Seelen Schokolade, Tierschutz

…es ist nie zu spät !

Vor exakt zwei Jahren, am Nikolaus 2013 saß ich allein am Ufer eines zauberhaften Sees in Bayern und dachte darüber nach, was ich alles mir wichtige verpasst hatte, die letzten Jahre und was ich so gerne noch tun würde. Dumm nur, dass ich nicht 30 oder wenigstens 40 Jahre alt war, sondern 50 und das meiste davon erschien mir etwas spät, für einen ersten Versuch.

Der Schnee glitzerte in der warmen Wintersonne und je länger ich darüber nachdachte, desto unsinniger fand ich meine Einstellung. Warum nicht einfach beginnen…und schauen, was sich daraus entwickelt ?

Warum nicht einfach ohne Erwartungshaltung mit Freude angehen, was mir immer schon im Herzen brannte: Tierschutz und Schreiben, am besten in der Kombi .  Es gar nicht zu versuchen ist allemal schlechter als scheitern oder aufgeben !

Heute weiß ich, dass das eine meiner besseren Ideen war 🙂

Einmal angefangen, fügte sich Schritt für Schritt alles an den richtigen Platz, passierte zur rechten Zeit  und mit genau den richtigen Menschen.

Es gibt diesen Blog,  der mir so unendlich viel Freude bereitet und bereits viel ermöglicht hat, in Sachen Tierschutz. Viel mehr, als ich mir je erträumt hätte. Danke Pauline, dass Du mich immer ermutigt hast ❤ !

Jede gelungene Aktion, jedes Happy End, jede erfolgreiche Rettung …jedes Tierleben, das irgendwo vielleicht gerade gerettet wird , liefert Motivation und auch Mut weiterzumachen, mehr zu wollen, für die, die keine Stimme und keine Lobby haben.

Es lohnt sich …für alle Tiere dieser Welt, die vergessen, misshandelt, hungrig, durstig, verletzt irgendwo da draußen warten, dass jemand sich ein Herz fasst und sagt : „Weil ich es kann“.

Denn dafür ist es nie zu spät ❤

Ab 21. Dezember ist unser Verein „Frieden für Pfoten-Peace4Paws“ offiziell eingetragen. Ein wunderbares Team engagierter Tierschützer, die sich zusammengeschlossen haben, das Tierelend in den Krisengebieten dieser Erde zu lindern. Futter statt Bomben !

 

 

 

 

Lifestyle, Seelen Schokolade

Der wichtigste Mensch in deinem Leben…

Die Vorweihnachtszeit, in der das Thema Nächstenliebe ziemlich oft vorkommt, ist ein schöner Anlass, wieder einmal daran zu erinnern, wie wenig man manchen wichtigen Menschen über das gesamte Jahr zeigt, wie wertvoll sie einem doch sind. Hand aufs Herz…wir alle kennen jemanden, der mehr Wertschätzung verdient,  als wir ihm zukommen lassen.

Wie oft hätte es Anlässe für ein Geschenk, eine schöne Überraschung gegeben…und Du hast diese Anlässe verstreichen lassen. Keine Zeit, zu wenig Geld…andere Dinge waren wichtiger.

Wie oft hast Du , obwohl Du genau wusstest, wie sehr sich dieser wichtige Mensch darüber freuen würde,  wunderschöne Erlebnisse verpasst…..das Konzert, das Theaterstück, den Urlaub, das Picknick….keine Zeit, zu wenig Geld…andere Dinge waren wichtiger.

Wie oft warst Du ungeduldig und vorwurfsvoll, obwohl Du genau wusstest, dass dieser wichtige Mensch sein Bestes getan hat.

Wie oft warst Du kritisch und hast hart geurteilt, obwohl Du genau wusstest, dass Deine Maßstäbe viel zu hoch angesetzt sind und vielleicht auch manchmal unrealistisch .

Wie oft hast Du diesem wichtigen Menschen Dinge, Gefälligkeiten, Pflichten abverlangt, obwohl Du genau wusstest, wie sehr er sie hasst und dass die Erfüllung dieser Forderungen ihm nicht wirklich gut tun.

Wie oft hast Du ignoriert, wenn er Dir etwas wichtiges mitteilen wollte, weil es Dir unangemessen oder unwichtig erschien ?

Jetzt, zur Weihnachtszeit, wenn das alte Jahr sich dem Ende nähert,  wäre eine wunderbare  Gelegenheit,  dafür um Verzeihung zu bitten und sich vorzunehmen, es in Zukunft besser zu machen, denn …

Der wichtigste Mensch in Deinem Leben bist Du! Zeit, sich wieder einmal daran zu erinnern, diesem Menschen liebevoller zu begegnen.

Sei großzügig, nachsichtig, geduldig, liebevoll, aufmerksam…vor allem  zu Dir selbst.

