Chance, Seelenmarzipan, Tierschutz

Das Todes-Shelter von Almyros. Ich habe heute noch Gänsehaut, wenn ich daran denke

Vielleicht möchtet ihr gerne einmal nachlesen, wie der aktuelle Stand unseres Projekts „Mission impossible“ ist.

Das Todesshelter von Almyros – eine Bilanz

Februar 2021, ein Shelter mit ca. 300 Hunden in einer abgelegenen Gegend, dessen Betreiberin plötzlich verstarb, die Hunde blieben unversorgt zurück, durchweg alle krank, hungernd, ausgemergelt, schwach und dem Tode näher als dem Leben. Vermutlich fehlten schon länger die Mittel für Futter und medizinische Behandlung dieser riesigen Anzahl von Hunden, die in den Verschlägen mehr oder weniger nur verwahrt wurden. Nur ihr verzweifeltes lautes Gebell, dass von zufällig vorbeikommenden Passanten wahrgenommen wurde, sorgte dafür, dass private Tierschützer auf die dramatische Situation aufmerksam wurden. Vielleicht erinnert ihr Euch noch an das erste erschütternde Video, das Eri uns im März 2021 schickte, in dem sie mit tränenerstickter Stimme die furchtbaren Zustände dort schilderte. Die hartgesottene Eri, die sonst nichts so schnell umwirft, stand wie alle anderen Helferinnen und Helfer unter Schock und nahm einen der Hunde sofort mit nach Hause, der als mittelgroßer Hund nur noch 7 Kilo wog und die nächsten Tage nicht überlebt hätte.

Puh, das war groß, so groß, dass die Freiwilligen vor Ort keine Chance hatten, das alleine zu schaffen. Es war auch so groß, dass ein kleiner Verein wie Frieden für Pfoten e. V. es auch nicht hätte alleine schaffen können, aber aufgeben war keine Option. Es gelang über Kontakte und Vernetzungen und eine gut koordinierte Zusammenarbeit, eine Welle der Hilfsbereitschaft und Unterstützung loszutreten, die uns überwältigte und es möglich machte, sich den gigantischen Herausforderungen dieses Projektes zu stellen.

VETO – Tierschutz stellte aus seinen Beständen sofort 6 Paletten mit Futter zur Verfügung und viele Menschen spendeten über VETO zusätzlich Futter, so dass ein riesiger Truck mit 15 Paletten Futter auf den Weg gebracht wurde! Unsere Aufrufe erbrachten genug Spenden, um alle 300 Hunde mit Medikamenten für die verschiedenen Krankheiten wie Leishmaniose, Babesiose, Ehrlichiose, Dirofilaria und Herzwürmer zu versorgen. Die Freiwilligen vor Ort leisteten zusammen mit den Tierärzten über Monate konstant großartige Arbeit und die Hunde erholten sich.

Die große Herausforderung war, für alle Hunde Adoptionen oder zwischenzeitliche Unterbringungen in anderen privaten Sheltern zu finden, da klar war, dass diese Tierhölle mittelfristig nur dem Erdboden gleich gemacht werden konnte. Außerdem beanspruchte der Erbe das Grundstück. Die ersten Hunde fanden Familien in Griechenland, weitere wurden von privaten Sheltern aufgenommen und später auch ins Ausland vermittelt. Jeder Hund, der diesen schrecklichen Ort verlassen konnte, machte das Herz der Freiwilligen vor Ort wieder etwas leichter. Im Sommer 2021 schien alles auf einem guten Weg. Es waren noch 110 Hunde in Almyros und es wurde weiter fleißig und erfolgreich an Adoptionen gearbeitet.

Von Anfang an war klar, dass unser kleiner Verein kein langfristiges Projekt zusätzlich zu den bestehenden Projektverpflichtungen übernehmen konnte, deshalb schauten die Freiwilligen selbst nach weiteren Unterstützern und Spendern. Der Kontakt wurde sporadisch, das letzte, was wir hörten war, dass das Shelter noch bis Juni 2022 genutzt werden dürfe, danach müssten alle nicht vermittelten Hunde zurück auf die Straße. Im Sommer 2021 schien das noch eine lange Zeit, in der viel passieren und erreicht werden könnte.

