Aufreger, Lifestyle

Frauenfeindlich? Sexistisch? Pah! Ich sehe da ein ganz anderes Problem! Altersdiskriminierung!

STICHWORT DISKRIMINIERUNG…Frauenfeindlich? Sexistisch? Pah! Ich sehe da ein ganz anderes Problem!

Wenn ich den Medien Glauben schenken würde … was ich schon lange nicht mehr tue…, dann müsste ich glauben, mein größtes Problem als Frau, wäre beständig angegraben, benachteiligt oder diskriminiert zu werden.
Diese Problematik existiert bei vielen Frauen durchaus. In meiner persönlichen Wahrnehmung steht jedoch eine andere Form der Diskriminierung ganz oben auf der Shitlist und seltsamerweise fällt sie kaum jemandem auf!
Ich spreche von Alterdiskriminierung.

Ist euch schon einmal aufgefallen, wie abfällig über alte Menschen gesprochen und geschrieben wird?
Es beginnt mit dem Wort „Oma“ oder „Opa“ für Menschen über 60, selbst wenn sie keine Enkelkinder haben und endet bei der Unterstellung, alte Menschen wären senil, sobald sie eine abweichende Meinung äußern. „Senil“ ist dann neuerdings das Totschlag Argument.

Ich lese eine Fernsehkritik im Stern, die ein Sendeformat als „Rentnerclub“ bezeichnet. Nicht mein Musikgeschmack, aber es würde mir nie in den Sinn kommen, mich so unverschämt dazu zu äußern!

Bei jedem Autounfall wird neuerdings betont, wenn ein älteres Semester den Schaden verursachte, meist im Zusammenhang mit der Forderung nach Überprüfung der Fahrtüchtigkeit ab einem gewissen Alter. Übersehen wird dabei gern, welche Altersgruppe nach wie vor die meisten und schlimmsten Unfälle erzeugt. Das sind nicht die Ü 60 Fahrer, die meist eventuelle Risiken mit angepasstem Fahrverhalten ausgleichen.

Klimawandel… Die Alten sind schuld! Omas sind nicht nur Umweltsäue sondern es wird vorgerechnet, dass die Alten an allem Schuld sind, im übrigen keine Ahnung von irgendetwas haben und dazu das meiste CO2 verbrauchen. Also weg mit ihnen!

Eine Meinung wird der alten Generation auch nicht mehr zugestanden. Wozu das öffentliche Leben mitgestalten, wozu Stimmrecht? Sie sind sowieso bald tot…
All das und so viel mehr gegen alte Menschen, ist jeden Tag in den Medien zu lesen. Es scheint niemanden zu stören. Alte Menschen sind die einzige Bevölkerungsgruppe, die jeder zu jeder Zeit ungeniert diskriminieren darf!

Achtet doch einmal aufmerksamer darauf, wie abwertend und geringschätzig neuerdings alles, was irgendwie mit Alter oder alten Menschen zu tun hat, abgetan wird.
Unsere Gesellschaft verhält sich so, als wären alte Menschen automatisch senil, nicht urteilsfähig, physisch eingeschränkt und wertlos..selbst als TV Publikum wünscht man sich keine alten Menschen…igitt!!!

Ist es nicht wahnwitzig, dass unsere Gesellschaft neuerdings zwar sämtliche Begriffe und Bräuche ächtet, sobald sich jemanden dabei auch nur diskriminiert fühlen KÖNNTE, (Stichwort, Faschingskostüm Indianer. Mohrenkopf, etc) …
während sie auf der anderen Seite mit beleidigenden und abwertenden Begriffen für alte Menschen und deren Interessen und Bedürfnisse nur so um sich wirft.
Altersdiskriminierung in den Medien und Kommentarspalten, scheint anderen Regeln zu unterliegen. Ich würde sie gerne verstehen!

Von daher …Frau bin ich trotz aller kleiner und großer Hindernisse zur Gleichberechtigung, sehr gerne.
Das lasse ich mir von niemandem madig machen  auch nicht, von den neuen Frauenrechtlerinnen…
Aber alt zu werden … in einer Zeit, in der nicht nur alt auszusehen sondern bereits das Alter an sich, als ein gesellschaftlicher Makel gilt, als wertlos und lästig deklariert…das wird weniger lustig.

