Lifestyle

Das Kopftuch und ich.

Um es gleich vorweg zu nehmen, jeder sollte tragen, was er für richtig hält. Trotzdem sind meine Gedanken zum Hijab/Kopftuch sehr gespalten.

Hijab und alle anderen Formen der Verhüllung und persönlichen Einschränkung sind laut Ansicht vieler Islam Kenner nicht zwingend vorgeschrieben. Sie sind eher Ausdruck kultureller Prägung. Eine Prägung, die nach wie vor von Männern definiert wird, teilweise mit Gewalt durchgesetzt und den Kindern von klein auf als „Normalität“ vorgelebt. Braves Mädchen = Hijab Mädchen. Gehorsame Ehefrau = Hijab Ehefrau. Gott liebt Frauen, die sich züchtig verhüllen…

Soweit…  so gut. Wäre das Kopftuch also tatsächlich ein Ausdruck für Selbstbestimmung und Freiheit, ein unverzichtbares Accessoire für alle Koran-gläubigen Frauen, wie oft propagiert, dann würde ich es niemals kritisieren. Aber ganz so einfach ist es nicht.

Wer nicht ganz blind durch die Welt geht, kennt die Berichte und Bilder, die erschütternden Videos von Frauen, die mit drakonischen Strafen gepeinigt werden, wenn sie es nicht tragen,

…wenn sie sich nicht bei brütender Hitze, bei jeder Tätigkeit, immer dann wenn Männer in Sichtweite sind oder sie einen Fuß in die Öffentlichkeit setzen… „züchtig“ bedecken. Diese Regel gilt einzig für Frauen. Sie ist so diskriminierend wie einschränkend für unzählige Frauen weltweit und seit geraumer Zeit setzen tapfere Frauen ihr Leben, ihre Gesundheit und ihre Karriere aufs Spiel, um sich dagegen zu wehren.

Zeitgleich preisen viele westliche Glaubenskolleginen den Hijab als Ausdruck ihrer persönlichen“Freiheit“ an . Kopftuch Barbie lächelt stolz mit ihrem kleidsamen Hijab von vielen Covern,  und für mich erscheint dieses Bild und der Beifall dazu aus manchen Kreisen, wie eine schallende Ohrfeige  für alle Frauen, die zum Tragen buchstäblich geprügelt werden. Die drastische Strafen erwarten, wenn sie es nicht tun. Jeden Tag…weltweit.

Ich finde es gut, wenn , wie von Terre des Femmes , Alice Schwarzer und vielen anderen klugen Frauen gefordert wird, man sollte kleinen Mädchen hierzulande, die Möglichkeit geben, „ohne“ durch Kindheit und Jugend zu gehen und sich erst im Alter von 18 frei entscheiden.

Ich fände es gut, wenn „Hijab“ akzeptiert aber nicht hofiert und gehypt werden würde. Es ist zynisch, nicht gerade solidarisch und kontraproduktiv für alle Frauen, die gerade um die Freiheit, kämpfen, ihn nicht tragen zu müssen.

Und ich finde es auch eine Zumutung, dass jeder, der sich ernsthaft mit Frauenrechten, religiösen Grundlagen des Hijabs und seiner Notwendigkeit, besonders für Kinder, auseinandersetzt, sofort in die rechte Ecke gedrängt wird, sich rechtfertigen muss, warum er für etwas ganz Selbstverständliches eintritt:

Solidarität für unterdrückte Frauen und einen guten Start in ein frei bestimmtes Leben für alle Mädchen, ganz gleich welcher Religion sie angehören.

Mir ist durchaus bewusst, dass viele Hijab Trägerinnen ihn stolz und freiwillig tragen… Ob sie ihn tragen, wo sie ihn tragen und warum sie ihn tragen, interessiert mich nicht. Es ist ihre persönliche Entscheidung, die ich selbstverständlich toleriere und ich würde mir wünschen, das würden auch viele andere endlich tun!

Aber tolerieren und propagieren sind zwei paar Stiefel und im Zweifelsfall stehe ich immer auf der Seite der Schwächeren…in diesem Fall auf der Seite aller Frauen, die sich nichts mehr wünschen, als einmal den Wind in den Haaren zu spüren und frei zu entscheiden, was sie tragen und wann sie es tragen, die ihr Leben für diese Freiheit riskieren. Für sie bedeutet der Hijab und andere Verhüllungen weder persönliche Freiheit noch Ausdruck eines selbstbestimmten Lebens, für sie ist er nicht bunt nicht tolerant sondern einfach nur Zwang und Unterdrückung von Frauen!  Vielleicht sollte ihnen auch einmal eine Barbie gewidmet werden. Die Solidaritäts Barbie.

