Chance, Geschichten, die der große Kürbis schrieb, Katze, Seelenmarzipan, Tierschutz

Die Mission Teil VII – XII – Geschrieben für alle, die ein geliebtes Tier verloren haben <3

Für unsere Sternenkinder … und für alle, die irgendwo gerade sehnsüchtig darauf warten, ihren Platz einzunehmen ❤

Die schwarze Schönheit zwinkerte den anderen Katzen im Raum amüsiert zu.
„So, so …und jetzt seid ihr beiden also Helden, weil euch das im Traum jemand geflüstert hat und ihr nennt euch ab jetzt Mr. Darcy und Captain. Habe ich das richtig verstanden?“
Großes Gelächter im Katzenzimmer. Nur zwei der Katzen lachten nicht mit.

„Ja, das hast du ganz richtig verstanden und da gibt es gar nichts zu lachen!“, fauchte der ältere der beiden Katzenbrüderchen, beleidigt.
„Captain und ich hatten genau den gleichen Traum … und wenn deine Mutter dir etwas über Magie und Bestimmung beigebracht hätte, dann würdest du wissen, wie man Zeichen erkennt! Anfängerin!“

Das weiße Katerchen, das sich seit heute Mr. Darcy nannte, stolzierte ungerührt an ihr vorbei, zum Fressnapf und gab deutlich zu erkennen, dass diese Unterhaltung für ihn damit beendet war. Captain folgte ihm nach, wie immer.

Luna und Valerion konnten sich das Lachen nicht verkneifen.
„Deine Schützlinge haben bereits einiges von Dir gelernt“, prustete Valerion.
„Sie sind fast schon so dickköpfig, wie Du, meine Liebe!“
Luna schenkte ihm einen ihrer berühmten Blicke.
„Findest du, dass ich dickköpfig bin?“
„Gibt es eigentlich irgendwelche Neuigkeiten zur Adoptionsanfrage?“,
wechselte Valerion eilig das Thema.

„Fehlanzeige! Sie checkt im Stundentakt den Posteingang. Aber es hat sich noch niemand bei ihr gemeldet. Langsam mache ich mir wirklich Sorgen.
Vielleicht hat mittlerweile doch noch jemand anderes angefragt?
Vielleicht werden sie nicht in Freigang vermittelt? Weiße Katzen …du weisst schon….
Menschen sind seltsam! Als ob wir weißen Katzen zerbrechlicher wären, als andere!
Wie ich diese Vorurteile hasse, als ob die Fellfarbe irgendetwas über den Charakter aussagen würde!
Es gibt sanfte, schwarze Prinzessinnen und wilde, weiße Kriegerinnen…es gibt kapriziöse, graue Magierinnen … einzig das Herz, das unter dem Pelz schlägt, entscheidet über unsere wahre Bestimmung!

Luna hatte sich in Rage geredet. Ihre Schwanzspitze wirbelte bei jedem Satz neuen Sternenstaub auf und Valerion wünschte, er könnte ihr etwas tröstliches sagen aber auch er fand es merkwürdig, dass bis heute keine Antwort auf die Adoptionsanfrage eingetroffen war.

Weihnachten stand vor der Tür…und wenn nicht noch ein kleines Wunder passierte, durfte keine der Katzen aus dem Abteil, in dem Mr. Darcy und Captain untergebracht waren, mit einer Familie unter dem Weihnachtsbaum feiern…nicht eine von ihnen hatte es bisher geschafft, ihre Mission zu erfüllen…

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„Lunaaaa!!!“
Iron stürmte die Marmor-Treppe zu Lunas Pavillion im Sternengarten hinauf.
„Bist du zuhause? Darf ich stören?
Es gibt wichtige Neuigkeiten, das musst du dir unbedingt ansehen!
Die anderen sind schon voraus gegangen!“

Ehe der prächtige Kater mit den gelben Augen sich versah, war Luna mit einem eleganten Satz über ihn hinweg und auf den Weg, Richtung Ausguck, gesprungen.
Seit er im Sternengarten wohnte, war sein Schwanz nachgewachsen und das kaputte Beinchen wieder stark und belastbar. Iron war in Bestform, trotzdem gelang es ihm nicht, Luna einzuholen. Die Neugierde verlieh ihr Flügel.

Zwei Frauen saßen am Tisch und tranken Kaffee.
Sie plauderten und lachten. Eine der beiden, machte sich eifrig Notizen. Schließlich meinte sie:
„Ich denke, ihr werdet gut zueinander passen! Sobald ich die Unterlagen weiter gereicht habe, wird man sich mit dir in Verbindung setzen.
Es wird aber in jedem Fall noch ein wenig dauern, denn erst wenn ein Transport komplett voll ist, schicken wir die Kleinen auf die Reise. Leider tut sich im Augenblick wenig.
Vielleicht sind die Meisten gerade mit den Weihnachtsvorbereitungen beschäftigt und verschieben eine Adoption ins Neue Jahr. Ich drücke euch auf jeden Fall die Daumen, dass es schnell geht…“

Nachdem der Gast verabschiedet war und die Türe ins Schloss fiel, drehte sie vor Freude und Erleichterung ein paar Pirouetten durch die Wohnung. Dazwischen hielt sie immer einmal wieder inne und streichelte liebevoll über ein Bild.
„Ich weiß, dass du dahinter steckst. Und ich finde es wunderbar, meine Süße.
Und du weißt, dass du trotzdem immer die Diva meines Herzens bleiben wirst. Immer!…“

Fiete und Enzo klatschen mit ihren Pfötchen High Five und der kleine Faith hatte schon wieder Tränen in den Augen. Aber diesmal waren es Freudentränen und offensichtlich war er nicht der Einzige. Auch Luna schniefte verdächtig…

„Ich freue mich sehr für dich und deinen Menschen und natürlich auch für Darcy und Captain.
Gemütlich hast du gewohnt und dein Mensch scheint sehr nett.
Als sie mich damals in den Armen hielt, war ich sicher, sie wäre auch meine Mission. Wir wären für einander bestimmt.
Ich habe mich oft gefragt, warum es mir dann doch nicht bestimmt war, bei euch mit einzuziehen. Warum ich meine Mission nie erfüllen durfte.“
Iron sah Luna bei diesen Worten an, als hätte sie die Antworten auf all die Fragen, die er so lange schon vergeblich suchte.

