Katze, Seelenmarzipan, Tierschutz

Du fehlst…

Es fehlt etwas in meinem Haus,

ich spür es Tag und Nacht.

Du fehlst …

und es braucht  Zeit und Kraft, bis wieder Sonne lacht.

 

Doch jetzt ist Trauerzeit für mich,

mein Herz muss erst genesen.

Du fehlst…

warst niemals „nur ein Tier“ für mich, warst ein geliebtes Wesen.

 

Du warst der beste Freund der Welt,

im Lachen wie im Weinen

Du fehlst…

warst sanft und wild, warst klug und schön.

Ersatz für dich, gibt´s keinen.

 

Du bist der schönste Stern am Himmel,

schnurrst jetzt im Sternengarten

Du fehlst…

doch ich weiß ganz genau, du wirst dort auf mich warten.

 

(c)  Sternengarten Verse 2019

Bettina Marie Schneider

 

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(c) Gutes Karma to go

 

 

 

 

 

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Chance, Kurzgeschichten, Seelenmarzipan, Tierschutz

Liebe geht manchmal seltsame Wege…

Liebe geht manchmal seltsame Wege

Philly die Nachbarskatze, die mich seit Lunas Tod jeden Tag besuchte, musste leider wieder entwöhnt werden. Bald würde eine neue Katze bei mir einziehen und dann wäre es ungut für sie, sofort mit Revier Rangeleien unter Diven, ins neue Leben hier zu starten.

Also informierte ich meine liebe Nachbarin, dass Philly ab sofort nicht mehr zu Besuch kommen und über Nacht bleiben kann und besondere Zuwendung benötigt.

Als ich aus der Stadt zurück kam, wieselte Philly von der anderen Straßenseite sofort zu mir und Richtung Haustüre.
„Nein, meine Süße, das geht heute leider nicht!“.
Ich schob sie sanft beiseite und schlüpfte an ihr vorbei ins Haus. Schnell die Türe hinter mir zu und hoffen, dass sie es bald begreift.

Eine Stunde später saß sie immer noch am gleichen Fleck und sah sehnsüchtig Richtung Türe.
Ich lenkte mich mit Arbeit ab und rief die Nachbarin an, damit sie sie ins Haus lockt.
Philly wurde mit sanfter Gewalt abgeholt.
Puh. Das war nicht einfach für mich. Aber diese Katze hat ein Zuhause und die neue Katze benötigt eines.

Als ich später im Wintergarten die Temperatur für die Blumen checkte, sass Philly dort vor der Türe und sah mich durch die Scheibe vorwurfsvoll an.
„Was ist los, siehst du mich nicht? Bitte lass mich endlich rein, mir ist kalt!!!“.
Es war schon sehr spät und eine bitterkalte Nacht.
Ich schnappte mir Philly, rannte im Schlafanzug mit ihr über die Straße und klingelte bei den Nachbarn.
„Hier, sie ist ausgebüxt. Nicht dass sie heute Nacht draußen schlafen muss…“
Dann war endlich Ruhe und ich ging mit schlechtem Gewissen schlafen.
Ihre Anhänglichkeit und Hartnäckigkeit rührte mich und überhaupt…so eine süße und dickköpfige Maus!
Aber eben nicht MEINE Maus und daher war die Konsequenz zwar leider spät aber wichtig!

Ich erwachte von einem Geräusch, es war Philly, die sich energisch gegen die Türe warf und dabei jammerte.
Auch früh am Morgen führte ihr erster Weg zu mir. Ich informierte meine Nachbarin.
Sie wurde abgeholt und mit Wurst bestochen.
Das weiß ich, weil ich ein Video davon erhielt 😉.
Dabei erfuhr ich auch, dass Philly so lange Randale gemacht hatte, gestern Abend, bis sie wieder hinaus durfte.

Mittlerweile haben wir uns unterhalten, Phillys Familie und ich und dann sprach ich auch mit der Familie der neuen Katze, die bald einziehen sollte.

Als Philly heute Nachmittag wieder wie ein Blitz über die Straße sauste und schneller an der Haustüre war als ich aus dem Auto gestiegen…
da ließ ich sie mit hinein.
Es muss einfach so sein.

Sie wird im Sommer dann endgültig entscheiden, wo sie gerne bleiben möchte und ob sie dann mit mir umziehen will.
Bis dahin warte ich und bis dahin wird die kleine, eigensinnige Dickmamsell stereo und im Wechsel auf beiden Straßen Seiten verwöhnt. Und dann sehen wir weiter.
Heute schläft sie bei mir. Schon vereinbart 😉
Liebe geht manchmal seltsame Wege…

 

Philly
Philly…<3
Chance, Lifestyle, Seelenmarzipan

Selbstfürsorge, sich selbst pflegen… ist oft eine sehr unschöne Sache.

Selbstfürsorge, sich selbst pflegen… ist oft eine sehr unschöne Sache.

