Chance, Kurzgeschichten, Seelenmarzipan, Tierschutz

Liebe geht manchmal seltsame Wege…

Liebe geht manchmal seltsame Wege

Philly die Nachbarskatze, die mich seit Lunas Tod jeden Tag besuchte, musste leider wieder entwöhnt werden. Bald würde eine neue Katze bei mir einziehen und dann wäre es ungut für sie, sofort mit Revier Rangeleien unter Diven, ins neue Leben hier zu starten.

Also informierte ich meine liebe Nachbarin, dass Philly ab sofort nicht mehr zu Besuch kommen und über Nacht bleiben kann und besondere Zuwendung benötigt.

Als ich aus der Stadt zurück kam, wieselte Philly von der anderen Straßenseite sofort zu mir und Richtung Haustüre.
„Nein, meine Süße, das geht heute leider nicht!“.
Ich schob sie sanft beiseite und schlüpfte an ihr vorbei ins Haus. Schnell die Türe hinter mir zu und hoffen, dass sie es bald begreift.

Eine Stunde später saß sie immer noch am gleichen Fleck und sah sehnsüchtig Richtung Türe.
Ich lenkte mich mit Arbeit ab und rief die Nachbarin an, damit sie sie ins Haus lockt.
Philly wurde mit sanfter Gewalt abgeholt.
Puh. Das war nicht einfach für mich. Aber diese Katze hat ein Zuhause und die neue Katze benötigt eines.

Als ich später im Wintergarten die Temperatur für die Blumen checkte, sass Philly dort vor der Türe und sah mich durch die Scheibe vorwurfsvoll an.
„Was ist los, siehst du mich nicht? Bitte lass mich endlich rein, mir ist kalt!!!“.
Es war schon sehr spät und eine bitterkalte Nacht.
Ich schnappte mir Philly, rannte im Schlafanzug mit ihr über die Straße und klingelte bei den Nachbarn.
„Hier, sie ist ausgebüxt. Nicht dass sie heute Nacht draußen schlafen muss…“
Dann war endlich Ruhe und ich ging mit schlechtem Gewissen schlafen.
Ihre Anhänglichkeit und Hartnäckigkeit rührte mich und überhaupt…so eine süße und dickköpfige Maus!
Aber eben nicht MEINE Maus und daher war die Konsequenz zwar leider spät aber wichtig!

Ich erwachte von einem Geräusch, es war Philly, die sich energisch gegen die Türe warf und dabei jammerte.
Auch früh am Morgen führte ihr erster Weg zu mir. Ich informierte meine Nachbarin.
Sie wurde abgeholt und mit Wurst bestochen.
Das weiß ich, weil ich ein Video davon erhielt 😉.
Dabei erfuhr ich auch, dass Philly so lange Randale gemacht hatte, gestern Abend, bis sie wieder hinaus durfte.

Mittlerweile haben wir uns unterhalten, Phillys Familie und ich und dann sprach ich auch mit der Familie der neuen Katze, die bald einziehen sollte.

Als Philly heute Nachmittag wieder wie ein Blitz über die Straße sauste und schneller an der Haustüre war als ich aus dem Auto gestiegen…
da ließ ich sie mit hinein.
Es muss einfach so sein.

Sie wird im Sommer dann endgültig entscheiden, wo sie gerne bleiben möchte und ob sie dann mit mir umziehen will.
Bis dahin warte ich und bis dahin wird die kleine, eigensinnige Dickmamsell stereo und im Wechsel auf beiden Straßen Seiten verwöhnt. Und dann sehen wir weiter.
Heute schläft sie bei mir. Schon vereinbart 😉
Liebe geht manchmal seltsame Wege…

 

Philly
Philly…<3
Chance, Lifestyle, Seelenmarzipan

Selbstfürsorge, sich selbst pflegen… ist oft eine sehr unschöne Sache.

Selbstfürsorge, sich selbst pflegen… ist oft eine sehr unschöne Sache.

Sie erfordert eine exakte Liste deiner Versäumnisse, erzwingt eine disziplinierte Morgenroutine, sie kocht sich gesunde Mahlzeiten und rennt nicht länger nur von ihren Problemen weg und nennt die Ablenkung dann „eine Lösung“.

Es ist oft das Hässlichste, was du dafür tun musst …
wie dich durch ein weiteres Training zu schwitzen oder einem toxischen Freund zu sagen, dass du ihn nicht mehr sehen willst
oder einen zweiten Job anzunehmen, damit du über ein Sparkonto und Reserven verfügst,
oder einen Weg finden, dich selbst zu akzeptieren, damit du nicht ständig davon erschöpft bist, alles zu jeder Zeit sein zu wollen und dann gezwungen bist, dringend benötigte Pausen vom Leben zu machen,
wie ein bisschen Öl in ein Bad zu geben, in Marie Claire Journalen zu blättern und dein Telefon einen Tag lang abzustellen.

Eine Welt, in der Selbstfürsorge ein so angesagtes Thema sein muss, ist eine kranke Welt.

Selbstfürsorge sollte nicht etwas sein, worauf wir zurückgreifen, weil wir so vollständig erschöpft sind, dass wir eine Pause von unserem unerbittlichen inneren Druck brauchen.

Wahre Selbstfürsorge ist kein Ölbad und kein Schokoladenkuchen, sondern die Entscheidung, ein Leben aufzubauen, von dem du nicht regelmäßig entfliehen musst.

Und das erfordert oft das, was du am wenigsten tun möchtest.

Es bedeutet, dass du deinen Fehlern und Enttäuschungen ins Auge sehen und eine neue Strategie entwickeln musst.
Es befriedigt nicht deine unmittelbaren Wünsche.

Es ist loslassen. Es ist neue Entscheidungen treffen. Es ist einige Menschen zu enttäuschen.

Es bedeutet, Opfer für andere zu bringen.
Es ist eine Art zu leben, die andere Menschen nicht wollen.
Es ist, anders zu leben als andere. Vielleicht kannst du anders leben, als  die meisten Menschen das können.

Es ist, sich normal zu fühlen. Ganz normal. Ausnahmslos.

