Chance, Geschichten, die der große Kürbis schrieb, Katze, Seelenmarzipan, Tierschutz

Die Mission Teil VII – XII – Geschrieben für alle, die ein geliebtes Tier verloren haben <3

Für unsere Sternenkinder … und für alle, die irgendwo gerade sehnsüchtig darauf warten, ihren Platz einzunehmen ❤

Die schwarze Schönheit zwinkerte den anderen Katzen im Raum amüsiert zu.
„So, so …und jetzt seid ihr beiden also Helden, weil euch das im Traum jemand geflüstert hat und ihr nennt euch ab jetzt Mr. Darcy und Captain. Habe ich das richtig verstanden?“
Großes Gelächter im Katzenzimmer. Nur zwei der Katzen lachten nicht mit.

„Ja, das hast du ganz richtig verstanden und da gibt es gar nichts zu lachen!“, fauchte der ältere der beiden Katzenbrüderchen, beleidigt.
„Captain und ich hatten genau den gleichen Traum … und wenn deine Mutter dir etwas über Magie und Bestimmung beigebracht hätte, dann würdest du wissen, wie man Zeichen erkennt! Anfängerin!“

Das weiße Katerchen, das sich seit heute Mr. Darcy nannte, stolzierte ungerührt an ihr vorbei, zum Fressnapf und gab deutlich zu erkennen, dass diese Unterhaltung für ihn damit beendet war. Captain folgte ihm nach, wie immer.

Luna und Valerion konnten sich das Lachen nicht verkneifen.
„Deine Schützlinge haben bereits einiges von Dir gelernt“, prustete Valerion.
„Sie sind fast schon so dickköpfig, wie Du, meine Liebe!“
Luna schenkte ihm einen ihrer berühmten Blicke.
„Findest du, dass ich dickköpfig bin?“
„Gibt es eigentlich irgendwelche Neuigkeiten zur Adoptionsanfrage?“,
wechselte Valerion eilig das Thema.

„Fehlanzeige! Sie checkt im Stundentakt den Posteingang. Aber es hat sich noch niemand bei ihr gemeldet. Langsam mache ich mir wirklich Sorgen.
Vielleicht hat mittlerweile doch noch jemand anderes angefragt?
Vielleicht werden sie nicht in Freigang vermittelt? Weiße Katzen …du weisst schon….
Menschen sind seltsam! Als ob wir weißen Katzen zerbrechlicher wären, als andere!
Wie ich diese Vorurteile hasse, als ob die Fellfarbe irgendetwas über den Charakter aussagen würde!
Es gibt sanfte, schwarze Prinzessinnen und wilde, weiße Kriegerinnen…es gibt kapriziöse, graue Magierinnen … einzig das Herz, das unter dem Pelz schlägt, entscheidet über unsere wahre Bestimmung!

Luna hatte sich in Rage geredet. Ihre Schwanzspitze wirbelte bei jedem Satz neuen Sternenstaub auf und Valerion wünschte, er könnte ihr etwas tröstliches sagen aber auch er fand es merkwürdig, dass bis heute keine Antwort auf die Adoptionsanfrage eingetroffen war.

Weihnachten stand vor der Tür…und wenn nicht noch ein kleines Wunder passierte, durfte keine der Katzen aus dem Abteil, in dem Mr. Darcy und Captain untergebracht waren, mit einer Familie unter dem Weihnachtsbaum feiern…nicht eine von ihnen hatte es bisher geschafft, ihre Mission zu erfüllen…

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„Lunaaaa!!!“
Iron stürmte die Marmor-Treppe zu Lunas Pavillion im Sternengarten hinauf.
„Bist du zuhause? Darf ich stören?
Es gibt wichtige Neuigkeiten, das musst du dir unbedingt ansehen!
Die anderen sind schon voraus gegangen!“

Ehe der prächtige Kater mit den gelben Augen sich versah, war Luna mit einem eleganten Satz über ihn hinweg und auf den Weg, Richtung Ausguck, gesprungen.
Seit er im Sternengarten wohnte, war sein Schwanz nachgewachsen und das kaputte Beinchen wieder stark und belastbar. Iron war in Bestform, trotzdem gelang es ihm nicht, Luna einzuholen. Die Neugierde verlieh ihr Flügel.

Zwei Frauen saßen am Tisch und tranken Kaffee.
Sie plauderten und lachten. Eine der beiden, machte sich eifrig Notizen. Schließlich meinte sie:
„Ich denke, ihr werdet gut zueinander passen! Sobald ich die Unterlagen weiter gereicht habe, wird man sich mit dir in Verbindung setzen.
Es wird aber in jedem Fall noch ein wenig dauern, denn erst wenn ein Transport komplett voll ist, schicken wir die Kleinen auf die Reise. Leider tut sich im Augenblick wenig.
Vielleicht sind die Meisten gerade mit den Weihnachtsvorbereitungen beschäftigt und verschieben eine Adoption ins Neue Jahr. Ich drücke euch auf jeden Fall die Daumen, dass es schnell geht…“

Nachdem der Gast verabschiedet war und die Türe ins Schloss fiel, drehte sie vor Freude und Erleichterung ein paar Pirouetten durch die Wohnung. Dazwischen hielt sie immer einmal wieder inne und streichelte liebevoll über ein Bild.
„Ich weiß, dass du dahinter steckst. Und ich finde es wunderbar, meine Süße.
Und du weißt, dass du trotzdem immer die Diva meines Herzens bleiben wirst. Immer!…“

Fiete und Enzo klatschen mit ihren Pfötchen High Five und der kleine Faith hatte schon wieder Tränen in den Augen. Aber diesmal waren es Freudentränen und offensichtlich war er nicht der Einzige. Auch Luna schniefte verdächtig…

„Ich freue mich sehr für dich und deinen Menschen und natürlich auch für Darcy und Captain.
Gemütlich hast du gewohnt und dein Mensch scheint sehr nett.
Als sie mich damals in den Armen hielt, war ich sicher, sie wäre auch meine Mission. Wir wären für einander bestimmt.
Ich habe mich oft gefragt, warum es mir dann doch nicht bestimmt war, bei euch mit einzuziehen. Warum ich meine Mission nie erfüllen durfte.“
Iron sah Luna bei diesen Worten an, als hätte sie die Antworten auf all die Fragen, die er so lange schon vergeblich suchte.

