Aufreger, Lifestyle, Seelenmarzipan

Warum ich keinen erotischen Adventskalender möchte…

Ob ich auch schon einen „Amorelli“ Erotik Kalender habe, wurde ich kürzlich gefragt. Da ich kaum Fernsehen sehe und daher auch erfreulich wenig Werbung, musste ich mir erst erklären lassen, was es mit diesem Kalender auf sich hat, der derzeit offensichtlich in jeder Gesprächsrunde und auf vielen Nachttischen zu finden ist. Ein Erotik Adventskalender, wurde ich belehrt, ein Adventskalender, gefüllt mit „hochwertigen erotischen Geschenken, für SIE und IHN. Als ich den Preis hörte, war ich neugierig, was Frau für dieses Sümmchen wohl hinter den Türchen verborgen findet und googelte mich durch das bunte Angebot der Adventskalender „für Erwachsene“… sie scheinen derzeit sehr beliebt zu sein.

Ich glaube, ich wäre fürchterlich verärgert, würde mir ein Mann dieses Sammelsurium aus Kondomen,  Plastik Sex Toys, Vibratoren, Batterien, Ladekabel, unpersönlicher Dessous und Gleitcreme, samt  „Bondage-Set für Anfänger“ als Geschenk offerieren. Dazu noch die online Anleitungen, wie das Ganze perfekt (und korrekt) eingesetzt werden kann  … unter dem Motto:, „wertvolle Anregungen“, um mein Sexleben zu optimieren…Geht´s noch etwas peinlicher??? Ist so ein Kalender nicht eher eine Bankrotterklärung für das aktuelle Sexualleben der Käufer?

Dessous… um mit dem Artikel zu beginnen, der mich noch am ehesten angesprochen hat …Dessous werden individuell ausgesucht und gekauft, wenn man auch der Trägerin eine Freude damit bereiten möchte. Irgendwelche No – name, „fit for all“ Teile hinter einem Türchen entsprechen eher nicht meiner Vorstellung von individuell und liebevoll aussuchen, zumal das gemeinsame Einkaufen auch bereits ein Teil der Freude ist…

Vibratoren, dazu eine Wagenladung Netzteile und Batterien, samt Gebrauchsanleitung … kann man mögen… ich denke nach wie vor, dass es nichts gibt, was ein Apparat besser könnte, als gefühlvolle Lippen, Zungen oder Finger … kommt das Ganze noch in Knallfarben daher und benötigt erst ausgiebiges Studium  einer Gebrauchsanleitung …sinkt mein erotisches Level alleine bei dem Gedanken daran in ungeahnte Tiefen… und Kondome mit Fruchtgeschmack hinter den Türchen eines Adventskalenders, tausche ich jederzeit gerne gegen Marzipan Pralinen 😉 .

Auch alle anderen Gimmicks in diesen Kalendern, wie Gleitgel, Massageöl und Duftkerzen kauft man meiner Ansicht nach, wenn man es kauft, doch lieber ganz nach dem individuellen Geschmack, gerne auch etwas hochwertiger und zu einem anderen Anlass. Ob die Anfänger Variante für Bondage Fans unbedingt in einem Adventskalender so optimal aufgehoben ist, sei dahin gestellt. Besinnliche und vorweihnachtliche Gefühle verbinde ich jetzt nicht gerade damit aber das ist ja auch nicht Sinn der Sache.

Sinn der Sache ist, mit billigen Artikeln für einen überhöhten Preis, dem Käufer dieser Kalender die Illusion zu vermitteln, sie wären wahnsinnig trendy, hip und begehrenswert. So gesehen, sind 150 Euro eigentlich ein kleiner Preis für so viel Illusion…

Liest man die Produkt Bewertungen, scheinen auch einige Käufer dieser Meinung zu sein. Es war sicher sehr „weihnachtlich“ in den jeweiligen Schlafzimmern 😉

Voll enttäuscht, habe viel mehr erwartet. Warenwert ist bestimmt nicht mal die Hälfte vom Preis… Womanizer mit nicht aufladbaren/ersetzbaren Batterien und einem Gutschein für Premium Produkt… WTF?

Eine sehr schöne Idee, wie man seine Liebe auf andere Weise, 24 Tage und Türchen lang zelebrieren könnte,  habe ich dann bei meiner Recherche auch noch gefunden:

Einen Adventskalender  mit 24 Liebesbotschaften, die vom Schenkenden individuell von Hand ausgefüllt und ergänzt werden. Ich könnte mir vorstellen, dass das Öffnen solcher Türchen und das Lesen solcher Liebesbotschaften, aphrodisierender und  anregender für erotische Stunden wirkt, als jeder Plastik „Womanizer Premium“, mit einem extra Satz Batterien“ … nur so eine Idee 🙂

ich liebe dich

 

Aufreger, Tierschutz

Eine dunkle Stunde für den Tierschutz in Deutschland!

Tierleid Befürworterin hält Ansprache für den deutschen Tierschutzpreis

Kann man sich nicht ausdenken!!!