Beschenke Dich reichlich, wann immer Gelegenheit dazu ist, verzeihe Dir Fehler, gönne Dir Ruhe, wenn Du sie dringend brauchst, höre auf Deine innere Stimme , erlaube Dir die kontroverse Meinung ,den peinlichen Auftritt, auch einmal nicht gemocht zu werden. Sei Du selbst…und die Welt wird sich anpassen 🙂

Daher wünsche ich allen, die mir am Herzen liegen zum Weihnachtsfest auch ein großes Paket voller „NEINS“ und „WAS SOLLS“  , damit sie dafür um so öfter zum wichtigsten Menschen in ihrem Leben „JA“ sagen können. Passt gut auf Euch auf ❤

 

Ein Schritt zu deinem eig’nen Herzen ist ein Schritt zu dem Geliebten.
(Rumi)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Seelen Schokolade, Syrien, Tierschutz

Weil ich es kann !

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Weihnachten 2015

Während alle Welt um mich herum so langsam in den Vorweihnachts-Stress abtaucht, über Geschenke grübelt, Adventskränze bastelt und Plätzchen backt,  bekomme ich von all dem nichts mit.

Bei mir kleben an den Fenstern noch die Halloween Fledermäuse.  Geld für Geschenke ist in diesem Jahr sowieso etwas knapp bemessen …und Plätzchen backen?  Vielleicht ist im Januar dafür Gelegenheit .

Die meiste Zeit laufen PC und Telefon nonstop nebenher.  Pssst…auch während der Arbeit 🙂 ,  besonders aber abends, nachts und am Wochenende. Ich vergesse Termine, sage Verabredungen ab und bin in Gedanken meist ein paar tausend Kilometer weit weg. Um genau zu sein, in Syrien, wo 17 Katzen in einem fensterlosen, eiskalten Raum darauf warten, dass ich endlich eine zündende Idee habe, und die Mittel, sie so bald als möglich da heraus zu bringen.

Die meiste Zeit bin ich gedanklich in Syrien, wo unzählige Katzen und Hunde auf der Strasse vegetieren und darauf hoffen, dass jemand  ein Herz, bzw die Möglichkeit hat, ein paar Futterbrocken für sie  hinzuwerfen, wo ein paar unglaublich mutige Menschen Tag für Tag losziehen, das größte Elend zu mildern, die schlimmsten Fälle aufzunehmen .

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Dabei fing alles so harmlos an. Eine Katze, eine kleine weiße Katze sollte aus Syrien wieder mit ihrer Besitzerin vereint werden, die mittlerweile in Deutschland lebt. Das haben wir gemeinsam geschafft. Das Mimi Projekt fand ein Happy End .  Katze und Besitzerin wieder selig vereint zu sehen, war ein Glücksmoment, den alle, die ihn teilen durften, wohl nie vergessen werden.

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Hier geht es zu dieser Geschichte

Aber die Bilder, Videos und Berichte von dort öffneten die Büchse der Pandora. Ich begriff zum ersten mal wirklich die Not und das Elend nicht nur der Menschen sondern auch der Tiere vor Ort, in den Strassen von Damaskus. Ich erfuhr Dinge, die ich lieber nie erfahren hätte, lernte Menschen kennen, die ich sofort ins Herz schloss und möchte helfen, oder zumindest den Helfern dort ermöglichen, Hilfe zu leisten !

Übrigens bin ich nicht die Einzige, der es derzeit so ergeht. Wir sind ein engagiertes Team , die alle bereits in irgendeiner Form aktiv Tierschutzarbeit leisten . Alle  motiviert, entschlossen und dabei doch weichherzig und verrückt genug, dieses Vorhaben zu wagen.  Zusammen mit ihnen wird das Projekt „Futter statt Bomben“  gelingen !Um den verlassenen Haustieren in Syrien und allen anderen chancenlosen Streunern überall zukünftig noch effektiver helfen zu können, um offiziell um Spenden bitten zu dürfen, gründen wir gerade einen Verein.

Frieden für Pfoten -Peace for Paws e.V.  , ein Verein, der Fütterung, Kastration, Notversorgung vor Ort unterstützen wird, der dabei behilflich ist, Flüchtlinge wieder mit ihren geliebten Haustieren zusammenzubringen und der vereinzelt auch ermöglicht, dass Tiere nach Deutschland kommen können,  zum Beispiel auch die ehemaligen Hauskatzen aus dem dunklen, kalten Zimmer. Hier gibt es Bilder

Eine Unterbringung,  die übrigens noch immer die bessere Alternative zur Strasse ist, wo sie derzeit Null Überlebenschance haben, Verhungern, Verdursten, Verletzungen und Misshandlung wären dann ihr Schicksal. Wer meint, das Tierelend dieser Welt zu kennen, …es gibt noch eine Steigerung… Tiere in Kriegsgebieten, zum Beispiel Syrien.

All das zu organisieren kostet nicht nur viel Zeit sondern auch Geld. Notversorgung, Futtermittel, Medikamente, Impfungen, Chippen, Einreisebestimmungen, Tollwutimpfungen, Vermittlung,  Transport, jeder Tag bringt neue Hürden und Überraschungen , jeder Tag neue Ausgaben,  so dass ich in diesem Jahr auf die meisten Weihnachtsgeschenke wohl verzichten werde. Sorry  …

Es gibt dafür aber etwas viel Besseres :   Zum Fest der Liebe werden ein paar sichere Todeskandidaten nicht elend im Straßengraben verendet sein, sondern wohlig auf einer Decke unter dem Weihnachtsbaum kuscheln, selig schnurren, einige davon sogar wieder mit ihren ursprünglichen Besitzern vereint, oder mit neuer Familie, wie der kleine blinde  Kater „Nasir“  vom Beitragsbild.