„Ich bin ganz sicher, deine Mission war niemals mein Mensch!
Ihr seid euch nur begegnet, damit du deine wahre Bestimmung erfüllen kannst.
Sie sollte dich nie adoptieren. Sie sollte nur deine Geschichte schreiben.
Ich denke, ihr habt das beide missverstanden.
Du kamst mit der wertvollen Gabe auf die Welt, nicht nur ein Herz zu berühren sondern das vieler Menschen.
Jeder hat dich geliebt.

Diese Liebe hat seitdem für unzählige Katzen in und um Athen Großes bewirkt.
Siehst du die Futterstellen, unten an den Straßen?
Sie konnten eingerichtet werden, weil plötzlich genügend Spender bei Frieden für Pfoten unterstützten.
Die Menschen haben deine Geschichte gelesen und wollten helfen.
Du hast auf diese Weise viele Leben gerettet und zweite Chancen geschenkt.
Deine schwierige Mission wurde bestens erfüllt.
Du kannst sehr stolz auf dich sein, Iron … wir alle sind sehr stolz auf dich!“

Und dann tat sie etwas, was noch nie vorher jemand bei ihr gesehen hatte. Nicht auf der Erde und auch nicht im Sternengarten.
Luna schenkte Iron ein zärtliches Nasenküsschen.

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Mr. Darcy sass in seinem Lieblingskarton und grübelte.
Sollte er auf seinen Bruder hören?
Wahrscheinlich würden die anderen Katzen wirklich wieder ihre Späßchen machen, wenn er ihnen von ihrem neuesten Traum erzählte. Auch er fand die Geschichte etwas seltsam, die ihm die wunderschöne weiße Katzendame darin zugeflüstert hatte.
Sie wirkte ein bisschen streng und unnahbar aber irgendwie hatte er das Gefühl, sie meinte es gut mit ihnen.

Er hatte noch nie einen Brief geschrieben, nicht an den Weihnachtsmann und schon gar nicht an einen großen Kürbis.
Aber wenn das wirklich helfen würde, damit auch seine Freunde aus dem Abteil im Tierheim endlich ihre Mission antreten dürften, damit auch sie endlich adoptiert werden…dann würde er das tun!
Er hatte sie alle lieb gewonnen, die energischen schwarzen Schwestern Thelma und Luise, Tigerchen Thomas, den fröhlichen Colorpoint Matty und es wäre traurig, wenn Captain und er ins Glück reisen würden und die anderen müssten zurück bleiben.

Seit ihnen Sue, die Tierheimleiterin freudig verkündet hatte, dass es in Deutschland jemanden gibt, der sie zu sich holen möchte, versuchte er sich vorzustellen, wie es dort wohl sein würde. Niemand von seinen Freunden war jemals weiter als in das Tierheim gereist. Sie wussten auch nichts darüber zu erzählen. Aber die weiße Katzendame hatte ihnen ein paar Bilder im Traum geschickt. Verlockende Bilder. Mr. Darcy schnurrte spontan, als er daran dachte und an die Motten, die er erfolgreich in diesem Traum erlegt hatte.

Während Captain die spanische Wintersonne genoss, die die kalten Fliesen am Boden wärmte und angenehm auf der Nase kitzelte, fasse Mr. Darcy in seinem Karton einen Entschluss.
Sie würden niemandem etwas davon erzählen und sie würden zwei Briefe schreiben. Einen an den großen Kürbis und einen an den Weihnachsmann, sicher ist sicher!

Im Sternengarten bereitete man sich währenddessen auf das Weihnachtfest vor.
Luna mochte einst keine Hunde, auch keine anderen Katzen, genaugenommen mochte sie niemanden, außer ihren Menschen und machte auch kein Hehl daraus.
Aber seit sie im Sternengarten war, sah sie viele Dinge anders und hatte angeregt, dass man mit den Hunden, den Kaninchen, den Pferden, mit den Mäusen und Vögeln, mit allen Bewohnern des Sternengartens gemeinsam feiern könnte.

Eine riesige Festtafel, die von einem Ende des Gartens bis zum anderen reichte, mit einem riesigen Weihnachtsbaum, der mit Lichterketten aus Sternenstaub geschmückt war. Alle waren begeistert von diesem Vorschlag.
Sie würden in alten Erinnerungen schwelgen und um Mitternacht schöne Träume an ihre Menschen senden.

Ob Mr. Darcy auf ihren Ratschlag gehört hatte? Nur noch zwei Tage, dann war Heilig Abend.
Aber jetzt musste sie erst einmal Leo begrüßen, der gerade mit seinem Hunderudel um die Ecke kam, um beim Aufbau der Tafel zu helfen. Es gab noch viel zu tun!…

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Es schepperte und klirrte! Faith kullerte mitsamt den Weihnachtskugeln von der Tafel, dabei riss er auch noch einen Teil des Tischtuchs mit sich.
„Sag mal einer dem Kleinen, er soll aufhören die Ratten zu jagen! Hier wird nicht Fangen am Tisch gespielt, wir werden sonst nie fertig!“
Luna wandte sich wieder ihren Notizen zu. Alles lief wie am Schnürchen!