Wer wurde vom deutschen Tierschutzbund als Rednerin zur Verleihung des deutschen Tierschutzpreises eingeladen? Da kommt ihr nie drauf!
Julia Klöckner, Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, die mit ihrer Partei unter anderem dafür verantwortlich zeichnet, dass

  • Wildtiere nach wie vor im Zirkus leiden
  • grauenhafte Tierversuche, die nach EU Recht jederzeit verboten werden könnten, weiterhin erlaubt sind
  • Ferkel nach wie vor ohne Betäubung kastriert werden dürfen
  • Küken bei lebendigem Leib geschreddert werden
  • Auslands- Qualtransporte weiterhin erlaubt sind
  • Verzichtbare  Pflicht-Tierversuche für Studenten weiterhin zwingend sind
  • Totschlagfallen bei der Jagd weiterhin erlaubt bleiben
  • Schmerzhafte Brandzeichen weiterhin erlaubt sind (die Tiere erleiden hochgradige Verbrennungen!)
  • Tierheime nach wie vor keine Unterstützung aus dem Bundeshaushalt erhalten
  • Mastbetriebe nur alle paar Jahre kontrolliert werden 
  • Rinder weiterhin dauerhaft im Stall angekettet sein dürfen
  • es nach wie vor keine flächendeckende Videoüberwachung in Schlachthöfen gibt, die die schlimmsten Missstände und Misshandlungen aufdeckt
  • Aktivisten, die all diese Missstände dokumentieren, härter bestraft werden sollen.

(Quelle Bildmaterial: PETA)

Ja…all das Blut, all das Leid und all die ungehörten Schreie hat Frau Klöckner mit zu dieser Veranstaltung getragen. Sie stimmte mit ihrer Partei bisher konsequent gegen sämtliche Bemühungen, das unsagbare Leid der Tiere zu verringern und was noch schlimmer ist, sie duldet, dass selbst EU Regelungen umgangen werden, die Tierversuche einschränken würden. Sie schützt Tierquäler, indem sie die Aufdeckung der Missstände in den Ställen, durch härtere Strafen unterbinden möchte, sie fordert harte Strafen für jeden, der das stille Leid dort, durch Fotos und Video Aufzeichnungen dokumentiert.

Die Festrednerin auf einer Veranstaltung für den Tierschutz zeichnet mitverantwortlich, für millionenfaches, grauenhaftes… und vermeidbares Tierleid! 

Wäre es nicht so erbärmlich traurig, was sich die Verantwortlichen hier geleistet haben, wie sie Tierschutz in den Schmutz gezogen haben, mit dieser Wahl … dann wäre das die reine Comedy.
Leider war es Realität und zeigt deutlich, wie diese Veranstaltung zu werten ist.
Um Tiere ging es dabei offensichtlich nicht!
Das war eine dunkle Stunde für den Tierschutz in diesem Land und viele Unterstützer des deutschen Tierschutzbunds fragen sich zu Recht, welchen Sinn eine Veranstaltung, wie der „Deutsche Tierschutzpreis“ haben soll, wenn dort Politiker eine Bühne finden, die Tierschutz mit Füßen treten!

Hier noch ein Beispiel, für den „heldenhaften“ Einsatz dieser Frau für den Tierschutz:
Frau Klöckner hätte jederzeit die Möglichkeit, DAS zu beenden, hat es aber nicht für notwendig befunden:

Die FDP und die Grünen haben heute zwei unterschiedliche Anträge zum Thema Tiertransporte im Agrarausschuss des Bundestages abstimmen lassen. Die Anträge zielten darauf ab, die Vorgaben für Lebendtiertransporte strenger zu fassen. Beide wurden mit den Stimmen von CDU/CSU und SPD gegen die Stimmen der Oppositionsfraktionen abgelehnt. (Quelle Top Agrar News 26.9.2018)

„…Ratten und Mäuse zur vorgeblichen Depressionsforschung so lange zum Schwimmen gezwungen, bis sie vor Erschöpfung und Verzweiflung aufgeben und aufhören zu schwimmen. Oder ihnen werden über den Käfigboden Elektroschocks verabreicht, denen sie nicht entkommen können, bis sie nicht mehr hochspringen und den Schmerz über sich ergehen lassen. Schon die Namen dieser Versuchsmethoden – „Verzweiflungstest“ und „Erlernte Hilflosigkeit“ – lassen erahnen, was die Tiere erleiden müssen. Nach den Vorgaben der EU-Tierversuchsrichtlinie könnten solche Praktiken verboten werden.
„Deutschland hat jedoch bei der Umsetzung dieser Richtlinie in nationales Recht verfassungswidrigerweise ein Schlupfloch genutzt, um auch die schwerstbelastenden Tierversuche weiter zu erlauben“, erklärt Dr. med. vet. Corina Gericke, Vorstandsmitglied des Ärztevereins.“

(Quelle: Ärzte gegen Tierversuche e.V.)

Frau Klöckner als Festrednerin bei der Verleihung des Deutschen Tierschutzpreises einzuladen ist ungefähr so stimmig, wie wenn jemand  Herrn Höcke von der AfD als Festredner, anlässlich der Verleihung eines Preises für Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe präsentieren würde. Ziemlich schräg das ganze .

Wichtig wäre mir noch, darauf hinzuweisen, dass längst nicht alle im Deutschen Tierschutzbund diese Entscheidung billigten, die einzig vom Dachverband getroffen wurde. In den Landesverbänden reagierte man mit Unverständnis und Ratlosigkeit. Schade, dass die insgesamt hervorragende Arbeit an vielen Stellen, auf diese Weise in ein falsches Licht gerückt wurde!