Vielleicht werden sie sich dann wundern, ob das nun das Katzenparadies ist, nachdem sie bereits die Hölle auf Erden erleben mussten, alles  Tiere aus Syrien,  viele mit Behinderungen, Blind, Brüche , Verletzungen, auch sie gezeichnet vom Krieg.

Wenn mich dann wieder einmal jemand fragt, warum ich all das mache, warum ich so viel Zeit, Geld und Nerven investiere, wo doch alles nur ein winziger Tropfen auf den heißen Stein ist , dann antworte ich lächelnd :

Weil ich es kann ! …. Gibt es einen besseren Grund ?

Wer unser Projekt „Frieden für Pfoten – Peace for Paws“ unterstützen möchte, oder vielleicht einem der 17 Kätzchen eine Zukunft  schenken möchte…

bitte schaut auf unserer neuen Facebook Seite Frieden für Pfoten-Peace4Paws vorbei oder schreibt mir eine kurze Mail an bettina.m.schneider@gmx.net .

PS : Spenden oder eine Katze adoptieren kann man aber bereits jetzt. Jeder Cent fließt 1 zu 1 dahin, wo er so dringend gebraucht wird. Versprochen !

Falls Ihr jemanden kennt, dem dieses Thema ebenfalls am Herzen liegen könnte oder der noch ein Plätzchen für Kätzchen hätte :-), bitte lasst ihm diese Zeilen zukommen. Weil bald Weihnachten ist…und weil wir in diesen schrecklichen Zeiten gar nicht genug  vermeintlich Sinnloses, Verrücktes tun können um wieder etwas Licht in die Herzen zu bringen !

Paypal : info@friedenfuerpfoten.org

Ein Video unserer syrischen Freunde, über ihre Arbeit …

Because I can
While everybody around me has slowly been sinking into pre-Christmas stress, pondering presents, crafting Advent wreaths and baking cookies, I have been ignoring all this.
I still have Halloween bats taped to my windows, money for gifts is tight this year anyway,  …and baking cookies?  Maybe in January.
Most of the time my computer and phone are going nonstop.  During office hours too, but don’t tell anybody 🙂 ,  especially in the evening, at night and on the weekends, though. I forget appointments, cancel dates with friends and my mind is usually a few thousand kilometers away. In Syria, to be precise, where 17 cats are waiting in a freezing, windowless room for me to get a brilliant idea and the means to remove them from there as quickly as possible.
Most of the time my thoughts are in Syria, where countless cats and dogs vegetate on the streets and hope that somebody will have a heart or rather find a possibility to throw some food their way; where a couple of incredibly brave people go out every day to alleviate the terrible suffering and take in the worst cases.
And it all started so harmlessly. A little white cat in Syria needed to be reunited with her guardian, who now lives in Germany. We managed to accomplish this together.
The Mimi Project had a happy ending.  To see cat and owner blissfully reunited was a happy moment that all those fortunate enough to witness it will never forget.

But the photos, videos and reports from Syria opened a Pandora’s box. For the first time I truly grasped the hardship and suffering not only of the people but also of the animals there, on the streets of Damascus.
I learned things I would prefer not to know, met people I felt an immediate affection for and now I want to help, or at least to make it possible for the helpers on the ground to help!
By the way, I am not the only one who feels this way. We are a committed team of people all of whom are already involved in some kind of animal rescue and protection work. All of us motivated and determined, but also softhearted and crazy enough to embark on this adventure.  Together, the “Food not Bombs” project cannot possibly fail!
In order to help abandoned pets in Syria more effectively in future, and to be able to solicit donations officially, we are in the process of founding an association.
Frieden für Pfoten -Peace for Paws e.V. is an association that aims to support feeding, spay/neuter programs and emergency treatment in Syria, to help refugees reunite with their beloved pets and occasionally also to enable animals to come to Germany, for example the former housecats from the cold, dark room. Here are some pictures
This accommodation is at least better than the street, where the cats have virtually no chance of survival at the moment, and where they are subject to hunger, thirst and abuse. You may think you know a lot about animal suffering in this world, but it does get worse… think of the animals living in war zones like Syria.
Organizing all this costs not just time but a lot of money. Temporary housing, food, medicine, vaccinations, microchips, rabies blood tests, finding adopters and transportation; every day brings new challenges and surprises, and new expenses, so that I will pretty much be dispensing with Christmas presents this year. For which I apologize  …
But there will be something far better instead: For the holidays this year, a few cats who might otherwise have ended up dead in the gutter will be cuddling on warm blankets under the Christmas tree, purring contentedly, some of them even reunited with their original owners, or with new families, like the little blind cat Nasir who is pictured at the top of this entry.
All these animals from Syria, many of them with disabilities, blind or with broken bones or other injuries, marked by war, may be wondering if they have landed in cat paradise, after experiencing hell on earth.
And if somebody asks me why I am doing all this, why I invest so much time, money and energy when this is just a tiny drop in the ocean, I smile and answer:
Because I can ! …. Could there be a better reason?
If you would like to support “Frieden für Pfoten – Peace for Paws” or join the association there will be no fixed membership dues, but only voluntary donations. Or perhaps you would like to offer a future to one of the 17 kitties …
Please have a look at our new Facebook page Frieden für Pfoten-Peace4Paws or drop me a quick email at bettina.m.schneider@gmx.net.
PS : You can already donate or adopt a cat now. Every cent will go directly to where it is most needed. That’s a promise!
If you know somebody else who might be interested in this issue or have a little spot for a kitty:-), please forward these lines to them. Because it is nearly Christmas …and because in these terrible times we cannot do enough seemingly meaningless and crazy things to bring a bit of light back into people’s hearts!
Paypal : info@friedenfuerpfoten.org