 

Seelenmarzipan, Tierschutz

Last Christmas im Mai…

Es ist nicht einfach für meine Freunde. Entweder ich bin beschäftigt, immer auf dem Sprung  oder angeschlagen und müde und Verabredungen mit mir enden nicht selten mit einer Absage. Immer is was! Meistens sind es verletzte oder hungrige Tiere, ein Projekt, das gerade anläuft oder anbrennt, jemand, der dringend etwas benötigt… manchmal auch mein (richtiger) Job, die auch weit in die Freizeit…nein falsch…die meine gesamte freie Zeit beanspruchen  und ich bin unglaublich dankbar, dass ich trotzdem noch ab und an gefragt werde, ob ich etwas mit unternehmen möchte.

Zu Beginn meiner Tierschutzaktivitäten war ich schier besessen von der Idee, meine Gedanken und alle Aktivitäten mit anderen und insbesondere mit Freunden zu teilen. Das hat sich längst geändert. Es ist unglaublich wohltuend, ein paar Stunden entspannt und ganz privat auch über Nebensächlichkeiten zu flachsen, eine gewisse Leichtigkeit zu spüren. Die erdrückende Mutter Teresa Rolle, immer verständnisvoll immer vorbildlich und immer einsatzbereit, abzustreifen und meine wirkliche Persönlichkeit hervor zu kramen. Ich bin jedesmal erleichtert, wenn ich diese Persönlichkeit noch finde unter all den Lasten und Pflichten, unter der großen Verantwortung, die ich mir selbst und aus freien Stücken ins Leben holte.

Gestern jedenfalls saß ich in einer lauen Sommernacht in einem wunderschönen, verwunschenen Cafe Garten, mit Menschen, die Tiere zwar auch mögen aber die sich auch noch für andere Dinge des Lebens interessieren, wir tranken Cocktails und mein Handy war aus.

Plötzlich kam aus dem Lautsprecher „Last Christmas“. Irgendwer hatte irgendwie diesen Ohrwurm unter die sommerlichen Töne gemischt, vielleicht aus Versehen, vielleicht mit viel Sinn für Humor… ich liebe diesen Song und die laue Sommernacht,  der malerische Innenhof und dazu die unerwarteten Klänge ergaben eine fast psychedelische Mischung in meinem Kopf.

Für einen Moment war mir glasklar bewusst, dass ich wieder zurück finden muss, dass es genau solche Momente sind, die das Leben lebenswert machen. Ich habe zu viel zerstörte und ausgemergelte Körper gesehen die letzten drei Jahre, zu viele Probleme anderer gelöst und gewälzt, zu viel Verantwortung auf meine Schultern geladen und unglaublich viel geleistet, das meiste davon im Hintergrund. Und alles war richtig so. Aber jetzt ist genug. Ich möchte nur noch… oder endlich wieder ohne schlechtes Gewissen das tun, was mir Freude macht, in Sachen Tierschutz.

Es ist so selbstverständlich geworden, Perfektion, Zuverlässigkeit, Verständnis und Einsatz rund um die Uhr zu liefern, immer verfügbar zu sein, mich wie ein Schulkind abzumelden, wenn ich ein paar Stunden nicht greifbar bin, auf alle Befindlichkeiten einzugehen…nur nicht auf meine eigenen.  Es ist sicher vorbildlich und zielführend, wie ich meine Persönlichkeit gebogen habe, um zu erreichen, was erreicht werden musste. Aber Mutter Teresa war nie mein Vorbild, ich mag sie nicht einmal! Es waren andere Frauen, die mich inspirierten, wilde, verrückte, unangepasste Frauen, die  aneckten und ohne Rücksicht ihr Leben lebten und ihre Meinung äußerten.

Kein guter Ansatz für die Frontfrau einer Tierschutzorganisation, die beständig unter kritischer Beobachtung steht, die Vorbildfunktion haben sollte und deren Verhalten immer Auswirkung auf das Gesamtprojekt hat, die sich beständig rechtfertigen muss…wenn nicht vor anderen dann vor sich selbst, weil niemals genug ist, was geleistet wird, weil für ein gelöstes Problem 10 Neue nachwachsen. Nicht machbar, wenn ohne Rücksicht auf Uhrzeit, Feiertage oder der für manche unvorstellbaren Tatsache, dass ich auch ein Privatleben haben könnte,  beständig Anfragen, Mails, Beschwerden, Wünsche, Rückmeldungen und Notrufe herein brechen, zusätzlich zu den täglichen Routine Aufgaben und auf Beantwortung warten.

Das Lied war längst verklungen aber die Gedanken hallten in meinem Kopf nach und ich ging sehr nachdenklich nach Hause. Normalerweise sollte am Ende eines Artikels eine stimmige Pointe erfolgen oder etwas, das die Leser motiviert, etwas mit Vorbildfunktion.

Aber stattdessen möchte ich heute lieber ehrlich schreiben, dass es sicher OK ist, wenn man manchmal mit viel Elan und Mut einen Berg erklimmt, nur um festzustellen, im Tal wäre es auch wieder ganz nett und sich fragt, was man in der zugigen Höhe eigentlich wollte.