 

Aufreger, Lifestyle

Ist das Kunst oder kann der Dreck weg?! VORSICHT, SATIRE!!!!

Nachdem die Auftritte der Punkbands in Chemnitz üer 65.000 Menschen mobilisiert haben, für eine gute Sache einzutreten und die Stimme zu erheben, habe ich auch ein Lied geschrieben, es richtet sich gegen Gewalt und Tierleid und wirbt für mehr Toleranz und Liebe und ich bin mir sicher, dass mit diesen Zeilen endlich jedem klar wird:
Wir wir müssen einfach friedlicher und achtsamer miteinander umgehen.
Inspiriert dazu wurde ich übrigens durch die Textvorlagen von Feine Sahne Fischfilet und K.I.Z. , denn sie haben mir vorgemacht, wie die Lyrik erfolgreicher Protestsongs gegen Hass und Gewalt und menschenverachtendes Gedankengut aussehen muss, damit man die Menschen erreicht, vom Bundeskanzler empfohlen wird und im Livestream der großen Sender läuft.
Dass ich da vorher nie drauf gekommen bin!
Danke an dieser Stelle, den feinsinnigen Dichtern der anspruchsvollen Lyrik der Hasslieder.
Wir haben so viele Künstler und Bands, die wirklich singen können und die mit ihrem Auftritt wirklich ein lautes und klares Signal gegen RECHTSEXTREMISMUS, gegen HASS und für Toleranz hätten setzen können…ohne dabei neuen Hass zu verbreiten. Aber man entschied sich für andere, warum auch immer… Ganz am Ende des Blogs ist eine Kostprobe, falls ihr die Texte, die dort vorgetragen wurden, nicht kennt…
Obwohl mir bei aller Anstrengung nicht gelungen ist, so sinnfrei und menschenverachtend zu texten, wie die Vorlagen… ich bin gespannt, ob der Bundespräsident auch meinen Text für ein Konzert empfiehlt.  (*hoffnungsvoll*) ❤ 
VORSICHT SATIRE !!!!
„Eingezwängt in Stahl und Gitter,
ohne Hoffnung ohne Recht
warten sie auf meine Stimme,
seh ich ihr Leiden wird mir schlecht,
muss ich weinen, schreien, rotzen,
möcht´ich vor Lobbytüren kotzen.
Ich scheiss auf Sitten, auf eure Werte,
ihr seid ein Schandfleck für die Erde
Hey du mieses Schlachterschwein
ich komme zu dir heut Nacht,
dann steck ich dir mein Messer rein
und schlacht´ dich einfach ab.
Dann spritzen Blut, Gedärm und Hoden,
auf den weißen Kachelboden.
Hey, hey, hey … Gerechtigkeit…mit dem Messer gegen Leid!
Schlag den Lobbys in die Fresse,
hau die Fenster ein, der Presse,
bis sie endlich Eier zeigen,
der Industrie die Meinung geigen.
Hey, hey, hey… Gerechtigkeit… mit Faust und Steinen gegen Leid.
Schmeiss Bomben drauf, wo Tiere leiden
Sadisten zuckende Körper zerschneiden,
dann frag ich sie, wie gut das tut,
und lösch sie aus, die miese Brut.
Hey hey hey…Gerechtigkeit…mit der Zündschnur gegen Leid.
Ich hab in der Schule fleissig gelernt…
Ich hab in der Schule fleissig gelernt…
Brauch kein Pferd, und auch kein Affen
lass euch in eigne Spiegel gaffen:
Erkennt ihr eure Wut, den Hass?
Wer solche Scheisse hypt ist krass.
Wer denkt mit solcher Art Satire
etwas zu schaffen, für die Tiere
verwechselt Kunst mit Müll und Gülle.
Sein Haupt in Sack und Asche hülle!!!!
MEINE AUFRICHTIGE ENTSCHULDIGUNG AN ALLE, FÜR DIE UNSÄGLICHE SPRACHE.
Aber mir war wichtig aufzuzeigen, wie man es bitte NICHT machen sollte, wenn man sich ein Quentchen Anstand und Werte bewahren möchte. Wenn man nicht möchte, dass Kinder solche unsäglichen Textzeilen mitgröhlen.

ICH DISTANZIERE MICH AUSDRÜCKLICH VON DIESEN ZEILEN, SIE SOLLTEN EINZIG ALS ANSCHAULICHES BEISPIEL DIENEN, WIE DEGENERIERT UNSERE WAHRNEHMUNG MITTLERWEILE IST, DENN WESENTLICH WIDERLICHERE TEXTZEILEN WURDEN VON 65.000 KRITIKLOS, JA SOGAR FRENETISCH, GEFEIERT…FÜR DEN GUTEN ZWECK…ICH FAND DAS SEHR VERSTÖREND!