Die Tischordnung war festgelegt und jeder würde dort seinen Platz finden, ganz gleich, ob klein oder groß.
Leo, der gutmütige Cocker, hatte mit seinen Hundefreunden alles so lange hin- und her gerückt, bis sie mit dem Ergebnis zufrieden war.
Chefkatze Enzo, Fiete und Valerion befestigten gerade die letzten Girlanden unter der Decke des Sternengartens. Sie arbeiteten routiniert zusammen und turnten geschickt zwischen den schier endlos langen Strängen der Festbeleuchtung hin und her.

Iron wollte sich darum kümmern, dass für jeden die Lieblingsspeise bereit stand und seither probierte er mit Feuereifer immer neue Sternenstaub Kochrezepte. Eines köstlicher als das andere! Die ersten Platten wurden schon heran getragen.
Es war auch höchste Zeit, denn nach und nach, trafen bereits die Gäste ein.

Sie kamen aus allen Himmelsrichtungen, aus jedem Winkel des Sternengartens. Da waren jede Menge Katzen und Hunde, aber auch Pferde, Ratten, Mäuse, Kaninchen, Vögel …
Die meisten schienen sich untereinander zu kennen. Von überall ertönte erfreutes Hallo, Wuff wuff und Miau und natürlich begeistertes Ahhh und Ohh, sobald sie die festlich gedeckte Tafel entdeckten. Die weihnachtliche Stimmung hatte bereits jeden angesteckt.

Plötzlich übertönte lautes Hufgeklapper das muntere Stimmengewirr. Ballerina, die weiße Stute galoppierte durch die Pforte. Sie drosselte abrupt das Tempo und wieherte freundlich zur Begrüßung. Der aufgewirbelte Sternenstaub verdeckte Luna kurz die Sicht. Als der Staub sich legte, wurde ihr rosa Näschen blass vor Schreck.

Ballerina war nicht allein zum Festmahl gekommen. Sie hatte einen Gast mitgebracht.
„Du kannst jetzt absteigen, Prinzessin, wir sind da! Aber lauf nicht weg sonst gehst du uns hier noch verloren, zwischen all den Gästen!“
Die Katze löste die Krallen behutsam aus ihrer Mähne und sprang mühelos vom Pferderücken. Für ein so kleines, weißes Kätzchen verfügte sie über erstaunliche Muskeln.

„Lillyfee? Bist Du das?
Wo warst du all die Zeit? Ich habe hier überall nach dir gesucht!
Ich…ich dachte, ich würde dich niemals wiedersehen…!“
Luna rang nach Worten und ihr Näschen war immer noch kalkweiß.

Die zierliche Katze gab keine Antwort und bestaunte gedankenverloren die wunderschöne Tafel.

„Sie hat damals aus Versehen den falschen Eingang zum Sternengarten genommen und ist schließlich bei den Pferden gelandet. Ihr gefiel es so gut bei uns, dass sie bleiben wollte und seither kümmern wir uns um sie.
Sie ist ein bisschen verpeilt…“
Ballerina wieherte amüsiert.
„Aber das weißt du ja sicher besser, als wir.
Deine kleine Schwester ist wirklich besonders. Wie eine süße Elfe, die nie erwachsen wurde und die in keiner Welt Zuhause ist, einzig in ihrer eigenen.
Wir nennen sie unsere „Prinzessin“.
Als sie hörte, dass heute gefeiert wird, wollte sie gerne mitkommen und dich treffen. Ich fürchte, das hat sie mittlerweile schon wieder vergessen.
Ihr Gedächtnis ist auch im Sternengarten nicht wirklich besser geworden. Aber deine Schwester stört das nicht…und uns auch nicht. Wir Pferde lieben sie, genau so, wie sie ist!“

„Ich habe Lillyfee auch immer geliebt, genau so, wie sie ist…“
Lunas Schnurrhaare bebten vor Rührung bei diesen Worten.
„Sie sitzt beim Festessen neben mir und dann werde ich ihrem Gedächtnis etwas auf die Sprünge helfen! “
Luna verschluckte sich fast, so intensiv und glücklich war ihr Schnurren, während sie ihre kleine Schwester zärtlich begrüßte.
Dann fiel ihr plötzlich wieder ein, dass sie ja die Organisatorin dieses Festessens war.

„Die Pferde sitzen übrigens ganz an Ende der Tafel, Leo zeigt dir den Weg …“photocollage_20202522548428.jpg

Captain trippelte nervös von einem Pfötchen auf das andere. Die Spannung war schier nicht zu ertragen!
Während Mr. Darcy und die anderen in und um den kleinen Weihnachtsbaum herum tollten, den Sue in ihrem Abteil für sie aufgestellt hatte,
während um ihn herum Kugeln durch die Luft sausten und klirrend zu Boden fielen, wartete er ungeduldig auf den großen Moment, auf die großartige Überraschung.
Sue machte es aber auch spannend!

Als schließlich alle Kugeln erfolgreich zerstört worden waren und der kleine Weihnachtsbaum windschief in seinem Ständer hing, klatschte sie in die Hände und setzte sie sich zu ihren Schützlingen auf den Boden.
„Jetzt habt ihr also gelernt, wie man einen Weihnachtsbaum dekoriert“.
Sie warf einen Blick auf den Scherbenhaufen und lachte.
„Kommen wir jetzt zu der versprochenen Überraschung.
Ich muss euch etwas wichtiges mitteilen und ich glaube, es wird das schönste Weihnachtsgeschenk von allen!“.

„Noch besser, als dieser Baum, die Kugeln und die Leckerlies?“,
fragte die schwarze Thelma ungläubig.