Seelen Schokolade

Das schönste Geschenk, ever <3

Seit meine Tochter im Ausland studiert, ist jeder Besuch von ihr ein kleines Fest für mich.
Wir hatten immer einen guten Draht, der durch die Distanz eher noch gefestigt wurde.

Skype, Facebook, WhatsApp und Handy reichen heute bis in den hintersten Winkel der Welt.
Wo ein Wille ist, da gibt es WLAN und Telefon. Mit etwas Glück machen die erwachsenen Kinder auch reichlich Gebrauch davon, und dann spielen Entfernungen keine Rolle mehr….

Im Übrigen werden mir viele Eltern erwachsener Kinder beipflichten, dass ein intensives und nettes  Gespräch via Skype wesentlich angenehmer ist, als die unfreundlichen Nörgeleien aus dem Kinderzimmer, weil man wieder einmal zur Unzeit ans Aufräumen oder an anstehende Aufgaben erinnert.

Allen Müttern, die bedauern, dass die Kinder so schnell groß werden und irgendwann das Haus verlassen, möchte ich versichern :
Es wird anders wenn sie erwachsen sind, …nämlich noch besser :-).

Der letzte Besuch meiner Tochter fiel in eine Zeit, in der ich mehr oder weniger nonstop am Rechner irgendwelche Projekte auf den Weg brachte, am Blog bastelte oder an meinem Buch schrieb.
Der alte PC brachte mich schier zur Verzweiflung.

Zum einen befinde ich mich in Sachen IT nach wie vor auf dem Niveau der Sesamstraße zum anderen war der Rechner genauso organisiert wie der Rest meiner Ablage… eigentlich gar nicht, und die meisten Dokumente und Bilder, die ich gerade suchte, waren unauffindbar im großen Daten Nirvana abgetaucht.

Mitten in eine dieser hektischen Suchaktionen platzte meine Tochter mit dem Wunsch, sie möchte gerne mit mir reden. Jetzt, sofort !

Ich sollte den Rechner herunterfahren und mir 15 Minuten Zeit für sie nehmen.

Wenig begeistert folgte ich ihrem Wunsch, schaltete den PC ab und wir setzten uns ins Wohnzimmer.

Aktionen dieser Art endeten meist mit einer Mitteilung, die mir nicht sonderlich gefiel.

Das Himalaya Trekking letzten Sommer oder der Weihnachtstrip nach Singapur im Vorjahr wurden mir auch auf diese Weise nahe gebracht und während ich überlegte, ob es nun um eine weitere Abenteuer Fernreise gehen könnte, bei der ich wieder in schlaflosen Nächten auf ein Lebenszeichen warten würde oder ob sie mir vielleicht gleich eröffnen wollte, dass sie schwanger sei…reichte sie mir ein Päckchen und strahlte mich an.

„Für mich ? Warum ? Haben wir etwas zu feiern ?“
Neugierig zog ich an der Geschenkschleife und öffnete den Karton.
Liebevoll eingepackt befand sich darin…ein Laptop.

„Mach ihn auf“, drängelte sie vergnügt, und dann fing ich bereits das erste mal an zu weinen.

Mein Kind, das ansonsten gerne auch einmal genervt reagiert, wenn ich zum 1000. Mal die selbe dämliche PC Frage stelle und die sich im Großen und Ganzen nicht übermäßig für meine Arbeit interessiert…dachte ich jedenfalls…
hatte mir den Laptop nicht nur geschenkt sondern ihn personalisiert, wie es liebevoller und detaillierter nicht möglich gewesen wäre.

Alles was ich brauchte, oder je brauchen würde, alles was mir gefällt, war bereits abgespeichert.
Lieblingsseiten, Musik, Bilder, Stores, Apps, Postfächer, Dateien, der Blog …. Nichts fehlte.

Sie hatte nicht nur sämtliche Passwörter gekannt oder geknackt, sie wusste genau, was ich wo, wie, wann, gerne benutze, welche Programme ich zum arbeiten brauche, zum Beispiel eine brandneue  Version von Word und sie hatte alle relevanten Daten heimlich von meinem Rechner gezogen, eingescannt oder kopiert.