Es ist, manchmal einfach eine schmutzige Küche zu haben und zu entscheiden, dein ultimatives Lebensziel ist es nicht, Bauchmuskeln zu haben und mit deinen falschen Freunden Schritt zu halten.

Es ist, darüber nachzudenken, wie viele deiner Ängste daher rühren, dass du dein Potential nicht ausschöpfst, und wie viele daher rühren, dass du darauf trainiert wurdest, in bestimmten Schemen zu denken, ehe du überhaupt wusstest, was gerade passiert.

Wenn du dich regelmäßig der Selbstpflege durch Konsumieren widmest, liegt das daran, dass du von der eigentlichen Selbstpflege abgekoppelt bist, die sehr wenig mit „sich selbst verwöhnen“ zu tun hat, und eine ganze Menge damit, sich selbst zu erziehen und Entscheidungen auf lange Zeit für das eigene Wohlbefinden zu treffen.

Das bedeutet, dein hektisches und unvernünftiges Leben nicht länger als Rechtfertigung für Selbstsabotage in Form von Genussgiften und dem Aufschieben wichtiger Dinge, vorzuschieben.
Es geht darum zu lernen, wie man aufhört, sich selbst zu „reparieren“ und anfängt, auf sich selbst aufzupassen… vielleicht stellt man dann fest, dass dieses liebevolle „Aufpassen“ viele Probleme löst, die du immer schon gerne lösen wolltest.

Es bedeutet, der Held deines Lebens zu sein, nicht das Opfer.

Es bedeutet, dass du deine Synapsen so lange neu verdrahten musst, bis dein Alltag nichts mehr ist, von dem du dich erholen musst.

Es ist nicht länger die Entscheidung für ein Leben, das gut aussieht, sondern für ein Leben, das sich gut anfühlt.

Es bedeutet, verdammt noch mal, einige Ziele aufzugeben, damit du dich um andere Pläne kümmern kannst.

Es ist ehrlich, auch wenn das bedeutet, dass es nicht überall gut ankommen wird.

Es wird deinen ureigensten Bedürfnissen gerecht, und damit bist du nicht mehr ängstlich und abhängig von anderen Menschen.

Es bedeutet, zu der Person zu werden, die du immer sein wolltest und die deine Bestimmung ist:
Jemand, der weiß, dass Ölbäder und Schokoladenkuchen tolle Wege sind, um das Leben zu genießen – aber nicht, um davon Abstand zu finden.

(c) deutsche Übersetzung/ Bettina Marie Schneider.
Frei übersetzt nach der englischen Original Vorlage von
(c) -Brianna Wiest

Tierschutz

Liebe Regierungsfraktionen aus CSU und Freien Wählern in Bayern…seid ihr nur dumm oder hasst ihr uns?

Hallo liebe Regierungsfraktionen aus CSU und Freien Wählern…

da wir Wildtiere den Eindruck haben, ihr seid ein bisschen dumm, hier ist eine wichtige Info, damit auch ihr das begreift:

Dank eurer Gegenstimmen erhalten Auffangstationen in Bayern (weiterhin) keine Förderung! Wenn überhaupt, erhalten einzig Einrichtungen Fördermittel, die das Ziel haben, Tiere weiterzuvermitteln. Wildtier-Auffangstationen (und Gnadenhöfe) habt ihr dabei leider vergessen, denn natürlich sollen wir ja wieder ausgewildert werden, wenn es uns besser geht. Ist das so schwer zu verstehen?!!!

Gerade die Menschen, die uns Wildtieren helfen, hätten diese Hilfe so dringend benötigt!

Diese Arbeit ist mit vielen Hürden und Auflagen verbunden Die ehrenamtlichen Mitarbeiter müssen geschult sein, sie benötigen Sachkundenachweise, müssen Artenschutzrichtlinien und Seuchenschutzrichtlinien, einhalten.
Ihre Arbeit muss den Bestimmungen der Natur- Jagd- und Tierschutzgesetzen entsprechen.
Die Räumlichkeiten und Vorgehensweisen müssen den Auflagen der Veterinärbehörde entsprechen, etc.

Wisst ihr, was das für ein Aufwand ist, damit die Ehrenamtlichen Helfer überhaupt erst unser Leben retten dürfen?

Alle Gehege, Volieren, Futtermittel, Verbrauchsmaterialien, Tierarztkosten, Fahrtkosten und Betriebskosten müssen diese wunderbaren Menschen einzig aus Spendengeldern finanzieren.
Sie müssen betteln, damit wir leben dürfen!

Viele Wildtierstationen mussten deshalb bereits das Handtuch werfen.
Wer soll uns Wildtieren in Not dann beistehen?!!!

Die meisten Tierarztpraxen, Tierkliniken und Tierheime haben nicht die räumliche Kapazität und auch nicht die notwendigen Kenntnisse, um hilfsbedürftige Wildtiere zu pflegen und nachhaltig auf ein Leben in Freiheit vorzubereiten.

Liebe Regierungsfraktionen aus CSU und Freien Wählern,
sollen wir einfach sterben? Ist es das, was ihr möchtet?
Auch ihr habt eine Verantwortung für unsere heimische Flora und Fauna!
Denkt bitte noch einmal nach und benutzt euren Verstand.

Gesegnete Adventsgrüße

Die Wildtiere Bayerns

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(Dankeschön, liebe Theresa Marina von der Wildvogelstation Rhön-Saale e.V.  für die Infos )

Chance, Seelenmarzipan

Black Friday!

Heute ist Black Friday! Der Tag der Shopping Queens und Schnäppchen Jäger.

„Schwarzer Freitag“ wird in den Vereinigten Staaten der Freitag nach Thanksgiving genannt. Er ist dort Start in ein traditionelles Familienwochenende und Beginn der Weihnachts-Einkauf-Saison. Die Händler setzen dann besondere Anreize mit Schnäppchen und auch in Deutschland hat sich dieser Black Friday mittlerweile etabliert.