„Wenn du es nicht mit Liebe tust, ist es Selbstverletzung“ … ein ganz wichtiger und sehr kluger Leitsatz. Zu vieles habe ich in letzter Zeit rein aus Pflichtbewusstsein getan aber auch zu viel unterlassen, …manches auch aus Angst oder aus Gewohnheit … vielleicht sollte man sich bei allen wichtigen Dingen im Leben von Zeit zu Zeit fragen, ob man sie wirklich noch mit Liebe tut und falls die Antwort „Nein“ sein sollte, hinterfragen, warum es so ist …nur so eine Idee 😉 .

„Last Christmas“ hat manchmal ganz seltsame Begleiterscheinungen, besonders, wenn man es in einer warmen Sommernacht hört…

 

Tierschutz

Ich hatte einen Albtraum…

Es ist kalt und eisig, auf dem Meer. Überall sind Tote, überall schwimmen schrecklich zugerichtete Leichen auf dem Wasser. Mein Schiff ist groß und auf diesem Schiff gibt es Wärme und Sicherheit und Essen…das wissen auch die vielen kleinen Rettungsboote, die wir auf unserem Weg kreuzen. Sie winken und versuchen verzweifelt auf sich aufmerksam zu machen. Jeder Captain eines Rettungsbootes sorgt mit letzter Kraft für die Passagiere, die er aus dem Wasser aufgefischt hat.

Schreckliche Szenen spielen sich ab während wir in voller Fahrt vorbei fahren. Manchmal halten wir an und versuchen eines der Boote in Schlepptau zu nehmen. Wenn es seetüchtig genug aussieht, wenn der Captain auf diesem Boot stark genug und gewieft genug ist, wenn es Sinn macht, das Risiko einzugehen. Sinkende Boote im Schlepptau gefährden auch meine Passagiere und ich muss gut abwägen, nehme das Weinen  der hungrigen Schiffbrüchigen, denen ich nicht helfen konnte, mit in den Schlaf.

Oben auf Deck sieht es friedlich aus. Alle finden das Boot toll und freuen sich, wie gut alles funktioniert. Tolles Schiff! Die Maschinen laufen volle Fahrt, der Kurs wird gehalten, die Vorräte sind bestückt. Alles regelt sich von ganz allein.  Ich lasse sie in dem Glauben und mache mich auf den Weg in den Maschinenraum. Den kennen nur die Wenigsten. Dort schuften die Bootsleute, die freiwillig auf das Schiff kamen, die jeden Tag die Maschinen am Laufen halten. Ein paar davon kenne ich seit Jahren, manche sind neu. Es ist meine Aufgabe, den Kurs zu halten. Es ist mein Schiff, ich habe es in mühevoller Arbeit über viele Jahre zusammengezimmert. Aber ich fühle mich längst nicht mehr als Captain. So viele Menschen um mich herum, so viele Offiziere und immer mehr Passagiere. Jeder tut irgendetwas, jeder benötigt irgendetwas, ein Kommen und Gehen und ich versuche im täglichen Chaos den Überblick zu behalten.

Ich darf nie aussteigen aus diesem Schiff. Immer wenn wir ein Rettungsboot erfolgreich in Landnähe geschleppt haben, heraus aus der tödlichen Gefahrenzone, muss ich umdrehen, wieder Kurs aufs offene Meer, bis zur völligen Erschöpfung, denn das Meer spuckt beständig neue Schiffbrüchige aus, fordert beständig neue Hilfe.

Während an Deck die letzte Rettung ausgelassen gefeiert wird gibt mir jemand den wohlgemeinten Ratschlag gibt, doch eine Pause zu machen. Weil das Schiff ja von alleine den Weg findet und die Mannschaft mich jederzeit ersetzen kann.  Ich nicke still und sehe ich in der Ferne bereits das nächste SOS Zeichen blinken, gehe wieder den Weg in den Maschinenraum, sehe nach, ob wir für dieses Zusammentreffen gerüstet sind und lasse die anderen feiern . Sie kennen den Maschinenraum nicht, wägen das Schiff in trügerischer Sicherheit und ich lasse sie in diesem Glauben. Es reicht, wenn ich schlaflose Nächte habe und ein paar Wissende an Bord mir verständnisvolle Blicke zuwerfen.

Im Zwischendeck war ein Wassereinbruch. Ich begutachte den Schaden, fluche laut, weil wieder jemand vergessen hat, die Sicherheitsklappen zu schließen, meine Katze, die Schiffskatze ist durch die Klappe gespült worden und ich höre sie von weitem jammern. ich schreie… und erwache von meiner eigenen Stimme.

