Katze, Tierschutz

Manchmal machen mich auch schöne Nachrichten ein wenig traurig …

Während für alle wunderbaren Besucher und Akteure unseres Frieden für Pfoten Weihnachtszaubers 2022 diese schöne Spendenveranstaltung bereits Geschichte ist, geht hinter den Kulissen die Arbeit dafür noch eine ganze Zeit weiter. Unsere Schatzmeisterin bucht, und bucht, und bucht … kämpft wieder einmal gegen die Windmühlen der digitalen Währung. Paypal möchte Auskünfte zu den unzähligen kleinen Beträgen, die ordnungsgemäß auf dem Paypal Vereinskonto eingingen. Sie wollten auch wieder einmal meine Ausweiskopie, wir sind dort nun seit 7 Jahren Kunde als Verein, vermutlich wissen sie mittlerweile mehr über mich, als ich selbst… Sie wollten wieder einmal Nachweise, Erläuterungen und Erklärungen zu diversen Eingängen, die die liebe Claudia nun Stück für Stück nachvollziehen muss. Spende?- Überweisung?- Umbuchung?

Man hat ja sonst nichts zu tun, doch ansonsten wird das Konto gnadenlos gesperrt. So ist das nun einmal in der schönen neuen Welt, die auch kein Problem hat, ehrenamtlichen Mitarbeitern zahllose Zusatzstunden an sinnfreier Arbeit aufzubürden. Man kann sich ja bei einem der automatischen Chats beschweren.

Nebenbei packt sie noch den Rest der, ich weiss nicht wie vielen, Hundert Päckchen, die sie seit Weihnachten quer durch Deutschland auf den Weg bringt. Der Weihnachtszauber ist ihr Meisterstück, doch ich denke, sie muss sich dann erst eine Zeitlang davon erholen …

Meine Aufgabe ist angenehmer, ich darf den Kontakt zu den knapp 50 Spendenempfängern unseres Events halten, nachvollziehen, was mit euren Spenden passiert ist. Auch das kostet jede Menge zusätzliche Zeit aber schenkt ein wunderbares Gefühl. Irgendwie. Irgendwie aber auch nicht. Es wird immer nur ein Tropfen auf den heißen Stein sein. Ein kleiner Krümel, wo eigentlich ganze Brotlaibe erforderlich wären, große … und mehr davon.

Wir hatten auch an die ehrenamtlichen Tierärztinnen von Zero Kittens eine schöne Spendensumme weiterreichen können. Sie wollten davon die Katzen einer armselige Katzenkolonie ausserhalb von Athen einfangen, kastrieren, medizinisch versorgen und die Futterstellen bestücken.

Die armen Wesen sind völlig auf sich allein gestellt, durch die Bank in schlechtem Zustand, ausgemergelte und kranke Katzen, die sich auch noch ungebremst vermehren. Ein wichtiges und schönes Projekt. Ich erhielt die Bilder einer Katze mit einem Abszess, der ungelogen so groß war, wie eine kleine Aubergine. Kein Bild, das man sehen möchte. Unvorstellbar, wie das arme Tier sich bisher damit durchs Leben quälte. Eine einfache OP. ein Schnitt, Antibiotika … und alles wird wieder gut.

Das zweite Bild machte mich dann doch etwas traurig.

„Gestern haben wir von euren Spenden 20 Katzen kastrieren können. Wir behandelten auch diese Katze, sie sollte kastriert werden. Sie ist noch sehr jung. Natürlich war das in ihrem erbärmlichen Zustand nicht möglich, sie erhielt Medikamente, Vitamine und Infusionen und wir gaben sie für die nächsten 2 Wochen in eine Pflegefamilie, damit sie eine ordentliche Nachbehandlung und hochwertiges Futter erhalten kann. In zwei Wochen wird sie zur Kontrolle zurückkommen. Anfang Februar folgt ihre Kastration. Sie ist sehr jung und unglaublich anhänglich. Ich habe mich auf den ersten Blick in sie verliebt. Wenn wir nicht schon so viele Katzen hätten, würde ich sie adoptieren ❤

Manchmal muss man vernünftig sein. Es ist so verantwortungsvoll, wie schwer, wenn man die Anzahl seiner Tiere auf das Machbare begrenzt, damit man weiterhin alle gut versorgen kann. Trotzdem war mein Herz schwer bei dem Gedanken, dass das Mäuschen wieder auf der Straße landen wird.

So ist das leider im Tierschutz. Man tut, was man tun kann … und das ist auch in diesem Fall bereits sehr großherzig und sehr viel, was bei Zero Kittens passiert. Aber die richtigen Happyends, die von denen ich am liebsten schreibe, die müssen die Ausnahme bleiben.

Nur die sehr kranken, die behinderten oder blinden Katzen dürfen in Obhut bleiben, (im günstigsten Fall) alle anderen müssen wieder zurück auf die Straße. Wenn sie Glück haben, sorgt jemand in ihrem Areal dann zumindest für Futterstellen. Auch das ist vielen armen Tierschützern nicht möglich.

Ich bedankte mich für die Bilder und den Bericht aus Athen und für ihre wertvolle Arbeit. Und dann machte ich weiter.

Es wird immer ein Tropfen auf dem heißen Stein bleiben … trotzdem ist es besser, als gar nichts zu tun, oder?

#friedenfuerpfoten

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