Sie erfordert eine exakte Liste deiner Versäumnisse, erzwingt eine disziplinierte Morgenroutine, sie kocht sich gesunde Mahlzeiten und rennt nicht länger nur von ihren Problemen weg und nennt die Ablenkung dann „eine Lösung“.

Es ist oft das Hässlichste, was du dafür tun musst …
wie dich durch ein weiteres Training zu schwitzen oder einem toxischen Freund zu sagen, dass du ihn nicht mehr sehen willst
oder einen zweiten Job anzunehmen, damit du über ein Sparkonto und Reserven verfügst,
oder einen Weg finden, dich selbst zu akzeptieren, damit du nicht ständig davon erschöpft bist, alles zu jeder Zeit sein zu wollen und dann gezwungen bist, dringend benötigte Pausen vom Leben zu machen,
wie ein bisschen Öl in ein Bad zu geben, in Marie Claire Journalen zu blättern und dein Telefon einen Tag lang abzustellen.

Eine Welt, in der Selbstfürsorge ein so angesagtes Thema sein muss, ist eine kranke Welt.

Selbstfürsorge sollte nicht etwas sein, worauf wir zurückgreifen, weil wir so vollständig erschöpft sind, dass wir eine Pause von unserem unerbittlichen inneren Druck brauchen.

Wahre Selbstfürsorge ist kein Ölbad und kein Schokoladenkuchen, sondern die Entscheidung, ein Leben aufzubauen, von dem du nicht regelmäßig entfliehen musst.

Und das erfordert oft das, was du am wenigsten tun möchtest.

Es bedeutet, dass du deinen Fehlern und Enttäuschungen ins Auge sehen und eine neue Strategie entwickeln musst.
Es befriedigt nicht deine unmittelbaren Wünsche.

Es ist loslassen. Es ist neue Entscheidungen treffen. Es ist einige Menschen zu enttäuschen.

Es bedeutet, Opfer für andere zu bringen.
Es ist eine Art zu leben, die andere Menschen nicht wollen.
Es ist, anders zu leben als andere. Vielleicht kannst du anders leben, als  die meisten Menschen das können.

Es ist, sich normal zu fühlen. Ganz normal. Ausnahmslos.

Es ist, manchmal einfach eine schmutzige Küche zu haben und zu entscheiden, dein ultimatives Lebensziel ist es nicht, Bauchmuskeln zu haben und mit deinen falschen Freunden Schritt zu halten.

Es ist, darüber nachzudenken, wie viele deiner Ängste daher rühren, dass du dein Potential nicht ausschöpfst, und wie viele daher rühren, dass du darauf trainiert wurdest, in bestimmten Schemen zu denken, ehe du überhaupt wusstest, was gerade passiert.

Wenn du dich regelmäßig der Selbstpflege durch Konsumieren widmest, liegt das daran, dass du von der eigentlichen Selbstpflege abgekoppelt bist, die sehr wenig mit „sich selbst verwöhnen“ zu tun hat, und eine ganze Menge damit, sich selbst zu erziehen und Entscheidungen auf lange Zeit für das eigene Wohlbefinden zu treffen.

Das bedeutet, dein hektisches und unvernünftiges Leben nicht länger als Rechtfertigung für Selbstsabotage in Form von Genussgiften und dem Aufschieben wichtiger Dinge, vorzuschieben.
Es geht darum zu lernen, wie man aufhört, sich selbst zu „reparieren“ und anfängt, auf sich selbst aufzupassen… vielleicht stellt man dann fest, dass dieses liebevolle „Aufpassen“ viele Probleme löst, die du immer schon gerne lösen wolltest.

Es bedeutet, der Held deines Lebens zu sein, nicht das Opfer.

Es bedeutet, dass du deine Synapsen so lange neu verdrahten musst, bis dein Alltag nichts mehr ist, von dem du dich erholen musst.

Es ist nicht länger die Entscheidung für ein Leben, das gut aussieht, sondern für ein Leben, das sich gut anfühlt.

Es bedeutet, verdammt noch mal, einige Ziele aufzugeben, damit du dich um andere Pläne kümmern kannst.

Es ist ehrlich, auch wenn das bedeutet, dass es nicht überall gut ankommen wird.

Es wird deinen ureigensten Bedürfnissen gerecht, und damit bist du nicht mehr ängstlich und abhängig von anderen Menschen.

Es bedeutet, zu der Person zu werden, die du immer sein wolltest und die deine Bestimmung ist:
Jemand, der weiß, dass Ölbäder und Schokoladenkuchen tolle Wege sind, um das Leben zu genießen – aber nicht, um davon Abstand zu finden.

(c) deutsche Übersetzung/ Bettina Marie Schneider.
Frei übersetzt nach der englischen Original Vorlage von
(c) -Brianna Wiest

Chance, Seelenmarzipan

Black Friday!

Heute ist Black Friday! Der Tag der Shopping Queens und Schnäppchen Jäger.

„Schwarzer Freitag“ wird in den Vereinigten Staaten der Freitag nach Thanksgiving genannt. Er ist dort Start in ein traditionelles Familienwochenende und Beginn der Weihnachts-Einkauf-Saison. Die Händler setzen dann besondere Anreize mit Schnäppchen und auch in Deutschland hat sich dieser Black Friday mittlerweile etabliert.