Auch ich werde heute nach rosa XXL Stand Kühlschränken und Retro Musik Boxen Ausschau halten aber wollte in Bezug auf Weihnachten gerne an etwas erinnern:

Gerade die persönlichen und selbst gefertigten Weihnachtsgeschenke sind es oft, die uns besonders am Herzen liegen. Die selbst gebackenen Kekse, in einer schönen Dose. Der selbst geflochtene Kranz, ein selbst gemaltes Bild, eine selbst getöpferte Skulptur, eine selbst zusammen gestellte Foto Collage…ein selbst gestrickter Pullover…

Die größten Schätze in meiner Geschenke Sammlung wurden alle von jemandem liebevoll für mich erstellt, der dafür nicht shoppen war sondern seine Kreativität und Zeit eingebracht hat und Liebe…es sind Unikate und schöne Erinnerungen.

Black Friday, um den Hausrat zu ergänzen…jaaa, tolle Sache.
Aber Weihnachtsgeschenke, die oft nicht einmal mehr selbst verpackt werden sondern via Großhändler, mit Standard Karte versendet, ankommen, … die haben irgendwie das Thema verfehlt.
Wir alle beschweren uns über den Konsumwahn und den Siegeszug und die Macht der großen Konzerne und Ladenketten, die alles in einen Einheitsbrei verwandeln.
Zumindest an Weihnachten könnt ihr ihnen ein Schnippchen schlagen anstatt Schnäppchen zu jagen 

 

friday
Alles auf dem Bild „Handmade“… und mit Liebe gefertigt ❤

 

Tierschutz

14 000 Schafe ertranken im Mittelmeer – was hatten sie für ein Glück!

14 000 Schafe ertranken im Mittelmeer –
was hatten sie für ein Glück!
 
Wer diese Überschrift hinterfragt, weiß unter Umständen wenig über Tiertransporte.
Die Schafe waren fast bewegungsunfähig eingepfercht, das Schiff vermutlich überladen.
Sie standen in ihrem eigenen Kot, man darf durchaus davon ausgehen, dass es während des langen Transportes nicht annähernd genügend Futter oder Wasser für 14 000 Schafe auf dem Schiff gegeben hätte. Wenn überhaupt!
Nach der Ankunft in Saudi Arabien, wären die verängstigten und dehydrierten Tiere in LKWs getrieben und verladen worden..zumindest diejenigen, die diese Torturen überlebt hätten. Wer nicht mehr in der Lage ist, auf den Beinen zu stehen, wird mit brutaler Gewalt zur Verladung getrieben, gezerrt, geschlagen, getreten…
 
Am Schlachthof in Saudi Arabien hätte auf die 14 000 Schafe der Tod durch Schächten gewartet. Ein besonders qualvoller Tod, denn den Tieren wird bei vollem Bewusstsein die Kehle aufgeschlitzt. Sie verbluten oder ersticken.
 
Kommen wir zurück zu dem „tragischen Unglück“, bei dem die 14 000 Schafe einen relativ schnellen und gnädigen Tod durch Ertrinken in kaltem Meerwasser hatten…gnädig…gemessen an dem, was ihnen eigentlich bevor stand.
 
Sie hatten „Glück“. So traurig und zynisch das klingen mag.
14 000 ertrunkene Schafe.
Unzählige andere „Nutztiere“ sind gerade auf genau dem Weg, den ich Eingangs beschrieben habe.
Das sind dann die „Glücklichen“ , die nicht ertrunken sind.
Mitleid allein ist zu wenig!
Wir benötigen dringend Tierschutz Gesetze in Europa, die diesen Namen auch verdienen!
 
Bildquelle Copyright: Animals International
Tierschutz

Wer sonst nichts ist und sonst nichts kann…dem bleibt immer noch die Option der Tierausbeutung!

Du bist selbst nicht übermäßig talentiert? Du kannst nichts Besonderes?
Du hast wenig vorzuweisen, was man als ambitionierter Sport Champion oder erfolgreicher Geschäftsmann in die Waagschale werfen könnte …
aber möchtest gerne im Mittelpunkt stehen und vielleicht sogar Siegerprämien einheimsen, Gewinn machen, deine Geltungssucht etwas streicheln und weißt nicht, wie du das anstellen sollst?

Ich hätte da einen Tipp:
Tiere!
Du kannst jederzeit Hunde, Pferde, Katzen, Tauben, Fische, Hühner, ja fast jedes Tier dazu missbrauchen, für dich in einer Sportart oder als Geldquelle zu punkten!

Das ist ganz einfach, bringe dieses Tier durch gnadenlose „Dressur“ dazu, Höchstleistungen zu vollbringen, breche seinen Willen und wenn das nicht klappt, gibt es eine breite Palette von …nicht ganz zimperlichen… aber äußerst effektiven Methoden… den ultimativen Siegerkick oder Gewinn zu bewirken.
Sollten Stock, Peitsche, Entzug des Partners (im „BrieftaubenSPORT“)  oder andere Kniffe nicht wirken, bietet die Pharmaindustrie noch jede Menge Doping Mittel. Überlebt ein Tier deine ehrgeizigen Ambitionen nicht oder wird dabei zum Krüppel….einfach ein Neues anschaffen.

Angeln und Jagen beinhalten zwar ein paar unschöne Details, nicht jeder findet solche Methoden appetitlich, aber zum Champion und Held am Stammtisch, zu einem würdigen Auftritt bei der Hubertus Messe, reicht es allemal, selbst wenn man nur geschickt morden kann.

!

Für feinsinnigere Naturen mit dem Drang zur Geltung, den sie durch ihr eigenes Äußeres jedoch leider nicht verwirklichen können, bleibt noch die Zucht.
Selbst die schlimmsten Qualzuchten werden auf Ausstellungen noch honoriert, also keine Sorge, …
je weiter sich die Rassestandards von Mutter Naturs ursprünglichem Bauplan entfernen, je limitierter die Tiere dadurch sind, desto höher die Chancen auf Preise und Anerkennung. Hauptsache „modisch“, Hauptsache „leistungsorientiert“.
In diesem Land werden selbst ausgemergelte Kühe mit überdimensional aufgeblasenen Eutern, kurzatmig gezüchtete Möpse und lebensunfähige Hühner prämiert. Da geht noch was 

Falls du also sonst nichts kannst, nicht selbst trainieren und schwitzen willst, wenn dir keine andere zündende Geschäftsidee einfällt, mit der man Geld machen könnte:

Beute einfach Tiere aus…der Applaus ist dir sicher. Prestige, Preise und Gewinn sind nach wie vor beachtlich.

