Chance, Lifestyle, Seelenmarzipan

Quo vadis, großer Kürbis? Whats next???

Wer diesen Blog bereits ein wenig kennt, der ist schon daran gewöhnt, dass spätestens ab Ende August meine alljährliche Kürbis-Halloween Neigung wieder durchbricht. Sobald die ersten Kürbisse in den Regalen der Supermärkte erscheinen haben auch meine Artikel gerne einen Bezug zu Halloween, Herbst und all den Ritualen drum herum.

Natürlich habe ich auch im letzten Jahr im Kreise lieber Freunde treu und brav meine Wunschliste an den großen Kürbis erstellt und dann feierlich um Mitternacht dem Feuer übergeben. Die Zauberkräuter, die ich hinzu fügte, müssen diesmal eine ziemlich heftige Mischung gewesen sein, denn seitdem wurde mein Leben ziemlich durchgeschüttelt.

Gut, der Part mit dem gesund werden, den hat der große Kürbis wieder ausgelassen. Aufgeschoben, hoffe ich doch und es kommt noch. Aber er kann sich nicht um alles kümmern, die Liste war diesmal lang. Dafür gab es etwas im Überfluss, das jeder gerne haben möchte: Liebe. Vertrauen. Wertschätzung. Erfolg…und Mut.

Wenn man aufhört, darauf zu warten, beziehungsweise sich festzulegen, woher und von wem und in welcher Form diese Dinge kommen sollten, dann ist es für den großen Kürbis wesentlich einfacher, sie zu erfüllen. Er hätte mir diesen Tipp gerne schon viel früher geben können. Jedenfalls war es das Jahr der Freundschaften, der erfolgreichen Allianzen, der unerwarteten Geschenke, Einladungen, Angebote und lieben Gesten. Es war das Jahr, in dem ich begann, wirklich und unverrückbar an mich zu glauben. Ganz gleich, was passiert. Das Jahr, in dem ich feststellte, dass Fehler machen und Schwächen zeigen völlig OK sind und Forderungen stellen, auch!  Das Jahr in dem ich nichts mehr von irgend jemandem erwartete und bereit war, alles allein zu bewältigen. Weil ich es kann! Das Jahr, in dem mir dann so viel geschenkt wurde und viele Wege doch gemeinsam gegangen wurden. Verdammt coole Kräuter, die wir da ins Feuer geworfen hatten. Die werde ich heuer wieder verwenden. (Magic rituals mixture), falls jemand fragt 😉 )

Wo ich sie diesmal verbrenne weiß ich derzeit noch nicht. Auf der letzten Halloween Wunschliste stand ganz oben ein kleines Haus oder eine Haushälfte, die ich gerne nach meinen Vorstellungen in ein Hexenhaus verwandeln möchte. Klein aber fein. Unbedingt schon etwas in die Jahre gekommen, so wie ich. 😉  Solides Material, leicht antik angehaucht und unverwüstlich. Gerne auch richtig alt, denkmalgeschützt, verwunschen, und in einer Umgebung, wo Katzen ungefährdet spazieren gehen können. Gutes Karma to go in jedem Zimmer!

Wahrscheinlich habe ich den großen Kürbis etwas gelangweilt, mit meiner dann nachfolgenden Aufzählung der Details. Messing Türklopfer, Holzfenster- und Türen, Dielenböden, Fensterläden…aber ich wollte ganz auf Nummer sicher gehen. Von diesem Haus träume ich mein ganzes Leben! Dort möchte ich das nächste Halloween Ritual feiern. Falls das Haus zu klein für meine Freunde wird, mutiert die Veranstaltung eben zur Gartenparty…egal 🙂 . Nur finden müsste ich es noch. Ich bin sicher, es wartet ebenfalls bereits sein ganzes Leben auf mich ❤

Wenn ich eines gelernt habe, dann dass es sich lohnt,  zu träumen, zu wünschen und zu glauben. Nicht zu konkret…denn der große Kürbis hat seinen eigenen Kopf und manchmal einen grauenhaften Sinn für Humor, wenn er die Dinge dann ins Leben bringt. Aber wenn man ihm etwas Spielraum gibt, und die richtigen Kräuter, dann macht er einen tollen Job!