Luna sitzt auf meiner Brust und erinnert mich vorwurfsvoll daran, dass Zeit ist für ihr Frühstück. Es war ein Traum…Ein Alptraum…zum Glück. Diese Träume verfolgen mich sogar im Urlaub. Gestern Abend hatte ich  mich vor dem Einschlafen der Entspannung gewidmet und ein wenig geschmökert. Die neue Datenschutzverordnung, die gerade vielen kleinen Vereinen den Gar ausmacht, weil sie nicht in der Lage sind, die immensen Auflagen zu erfüllen. Wir werden es schaffen… im Maschinenraum wird gerade dafür Sorge getragen 😉 .  Facebook ist ausgeloggt aber auf dem Messenger blinken die Nachrichten trotzdem im Minutentakt.  Ich habe sie wohl im Traum gehört und widerstehe dem Impuls, sie zu öffnen. Ich möchte mich nicht schon wieder ärgern, eingreifen oder das Gefühl haben, helfen zu müssen. Jetzt wird erst einmal Luna versorgt. Unsere gemeinsame Zeit geht bald zu Ende und jede Minute ist kostbar. Und dann denke ich über den Traum nach… und meine Gefühle zu all dem…

Was um alle sin der Welt tue ich mit einem Riesendampfer, der langsam aber sicher außer Kontrolle gerät und der als ehrenamtlicher Freizeitkapitän bald  nicht mehr auf Kurs zu halten geht? Das Kommando übergeben und darauf warten, dass dieses Schiff dann strandet, vielleicht all die Mühe verloren ist?  Den Anker werfen und allen Landgang aufzwingen, an den sich sicher niemand halten wird? Den Dampfer selbst versenken und ein neues, schnittiges Segelboot basteln, das ich wieder allein steuern kann und auf dem ich wieder mein eigener Kapitän bin? Das ist Stoff für viele weitere Albträume…

 

Internet

Tierschutz

Liebeskummer,Trennung und Tod: Nicht romantisch und auch nicht sportlich! Taubenwettflüge…

Wie funktionieren eigentlich „Taubenwettflüge“? Ist es nicht erstaunlich, wie die Züchter die Tiere dazu bewegen, bis zur völligen Erschöpfung enorm weite Strecken zurück zu legen? Tagesstrecken von 700 Kilometern? Die Auflösung ist so einfach wie schockierend:

Damit die Tauben Höchstleistungen erbringen, die ihre Kräfte aber häufig übersteigen, wenden ihre Halter perfide Methoden an.

Für die Wettflüge nutzen Taubenhalter die Treue der Tiere aus. Tauben sind ihrem Heimatschlag, ihrem Partner und ihrem Nachwuchs überaus verbunden. Taubenpärchen bleiben ihr ganzes Leben zusammen und die Verbindung ist sehr innig. Was tut also eine Taube, die ihrem Partner entrissen, von ihrem Nachwuchs entfernt und sich weit weg vom sicheren Heimatschlag in völlig unbekannter Umgebung wiederfindet? Richtig! Sie wird versuchen, wieder dorthin zurückzukehren, wo sich befindet, was sie mehr liebt, als ihr eigenes Leben. Sehnsucht, Liebeskummer und Sorge um den Nachwuchs, dient der „Leistungssteigerung“ ungemein.

Jan lucas
(Bildrechte: Jan Lukas Wolf)

Die Halter machen sich die Verzweiflung ihrer Tiere zunutze, möglichst schnell zurück in ihr Heim und zu ihren Familien fliegen zu wollen. Wer diesen Sport als „romantisch“ bezeichnet, hat vielleicht einen entscheidenden Punkt nicht verstanden:

Bei der „Witwermethode“ werden Taubenpaare voneinander getrennt. Diese Methode hat sich nach Angaben von Züchtern flächendeckend für das „normale Flugprogramm“ durchgesetzt.   Die „Nestmethode“ umschreibt die Trennung eines Elternteils vom Partner und dem bereits geschlüpften Nachwuchs. Beides bedeutet für die Tiere enormen Stress.

Experten gehen davon aus, dass zwischen 10 und mehr als 50 Prozent der Tauben, die zu Wettflügen weit von ihrem Heim weg transportiert werden, nicht zu ihrem Schlag, ihrem Partner, ihrem Nachwuchs zurückkehren.  Sie stranden als heimatlose Tiere auf den Straßen fremder Städte, landen im Tierschutz, die meisten von ihnen sterben qualvoll.

Marc Martinez
Gestern erst Zugeflogen und heute das..Abgemagert und Schwach! Immerhin musste das Kerlchen nicht hungrig sterben. Grade ein Jahr alt laut Ring… Bildrechte: Marc Martinetz

Halter und Veranstalter  finden das durchaus vertretbar. Sie kalkulieren diese „Verluste“ ein. Schließlich geht es bei diesem „romantischen Sport“ nicht um die Tiere, sondern um Auszeichnungen und Preise.