Mir wäre das ja peinlich, ich bin lieber ein ehrlicher, sportlicher Versager aus eigener Leistung, als ein Champion, auf Kosten anderer.
Auf Kosten von wehrlosen Lebewesen, die nie dein Sportgerät und Egobooster sein wollten.
Auch meinen Lebensunterhalt würde ich ungern mit der Ausbeutung Schwächerer verdienen…ich persönlich fände das armselig.
Aber keine Sorge, ich gehöre zu einer unbedeutenden Minderheit, unsere Gesellschaft wird dich dafür feiern 

Katze, Tierschutz

Geiz ist geil? Vielleicht für manche. Aber nicht im Tierschutz!

Geiz ist geil? Vielleicht für manche. Aber nicht im Tierschutz!
Im Tierschutz geben ein paar wenige ihr letztes Hemd.
Unser gesamtes Team, zum Beispiel und alle Freiwilligen Helfer, mit denen ich arbeite.
Im Tierschutz kostet Geiz nämlich Leben.

Niemand ist gezwungen beizutragen, jeder hat finanzielle Limits, die eingehalten werden müssen. Jeder! Und niemand muss sich schämen oder rechtfertigen, wenn er nicht oder nicht mehr beitragen kann oder einzig sehr begrenzt beitragen kann, völlig in Ordnung!!!

Aber bitte, bitte verschont uns mit Feilscherei wie auf dem Basar, um ein Schnäppchen zu machen oder um eifrig darauf hinzuweisen, wo es bestimmte Dinge günstiger, billiger oder sogar gratis gibt.

Ganz gleich,
ob es sich um Schutzgebühren handelt (wir bezuschussen die Kosten und der Verein macht dabei NIEMALS einen Cent Gewinn!!!) Ist es zu teuer, holt euch anderweitig ein Tier. Nicht bei uns!

Ganz gleich,
ob es sich um einen Artikel handelt, den irgendjemand zugunsten unserer Tiere anbietet. Er ist euch zu teuer? Lasst es einfach aber verschont den Verkäufer, der spendet und dabei noch Arbeitsaufwand hat, mit euren Kommentaren!

Ganz gleich,
ob es sich um den Tierschutz Shop handelt, der ein Unternehmen ist, das Mitarbeiter bezahlen muss, der Werbung, Transport und zusätzlich Barspenden auf jedes Kilo ermöglicht, für die armen Vereine.
Ihr kennt billigere Quellen? Dann spendet dort, aber zeredet nicht eine geniale Idee, die unzähligen Tieren das Leben rettet und ohne die der Großteil unserer Tiere in den vergangenen Jahren nicht überlebt hätte….

Ganz gleich,
ob es sich um meine Lunas Sternengarten Seite handelt, wo man gegen eine Spende seinem verstorbenen Liebling einen Stern setzen kann. Mir ist bekannt, dass es auch Seiten gibt, die das gratis tun! Ich möchte damit Leben retten und Chancen schenken, das kostet Geld. Wer zu dumm ist, das zu verstehen, oder wer das nicht verstehen möchte…wunderbar! Trauert woanders und lasst mich einfach in Ruhe arbeiten.

Bitte lasst uns alle in Ruhe arbeiten, wir spenden selbst, bis nichts mehr geht, wir grübeln und rechnen jeden Tag aufs neue, wie wir möglichst viele Tiere in Not am Leben und gesund erhalten oder erst einmal gesund bekommen und woher um alles in der Welt die vielen Tausend Euro dafür, jeden Monat kommen sollen.

Auch im letzten Geschäftsjahr von Frieden für Pfoten war der Anteil der Geschäfts/Verwaltungskosten unter einem Prozent! Das bedeutet, 99,x Prozent eurer Spenden kommen genau da an, wo sie benötigt werden. Bei den Ärmsten der Armen.

Mehr als 99 Prozent! Man muss lange suchen, bis man einen Verein in unserer Größenordnung findet, der so viel von den Spenden an die Tiere weiterreicht ohne Verwaltungskosten.
Möglich ist das, weil wir alle das, was wir tun aus eigener Tasche finanzieren. Jeder von uns, wie und was ihm möglich ist.

Geiz mag für manche geil sein!
Wir alle arbeiten hier jedoch mit Großherzigkeit, Großzügigkeit und Mitgefühl.
Wir tun das selbst und erwarten das auch von anderen….
Einfach einmal den Mund halten und andere in Ruhe arbeiten lassen, wenn man selbst nichts Positives beizutragen weiss…es könnte so einfach sein 

geiz

Katze, Kurzgeschichten, Tierschutz

Hinter der Regenbogenbrücke

Eine wunderschöne Geschichte von Michael Rother
HINTER DER REGENBOGEN BRÜCKE 🐈🌈

„Geht da nach hinten“ sagte der Wächter auf der Regenbogenbrücke, „hier vorne ist nur für die Katzen, die auf ihre Menschen warten!“
„Warum sollte man auf einen Menschen warten?“ murmelte der graue Kater mit dem weißen Fleck auf der Nase.
Seine gebrochene Vorderpfote war augenblicklich geheilt, als er über die Regenbogenbrücke ging. Und so trottete er mit der anderen Katze, der braungescheckten, deren ausgeschlagenes Auge wieder einem gesunden gewichen war, und den vier Kätzchen, die ihre Augen soeben geöffnet hatten und zusammen mit ihm angekommen waren, vorbei an den spielenden, freudig maunzenden Katzen, die sich immer in der Nähe des Eingangs zum Katzenparadies aufhielten und auf etwas zu warten schienen. Sie gingen dorthin, wohin man sie wie die meisten Neuankömmlinge im Regenbogenland schickte, nach hinten, weil vorne der Platz für die wartenden Katzen war.

Der Graue konnte nicht verstehen, warum man auf einen Menschen warten konnte. Nie hatte er etwas Gutes von ihnen erfahren. Auch die Braungescheckte war fassungslos. Was mochte in den anderen Katzen wohl vorgehen?

