Seelen Schokolade

Ich liebe die Welt…aber daheim ist daheim <3

Es war irgendwann Ende der 80er Jahre, des letzten Jahrhunderts des letzten Jahrtausends,  wir waren auf dem Rückflug von Tel Aviv nach Frankfurt. Ich bereitete mit meinen Kolleginnen die Kabine für die Landung vor und ein Gast hatte noch nicht für seinen Rotwein bezahlt. Freundlich erinnerte ich ihn daran und bat ihn um den ausstehenden Betrag. Der ältere Herr sah mich prüfend an, während ich mit gezückter Börse auf eine Reaktion wartete. Nach einer Weile sagte er schließlich auf Französisch:
„Ich werde nicht bezahlen, sie schulden mir und meinem Volk so viel mehr!“
Seine Worte kamen völlig unerwartet und machten mich sehr betroffen. Das dritte Reich und seine grauenhaften Verbrechen war seit jeher ein Thema, mit dem ich mich ausgiebig befasst hatte. Er musste mir nichts weiter erklären. Offensichtlich hatte er es auch nicht vor. Er widmete sich wieder seiner Zeitung, als wäre ich nicht vorhanden.
„Ich weiß nicht, wie mein Arbeitgeber dazu steht, aber es wäre mir eine Ehre, wenn ich sie zu diesem Wein einladen dürfte“. Ich hatte leise gesprochen, damit die anderen Passagiere es nicht mitbekommen und deutsch, denn ich war mir sicher, er hatte zu dieser Sprache familiären Bezug.  Er hatte es gehört und offensichtlich auch verstanden. Sein Lächeln, als er eilig in seiner Brieftasche nach dem Betrag suchte, ist mir noch heute gut im Gedächtnis. Ich glaube, er wusste, dass mir ernst war, mit meinen Worten und ich wusste, dass er Recht hatte, mit seinen.
Ein paar Wochen später wurde ich in Amman mit Steinen beworfen, weil ich mich, naiv und unwissend, aus dem Hotel für einen ersten Erkundungsspaziergang bewegt hatte, ohne vorher die Landesgepflogenheiten zu studieren.  Lange Jeans, Trekking Schuhe,  Sweatshirt und Sonnenhut waren bei 40 Grad im Schatten damals in Jordanien  eindeutig zu freizügig.  Ich hatte das sittliche Empfinden der Menschen dort verletzt, ohne es zu wollen. Auch diese Episode hat sich eingebrannt, als die schweren Pflastersteine völlig unerwartet, beängstigend dicht neben mir aufschlugen. Die wütenden Beschimpfungen der in schwarze, bodenlange  Gewänder eingehüllten, älteren Frauen, die zum Glück nicht genügend Kraft hatten, mich richtig zu treffen, die konnte ich erst später deuten. Ich wusste erst nicht, was sie von mir wollten. Verstört flüchtete ich wieder zurück in die Scheinwelt meines Luxushotels und musste mangels Internet  (prä-handyianische Ära  ) warten, bis mir ein älteres Crewmitglied erklärte, warum mir passiert ist, was mir passiert ist und warum es völlig normal war. Andere Länder, andere Sitten und wer diese Länder bereist, muss sich anpassen, wenn er Ärger vermeiden möchte. As simple as that  .  1981 war mir das noch nicht ganz so geläufig… aber ich lernte schnell  .
Ich liebte Indien und nutzte die Aufenthalte regelmäßig, um mit dem Taxi bestimmte karitative Einrichtungen zu besuchen oder um einfach auf bequeme Art, möglichst viel von der Umgebung zu sehen. Ich war mir nicht sicher, ob es eine gute Idee war, diese Ausflüge allein zu unternehmen, aber da nicht immer jemand Lust hatte, zwischen weinenden Babies und Kleinkindern den Tag zu verbringen, blieb mir keine andere Wahl. Einmal ging es gründlich schief.  Der Taxifahrer in Neu Delhi, wählte nicht den direkten Weg zu dem Waisenhaus, für das ich Kinderbekleidung mitgebracht hatte, sondern fuhr zügig Richtung Stadtgrenze und hielt bei einem verlassenen Fabrikgelände an. Er drehte sich vom Fahrersitz zu mir um  und sagte. „We fuck now!“ Mir war übel vor Angst, ich scannte die Umgebung, rechnete mir die Chancen aus, schneller auf andere Menschen zu treffen, als er mich einholen würde und setzte dann auf Überzeugungskraft. Er sprach Englisch und  ich konnte ihn davon überzeugen, dass er es bitter bereuen würde,  wenn er mich nicht sofort dort ablieferte, wo ich hin wollte. Keine Ahnung, ob ich heute noch die Nerven dazu hätte, aber ich kam wohlbehalten im Waisenhaus an.