Bei einem kürzlichen Kontakt mit Akrivi, einem Mitglied aus dem Freiwilligen-Team, fragten wir nach, wie eigentlich der Stand der Dinge in Almyros ist. Waren alle Hunde vermittelt? Dieser furchtbare Ort inzwischen geschlossen? Sie gab uns einen Bericht über die Entwicklungen, die sich im letzten Jahr für uns eher hinter den Kulissen abgespielt haben. Im Oktober 2021 hatten sie durch eine Organisation die Möglichkeit, Hunde auch nach England zu vermitteln. Die Adoptionen in Griechenland waren eingebrochen, weil im Shelter zunehmend die größeren Hunde zurückblieben, über 20 Kilo, und die Menschen in Griechenland bevorzugten eher die kleineren Hunde. So war man froh, die größeren Hunde nach England vermitteln zu können. Adoptionen ins Ausland sind allerdings mit wesentlich mehr Aufwand und Kosten verbunden. Die Hunde mussten vollständige Blutuntersuchungen, Impfungen und Behandlungen, Röntgenbilder und Zahnsanierungen nachweisen, die Leinenführigkeit trainieren und lernen, mit Menschen in einem Haus zu leben, nachdem sie zum Teil jahrelang in dunklen Verschlägen und vergitterten Gehegen gehaust hatten. Die Freiwilligen nahmen diese Hunde zusätzlich zu ihren eigenen Tieren für einige Zeit bei sich zuhause auf oder bezahlten aus eigener Tasche Pflegeplätze für diesen Zweck. Dann mussten die Transportkosten nach Athen und ins Ausland gestemmt werden. Es hatte sich in diesem einen Jahr ein Schuldenberg allein für Tierarztkosten von über 1800 Euro angesammelt, der allen Beteiligten schlaflose Nächte bereitete. Und es fiel Akrivi und ihren Teamkolleginnen nicht nur ein Stein oder ein Felsen, sondern ein ganzes Gebirge vom Herzen, als Frieden für Pfoten ihr mitteilte, dass der Verein durch eine größere Spende in der Lage war, diese Kosten komplett zu begleichen.

Wie ist der Stand in Almyros heute? Im Juni sollten die noch verbleibenden Hunde, es waren noch 43, zurück auf die Straße. Akrivi traf sich mit dem Vize-Bürgermeister und dem Besitzer des Grundstücks. Diese waren sehr beeindruckt von der bisherigen Arbeit und den unermüdlichen Bemühungen der Freiwilligen und haben daraufhin die Zeit, die das Grundstück noch genutzt werden darf, um ein Jahr bis Juni 2023 verlängert. Die Gemeinde stellt inzwischen sogar Futter für das Projekt zur Verfügung und bezahlt die Mikrochips für die Hunde. Kürzlich wurden noch einmal 6 Hunde vermittelt, so dass zum jetzigen Zeitpunkt noch 37 Hunde in Almyros verbleiben. Das sind leider die schwierigen Fälle – groß, schon älter, Leishmaniose-krank, traumatisiert, phobisch oder auch aggressiv. Bei 20 Hunden besteht noch eine kleine Chance, dass sie mit viel Arbeit besser sozialisiert und an erfahrene Hundehalter vermittelt werden können. Eine Frau aus Österreich hat zwei Almyros-Hunde adoptiert, einer war extrem phobisch, aber sie ist eine gute Hundetrainerin und konnte mit ihm daran arbeiten. Sie hat vor, ab Ende Oktober bis Weihnachten noch einmal nach Almyros zu kommen und mit so vielen Hunden wie möglich zu trainieren, um deren Chancen auf eine Adoption zu verbessern. So gibt es in dem ganzen Elend doch immer wieder Lichtblicke und die Daumen sind gedrückt, dass für die Hunde, die jetzt noch in Almyros sind, auch noch eine Lösung gefunden wird.