Wussten sie denn nicht, dass es gefährlich war, in der Nähe von Menschen zu sein? Die Kleinen drückten sich ängstlich zusammen und blieben dicht bei den beiden erwachsenen Katzen, mit denen sie zusammen die Regenbogenbrücke passiert hatten.
Nachdem man sie kurzerhand ersäuft hatte, wussten sie so gar nichts von dem, was die beiden großen Katzen da erzählten. Und so schien es ihnen am sichersten, einfach bei ihnen zu bleiben.
Bald hatten die kleine Gruppe den Platz erreicht, den man ihnen zugewiesen hatte, und freuten sich über die bereitstehenden Futternäpfe. „Wenigstens werden wir nicht mehr hungern müssen“ maunzte der Graue und machte sich über das leckere Futter her.

„Was ist Hunger“ piepste eines der Kleinen, ein dreifarbiges Glückskätzchen.
„Sei froh, dass Du es nicht weißt “ sagte eine goldgestreifte Kätzin, die in der Nähe lag. „Wenigstens das hast Du mit denen da vorne gemeinsam. Die haben auch nie erfahren, was Hunger ist. Ich meine, richtigen Hunger, wo Dir der Magen weh tut.“ Und sie legte sich auf die Seite, um die Kleinen an ihre Zitzen zu lassen.

„Kommt nur und trinkt euch satt. Ich habe so viele Kleine auf diese hässliche Welt gebracht und so viele sind so schnell hier gelandet, wie ihr. Wir halten hier zusammen, jetzt wo wir in Ruhe leben können. Bald werdet ihr meine Hilfe nicht mehr brauchen, aber bis dahin bin ich für Euch Eure Mamakatze!“ Und so wurden auch die vier Kätzchen zum ersten Mal satt und tretelten zufrieden mit den kleinen Pfoten am Bauch ihrer neuen Ziehmutter.

So verging die Zeit, und von all den Neuankömmlingen im Regenbogenland war es nur der viel kleinere Teil, der an der Regenbogenbrücke wartete. Die meisten wurden nach hinten weitergeschickt. Und doch waren sie alle zufrieden und glücklich, weil sie von den irdischen Qualen, die sie erduldet hatten, endlich befreit waren, und ihre Augen glänzten.

Immer wieder beobachteten sie ungläubig, wie Menschen über die Brücke kamen und von den Katzen „da vorne“ freudig begrüßt wurden. Wenn sie dann zusammen offensichtlich sehr glücklich weggingen, schüttelte der graue Kater bedächtig seinen Kopf.
„Es scheint mehrere Arten von Menschen zu geben“ sagte er zu der braun gescheckten Katze und den 4 quirligen Kätzchen, die mit ihm gekommen waren. Aber so wie er nicht verstand, warum bei „denen da vorn“ immer wieder große Freude ausbrach, wenn bestimmte Menschen im ewigen Reich ankamen, so verstanden die Katzen am Eingang nicht, warum „die da hinten“ keinen Platz in der Nähe der Regenbogenbrücke haben wollten.

Eines Tages lief eine ganz weiße Katze das kurze Stück nach hinten und legte sich leise schnurrend vor dem Grauen in das weiche Gras. „Warum seid ihr eigentlich nicht vorne bei uns?“ fragte sie.
„Was sollten wir dort wohl tun?“ erwiderte der Graue leise. „Niemand hat uns vermisst, als wir gegangen sind, und wir vermissen auch niemand!“
„Ach, wie schade!“ sagte die Weiße. „Hat Euch denn niemand lieb gehabt? Habt Ihr denn niemand lieb gehabt?“
„Nein, niemand. Die meisten von uns hatten genug damit zu tun, nicht zu verhungern. Da war für Liebe keine Zeit“ maunzte die Braungescheckte.

„Wir sind jetzt zufrieden hier. Wir haben immer leckeres Fressen und es gibt niemanden, der uns wegjagt. Das ist das Paradies!“
Der graue Kater nickte zustimmend.
„Wo wir herkommen, da gab es nichts. Ich habe gehört, dass es auch eine andere Welt gegeben hätte. Aber ich habe sie nie gesehen, und ich kann es auch nicht glauben!“
„Aber“ sagte die weiße Katze und rollte sich auf dem Rücken wohlig hin und her,
„hat Euch denn niemand einmal den Bauch gekrault?“
„Was ist denn gekrault?“ piepste eines der kleinen Kätzchen. „Das ist genauso, wie wenn ich Dir Dein Fell putze“ sagte die goldgestreifte Mieze, die sich der Kleinen angenommen hatte, und leckte ihr mit ihrer rauen Zunge über das Fell zwischen den Ohren.

„Wie heißt ihr eigentlich“ fragte die Weiße. „Wie heißen“ fragte die Goldgestreifte zurück.
„Ihr müsst doch Namen haben“ schnurrte die Weiße.
„Was ist *Namen*?“, piepste das Kätzchen wieder.
„Kann man das fressen? Ist es lecker?“
„Nein, ich meine, wie man Euch gerufen hat“ sagte die weiße Katze.
„Ach so, das meinst Du“, erwiderte der graue Kater.
„Also, ich bin blödes Mistvieh, die goldfarbige heißt Dreckstück, und die Kleinen heißen alle zusammen Vermaledeites Kroppzeug.“
„Oh“. Die weiße Katze machte ein erschrockenes Gesicht.
„Solche Namen habe ich noch nie gehört!“

„Ich habe, glaube ich, gar keinen Namen“ wisperte die Braungescheckte und stellte ihre Ohren auf, „wir waren zu dritt und waren immer „Scheissviecher“ Ich weiß nicht, ob das ein Name ist“.
„Nein, ich glaube nicht“ murmelte die Weiße und schüttelte sich. „Wir da vorne haben alle sogar mehrere Namen. Ich bin Berta und heiße außerdem noch Süße, Schnuckelchen und Herzchen.“
„Wozu soll das nur gut sein“. Der graue Kater machte ein nachdenkliches Gesicht. Ob man mit so vielen Namen besser gelebt hätte?