Ähnliches ist mir kurze Zeit später auch im Abteil eines Intercitys auf dem Weg von Hamburg zurück nach Bayern passiert. Ein Landsmann, diesmal. Wieder hatte ich Glück. Ich konnte ihn hinhalten, bis endlich ein Schaffner auftauchte und nutzte die Gelegenheit zur Flucht.
Es gab wunderschöne aber auch gruselige Erlebnisse, in der Zeit, als ich mir vorgenommen hatte, einmal rund um die ganze Welt zu reisen, Länder und Leute und ihre Sitten zu studieren, wobei die wunderschönen, berührenden und positiven Begegnungen immer und überall den Löwenanteil ausmachten. Ich begann diese Reise völlig unvoreingenommen, naiv und mit einem so überaus positiven Menschenbild, das heute so manchen selbsternannten Political- Correctness- Heiligen vor Neid erblassen ließ.
Zwölf Jahre später hatte ich mein Vorhaben ziemlich konsequent umgesetzt. Ich fand in jedem Land und in jeder Kultur gute Freunde, aber ich erkannte mit der Zeit auch, dass manche Dinge die mir nicht gefallen, in manchen Gegenden häufiger vorkommen als in anderen,  oder sogar zur Tradition gehören. Walfang auf den Färöer Inseln, hungernde Straßenkinder in Peru, mit MPs bewaffnete Security vor der Hotelzimmertüre in Nigeria,  die brutale Versklavung der Arbeitskräfte und die Unterdrückung der Frauen in den Emiraten…
Würde ich heute ehrlich schreiben, was ich damals lernte, beobachtete und dachte, wäre ich mit Sicherheit in großen Schwierigkeiten.  Ich dürfte zwar schreiben, dass ich deutsche Hooligans abstoßend und hässlich fand, wenn sie in den großen Städten in Horden zu ihren Spielen anreisen, um sich zu betrinken, zu pöbeln und Schlägereien anzuzetteln. Sollte ich jedoch meine Beobachtungen, auch in Sachen Tierquälerei, oder einfach einmal eine ganz persönliche, private Abneigung bezüglich Menschen oder ihrer Bräuche äußern, dann wäre ich neuerdings ganz schnell  „rechts“ oder Rassistin. Meine Erfahrungen als Frau in Ländern, deren Gesellschaft von Religion dominiert war und daher immer mit strengen patriarchalischen Strukturen einher ging , übrigens auch christlichen,  die waren aber nun einmal sehr prägend und nicht immer schön.
Vor 20 Jahren hätte ich einfach aufgeschrieben, was ich  erlebt und wahrgenommen habe, meine Gedanken dazu und welche Schlüsse ich persönlich daraus zog.  Dem einen hätte es gefallen, ein anderer hätte  mit dem Kopf geschüttelt. Aber vermutlich wäre vor ein paar Jahren niemals jemand auf die wahnwitzige Idee gekommen, mich deshalb als Nazi oder Rassist zu betiteln, wenn ich schreiben würde, wie sehr ich mein Land mag, die Bräuche, die Traditionen und dass ich sie ungern aufgeben würde, ja sogar bewahren, notfalls verteidigen möchte. Heute werden ungestraft auch Menschen für kleinere Verfehlungen als „rechtes Pack“ betitelt, manchmal sogar Menschen, die mit einem Nazi so viel gemein haben, wie Albert Schweitzer mit Hannibal Lecter. Heute darf nämlich jeder so ziemlich jeden nennen, was er möchte. Naja, nicht jeder….also die „Richtigen“ dürfen jeden so nennen wie sie möchten. Alle “Anderen” werden angezeigt. Wer die “Anderen” sind, und was sie sind, ist manchmal nicht ganz einfach auszumachen, manche unbequemen Wahrheiten bleiben wahr, auch wenn die Falschen sie aussprechen, manche Begriffe erhalten ihre Bedeutung nur durch die Interpretation derer, die sie aussprechen. Das Wort “Heimat zum Beispiel.
Immer wenn ich meinen Freunden rund um die Welt vorschwärmte, warum ich meine Heimat Bayern so liebe, dann fielen auch die Worte Freiheit und Frauenrechte, Gemeinschaft und Sicherheit… und Heimat. Jeder hat mich verstanden, denn jeder vernünftige Mensch wünscht sich das für sein Land. Wir hatten es eins im Überfluss. Heute ist das Wort „Heimat“ und dessen Verwendung in manchen Kreisen anstößig. Das finde ich ziemlich seltsam…und falsch.
Wir sollten die Werte weitergeben, und nicht fahrlässig zerstören, die nicht nur für mich das Heimkommen nach Bayern  immer zu einem Fest gemacht haben.
Peace ❤