Es ist unmöglich, sagte der Verstand, wegschauen geht nicht, sagte das Herz und alle krempelten sinnbildlich die Ärmel hoch und fingen einfach an. Wege entstehen dadurch, dass wir sie gehen! (Antonio Machado, spanischer Lyriker) Unsere Helden und Heldinnen sind all die Freiwilligen vor Ort, die Helferinnen und Helfer, die Tierärztinnen und Tierärzte, die 20 Monate lang im Dauereinsatz nicht aufgegeben haben und auch weiterhin nicht aufgeben, bis hoffentlich irgendwann der letzte Verschlag und das letzte Gehege leer ist. Wir sind dankbar für die unglaubliche Unterstützung der Community bei diesem Projekt und die schnelle Hilfe durch VETO-Tierschutz, als es galt, die Hunde vor dem Hungertod zu retten. Es ist unglaublich, was möglich ist und dass auch ein so großes Rad gedreht werden konnte, weil so viele auf so viele Arten und Weisen mitgeholfen haben.

Danke, dass wir diese scheinbare Mission Impossible und die Rettung der Hunde mit Euch zusammen angehen konnten, danke für jeden Euro, jeden Sack Futter, für jede helfende Hand, für jedes Liken, Teilen und Vernetzen für dieses einzigartige Tierschutzprojekt!

Diese Bilanz ist eine kurze Zusammenfassung, die ganze Dokumentation mit allen unglaublichen Geschichten und Aktivitäten, Bildern und Videos könnt ihr nachlesen unter https://www.friedenfuerpfoten.org/notfall-shelteralmyros

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Almyros ist überall, die Not ist überall. Wir freuen uns, wenn Ihr uns auch weiterhin unterstützt, damit wir weiter helfen können

Frieden für Pfoten e.V.

IBAN | DE41 4306 0967 1181 4659 00

BIC | GENO DEM1 GLS

Paypal | info@friedenfuerpfoten.org

Verwendungszweck: Notfalltopf

Almyros-Shelter

Dankeschön liebe Maren Haack für diese Zusammenfassung. ❤

Chance, Tierschutz

Was tun wir hier eigentlich, mitten in der Nacht?

Um zu verstehen, warum dieser entnervte Satz fiel, muss ich ein wenig ausholen.

Wie vielen bekannt sein dürfte, unterstützt mein Verein Frieden für Pfoten e.V. viele Tierschützer vor Ort bei ihrer Aufgabe, besonders in Griechenland sind wir gut vernetzt. Jeder unserer Partner in Athen leistet privat.

Wenn sie kranke oder verletzte Tiere aufnehmen, hilflose blinde Katzenbabies oder räudige Hunde, dann müssen sie diese in ihren Privatwohnungen unterbringen und pflegen, dann müssen sie die Tierarztkosten, die Fahrten zum Tierarzt, Impfungen, Katzenstreu und Futter aus eigener Tasche bezahlen.

Irgendwann ist die Grenze des Machbaren erreicht. Die Anzahl der kranken und sterbenden Tiere in den Straßen ist schier unendlich. Irgendwann reichen die Mittel nicht mehr, ist auch der letzte Platz in der Wohnung besetzt, es stapeln sich die Krankenkäfige mit pflegebedürftigen Tieren im Bad, bei manchen sogar im Vorgarten. Adoption laufen schleppend, viele Pflegetiere warten seit Jahren vergeblich… Irgendwann reicht das Einkommen, die Zeit, der Platz und die Geduld des Partners nicht mehr aus, um die Kapazitäten zu erweitern.

Das bedeutet, man muss an solchen Tieren vorbei gehen, die hilfesuchend um die Beine streichen oder unter einem Auto kauern. Es gibt weder Tierheime noch finanzielle Unterstützung.

Unsere Partner sind sehr dankbar, dass wir helfen, diese Rettungen zu finanzieren, dass unser Verein die enormen Mengen Futter heranschafft, damit zumindest halbwegs genügend Futter für die Heerscharen an Straßentieren zur Verfügung steht, die sie an den Futterstellen ehrenamtlich versorgen. Morgens, vor der Arbeit und spät Abends, wenn sich keine Nachbarn beschweren, die solche Futterstellen oft nicht dulden.