Auch ich werde heute nach rosa XXL Stand Kühlschränken und Retro Musik Boxen Ausschau halten aber wollte in Bezug auf Weihnachten gerne an etwas erinnern:

Gerade die persönlichen und selbst gefertigten Weihnachtsgeschenke sind es oft, die uns besonders am Herzen liegen. Die selbst gebackenen Kekse, in einer schönen Dose. Der selbst geflochtene Kranz, ein selbst gemaltes Bild, eine selbst getöpferte Skulptur, eine selbst zusammen gestellte Foto Collage…ein selbst gestrickter Pullover…

Die größten Schätze in meiner Geschenke Sammlung wurden alle von jemandem liebevoll für mich erstellt, der dafür nicht shoppen war sondern seine Kreativität und Zeit eingebracht hat und Liebe…es sind Unikate und schöne Erinnerungen.

Black Friday, um den Hausrat zu ergänzen…jaaa, tolle Sache.
Aber Weihnachtsgeschenke, die oft nicht einmal mehr selbst verpackt werden sondern via Großhändler, mit Standard Karte versendet, ankommen, … die haben irgendwie das Thema verfehlt.
Wir alle beschweren uns über den Konsumwahn und den Siegeszug und die Macht der großen Konzerne und Ladenketten, die alles in einen Einheitsbrei verwandeln.
Zumindest an Weihnachten könnt ihr ihnen ein Schnippchen schlagen anstatt Schnäppchen zu jagen 

 

friday
Alles auf dem Bild „Handmade“… und mit Liebe gefertigt ❤

 

Chance, Seelenmarzipan, Tierschutz

„Sei ganz du selbst…und die Welt wird sich anpassen“, haben sie gesagt…stimmt das wirklich?

„Sei immer mutig, steh zu dem, was du tust, bewahre deine Phantasie und Kreativität und deine Freude, sie auch zu leben …“
Solche Sätze sollten Eltern ihren Kindern nicht nur vorsagen sondern auch vorleben, wenn sie es wirklich ernst damit meinen.
Oft sind das ja nur halbherzige Lippenbekenntnisse, die Realität sieht anders aus. Die meisten Erwachsenen verlieren diese Gabe und konsumieren nur noch Phantasie und Kreativität anderer … oder sie machen sich darüber lustig…

Was Eingangs erwähnten Satz betrifft, gehe ich wirklich mit gutem Beispiel voraus.
Ich lebe Kreativität auf meine Weise. Ich spreche und schreibe zum Beispiel mit Katzen, mit blinden, mit toten…mit kranken…mit Katzen, die sehnsüchtig warten.
Meine Briefe an Pax, Valerion, an Iron, an Lillyfee, an Prinzesschen Julchen, an so viele, haben Zukunft, Gesundheit und Glück gebracht, wo vorher niemand groß interessiert war, zu helfen, zu adoptieren oder zu spenden. Auch die kleine Hundeprinzessin Victoria, auf drei Beinchen und als Zwitter geboren, fand so ihr Glück.

Ich bewahre mir meine Freude, phantasievoll zu schreiben…an den großen Kürbis, an mein Tagebuch, notfalls an einen Baum oder an meine ausgemusterte Handtasche… und stellte dann mit großer Freude fest, dass es viele Leser gibt, die diese Form der Kreativität schätzen, die die darin verborgenen Messages verstehen oder sich einfach von meinen Texten gut unterhalten fühlen. Ich würde es aber auch einzig für mich schreiben, weil es Spaß macht.

Das meiste im Leben, was wir tun und was getan werden muss, das ist trockene Routine.
Man kann noch so klug und noch so gebildet sein, verkümmert der Teil des Gehirns, den wir als Kinder so ausgiebig und gerne nutzten, die Bereiche, zuständig für Phantasie, Spontanität, Kreativität…und auch für den Mut, Neues zu probieren, immer neugierig auf Neues zu sein und keine Angst vor dem Scheitern zu haben…sich vielleicht sogar lächerlich zu machen, …wenn wir diese Fähigkeiten verlieren, dann verliert das Leben viel von seinem wunderbaren Potential.
Und nebenbei bemerkt, es sind gerade diese Dinge, die unsere Organisation neben harter Arbeit auch zu dem machten, was sie heute ist:
Liebe, Phantasie und Kreativität.
Weil bei uns Raum dafür ist und wir uns gegenseitig bestärken und beflügeln, all das zu leben…und weil viele aus unseren Reihen dabei ungeahnte Talente für sich entdecken und weiterentwickeln, die den Tieren helfen.