Übrigens brachte ich es nicht einmal in einem ausdrücklich gekennzeichneten Satire Beitrag übers Herz, Polizisten mit Hassnamen zu versehen, wie das in den Songtexten auf dem #wirsindmehr Konzert der Fall war. Das ist so ein Grundsatzding….Werte…Verfassung und so, auch wenn das heute für die Meisten keine Rolle mehr spielt. Man möge mir diese Unterlassung bitte nachsehen…andere sind da nicht so kleinlich..
Über die Band „Feine Sahne Fischfilet“ hieß es in einem Verfassungsschutzbericht:
…“sie spreche „ihrem politischen Gegner das Recht zur Ausübung der genannten Grundrechte schlicht ab“. Zwischen 2009 und 2016 gab es zudem 16 Ermittlungsverfahren gegen Bandmitglieder, unter anderem wegen Landfriedensbruchs, gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung, Raub und Nötigung. Und diese Band sollte nun also ein „Zeichen gegen Gewalt“ setzen. Ausgerechnet. Und nicht nur die…“
(Philippe Debionne, Berliner Zeitung)

Hier ist einer der Texte, die tatsächlich auf dem Chemnitzer Konzert vorgetragen wurden, Zeilen die frenetisch mitgesungen wurden, auch von Jugendlichen, bei denen ich mir nicht wirklich sicher bin, in wieweit sie Kunst und Satire unterscheiden können…

„…Ich mach Mousse aus deiner Fresse
Boom verrecke
Wenn ich den Polenböller in deine Kapuze stecke
Die halbe Schule war querschnittsgelähmt von mei’n Nackenklatschern…
…..Ich ramm die Messerklinge in die Journalistenfresse…

…Trete deiner Frau in den Bauch, fresse die Fehlgeburt…

…Sei mein Gast, nimm ein Glas von mei’m Urin und entspann dich…

Ist eine Frau nicht nackt, dann beschmeiss ich sie mit Scheine
Macht sie sich dann nackt, dann beschmeiss ich sie mit Steine

…Wenn wir wieder da sind, Vierer mit Tommi und Annika
Vom Speed sieht uns’re Pisse, mittlerweile aus wie Sangria…

…Eva Herman sieht mich, denkt sich, was’n Deutscher
Und ich gebe ihr von hinten, wie ein Staffelläufer
Ich fick sie grün und blau, wie mein kunterbuntes Haus
Nich alles was man oben reinsteckt kommt unten wieder raus…

Ich war in der Schule und habe nix gelernt
Doch heute habe ich eien Affen und ein Pferd…

…Ich rasiere mein Äffchen und lass es anschaffen
Tret so lange auf dein Kopf bis vier und drei acht machen
Die Missgeburt vom Jugendamt wird sich eine Kugel fangen…

…In der Schule hatte ich eine eins im Tiere quäl’n
Nach meinem Uppercut kannst du dein Arsch ohne Spiegel seh’n…

…Ich hoff, dass ihr bald alle abhaut in die Staaten
Zum Geburtstag wünsche ich mir, dass ihr aufhört zu atmen…“

( Auszüge aus dem in Chemnitz vorgetragenen Liedertext: „Ein Affe und ein Pferd“ von K.I.Z)

 

Ich für meinen Teil, setze  lieber andere Zeichen gegen Rechtsextremismus, gegen Gewalt  und Hass, denn wer mit Schmutz wirft, wird zwangsläufig immer auch selbst schmutzig, … Ich stehe entschieden gegen Brauntöne, ganz gleich, aus welchem politischem und ideologischem Gülletopf  sie stammen…ganz gleich, ob sie stahlblau oder schillernd bunt verpackt wurden…
Peace. ❤
Aufreger

Wer hat mein Land so zerstört?

Mein Deutschland gibt es nicht mehr

Es war ein Land, wo einst jeder, der gearbeitet hat, so viel verdiente, dass er eine Familie ernähren konnte. Ich gebe die Schuld, dass das heute anders ist, übrigens nicht in erster Linie den Unternehmern, die in vielen Fällen selbst geknebelt und geknüppelt durch 1000 irrwitzige Bestimmungen und ausgezogen bis aufs letzte Hemd ums Überleben kämpfen müssen sondern den Politikern, die durch eine gigantische Verwaltungskrake, exorbitante Steuern und künstlicher Verteuerung von Energie, Wasser und Abgaben unser aller Leben dramatisch verteuert haben und die uns durch dubiose Bankenrettungen, Subventionen und Geschenke an die halbe Welt, in eine unverantwortliche Verschuldung gestürzt haben, für deren Folgen noch unsere Enkelkinder büßen müssen.

Es war ein Land mit einer Grenze und mit Grenzen. Wer in diesem Land leben durfte, war genauso reglementiert wie die simple Tatsache, wer sich wie zu benehmen hatte, damit er bleiben kann. Überhaupt musste sich ungeachtet der Herkunft oder der Religion jeder an Regeln halten. Sie wurden auch nicht immer eingehalten aber sie galten grundsätzlich für alle. Wir waren gastfreundlich und offen aber Toleranz war keine aufgezwungene Einbahnstraße. Zusammenleben funktionierte irgendwie stressfreier, angefangen vom Kindergarten (keine Extrawürste), bis hin zu Schwimmbad, öffentlichen Veranstaltungen und auch im Straßenverkehr.

Man wusste noch, was eine Rettungsgasse ist, dass man nicht auf am Boden liegende einschlägt, dass Polizisten und Rettungskräfte tunlichst nicht anzugreifen sind, denn sonst gab es harte Konsequenzen. Ladendiebstahl und Schwarzfahren waren genauso wenig toleriert wie Pöbeleien, Schmierereien und andere Unverschämtheiten, die heute geduldet werden…weil man angeblich sowieso nichts dagegen tun kann.