Wenn ich mir unsere neue Gesellschaft so ansehe, frage ich mich zunehmend, wer all diese unerzogenen und arroganten Kinder in die Welt gesetzt hat, die heute den Ton angeben.
Wer hat sie zu solchen oberflächlichen und empathielosen Menschen erzogen??
Zumindest daran sind wir „Alten“ wohl doch schuld…

Geschichten, die der große Kürbis schrieb, Kurzgeschichten, Lifestyle

Geschichten aus dem Karma Cottage…Shades of Pink

Heute war Streichen mit Aussicht, auf dem Programm. Die Fenster zum Garten erhielten ihren weißen Anstrich und zufrieden sah ich zwischen den schwungvollen Pinselstrichen in die Grüne Wildnis und suchte nach meinem neuen Freund, Bambi. Bisher war er jeden Tag im Garten erschienen.

Von Bambi keine Spur aber dafür plötzlich ein ungutes Geräusch. Eine Motorsäge! Wer vergreift sich hier an den schönen alten Weiden, die den kleinen Bach vor dem Haus umrahmen? Der Motor eines Traktors heulte auf, ich kniff die Augen zusammen, um auf die Distanz zu erkennen, was da genau passiert. Es waren zwar nicht meine Weiden aber trotzdem war ich mit einem Satz von der Leiter, schnappte mir die Haustürschlüssel und stapfte entschlossen durch die Moorwiesen Richtung Motorsäge. Ich könnte mich ja bei dieser Gelegenheit gleich einmal als neue Nachbarin vorstellen, überlegte ich … was ich dann sagen würde, war mir noch nicht so ganz klar…aber Bäume fällen, alte Bäume…das ging gar nicht!

Zum Glück löste sich die Situation schnell in Wohlgefallen auf. Die netten Waldarbeiter erklärten, dass sie einzig ein paar morsche Bäume abholzen würden und keine weiteren Kahlschläge geplant waren. Puh! Ich lächelte mein strahlendstes  Sonntagslächeln, verabschiedete mich freundlich und stolperte dann prompt über eine Baumwurzel. Der Tag war erst einmal gelaufen. Ich spürte bei jedem Schritt, wie der Knöchel im Turnschuh anschwoll. Leiter würde ich heute keine mehr besteigen.

Aber dafür wartete der Baumarkt mit verlockenden Aufgaben. Die Auswahl der Wandfarben. Dass es irgendetwas in Rosa werden musste, stand seit langem fest…aber wie viel Rosa verträgt ein Haus, ohne auszusehen, wie ein von Laura Ashley entworfener Puff und wenn ja, welche Schattierungen?

Ich würde einfach Musteranstriche erstellen, jede Menge davon. Die Auswahl im Laden war wirklich erstaunlich.

Alleine die Namen machten Laune. Es gibt nicht nur Pastell Rosa oder Pink. Nein, es gibt, Pfirsichsorbet-Rosa, Engels-Rosa, Rokoko-Rosa, Romantik-Rosa, Zarter Rosentau-Rosa … und Feenstaub-Rosa. Ich stand hingerissen vor dem Regal mit den Farbmustern und fragte mich, wer sich solche Namen ausdenkt.  FEENSTAUB ROSA. WOW!!!

„In welcher Farbe wirst du denn dein Haus streichen?“

Ich dann so  : „Ach … in Feenstaub -Rosa…“

Ich musste kichern, bei dieser Vorstellung. Nein! Feenstaub-Rosa und Engelsrosa wären vielleicht passend, wenn Polly Pocket gerade baut. Ich würde wohl doch mit einem weißen creme Ton an der Hausfassade besser fahren. Aber es musste sich doch irgend ein Zimmer finden lassen, das Feenstaub Rosa vertragen würde, ohne Besucher abzuschrecken?

Aber natürlich! Dass ich vorher noch nicht auf die Idee gekommen war.

Engelsrosa und Feenstaub Rosa sind die idealen Farben, um triste Kellerräume etwas freundlicher zu gestalten.Vielleicht sogar später noch mit etwas Glimmer über den Putzregalen und vor dem Heizraum. Wer sagt, dass Kellerräume weiß oder grau sein müssen? Gerade dort sind freundliche Farben und etwas Feenstaub ein MUSS.