Die Fensterläden sollten übrigens zartrosa sein. Hoffentlich hat er das letzten Herbst nicht wieder überlesen 🙂

 

Chance

Ein offener Brief an alle verlorenen Mädchen dieser Welt -An open letter to all the world’s lost girls

Es ist nun bereits zwei Jahre her, seit ich im Internet diesen berührenden Brief fand, den die 16 jährige June Eric Udorie an alle vergessenen Mädchen rund um den Globus schrieb,  an die entführten Schulmädchen, an alle Mädchen, die mit ihrem körperlichen Erscheinungsbild hadern…an alle Mädchen die kämpfen! Er hat mich so beeindruckt, dass ich ihn übersetzte, denn leider ist er zeitlos…

Um den Internationalen Weltfrauentag  hervorzuheben,  schreibe ich einen Brief an Mädchen überall auf der Welt . Besonders an die, die ignoriert, vergessen und verloren sind. Denkt  daran: Ihr seid tapfer, Ihr seid stark und Ihr seid wunderschön !

An das Mädchen, das seinen Anblick im Spiegel nicht ertragen kann: Du bist nicht allein. Wir alle hatten diese Momente, Momente, in denen wir uns unzureichend fühlen, unseren Körper hassen und uns fragen, warum wir nicht schön sind. Die Gesellschaft hat uns aufdiktiert,  was Schönheit ist. Es ist schwer, aber denkt daran,  Schönheit liegt in der Natürlichkeit. Schönheit liegt in Deinem Lächeln, in Deiner Freundlichkeit, in Deinen Taten und in deinem Handeln. Du bist mehr als ein Körper und Du bist mehr als Dein Aussehen. Du bist ein Mädchen mit Stärke und überwältigendem Potential !

An das Mädchen, die die Verstümmelung ihrer Genitalien erleiden musste. Du wirst klarkommen. Du bist eine Überlebenskünstlerin. Sie mögen Deine Rechte verletzt haben, aber glaube an Dich. Glaube an Deine Stärke.  Diese Verstümmelung definiert Dich nicht, Du bist so viel mehr als das.

An die Mädchen,  die von Boko Haram entführt wurden: Ihr seid nach wie vor in meinem Herzen. Es ist nun bald ein Jahr her, seit ihr entführt wurdet, nur weil Ihr Schulbildung wolltet, und weitere wie ihr wurden mittlerweile verschleppt. Schulbildung ist Euer Menschenrecht, aber wie Malala Yousafzai und 66 Millionen andere Mädchen, denen diese Möglichkeit verwehrt wird, nahm man Euch dieses unverzichtbare  Menschenrecht. Meine Schwestern, Ihr seid Löwinnen – unverwüstliche , starke Frauen. Ich grüße Euch und werde Euch nie vergessen. Wir werden Euch nie vergessen.

Blog11

An die Mädchen, die sexuelle Nötigung erfahren mussten oder Vergewaltigung. Es ist nicht Eure Schuld!  Es ist nicht Eure Schuld, selbst wenn Ihr betrunken wart, einen Minirock trugt oder in einer dunklen Straße um sieben Uhr abends spazieren wart. Es ist niemals Eure Schuld, die Schuld bleibt einzig beim Täter. Wir können nicht ungeschehen machen, was passiert ist, aber Dein Leben kann weitergehen. Es wird dunkle Tage geben, Tage, an denen  Du Dich einfach so fühlst, als könntest Du nicht weitermachen. Gib nicht auf an solchen Tagen. Du hast überlebt. Das allein sagt bereits etwas, richtig ?

An das Mädchen, das meint, ehe sie sich schön fühlen kann, müsste sie ihre Hautfarbe ändern. Deine Haut ist perfekt, wie sie ist. Deine Haut ist wunderschön. Du bist perfekt, wie Du bist.