Würdet ihr diesen Menschen, die bereits über die eigenen Grenzen gehen, noch ein weiteres Tier zumuten, ein Fremdes, das jemand anderer gefunden hat, der nur Urlaub macht, während ihnen jeden Tag das Herz bricht, weil sie die in der eigenen Straße, das Katzenkind an der eigenen Futterstelle, nicht aufnehmen können? Genau darum werde ich aber oft gebeten:

„Wir sind in der Nähe von Athen und haben eine kranke Katze gefunden, ein Baby, ein verletztes Tier … wir reisen bald ab und benötigen eine Unterbringung bis Impfung und Ausreise möglich sind. Kannst du helfen? Kennst du einen Kontakt.?“

Ich kenne viele Kontakte und ich könnte es vermutlich jederzeit einfordern. Jeder der Helfer fühlt sich uns verpflichtet, jede hätte sicher Sorge, bei einem „Nein“ … und wäre es auch noch so begründet… unsere Unterstützung zu verlieren, weil ich verärgert wäre. Das ist natürlich Unsinn, mir ist die schlimme Situation sehr bewusst und das würde ich niemals tun.

Und dann wäre noch eine andere Frage:

Wer übernimmt dann die Kosten für viele Wochen Pflege, Futter, Katzenstreu, Impfung, Transportkäfig, Tierarztfahrten, Flugkäfig und Kosten des Fluges? Unser Verein kämpft gerade um das nackte Überleben der Straßentiere.

Jeder Helfer würde diesen Luxus gerne den „eigenen Tieren“ vor der Haustüre gewähren, und jetzt soll es eine „fremde“ Katze erhalten, nur weil sie mich angeschrieben hatten, während andere jeden Tag leisten und Einsatz bringen und ihre Tiere werden niemals diese Chance erfahren?

To make a long story short.

Als ich gestern Nacht dann die Bilder des Kätzchens sah, warf ich alle begründeten Bedenken über Bord.

Was wäre mit meinen Austen Jungs passiert, wenn sich niemand erbarmt hätte? Ich funkte Nedde Kübler unsere Adoptions-und Pflegestellen Fee an. Nachts um 12, sie ist ebenfalls nachtaktiv, so wie ich und sie antwortete sofort. Ich schilderte ihr die vertrackte Situation, dass wir vielleicht die Kosten übernehmen könnten, ob sie eine Pflegestelle wüsste. Sie teilte meine Bedenken aber fragt gerade trotzdem nach.

Es ist für alle Beteiligten eine schlimme Situation.

Für die tierlieben Urlauber, die gerade bangen und bereits halb Athen erfolglos um Hilfe gebeten haben.

Für uns, die wir gerne helfen würden aber mit Menschen arbeiten, die bereits über jede Schmerzgrenze belastet sind.

Aber auch für die Helfer, denen ein Nein jedes mal das Herz bricht, denn sie wissen was mit einem Tier passiert, wenn sie es aussprechen.

Wie diese Geschichte ausgeht? Ich weiß es nicht. Wir tun gerade, was irgend möglich ist. Es gibt jede Woche mindestens eine solche Anfrage. Nicht allen konnte ich ein Happy End schreiben.

So ist das im Tierschutz. Wem es nicht gelingt wegzusehen, so wie das die meisten tun, der tauscht irgendwann einen Großteil seines bisherigen Lebens gegen eine Abfolge von Notfällen und unlösbaren Problemen.

Sommer in Athen … Sommer überall, wo vergessene Straßentiere auf unsere Hilfe warten. …

Die einen genießen Sommer, Sonne, Urlaubsfreuden und die Sonnenseite des Lebens, die anderen kämpfen im Schatten und werden dafür meist noch belächelt.

Bildrechte: Gutes Karma to go

Straßenkatzen in Athen

Chance, Tierschutz

Bitte macht mit! Durst ist grausam!

Gerade werden in vielen Städten die Brunnen abgestellt, auch andere Wasserstellen sind bereits versiegt.

Bitte denkt an die Vögel, an Tauben und andere tierische Stadtbewohner, die jetzt verzweifelt nach Trinkquellen suchen.

Denkt bitte an all die Tiere, die gerade auf der Suche nach Wasser sind, deren Bachläufe und Wasserquellen bereits ausgetrocknet sind.

Macht bitte mit!

Stellt eine Schale mit Wasser auf eure Balkons, auf Fensterbänke, in die Vorgärten und Hauseinfahrten, wenn ihr in der Stadt wohnt.

Stellt Wasser in euren Gärten für die durstigen Tiere bereit.