Warum ich das schreibe? Weil ich es ein wenig armselig fand, dass sich jemand öffentlich über meine Kürbisbriefe lustig machte und fragte, ob man besorgt sein muss, wenn jemand an einen Kürbis schreibt.
Meine Antwort darauf:

Sorgen würde ich mir erst machen, wenn ich das nicht mehr tun möchte und falls er mir nicht mehr antwortet 

Und jetzt muss ich leider aufhören zu schreiben, denn ich muss heute noch einen wichtigen Brief an Wilbur Wildmaus fertigstellen, es geht um unseren Weihnachtszauber.
Wir freuen uns schon sehr darauf 

Lasst euch eure Freude an dem, was immer ihr auch tut, von niemandem nehmen. Ganz gleich ob ihr die Sticker von Bananen sammelt, Bauchtanz in Vollmondnächten liebt, verrückte Kleidung im Alltag, ein wildes Tattoo plant, schräg Geige spielt, eure Wände kunterbunt bemalt oder Texte an imaginäre Kürbisse zu Papier bringt.
Es sind einzig die Kleingeister, die damit ein Problem haben…weil sie diesen kostbaren Schatz längst nicht mehr besitzen oder ihn niemals hatten:
Lebensfreude, Phantasie …und den Mut sie auch zu leben 

Sei ganz du selbst…und die Welt wird sich anpassen…und wenn nicht? 

Egal 🙂
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wilbur blume

(c) Copyright Bild  mit freundlicher Genehmigung von Elke Matthes Fotografie

Die Welt der Wildmäuse

Kurzgeschichten, Seelenmarzipan, Tierschutz

Was für ein Jahr… mein Jahr? … der Kürbisbrief 2019

Hallo lieber großer Kürbis,

diesmal ließ ich mir etwas Zeit für meinen jährlichen  Brandbrief an dich, denn ich musste erst die Gedanken sortieren. Manche deiner Geschenke kommen eher wie eine riesengroße, schmerzhafte Ohrfeige daher und erst nach einiger Zeit bemerke ich,  dass du mich auf diese Weise nur nachdrücklich und liebevoll in eine Richtung geschubst hast, die ich alleine nie gegangen wäre, obwohl es an der Zeit war. Zunächst erscheint alles immer wie ein riesen Verlust…

 

Luna zum Beispiel. OMG, Lunchen… ich habe bereits Tränen in den Augen, wenn ich nur ihren Namen schreibe und doch… bei allem Schmerz weiß ich, du hast den Zeitpunkt richtig gewählt, du schenktest uns noch zusätzliche zwei Jahre, weil du wusstest, dass… du weisst ja immer alles ❤

Jetzt war mein altes Mädchen müde und die Schmerzen nicht mehr tolerierbar und so wie sie von mir ging, sollte jedes Tier einschlafen dürfen. Danke dafür ❤

Dann gab es das ein oder andere Projekt, für das ich Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt hatte. Für die ich Tausende von Arbeitsstunden investierte, alle Kontakte, alles was mir an Inspiration, Bestechung, Einsatz und Beziehungen nur irgend einfiel…es wurden erfolgreiche Projekte…wo vorher nur Armut und Verzweiflung herrschte, Tiere starben und Menschen mutlos wurden, da zauberte mein Team volle Näpfe, Vernetzungen deluxe und stabiles Arbeiten. Kein Hahn hat vorher danach gekräht. Ich wollte helfen.

Manche nannten es auch ein Wunder. Ich wurde trotzdem fallen gelassen, wie eine heiße Kartoffel, als man glaubte, mich nicht mehr zu benötigen. Als zu wenig schien, was wir bieten können und möchten. „Viel“ war nicht mehr „genug“. Es ist sehr schnell vergessen, was geleistet wird, nicht nur im Tierschutz. Etwas, das sich wie ein roter Faden durch all die Arbeit zieht, seit Syrien 2015. Schon interessant.

Aber die Tiere vergessen nicht, auch wenn sie niemals erfahren werden, wer seine Finger im Spiel hatte und das auch nicht müssen. Es reicht, wenn ich das weiss. Dein Geschenk dabei? Ich habe es erst nach einigem Überlegen erkannt. Auch da hast du mir Freiheit geschenkt, so wie bei Luna. Mich aus meinem selbst gewähltem Gefängnis aus Verantwortung und Verpflichtung geholt, das keinen Raum für Anderes mehr ließ, auch wenn die Gitterstäbe aus Liebe gefertigt waren. Es blieb ein Gefängnis und es blieben Gitterstäbe. Jetzt bin ich frei.

Und dann war ich soo sauer auf dich, weil du meinen Wunsch nach einem Haus nicht erfüllen wolltest. Was habe ich Häuser besichtigt, Anzeigen verfasst, bin Strecken abgefahren,  habe Makler kontaktet, das letzte Jahr und was gab es für Pleiten, Pech und Pannen. Justament als ich diesen Traum gerade endgültig begraben wollte, schicktest du mir ein paar wundersame Wendungen, ein paar Freunde, die völlig unabhängig voneinander, wirklich verrückte Dinge für mich ermöglichten, und voila … das Haus aus dem Bilderbuch meiner Träume, das Haus, das alles aus der Wunschliste meiner Sehnsüchte erfüllt, sogar an den Bach vor dem Garten hast du gedacht ❤  wartet jetzt auf mich. Noch ist es nicht das Haus meiner Träume, aber ich werde es mir so bauen… 2020 wird mein Baumeister Jahr und dafür allein könnte ich dich niederknutschen. Ich freue mich so unendlich darauf!!