Es war ein Land, wo man arbeiten musste, um zu leben. Nur diejenigen, die das nicht konnten, wurden unterstützt. Heute zahlen die Dummen, die weiterhin arbeiten, so ziemlich alles für so ziemlich jeden. Nur die Leistungsträger selbst werden in die Altersarmut abstürzen und bald um Taschengeld und Ratenzahlung bei ihrem Gebiss betteln. Wer in Rente ging, hatte früher meist ausgesorgt. Heute muss er sich sorgen.

Wir waren wohl keine Gutmenschen und sorgten uns auch nicht um die Gefühle von Straftätern und um die maroden Finanzen der halben Welt aber wir schafften es trotzdem, dass es den Allermeisten in diesem Land an nichts fehlte, wir transferierten trotzdem Geld und Hilfe an unsere Nachbarn und in die Dritte Welt. Irgendwann ging wohl der Überblick und das Augenmaß verloren.

Wir fanden es nicht lebenswichtig, Kinder bereits im Kindergarten über bestimmte Sexpraktiken anschaulich zu informieren aber jedes Kind wusste ungefähr, wie man sich in der Öffentlichkeit benimmt, dass Fleisch nicht auf den Bäumen wächst und auch, dass ein Auftritt in einer Daily Soap oder im Schmuddel TV nicht unbedingt eine solide Lebensgrundlage bietet.

Dieses Land hat sich verändert…und ich muss zugeben, es gefällt mir nicht. Teilweise widert es mich sogar an, beständig belogen, bestohlen, betrogen und neuerdings auch noch gegängelt zu werden.

Ich bin kein Gutmensch aus dem neuen Anforderungskatalog für den perfekten Bürger und möchte es auch nie werden.
Wer masst sich an, mir vorzuschreiben, dass ich das sein müsste?
Es gibt Menschen die ich mag und Menschen, die ich nicht mag und es gibt Dinge, die einer Gesellschaft und der sozialen Entwicklung förderlich sind und es gibt Dinge, die den Karren vor die Wand fahren. Die möchte ich weiterhin klar benennen dürfen. Auch das hat sich dramatisch geändert.

Es wurde bereits viel zu viel zerstört, dem zukünftige Generationen noch traurig nachweinen werden, wenn wir ihnen erzählen, wie dieses Land einst war

…wie frei…

Wie Zusammenleben einst funktioniert hat und auch … wie wohlhabend wir einst waren, ehe ein paar blindwütige Politiker und die einzig auf „Gutmensch oder Feind“ eingeschworene Medienlandschaft mit aller Gewalt und ohne jeden Plan, die Welt- und Gesellschaftsordnung ändern wollten, deren Spielregeln sie nicht kannten und offensichtlich auch nicht deren Buchhaltung.
Sie haben mein Land zerstört.

Ich bin Weltenbürger, Europäer und hatte dazu noch das große Privileg, in einer Gesellschaft aufzuwachsen und zu leben, die auf einem sehr guten Weg war. Gerne habe ich meinen Teil dazu beigetragen. Irgendwie hat es dann doch nicht funktioniert. Dieses Land und diese Gesellschaft hat sich nicht zum Vorteil entwickelt. Wirklich nicht!

Oh ich vermisse mein Deutschland 

Aufreger

Warum ich die Nationalität eines Mörders manchmal doch nicht irrelevant finde

Es gibt nichts schrecklicheres, als einen engen Angehörigen zu verlieren. Der Super GAU des Lebens ist für Eltern nicht der eigene Tod sondern der des Kindes. Daher versuchen alle Eltern ihre Kinder zu schützen. Überall auf der Welt und immer.

Zum Teil helfen auch Gesetze dabei, verschiedene Risiken und Gefahren abzuwenden. Helme auf dem Fahrrad, Gurt im Auto, kindersichere Sitze, die Abgabe verschreibungspflichtiger Medikamente nur von Medizinern oder auch die vorgeschriebene Absicherung an Baustellen… all das sind Regeln und Gesetze, die der Staat erlassen hat, uns zu schützen und über deren Einhaltung er streng wacht.

Es gibt einige Risiken, vor denen wir unsere Kinder nicht schützen können. Neben Krankheit und Unfällen sind auch unsere Mitmenschen in manchen Fällen ein potentielles Risiko. Vergewaltigung, Körperverletzung, Mord.., Dinge, die wir uns am liebsten gar nicht vorstellen möchten, so schrecklich ist der Gedanke, dass jemand vorsätzlich das Liebste was wir haben, verletzten oder gar töten könnte.

Würde der Staat morgen einfach die Vorgabe außer Kraft setzen, dass nur diejenigen ein Fahrzeug führen dürfen, die den Führerschein haben und jemand, den wir lieben, würde dann das Opfer eines Unfalls… Jemand hat diesen Unfall verursacht, der eigentlich gar kein Fahrzeug führen dürfte,  der nie am Steuer gesessen wäre, wäre diese (sinnvolle) Vorgabe weiterhin zwingend vorgeschrieben, …dann wären wir sicher aufgebracht und würden argumentieren, dass es verantwortungslos und riskant ist,  dieses Gesetz außer Kraft zu setzen und damit alle anderen Verkehrsteilnehmer einem erhöhten Risiko auszusetzen.

Wenn dann jemand auf die Idee käme, zu sagen:

Aber es passieren doch immer schon Unfälle,  selbst wenn jemand den Führerschein hat. Was soll die Aufregung?

Wäre das dann eine gute Argumentation?