Durst ist grausam und helfen so einfach ❤

weitersagen ❤

Chance, Katze, Lunas Sternengarten Geschichten, Seelenmarzipan, Tierschutz

Geschichten aus Lunas Sternengarten – Das große Sterben auf den Straßen hat begonnen…

Geschichten aus Lunas Sternengarten 🌠

Auch in Lunas Sternengarten beobachtet man besorgt, was gerade auf der Erde passiert. Corona, Krise und Krieg, wohin das Auge sieht und immer sind die Tiere die ersten, die die Folgen zu spüren bekommen.

„Ist alles in Ordnung, meine Liebe? Du wirst in der Halle erwartet, wir haben so viele Neuankömmlinge, vielleicht möchtest du ein paar Worte zur Begrüßung sagen…“

Valerion leckte seiner Gefährtin besorgt über die Ohren. Sie saß seit Stunden regungslos am Rande des Sternengartens. Einzig ihre Augen wanderten von einem Drama zum nächsten, das sich gerade irgendwo auf den Straßen oder in einem armen Shelter abspielte. Auch jetzt verzog sie keine Miene während sie antwortete.

„Gib mir noch ein paar Minuten, ich bin gleich soweit. Geh schon einmal vor… und sag Leo bitte, wir brauchen mehr Platz … viel mehr Platz! Er soll sein Rudel mit einspannen, Enzo ist bereits informiert.“

Dann richtete sie den Blick wieder konzentriert auf einen Punkt, weit entfernt, auf der Erde. Eine durchscheinende Wolke aus Sternenstaub schwebte über ihr in der Luft, bereit, auf die Reise zu gehen. Es war ein magischer Traum, der jemandem Trost und Linderung bringen sollte, während er mit dem Hungertod rang.

Valerion kannte Luna mittlerweile gut genug, um zu wissen, dass er sie jetzt besser allein lassen sollte. Er schnurrte noch einmal aufmunternd und dann machte er sich daran, ihre Aufträge auszuführen. Seit Wochen war im Sternengarten Hochbetrieb! So viele Neuankömmlinge, so viele, die Trost benötigten. In Lunas Sternengarten genauso, wie auf der Erde!

🌠

Das Schwarz wechselte manchmal zu Grau, dann konnte er zumindest Umrisse ausmachen. Der Regen hatte die sengende Hitze abgelöst und schluckte alle Geräusche. Es war schwer für ihn, sich zu orientieren. Er wusste nicht, warum die Mülltonne seit Wochen leer blieb, warum keine Urlauber mehr das kleine Restaurant besuchten, dessen Abfälle ihn ernährt hatten. Er rätselte wie alle anderen Katzen in seiner Straße, wo die Menschen waren, die zwar oft Tritte und Schläge verteilten, aber auch stets kostbare Abfälle.

Besonders freundliche Menschen warfen die Essensreste sogar auf den Boden oder stellten sie neben den Abfallcontainer, so dass er nicht hinein springen musste. Jeder Sprung ein Risiko, jede Mahlzeit ein kostbarer Schatz. Jede Mahlzeit ein Kampf. Er hatte sich tapfer in diesem Kampf geschlagen. Drei Winter und drei Sommer lang. Wer es schaffte, den Winter, die lange Zeit der Futterknappheit, auf der Straße zu überleben, der wurde im Frühling belohnt, wenn es endlich wieder Abfälle gab.

Warum sein Restaurant in diesem Frühling nicht mehr öffnete, warum der Platz, wo sonst Tische und Stühle standen, leer blieb, wusste niemand zu sagen. Er verlor erst seinen Futterplatz, dann die Kraft und zuletzt sein Augenlicht. Versonnen blickte er in den grauen Regenhimmel, dahin, wo er den grauen Regenhimmel vermutete. Obwohl er wusste, dass es nicht sein konnte, dass seine Augen längst zerstört waren, hatte er dort gestern Nacht eine weiße Katze gesehen, die zwischen den Wolken saß und ihm zublinzelte. „Alles wird gut…“ schien dieses Blinzeln zu sagen.