Tja und da waren noch die Freunde…all die alten und neuen, die mir durch sämtliche Grabenkämpfe  und Irrungen und Wirrungen 2019 folgten, sei es als Teamworker für unglaublich tolle Projekte,  für Leben und Hoffnung unserer vierbeinigen Schützlinge, sei es, um mich daran zu erinnern, dass man auch ab und an Party machen muss um das ewig Leid zu überleben und natürlich, um mich daran zu erinnern, wer ich bin. Ich hatte das fast vergessen.

Ich wollte ja einst eigentlich Geschichten schreiben, lustige und positive, ich wollte natürlich auch möglichst vielen helfen und etwas bewegen aber nicht um den hohen Preis, den es mir abverlangt. Nicht in meinen düstersten Träumen hätte ich mir vorstellen können, mit welchem Irrsinn und mit welchen Anfeindungen man zu tun hat, nur weil man seinen Job erledigt. Das wird sich jetzt ändern. Ich habe bereits damit begonnen.

Wer es sich im Tierschutz leicht macht, wer hier und da und allen einmal ein paar Brosamen schenkt…der ist der Held, den lieben alle.

Wer hart und zielführend auf Ressourcen achtet, auf den punktuellen Aufbau von Strukturen und die langfristige Versorgung, der wird angefeindet, gemobbt und ist leichte Zielscheibe für jeden Proleten, Hater und Idioten und Gestörten, der des Weges kommt. Gründe findet man immer und wenn nicht, erfindet man sie.

Ansonsten fiel es ja schwer, mir etwas vorzuwerfen, wenn man sich gerne auf Facebook eine Bühne schaffen wollte…Was hätte man sonst hässliches über mich schreiben sollen?  Kaum jemand in der Szene arbeitet so hart, ehrlich und effektiv wie ich. Also zog man die Nummer mit „sie gönnt keinem etwas“ aus der Schublade… weil ich unsere Projekte schützte. Weil unser Team immer geschlossen für das stehen muss, was wir gemeinsam versprochen haben.  Weil ich nicht zum Kaffeplausch und Seele streicheln in den Gruppen bin sondern dort Ziele habe, die eingehalten werden müssen, wenn Projekte stabil bleiben sollen. Dafür wurde ich hart angegangen und darauf habe ich keine Lust mehr. Wenn alle das offensichtlich so gut finden,  (oder zumindest viele) kann ich das ab jetzt auch …allen gönnen… , wie das so schön geschrieben wurde, oft geschrieben wurde, bis ich jetzt an dem Punkt bin, an dem ich denke:

Why not? Wird bestimmt nicht lustig, aber nicht mehr mein Problem,  wenn dabei  an einigen Stellen immense Einbrüche stattfinden werden. Von nichts, kommt nichts 😉

Diese Freiheit, all das jetzt zu tun, nach links und rechts und überall zu gönnen und zu verteilen, jeden hantieren zu lassen, und wenn nichts mehr da ist, dann ist eben nichts mehr da … den Mühlstein der Verantwortung abzulegen, den ich mir selbst umgehängt hatte, diese neue Freiheit war unter dem Strich auch ein Geschenk, vielleicht dein Größtes. Freiwillig wäre ich nie darauf gekommen. Du musstest mich also unsanft schubsen. ❤

Luna würde jetzt zufrieden nicken. Sie hat mich oft vorwurfsvoll angesehen, wenn ich wieder einmal mit Tränen in den Augen las, was ich für meine Arbeit für unfaires Feedback erhalte.  Sie wusste lange vor mir, wie unsinnig es ist, alleine oder mit einigen wenigen, einen Staudamm aufhalten zu wollen….verzweifelt und mit aller Kraft dem Druck stand zu halten, während andere, links und rechts von mir, lächelnd die Schleusen öffnen und mir dabei auch noch zurufen,  was ich für ein Idiot bin… es zu versuchen.

Bitte sag ihr, wie sehr sie mir fehlt und dass ich an Halloween eine Kerze für sie anzünden werde, …meine schönste …

Lieber großer Kürbis, die persönliche Wunschliste für mich wird diesmal an Halloween sehr übersichtlich sein. Du hast sie mir, bis auf einen, bereits alle erfüllt. Auch wenn es anfangs oft nicht so aussah, 2019 war MEIN Jahr. Und das mit der Gesundheit wird sich sicher auch noch finden, wenn ich zukünftig anders arbeiten werde. Ganz anders ❤

Deine Bettina

PS: Wie findest du meinen großen Kürbis vor der Türe…es war der Größte, den ich jemals finden konnte…und mehr als angemessen für deine Hammer Leistung ❤

 

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Katze, Kurzgeschichten, Seelenmarzipan

Im Sternengarten …

 

Im Sternengarten

 

Als Katzenmutter Bastet sah,

wie krank du bist und schwach,

und keine Heilung möglich ist, ….da küsste sie dich wach.