„Noch viel besser!“
Nicht nur Mr. Darcy und Captain werden bald die Reise ins Glück antreten.
Ihr alle werdet bald eure Mission erfüllen können!.
Thelma, Luise … ihr seid für den nächsten Transport nach England vorgemerkt. Und ihr bleibt natürlich zusammen!
Matty und Thomas haben ebenfalls ein schönes Zuhause gefunden, sie werden ihre Mission auf einer der Kanal Inseln erfüllen, dort warten zwei nette Familien und neue Freunde bereits sehnsüchtig auf Familienzuwachs…
Es hat eine Weile gedauert aber das Warten hat sich gelohnt!
Pünktlich zum Weihnachtsfest waren die guten Nachrichten in der Post. Ich kann es selbst noch kaum glauben! Es kommt mir vor, wie ein kleines Wunder! “
Sues Augen glänzten vor Freude, aber nicht nur ihre.

Für einen kurzen Moment war es still im Abteil. Dann brach die Hölle los.
Thelma und Luise sausten quer über sämtliche Kratzbäume vor Begeisterung, Mr. Darcy und Captain gleich hinterher.
Thomas erklomm noch einmal den Weihnachtsbaum und rief seinen Katzenfreunden übermütig von oben zu:
„Ich bin der König der Welt!“,
und Matty kuschelte sich selig in Sues Schoss.

Luna und Lillyfee hatten die Festtafel für eine Weile verlassen. Sie saßen eng aneinander geschmiegt am Rande des Sternengartens und verfolgten glücklich die kleine Weihnachtsfeier im spanischen Tierheim.
„Du hast wieder gezaubert, Schwesterherz, oder?“
Lillyfees Köpfchen wackelte hin und her, immer ein Zeichen, dass sie hochkonzentriert war und über etwas nachdachte.
.
„Naja, …ich oder der große Kürbis, wer weiß das schon so genau…?“
Luna schnurrte vergnügt.
„Wie gefallen dir die beiden, die ich für unseren Menschen ausgesucht habe? Ich denke, sie werden ihre Mission bestens erfüllen. Wenn du magst, stelle ich dich ihnen heute Nacht im Traum vor.
Jetzt lass uns zurück zu den anderen gehen.
Iron hat einen unglaublich leckeren Nachtisch vorbereitet, den möchte ich um nichts in der Welt verpassen!“photocollage_202026133234555.jpg

Der Ausguck am Rand des Sternengartens war bis auf den letzten Platz gefüllt. Niemand wollte den großen Moment verpassen!
Mittlerweile waren die zauberhaften Katzenschwestern, Luna und Lillyfee, kleine Berühmtheiten im Sternengarten.
Jeder kannte sie. Die drollige und sanfte Lillyfee und die weise und resolute Luna.
Wenn heute ihre Nachfolger endlich auf die große Reise gingen, um ihre Bestimmung zu erfüllen, um endlich den Platz einzunehmen, den Lillyfee und Luna so viele Jahre, mit so viel Hingabe ausgefüllt hatten … dann wollten alle dabei sein!

Sue stand vor dem Eingang des Tierheims und wischte sich verstohlen eine Träne aus dem Auge. Heute war also Reisetag! Immer ein wunderschöner aber auch ergreifender Moment.
Würde während des langen und anstrengenden Transportes, alles gut gehen?
Würden ihre Schützlinge im neuen Zuhause bald eingewöhnt sein?
Würden die neuen Besitzer gut auf sie acht geben und ihnen die Liebe schenken, die sie verdienen?
Sie winkte ein letztes Mal, ehe sie die Tore schloss und zurück an die Arbeit ging. Heute würden neue Notfellchen die begehrten Plätze einnehmen. Es gab noch jede Menge vorzubreiten.

„Hört doch auf zu jammern!“
ermahnte Mr. Darcy seine Katzenfreunde, die Käfig an Käfig neben ihm im Transporter gestapelt waren!
Mir macht es auch keinen Spaß, hier endlos eingesperrt zu sitzen und ich muss auch aufs Klo!
Aber ich weiß aus sicherer Quelle, dass jede Katze auf der Reise ins Glück da durch muss und hinterher wird es dann um so schöner. Noch ein paar Stunden, und wir sind endlich am Ziel!
Stellt euch lieber vor, wie schön es dann im neuen Zuhause sein wird, oder schlaft ein bisschen. Ich möchte jetzt ein wenig schlafen! Also Ruhe jetzt, du auch Captain! Uns wird schon nichts passieren.
Macht es euch so bequem, wie irgend möglich! Mit jedem Kilometer kommen wir unserer Bestimmung ein Stückchen näher….!“

Luna blickte stolz über ihre Schulter zu den anderen.
„Der Kleine gefällt mir! Ich war damals nicht so mutig wie er und habe mir den ganzen langen Weg der Reise, die Seele aus dem Leib geschrien. Wir hatten schreckliche Angst!
Lillyfee nickte zustimmend.
Erfreut registrierte Luna, dass sie sich wieder daran erinnerte. Ihr Gedächtnis wurde mit jedem Tag ein bisschen besser, seit sie mit im Pavillion eingezogen war.