Shades of Pink im gesamten Keller  … die Idee gefällt mir ❤

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Lifestyle, Seelen Schokolade

Kann man wirklich an einem gebrochenen Herzen sterben? Man kann!

Deine Gefühle verändern tatsächlich die Form deines Herzens! 

Wir alle kennen das geflügelte Wort, vom „gebrochenen Herzen“.  Kein anderes Organ, nichts wird so eng mit Liebe aber auch Leid und Kummer verknüpft, wie das menschliche Herz. Es war immer schon Symbol für unser  Gefühlsleben und man vermutete dort lange Zeit das Zuhause unserer Seele.

Sind all diese Sprichwörter und Weisheiten rund um das Herz nur metaphorisch zu verstehen? Ist ein gebrochenes wirklich Herz real … oder nur eine Metapher?
Der Herzspezialist Sandeep Jauhar hat eine eindeutige Antwort darauf:

Emotionen können und haben eine direkte physische Wirkung auf das menschliche Herz! 

Das Herz kann unsere Gefühle zwar nicht auslösen, aber es reagiert sehr auf sie. Die genaue Aufzeichnung unseres Gemütszustandes steht in unseren Herzen geschrieben. Angst und Trauer können zum Beispiel zu schweren Herzschäden führen.

Die Nerven, die unter anderem den Herzschlag steuern, sie können Leiden und Angst  spüren und lösen damit den Kampf- oder Fluchtreflex aus. Die Blutgefässe werden eng gestellt, das Herz rast und der Blutdruck steigt. Dauert dieser Zustand länger an, wird das Herz beschädigt. Unser Herz reagiert sehr sensibel auf unsere Emotionen.

Es gibt eine Herzerkrankung, die nennt sich „Broken Heart Syndrome“  (Gebrochenes Herz Syndrom). Das tritt auf, wenn ein Herz plötzlich akut durch intensiven Stress oder Trauer, nach dem Verlust eines geliebten Menschen (oder auch Tieres)  oder Liebeskummer, geschwächt ist. Mittlerweile ist es möglich, die deutliche Veränderung des Herzens durch Emotionen, auch in Untersuchungen darzustellen.

Es verändert die Form und sieht dann völlig anders aus, als ein gesundes Herz. Es arbeitet in einem anderen Takt, ist geschwächt und oft wie aufgeblasen, die Form ähnelt dann einem japanischen Tontopf, Takotsubo. Daher der Name:

Takotsubo Cardiomypathy.

Ein trauerndes Herz sieht also ganz anders aus, als ein gesundes Herz. Man weiß nach wie vor nicht, was diese Veränderung in der Struktur hervor ruft… aber sie existiert und sie kann töten! In akuten Phasen kann diese Veränderung zu Herzversagen, lebensbedrohlichen Rhythmusstörungen, bis zum Tod führen.

Mittlerweile weiss man, dass das Herz auch bei besonders glücklichen Emotionen die Form verändert. Aber die Formveränderung sieht dann anders aus und hat offensichtlich weniger negative Wirkung auf den gesundheitlichen Zustand. Warum und wie das Herz sich bei unterschiedlichen Emotionen in unterschiedliche strukturelle Erscheinungen verändert ist nach wie vor nicht bekannt. Emotionen formen unser Herz aber niemand kann bisher sagen, warum und auf welche Weise das passiert.

Aber zumindest wissen wir heute, dass tatsächlich existiert, was bereits die alten Dichter beschrieben haben, das „gebrochene Herz“ ist kein Märchen.

Trauer und Liebeskummer, Stress und Angst können tatsächlich töten. Aber diese  Veränderung am Herzen kann sich wieder zurück bilden, wenn die Emotionen sich verändern. Oft sieht das geschwächte Herz nach einigen Wochen in der Bildgebung wieder „normal“ aus, sobald Trauer und Schmerz bewältigt werden.

Was lernen wir daraus? Die Medizin kann ein Herz, das durch Stress und Emotionen krank wurde, zwar „flicken“ aber heilen kann es einzig die Liebe…positive Emotionen!