Sie streckte ihre Arme aus und flüsterte:

„Komm her,

dein Weg ist jetzt zu Ende

er wurde dir zu schwer.

Dein Weltengarten wechselt jetzt

und wird zum Sternengarten

und dort wirst du als Hoffnungslicht

auf deinen Menschen warten.

 

Wenn sie dich liegen sehen wird,

so friedlich, ohne Pein

dann wird dein Mensch erst weinen

und doch getröstet sein.

Sie weiß dass du jetzt glücklich bist,

befreit von Schmerz und Leid

im Sternengarten  warten wirst,

bis auch sie  bereit.“

 

Die Katzenmutter Bastet,

trug lächelnd meinen Schatz

hinauf zum Sternengarten,

jetzt Lunas neuer Platz

 

Bettina Marie Schneider

 

Katze, Kurzgeschichten, Seelenmarzipan, Tierschutz

Für Luna im Sternengarten <3 Für mein süßes Katzenmädchen mit dem Herzen aus Kruppstahl

Für Luna …

Es war nicht so, als ob all das überraschend kam…
Wenn man mit einem schwer kranken und steinalten Lebewesen zusammen lebt, dann ist man vorbereitet.
Ich war seit langem vorbereitet und trotzdem zog es mir den Boden unter den Füßen weg.
Vielleicht, weil sie wirklich etwas besonderes war. Natürlich war sie besonders!
Ihre Intelligenz war manchmal fast erschreckend.

Ganz sicher aber stürzte ich erst einmal in einen tief schwarzen Strudel der Trauer, weil wir in 18 langen Jahren unglaublich eng zusammen gewachsen waren, seit sie zusammen mit ihrer Schwester Lillyfee bei uns einzog.
Die spanischen Mülltonnenprinzessinnen kamen via Flugpate in München an und bereits am ersten Abend, nach diesem Blinddate,… im Internet gefunden, verliebt und adoptiert …seit diesem Tag, war unser Seelenpakt beschlossene Sache.

Ich denke, Luna hielt sich nie wirklich für eine Katze…
Natürlich konnte sie springen, wie ein Akrobat.
Sie holte die Motten notfalls auch aus zwei Metern aus der Luft und natürlich konnte sie jagen.
Jeden Tag kam sie mit schmutzigen Pfötchen vom Maulwurfgraben aus dem Garten.
Aber viel lieber war sie Muse, Freundin, Seelentrösterin oder Diva, und ließ sich bewundern.
Ich liebte sie, wie man eine Katze nur lieben kann und sie liebte mich.
Besonders das letzte Jahr, war Luna mehr oder weniger 24h mein Schatten. Es ging ihr schon lange nicht mehr gut.
Meine Gedanken drehten sich einzig um ihr Wohlbefinden… und umgekehrt. Wann immer ich eine Hand brauchte, reichte sie mir ihr Pfötchen.

Jetzt war es also vorbei. Für immer.

Als die Tierärztin gegangen war, wiegte ich den toten, aber noch weichen und warmen Körper eine Zeit lang in meinen Armen und verabschiedete ihre Seele.
„Gib mir Zeichen. Zeichen, die ich auch erkenne…“ ,
weinte ich in ihr Fell.
„Bitte lass mich nicht allein!“
Dann tat ich, was man so tut, wenn man etwas unglaublich Wertvolles verloren hat.

Eine Kerze anzünden. Weinen. Nachsehen, ob sie auch bequem in ihrem kleinen Sarg liegt. Dann weinen. Überlegen, wo ich sie begraben soll.
Dann noch mehr weinen, denn an dem Abend, genau an dem Abend, als ich strahlend nach Hause kam und ihr erzählte, dass ich das perfekte Haus für uns gefunden hatte…da war sie die erste Nacht nicht von der Couch mit ins Schlafzimmer gefolgt. Zum ersten mal, in ihrem gesamten Leben. Sie war zu schwach. Da wusste ich, es geht zu Ende.

Sie würde nicht mehr den wunderschönen Garten am Wald, mit dem kleinen Bächlein erleben, den ich für sie ausgesucht und endlich, endlich gefunden hatte.
Vielleicht war ihre Mission jetzt erfüllt, mich bis zu diesem Schritt zu begleiten. Ich glaube, ohne sie an meiner Seite, hätte ich es niemals geschafft.
Ein Wunder, wie ihr kleines Herz eisern durchgehalten hat, woher sie die Kraft nahm… ich glaube, es war die Magie der Liebe.

Ich weinte, als ich ihren kleinen Sarg mit Blumen schmückte, als ich zum 1000. Mal nachsah, ob sie auch wirklich tot ist und ob sie gut liegt…ich weinte, während ich ein paar Besorgungen machte, alles was ich auf ihr Grab pflanzen möchte und dann später samt ihrem Sarg mit umziehen … und wer das nicht verstehen kann, weil es „ja nur eine Katze war“ … der hat keine Ahnung von Liebe, die sich in so vielen Gestalten zeigt und die keinen Unterschied macht, ob das Herz, das man liebt, in einem Körper mit zwei oder vier Beinen schlägt.
Ich weinte, als ich die Erde über das kleine Kistchen mit ihrem Körper schaufelte, als ich die Blumen pflanzte, während ich ein Bild machte.