„Was macht denn euer Mensch gerade?
Ist sie schon sehr aufgeregt?“
fragte Valerion neugierig.
„Meine Menschen waren damals mindestens so aufgeregt wie ich, als ich aus Athen eingeflogen wurde!“

Luna lächelte glücklich in die Runde und zeigte auf ein kleines, schwarzes Auto, das Richtung Süden über die Autobahn flitzte.
Ihre strahlend blauen Augen waren groß und voller Liebe, als sie sagte:
Sie fährt gerade dem Glück ein Stückchen entgegen…und ja…sie ist schrecklich aufgeregt.
Es ist ihr erstes Blind Date, seit vielen,vielen Jahren…seit sie Lillyfee und mich damals vom Flughafen abholte…

♡ENDE♡

(c) Bettina Marie Schneider – Gutes Karma to go

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Ein ganz herzliches Dankeschön an die wunderbaren Menschen der Organisation AHE – Animal Help Espania und an Sue, von SCAN, die die beiden Helden bis zur Adoption liebevoll in ihrem Tierheim umsorgt ❤

Wenn ihr die ersten 6 Teile gerne lesen möchtet, findet ihr sie unter diesem Link:

Die Mission Teil 1-6

Chance, Kurzgeschichten, Seelenmarzipan, Tierschutz

Liebe geht manchmal seltsame Wege…

Liebe geht manchmal seltsame Wege

Philly die Nachbarskatze, die mich seit Lunas Tod jeden Tag besuchte, musste leider wieder entwöhnt werden. Bald würde eine neue Katze bei mir einziehen und dann wäre es ungut für sie, sofort mit Revier Rangeleien unter Diven, ins neue Leben hier zu starten.

Also informierte ich meine liebe Nachbarin, dass Philly ab sofort nicht mehr zu Besuch kommen und über Nacht bleiben kann und besondere Zuwendung benötigt.

Als ich aus der Stadt zurück kam, wieselte Philly von der anderen Straßenseite sofort zu mir und Richtung Haustüre.
„Nein, meine Süße, das geht heute leider nicht!“.
Ich schob sie sanft beiseite und schlüpfte an ihr vorbei ins Haus. Schnell die Türe hinter mir zu und hoffen, dass sie es bald begreift.

Eine Stunde später saß sie immer noch am gleichen Fleck und sah sehnsüchtig Richtung Türe.
Ich lenkte mich mit Arbeit ab und rief die Nachbarin an, damit sie sie ins Haus lockt.
Philly wurde mit sanfter Gewalt abgeholt.
Puh. Das war nicht einfach für mich. Aber diese Katze hat ein Zuhause und die neue Katze benötigt eines.

Als ich später im Wintergarten die Temperatur für die Blumen checkte, sass Philly dort vor der Türe und sah mich durch die Scheibe vorwurfsvoll an.
„Was ist los, siehst du mich nicht? Bitte lass mich endlich rein, mir ist kalt!!!“.
Es war schon sehr spät und eine bitterkalte Nacht.
Ich schnappte mir Philly, rannte im Schlafanzug mit ihr über die Straße und klingelte bei den Nachbarn.
„Hier, sie ist ausgebüxt. Nicht dass sie heute Nacht draußen schlafen muss…“
Dann war endlich Ruhe und ich ging mit schlechtem Gewissen schlafen.
Ihre Anhänglichkeit und Hartnäckigkeit rührte mich und überhaupt…so eine süße und dickköpfige Maus!
Aber eben nicht MEINE Maus und daher war die Konsequenz zwar leider spät aber wichtig!

Ich erwachte von einem Geräusch, es war Philly, die sich energisch gegen die Türe warf und dabei jammerte.
Auch früh am Morgen führte ihr erster Weg zu mir. Ich informierte meine Nachbarin.
Sie wurde abgeholt und mit Wurst bestochen.
Das weiß ich, weil ich ein Video davon erhielt 😉.
Dabei erfuhr ich auch, dass Philly so lange Randale gemacht hatte, gestern Abend, bis sie wieder hinaus durfte.

Mittlerweile haben wir uns unterhalten, Phillys Familie und ich und dann sprach ich auch mit der Familie der neuen Katze, die bald einziehen sollte.

Als Philly heute Nachmittag wieder wie ein Blitz über die Straße sauste und schneller an der Haustüre war als ich aus dem Auto gestiegen…
da ließ ich sie mit hinein.
Es muss einfach so sein.

Sie wird im Sommer dann endgültig entscheiden, wo sie gerne bleiben möchte und ob sie dann mit mir umziehen will.
Bis dahin warte ich und bis dahin wird die kleine, eigensinnige Dickmamsell stereo und im Wechsel auf beiden Straßen Seiten verwöhnt. Und dann sehen wir weiter.
Heute schläft sie bei mir. Schon vereinbart 😉
Liebe geht manchmal seltsame Wege…

 

Philly
Philly…<3
Chance, Lifestyle, Seelenmarzipan

Selbstfürsorge, sich selbst pflegen… ist oft eine sehr unschöne Sache.

Selbstfürsorge, sich selbst pflegen… ist oft eine sehr unschöne Sache.

Sie erfordert eine exakte Liste deiner Versäumnisse, erzwingt eine disziplinierte Morgenroutine, sie kocht sich gesunde Mahlzeiten und rennt nicht länger nur von ihren Problemen weg und nennt die Ablenkung dann „eine Lösung“.

Es ist oft das Hässlichste, was du dafür tun musst …
wie dich durch ein weiteres Training zu schwitzen oder einem toxischen Freund zu sagen, dass du ihn nicht mehr sehen willst
oder einen zweiten Job anzunehmen, damit du über ein Sparkonto und Reserven verfügst,
oder einen Weg finden, dich selbst zu akzeptieren, damit du nicht ständig davon erschöpft bist, alles zu jeder Zeit sein zu wollen und dann gezwungen bist, dringend benötigte Pausen vom Leben zu machen,
wie ein bisschen Öl in ein Bad zu geben, in Marie Claire Journalen zu blättern und dein Telefon einen Tag lang abzustellen.

Eine Welt, in der Selbstfürsorge ein so angesagtes Thema sein muss, ist eine kranke Welt.