„Ich gehe jetzt wieder nach vorne. Ich glaube, mein Mensch kommt bald! Da will ich da sein, um ihn zu begrüßen. Ich freue mich schon so auf ihn!“ rief Berta und erhob sich.
„Ja, geh ruhig, und besuch uns mal wieder. Vielleicht kannst Du uns dann auch mal einen anderen Menschen zeigen als die, die wir kennengelernt haben. Seit wir hier sind, fange ich wirklich an zu glauben, dass es sie gibt“. Die Augen der Goldgestreiften blinzelten in die Sonne.
„Ganz bestimmt“.
Berta, die auch Schnuckelchen und Süße hieß, lief davon.

„Sieh mal“ sagte die Braungescheckte, „da vorn haben die Engelchen Päckchen verteilt. Sie haben uns auch welche gebracht. Sie sagen, es wäre jetzt Weihnachten. Was da wohl drin sein mag?“
„Keine Ahnung“. Der graue Kater reckte sich und fing an, die vier Kätzchen zu putzen. „Vielleicht mache ich es später auf. Wir haben doch schon alles, was wir brauchen. Wir haben unser Fressen und jeden Tag ein leckeres Teilchen extra. Wir haben ein weiches Plätzchen zum Schlafen. Und uns schlägt und tritt niemand mehr.“

Sprachs, streckte sich, gähnte ausgiebig, rollte sich zusammen und legte seinen Schwanz elegant über seine Nase. Die Kätzchen schmiegten sich aneinander und schliefen ebenfalls leise schnurrend ein. Die Braungescheckte näselte liebevoll die Goldgestreifte an und nachdem sie noch einen Happen aus ihren Näpfen gefressen hatten, schliefen auch sie satt und zufrieden ein.

Sie wussten nicht, was Weihnachten war. Aber dies war das schönste Weihnachten, das sie sich vorstellen konnten. 🎄🎄🎄🐈

Autor/(c) : Michael Rother

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Tierschutz

Legal…Illegal…SCHEISSEGAL!

ICH STEHE ZU MEINER MEINUNG! ICH PFEIFE AUF DIE NEUEN VERBOTE!

Es gibt ein Land, dessen Bewohner ich einfach nur verachte. Vielleicht nicht alle aber die meisten. Das mag politisch inkorrekt sein…aber was wahr ist muss wahr bleiben!

Ich möchte nicht tolerant sein, nicht bei den Dingen, die sie mir jeden Tag zumuten, die sie den Tieren dort jeden Tag zumuten.

Mitten in den vollgemüllten Städten dieses Landes, betteln ehemalige Haustiere um ein paar Brocken Futter. Einst waren sie willkommen, um ihren Besitzern Geld zu bringen. Als sie diesen Zweck nicht mehr erfüllen konnten, wurden sie gnadenlos ausgesetzt.

Sie werden getreten, vergiftet, verachtet. Man sagt, sie übertragen Krankheiten. Man sagt, sie wären schmutzig. Und anstatt diese hilflosen und heimatlosen Tiere zu versorgen, ihnen Unterkünfte zu bauen und die weitere Vermehrung zu verhindern, finanziert man lieber Firmen, die die sie mit brutalsten Methoden einfangen und töten.

Wenn jemand diese unmenschlichen Dinge nicht mit ansehen möchte, wenn jemand in diesem moralisch unterentwickelten Land Barmherzigkeit für heimatlose Tiere zeigt, wird er sogar bestraft.
Ja, er wird mit hohen Geldstrafen dafür bestraft, wenn er nicht mit ansehen kann, wie diese intelligenten und liebenswerten ehemaligen Haustiere in den Straßen kauern, wie sie vergeblich um ein paar Bissen Futter betteln, wenn sie vor aller Augen verhungern und erfrieren, wenn sie vertrieben und misshandelt werden. Zu Tausenden. Jeden Tag.

Dieses moralische Entwicklungsland ist meine Heimat…Deutschland…und seine Menschen wähnen sich sogar arrogant als Vorbild in Sachen Tierschutz. Sie erzählen den Nachbarländern gerne, wie rückständig diese sind 

Wer ehemalige Haustiere, wie die Stadttauben vorsätzlich per Gesetz verhungern lässt und sogar Strafen für das Füttern verhängt…wer wehrlose Tauben jagt und tritt, vergiftet und misshandelt…der neue Volkssport in Deutschland…der hat Verachtung doch wirklich verdient, oder?
Selbst wenn es der Bürgermeister, der Stadtrat oder irgend ein selbsternannter Experte ist, der ihre „Wertlosigkeit“ per Gesetz beschlossen hat.

Diese liebenswerten Tiere haben sich ihr Schicksal nicht selbst ausgesucht. Sie wurden als Brieftauben und Hochzeitstauben gezüchtet und ihrem Schicksal überlassen. Anstatt die Machenschaften der Züchter zu beenden, werden die gestrandeten und hilflosen Tiere und ihre Nachkommen zu einem grausamen Tod verurteilt. Tauben benötigen Körnerfutter, keine Abfälle!!! Stadttauben sind ehemalige Haustiere und benötigen Schutz!

Das Böse bleibt böse…auch wenn es legalisiert wurde. Auch wenn der Hungertod der Tauben gesetzlich angeordnet wird.
Wenn Unrecht zu Recht wird, dann wird Widerstand zur Pflicht!
Ich füttere Tauben!!!
Selbst dann, wenn Menschlichkeit und Mitgefühl in diesem Land unter Strafe stehen.

Tierschutz

Die Straße der Hoffnung… eine wahre Geschichte, die Mut macht <3

Es war im Sommer 2018.  Unser Hochzeitstag. Aber was als heiterer, heißer Sommertag begann, entwickelte sich schnell zu einem der tragischsten Tage, an den ich mich erinnern kann.
Nachmittags kam die Nachricht von einem Brand, der in einem Waldgebiet am Meer, etwa 40 km von Athen entfernt, ausgebrochen war. Dutzende Menschen waren am Strand gefangen, als sie einen Weg suchten, der Katastrophe zu entkommen.
Das Feuer war rasend schnell den Berg herunter gelodert und trieb die Menschen buchstäblich den Hang hinunter, zum Ufer und schließlich ins Meer. Es tobte den ganzen Nachmittag und die ganze Nacht. Sein heißer Atem, der vom Wind angeheizt wurde, reichte bis aufs Wasser und machte die Rettung aus dem Meer unmöglich.