An das Mädchen, das mit alltäglichem Sexismus konfrontiert wird: Es gibt so viele Frauen mit ähnlichen Geschichten. An das Mädchen, das im Bus betatscht wird,  vor der in der U Bahn masturbiert wird und die auf dem Heimweg belästigt wird, denk daran, dass Dein Körper Dir gehört. Du kannst zurückschreien, wenn Du das möchtest. Niemand hat das Recht, Dich ohne Dein Einverständnis zu berühren.

An das Mädchen, das eine unsichere Abtreibung vornehmen lassen muss, weil Du in einem Land lebst, in dem Dein ungeborener Fötus mehr Rechte hat als Du: Wir bieten Dir Solidarität. Es ist unfair und ungerecht, dass man Dich diese Schmerzen durchmachen lässt.

An das Mädchen, das keine eigenen Entscheidungen treffen kann, wegen der  „Ehre“, die durch ihr Benehmen alles riskiert, von einer erzwungenen Heirat bis hin zu einem Ende ihres Lebens: Es gibt Hoffnung und es gibt Hilfe. Der „Ehrverlust“ und die“ Schande“  lag niemals bei dir und wird niemals bei Dir liegen, sie liegt bei dem Gewalttäter.

Ich schreibe diesen Brief an alle vergessenen Mädchen,  an die ignorierten, die verlorenen  Mädchen. An die Mädchen, die ausgenutzt werden, die stumm häusliche Gewalt erleiden. An die Mädchen, die in ein Leben der Sklaverei verkauft werden und an die, die dazu gezwungen werden, jemanden zu heiraten, den sie nur von einem Foto kennen:

Ich bin an Eurer Seite!

An diesem internationalen Frauentag erinnere ich an Euch  Ich erinnere an das Potential, das wir nie sehen werden. Ich weine um die Veränderungen, die ihr der Welt hättet bringen können. Ich grüße und ehre Euch für Eure Tapferkeit in diesen Zeiten der Not. Ich verspreche, weiter meine Stimme zu erheben, bis wir alle sicher vor Gewalt sind  und frei.

An diesem Internationalen Frauentag halte ich solidarisch Eure Hand und ich hoffe, diese Worte erreichen so viele von Euch wie möglich.

In Liebe

June, ein 16 jähriges Schulmädchen, das in Großbritannien lebt.

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International Women’s Day: An open letter to all the world’s lost girls

International Women's Day: An open letter to all the world's lost girls
Ahead of International Women’s Day tomorrow, 16-year-old June Eric Udorie writes a letter to the forgotten girls around the world, from kidnapped schoolgirls to those battling body image issues

By June Eric Udorie  07 Mar 2015 on http://www.telegraph.co.uk/

To mark International Women’s Day, I’m writing a letter to girls everywhere, especially those who have been ignored, forgotten and lost. Remember, you are brave, you are strong and you are beautiful.

To the girl who cannot look at her reflection in the mirror, you are not alone. We have all had those moments, moments in which we feel inadequate, hate our bodies and wonder why we are not beautiful. Society has dictated to us what beauty is. It’s hard, but remember, beauty lies in simplicity. Beauty lies in your smile, in your kindness, in your actions and deeds. You are more than a body and you are more than your looks. You are a girl with strength and overwhelming potential.

To the girl who has been through female genital mutilation (FGM). It will be OK. You survived – you are a survivor. They may have violated your rights but believe in yourself. Believe in your strength. FGM does not define you; you are much more than that.

To the girls kidnapped by Boko Haram, you are still in my heart. It has nearly been a year since you were kidnapped, simply for wanting an education and others have been stolen since. An education is your human right, but like Malala Yousafzai and the 66 million girls denied and education worldwide, you are stripped of that inalienable human right. My sisters, you are lionesses- resilient, strong women. I salute you and I will never forget you. We will never forget you.

To the girl who has been sexually assaulted or raped – it is not your fault. It is not your fault even if you were drunk, wearing a miniskirt or walking around a dark street at 7pm. It is never your fault, the blame remains entirely with the perpetrator. We cannot reverse what happened, but your life can continue. There will be dark days, days you feel you simply feel like you cannot continue. Please don’t give up on those days – you survived. That in itself says something, right?