 

 

 

 

Seelenmarzipan

Raclette, Petunien und Vibratoren… Ladies Talk :-)

Was?! Die Olive , die ich mir gerade in den Mund gesteckt hatte, flog geradewegs quer über den Tisch. „Du bist jetzt Vibratoren Testerin?“ Ich bin immer für eine gute Geschichte zu haben und bei ihr gibt es jedes Mal spannende, neue Geschichten, wenn wir zusammen sitzen. Aber diese Info musste ich dann doch erst verarbeiten.

„Wie jetzt? Du erhälst die Dinger, testest sie und schreibst dann einen Bericht?“ Sie nickte, reichte mir eine Serviette und während ich die Reste der Vorspeise von der Bluse und dem Esstisch wischte, erhielt ich einen ausführlichen Vortrag über Vibratoren und warum die Nachfrage nach diesen elektronischen Freudenspendern so angestiegen ist.  „…es gibt Vibratoren für jeden Bereich des Körpers, jeden Geschmack, in wirklich allen denkbaren Größen, Formen und Farben.  Anal, zum Auflegen, Bullets, Butterflys, Finger, G-Punkt, Klassiker, Mini, Natur, Perlen, Rabbit, Sets, Soft und Strap-On.
Sie stimulieren mittels Stoßfunktion, Wärmesensoren oder sogar Musik-Steuerung.

„Musik Steuerung…interessant…“ murmelte ich fasziniert und formulierte im Geiste schon einen Testbericht der anderen Art, irgendetwas witziges, vielleicht sogar aus der Sicht des Vibrators erzählt…oder nein, besser nicht“… ich musste schon wieder kichern bei diesem Gedanken. Aber offensichtlich hatte ich einen riesen Markt verschlafen, denn für mich waren all diese Offenbarungen neu und spannend, die scheinbar jede Frau kannte, nur ich hatte wieder einmal einen bahnbrechenden Trend verschlafen. Bei den Absatzzahlen, die sie nannte, musste jede Frau im Land mindestens zwei von den Dingern besitzen, eine sogar drei, denn ich hatte bislang noch keinen.

„Dein Liebesleben ist doch aber wirklich nicht langweilig, warum brauchst du so ein Ding?“ fragte ich unverblümt und schenkte uns beiden nach. Das Gespräch versprach spannend zu werden.

„Wusstest Du, dass laut Statistik 50 Prozent aller deutschen Männer Potenzprobleme haben? Warum zum Teufel muss ich immer die falsche Hälfte erwischen?“

Wir kicherten beide. „Vielleicht sollte ich die Idee für einen Online Shop mit Katzen Fan Artikeln noch einmal gründlich überdenken, denn wie es scheint, verlangt der Markt nach ganz anderen Dingen“, sinnierte ich laut. „Es stimmt schon, ich kenne viel mehr tolle Frauen als tolle Männer. Weil, tolle Männer“… „kenne ich eigentlich gar keinen“, beendete sie meinen Satz und dann lachten wir beide.

„Lass uns an die Luft gehen, ehe wir den Nachtisch in Angriff nehmen“, schlug sie vor. In der für die Jahreszeit viel zu warmen Winternacht bewunderten wir den Mond und ich wieder einmal ihre Petunien, die jetzt im Januar noch in voller Blüte standen.

„Hammer, dass die Blumen jetzt noch blühen, mitten im Winter. “ Ich strich bewundernd über die Blütenpracht während ich einen Zug von der angebotenen Zigarette nahm und genussvoll inhalierte.

„Das liegt an der globalen Erwärmung und wahrscheinlich nimmt sie auch Einfluss auf die Entwicklung der Männer, die laufen parallel dazu auch alle etwas neben der Spur. Kein Wunder, dass alle Beziehungen so kurzlebig sind. Meine auch.“  Ich nickte zustimmend. Wir bliesen Rauchringe in die Luft und schwiegen nach dieser bahnbrechenden Erkenntnis.

„Aber wenn ich jemanden finden würde, der mein Seelenpartner ist, dann wäre ich auf jeden Fall für immer treu“. Ich sah sie zweifelnd an. „Für immer ist aber ganz schön lange, das weißt du“.

„In unserem Alter nicht mehr, mach dir darüber keine Sorgen. Und jetzt lass uns weiter essen, du kannst dir wenn du willst dann noch den Testbericht ansehen. Es wird Zeit, dass du auch mal wieder etwas anderes schreibst als nur Katzengeschichten…“

Gute Freunde… wenn es sie nicht gäbe, dann müsste man sie erfinden ❤ 

 

 

 

 

Seelenmarzipan

Happy New Year Gedanken <3

Das neue Jahr 2018 möchte ich mit klaren Gedanken und unbelastet im Herzen beginnen:

Wenn du mir noch etwas schuldig geblieben bist… keine Sorge… Gern geschehen ❤ 

Wenn du mir Unrecht getan hast… alles gut, ich habe meine Lektion gelernt.

Wenn du sauer auf mich bist… lass gut sein, Du hast gewonnen. 

Falls wir nicht miteinander reden… richtig so! … (Ich finde dich toll und wünsche dir nur das Allerbeste).

Falls du meinst, ich hätte dir Unrecht getan, dann entschuldige ich mich hiermit!

Das Leben ist zu kurz für all den aufgestauten Ärger, den Groll und die extra Portion Herzschmerz…

Melde dich, wenn du denkst, wir müssten über etwas reden und falls du das nicht möchtest, auch OK…ich habe es hiermit versucht.

Happy New 2018 ! Auf ein Jahr der positiven Vibes und des Vergebens … sich selbst und allen anderen.