So ergeht es gerade den Angehörigen der Opfer, die nur deshalb Opfer wurden, weil Menschen in diesem Land sind, die entweder nach geltendem Recht gar nicht hier sein dürften oder längst abgeschoben sein müssten. Menschen, die ein faires Asyl Verfahren hatten und deren Bescheid abgelehnt wurde. Die teilweise eine beängstigende Anzahl Straftaten auf dem Gewissen haben…behördlich bekannt…und die trotzdem frei herum laufen dürfen.

Ist es dann auch hier eine gute Argumentation, den Angehörigen dieser Opfer zu erklären, dass es immer schon Straftaten und Gewalt gab?

Es ist nicht irrelevant, ob ein Straftäter sich widerrechtlich im Land aufhält, und daher manchmal auch nicht, welche Nation er hat. Denn ein Teil der Morde/Vergewaltigungen/Körperverletzungen der letzten Jahre, wäre bei Anwendung der geltenden Gesetze nie passiert. Die Täter wären nie zu Tätern geworden, …weil sie eigentlich nach geltendem Gesetz nie mit dem Opfer in Berührung gekommen wären. Eine Gefahr, die man hätte abwenden können..müssen… was diese Straftaten von all denen, die leider nicht verhindert werden können, deutlich unterscheidet.

Mir erschließt sich nach wie vor nicht, was es mit Rassismus zu tun hat, wenn man in Erwägung zieht, dass viele Straftäter gar nicht im Land sein dürften und auch, dass daher viele Verbrechen zu verhindern gewesen wären. Für die Betroffenen macht das sehr wohl einen Unterschied und erschwert die Trauer und die Akzeptanz einer traumatischen Erfahrung oder eines schrecklichen Verlustes

Sie sagen, hätte ihr Staat sie geschützt und geltendes Gesetz umgesetzt, wären viele Straftaten nicht passiert. Der gleiche Staat, der keinerlei Probleme damit hat, Menschen wegen Versäumnissen bei der GEZ oder für minimale Mengen Cannabis hart zu bestrafen,  hat nicht reagiert.  Ich kann sie sehr gut verstehen.

Ich bin selbst aktiv in der Flüchtlingshilfe tätig, weil ich finde, wir sind moralisch in der Verpflichtung, Kriegsflüchtlingen die Chance auf Sicherheit und eine Zukunft zu gewähren. Es ist mehr als bedauerlich, dass mittlerweile alle in Sippenhaft für Verbrechen einer eingewanderten Minderheit an Straftätern genommen werden. Aber wer hier um Schutz bittet und auf Kosten der arbeitenden Bevölkerung alles erhält, was er für einen Neustart oder den Lebensunterhalt benötigt…der sollte auch schutzbedürftig sein und verinnerlichen, dass es keine so gute Idee ist, im Gastland oder der neuen Heimat Gewalt und Schrecken zu verbreiten. Davon haben wir seit jeher bereits selbst genug.

Jedem der in dieses Land kommt und um Asyl bittet, schenken wir einen Vertrauensvorschuss und offene Türen. Ein faires Anhörungsverfahren und die Chance in der Gesellschaft Fuß zu fassen. Wer all das mit Straftaten belohnt, ist keine Bereicherung für unsere Gesellschaft und die Toleranz dieses Verhaltens ist nicht bunt sondern brandgefährlich! Es ist die beste Wahlwerbung, die sich eine rechte Partei nur wünschen kann und fördert die Spaltung in der Gesellschaft. Wollen wir das wirklich?

 

Aufreger, Seelenmarzipan

Leben mit einer chronischen Erkrankung … ihr habt keine Ahnung!

Fast jeder von uns kennt das unschöne Gefühl, mit heftigen Kopfschmerzen den Tag zu überstehen, die Wundschmerzen nach einer Verletzung, das elende Befinden während einer Grippe. All das sind Befindlichkeiten, die sich jemand mit einer chronischen Erkrankung herbei sehnen würde. Denn selbst wenn sie noch so unangenehm sind…sie gehen im Normalfall wieder vorbei. Mit ein bisschen Standvermögen, ein paar Helferlein und Geduld wandeln sich diese Phasen in den Zustand, den sich alle chronisch Kranken herbeisehnen, wie kaum sonst etwas auf der Welt…in normale Tage. Tage mit guten und weniger guten Ereignissen, Tage mit mehr oder weniger Energie, aber immer Tage, in denen man größtenteils ohne Beschwerden seine Kreise zieht und in der Kraft ist, im günstigsten Fall sogar schmerzfrei.

Ich weiß nicht, was mich am meisten im Umgang mit chronischen Erkrankungen stört. Neben der Tatsache, dass mein Leben wegen der dadurch erzwungenen Kompromisse nur noch ein müder Abklatsch des eigentlichen Entwurfes wurde, hasse ich mehr als alles andere, das Unverständnis aller Gesunden. Sie halten uns nämlich für schwach und wehleidig und sparen nicht mit guten, meist trivialen oder nicht umsetzbaren Ratschlägen. Sie geben mir oft das Gefühl, als wäre mir mit ein wenig mehr Anstrengung, ein wenig mehr gutem Willen doch möglich, zu tun oder zu leisten, was sie von mir erwarten… als ob ich es selbst in der Hand hätte, wieder gesund zu werden und mich nur zu dumm anstelle.  Sie wissen nicht oder ignorieren, dass jeder, der mit einer chronischen Erkrankung sein Leben meistert, jeden Tag aufs neue  kämpft, alles, aber auch alles versucht hat, um seinen quälenden Zustand zu verbessern, jeden Tag aushalten muss, was Otto Normalverbraucher nicht nachempfinden kann.