Verzicht auf Genussmittel, Diät und Bewegung allein reichen nicht aus, um unser Herz zu schützen oder um die ansteigende Rate an Herzerkrankungen in den Griff zu bekommen.  Neueste Studien zeigen auf, dass Stressmanagement die Rückfallquote bei Herzerkrankungen deutlicher senkt als Training. Wobei ich damit nicht sagen möchte. „hört auf zu trainieren“ … ich möchte nur daran erinnern, dass mittlerweile auch viele Herzspezialisten zu der Überzeugung gekommen sind …dass unser anatomisches Herz sehr wohl unser metaphorisches „Herz“ ist, dass es vor allem anderen auf Liebe reagiert und Liebe zum Heilen und Gesund bleiben benötigt. 

Seid liebevoll zu euren Herzen, denn emotionaler Stress betrifft nicht nur Weicheier sondern er schadet uns allen, ganz gleich wie stark wir uns im Außen geben und wie sehr wir versuchen, unsere Gefühle schön zu reden oder zu ignorieren

Übrigens wurde auch nachgewiesen, dass Tiere ähnlich reagieren. Ich möchte nicht auf die traurigen Tierversuche zu diesem Thema eingehen. Aber auch Tiere sterben an gebrochenem Herzen und werden krank, durch Stress, Angst, Trauer, Vernachlässigung und Liebesentzug. Sie helfen jedoch sehr oft, unsere Herzen gesund zu halten und zu heilen.

Auch das spricht sich langsam in medizinischen Kreisen herum:  Emotionaler Stress kann töten und Herzens Tiere sind sehr oft unsere Heiler.

Wir Hexen wussten das seit jeher, nun ist es auch medizinisch erwiesen.<3

Wer gerne mehr darüber erfahren würde:

TEDSummit 2019: How your emotions change the shape of your heart

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Luna
Chance, Lifestyle, Seelenmarzipan

Selbstfürsorge, sich selbst pflegen… ist oft eine sehr unschöne Sache.

Selbstfürsorge, sich selbst pflegen… ist oft eine sehr unschöne Sache.

Sie erfordert eine exakte Liste deiner Versäumnisse, erzwingt eine disziplinierte Morgenroutine, sie kocht sich gesunde Mahlzeiten und rennt nicht länger nur von ihren Problemen weg und nennt die Ablenkung dann „eine Lösung“.

Es ist oft das Hässlichste, was du dafür tun musst …
wie dich durch ein weiteres Training zu schwitzen oder einem toxischen Freund zu sagen, dass du ihn nicht mehr sehen willst
oder einen zweiten Job anzunehmen, damit du über ein Sparkonto und Reserven verfügst,
oder einen Weg finden, dich selbst zu akzeptieren, damit du nicht ständig davon erschöpft bist, alles zu jeder Zeit sein zu wollen und dann gezwungen bist, dringend benötigte Pausen vom Leben zu machen,
wie ein bisschen Öl in ein Bad zu geben, in Marie Claire Journalen zu blättern und dein Telefon einen Tag lang abzustellen.

Eine Welt, in der Selbstfürsorge ein so angesagtes Thema sein muss, ist eine kranke Welt.

Selbstfürsorge sollte nicht etwas sein, worauf wir zurückgreifen, weil wir so vollständig erschöpft sind, dass wir eine Pause von unserem unerbittlichen inneren Druck brauchen.

Wahre Selbstfürsorge ist kein Ölbad und kein Schokoladenkuchen, sondern die Entscheidung, ein Leben aufzubauen, von dem du nicht regelmäßig entfliehen musst.

Und das erfordert oft das, was du am wenigsten tun möchtest.

Es bedeutet, dass du deinen Fehlern und Enttäuschungen ins Auge sehen und eine neue Strategie entwickeln musst.
Es befriedigt nicht deine unmittelbaren Wünsche.

Es ist loslassen. Es ist neue Entscheidungen treffen. Es ist einige Menschen zu enttäuschen.

Es bedeutet, Opfer für andere zu bringen.
Es ist eine Art zu leben, die andere Menschen nicht wollen.
Es ist, anders zu leben als andere. Vielleicht kannst du anders leben, als  die meisten Menschen das können.

Es ist, sich normal zu fühlen. Ganz normal. Ausnahmslos.

Es ist, manchmal einfach eine schmutzige Küche zu haben und zu entscheiden, dein ultimatives Lebensziel ist es nicht, Bauchmuskeln zu haben und mit deinen falschen Freunden Schritt zu halten.