Rutscht alle gut hinein ❤

 

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Tierschutz

Ich habe Todesangst vor Silvester

Es ist kalt und nass. Ich friere und habe Hunger. Winter ist grausam, für jedes Tier, das schutzlos auf der Straße leben muss. Ich musste lernen, damit zu leben, seit mein Besitzer mich in eine Kiste gepackt hat und dann einfach in diesem fremden Häusermeer zurück ließ. Ich war ein Hochzeitsgeschenk. Zur Belustigung der Menschenmenge mußte ich meine Kreise ziehen. Niemand hat bemerkt, wie verängstigt und verwirrt ich war, niemand wusste, dass ich den Weg zurück zu meinem Taubenschlag nie mehr finden würde. Alle lachten und klatschten, als ich panisch mit den Flügeln flatterte und versuchte, mich zu orientieren. Die Hochzeitsgesellschaft löste sich auf. Ich blieb zurück. Allein in einer fremden Stadt.

Seither kämpfe ich jeden Tag um mein Leben. Es gibt hier keine Nahrung, nur Abfälle. Es gibt keinen Unterschlupf, nur Dornen und Stahlnetze, wo ich mich gern niederlassen würde. Und als ob all das nicht schlimm genug wäre, wird hier bald die Hölle über mich und alle Leidensgenossen hereinbrechen.

An Silvester werden die Böller und die Raketen uns buchstäblich zu Tode erschrecken. Wir werden in Panik gegen Häuserwände fliegen, der Rauch wird uns die Orientierung nehmen und viele finden nie mehr zu ihren Schlaf- oder Futterplätzen zurück. Wir werden durch den Lärm, die Explosionen und den Rauch in unserer unmittelbaren Umgebung so in Angst und Schrecken versetzt, dass wir unsere letzten Energiereserven bei Kälte und Dunkelheit dafür einsetzen, zu fliehen. Aber es gibt kein Entkommen. Silvester in den Städten ist überall. Wir fliegen kopflos gegen Mauern, prallen an Hauswände und verenden elend, erschöpft, verletzt, geschwächt und hungrig. Die Menschen haben kein Geld uns verlassene Brief- und Hochzeitstauben angemessen zu versorgen. Sagen sie. Sie geben es lieber für Feuerwerk und Böller aus, 133 Millionen allein in diesem Jahr.

Tauben zur Hochzeit. Feuerwerk an Silvester…

Ist es nicht seltsam, dass so viele Menschen in unserem Land über das Leid der Tiere in anderen Ländern klagen?
Sie selbst würden niemals so mit einem Haustier umspringen, es einfach aussetzen, grausam verhungern oder erfrieren lassen, oder gar vorsätzlich misshandeln oder zu Tode erschrecken.
Ist es nicht seltsam, dass viele Menschen in unserem Land genau das mit uns tun?
Sie lassen zu oder unterstützen sogar, dass unzählige Haustiere ausgesetzt werden, grausam verhungern, erfrieren oder vorsätzlich misshandelt werden.
Vielleicht wissen sie nicht, dass wir Stadttauben Haustiere sind, nicht angepasst an das Leben in der Stadt aber genetisch dazu verdammt, an dem Ort zu bleiben, an dem wir aufgewachsen sind oder ausgesetzt wurden.
Wir Tauben in den Städten sind alle verirrte (vorsätzlich ausgesetzte) Brieftauben, Hochzeitstauben oder deren Nachkommen.
Wir finden in der Stadt keine artgerechte Nahrung. Wir sind keine Müllschlucker sondern Körnerfresser. Es gibt keine Körner in der Stadt. Nirgends.
Das Fütterungsverbot zwingt uns dazu, Abfall zu fressen, der uns krank macht.
Das Fütterungsverbot bewirkt, dass wir verlassenen Haustiere jeden Tag vor den Augen der „tierlieben“ Menschen elend verhungern, grausam erfrieren.
Wir werden verjagt, getreten, misshandelt, auf behördliche Anweisung getötet und unser Leid ist keinen Deut geringer als das der rumänischen Straßenhunde oder der griechischen Streunerkatzen. Hunger, Durst, Verletzungen und Krankheit beherrschen unser kurzes Leben.

Ich habe Angst vor Silvester, denn diese Nacht werde ich wohl nicht überleben.

Ist es nicht seltsam, dass die meisten Menschen unser Leid täglich sehen und doch nicht bemerken? Ist es nicht seltsam, dass diejenigen, die unser Leid bemerken und füttern sogar dafür bestraft werden?

Bitte beginnt das neue Jahr nicht mit Tierquälerei! Bitte füttert trotzdem weiter. Bitte lasst uns nicht im Stich! Ich werde bald nicht mehr hier sein aber nach mir werden andere meiner Art  kommen, die eure Hilfe brauchen. Bitte kauft für Silvester keine Böller, keine Raketen sondern ein paar Körner für uns. Für die vergessenen Stadttauben.