Es sind Hunderttausende Tauben, die jedes Jahr einen qualvollen Tod auf den Wettflügen erleiden.  Dehydration, Erschöpfung, Verletzungen…oder sie verhungern in einer unserer Innenstädte. Tauben, die es gerade noch nach Hause geschafft haben  sind oft an Körper und Seele gebrochen.“

Doch selbst wenn sie die Tortur überstanden haben, selbst wenn sie wieder in ihren Schlag, zu ihrem Partner zurück gefunden haben: Heimgekehrte Tauben sind ihres Lebens nicht sicher, denn das offizielle Zuchtziel des Verbandes Deutscher Brieftaubenzüchter zielt auf körperliche Leistungsfähigkeit und die Erlangung von Spitzengeschwindigkeiten von 130 km/h ab. Tiere, die diese Leistungen nicht erbringen konnten oder mangelnden Orientierungssinn zeigen, die sich verflogen haben, werden von den Haltern getötet. Das Töten der ausgesonderten Tauben geschieht übrigens bei vollem Bewusstsein. Der Hals der Taube wird lang gezogen und der Kopf wird umgedreht. Die Hinrichtung  wegen mangelnder Leistung wird vom Züchter selbst durchgeführt.

Man mag von diesem Sport halten, was man mag: Mit Tierliebe und Romantik hat er nichts zu tun. 

Die einfühlsamen und intelligenten Vögel werden zur Wegwerfware degradiert. Bitte gebt ihnen eure Stimme, damit nie wieder Tiere bei dem Versuch sterben müssen, zu ihren Lebenspartnern und Jungen zurückzufinden.

Quellen: PETA
(1) Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz e.V.: Tierschutz im Brieftaubensport. Merkblatt 121. Juli 2009, S. 3.
(2) Von Taubenzüchtern werden Verlustraten von 10 Prozent angegeben. Aus: Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz e.V.: Tierschutz im Brieftaubensport. Merkblatt 121. Juli 2009, S. 13. In einer Studie „Beitrag zur Ermittlung von Kennzahlen zu Verlusten bei Wettflügen von Brieftauben (Untersuchungszeitraum: 2004-2008) vom April 2009“ kritisieren Dr. Warzecha und seine Kollegen den jährlichen Setzverlust von 931.475 Alttauben und Jährlingen (65%) und 793.532 Jungtauben (53%).
(3) http://www.vogelforen.de/showthread.php?155300-Ich-brauche-einen-Rat-f%FCr-2008!!/page2 Zugriff am 26. März 2013
(4) Hirt/Maisack/Moritz: Kommentar zum Tierschutzgesetz, 2. Auflage 2007, § 3 Rn7.
(5) Gemäß den Zuchtzielen des Verbandes von 2007 sollen Eintagesstrecken bis zu 700 km bzw. Übernachtflüge mit einer an zwei Tagen zurückzulegenden Höchstentfernung von 1.300 km bewältigt werden. Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz e.V.: Tierschutz im Brieftaubensport. Merkblatt 121. Juli 2009, S. 4.

 

 

 

Seelenmarzipan, Tierschutz

Meine „Adoptanten“ und ich :-)

Wer diesen Blog bereits länger verfolgt, der weiss, dass ich vor über zwei Jahren damit begann, Geld zu sammeln und Kontakte zu finden, die es kranken und verletzten Tieren ermöglichen, aus dem Ausland adoptiert zu werden. Teilweise waren es sehr dramatische Fälle und teilweise waren es abenteuerliche Aktionen. Gott, was habe ich schon alles angestellt, wie viele Stunden, Tage, Wochen, Monate meines Lebens habe ich damit verbracht, verstümmelten, blinden oder traumatisierten Tieren die Reise ins Glück zu ermöglichen. Das Gefühl, wenn die ersten Bilder und Berichte eintreffen, zu wissen, sie sind jetzt endlich sicher, geborgen und geliebt…das ist unbeschreiblich schön und all die Mühe wert.

Als Begleiterscheinung dieser Aktivitäten sind wunderbare Kontakte und teilweise sogar Freundschaften entstanden. Noor, die endlich wieder zu ihrer Mimi fand, Nicole, die Ornello ein Zuhause gab, Wiebke mit ihrer Claire, Luisa, unzertrennlich mit der alten Hündin Tina, …Elvira, Melanie, Udo…die Liste der „besonderen Adoptionen“ und der besonderen Menschen, die ich dadurch kennen lernen durfte, ist lang und jeder Name weckt Emotionen. Jede Rettung war mit einem kleinen Abenteuer verbunden. Sei es, weil die Reise gefährlich und exorbitant teuer war, weil das Tier verängstigt, sehr alt oder angeschlagen …viele Zitterpartien und Tränen, Hoffen und Bangen steht hinter all den Katzennamen. Mittlerweile sind es verdammt viele geworden und kein Ende in Sicht. So viele Tiere, die mir ans Herz gewachsen sind und so viele wunderbare Menschen, die dadurch in mein Leben fanden, die vor und hinter den Kulissen an diesen Abenteuern beteiligt sind…