Es ist, darüber nachzudenken, wie viele deiner Ängste daher rühren, dass du dein Potential nicht ausschöpfst, und wie viele daher rühren, dass du darauf trainiert wurdest, in bestimmten Schemen zu denken, ehe du überhaupt wusstest, was gerade passiert.

Wenn du dich regelmäßig der Selbstpflege durch Konsumieren widmest, liegt das daran, dass du von der eigentlichen Selbstpflege abgekoppelt bist, die sehr wenig mit „sich selbst verwöhnen“ zu tun hat, und eine ganze Menge damit, sich selbst zu erziehen und Entscheidungen auf lange Zeit für das eigene Wohlbefinden zu treffen.

Das bedeutet, dein hektisches und unvernünftiges Leben nicht länger als Rechtfertigung für Selbstsabotage in Form von Genussgiften und dem Aufschieben wichtiger Dinge, vorzuschieben.
Es geht darum zu lernen, wie man aufhört, sich selbst zu „reparieren“ und anfängt, auf sich selbst aufzupassen… vielleicht stellt man dann fest, dass dieses liebevolle „Aufpassen“ viele Probleme löst, die du immer schon gerne lösen wolltest.

Es bedeutet, der Held deines Lebens zu sein, nicht das Opfer.

Es bedeutet, dass du deine Synapsen so lange neu verdrahten musst, bis dein Alltag nichts mehr ist, von dem du dich erholen musst.

Es ist nicht länger die Entscheidung für ein Leben, das gut aussieht, sondern für ein Leben, das sich gut anfühlt.

Es bedeutet, verdammt noch mal, einige Ziele aufzugeben, damit du dich um andere Pläne kümmern kannst.

Es ist ehrlich, auch wenn das bedeutet, dass es nicht überall gut ankommen wird.

Es wird deinen ureigensten Bedürfnissen gerecht, und damit bist du nicht mehr ängstlich und abhängig von anderen Menschen.

Es bedeutet, zu der Person zu werden, die du immer sein wolltest und die deine Bestimmung ist:
Jemand, der weiß, dass Ölbäder und Schokoladenkuchen tolle Wege sind, um das Leben zu genießen – aber nicht, um davon Abstand zu finden.

(c) deutsche Übersetzung/ Bettina Marie Schneider.
Frei übersetzt nach der englischen Original Vorlage von
(c) -Brianna Wiest

Lifestyle, Seelenmarzipan

DIE EINLADUNG … einer der schönsten und wertvollsten Texte, den ich je gelesen habe. Kennt ihr ihn schon?

DIE EINLADUNG …

„Es interessiert mich nicht, wie du dein Geld verdienst.
Ich will wissen, wonach du dich sehnst, und ob du riskieren wirst, wie ein Idiot dazustehen, für die Liebe, für deinen Traum, für das Abenteuer, lebendig zu sein.

Es interessiert mich nicht, wie alt du bist.
Ich will wissen, ob du es riskierst, dich für die Liebe lächerlich zu machen, für deine Träume, für das Abenteuer, lebendig zu sein.

Es interessiert mich nicht, welche Planeten im Quadrat zu deinem Mond stehen.
Ich will wissen, ob du den Kern deines Leidens berührt hast, ob du durch die Enttäuschungen des Lebens geöffnet worden bist, oder zusammengezogen und verschlossen, aus Angst vor weiterem Schmerz.

Ich will wissen, ob du im Schmerz stehen kannst, in meinem oder deinem eigenen, ohne etwas zu tun, um ihn zu verstecken, ihn zu verkleinern, oder ihn in Ordnung zu bringen.

Ich will wissen, ob du mit Freude umgehen kannst, meiner oder deiner eigenen, ob du mit Wildheit tanzen und dich von Ekstase füllen lassen kannst, bis in die Spitzen deiner Finger und Zehen, ohne uns zu ermahnen, vorsichtiger zu sein, realistischer zu sein oder an die Beschränkungen des Menschlichen Daseins zu erinnern.

Es interessiert mich nicht, ob die Geschichte, die du mir erzählt hast, wahr ist.
Ich will wissen, ob du jemand anderen enttäuschen kannst, um dir selber treu zu bleiben. Ob du den Vorwurf des Verrats ertragen kannst und trotzdem nicht deine eigene Seele verrätst.