 

Tierschutz

Gut gemeint ist oftmals nur die kleine Schwester von Scheiße. An alle Kritiker des Auslandstierschutzes…

Tierschutz ist für mich Tierschmutz. Tierschützer sind Dreck. Ich könnte kotzen, wenn ich nur das Wort Tierschützer lese. Hört auf, die Hunde nach Deutschland zu karren und euch eine goldene Nase damit zu verdienen. Ich gebe nichts, die stopfen sich alle das Geld selbst in die Tasche. Kümmert euch lieber um Menschen…

Die Auflistung der dummen, hässlichen, widerwärtigen und dreisten Kommentare, die teilweise aus den Tiefen der Gosse, teilweise auch aus Unwissenheit verfasst werden und dann unter meinen Beiträgen auftauchen, sie alle haben etwas gemeinsam: Ein großes schwarzes Loch an der Stelle im Gehirn der Verfasser, an der sich im günstigsten Fall Informationen und Erziehung befinden sollten.

Man kann darüber streiten, ob es eine so tolle Idee und notwendig ist, wenn man Menschen, die sich ehrlich und mit allem was sie an Zeit und finanziellen Mitteln besitzen und bis zur Selbstaufgabe einbringen, wenn man diese Menschen öffentlich beleidigt. Einfach mal so, weil man sich über irgendjemand, irgendwo, irgendwann geärgert hat, der auch etwas mit Tierschutz zu tun hatte. Weil es tatsächlich auch schwarze Schafe gibt, aber der Verfasser des Kommentars von seinen intellektuellen Möglichkeiten nicht in der Lage ist, zu differenzieren oder einfach, weil er einen schlechten Tag hat, von Haus aus gerne stänkert oder findet, dass Tierschutz an der Landesgrenze enden sollte. Deutscher Tierschutz den deutschen Tieren, oder so ähnlich. Sie meinen es alle „gut“ … und doch schaden sie dem Tierschutz und den Tierschützern, vor allem aber den unschuldigen Tieren mehr, als es selbst die verkommenste Tiermafia der schwarzen Schafe in der Szene je bewerkstelligen würde.

Es wird zwar wenig nutzen, denn Hater möchten hassen und Nörgler möchten nörgeln, Fakten sind dabei eher hinderlich. Trotzdem… für euch, liebe Kommentatoren:

Unser Verein und sämtliche Helfer, hier wie in allen anderen Länder unserer Partner arbeiten komplett ehrenamtlich. Kein Gewinn, keine „Aufwandsentschädigungen“ für geleistete Arbeit, nur Mühe, Sorgen und dazu unsere eigenen, nicht unerheblichen privaten Spenden, die wir beständig einbringen, damit unsere Tiere nicht verhungern.

„Unsere Tiere“, das sind all die heimat- und schutzlosen, hungrigen, verletzten Tiere auf den Straßen. Tiere, die nichts dafür können, dass sie geboren wurden, ehe ein Kastrationsprojekt die Anzahl verringert. Sie sind nun einmal da und wir geben alles, um zu verhindern, dass die nächsten nachkommen.

Kastration, die wichtigste Maßnahme und unser Hauptanliegen, kostet Geld. Erhalten wir Futterspenden, können wir andere Spenden für Kastrations- und Aufklärungsarbeit vor Ort  einsetzen. Beides ist wichtig und unverzichtbar.

Adoption aus dem Ausland  ist kein „Geschäft“, wenn sie gewissenhaft und seriös erfolgt sondern teuer und aufwändig. Wir bezuschussen die Adoptionen aus der Vereinsgemeinschaft, weil wir den Adoptanten nicht die hohen Kosten zumuten möchten, wenn tatsächlich eines unserer Tiere ein Zuhause findet. Nur die kranken, schwachen, alten, blinden, verletzten oder verstümmelten Tiere werden aufgenommen und erhalten die Chance auf eine Adoption. Alle anderen verbleiben auf der Straße, werden gefüttert und kastriert und eine lukrative Geschäftsidee würde ich mir als Unternehmerin anders vorstellen, ganz anders. Worüber ich hier schreibe ist Knochenarbeit, belastend und kostet Geld.  Dafür schenkt es den betroffenen Tieren Leben und eine Zukunft, nachdem sie bereits unendlich viel durchgemacht haben und ihr Glück gibt uns die Kraft weiter zu machen. Es gibt uns die Kraft, jeden Tag erneut gegen Dummheit, Gleichgültigkeit und Grausamkeit der Menschen anzukämpfen.

Ja, es stimmt. Tierschützer sind nicht unbedingt die pflegeleichtesten Menschen. Es wird gestritten, es wird verleumdet, es wird sich profiliert, intrigiert und es gibt auch viel zu viel unehrliche, verbrecherische Aktivitäten unter diesem Deckmantel. Vor allem anderen ist Tierschutz und sind Tierschützer jedoch Menschen, die sich mit viel Herzblut ehrenamtlich drei Beine rausreißen, damit es zumindest ein paar Seelen besser geht, damit langfristige Verbesserungen auf den Weg gebracht werden können und weil sie nach wie vor in einem kleinen Winkel ihres Herzens glauben, wegzusehen und nur klug daher zu reden ist keine Option, wenn das Elend an der Türe anklopft.