„Lass los … es gibt bessere Plätze für eine Straßenkatze, als deine schmutzige Pfütze vor einer leeren Mülltonne. Wir warten bereits auf dich… du musst keine Angst haben, komm zu uns in den Sternengarten, dort wird es dir gefallen … ich zeige dir den Weg dahin!“

Er war müde, so unendlich müde, beständig einen Kampf zu kämpfen, den er niemals gewinnen konnte. Auf dieser Welt war kein Platz für einen schmutzigen, kranken Streuner wie ihn. Der struppige Kater schloss die Augen, das undurchdringliche Grau wurde wieder zu Schwarz. Er zitterte vor Erschöpfung und Schwäche, während der Gewitterregen unbarmherzig sein Fell durchnässte. Die weiße Katze wich nicht von seiner Seite und schnurrte ihn in den ewigen Schlaf.

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Auch auf der Erde beobachte jemand seit geraumer Zeit die zunehmende Not der heimatlosen Straßentiere, deren Leben bereits ohne Krise ein einziger Überlebenskampf war, und sie wollte gerne helfen.

„Bist du mein süßer Schatz oder bist du mein allersüßester Schatz?“ Sie lachte und drückte ihre Nase in flauschiges Fell, während von der anderen Seite eine dicke, weiche Pfote vorsichtig nach ihrer Hand angelte. Gruppenkuscheln mit Katzen war angesagt.

„Gleich gibt es Frühstück, Jungs … und dann brauche ich euch, geschniegelt und gebügelt und ohne Prügeleien! Fotosession steht an! Keine Ausreden! Wenn man so hübsch ist wie ihr, dann muss man sich auch fotografieren lassen … ich brauche eure hübschen Näschen für Werbung … nicht allen geht es so gut wie euch!“

Während sie auf dem Weg ins Erdgeschoss kurz am Computer Halt machte und mit gerunzelter Stirn die neuesten Hilferufe nach Futter und Geld überflog, die beständig bei ihrer Tierschutzorganisation eintrafen, sprangen die beiden jungen Kater aus dem Bett, sausten an ihr vorbei, in die Küche und stürzten sich über das Frühstück. Erst kuscheln, dann lecker Futter, so viel das Herz begehrt und dann eine Runde prügeln! Dass sie fotografiert werden sollten, hatten sie bereits wieder vergessen. Das Leben war schön…

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Lunas Stimme war weich und ungewohnt zärtlich, als sie ihn in Empfang nahm.

„Ich habe auf dich gewartet! Du hast es geschafft. Jetzt machen wir dich erst einmal trocken und dann wird gegessen! Keine Sorge, deine Augen sind bald wieder OK, es dauert manchmal ein wenig, bis die Magie des Sternengartens wirkt.“

Der magere Kater öffnete zaghaft die Augen und bestaunte die schimmernde Wolke aus Sternenstaub, die ihn wie ein schützender Mantel umhüllte. Man konnte förmlich zusehen, wie die Kraft wieder in seinen gezeichneten kleinen Körper zurückströmte. Luna schnurrte beruhigend auf ihn ein, während ihre Magie wirkte.

„Und jetzt folge mir einfach, ich zeige dir den Weg! Nicht erschrecken, die Hunde hier sind manchmal ein bisschen ungehobelt und manche der Ratten sind kleine Nervensägen aber jeder hier meint es gut mit dir. Willkommen in meinem Sternengarten! Du wirst nie wieder hungern, das verspreche ich dir! Wie heißt du eigentlich, hattest du einen Namen auf der Erde?“

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Ehe sie sich mit ihrem Neuzugang auf den Weg zum großen Festsaal machte, um ihn den anderen vorzustellen, warf Luna noch einmal einen kurzen Blick über den Rand des Sternengartens. Ihre Schnurrhaare zuckten amüsiert. Fotosession mit den Austen Boys. Die beiden waren wenig begeistert aber meisterten ihre Aufgabe hervorragend!