„Ich werde nie mehr schreiben können, ohne traurig darüber zu sein, dass sie nicht hinter mir am Rechner sitzt oder auf dem Schoss“,
dachte ich, während ich auf einem langen Spaziergang im Wald die Gedanken sortierte. Schreiben und Luna waren immer untrennbar miteinander verknüpft.
Es gab nichts mehr für mich zu tun.
Alles war erledigt, Luna war begraben, vorbei, Geschichte.
Ich wollte nicht schreiben, nicht lesen, nicht einmal, was man mir Liebes zu ihrem Tod geschrieben hat, nicht essen, … ich war erschöpft und müde.
Trauer macht müde und zieht die Energie wie ein riesen Staubsauger aus den Knochen und die Lebensfreude aus dem Herzen. Ich schlief ein.

Auch im Traum verfolgte mich die Trauer. Ich sprach mit ihr.
„Es reicht mir nicht, dass du immer bei mir im Herzen bist.
Ich möchte dich anfassen und streicheln, dich um mich haben. Ich kann nicht arbeiten ohne dich. Ich werde nie mehr arbeiten und schreiben können…“
Luna zuckte in meinem Traum nur kurz mit der Schwanzspitze. Immer ein Zeichen, dass ich ihre Geduld überstrapaziert hatte und gleich ihren spitzen Zähnchen ausweichen musste.
„Du musst wieder schreiben. Das wissen wir beide. Und ich werde dir gleich jemanden schicken, den du streicheln kannst..“

Dann spürte ich ihre Schnurrhaare an meiner Hand und wachte auf.
Es waren tatsächlich Schnurrhaare an meiner Hand. Aber nicht Lunas. Es war die Nachbarkatze, die bisher noch niemals zu mir in den Garten oder in die Wohnung gekommen ist. Heute schon.
Sie sprang zu mir auf die Couch und dachte wahrscheinlich, „diese Frau ist völlig verrückt. Warum weint sie, wenn man nur für einen kurzen Besuch vorbei schaut? Mag sie keine Katzen?“ … und dann schmusten wir eine Runde.
Eine Katze war das einzige Lebewesen, das ich gerade um mich haben wollte und Luna hatte es mir vorbei geschickt.
Sie hatte im Sternengarten bereits damit begonnen, weiter auf mich aufzupassen 
——

Ach Luna… du hast immer gesagt,
niemand sollte sich dafür schämen, Magie zu besitzen, tiefe Emotionen zu spüren und dabei ein bisschen verrückt zu sein, das macht eine gute Hexe erst aus!
Ich werde das weiterhin beherzigen, ich werde auf deine Zeichen achten … und unsere Geschichten vom Sternengarten erzählen, von deinem Sternengarten  .
Du fehlst …

(Bettina Marie Schneider)

 

Lunas Abschied
Luna … das letzte Bild von ihr ❤ 
Lifestyle, Seelenmarzipan

DIE EINLADUNG … einer der schönsten und wertvollsten Texte, den ich je gelesen habe. Kennt ihr ihn schon?

DIE EINLADUNG …

„Es interessiert mich nicht, wie du dein Geld verdienst.
Ich will wissen, wonach du dich sehnst, und ob du riskieren wirst, wie ein Idiot dazustehen, für die Liebe, für deinen Traum, für das Abenteuer, lebendig zu sein.

Es interessiert mich nicht, wie alt du bist.
Ich will wissen, ob du es riskierst, dich für die Liebe lächerlich zu machen, für deine Träume, für das Abenteuer, lebendig zu sein.

Es interessiert mich nicht, welche Planeten im Quadrat zu deinem Mond stehen.
Ich will wissen, ob du den Kern deines Leidens berührt hast, ob du durch die Enttäuschungen des Lebens geöffnet worden bist, oder zusammengezogen und verschlossen, aus Angst vor weiterem Schmerz.

Ich will wissen, ob du im Schmerz stehen kannst, in meinem oder deinem eigenen, ohne etwas zu tun, um ihn zu verstecken, ihn zu verkleinern, oder ihn in Ordnung zu bringen.

Ich will wissen, ob du mit Freude umgehen kannst, meiner oder deiner eigenen, ob du mit Wildheit tanzen und dich von Ekstase füllen lassen kannst, bis in die Spitzen deiner Finger und Zehen, ohne uns zu ermahnen, vorsichtiger zu sein, realistischer zu sein oder an die Beschränkungen des Menschlichen Daseins zu erinnern.

Es interessiert mich nicht, ob die Geschichte, die du mir erzählt hast, wahr ist.
Ich will wissen, ob du jemand anderen enttäuschen kannst, um dir selber treu zu bleiben. Ob du den Vorwurf des Verrats ertragen kannst und trotzdem nicht deine eigene Seele verrätst.