Daher nehme ich mir die Freiheit, jeden von meinen Seiten zu blockieren, der meint, alles, was im Tierschutz verbesserungswürdig und unseriös ist, in einen Topf mit seriöser und ehrenamtlicher Arbeit werfen zu müssen, dessen einziger (gut gemeinter?) Beitrag darin besteht, das in den Schmutz zu ziehen, was andere mit viel Liebe und Einsatz aufbauen. „Gut gemeint“ ist nämlich manchmal nur die kleine Schwester von Scheiße und Verbesserung wird am besten dadurch erzielt, indem man es einfach besser macht und  andere in Ruhe arbeiten lässt, die bereits dabei sind. … hier in Deutschland und überall wo Tierleid gelindert und verhindert wir. Nur so eine Anregung…

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Aufreger, Tierschutz

Der Weihnachtskarpfen in der Badewanne

Viele der liebevollen Erinnerungen an meinen Vater haben mit Essen zu tun. Er war ein begnadeter Koch  und seine größte Freude bestand darin, die Familie mit leckerem Essen zu versorgen und zu verwöhnen. An Festtagen stand er stundenlang in der Küche und zauberte die typisch bayrischen Festtagsmenüs aus dem Ärmel. Er liebte Tiere, wie wir alle in der Familie, aber in den 60er Jahren waren „Nutztiere“ noch nicht als fühlende Lebewesen im Bewusstsein verankert und so kam es, dass am Tag vor dem heiligen Abend traditionell in der örtlichen Fischhandlung ein „Weihnachtskarpfen“ aus dem großen Bassin ausgewählt wurde. Man suchte sich den kräftigsten und damit ergiebigsten Karpfen aus der Menge heraus. Er wurde mit einem Köcher aus dem Becken geholt, in eine Plastiktüte mit Wasser gesteckt, die Tüte wurde zugeknotet, und damit der Fisch auch wirklich frisch auf den Tisch kam , wurde er anschließend Zuhause in der Badewanne „aufbewahrt“, bis ihm ein Schlag auf den Kopf den Gar aus machte, er ausgenommen wurde und dann mit Zwiebeln und leckerem Sud in der Terrine am Tisch landete.

Ich sehe die Badewanne in dem schwarz-weiß gekachelten Bad noch vor mir, den Fisch, wie er im Wasser schwamm. Ich  denke, ich versuchte sogar, ihn zu streicheln. Ich war noch sehr klein und konnte die Gefühle nicht einordnen, aber irgendwie fühlte es sich falsch an, ihn morgen aufzuessen. Offensichtlich hatten an diesem Weihnachtsfest auch meine Eltern das Gefühl, dass es sich falsch anfühlte, den Fisch zu töten. Vielleicht weil wir Kinder Bezug aufgebaut hatten, ich ihm einen Namen gegeben hatte, vielleicht weil sie selbst mehr und mehr Empathie entwickelten und begannen, Traditionen in Frage zu stellen. Vielleicht beides, ich habe es vergessen und meinen Vater kann ich leider nicht mehr fragen. Aber ich weiß, dass es an diesem Heiligabend Linsensuppe gab und der Karpfen in einem Fischweiher im nahe gelegenen Wald die Feiertage verbrachte und sehr wahrscheinlich noch viele Tage danach. Es ist mittlerweile 50 Jahre her, seit ich intuitiv, ohne jede wissenschaftliche Studie begriffen hatte, dass Karpfen fühlende Lebewesen sind, Schmerzen empfinden und leiden können. Mittlerweile belegen wissenschaftliche Studien, was eine Fünfjährige ohne Mühe erkennen konnte. Die Redakteure der Süddeutschen Zeitung verfügen über dieses Wissen leider noch nicht.

Offensichtlich hat sich dieses Wissen trotz aller wissenschaftlichen Belege nach wie vor nicht überall herumgesprochen, anders kann ich mir den unsäglich empathielosen und dümmlichen Artikel nicht erklären, der kürzlich  in der Süddeutschen Zeitung zu lesen war. Es ging um Karpfenzucht und zur Auflockerung wurde von der Züchterin  eine „heitere Anekdote“ zum besten gegeben. Eine Geschichte, die weder unterhaltsam noch heiter war sondern erbärmlich. Tierquälerei, Grausamkeit und Folter in ihrer reinsten Form.