Selbstfürsorge sollte nicht etwas sein, worauf wir zurückgreifen, weil wir so vollständig erschöpft sind, dass wir eine Pause von unserem unerbittlichen inneren Druck brauchen.

Wahre Selbstfürsorge ist kein Ölbad und kein Schokoladenkuchen, sondern die Entscheidung, ein Leben aufzubauen, von dem du nicht regelmäßig entfliehen musst.

Und das erfordert oft das, was du am wenigsten tun möchtest.

Es bedeutet, dass du deinen Fehlern und Enttäuschungen ins Auge sehen und eine neue Strategie entwickeln musst.
Es befriedigt nicht deine unmittelbaren Wünsche.

Es ist loslassen. Es ist neue Entscheidungen treffen. Es ist einige Menschen zu enttäuschen.

Es bedeutet, Opfer für andere zu bringen.
Es ist eine Art zu leben, die andere Menschen nicht wollen.
Es ist, anders zu leben als andere. Vielleicht kannst du anders leben, als  die meisten Menschen das können.

Es ist, sich normal zu fühlen. Ganz normal. Ausnahmslos.

Es ist, manchmal einfach eine schmutzige Küche zu haben und zu entscheiden, dein ultimatives Lebensziel ist es nicht, Bauchmuskeln zu haben und mit deinen falschen Freunden Schritt zu halten.

Es ist, darüber nachzudenken, wie viele deiner Ängste daher rühren, dass du dein Potential nicht ausschöpfst, und wie viele daher rühren, dass du darauf trainiert wurdest, in bestimmten Schemen zu denken, ehe du überhaupt wusstest, was gerade passiert.

Wenn du dich regelmäßig der Selbstpflege durch Konsumieren widmest, liegt das daran, dass du von der eigentlichen Selbstpflege abgekoppelt bist, die sehr wenig mit „sich selbst verwöhnen“ zu tun hat, und eine ganze Menge damit, sich selbst zu erziehen und Entscheidungen auf lange Zeit für das eigene Wohlbefinden zu treffen.

Das bedeutet, dein hektisches und unvernünftiges Leben nicht länger als Rechtfertigung für Selbstsabotage in Form von Genussgiften und dem Aufschieben wichtiger Dinge, vorzuschieben.
Es geht darum zu lernen, wie man aufhört, sich selbst zu „reparieren“ und anfängt, auf sich selbst aufzupassen… vielleicht stellt man dann fest, dass dieses liebevolle „Aufpassen“ viele Probleme löst, die du immer schon gerne lösen wolltest.

Es bedeutet, der Held deines Lebens zu sein, nicht das Opfer.

Es bedeutet, dass du deine Synapsen so lange neu verdrahten musst, bis dein Alltag nichts mehr ist, von dem du dich erholen musst.

Es ist nicht länger die Entscheidung für ein Leben, das gut aussieht, sondern für ein Leben, das sich gut anfühlt.

Es bedeutet, verdammt noch mal, einige Ziele aufzugeben, damit du dich um andere Pläne kümmern kannst.

Es ist ehrlich, auch wenn das bedeutet, dass es nicht überall gut ankommen wird.

Es wird deinen ureigensten Bedürfnissen gerecht, und damit bist du nicht mehr ängstlich und abhängig von anderen Menschen.

Es bedeutet, zu der Person zu werden, die du immer sein wolltest und die deine Bestimmung ist:
Jemand, der weiß, dass Ölbäder und Schokoladenkuchen tolle Wege sind, um das Leben zu genießen – aber nicht, um davon Abstand zu finden.

(c) deutsche Übersetzung/ Bettina Marie Schneider.
Frei übersetzt nach der englischen Original Vorlage von
(c) -Brianna Wiest

Chance, Seelenmarzipan

Black Friday!

Heute ist Black Friday! Der Tag der Shopping Queens und Schnäppchen Jäger.

„Schwarzer Freitag“ wird in den Vereinigten Staaten der Freitag nach Thanksgiving genannt. Er ist dort Start in ein traditionelles Familienwochenende und Beginn der Weihnachts-Einkauf-Saison. Die Händler setzen dann besondere Anreize mit Schnäppchen und auch in Deutschland hat sich dieser Black Friday mittlerweile etabliert.

Auch ich werde heute nach rosa XXL Stand Kühlschränken und Retro Musik Boxen Ausschau halten aber wollte in Bezug auf Weihnachten gerne an etwas erinnern:

Gerade die persönlichen und selbst gefertigten Weihnachtsgeschenke sind es oft, die uns besonders am Herzen liegen. Die selbst gebackenen Kekse, in einer schönen Dose. Der selbst geflochtene Kranz, ein selbst gemaltes Bild, eine selbst getöpferte Skulptur, eine selbst zusammen gestellte Foto Collage…ein selbst gestrickter Pullover…

Die größten Schätze in meiner Geschenke Sammlung wurden alle von jemandem liebevoll für mich erstellt, der dafür nicht shoppen war sondern seine Kreativität und Zeit eingebracht hat und Liebe…es sind Unikate und schöne Erinnerungen.

Black Friday, um den Hausrat zu ergänzen…jaaa, tolle Sache.
Aber Weihnachtsgeschenke, die oft nicht einmal mehr selbst verpackt werden sondern via Großhändler, mit Standard Karte versendet, ankommen, … die haben irgendwie das Thema verfehlt.
Wir alle beschweren uns über den Konsumwahn und den Siegeszug und die Macht der großen Konzerne und Ladenketten, die alles in einen Einheitsbrei verwandeln.
Zumindest an Weihnachten könnt ihr ihnen ein Schnippchen schlagen anstatt Schnäppchen zu jagen 

 

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Alles auf dem Bild „Handmade“… und mit Liebe gefertigt ❤

 

Chance, Seelenmarzipan, Tierschutz

„Sei ganz du selbst…und die Welt wird sich anpassen“, haben sie gesagt…stimmt das wirklich?