Wie immer gibt es natürlich auch Schattenseiten. Nach wie vor greife ich mir an den Kopf, wenn ich sehe, wie sich manche Menschen mir gegenüber verhalten. Es sind Menschen, deren Tiere ihr Leben nicht zuletzt meinen Aktivitäten verdanken, für deren Tiere ich gebettelt, teilweise sogar gelogen habe, damit sie aus der Hölle ins Paradies reisen durften. Damit sie Grenzen passieren durften, damit OP s möglich wurden und vieles mehr.  Für deren Tiere ich viele Stunden Einsatz geleistet habe, blinde Tiere aus Syrien oder auch ein Tier aus Griechenland, das viele kostspielige Operationen benötigte, … es war jedesmal großes Kino, bis endlich alles geregelt war…das hält ihre Besitzer trotzdem nicht davon ab, bei jeder  Gelegenheit zu betonen, wie  wenig sie mich schätzen, sie sparen nicht mit abfälligen Bemerkungen über meine Organisation, wann immer sich die Gelegenheit bietet.  Zum Glück sind sie zu ihren Tieren freundlicher  und liebevoll und haben nur Menschen gegenüber schlechte Kinderstube und ein schlechtes Gedächtnis 😉  Daher freue ich mich auch über diese Happyends, würde alles wieder ganz genauso machen aber halte Abstand, wenn sie sich und ihre Katzen im Netz feiern. Interessant ist es allemal … man lernt viel über die Menschen, bei der Arbeit mit Tieren…über sich und über andere.  Es würde einige Blogs füllen.

Von einer Adoptanten Familie habe ich ganz besonders viel gelernt: Hoffnung, Vertrauen und auch den Glauben an Wunder. Es sind Valerions Adoptanten.

Vielleicht erinnert sich der ein oder andere Leser an Valerion, der misshandelt und schwer krank in Athen auf ein Wunder wartete, der nur noch sterben wollte und den selbst Spezialisten in Deutschland aufgegeben hatten… und der bei Petra und Peter aus Berlin nicht nur ein Zuhause fand sondern heute dort lebt, wie ein gesunder Kater. Nach wie vor weiß ich nicht, wie diese wunderbaren Menschen es geschafft haben…aber Valerion frisst und putzt sich mittlerweile, alleine, sein Fell glänzt, die Wunden sind abgeheilt und jedes Bild, jedes Video ist Glück pur.

Bald reisen Valerions Menschen nach Athen, um all die Menschen von SCARS und natürlich besonders um Martha, Valerions Pflegemutter endlich persönlich zu treffen. Ein Highlight…nicht nur für sie sondern auch für mich. Wieder einmal treffen sich ein paar „Engel“ und lernen sich endlich kennen. Wieder ein weiterer, dicker und stabiler Knoten im Frieden für Pfoten/SCARS Netzwerk. Wieder einmal wurden aus Adoptanten Freunde und Verbündete…und wir sind schon alle sehr gespannt auf die ersten Bilder aus Athen ❤

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Valerion bei seiner Ankunft bei SCARS

 

Valerion heute, mit seiner großen Liebe ❤

 

Chance, Lifestyle, Seelenmarzipan

Burn, Baby burn…Hilfe bei autoimmun- entzündlichen Erkrankungen.

Entzündungen gehören zu fast jeder Form von chronischen Erkrankungen. Allergien, Arthritis, selbst Depression wird damit in Verbindung gebracht.

Die Schulmedizin antwortet auf chronische Entzündungen mit Medikamenten, wie zum Beispiel Cortison, die diese künstlich unterdrücken.  Die wirklichen Ursachen werden vernachlässigt. Verborgene Allergien, Infektionen, Umweltgifte, Ernährung die entzündliche Prozesse fördert, (Milch, Schweinefleisch, Zucker, Zusatzstoffe ) , und vor allem Stress sind die eigentlichen Übeltäter für unzählige Autoimmunerkrankungen.

Autoimmunerkrankungen nehmen explosionsartig zu. Autoimmune Schilddrüsenerkrankungen, Lupus, entzündliche Darmleiden, Hauterkrankungen, Arthritis, …die Liste des Leidens ist unendlich und die schulmedizinischen Ansätze beschränken sich auf Symptombekämpfung, auf Unterdrückung des entzündlichen Prozesses, nicht auf Heilung. Das ist vereinfacht ausgedrückt etwa so, als würde man jede Menge Schmerzmittel schlucken, während man auf einem Glasscherben steht. Die Lösung ist nicht,  noch mehr Aspirin oder mehr Cortison, um die gesunde Schmerzreaktion zu unterdrücken sondern die Entfernung des Glasscherbens aus dem Fuß.

Wenn man also die Entzündungen im eigenen Körper herunterfahren möchte, dann muss man die Quelle finden. Das Feuer…nicht den Rauch 😉 .  In der Medizin werden die Behandler nach wie vor darauf geschult, Krankheiten nach ihren Symptomen zu diagnostizieren, nicht nach ihren Ursachen. Sie fragen: „Welche Krankheit hat der Patient“. Es wird selten die wichtigste Frage gestellt: Warum ist der Patient krank? 