„Die Fische von der Ertl-Zucht sind so frisch, die zappeln noch, wenn man sie in den Kofferraum legt. Einen Weihnachtskarpfen aus Lochhausen sollte man deshalb tunlichst mindestens fünf Stunden liegen lassen, bevor man ihn zubereitet. Sonst kann es passieren, dass er aus der Pfanne hüpft. Chefin Simone Wiesinger (Foto: A. Schellnegger) erzählt bei dieser Gelegenheit gerne die Anekdote von einem Kunden, der einen bei ihr gekauften Fisch trotz Warnung sofort in die Röhre schob. „Im Backofen zappelte der Fisch dann so herum, dass die Ofentür aufging und er auf dem Boden landete.“ Das Festessen war beendet, bevor es begann.“(Quelle: Süddeutsche Zeitung. Der Link zum vollständigen Artikel ist am Ende des Betrags eingefügt)

„Karpfen sind neugierige und freundliche Wirbeltiere mit individuellen Persönlichkeiten“ so Dr. Tanja Breining, Fachreferentin für Fische und Meerestiere bei PETA. „Sie leiden, wenn man sie aus dem Wasser holt, wo sie sich weder bewegen noch atmen können.“ Inzwischen ist es eindeutig wissenschaftlich erwiesen, dass Fische Stress und Schmerz empfinden.
Wie wir Menschen sind auch Fische Wirbeltiere, die ihre Schmerzen äußern, wenn auch für den Menschen nur schwer verständlich. Außerhalb des Wassers schnappen sie unübersehbar nach Luft, sie winden sich und zappeln, was deutlich aufzeigt, dass sie Schmerz empfinden und unter starkem Stress stehen. Das  Schmerzempfinden von Fischen ist dem Schmerzempfinden anderer Wirbeltiere sehr ähnlich. Jeder einzelne Fisch, der aus den Tiefen des Meeres in die Atmosphäre gezogen wird, leidet unvorstellbare Qualen: Aufgrund des enormen Druckunterschieds zwischen Wasser und Land reißt seine Schwimmblase, der Magen quillt ihm aus dem Mund und die Augen aus den Höhlen, während er langsam und qualvoll über Minuten oder Stunden erstickt. Tierschutz oder Mitleid ist ein Fremdwort in der Fischerei,  viele Fische leben noch und sind bei Bewusstsein, wenn sie aufgeschnitten und ausgenommen oder gar lebend auf Eis gelegt werden.

Neben internationalen wissenschaftlichen Studien, die bestätigen, dass Fische Schmerzen spüren, kommt auch das Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, in seiner Stellungnahme für die Bundesregierung zu dem Schluss, dass „Fische zur Schmerzwahrnehmung fähig sind und entsprechend als sensible Lebewesen behandelt und geschützt werden sollten.“ [1]

 

[1] Stellungnahme des FLI zu den Veröffentlichung von Rose et al. (2012) sowie Arlinghaus und Cyrus (2013) (Berichterstatter: Dr. Michael Marahrens, Dr. Inga Schwarzlose), 2013.

 

Tierschutz

Lügen, Betrug und Abzocke mit Spenden im Tierschutz … ein kleiner Leitfaden

Wer fair und seriös im Tierschutz arbeitet hat eine Unzahl natürlicher Feinde … alle, die das nicht tun, denn diese Menschen beschädigen die Glaubwürdigkeit und alles, was andere in mühevoller Arbeit aufgebaut haben. Wir ehrlichen Tierschützer kämpfen beständig an verschiedenen Fronten: Wir versuchen mit allem was uns irgend zur Verfügung steht, das Elend und Leid der Tiere zu lindern während andere die  Gutwilligkeit der Spender ausnutzen, in die eigene Tasche arbeiten und  durch ihr unseriöses/kriminelles Verhalten den ehrlichen Helfern und Vereinen unglaublich schaden.

Das bereitet mir persönlich viel Kopfzerbrechen. Auch in den Medien wird überall vor dubiosen Spendensammlern und dem „Kalten Geschäft mit Tieren in Not“ gewarnt. Es hat zur Folge, dass viele Menschen verunsichert werden und gar nicht spenden. Wertvolle Hilfe, die dann auch uns an den Futterstellen fehlt. Unglaublich wertvolle Hilfe, die Leben retten könnte und Chancen schenken, die aber ausbleibt, weil sich viele durch reißerische Berichte und Blogs verunsichern lassen. Das ist ein super GAU für alle  Vereine, die ehrlich und mit unglaublichem Herzblut jeden Tag für ihre Tiere sorgen.  Mittlerweile wage ich zu behaupten, dass ich in der Szene hinreichend vernetzt bin, um beurteilen zu können, wer wie arbeitet, erkenne schwarze Schafe bereits auf zehn Meter Entfernung und würde gerne ein paar Tipps weitergeben, für alle, die gerne spenden würden aber verunsichert sind.