Das Bild, das sie für das Display ausgewählt hatte, war ein Halloween Kürbis und irgendwie hatte sie im Desktop eingespeichert, dass jeden Tag eine kleine Notiz von ihr an mich erschien. Ich las die erste Notiz und begann hemmungslos zu weinen, zu lachen, wahrscheinlich ein bisschen von beidem.

Für Dich Mama, und für „Gutes Karma to go“, damit Du in Zukunft von überall arbeiten kannst. Viel Spaß mit dem neuen Laptop !

Es war nicht der Wert des Geschenks der mich so aus der Fassung brachte, obwohl auch dieser für eine Studentin große finanzielle Klimmzüge bedeutet haben musste.

Es war das wunderbare Gefühl, dass jemand mich mit allen Eigenheiten und Vorlieben sehr genau kennt.
Das tolle Gefühl, dass mir jemand einen Wunsch erfüllt hat, ehe ich ihn je ausgesprochen oder gar selbst gedacht habe.
Das  berührende Gefühl, dass jemand viel Zeit und Liebe investiert hat.
Dass jemand an mich glaubt und meine Arbeit unterstützt.
Mein Kind.

Wir feiern bei uns seit dem Ende des Kindergartens keinen Muttertag mehr.
Ich finde solche aufgesetzten Pflichttage albern und fände es mehr als bedenklich, wenn es diesen Anlass bräuchte, mein Kind daran zu erinnern, der Mutter eine Freude zu bereiten oder Zeit mit ihr zu verbringen.
Astrid Lindgren, deren Büchern mich als Erziehungsratgeber sehr inspirierten, sah das übrigens genauso.

Jedesmal wenn ich den Laptop öffne und mir die Notiz entgegen blinkt, dann ist für mich Muttertag hoch zehn und ich denke heimlich…

Alles richtig gemacht und …..riesen Glück gehabt 🙂

DANKE, meine Süße ❤

Astrid Lindgren

Lifestyle, Seelen Schokolade

Kronach…ein Städtchen wie eine Disney Kulisse :-)

Heute hat der Radio Sender „Antenne Bayern“ ein Video mit Luftaufnahmen meiner Heimatstadt veröffentlicht.

Ok, wir sind nur ein winziges Städtchen. OK, wir sind am Land.
Nicht nur „Land“ sondern „Land-Land“, wie meine Hamburger Freundin gerne spitz bemerkt, wenn sie hier zu Besuch vorbei kommt und immer wieder staunt, dass „man so leben kann…wenn man die Zivilisation gewohnt war „.

Kann man sehr gut. Denn dieses Städtchen, das die einzige Festung besitzt , die dank eines beherzten Einsatzes der weiblichen Stadtbewohner selbst im Schwedenkrieg nie eingenommen wurde, ist einer der schönsten Orte der Welt.

Ein paar Sonnentage weniger im Jahr, als zum Beispiel München, wenig bis gar kein „Schicki- Micki“, weit ab vom nächsten großen Airport …aber dafür Zusammenhalt und Regionale Highlights, Events, Kultur und Historie pur.
Bevölkert von Menschen, denen Werte, im positivsten Sinn des Wortes, noch etwas bedeuten.
Kronacher, die oft sehr bewusst das Leben ganz am letzten, nördlichen Zipfel Bayerns gewählt haben oder gerne wieder zurück kamen, nach Ausbildungszeit und Studium.

Denn letztlich kommen sie alle wieder zurück nach Hause, und wenn es nur einmal im Jahr ist …schaut Euch an, warum , …Franken Disney pur 🙂

Kronach

Lifestyle, Seelen Schokolade, Tierschutz

Ein persönlicher Brief an Dich…

Liebe Zweiflerin…

Ich bin es.
Die, die Dich ständig über diese Sache reden lässt… Dieses Projekt. Diese Chance. Diesen Plan.

Ich weiß, dass Du glaubst, Du wärst nicht die Richtige für diesen Job. Aber mal ganz ehrlich, wenn Du nicht die Richtige für diesen Job wärst, wäre ich nicht damit an Dich herangetreten.

Ich hätte damit nicht an die Türen Deines Verstandes geklopft. Ich wäre Dir damit nicht in deinen Träumen erschienen, in Deiner Phantasie und in Deinem Herzen.

Ich hätte es nicht so verlockend gemacht, über mich nachzudenken.

Ich hätte Dir nicht die Frustration eingepflanzt, über das, was ist.

Ich hätte Dir nicht die Vision geschenkt, wie es sein könnte.

Du sagst, Du möchtest mehr Sinn, mehr Abenteuer, mehr Einfluss in Deinem Leben.

All das biete ich Dir an. Aber Du erzählst mir immer wieder, ich wäre dumm, unrealistisch, eine Nummer zu groß für Dich …dabei bin ich hier, bereit Dir das größte Abenteuer Deines Lebens zu schenken.

Ich nehme das nicht persönlich, aber ich weine darüber.

Ich weine um die Freude, die Dir entgeht.  Ich weine, weil Du so nie Deine enorme Stärke und Brillanz erfahren wirst.
Ich weine auch um all das, was die Welt an Dir verpasst.