„Iss endlich wieder einmal Schweinsbraten und trink einen großen Schnaps, dann geht es dir besser…das ist alles, was dir fehlt…“

Diese, liebevoll gemeinten Worte meines Vaters schnitten mir jedesmal ins Herz. Ich vertrage das eine nur in sehr dosierten Mengen, das andere gar nicht und möchte es auch nicht mehr. Gut gemeint, aber diese Worte klangen wie Hohn in meinen Ohren, da ich ihm gefühlte 1000 Mal erklärt hatte, dass meine Leber bedingt durch einen Gendefekt mit Schadstoffen aller Art sehr zu kämpfen hat und mich ein Schnaps Tage aus der Bahn werfen kann, wenn es dumm läuft und wenn ich sowieso gerade wieder kämpfe. Ein kleiner Satz, der mir immer das Gefühl gab, wie wenig auch in der Familie verstanden wird, wie ich selbst mit den trivialsten Dingen des täglichen Lebens haushalten muss und auch und besonders…dass ich für einen Hypochonder gehalten werde.

„Mach doch einfach mal Urlaub…“

Sie wissen nicht, dass ich, genau wie jeder andere mit einer chronischen Erkrankung bis an die Grenze meiner Möglichkeiten agiere und meist darüber hinaus. Aber es ist nie genug. Es wird immer Limits geben, die zu akzeptieren eine große Herausforderung ist. Wir sind allein gelassen damit, in einer Gesellschaft, die Perfektion als höchstes Ziel gesetzt hat und in einer gnadenlosen Maschinerie des Gesundheitssystems, das eigentlich ein Krankheitssystem ist.

Wehe dem, der nicht mithalten kann oder dazu gezwungen wird, sich diesem System der kalten und oft höchst schädigenden Massenabfertigung auszuliefern. Nicht mehr die Jahreszeiten und die Urlaubsplanung bestimmen den Terminkalender sondern wochenlanges warten auf Arzt-Termine oder Untersuchungen, Hoffnung und Enttäuschung über neue Versuche der Linderung, Abfertigung im 2 Minuten Takt, Symptom-Bekämpfung mit aggressiven Medikamenten, ohne die Ursachen der Krankheit zu Hinterfragen und als Sahnehäubchen die beliebte Psychoschiene für jede, aber auch jede Erkrankung.  Mittlerweile werden Psychopharmaka, Cortison, Schmerzmittel und co verteilt, wie Drops, Sie nutzen einzig der Pharmaindustrie, den Chronisch Kranken würden nur ganzheitliche Behandlungsansätze helfen. Vorausgesetzt, der Erkrankte kann sich diese (privat finanzierte) Form der Behandlung leisten. Pech für alle anderen!

Chronische Erkrankungen sind gemeine Diebe. Sie stehlen Leistungskraft, Lebensfreude,  und Gute Laune, sie rauben wertvolle Lebenszeit, soziale Kontakte, Selbstsicherheit aber vor allem die Stabilität, wenn man nicht sehr aufpasst.   Es mag so manchen überraschen, aber für viele Schmerzen und viele Missempfindungen und Einschränkungen gibt es nicht DAS passende Medikament und wenn es existiert, darf man es nur in gewissen Dosierungen einnehmen, ohne ernste Organschäden zu riskieren. Das bedeutet im Klartext, jede Schmerzerleichterung, jede Cortisoneinnahme, jedes Medikament hinterlässt seine Spuren. Chronisch Kranke wissen das. Gesunde nicht.

„Stell dich nicht so an! Denk doch nicht immer daran! Du musst positiv denken. Es ist alles eine Sache der Einstellung!… „

Gesunde wissen nicht, wie es sich anfühlt, wenn jede Verabredung, jeder Urlaub, jeder Arbeitstag , manchmal die einfachsten Dinge im Haushalt zu einem Wagnis werden.

Kann ich es schaffen? Wird mein Körper mir diesmal erlauben zu tun, was ich so gerne möchte oder so dringend muss…oder wird der Schmerz, die Schwäche, das Herz, die schmerzenden Gelenke, der Durchfall, der Schwindel, die Behinderung, der Krankenhausaufenthalt…mir wieder einen Strich durch die Rechnung machen? Was passiert, wenn ich schon wieder absage/nicht zur Arbeit erscheine/die einfachsten Aufgaben nicht erfüllen kann?

Wie wird es weiter gehen, mit meiner Erkrankung? Werde ich daran sterben? Mit wieviel Einschränkungen muss ich noch rechnen? Wird es wieder schmerzhafte Untersuchungen, bedrückende Krankenhausaufenthalte, angstvolles Warten auf Tests und Diagnosen geben…

„Sei doch mal locker…lenk dich mit etwas Schönem ab. „

Zusätzlich zu den mehr oder weniger großen Einschränkungen, Schmerzen und Ängsten sorgen sich fast alle chronisch Kranken auch um das finanzielle Überleben. Nicht nur der Verdienstausfall ist problematisch. Gerade bei chronischen Erkrankungen hat die Schulmedizin wenig zu bieten. Oftmals verursachen die Medikamente, die wenn schon nicht heilen dann zumindest lindern sollen…große Kollateralschäden und heftige Nebenwirkungen. Die Kassen übernehmen jedoch nur die Kosten der Schulmedizin. Alle anderen Heilverfahren müssen aus eigener Tasche bezahlt werden. Ich weiss, wovon ich rede. Ich habe fast alle meine Ersparnisse in die Hilfe durch natürliche Heilverfahren investiert, sonst könnte ich heute diese Zeilen nicht mehr schreiben. Die Schulmedizin hätte mich längst umgebracht. Dafür macht die Naturheilkunde mich arm. Gesund machen mich beide nicht.