Sie war stolz auf ihre Nachfolger auf Erden und auch auf ihren Herzensmenschen, auf jeden, der gerade mit aller Kraft versuchte, gegen diesen Strudel aus Elend und Verzweiflung anzugehen. Das große Sterben auf den Straßen hatte begonnen. Auch alle Bewohner von Lunas Sternengarten wollten gerne helfen, die Not etwas zu lindern. Jetzt wurde jede Pfote gebraucht! Es gab noch viel zu tun…

(c) Geschichten aus Lunas Sternengarten – Bettina Marie Schneider

#GeschichtenausLunasSternengarten

#guteskarmatogo

#friedenfuerpfoten

Chance, Tierschutz

Es gibt noch Integrität und Rückrat im Tier- und Umweltschutz: Keine Bühne für Frau Klöckner! Summende Gärten lehnt den #beebetter Award ab <3

„Summende Gärten“ … Menschen mit Rückrat und Integrität, lehnten einen Preis ab, den #beebetter Award, weil Klöckner als Schirmherrin bei der Preisverleihung geladen war.<3

So viel Rückgrat hätte ich mir im letzten Jahr von den Organisatoren und Preisträgern für den deutschen Tierschutzpreis gewünscht!

Jedem, der ein bisschen nachdenken kann, musste klar sein,  dass damals der Versuch, Frau Klöckner als Rednerin kritisch mit ihrem Versagen zum Tierschutz zu konfrontieren, als Nullnummer enden würde und als Beleidigung für alle ehrenamtlichen, seriösen Tierschützer.

Klöckner missbrauchte ihre Teilnahme an der Preisverleihung , um auf ihrer Facebook-Seite und in einer Pressemitteilung mit dieser Einladung den Eindruck zu vermitteln, sie stünde für Tierschutz.

Ich finde die Entscheidung von „Summende Gärten“ bewundernswert, nicht gemeinsam mit dieser Politikerin auf einer Bühne stehen zu wollen.

Sicher war der Verzicht auf das Preisgeld für ausgezeichnete ehrenamtliche und seriöse Arbeit, schmerzhaft. Aber eine klare Haltung, Glaubwürdigkeit und Integrität sind wertvoller als Geld. Nicht jeder ist käuflich!

Ich hoffe, dass viele Menschen den Verlust mit einer kleinen Spende ausgleichen, dass möglichst viele Menschen honorieren, dass Ihr Eure Werte nicht verkauft habt! Danke dafür ❤ und Chapeau!!!!

 

Hier ist das Statement dazu, von „Summende Gärten“:

„Leider keine Glückspilze;-(
Summende Gärten gibt den #beebetter-Award zurück

Erst war die Freude groß: Die Summenden Gärten haben einen Preis gewonnen: den #beebetter-Award, der u.a. vom Burda Verlag für Initiativen vergeben wurde, die sich gegen das Insektensterben einsetzen. 1.000 Euro Preisgeld hätten wir gut gebrauchen können, die Preisverleihung in Berlin wäre sicherlich auch schön gewesen.
Dann erfuhren wir, dass Julia Klöckner die Schirmherrin der ganzen Veranstaltung ist. Das muss uns an irgendeiner Stelle durch die Lappen gegangen sein. In den Bewerbungsunterlagen stand jedenfalls nichts davon.
Uns blieb nichts anderes, als den Preis zurück zu geben.
Denn mit der Frau auf einer Bühne zu stehen, die in unseren Augen zahlreiche politische Entscheidungen trifft, die der Insekten- und gesamten Tierwelt schaden, wäre für uns ein Schlag ins Gesicht gewesen. Schade für die tolle Initiative. Wir gratulieren allen Preisträgern☺️

Unsere offizielle Begründung:
Im März dieses Jahres hat Julia Klöckner18 neue Ackergifte zugelassen, darunter bienengefährdende und glyphosathaltige. Und das, obwohl sie zu Amtsantritt beteuerte: “Was der Bienen schadet, muss vom Markt”. In den Augen des Umweltministerium ist die Zulassung rechtswidrig. Hinzu kommt: Kein Glyphosat-Ausstieg, das Mittel ist nach wie vor sogar in Privatgärten zugelassen, keine artenfördernde Agrarpolitik.

Das sind nur wenige Beispiele dafür, dass Julia Klöckner in unseren Augen aktuell mit ihren Entscheidungen die größte Verantwortung für das fortschreitende Insektensterben trägt.

Mit ihr gemeinsam auf einer Veranstaltung zu erscheinen, empfinden wir als blanken Hohn:
Wir und die vielen anderen Insektenschützer verbringen hunderte, wenn nicht tausende Stunden unbezahlter Arbeit damit, in Kleinstbereichen etwas zum Besseren zu verändern. Bei der Preisverleihung stoßen wir dann auf die Frau, die mit einer in unseren Augen absolut tier- und artenfeindlichen Agrarpolitik mit einem Wimpernschlag und in großem Stil all unsere Bemühungen zunichte macht.