Ich will wissen, ob du die Schönheit sehen kannst, auch wenn es nicht jeden Tag schön ist, und ob du deine Lebenskraft aus dieser Quelle schöpfen kannst.

Ich will wissen, ob du mit Versagen leben kannst, deinem und meinem, und dann trotzdem noch am Ufer eines Sees stehen, und dem silbernen Vollmond zurufen, „Ja„!

Es interessiert mich nicht zu wissen, wo du lebst, und wie viel Geld du hast.
Ich will wissen, ob du nach der Nacht der Trauer und Verzweiflung aufstehen kannst, müde und zerschlagen bis auf die Knochen, um zu tun, was getan werden muss, damit unsere Kinder satt werden.

Es interessiert mich nicht, wer du bist, und aus welchem Grund du hier bist.
Ich will wissen, ob du in der Mitte des Feuers mit mir stehst, ohne zurück zu weichen.

Es interessiert mich nicht, wo oder was oder mit wem du studiert hast.
Ich will wissen, was dich von innen trägt, wenn alles andere wegbricht.

Ich will wissen, ob du alleine mit dir sein kannst, und ob du deine eigene Gesellschaft in den leeren Momenten wirklich erträgst.“

  

Die englische original Version dieses wunderschönen Texts, stammt von Oriah Mountain Dreamer
http://www.oriahmountaindreamer.com/
By Oriah © Mountain Dreaming,
from the book The Invitation
published by HarperONE, San Francisco,
1999 All rights reserved

 

Aufreger, Lifestyle

Xavier Naidoo – Feine Sahne Fischfilet . Vorsicht! Gefährliche Texte…

VORSICHT…GEFÄHRLICHE TEXTE!!!

Ich gebe gerne zu, dass ich in der deutschen Popszene nicht ganz so bewandert bin. Aber natürlich ist mir nicht entgangen, dass es in Gießen gerade Widerstand gegen ein Konzert von Xavier Naidoo gibt. Man argumentiert, es könne nicht im Sinne der „Kulturstadt“ Gießen sein, „eine Schuldzuweisungs- und Verfolgungskultur mit erschreckenden Hate-Speech-Elementen“ zu präsentieren, die auf solchen Konzerten die Mitte der Gesellschaft erreicht. Richtig! Und manche Textpassagen von ihm sind tatsächlich unhaltbar und könnten aufhetzen:

„Wir stellen unseren eigenen Trupp zusammen / Und schicken den Mob dann auf euch rauf / Die Bullenhelme – sie sollen fliegen / Eure Knüppel kriegt ihr in die Fresse rein / Und danach schicken wir euch nach Bayern / Denn die Ostsee soll frei von Bullen sein.“

Im Lied „Gefällt mir“ heißt es:
„Punk heißt gegen’s Vaterland, das ist doch allen klar / Deutschland verrecke, das wäre wunderbar! / Heute wird geteilt, was das Zeug hält / Deutschland ist scheiße, Deutschland ist Dreck! / Gib mir ein ‘like’ gegen Deutschland / Günther ist scheiße, Günther ist Dreck!“

Ooops, Fehler!! Ich nehme alles zurück! Diese Textzeilen sind ja gar nicht von Xavier Naidoo sondern sie stammen von Feine Sahne Fischfilet. Ich hatte wohl gerade die „Knüppel auf Bullenhelme“ von Feine Sahne Fischfilet mit den „Forken gegen Politiker“ von Naidoo verwechselt. Kann schon einmal passieren. Obwohl es äußerst wichtig ist, sich darüber im Klaren zu sein, dass Liedtexte mit Knüppel auf Bullenhelmen politisch korrekt sind und diese Band von vielen Politikern hofiert wird und Forken gegen Staatsvertreter, wie in Naidoos Texten, natürlich nicht, und daher strikt abzulehnen sind.

Ehrlich gesagt, kann ich beidem wenig abgewinnen, um es höflich zu formulieren. Nur die Unterscheidung, was jetzt gut und richtig und falsch und verwerflich ist, …die überfordert mich dann doch manchmal.
Ich streite dann lieber für Tierrechte, da weiß ich wofür und wogegen ich stehe:
Gegen Gewalt—überall—übrigens auch in Liedtexten, ganz gleich ob sie gerade vom Mainstream verdammt oder bejubelt werden.
Alles andere fände ich ziemlich gaga 

Peace ❤

crazy

Aufreger, Lifestyle, Tierschutz

Wo der Kindergarten endet und der Strafbestand „Cybermobbing“ beginnt…Weglächeln oder zur Anzeige bringen?