  • Um auf Nummer sicher zu gehen, spende nur an Privatpersonen, die dir persönlich bekannt sind oder für deren seriöses Arbeiten jemand garantiert, der vor Ort war und bezeugen kann, dass alle Mittel so eingesetzt werden, wie im Netz veröffentlicht.
  • Eine relativ sichere Nummer sind auch offizielle Vereine. Ob ein Verein eingetragen ist, kannst du daran erkennen, ob er ein e.V. im Namen trägt (z.B.  Frieden für Pfoten e.V.). Im Impressum jeder Seite im Netz findest du auch meist, ob Spendenquittungen ausgestellt werden können (können wir natürlich 🙂 ). Darf ein Verein Spendenquittungen ausstellen dann ist das ein weiteres Indiz für seriöses Arbeiten, denn alle eingetragenen Vereine werden regelmäßig geprüft und ein Jahresbericht/Kassenbericht muss dem Finanzamt vorgelegt werden und auch die Gemeinnützigkeit wird in regelmäßigen Abständen überprüft.
  • Schreibe persönlich ein paar Zeilen an die jeweilige Organisation/Person, der du spenden möchtest oder verfolge deren Arbeit über ihre Webseiten, Facebook oder Twitter.  Mach dir selbst ein Bild. Wer seriös ist und nichts zu verbergen hat, wird gerne Auskunft geben, auch Rückmeldung, was mit den Spenden passiert ist. Regelmäßige Berichte und Updates über die erfolgte Arbeit sollten eine Selbstverständlichkeit sein. (Bitte dabei beachten, dass es besonders in armen Ländern, wo die Spenden am dringlichsten benötigt werden, den Helfern dort nicht immer möglich ist, so oft im Netz zu sein, Bilder zu posten oder hochzuladen, wie sie das möchten. Manche verfügen auch nicht über das technische Equipment/Netzzugang.)
  • Am einfachsten ist es natürlich, wenn du vor Ort die Geld – und Sachspenden, Futter oder Zubehör abliefern kannst. (Manche unserer Community Mitglieder tun das und es ist immer ein Fest aber natürlich nicht jedem möglich ).
  • Wenn du diese Möglichkeit nicht hast aber trotzdem eines der armen Tierheime im Ausland  unterstützen möchtest, dann funktioniert das am einfachsten und sichersten über einen Verein, der von Deutschland aus unterstützt ( Frieden für Pfoten e.V. zum Beispiel, ist Partner von SCARS Griechenland) oder über eine offizielle Spendenplattform. Europas größte und eine sehr seriöse Futter-Spendenplattform ist der Tierschutz-Shop. Hier sind nur geprüfte Tierschutzvereine gelistet und du kannst jederzeit transparent nachvollziehen, dass deine Futter-Spende auch ankommt, wo sie hin soll.
  • Solltest du Zweifel haben, ob du die richtige Spendenplattform ausgewählt hast, dann kannst du in Bewertungsportalen oder bei Facebook mit wenigen Klicks Erfahrungen anderer Nutzer lesen. Die Bewertungen bei Facebook sollten  im Durchschnitt bei 4 von 5 Sternen liegen, nicht darunter.

Wir „ehrlichen“ Tierschützer sind alle sehr daran interessiert, dass die schwarzen Schafe keine Chance erhalten, weiter Schaden für die gute Sache zu verursachen. Wir alle werden von den negativen Medienberichten beschädigt. Es wird alles in einen Topf geworfen, auch viel Unsinn geschrieben und darunter leiden Helfer, die wahre Engel sind, genauso wie ausgezeichnete Konzepte an Hilfsportalen. Letztlich aber sind es die Tiere die darunter leiden und daher geben wir uns alle Mühe, aufzuklären, weiterhin durch transparente und faire Arbeitsweise zu überzeugen …. ehrenamtlich und mit viel Herzblut, wie die meisten meiner Kollegen.

Mein Verein Frieden für Pfoten e.V.  arbeitet seit langem mit dem Tierschutz-Shop eng zusammen. In diesem Jahr dürfen wir an einem großen Spendenmarathon teilnehmen und wir hoffen, diese tolle Aktion des Tierschutz-Shops wird wie im vergangenen Jahr ermöglichen, dass unsere über 100 schwer kranken Tiere auf den Pflegestellen, genau wie die über 600 Tiere an den Futterstellen in Athen satt werden. Es ist eine wunderbare Sache, denn das gespendete Futter wird direkt in Athen vor die Haustüre geliefert. Transport und Logistik von Futter- und Hilfsmitteln in die jeweiligen Länder sind teuer sehr aufwändig und längst nicht für jeden Verein zu bewältigen. ( Anmerkung: Die teuren Palettenpreise sind mein persönlicher Horror. Wir sitzen hier vor Ort oft auf kostbaren Hilfsmitteln und rechnen jeden Tag, wie wir es schaffen, sie dorthin zu bringen, wo sie dringlichst benötigt werden). In diesem Fall nimmt der Tierschutz-Shop uns dieses Problem komplett ab.

Der Spenden-Marathon des Tierschutz-Shops geht quer durch Europa und ermöglicht es Tierfreunden ganz einfach Tieren in 11 europäischen Ländern zu helfen. Es sind die Ärmsten der Armen, die auf diese Weise Hilfe erhalten. Über Länderwunschlisten kann man direkt für Tierheime aus einem Land Futter spenden. Ziel ist es, bis zum 22.12.2017 online insgesamt 30.000 Pakete mit Futter für Straßen- und Tierheimtiere zu packen. Wir haben ebenfalls eine Wunschliste dort. Bei dieser seriösen Spendenaktion von Tierschutzshop sorgt ein Live-Paketezähler für zusätzliche Transparenz. Sobald der Marathon gewonnen ist, wird das Ergebnis von einem offiziellen Notar beglaubigt.

Falls ihr Fragen habt, schreibt mich gern an.

Unsere Wunschliste für die hungernden Tiere in Athen