 Ganzheitliche Medizin ist ein komplett anderer Ansatz,  Krankheiten zu sehen. Man sucht nach Gründen für die Beschwerden, weniger nach Wegen, wie man die Symptome unterdrücken kann. Man nimmt nicht die Batterie aus der Warnanzeige sondern macht sich auf die Suche nach der Störquelle.

Alle Autoimmunerkrankungen haben eines gemeinsam: Einen bestimmten biochemischen Prozess, ein entgleistes Immunsystem, eine systemische Entzündung, der Körper greift die eigenen Zellen an.

Unser Immunsystem ist das Verteidigungssystem gegen Eindringlinge. Unsere innere Armee, die Freund von Feind unterscheiden muss. Autoimmunerkrankungen entstehen, wenn unser Immunsystem überfordert ist und unsere eigenen Zellen irrtümlich  „beschossen“ werden. Ein Immunsystem bekämpft gerade irgendetwas…eine Infektion, ein Allergen…mit unverträglichen Nahrungsmitteln oder Stress…und irgendwie gerät der Kampf auch in die eigenen Linien, in den Darm, in die Schilddrüse, auf die Haut oder in die Gelenke.  Wenn es dumm läuft, in den gesamten Körper. Konventionelle Ansätze haben keine Methode, die Ursachen dieser Verwirrung herauszufinden. Ganzheitliche Medizin versucht sie zu finden oder das „Friendly fire“ wieder zurück auf den „Aussenfeind“ zu lenken.

Interessanterweise gibt es Autoimmunerkrankungen fast ausschließlich in wohlhabenden Ländern. Menschen in armen Regionen, ohne die Annehmlichkeiten der modernen Zivilisation, wie fließendes Wasser, Waschmaschinen oder sterilen Gärten, bleiben von Autoimmunerkrankungen weitestgehend verschont. Auch wenn man mit vielen Tieren aufwächst, als Kind im Schmutz spielt, mit Insekten, Infektionskrankheiten und co Bekanntschaft gemacht hat, scheint man dem Immunsystem frühzeitig bei der Unterscheidung zu helfen, who is who …wer ist zu bekämpfen, was ist fremd im Körper und was gehört zu mir.
Neben den schulmedizinischen Versuchen der Linderung könnte man sich zusätzlich folgende Fragen stellen:
Gibt es verborgene Infekte, Toxine, Allergien, Ernährungsfehler, Defizite, Stress…die mein Immunsystem belasten?
Wie steht es um meine Darmflora, dem Hauptsitz der körpereigenen Immunabwehr?
Welchen belastenden Umweltgiften bin ich durch meine Arbeit oder mein Freizeitverhalten ausgesetzt? Genussgifte, Strahlung, Schwermetalle?
Welche Mikronährstoffe könnten mir fehlen? Stichwort : Zink, Omega3, Vitamin D, Probiotischer Darmaufbau und die Vermeidung aller industriell verarbeiteten Lebensmittel, auch und besonders Milch, Schweinefleisch und Weizen, wirken oft kleine Wunder.
Erhält mein Körper genügend Sauerstoff, Sonne und Bewegung, damit das Immunsystem richtig arbeiten kann? Bewegung ist ein natürliches Heilmittel gegen jede Art von Entzündung!
-Fehlen mir Ruhepausen und Entspannung, oder auch Schlaf? Yoga, Meditation und andere Entspannungstechniken sind nicht nur für das seelische sondern auch für das körperliche Wohlbefinden eine große Hilfe.
-Gibt es Ursachen für Stress, die ich abstellen kann. Gibt es wichtige Veränderungen in meinem Leben, die ich angehen sollte?
-Könnte ich an meinem Säure-Basen Haushalt etwas optimieren? Stichwort: Entsäuern!

-Wie steht es um meine Ernährung? Gluten? Zucker? Fructose? Tierisches Eiweiss ist sehr oft ein Trigger, besser sind z. B. Hülsenfrüchte, Getreide, Pseudogetreide, Ölsaaten, Wurzelgemüse, Blattgemüse und wenn man nicht konsequent vegan lebt, auch Bio-Eier und ab und zu Fisch.

Die ehrliche Beantwortung dieser Fragen könnte mehr Linderung für chronische Beschwerden ermöglichen, als so manches Rezept  ❤
apfel
Krankheiten befallen uns nicht aus heiterem Himmel sondern entwickeln sich aus täglichen Sünden wider die Natur. Wenn sich diese gehäuft haben, brechen sie unversehens hervor. (Hippokrates)

 

 

 

 

 

 

Tierschutz

Ich bin geldgeil geworden…und das ist gut so!