Ein schwarzer Tag für die Menschen in und um Athen

Viele ertranken. Andere verbrannten bei lebendigem Leib. Insgesamt 100 Menschen und unzählige Tiere wurden an diesem Tag und den folgenden Tagen Opfer dieser Tragödie. Die Nation war von Trauer und Schock überwältigt. Die Medien wurden mit tragischen Bildern überschwemmt. Bilder von verkohlten Menschen, die sich noch im Tod umarmten, brachten uns alle zum weinen.
Dann gab es einen Aufruf in den Medien, für die Kinder des Lyreion-Waisenhauses, die vorsorglich aus dem Sommerlager, in dem sie sich befanden, und das sich in der Nähe des Feuerwegs befand, evakuiert werden mussten, sie benötigten dringend Schuhe. Ich fand später heraus, dass es ein großes Glück für die Kinder war, die sich an diesem Tag im Sommerlager und nicht im Mutterhaus aufhielten als das Feuer ausbrach. Die Lyreion-Stiftung befindet sich exakt auf dem Berg, von dem das Feuer entfacht worden war. Wie ich später von den Schwestern selbst erfuhr, war das Kloster so schnell vom Feuer erfasst worden, dass die dort verbliebenen Schwestern und einige ältere Menschen kaum noch die Zeit hatten, in das einzige verfügbare Fahrzeug zu steigen um so den lodernden Flammen zu entkommen, die ihnen förmlich nachjagten.

 

straße des glücks 4
Auch heute noch liegen große Teile des Waisenhauses in Schutt und Asche

Wenn die Kinder zum Zeitpunkt des Brandes im Mutterhaus gewesen wären, wäre wohl keine Zeit gewesen, um alle sicher zu evakuieren, ein schlimmer Gedanke. Der Wunsch nach Schuhen wurde im Handumdrehen erfüllt aber nicht nur im Waisenhaus wurde Hilfe benötigt. Die folgenden Tage waren für uns und alle unsere Freunde ein einziger Kampf, um Hilfe zu leisten, wo und für wen auch immer sie gebraucht wurde.

Auch für die unzähligen Tiere, die hungrig, verstört und mit schrecklichen Brandwunden herum irrten, versuchten einige beherzte Menschen Hilfe zu leisten. SCARS und Frieden für Pfoten waren Schulter an Schulter im Einsatz. Die einen direkt an der Front die anderen sorgten für Nachschub.

Der erste Besuch im Kloster

Meine ersten Versuche, die Stiftung zu erreichen, scheiterten, weil auch die Festnetzanschlüsse abgebrannt waren und Mobilfunkempfang in den Bergen schon immer ein Problem war, was die antiquierten Handys der Schwestern nicht verbesserten.
Endlich erreichte ich jemanden, Schwester Kalliniki, die mir sagen sollte, was im Detail am nötigsten gebraucht wurde. Die Schwestern bitten nie wirklich um etwas, es sei denn, es handelt sich um einen absoluten Notfall. Sie wollen niemanden mit ihren Bedürfnissen belasten. Es ist nicht so, dass sie keine hätten. Ganz im Gegenteil, sie haben viele Bedürfnisse. Nachdem ich immer wieder nachhakte, fand ich schließlich heraus, wie wir ihnen helfen konnten. Ein wichtiger Teil der Familie der Stiftung sind ihre Tiere. Nicht nur die Hunde und Katzen, die die Kinder als Haustiere bei sich haben, sondern auch die heimatlosen Streuner, die in der Stiftung Schutz finden, dort ist für sie der einzige sichere Zufluchtsort in den Bergen, besonders im Winter.

Ein Herz für Kinder und für Tiere

Diese Liebe zu den Streunern zeigt sich überall im Kloster. Im offenen Empfangsraum, der jetzt während des Umbaus auch als Speisesaal dient, gibt es spezielle Futtertröge für die Tiere und viele Betten und Kästen, die fürsorglich in der Nähe der Heizungen aufgestellt sind. Es steht den streunenden Hunden und Katzen jederzeit frei, hereinzukommen, von den Futtervorräten zu essen und zu trinken und im Winter, der dort früh beginnt, finden die durchgefrorenen Tiere einen gemütlichen, warmen Schlafplatz in der Nähe der Heizungen.

Mutter Oberin Kloster
Mutter Oberin Mary …mit einem großen Herz für Tiere

Einige der Tiere hatten im Feuer Verbrennungen erlitten und wurden mit Antibiotika behandelt. Feuchtfutter wäre eine große Hilfe, damit die Medikamente besser angenommen werden. Zum Glück haben unsere Freunde von Frieden für Pfoten auch diese Hilfe ermöglicht. Es gibt derzeit ungefähr 25 Hunde und Katzen, um die sich die Schwestern in der Stiftung kümmern, die meisten davon sind mittlerweile kastriert. Die Hunde der Stiftung sind abgehärtete und selbständige Straßenhunde , in der Nähe von Mutter Mary verwandeln sie sich alle in kleine Kätzchen. Ihre Liebe steckt alle an, wer kann da widerstehen? Mutter Mary bezaubert seit jeher Menschen und Tiere gleichermaßen.

Ein Lebenstraum der hart erkämpft wurde

Es war in den frühen 1960er Jahren, als eine kleine Gruppe mutiger, junger Mädchen beschloss, Nonnen zu werden. Sehr zum Entsetzen ihrer Eltern, die dachten, dies sei eine Teenager Träumerei und sie wollten ihre Kinder ungern für den Rest ihres Lebens von der Welt isoliert sehen. Aber diese fünf Mädchen wollten der Welt gar nicht entkommen. Sie wollten einen sicheren Hafen schaffen, in dem sie Kindern Schutz bieten konnten, für die die Welt ein hässlicher Ort war.
Ihre Entscheidung machte Schlagzeilen in den Zeitungen der damaligen Zeit. Zunächst war der Widerstand groß. Die Eltern machten Druck und welch ein Skandal, dass einige Frauen versuchten, das jahrhunderte alte klösterliche Ideal zu ändern! Die Mädchen rannten dreimal von zu Hause weg, um in ein Kloster zu gehen. Sie wurden jedesmal zurück geholt. Aber als die Mädchen ihr Studium abgeschlossen hatten (die meisten von ihnen wurden Lehrerin) und das damals legale Erwachsenenalter erreichten, konnten sie endlich ihren Traum verwirklichen.