„Sei immer mutig, steh zu dem, was du tust, bewahre deine Phantasie und Kreativität und deine Freude, sie auch zu leben …“
Solche Sätze sollten Eltern ihren Kindern nicht nur vorsagen sondern auch vorleben, wenn sie es wirklich ernst damit meinen.
Oft sind das ja nur halbherzige Lippenbekenntnisse, die Realität sieht anders aus. Die meisten Erwachsenen verlieren diese Gabe und konsumieren nur noch Phantasie und Kreativität anderer … oder sie machen sich darüber lustig…

Was Eingangs erwähnten Satz betrifft, gehe ich wirklich mit gutem Beispiel voraus.
Ich lebe Kreativität auf meine Weise. Ich spreche und schreibe zum Beispiel mit Katzen, mit blinden, mit toten…mit kranken…mit Katzen, die sehnsüchtig warten.
Meine Briefe an Pax, Valerion, an Iron, an Lillyfee, an Prinzesschen Julchen, an so viele, haben Zukunft, Gesundheit und Glück gebracht, wo vorher niemand groß interessiert war, zu helfen, zu adoptieren oder zu spenden. Auch die kleine Hundeprinzessin Victoria, auf drei Beinchen und als Zwitter geboren, fand so ihr Glück.

Ich bewahre mir meine Freude, phantasievoll zu schreiben…an den großen Kürbis, an mein Tagebuch, notfalls an einen Baum oder an meine ausgemusterte Handtasche… und stellte dann mit großer Freude fest, dass es viele Leser gibt, die diese Form der Kreativität schätzen, die die darin verborgenen Messages verstehen oder sich einfach von meinen Texten gut unterhalten fühlen. Ich würde es aber auch einzig für mich schreiben, weil es Spaß macht.

Das meiste im Leben, was wir tun und was getan werden muss, das ist trockene Routine.
Man kann noch so klug und noch so gebildet sein, verkümmert der Teil des Gehirns, den wir als Kinder so ausgiebig und gerne nutzten, die Bereiche, zuständig für Phantasie, Spontanität, Kreativität…und auch für den Mut, Neues zu probieren, immer neugierig auf Neues zu sein und keine Angst vor dem Scheitern zu haben…sich vielleicht sogar lächerlich zu machen, …wenn wir diese Fähigkeiten verlieren, dann verliert das Leben viel von seinem wunderbaren Potential.
Und nebenbei bemerkt, es sind gerade diese Dinge, die unsere Organisation neben harter Arbeit auch zu dem machten, was sie heute ist:
Liebe, Phantasie und Kreativität.
Weil bei uns Raum dafür ist und wir uns gegenseitig bestärken und beflügeln, all das zu leben…und weil viele aus unseren Reihen dabei ungeahnte Talente für sich entdecken und weiterentwickeln, die den Tieren helfen.

Warum ich das schreibe? Weil ich es ein wenig armselig fand, dass sich jemand öffentlich über meine Kürbisbriefe lustig machte und fragte, ob man besorgt sein muss, wenn jemand an einen Kürbis schreibt.
Meine Antwort darauf:

Sorgen würde ich mir erst machen, wenn ich das nicht mehr tun möchte und falls er mir nicht mehr antwortet 

Und jetzt muss ich leider aufhören zu schreiben, denn ich muss heute noch einen wichtigen Brief an Wilbur Wildmaus fertigstellen, es geht um unseren Weihnachtszauber.
Wir freuen uns schon sehr darauf 

Lasst euch eure Freude an dem, was immer ihr auch tut, von niemandem nehmen. Ganz gleich ob ihr die Sticker von Bananen sammelt, Bauchtanz in Vollmondnächten liebt, verrückte Kleidung im Alltag, ein wildes Tattoo plant, schräg Geige spielt, eure Wände kunterbunt bemalt oder Texte an imaginäre Kürbisse zu Papier bringt.
Es sind einzig die Kleingeister, die damit ein Problem haben…weil sie diesen kostbaren Schatz längst nicht mehr besitzen oder ihn niemals hatten:
Lebensfreude, Phantasie …und den Mut sie auch zu leben 

Sei ganz du selbst…und die Welt wird sich anpassen…und wenn nicht? 

Egal 🙂
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(c) Copyright Bild  mit freundlicher Genehmigung von Elke Matthes Fotografie

Die Welt der Wildmäuse

Chance, Tierschutz

Es gibt noch Integrität und Rückrat im Tier- und Umweltschutz: Keine Bühne für Frau Klöckner! Summende Gärten lehnt den #beebetter Award ab <3

„Summende Gärten“ … Menschen mit Rückrat und Integrität, lehnten einen Preis ab, den #beebetter Award, weil Klöckner als Schirmherrin bei der Preisverleihung geladen war.<3

So viel Rückgrat hätte ich mir im letzten Jahr von den Organisatoren und Preisträgern für den deutschen Tierschutzpreis gewünscht!

Jedem, der ein bisschen nachdenken kann, musste klar sein,  dass damals der Versuch, Frau Klöckner als Rednerin kritisch mit ihrem Versagen zum Tierschutz zu konfrontieren, als Nullnummer enden würde und als Beleidigung für alle ehrenamtlichen, seriösen Tierschützer.

Klöckner missbrauchte ihre Teilnahme an der Preisverleihung , um auf ihrer Facebook-Seite und in einer Pressemitteilung mit dieser Einladung den Eindruck zu vermitteln, sie stünde für Tierschutz.