 To the girl who feels that before she can be beautiful she has to change the colour of her skin. You skin is perfect as it is. Your skin is beautiful. You are perfect as you are.

To the girl who faces everyday sexism – there are so many women with similar stories who are behind you. To the girl who is groped on the bus,masturbated at on the tube and harassed as you walk home, remember that your body belongs to you. You can shout back if you want to. Nobody has a right to touch you without your consent.

To the girl who has to have an unsafe abortion because you live in a country where your unborn foetus has more rights than you do, we offer you solidarity. It is unfair and unjust that you are made to go through this pain.

To the girl who cannot make her own choices because of ‘honour’, who risks everything from a forced marriage to an end to her life because of her behavior, there is hope and there is help. The ‘dishonour’ and ‘shame’ does not and will never lie with you, it lies with the perpetrator of violence.

I write this to the forgotten girls, the ignored girls, the lost girls. To the girls who are groomed, to those suffering domestic violence in silence, to those who are sold into a live of slavery and those who are forced into marrying someone they have only met in a photograph, I stand with you.

This International Women’s Day, I remember you. I remember the potential we never got to see. I weep for the change that you could have brought to the world.

I salute you for your bravery during those times of adversity. I promise to continue to raise my voice until we are all safe from violence and free.

This International Women’s Day, I hold your hand in solidarity. And I only hope these words reach as many of you as possible.

Love June – a 16-year-old schoolgirl living in the UK

Chance, Katze, Seelenmarzipan, Tierschutz

Die berührende Geschichte von Cinnamon…man ist nie zu alt für die Liebe!

Nach 17 Jahren verlor Cinnamon alles, was sie hatte.
Als sie bei uns eintraf, war sie ärgerlich, aggressiv, und der Ausdruck in ihren Augen zeigte nichts als Hass und Misstrauen.
Viele Monate lang fragten wir uns, wer sie wirklich ist.
War sie immer schon die missgelaunte Katze gewesen, die wie ein Geist im Haus umher wandert.

Oder war es nur die Boshaftigkeit der Verwandten ihrer verstorbenen Besitzerin, die sie viele Wochen lang mit Stöcken gejagt und gepeinigt hatten?
Als wir sie bereits fast aufgegeben hatten, kam der  Durchbruch und endlich durften wir sehen, wer Cinnamon war und wer sie von jetzt an sein wird

Ihr zweites Leben begann…
Sie wird bis an ihr Lebensende einen sicheren und geborgenen Platz in privater Pflege bei SCARS, Griechenland  haben.

Ihre berührende Geschichte, erzählt in  diesem Video  ❤

 

Valia Orfanidou hat für SCARS dieses ergreifende Video erstellt.

Wenn ihr die Arbeit von SCARS gerne unterstützen möchtet, alles wird ehrenamtlich von freiwilligen Helfern geleistet,  dann könnt ihr unter dem Kennwort CHANCE an die deutsche Partnerorga Frieden für Pfoten spenden.

Unsere Bankverbindung:
Frieden für Pfoten e.V.
GLS Bank
Konto Nr.: 1181465900
IBAN : DE 41 43060967 1181 4659 00
BIC : GENO DE M1 GLS
Paypal : info@friedenfuerpfoten.org

SCARS auf Facebook

Frieden für Pfoten e.V.

Chance, Katze, Lifestyle, Seelenmarzipan, Tierschutz

Zwei wunderbare Ladies, die alle Herzen erobern, weil sie selbst ein so großes haben!