Ich will wissen, ob du die Schönheit sehen kannst, auch wenn es nicht jeden Tag schön ist, und ob du deine Lebenskraft aus dieser Quelle schöpfen kannst.

Ich will wissen, ob du mit Versagen leben kannst, deinem und meinem, und dann trotzdem noch am Ufer eines Sees stehen, und dem silbernen Vollmond zurufen, „Ja„!

Es interessiert mich nicht zu wissen, wo du lebst, und wie viel Geld du hast.
Ich will wissen, ob du nach der Nacht der Trauer und Verzweiflung aufstehen kannst, müde und zerschlagen bis auf die Knochen, um zu tun, was getan werden muss, damit unsere Kinder satt werden.

Es interessiert mich nicht, wer du bist, und aus welchem Grund du hier bist.
Ich will wissen, ob du in der Mitte des Feuers mit mir stehst, ohne zurück zu weichen.

Es interessiert mich nicht, wo oder was oder mit wem du studiert hast.
Ich will wissen, was dich von innen trägt, wenn alles andere wegbricht.

Ich will wissen, ob du alleine mit dir sein kannst, und ob du deine eigene Gesellschaft in den leeren Momenten wirklich erträgst.“

  

Die englische original Version dieses wunderschönen Texts, stammt von Oriah Mountain Dreamer
http://www.oriahmountaindreamer.com/
By Oriah © Mountain Dreaming,
from the book The Invitation
published by HarperONE, San Francisco,
1999 All rights reserved

 

Kurzgeschichten, Seelenmarzipan

Eine Geschichte über das Leben nach dem Leben…

 

Unter der Oberfläche eines kleinen Teiches lebte einmal eine Kolonie von Wasserlarven. Die Sonne schien zwar nicht bis auf den Grund des Teiches aber das störte sie nicht. Sie waren immer gut gelaunt und huschten geschäftig über den Schlamm.
Ab und an schien eine Larve keine Lust mehr auf diese Betätigung zu haben. Sie klammerte sich an den Stiel einer Teichpflanze und kletterte nach oben, immer weiter, bis sie aus dem Blickfeld verschwunden war. Sie blieb dann einfach weg.

Als wieder einmal eine Wasserlarve auf diese Art verschwand, wollten die anderen gerne wissen, was mit ihren Gefährten passiert, die nie mehr zurückkehren. Warum waren sie überhaupt erst gegangen? War es nicht schön hier, am Grund des Teiches?

Eine der Wasserlarven, ihr Anführer, wollte gerne selbst herausfinden, wohin die anderen für immer verschwunden waren und er versprach feierlich in die Runde, dass er, anders als alle vor ihm, wieder zurück kehren würde, um zu berichten,

Er fasste allen Mut zusammen, kletterte die Wasserpflanze hoch, immer weiter, bis er plötzlich an der Oberfläche des Teiches war und unsanft auf einer Seerose landete.

Die Wasserlarve war erschöpft von der langen Reise, die ungewohnte und angenehm warme Sonne, fühlte sich gut an und so fiel unser Abenteurer in einen tiefen Schlaf.
Während er schlief, veränderte sich sein Körper und als er wieder aufwachte, da hatte er sich in eine wunderschöne, funkelnde Libelle mit windschnittigen Flügeln verwandelt.

Die Wasserlarve konnte erst gar nicht glauben, was mit ihr passiert war. Es musste ein Traum sein, ein Traum, in dem plötzlich Flügel wuchsen. Und dann bewegten sich diese Flügel und die Libelle zog ihre eleganten Kreise über dem Wasser. Es fühlte sich einfach wunderbar an.

Nach einer Weile erinnerte sich die Libelle an ihr Versprechen, sie wollte zurück fliegen und ihren Freunden erzählen, welche wunderbaren Dinge an der Oberfläche des Teiches auf sie warten. Spontan änderte sie ihren Kurs Richtung Grund des Teiches. Aber es funktionierte nicht, jedesmal wenn sie Anlauf nahm, prallte sie an der Wasseroberfläche zurück. Ihr neuer Körper war nicht mehr für das Leben unter Wasser geeignet.

Die Libelle war traurig, ihr Versprechen nicht einhalten zu können. Aber dann überlegte sie:
„Selbst wenn ich zurückgehen könnte, meine Freunde würden mich mit diesem neuen Körper gar nicht mehr erkennen. Ich muss wohl einfach abwarten, bis sie auch nach oben kommen und zu Libellen werden. Dann werden sie verstehen, was mit mir passiert ist.“
Mit diesem schönen Gedanken flog die Libelle glücklich in ihrer wundervollen neuen Welt, dem Sonnenschein entgegen.

(c) Gutes Karma to go /nach dem amerikanischen Kinderbuch von Doris Stickney:Water Bugs and Dragonflies: Explaining Death to Young Children
Bildrechte: Die Welt der Wildmäuse

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