Tierschutz

Wenn es doch nur so einfach wäre, Herr Gauck!

„Wir können auch einmal frieren für die Freiheit. Und wir können auch einmal ein paar Jahre ertragen, dass wir weniger an Lebensglück und Lebensfreude haben.“

(Joachim Gauck)

Der ehemalige Bundespräsident ist ein Vorbild an Verzicht und Bescheidenheit und kann die Sorgen des kleinen Mannes daher bestens nachvollziehen.

Gauck erhält einen jährlichen Ehrensold in Höhe von 236.000 Euro.

Wenn es doch für alle anderen auch so einfach wäre. Es geht bei weitem nicht nur um Frieren, Lebensfreude und Lebensglück. Für viele geht es mittlerweile um die nackte Existenz.

Wer nicht gerade 28.000 Euro im Monat ausgeben kann, weil im nächsten Monat erneut 28.000 Euro auf dem Konto sind, bis ans Lebensende… der denkt anders über solche Nachrichten wie diese:

„Am 02.08. wurde eine Megawattstunde Strom an der Leipziger Strombörse EEX für 398,50 Euro gehandelt. Das ist über fünfmal so viel wie noch vor einem Jahr, als der Preis bei 76,10 Euro lag.“

Bereits vor einem Jahr war der Strompreis in Deutschland weltweit mit am höchsten, viele Unternehmen und Privathaushalte ächzten unter den Kosten und versuchten Einsparungen. Jetzt ist dieses Allzeit- Hoch im Vergleich zum Vorjahr um das fünffache gestiegen.

Jeder, der etwas produzieren möchte in Deutschland, überlegt gerade, wie er Kosten einsparen kann. Das wird unzählige Arbeitsplätze kosten und neue in China und Indien schaffen, wo man seit jeher ein Auge auf gute Umweltbedingungen und saubere Energien hat… Das wird wichtige Industrien zum Abwandern zwingen und die Abhängigkeit von Importen beständig vergrößern. Das erleben wir gerade auch bei Medikamenten.

Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. warnt, dass allein in Niederbayern 43.000 (!!) Arbeitsplätze in Gefahr sind, sollte das russische Gas ausbleiben.

Jeder, der einen Laden, ein Lokal, ein Fitnessstudio betreibt, überlegt gerade, ob er nicht lieber zuschließen sollte, anstatt nur noch für die Energiekosten, für Strom und Heizung seiner Räumlichkeiten zu arbeiten, ganz zu schweigen von den Sorgen um neue Corona Vorgaben, die Geld und Kunden kosten.

Ich denke an Wärmelampen, für kranke Tiere, die Strom fressen, an kalte Tierheime, an Kontroll- und Rettungsfahrten, die nicht mehr stattfinden können, an Futtertransporte, die unerschwinglich werden. Ich denke an Medikamente und Impfungen, deren Verteuerung viele Leben kosten wird. Es sind ja nur Tierleben. Und natürlich denke ich an all die Menschen, deren Arbeitsplatz in Gefahr ist , die uns bald nicht mehr unterstützen können, wenn ich um Geld für arme Tiere bitte.

Ich denke an ungemütliche Räumlichkeiten im Winter und an Dunkelheit. An Existenzängste, sozialen Abstieg und Ausweglosigkeit für unzählige Menschen.

Licht und Wärme bedeuten nicht nur Komfort sondern es macht etwas mit der Psyche, bzw deren Fehlen: Weniger Glück und weniger Lebensfreude, wie Herr Gauck richtig gesagt hat.

Ich stimme nicht mit ihm überein, dass das jeder kann.

Ich denke, wir werden neben steigender Armut und steigender Kriminalität auch einen rasanten Anstieg an Psychischen Erkrankungen und Suiziden erleben.

Irgendwie würde ich erwarten, dass ein (ehemaliger) Bundespräsident sich ab und an auch um die eigene Bevölkerung sorgt, dass er deren Bedürfnisse wichtiger nimmt. Nicht zuletzt deshalb, weil sie jeden Tag für seine großzügigen Altersbezüge sorgen.

Ob all die derzeitigen Maßnahmen für den Frieden in unserem eigenen Land hilfreich sein werden, wird sich bald zeigen.

3 Gedanken zu „Wenn es doch nur so einfach wäre, Herr Gauck!“

  1. Ich denke an alte und kranke Menschen, die alleine im kalten dunklen Zimmer sitzen und sich nicht mehr bewegen können, weil sie im Dunklen völlig hilflos sind!

    Ich selbst habe MS & die rheumatoide Arthritis (Kollagenose). Kälte ist Gift für mich. Als ich diese Gauck Ansprache gehört habe, dachte ich, so redet kein Bundespräsident er hat den Titel und das Amt nicht verdient!!!!!! Er arbeitet gegen das deutsche Volk und ist genauso ein Eidbrecher, wie seine hoch possitionierten Amts Kollegen und Kolleginnen.

    Die Tiere sind dann noch schlimmer dran, als sie es ohnehin schon immer waren!.

    Gefällt 2 Personen

  2. Liebe Bettina Marie,

    die ganzen Großkopferten haben gut reden. Die sind weit weit weg von der realen Welt, in normalen Häusern, bei den kleinen Leuten.
    Ich wohne in einer Wohnung, ohne Dämmung, alte Fenster, alte Heizung. Der Vermieter lebt quasi auf unsere Kosten, er arbeitet nicht, hat er die letzten Jahrzehnte nur sporadisch. Leider habe ich dies viel zu spät erfahren.
    Ich saß schon zwei Heizperioden bei 18, 19 Grad, draußen feucht, drinnen auch. Die Nebenkosten sind sehr hoch, können aber nicht abgerechnet werden, weil die Zähler fehlen. Er wollte schon die Miete erhöhen, ohne mich. Erst müssen Zähler rein.
    In den großen Mietshäusern von den gewissen Betreibern, sieht es ähnlich aus, weil nur der Profit zählt.
    Es mag anständige Vermieter geben, die suche ich vergeblich. Ob es noch mit einem Haus klappt? Es steht in den Sternen. Ich bin langsam auch verzweifelt, weil die Preise so gestiegen sind und die Zinsen auch. So harre ich aus, obwohl ich hier weg will.

    Wärme und Licht sind im Winter unverzichtbar.
    Ich spende für die Tiere, so oft es geht, sie sind leider die, die es am schlimmsten trifft.
    Darüber könnte man streiten, denn es gibt ja so viel Elend auf der Welt, aber dies ist ein anderes Kapitel.

    Gefällt 2 Personen

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