Ich finde die Entscheidung von „Summende Gärten“ bewundernswert, nicht gemeinsam mit dieser Politikerin auf einer Bühne stehen zu wollen.

Sicher war der Verzicht auf das Preisgeld für ausgezeichnete ehrenamtliche und seriöse Arbeit, schmerzhaft. Aber eine klare Haltung, Glaubwürdigkeit und Integrität sind wertvoller als Geld. Nicht jeder ist käuflich!

Ich hoffe, dass viele Menschen den Verlust mit einer kleinen Spende ausgleichen, dass möglichst viele Menschen honorieren, dass Ihr Eure Werte nicht verkauft habt! Danke dafür ❤ und Chapeau!!!!

 

Hier ist das Statement dazu, von „Summende Gärten“:

„Leider keine Glückspilze;-(
Summende Gärten gibt den #beebetter-Award zurück

Erst war die Freude groß: Die Summenden Gärten haben einen Preis gewonnen: den #beebetter-Award, der u.a. vom Burda Verlag für Initiativen vergeben wurde, die sich gegen das Insektensterben einsetzen. 1.000 Euro Preisgeld hätten wir gut gebrauchen können, die Preisverleihung in Berlin wäre sicherlich auch schön gewesen.
Dann erfuhren wir, dass Julia Klöckner die Schirmherrin der ganzen Veranstaltung ist. Das muss uns an irgendeiner Stelle durch die Lappen gegangen sein. In den Bewerbungsunterlagen stand jedenfalls nichts davon.
Uns blieb nichts anderes, als den Preis zurück zu geben.
Denn mit der Frau auf einer Bühne zu stehen, die in unseren Augen zahlreiche politische Entscheidungen trifft, die der Insekten- und gesamten Tierwelt schaden, wäre für uns ein Schlag ins Gesicht gewesen. Schade für die tolle Initiative. Wir gratulieren allen Preisträgern☺️

Unsere offizielle Begründung:
Im März dieses Jahres hat Julia Klöckner18 neue Ackergifte zugelassen, darunter bienengefährdende und glyphosathaltige. Und das, obwohl sie zu Amtsantritt beteuerte: “Was der Bienen schadet, muss vom Markt”. In den Augen des Umweltministerium ist die Zulassung rechtswidrig. Hinzu kommt: Kein Glyphosat-Ausstieg, das Mittel ist nach wie vor sogar in Privatgärten zugelassen, keine artenfördernde Agrarpolitik.

Das sind nur wenige Beispiele dafür, dass Julia Klöckner in unseren Augen aktuell mit ihren Entscheidungen die größte Verantwortung für das fortschreitende Insektensterben trägt.

Mit ihr gemeinsam auf einer Veranstaltung zu erscheinen, empfinden wir als blanken Hohn:
Wir und die vielen anderen Insektenschützer verbringen hunderte, wenn nicht tausende Stunden unbezahlter Arbeit damit, in Kleinstbereichen etwas zum Besseren zu verändern. Bei der Preisverleihung stoßen wir dann auf die Frau, die mit einer in unseren Augen absolut tier- und artenfeindlichen Agrarpolitik mit einem Wimpernschlag und in großem Stil all unsere Bemühungen zunichte macht.

Das empfinden wir als einen Schlag ins Gesicht. Wir verlieren an Glaubwürdigkeit und unser Projekt tut es auch, wenn wir uns eine Bühne teilen. Wir sind nicht bereit, dass unser Engagement, was uns als Privatmenschen bis an unsere Grenzen bringt und darüber, von Julia Klöckner als PR-Arena missbraucht wird.

Natürlich hätten wir uns über die 1.000 Euro sehr gefreut, weil wir keine Zuwendungen bekommen. Und ebenfalls über die Anerkennung.

Doch es gibt etwas, was wichtiger ist als all das: nämlich die eigene Integrität und Glaubwürdigkeit.“

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Hier könnt ihr unterstützen, wenn auch ihr findet, dass Flagge zeigen, gegen Politik wie die von Klöckner, belohnt werden sollte:

Spenden

summende gärten

 

Chance, Katze, Seelenmarzipan, Tierschutz

Das Gebet einer Streunerkatze

Ich bin so müde vom Laufen, vor Verzweiflung ganz krank und warte auf Rettung, hier unter der Bank.

Ich sitze im Regen, jeder Knochen tut weh, während ich zaghaft um Hilfe fleh. Ich such einen Menschen, für mich ganz allein, ein Zuhause, ein Bettchen, geborgen sein.

Mein letzter Besitzer, der jagte mich fort, seitdem esse ich Abfall und es gibt keinen Ort, an dem ich erwünscht bin, nicht einmal hier, sie traktieren mich mit Stöcken, werfen Steine nach mir.

Ich fühl mich so müde, hungrig und kalt und ich fürchte, ich werde nicht mehr sehr alt. Ich glaube, ich schaffe es nicht allein, es ist schwer, immer hungrig und einsam zu sein. Ich habe Würmer und Flöhe, die auf mir leben, trotzdem kann ich so viel Liebe geben.

Bitte schick´mir ein Wunder, ein Mensch, der mich sieht, jemand der nicht vor meiner Hässlichkeit flieht. Jemand, der auch an uns Streuner denkt und der Verlierern wie mir eine Chance schenkt.

Ich habe Angst, hier zu sterben, unter der Bank, ich bin verzweifelt,  so müde und krank.

Ich flehe dich an, bitte schick mir den Engel, der mich bei sich aufnimmt, trotz all meiner Mängel, der mich liebt und beschützt und für immer behält, bitte schenke mir einen Platz auf der Welt. ❤

(c) Text : Bettina Marie Schneider

 

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Geschrieben für Iron… und Luna …  für alle heimatlosen Katzen…