Den Traum von einer besseren Welt, der auf solchen Widerstand gestoßen war. Ihre Vision davon wurde von einem Wohltäter namens Lyras unterstützt, der das Gelände für den Bau der Stiftung spendete, und so wurde die Lyreion-Stiftung geboren und installiert.
Seit den 60er Jahren wurde dort vielen Kindern geholfen. Die Frauen, die niemals ihre eigenen Kinder haben würden, wurden Mütter für über 2.000 Kinder. Ihr habt richtig gelesen…Mütter! Genau das haben wir bei unseren Stiftungsbesuchen immer gehört:

Die Kinder nannten die Nonnen „Mama“. Und sie sind Mamas, nicht nur aus Pflichtbewusstsein. Es ist ihre Liebe, die Güte und Akzeptanz, was sie zu Müttern macht. Insbesondere Schwester Mary, die Mutter Oberin ist eine einzigartige Mischung aus sanfter Güte und eiserner Entschlossenheit. Eine kleine, bescheidene Frau, mit einem gigantischen Willen, bereit, jedes Hindernis zu überwinden. Nicht mit Gewalt, sondern mit Liebe und Ausdauer.

straße des glücks 3

Sie stand vor den Ruinen, schaut in die Ferne, als schaue sie auf eine bessere Zukunft, und erzählt uns ruhig vom Feuer, wie es buchstäblich über den Berg raste, wie es unaufhaltsam auf sie zu kam und wie sie nur mit wenigen Sekunden Vorsprung entkamen…und wie traurig es sie macht, dass an diesem Tag hundert Menschen nicht so viel Glück hatten… und was nötig war, um alles wieder aufzubauen und den Wald wieder aufzuforsten, von dessen Erträgen sie auch leben. Aber egal wie lange es dauert, sie werden es tun.

Ich sehe ihren Glauben an das Gute und frage mich: Ist es nicht das, worum es im Leben geht? Das, was sie all die Jahre für zweitausend Kinder getan hat, um deren Welt für sie zum positiven zu verändern?

Für mich, eine Atheistin, ist das die Antwort auf alle Fragen. Es geht in diesem Leben einzig darum, Gutes zu tun!
Dieses Gute ist überall dort sichtbar. Die Kinder dort tragen keine Schuluniformen, sie kleiden sich so, wie sie wollen, sie spielen die Spiele, die Kinder überall spielen, und sie folgen keinem strengen religiösen Fasten. Sie befinden sich nicht in einer „Stiftung“, sondern in einem Zuhause. Es gibt verwaiste Kinder, aber es gibt auch Kinder, die aus missbräuchlichen Familien mit missbräuchlichen oder unfähigen Eltern stammen, und es gibt auch Kinder oder Jugendliche, die einfach unerwünscht waren. Dieses Haus, das Waisenhaus ist für sie da, solange sie es brauchen. Es wird immer ihr Zuhause sein, da ihre Mutter immer ihre Mutter sein wird – auch wenn sie sie nie zur Welt gebracht hat oder wenn sie noch viele andere Kinder in ihrer Obhut hat. Sie bleiben dort, bis sie erwachsen sind und ein eigenes Zuhause beziehen können.

Wir wollten damals das Kloster und die Schwestern besuchen, um Geschenke zu bringen. Katzen- und Hundefutter und Süßigkeiten für die Kinder und die nach dem Brand benötigte neue Büroausstattung….und am Ende waren wir selbst die Beschenkten. Wir erfuhren Gastfreundschaft, erhielten Leckereien und Kaffee und Obst als Abschiedsgeschenk. Man schenkte uns Lächeln und Freude und Dankbarkeit und eine liebevolle, herzliche Umarmung. Eine Umarmung, die von einer kleinen, zierlichen Frau stammte, einer Frau, die jedoch groß genug war, um geliebte Menschen und ihre Träume zu beschützen. Die tatsächlich in der Lage ist, Hunderte ihr anvertrauten Menschen zu beschützen.

Bei unserem letzten Besuch in der Stiftung, ein Jahr nach dem Brand, sahen wir das erste zaghafte Grün, wo vorher nur Schwärze war. Die Natur erobert sich den Berg zurück. Es gibt noch viel zu tun. Das Hauptgebäude steht nach wie vor verkohlt in der Landschaft, einige Gebäude gleichen skelettierten Ruinen. Die Nonnen wissen nicht, woher die Mittel kommen, um alles, was verbrannt wurde, wieder aufzubauen. Sie wissen nicht einmal, ob es ausreichen wird, den laufenden Verpflichtungen nachzukommen. Sie wissen nicht einmal, wie das Geld für die Heizung im kommenden Winter aufgebracht wird. Aber überall ist Liebe. Die Kinder spielen, die Katzen und Hunde liegen glücklich in der Sonne. Die Nonnen sind wie fleißige Bienen, die dafür sorgen, dass die Kinder und älteren Menschen versorgt werden.
Direkt vor den Toren der Stiftung steht ein Straßenschild:

„Hope Street“. Straße der Hoffnung.

Ich glaube fest daran

 

straße des glücks
Die Straße der Hoffnung

Übersetzt nach einer Vorlage von Vassia Chrysanthopoulou von SCARS , die mit der Hilfe von Frieden für Pfoten e.V.  dieses schöne Projekt betreut und die mir ihre Geschichte erzählt hat.

Bald wird aus Deutschland eine große Palette auf den Weg gehen. Eine riesen Weihnachtsüberraschung!!! Für jedes Kind in diesem Waisenhaus ein liebevoll verpacktes Geschenk und andere Dinge, über die sich Kinder und Teenager freuen. Eine Überraschung für die Schwestern des Klosters und natürlich auch etwas für die Tiere dort.

Möglich machte das die wunderbare Zusammenarbeit von Team Frieden für Pfoten, vielen großherzigen Spendern, und den fantastischen Menschen von People4Strays…aber davon erzähle ich euch ein ander mal ❤