Es ist mir eine große Freude und Ehre, euch die beiden ältesten, erfahrensten und hingebungsvollsten Freiwilligen von SCARS, Griechenland, vorzustellen!
Katie und Marianna bieten seit 2002 Pflegestellen für die bedürftigen Straßentiere und haben seitdem mehr als 1000 (!) Hunde und 500 (!) Katzen in ihrem Zuhause beherbergt, bis diese einen Für-Immer-Platz gefunden haben.
Sie begannen mit Hunden, hauptsächlich Welpen und seit einigen Jahren sind nun auch Katzen dort zuhause.
Heute betreuen sie 2 Pflegehunde und 26 Pflegekatzen.
Alle Freiwilligen von SCARS helfen bei Fütterung und Pflege der Tiere aber das meiste erledigen sie selbst.
Sie sind unglaublich, hingebungsvoll, inspirierend und Vorbild für uns alle!
Schaut euch dieses wunderbare Video an, wo die beiden mit viel Herz und Charme ein wenig über sich und ihre segensreiche Arbeit erzählen.
Einfach nur schön…und bewundernswert!
Love you, Katie und Marianna❤
Wenn ihr dort unterstützen möchtet, jeder Cent wird benötigt, um diese wichtige Arbeit zu finanzieren, dann könnt ihr das über Frieden für Pfoten,  Paypal info@friedenfuerpfoten.org  ,Kennwort SCARS oder über diese Konten tun:
PayPal: donate@scars.gr
Bankverbindung
SCARS Eurobank
Swift: ERBKGRAA
IBAN: GR5302601420000900200479872
SCARS: Facebook Seite
Video: Valia Orfanidou
Chance, Katze, Lifestyle, Seelenmarzipan, Tierschutz

Was machst Du so fürs gute Karma 2017? Ich hätte da eine Idee :-)

Wir brauchen nämlich Deine Hilfe!

Einer allein schafft wenig, ein paar schaffen einiges…aber eine starke Gemeinschaft versetzt Berge!
Unser Frieden für Pfoten Team setzt sich nun seit einem Jahr für die kranken, die schwachen, die chancenlosen Straßentiere ein.

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Wir glauben, dass nur die Kombination aus Kastration, Rettung, Adoption und Aufklärung langfristig eine Verbesserung bewirken kann. Daher unterstützen wir Aktive und Partnerorgas, die das vor Ort, an den Brennpunkten tun.

Unser Adoptions Team bräuchte dringend Entlastung. Wir zaubern wunderbare Happyends aber die benötigen viel akribische Vorbereitung, damit jedes Tier den perfekten Platz findet.

Der Charity Market sucht immer nach Verkaufstalenten und natürlich nach Käufern. Einfach dort hinsenden oder selbst einstellen, was Du Schönes hast…und auf der Suche nach Geschenken immer erst einmal bei uns vorbei schauen, es gibt da tolle Sachen zum Verkauf.

Unsere Spendenportale Boost und Gooding müssten noch viel mehr genutzt und verbreitet werden. Die Nutzung ist ganz einfach, und jeder Einkauf bei allen großen Internethändlern bedeutet dann bares Geld für Futter und Kastration und kostet nichts extra. Frieden für Pfoten ist dort als Verein gelistet.

Wir suchen immer nach schönen Handarbeiten oder Dinge, die wir zugunsten der Notfellchen verkaufen können. Strickst, häkelst, nähst oder kochst Du gerne? Fertigst Du vielleicht Schmuck oder andere schöne Dinge?

Unsere Helferkarte, wo markiert ist, wer bei einem Transport, einer Fahrerkette , für eine Vorkontrolle einspringen könnte, hat noch viele schwarze Flecken. Lass Dich dort eintragen!

Unser Konto ist beständig am Limit, da wir jede Einnahme sofort an die jeweilige Aktion weiterleiten und bei akuten Notfällen trotzdem immer versuchen, einzuspringen. Ja, seufz, wir brauchen Geld. Immer …und jede noch so kleine Spende ist ein Segen ❤

Bei unserer Partnerorga SCARS in Griechenland, warten so viele zauberhafte Katzen und auch Hunde auf ihre Chance. Wir sind die einzige Chance, die sie haben! Die Verbreitung unserer Suchanzeigen für sie bringt oft die ersehnten Happyends!

Überflüssig zu erwähnen, dass wir natürlich alle ehrenamtlich arbeiten und einzig durch Spenden finanziert werden.