Mit dem Geld ist es ja so, wie mit vielen Dingen…was genug ist, liegt immer im Auge des Betrachters und es ist nie von Vorteil, wenn man beständig mehr von einer Sache haben möchte. So hielt ich das eigentlich auch mein gesamtes Leben mit Geld. Ich kam immer prima damit zurecht oder ließ mir etwas einfallen, um mehr davon zu erhalten, wenn ich der Meinung war, ich müsste dies oder jenes unbedingt haben. Aber wirklich einen Kopf machte ich mir nie darum. Das hat sich dramatisch geändert, seit geraumer Zeit rechne und raffe ich jeden Cent, grübele beständig über neue Geldquellen nach und verfolge jede Ausgabe mit Argusaugen, ob sie tatsächlich notwendig ist oder anderweitig zielbringender angelegt. Ihr ahnt es sicher bereits…diese Veränderung hat mit meiner Arbeit im Tierschutz zu tun.

Seit ich begriffen habe, wie groß die Armut, wie bitter die Not und wie immens der Bedarf ist, hat sich alles verändert. Geld macht satt, Geld rettet Leben, Geld lindert Schmerzen und Geld schenkt Chancen. Es hängt größtenteils von meinem Talent und meinen Ideen ab, ob wir unseren Partnern auch morgen noch das gewährleisten können, was sie für das Überleben ihrer Tiere benötigen. Es hängt von meiner Geduld und meiner Freundlichkeit ab, ob die Spender und Unterstützer bei uns bleiben, ob ich es schaffe, ihr Interesse zu wecken, sie zu begeistern und zu ermutigen, sich einzubringen.  Und weil nicht nur ich helfen möchte sondern unzählige kleine Vereine im Wettbewerb um Spender und Unterstützer stehen, herrscht teilweise ein ziemlich ungutes Klima des Wettbewerbs, wo eigentlich einzig Zusammenhalt wichtig wäre.

Heute haben wir wieder einmal an einem Wettbewerb teilgenommen. Wie so oft gibt es Geldspenden zu gewinnen, wenn man es schafft, die Veranstalter der Ausschreibung von seinem Verein zu überzeugen. Manchmal macht man das durch Likes, manchmal gibt es Abstimmungen, in seltenen (mir am liebsten!) Fällen, darf man sich und seine Arbeit vorstellen. Ich ging also auf die besagte Seite und mein Blick wanderte über die Kommentare der Teilnehmer. Es ist bedrückend zu lesen, wie viele Vereine Hilfe brauchen, wie sehr sie sich eine kleine Unterstützung für ihre Tiere in Deutschland wie im Ausland wünschen. Es ist herzzreißend zu lesen, was sie alles leisten und wie bescheiden die Wünsche oft sind. Und dann werde ich wütend!

Warum müssen wir alle jedem Cent hinterher jagen? Die Aufgabe, den Tieren zu helfen ist sogar im Grundgesetz verankert. Warum hat unser Staat, der wirklich für jeden Schwachsinn Geld aufbringt, für jeden Unfug Stellen schafft, nicht die Mittel, um flächendeckend zu unterstützen? Warum erhalten wir Ehrenamtlichen keine Hilfe dafür aber regelmäßig neue Auflagen, die uns das Leben schwer machen und effektives Arbeiten fast unmöglich?

Ich habe begonnen, die Politik und die Politiker förmlich zu hassen, wenn ich Abstimmungsergebnisse, Aussagen und Vorgehen in Sachen Tierschutz verfolge. Was sind wir für ein armseliges, gefühlskaltes Land, was sind wir für ein geiziges und hartherziges Volk! Es gibt nur wenige, die geben und sich um Schwächere kümmern, die Mehrheit hat andere Ziele…irgendjemand wird sich schon kümmern…Otto Normalverbraucher und Lieschen Müller verlassen sich da ganz auf die zuständigen Stellen. „Die zuständigen Stellen“ verlassen sich ganz auf die Interesselosigkeit und Dummheit von Lieschen Müller und Otto Normalverbraucher, und es funktioniert.

Also werde ich heute abend wieder schreiben und argumentieren, bitten und ermutigen, damit wir in diesem Wettbewerb vielleicht einen Anteil der Prämie erhalten. Denn wenn morgen wieder drei  neue Tiere auf einen Pflegeplatz warten, die gerade elend auf der Straße verrecken, dann kann ich keinen Antrag stellen, kein Formular ausfüllen, keine zuständige Behörde informieren… dann bleibt als einzige Option Kassensturz. Können wir einen Tierarzt, eine OP bezahlen? Ja? Das Tier wird leben, holt es bitte von der Straße. Oder Nein, lasst es sterben, wir haben leider keine Mittel.

Ich musste bisher noch nie Nein sagen. Niemand aus unserem Verein und von unseren Partnern musste das, seit wir uns alle so ins Zeug legen. Ja, ich bin geldgeil geworden…und schäme mich nicht dafür. Schämen sollten sich andere!

 

Wenn ihr gerne unterstützen möchtet… wir freuen uns immer über jede noch so kleine Spende ❤ :

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