Das empfinden wir als einen Schlag ins Gesicht. Wir verlieren an Glaubwürdigkeit und unser Projekt tut es auch, wenn wir uns eine Bühne teilen. Wir sind nicht bereit, dass unser Engagement, was uns als Privatmenschen bis an unsere Grenzen bringt und darüber, von Julia Klöckner als PR-Arena missbraucht wird.

Natürlich hätten wir uns über die 1.000 Euro sehr gefreut, weil wir keine Zuwendungen bekommen. Und ebenfalls über die Anerkennung.

Doch es gibt etwas, was wichtiger ist als all das: nämlich die eigene Integrität und Glaubwürdigkeit.“

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Hier könnt ihr unterstützen, wenn auch ihr findet, dass Flagge zeigen, gegen Politik wie die von Klöckner, belohnt werden sollte:

Spenden

summende gärten

 

Chance, Katze, Seelenmarzipan, Tierschutz

Die berührende Geschichte von Cinnamon…man ist nie zu alt für die Liebe!

Nach 17 Jahren verlor Cinnamon alles, was sie hatte.
Als sie bei uns eintraf, war sie ärgerlich, aggressiv, und der Ausdruck in ihren Augen zeigte nichts als Hass und Misstrauen.
Viele Monate lang fragten wir uns, wer sie wirklich ist.
War sie immer schon die missgelaunte Katze gewesen, die wie ein Geist im Haus umher wandert.

Oder war es nur die Boshaftigkeit der Verwandten ihrer verstorbenen Besitzerin, die sie viele Wochen lang mit Stöcken gejagt und gepeinigt hatten?
Als wir sie bereits fast aufgegeben hatten, kam der  Durchbruch und endlich durften wir sehen, wer Cinnamon war und wer sie von jetzt an sein wird

Ihr zweites Leben begann…
Sie wird bis an ihr Lebensende einen sicheren und geborgenen Platz in privater Pflege bei SCARS, Griechenland  haben.

Ihre berührende Geschichte, erzählt in  diesem Video  ❤

 

Valia Orfanidou hat für SCARS dieses ergreifende Video erstellt.

Wenn ihr die Arbeit von SCARS gerne unterstützen möchtet, alles wird ehrenamtlich von freiwilligen Helfern geleistet,  dann könnt ihr unter dem Kennwort CHANCE an die deutsche Partnerorga Frieden für Pfoten spenden.

Unsere Bankverbindung:
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Chance, Katze, Lifestyle, Seelenmarzipan, Tierschutz

Zwei wunderbare Ladies, die alle Herzen erobern, weil sie selbst ein so großes haben!

Es ist mir eine große Freude und Ehre, euch die beiden ältesten, erfahrensten und hingebungsvollsten Freiwilligen von SCARS, Griechenland, vorzustellen!
Katie und Marianna bieten seit 2002 Pflegestellen für die bedürftigen Straßentiere und haben seitdem mehr als 1000 (!) Hunde und 500 (!) Katzen in ihrem Zuhause beherbergt, bis diese einen Für-Immer-Platz gefunden haben.
Sie begannen mit Hunden, hauptsächlich Welpen und seit einigen Jahren sind nun auch Katzen dort zuhause.
Heute betreuen sie 2 Pflegehunde und 26 Pflegekatzen.
Alle Freiwilligen von SCARS helfen bei Fütterung und Pflege der Tiere aber das meiste erledigen sie selbst.
Sie sind unglaublich, hingebungsvoll, inspirierend und Vorbild für uns alle!
Schaut euch dieses wunderbare Video an, wo die beiden mit viel Herz und Charme ein wenig über sich und ihre segensreiche Arbeit erzählen.
Einfach nur schön…und bewundernswert!
Love you, Katie und Marianna❤
Wenn ihr dort unterstützen möchtet, jeder Cent wird benötigt, um diese wichtige Arbeit zu finanzieren, dann könnt ihr das über Frieden für Pfoten,  Paypal info@friedenfuerpfoten.org  ,Kennwort SCARS oder über diese Konten tun:
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Video: Valia Orfanidou