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Im Frieden für Pfoten Forum treffen sich alle, die gerne selbst etwas dazu beitragen möchten, damit wir möglichst viele Berge versetzen können Hier wird in einer netten Gemeinschaft beraten, informiert, angepackt…und die Berge angeschoben 🙂

Es macht nicht nur Arbeit sondern auch jede Menge Spaß!

Hast Du Lust? Dann mach einfach mit! Tu etwas für dein Karma und rette nebenher Leben und schenke Happyends!

Schreib mir  (bettina.mail@gmx.net) oder schau auf Facebook bei uns vorbei.
Ich freu mich auf Dich
Herzlichst
Bettina
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Halloween 1994…a day to remember!

Halloween ist, wie die Lesers dieses Blogs sicherlich wissen, immer ein besonderer Tag für mich. Bis vor einigen Jahren war dieser Brauch bei uns noch kaum bekannt. Kürbisse, Festdekoration und Halloween Feierlichkeiten gab es nur in Großbritannien oder USA. Deshalb war ich begeistert, als mein Mann vorschlug, ich könnte mit unserer Tochter über das  Halloween Wochenende nach USA nachreisen, wo er beruflich einen längeren Aufenthalt hatte.

Als wir in Chicago O´ Hare landeten, braute sich draußen gerade ein kleiner Weltuntergang zusammen. Es stürmte, man konnte den Wind selbst in der Ankunftshalle hören und es hieß, dass der Luftraum bald geschlossen werden würde, wenn das Unwetter noch zunimmt.

Ich hastete schwer beladen mit einem müden Kleinkind auf dem Arm und unserem Gepäck durch die Ankunftshalle und hoffte, meine Abholung würde trotzdem noch irgendwie funktionieren. Ein kurzer Blick auf die Anzeigentafel bestätigte meine Befürchtung, ein Flug nach dem anderen wurde gerade annulliert.

Um uns herum herrschte trotz des unfreundlichen Wetters munteres Halloween Treiben. Aber diesmal hatte ich nicht so recht Freude an den spektakulären Kostümen und winkte nur freundlich ab, als mir eine schwarz gekleidete Hexe einen grellroten Apfel offerierte, jetzt musste es schnell gehen! Zu meiner Erleichterung fand ich auf Anhieb ein Taxi, das uns zum Teil des Flughafens bringen sollte, wo die kleinen Maschinen starten und landen. Dort wollte uns ein befreundeter Pilot bis nach Indiana mitnehmen. So hatten wir es abgesprochen.

Ich kannte ihn seit Jahren und wusste, dass er ein äußerst erfahrener und gewissenhafter Captain war. Eines hatte ich über die Jahre in der Fliegerei gelernt: Nicht jeder mit einem Flugschein oder einer Lizenz kann auch wirklich fliegen 🙂 Aber der etwas untersetzte, gut gelaunte Haudegen, ein wenig erinnerte er mich immer an Indiana Jones, verstand sein Handwerk . Daher hielten wir uns nach einer kurzen Begrüßung auch nicht lange mit Plaudereien auf. Jetzt zählte jede Minute, wenn wir noch eine Startgenehmigung erhalten wollten. Ich schlüpfte an ihm vorbei in die kleine Kabine, nickte dem Copiloten kurz zu, verzurrte Kind und Gepäck und mich gut mit den Sicherheitsgurten und machte mich auf einen holperigen Flug gefasst.

Den meisten Passagieren sind Turbulenzen unheimlich. Ich hatte während meiner langjährigen Dienstzeit oft genug Gelegenheit zu beobachten, wie selbst eisenbereifte Business Typen sich in den Sitz krallten, wenn es die Maschine so richtig schön durchschüttelte. Es sind jedoch eher andere Dinge, die man an Bord eines Flugzeuges fürchten sollte und so war ich zunächst nicht sonderlich beunruhigt, als uns die ersten Windböen trafen.

Das änderte sich schnell, als mir die ersten Gegenstände um die Ohren flogen. Besorgt schnallte ich mein schlafendes Kind ab, hielt sie fest umschlungen auf meinem Schoss im Klammergriff und sah hinaus in die dunkle Schwärze. Der Regen prasselte ohrenbetäubend gegen die Fenster. Die Maschine ächzte und knarrte in jedem Scharnier und selbst die vertrauten Geräusche der Propeller klangen auf einmal bedrohlich.