Chronisch Kranke sind anstrengend, sie sind unzuverlässig, oftmals nicht heiter und unbeschwert, sie sehen viele Dinge aus einem ganz anderen Blickwinkel, weil sie Dinge gesehen und erfahren haben, die niemand erfahren möchte und die meisten Menschen zum Glück auch niemals erfahren werden. Chronisch Kranke werden oft als schwach wahrgenommen, dabei sind sie stärker, mutiger und ausdauernder als jeder Gesunde.

Leben mit einer chronischen Erkrankung ist für jeden Betroffenen anders. Im Alltag versuchen die meisten, ihre Erkrankung und deren Folgen zu verbergen – sofern dies möglich ist.

Immer hilft eine positive Einstellung, Mut und der Wille, aktiv daran zu arbeiten, den Status Quo zu verbessern, Lebensqualität erhalten oder vielleicht auch durch Änderungen der Lebensführung irgendwann Heilung zu erfahren.

Irgendwann morgens aufwachen und sich ganz normal fühlen…ein frommer Wunsch für die meisten chronisch kranken Menschen. Trotzdem versuchen wir es jeden Tag wieder.

Solltet ihr diese Zeilen lesen und selbst nicht davon betroffen sein:

Es ist nicht euer Verdienst. Ihr habt einfach Glück! Seid dankbar dafür und ein wenig verständnisvoller allen gegenüber, die dieses Glück nicht hatten!

 

Aufreger, Tierschutz

Ohhh, wie niedlich! Tierquäler Videos im Internet

Ooooh, wie niedlich…. Nein! Wie grausam!

Tiervideos und Bilder sind seit jeher der Renner im Internet. Schlecht gelaunte oder tollpatschige Katzen, Hemdchen tragende Hunde, Tiere die etwas außergewöhnliches tun oder außergewöhnlich aussehen. Millionen User lieben diese vermeintlich niedlichen Tier-Clips und leiten sie an ihre Freunde weiter.

Dabei steht sehr oft Krankheit,Todesangst oder Zwang dahinter.
Die Tiere leiden für die Aufnahmen oft Qualen oder verhalten sich aufgrund einer Erkrankung wesensfremd.

Mir ist unverständlich, wie man sich darüber amüsieren kann, dass Katzen sich vor Gurken erschrecken oder ein kleiner Sand-Frosch quietscht wie ein Gummi-Tier. (Ein Ausdruck für Todes-Ängste des Frosches).

Es ist auch weder lustig noch niedlich, wenn Halter ihre Tiere in Kleidung stecken. Die Katze im Hai-Kostüm oder der Hund im Anzug sehen für Menschen vielleicht lustig aus, doch es ist wider ihre Natur. Und die „lustigen“ Schühchen Videos oder die ekelhaften „aufrecht laufende“ Hunde Filmchen wurden den Tieren teilweise nachweislich eingeprügelt.

Eines der widerlichsten Beispiele war für mich ein Pakarana, der bei der vermeintlichen Körperpflege gezeigt wird. Im Internet kursiert das Video als „duschende Ratte“
Das Tier versucht verzweifelt, den Körper wieder von der unbekannten Substanz zu reinigen. Das Tier empfindet in dieser Situation ganz sicher keinen Spaß, sondern extremen Stress. Trotzdem wird Millionenfach gelikt und geteilt.
Auch ein Äffchen in der Küchenspüle „beim Geschirrspülen“ fand viel Zuspruch, wer genauer hinsah, konnte die Kette sehen, die das arme Tier dort fixierte. Es handelte sich um eine üble Dressur!

Das Problem dabei ist, dass es durch den großen Zuspruch beständig mehr Nachahmer gibt, die ihre Haustiere für solche Videos oder Bilder quälen/stressen/missbrauchen.

Durch das unbedachte Liken und Teilen der vermeintlich niedlichen Tier-Videos wird der Ansporn beständig größer, immer mehr davon zu produzieren.

Da auch auf meinem Newsfeed beständig solche Filmchen auftauchen, noch einmal die inständige Bitte:
Denkt nach, ehe ihr einen Smiley setzt und teilt!!!

Ist das Tier vielleicht einfach nur krank?
Ist es wirklich lustig, was da passiert?
Würdet ihr eurem Tier das Gleiche zumuten?
Ist es realistisch, dass ein Tier freiwillig und entspannt tut, was im Video gezeigt wurde?
Unterstützt ihr auf diese Weise vielleicht Tierquälerei?

Ich teile grundsätzlich keine solchen Videos mehr, denn diese Filmchen und Bilder dienen einzig nur der Sensationsgier und Selbstdarstellung der Ersteller. Nicht lustig oder niedlich sondern abstoßend!