), die/der sich entscheidet, dieses System nicht mehr zu unterstützen und sich über Tiere freuen kann, dass sie am Leben sind, ihnen ihre Rechte zugesteht und sie als mitfühlende Wesen auf diesem Planeten annimmt.
    Ich glaube auch, dass dies nicht im Sinne von Gott ist, millionenfach Leben auszulöschen und anschließend ein Gebet für ihn zu sprechen … und dann das kleine Lämmchen zu verputzen. Und dann zu beten …Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt …. welche Heuchelei.

    Gefällt 3 Personen

  6. Lieber Michael, da gerade das Osterfest sinnbildlich für den Sieg der Liebe und des Glaubens an das Gute über Tod und über die Grausamkeit, steht … macht es gerade hier durchaus Sinn, zu hinterfragen. Ansonsten hast du natürlich Recht. Es passiert ständig und millionenfach…

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  7. „Das Osterlamm bringt das Hässlichste an uns Menschen auf den Tisch.“
    Das ist dreimal zu unterstreichen und dreimal zu wiederholen.
    Ich wünsche keine frohe Ostern. Wie sollten denn die auch froh sein?

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