Ein Blick auf die Piloten verriet mir, dass es wirklich kein einfacher Flug war. Ihre Anspannung und die Anstrengung, das Flugzeug auf Kurs zu halten,  war selbst von hinten zu erkennen. Wir wurden nicht nur durchgeschüttelt sondern die Böen kamen mit einer Wucht, dass die Kabine zitterte, schwankte, aufwärts und abwärts, wie in einer Achterbahn. Den Funkverkehr konnte ich durch den Lärm nicht verstehen, jede Frage zur aktuellen Lage verbot sich von selbst. Die goldene Regel, niemals einen konzentrierten Piloten anzusprechen, war mir nur zu gut bekannt. Aber es wäre auch nicht möglich gewesen. Der Lärm des prasselnden Eisregens war mittlerweile so lautstark,  jede Verständigung war unmöglich.

Und auf einmal hatte ich Angst. Todesangst, um genau zu sein. Wie berechtigt sie war, konnte ich die Piloten leider nicht fragen. Aber trotz der vielen Flugstunden, war alles, was ich sah und hörte,  besorgniserregend und außergewöhnlich genug, um alle Horrorszenarien im Kopf anzufeuern. Es gibt schrecklichere Todesarten, als bei einem Flugzeugabsturz ums Leben zu kommen. Jedenfalls sehe ich das so. Trotzdem hoffte ich inständig, das kleine Flugzeug war stabil genug, die Naturgewalten auszuhalten. Das war kein Flug, das war ein Albtraum!

Mitten in meine düsteren Gedanken hinein, meldete sich eine Stimme an meinem Ohr  „Mama? “ Mein Kind war aufgewacht und ich beschloss,  zumindest dafür zu sorgen, dass sie nicht für den Rest ihres Lebens an Flugangst leiden sollte, falls wir diesen Ritt überstehen.  Mehr konnte ich jetzt sowieso nicht tun. Ich atmete tief durch, zwang mich zur Ruhe und schrie gegen den tosenden Lärm in ihr Ohr: „Wir spielen jetzt Achterbahnfahren! Gut festhalten!“

Sie hatte wirklich keine Minute Angst sondern genoss das Spektakel, kicherte sogar bei jeder neuen Abwärts- oder Aufwärtsbewegung. Während die beiden Piloten im Cockpit angespannt alle Register zogen, die Maschine stabil zu halten, Passagiere und Maschine sicher wieder auf die Erde zu bringen, mir fast die Arme abfielen, sie fest im Griff zu halten und der Magen vor Angst krampfte, beobachtete mein Kind interessiert aber entspannt das Geschehen und war sogar fast wieder eingeschlafen, als wir endlich, endlich zum Landeanflug ansetzen.

Selten habe ich mich so über eine gelungene, sanfte Landung  gefreut, wie an diesem stürmischen Halloween Flug Oktober 1994. Noch eine kurze Autofahrt und endlich konnte der Halloween Abend beginnen. Wir hatten es geschafft!

Ein anderer Flug an diesem Tag war leider nicht so glimpflich ausgegangen. American-Eagle-Flug befand sich ungefähr zur gleichen Zeit wie wir damals im Luftraum auf dem Weg von Indianapolis zum Chicago Airport und wurde wegen der Wetterbedingungen dort ins Holding geschickt. In dieser Zeit sammelte sich Eis an den Tragflächen, die Tragflächen Hinterkanten vereisten,  das Flugzeug geriet außer Kontrolle und stürzte ab. Alle 68 Insassen, darunter vier Besatzungsmitglieder, kamen ums Leben.

Seither sind viele Jahre vergangen. Trotzdem denke ich jedes Jahr an Halloween an den American Eagle Flug und bin dankbar, für ein weiteres, geschenktes Jahr. Denn das ist es. Keine Selbstverständlichkeit sondern ein Geschenk. Wir machen uns das nur viel zu selten bewusst ❤

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