Als ich diesen Job übernahm, sagte man mir, der grösste Teil davon bestünde aus Warten. Warten auf Dich.

Ich möchte sicher gehen, dass Du weisst, ich bin da, nur einen Wimpernschlag von Dir entfernt und warte. Ich warte, dass Du JA sagst.

Wir schaffen das.  Zusammen können wir diese Sache durchziehen.

Es stimmt, ein Teil meines Jobs liegt darin, Herausforderungen und dunkle Momente zu erschaffen, gerade genug, um Dich die wunderbarsten Lektionen zu lehren, die Du jemals erfahren wirst.

Ich brauche Dich. Deine Hände. Dein Herz. Deinen Verstand. Deine Lebensumstände. Deine Stärken. Deine Schwächen. Deine Wunden. Deinen Humor. Deine Geschichte.

Ich brauche Dich, genau so, wie Du bist.

Sagst Du JA ?

In Liebe
Deine Berufung

Für all die wunderbaren begabten, klugen, phantasievollen, besonderen Frauen, (und natürlich auch Männer 🙂 ) denen zur Verwirklichung ihrer Träume eigentlich nur eine einzige Sache im Weg steht … ihre Selbstzweifel …

thinkbuddha

(Frei aus dem Englischen übersetzt nach der wunderbaren Vorlage von tara-sophia-mohr)

PS: Meine persönliche Berufung meldete bereits vor einiger Zeit laut und deutlich, sie wünscht sich vollen Einsatz für Tierschutz und Tierrechte 🙂

Lifestyle, Seelen Schokolade

150 Liter Bio Apfelsaft…oder „selbst ist die Frau“ :-)

Als sich letzte Woche im Garten die ersten Rehe zum Snack unter den Apfelbäumen einfanden, und genüsslich das überreife Fallobst verspeisten, fiel mir siedendheiss ein, es ist allerhöchste Zeit einen Termin in der Apfelkelterei zu vereinbaren.

Selbstgekelterter Apfelsaft aus Äpfeln, die so „Bio“ sind, dass sie einzig Sonne, Wind und Regen, etwas Vogeldreck und ein paar Würmer zum Gedeihen erhalten haben, ist sehr begehrt und super lecker. Da ich diese Arbeit allein nicht bewältigen kann, einige Zentner wollen dabei bewegt werden, ist die Ernte meist eine Gemeinschaftsaktion. Unterstützung bei der Ernte und Hilfe in der Kelterei, gegen einen Anteil am Saft.

Diesmal ging so ziemlich alles schief , was nur schief gehen kann. Der Termin in der Kelterei stand unverrückbar, es waren jedoch längst noch nicht alle Äpfel geerntet. Dazu regnete es in Strömen und aus den unterschiedlichsten Gründen fielen die seit Mai fest eingeplanten Ernte Helfer in letzter Minute aus.  Letzteres ist übrigens nicht wirklich neu, nur Platzregen und Zeitdruck gaben der diesjährigen Aktion noch einen besonderen Kick in Sachen Stress :-).

Mag das Dorfleben auch in mancher Hinsicht Nachteile mit sich bringen, in Sachen Nachbarschaftshilfe ist es unerreicht. Ein paar Telefonate und binnen einer Stunde waren die Bäume geleert, das Fallobst aufgelesen und das Auto bis zum Anschlag mit Äpfeln vollgestopft. So erreichte ich tropfnass aber pünktlich den begehrten Termin in der kleinen Kelterei eines Obst- und Gartenbau Vereins, dessen Mitglieder jeden Herbst Equipment und know-how der Saftgewinnung zur Verfügung stellen und begann damit, die kostbare Fracht umzuladen.

Im Inneren einer echten Kelterei sieht es nicht ganz so pittoresk aus, wie in den netten Werbefilmchen grosser Getränkehersteller. Es ist schrecklich laut und hektisch. Die Pressmaschinen machen einen Heidenlärm, alles ist gekachelt, sterile Fliesen, blinkende Metallarmaturen, und es klebt. Überall 🙂

Dafür sind die Mitarbeiter um so herzlicher.  Nachdem man kurz belustigt meine Versuche verfolgte, 5 Zentner Äpfel in unverschlossenen Säcken über den Hof zu balancieren und bereits die erste Ladung davon auf dem Boden lag, gab es Starthilfe in Form einer Transportkarre,  einer Tasse Kaffee und den segensreichen Worten : Lass Dir Zeit ….