„Wer wider besseres Wissen in Beziehung auf einen anderen eine unwahre Tatsache behauptet oder verbreitet, welche denselben verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen oder dessen Kredit zu gefährden geeignet ist, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe ….“

Eigentlich wollte ich den Samstag Abend netter ausklingen lassen aber wie so oft, kommt etwas dazwischen. In diesem Fall war es kein Notfellchen und kein Futternotstand sondern eine Flut von Screenshots in meinem Postfach.

„Du darfst dir das nicht mehr länger gefallen lassen“ … „schau mal, was sie jetzt gerade wieder über dich verbreiten..“ … „das ist Rufmord, unternimm endlich etwas, gegen diese Unverschämtheiten“  … oder auch… „ich dachte, das solltest du wissen, aber ärgere dich nicht, sie sind einfach so“… Dann las ich, was mir zugeschickt wurde. Wow!

Aber vielleicht sollte ich erst erklären, wie es überhaupt dazu kam.

Es gibt eine Gruppe auf Facebook, eine Plaudergruppe, in der viele aus unserer Community mitwirken und dort spenden. Irgendwann, irgendwo hatte wohl jemand aus dieser Gruppe auf meinem Blog kommentiert, dass wieder gespendet wurde und ich hatte versäumt, ein Like zu diesem Kommentar zu setzen.

Neben meiner ehrenamtlichen Arbeit für den Verein, die viele Stunden jeden Tag beansprucht, betreue ich auch die Gutes Karma to go Ausgabe auf Facebook. Ich schreibe die Artikel, antworte auf Kommentare zu meinen Artikeln, like sie, wann immer ich Zeit habe, aber es sind hunderte Kommentare, der Blog läuft gut und bisher war ich der Meinung, jeder Leser hat Verständnis, sollte einmal eine Reaktion ausbleiben.

Die Verfasserin des Kommentars beschwerte sich in dieser Gruppe über dieses „Versäumnis“ und es gab im Anschluss gehässige Kommentare, die mir zwar zugetragen wurden, die  ich aber ignorierte.

„Ich habe das auch nicht mehr aboniert. War mir leider manchmal zu viel schlechtes Karma to go.“

„Ich glaube den Karma Blog Dingens..oder wie hieß das? Was war das noch mal? Lese ich nicht…daher kein like…“ 

Dieser Teil der Geschichte, wäre eher unter „Kindergarten“ einzuordnen. Nicht unbedingt höflich, solche Kommentare, nicht unbedingt notwendig, wenn man bedenkt, dass aus diesem „Dingens Blog“, der gesamte Verein, sämtliche Strukturen und auch beständig Nachschub an Unterstützern, Werbung und Spendern für sämtliche Projekte rund um den Verein entspringt, auch besagte Gruppe existiert einzig, weil Gutes Karma to go die Community dazu, einst zusammengeführt hat. Aber wie gesagt, …Kindergarten… und nicht wirklich meine Zuständigkeit.  Wer meint, eine öffentliche Diskussionvom Zaun brechen zu müssen,  wenn ich versäume einen Kommentar zu liken, oder wenn ein Kommentar zu einem Artikel gefühlt zu wenig Likes erhält, den kann ich nicht davon abhalten, sich zu beschweren. Zum Glück passiert das nur äußerst selten 🙂 . Eigentlich so gut, wie nie… es wäre ja auch schlimm, oder? Lächeln wir es einfach weg.

Aber die Geschichte ging noch weiter. Als nächstes beschwerte man sich darüber, dass ich diesen Kommentar, der die Spende erwähnte, gelöscht hätte. Hatte ich zwar nicht aber das hielt die Diskussionsteilnehmer nicht davon ab, weiter ihre Theorien zu verbreiten, Schließlich unterstellte mir jemand öffentlich eine psychische Krankheit, die als Erklärung für meine Handlungsweise dienen soll. (Also… weil ich Kommentare lösche… die ich jedoch nach wie vor nicht gelöscht hatte…wohlgemerkt. Er steht da, wo er seit Anbeginn gestanden hat, *Kopfschüttel*).  Die selbsternannten „Fachleute“ referierten:

„Schlechtes Karma gutes Karma ist doch eigentlich egal manche sind einfach nicht Kritik fähig das hat man doch nun in den letzten Monaten gespürt Reihen weise wurden gute Mitglieder rausgeschmissen weil man nicht Kritik fähig war und auch keinerlei Einsicht zeigte. Finde ich persönlich nicht so schlimm da es hier doch um eine Krankheit geht die psychisch gesehen ja direkte Auswirkungen hat auf das Handeln…“

Es gab noch einige launige Ausführungen und ich denke, dem Leser wird klar, wo Kindergarten aufhört und ein Strafbestand beginnt. Unabhängig von der Absurdität der Diskussion…fehlende Likes und ein Kommentar der angeblich gelöscht wurde, es jedoch nie war…werden Grenzen überschritten, die nach § 223 StGB zur Anzeige gebracht werden können.

Ich kann über die ein oder andere Unwahrheit, über Irrtümer und Gerüchte hinwegsehen, was solls? Man schafft sich ein dickes Fell an, mit der Zeit. Wenn es jemanden glücklich macht,  solche Dinge zu verbreiten, wenn es die Gruppenmitglieder glücklich macht, ihre Zeit so auf Facebook zu verbringen und wer sich in dieser Gesellschaft wohl fühlt…nicht mein Problem…

Es gab in dieser launigen Gruppe bereits einige Male Äußerungen über meine Person  die im Sachverhalt so falsch wie in der Ausführung hässlich waren. Ich widerstand einige Male der Versuchung, die Fakten öffentlich zu machen oder haltlose Anschuldigungen gerade zu rücken.

Einmal hatte ich mir erlaubt, mein PRIVATES, ganz persönliches FB Profil für 24 h still zu legen.  Man überbot sich in besagter Gruppe mit wilden Spekulationen, Unterstellungen und Häme, man urteilte, ob ich das „darf“ und spekulierte über die Beweggründe, wer entfreundet, wer blockiert worden sei (Spoiler: Bis zu diesem Zeitpunkt NIEMAND!) über meinen Gesundheitszustand und über meine Verantwortung im Verein , der allerdings nahtlos weiter lief, genau wie meine sonstige Arbeit. Unter uns: Ich hatte einfach einmal keine Lust mehr auf Facebook, zu viele tote Katzen…und wenn man sich nur ausloggt, kann trotzdem weiter kommentiert aber dann von meiner Seite nicht reagiert werden. Das wirkt oft unhöflich, also wähle ich ab und an diesen Weg, um etwas Luft zu holen und lege das PRIVATE Profil komplett still. Neuerdings kündige ich es aber brav an und frage vorher die Community um Erlaubnis 😉 . Schließlich hat jeder ein Anrecht auf meine ehrenamtliche Bereitschaft und den Einsatz 24/7 an 365 Tagen im Jahr.  Zumindest war man dieser Meinung. Auch diese Diskussion war bereits mehr als grenzwertig…und die „Fakten“ die diskutiert und mir angekreidet wurden…sie existierten gar nicht! Aber wen interessieren schon Fakten, wenn man sich ausgiebig über jemanden auslassen kann, der sich nicht wehren kann?

Den Teilnehmern an solchen Diskussionen, die kommentieren,  geht es selten um Fakten. Es geht um etwas völlig anderes. Etwas, das sich auch durch Darlegung von Fakten und Beweise nicht unterbinden lässt: Ihre eigenen Gefühle. Daher war ich stets geduldig. Es ist ihr Problem, nicht meines. Man kann aber vielleicht nachvollziehen, dass es wenig motivierend ist, beständig „Opfer“ neuer Diskussionen zu sein, die öffentlich ausgetragen werden und den Ruf schädigen. Meist bleibe ich trotzdem zurückhaltend. Ich bin nicht auf Facebook aktiv, um beliebt zu sein oder um mir die Zeit zu vertreiben, ich bin einzig hier, um Tieren zu helfen!

Oben genanntes Zitat über eine fiktive Erkrankung ist jedoch eine eindeutige Grenzüberschreitung. Das Internet ist kein rechtsfreier Raum und ich denke, wir alle sollten etwas mehr darauf achten, den Cybermobbern und Hetzern das Handwerk zu legen. Ich werde das ab jetzt tun.

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