Ab dann lief alles wie am Schnürchen:

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Das Obst wird gewogen und in einen Metallbehälter gekippt, dort gewaschen und im nächsten Arbeitsschritt zerkleinert.
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Die Äpfel werden dann gepresst und die festen Bestandteile über ein Laufband abtransportiert. Diese Reste sind ein begehrtes Futtermittel, das Bauern und Jäger gerne für ihre Tiere nutzen und neben der Kelterei warten bereits aufgereiht die Traktoren, zur Abholung.
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Im letzten Arbeitsschritt wird der Apfelsaft kurz erhitzt um eventuelle  Keime, Pilze und andere unerwünschte Organismen abzutöten und dann läuft das leckere Endprodukt bereits warm und duftend aus dem Abfüllrohr in die bereit gestellten Pappcontainer, deren ausgeklügeltes Innenleben ein kleines Zapfsystem beinhaltet. Ab jetzt kann also in der Küche wieder jederzeit frischer Apfelsaft gezapft werden. 🙂12111938_1510795009234475_6426947033131161644_n

Die erste Kostprobe, als kleiner Umtrunk zum Abschluss genehmigt, war vielversprechend.
Längst hatte ich vergessen, dass ich mir zwei Stunden vorher noch geschworen hatte, nächstes Jahr lieber die gesamte Ernte am Boden verrotten zu lassen, als wieder einmal Landfrau im Alleingang zu spielen.
Auf der Heimfahrt duftete es im Wagen betörend nach frischem, süssem Apfelsaft, satte 150 Liter , die Scheiben waren von der ausströmenden Wärme der Container beschlagen und ich steuerte vergnügt die ersten Abnahmestellen an…denn auch wenn nicht jeder Zeit oder die Möglichkeit hat, bei der jährlichen Saftaktion mitzuwirken, …getrunken wird der fertige Saft überall sehr gern :-).

PS:
Wer selbst nicht über Apfelbäume verfügt aber gerne eigenen Saft pressen würde, Kleinanzeige im örtlichen Anzeigenblatt, Unterstützung beim Ernten und Pressen gegen Saftanteil 🙂

Lifestyle, Seelen Schokolade

Don´t dream it…be it !

Seit ich mit fünf Jahren lesen lernte,  träume ich davon, irgendwann selbst Bücher zu schreiben.

Dieser Wunsch begleitete mich durch mein ganzes Leben. Es sollten wichtige Bücher werden , lustige Bücher,  Bücher die jeder lesen wollte, Bücher die die Welt verändern würden. Mindestens…Unter Pulitzer Niveau wollte ich gar nicht erst anfangen zu schreiben.

Passiert ist dann ….nichts.

…bis zum Sommer 2013,  als all meine Wertvorstellungen und Lebensziele kräftig durchgeschüttelt wurden und ich neben einigen anderen spannenden Erkenntnissen auch zu der Einsicht kam :

So ein Quatsch ! Schreiben muss in erster Linie Spass machen. Alles andere ergibt sich von allein. Oder auch nicht.  Egal .

Heute liess ich den Titel für mein erstes Buch endlich offiziell registrieren. ..Wenn nicht jetzt…wann dann ?

Oder wie die unvergleichliche Jane Austen einst schrieb :

  Wieso gönnen wir uns den Genuss nicht sofort  ?

   Wie oft wird die Freude durch Vorbereitungen verdorben ,

   …durch törichte Vorbereitungen !

 

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Lifestyle, Seelen Schokolade, Tierschutz

Online- Dating mal ganz anders…

Als Mick durch einen Unfall viel zu jung und buchstäblich über Nacht aus meinem Leben gerissen wurde, beschloss ich, mich nie mehr auf eine so tiefe Bindung einlassen zu wollen. Was hätte nach ihm auch noch Besseres kommen sollen?

Niemand würde mich je wieder so zum Lachen bringen wie er das immer tat. Niemals wieder würde mir jemand mit einem einzigen Blick aus klugen, blauen Augen den Wind aus den Segeln nehmen, wenn ich gereizt nach einem langen Arbeitstag nach Hause kam und mir nicht der Sinn nach Streicheleinheiten war. Sein Charme bezauberte jeden und obwohl er sich dessen wohl bewusst war, konnte man ihm nie böse sein. Niemand konnte das.

Ich hatte alles weit weg verräumt, was mich an ihn erinnerte und fand es mehr als taktlos, wenn meine Freundinnen mir rieten, ihn baldmöglichst zu ersetzen und meinten, ich würde es übertreiben mit meiner Trauer. Was wussten die schon ?

Wer mich ein bisschen kennt, weiß jedoch, dass „niemals“ ein dehnbarer Begriff in meiner Gedankenwelt ist und es dauert dann gar nicht soo lange, bis mir eine innere Stimme einladend zuflüsterte: „Da draußen wartet jemand auf Dich, jemand, den Du vielleicht doch wieder in dein Herz schließen wirst… Du musst ihn nur finden.“

So begann ich an den Abenden, wenn alle im Haus schliefen, im Internet heimlich auf einschlägigen Portalen nach einem Paar blauer Augen zu suchen, die mich ansprachen. Seit Mick war ich verschossen in blaue Augen. Verschossen in die unnachahmliche Art und Weise, wie das Licht sich in ihnen spiegelt, und auch jede Stimmung. Genau das wollte ich wieder haben.

Nach vielen Abenden und gefühlten Tausend Bildern, von denen mich keines so richtig ansprach, wurde ich auf der Seite einer Spanischen Agentur schließlich fündig. Aufgeregt überflog ich den Begleittext zum Foto:  In jedem Punkt perfekte Übereinstimmung. Ich atmete tief durch, bat Mick innerlich um Vergebung und verfasste eine Mail, in der ich kurz schilderte, wie ich mir eine gemeinsame Zukunft vorstellen würde.

Online-Dating funktioniert

Bereits am nächsten Morgen war die äußerst sympathische  Antwort im Postfach. Dazu weitere Bilder, die meine letzten Zweifel an dieser Aktion zerstreuten. Sie waren alle verwackelt und das Umfeld, in dem sie aufgenommen waren, nicht gerade einladend. Ich fand sie trotzdem umwerfend, saß verzückt lächelnd vor dem Rechner und hatte nur einen Gedanken:  Jetzt, wo mein Entschluss fest stand, wollte ich Himmel und Hölle in Bewegung setzen, ihn so bald als irgend möglich da heraus zu holen

Mein Umfeld reagierte nicht ganz so begeistert auf diese Idee, wie ich erwartet hatte. Warum ausgerechnet einen Ausländer? Warum das Risiko einer unbekannten Herkunft und eventueller Krankheiten, die er einschleppen könnte, eingehen, wenn ich doch hier, vor der Haustüre, jederzeit unter zig Optionen auswählen könnte? Vielleicht handelte es sich ja um irgendeine versteckte Abzocke und ich in meiner Naivität wäre das ideale Opfer.

Nie vorher war mir aufgefallen, wieviel Halbwissen und Vorurteile in den Köpfen unterwegs sind, wenn es um das Thema Ausländer oder Ausland geht. Ich rollte innerlich mit den Augen, liess mich aber nicht irritieren, überwies die Vermittlungsgebühr und bereitete mich und das Haus auf den Tag der Ankunft vor.

Mein Kater kommt zu mir

Man hatte mir versichert, sobald sich ein Flugpate gefunden hätte, würde man den kleinen Kater zu mir auf die große Reise schicken. Tiere dürfen nicht ohne Begleitung im Flugzeug transportiert werden. Man braucht also jemanden, der sich bereit erklärt, für die Dauer der Reise eine sogenannte „Flugpatenschaft“ einzugehen. Jetzt blieb mir nur, abzuwarten, bis sich jemand fand, der auf diese Weise einem sicheren Todeskandidaten ein neues Leben in einem liebevollen Zuhause ermöglichen wollte.

Mein neuer Hausgenosse war als winziges Kitten halbtot in einer Mülltüte gefunden worden, von privaten Tierschützern versorgt, aufgepäppelt, und zur Vermittlung ins Netz gestellt.  Ich war nur zu gerne bereit, durch die Vermittlungsgebühr einen Teil der bisher angefallenen Kosten und den Transport zu übernehmen. In Spanien wollte ihn niemand haben, eine Vermittlung ins Ausland war seine einzige Chance und die sollte er erhalten.

Lilith Luna

Für den letzten und wichtigsten Teil der Rettung waren wir jedoch auf die Hilfe eines tierlieben Reisenden angewiesen, der durch seine Unterschrift am Counter bestätigte, dass mein kleiner Spanier im Frachtraum mitfliegen durfte.

Es vergingen bange Wochen. Ich erhielt zwar regelmäßig neue Bilder, lernte die Menschen dieser Organisation besser kennen und sehr schätzen,  aber nie klappte es mit der Zusammenführung. Die wenigen Flugpatenplätze sind heiß umkämpft, immer nahm ein dringenderer Notfall den erhofften Platz ein. Ich war bereits fast soweit,  eben mal selbst kurz nach Alicante zu fliegen, nur um „meinen Merlin“ endlich dort abzuholen, als die erlösende Mail kam. Ein Flugpate hatte sich gemeldet.

Es gibt Augenblicke im Leben, die man nie vergisst. Für mich war einer dieser magischen Augenblicke, als mir in der Ankunftshalle des Münchner Flughafens eine völig fremde Frau von ihrem Gepäckwagen eine Box reichte und lächelnd sagte: „Hier ist Ihr Blind Date, ich wünsche von Herzen alles Gute für den Kleinen, er hat es verdient .“ Es war der Beginn einer grossen Liebe 😉

Luni Karma 2

Merlin ist in jeder Hinsicht ein Jackpot und regierte  sein neues Reich vom ersten Tag an mit Charme und Dickköpfigkeit.   Nur an der Sprachbarriere müssen wir noch arbeiten. Manche Worte, wie  „Nein“ oder „Runter vom Tisch“  will er einfach nicht lernen 🙂 Wenn ich an den Abenden versuche, auf Facebook Flugpaten für die neuesten Notfälle zu gewinnen, blinzelt er mir mit seinen wunderschönen blauen Augen schläfrig zu und motiviert mich, weiter so viele Menschen für diese wunderbare Idee zu begeistern, wie irgend möglich.  Teilen wäre also in diesem Fall besonders nett ❤

(..und Pssst……..die Geschichte hat sich flüssiger mit nur einer Katze erzählen lassen….aber ich habe  damals BEIDE Kätzchen vom Bild adoptiert  🙂

DSC06098, Lilith Schläfchen

Bei SCARS in Griechenland warten so viele liebenswerte Katzen auf ihr erstes „Blinddate“. Bitte schreibt mir, wenn ihr euch für eine interessiert, eine Adoption ist ganz einfach ❤

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