„Ich bin ganz sicher, deine Mission war niemals mein Mensch!
Ihr seid euch nur begegnet, damit du deine wahre Bestimmung erfüllen kannst.
Sie sollte dich nie adoptieren. Sie sollte nur deine Geschichte schreiben.
Ich denke, ihr habt das beide missverstanden.
Du kamst mit der wertvollen Gabe auf die Welt, nicht nur ein Herz zu berühren sondern das vieler Menschen.
Jeder hat dich geliebt.

Diese Liebe hat seitdem für unzählige Katzen in und um Athen Großes bewirkt.
Siehst du die Futterstellen, unten an den Straßen?
Sie konnten eingerichtet werden, weil plötzlich genügend Spender bei Frieden für Pfoten unterstützten.
Die Menschen haben deine Geschichte gelesen und wollten helfen.
Du hast auf diese Weise viele Leben gerettet und zweite Chancen geschenkt.
Deine schwierige Mission wurde bestens erfüllt.
Du kannst sehr stolz auf dich sein, Iron … wir alle sind sehr stolz auf dich!“

Und dann tat sie etwas, was noch nie vorher jemand bei ihr gesehen hatte. Nicht auf der Erde und auch nicht im Sternengarten.
Luna schenkte Iron ein zärtliches Nasenküsschen.

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Mr. Darcy sass in seinem Lieblingskarton und grübelte.
Sollte er auf seinen Bruder hören?
Wahrscheinlich würden die anderen Katzen wirklich wieder ihre Späßchen machen, wenn er ihnen von ihrem neuesten Traum erzählte. Auch er fand die Geschichte etwas seltsam, die ihm die wunderschöne weiße Katzendame darin zugeflüstert hatte.
Sie wirkte ein bisschen streng und unnahbar aber irgendwie hatte er das Gefühl, sie meinte es gut mit ihnen.

Er hatte noch nie einen Brief geschrieben, nicht an den Weihnachtsmann und schon gar nicht an einen großen Kürbis.
Aber wenn das wirklich helfen würde, damit auch seine Freunde aus dem Abteil im Tierheim endlich ihre Mission antreten dürften, damit auch sie endlich adoptiert werden…dann würde er das tun!
Er hatte sie alle lieb gewonnen, die energischen schwarzen Schwestern Thelma und Luise, Tigerchen Thomas, den fröhlichen Colorpoint Matty und es wäre traurig, wenn Captain und er ins Glück reisen würden und die anderen müssten zurück bleiben.

Seit ihnen Sue, die Tierheimleiterin freudig verkündet hatte, dass es in Deutschland jemanden gibt, der sie zu sich holen möchte, versuchte er sich vorzustellen, wie es dort wohl sein würde. Niemand von seinen Freunden war jemals weiter als in das Tierheim gereist. Sie wussten auch nichts darüber zu erzählen. Aber die weiße Katzendame hatte ihnen ein paar Bilder im Traum geschickt. Verlockende Bilder. Mr. Darcy schnurrte spontan, als er daran dachte und an die Motten, die er erfolgreich in diesem Traum erlegt hatte.

Während Captain die spanische Wintersonne genoss, die die kalten Fliesen am Boden wärmte und angenehm auf der Nase kitzelte, fasse Mr. Darcy in seinem Karton einen Entschluss.
Sie würden niemandem etwas davon erzählen und sie würden zwei Briefe schreiben. Einen an den großen Kürbis und einen an den Weihnachsmann, sicher ist sicher!

Im Sternengarten bereitete man sich währenddessen auf das Weihnachtfest vor.
Luna mochte einst keine Hunde, auch keine anderen Katzen, genaugenommen mochte sie niemanden, außer ihren Menschen und machte auch kein Hehl daraus.
Aber seit sie im Sternengarten war, sah sie viele Dinge anders und hatte angeregt, dass man mit den Hunden, den Kaninchen, den Pferden, mit den Mäusen und Vögeln, mit allen Bewohnern des Sternengartens gemeinsam feiern könnte.

Eine riesige Festtafel, die von einem Ende des Gartens bis zum anderen reichte, mit einem riesigen Weihnachtsbaum, der mit Lichterketten aus Sternenstaub geschmückt war. Alle waren begeistert von diesem Vorschlag.
Sie würden in alten Erinnerungen schwelgen und um Mitternacht schöne Träume an ihre Menschen senden.

Ob Mr. Darcy auf ihren Ratschlag gehört hatte? Nur noch zwei Tage, dann war Heilig Abend.
Aber jetzt musste sie erst einmal Leo begrüßen, der gerade mit seinem Hunderudel um die Ecke kam, um beim Aufbau der Tafel zu helfen. Es gab noch viel zu tun!…

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Es schepperte und klirrte! Faith kullerte mitsamt den Weihnachtskugeln von der Tafel, dabei riss er auch noch einen Teil des Tischtuchs mit sich.
„Sag mal einer dem Kleinen, er soll aufhören die Ratten zu jagen! Hier wird nicht Fangen am Tisch gespielt, wir werden sonst nie fertig!“
Luna wandte sich wieder ihren Notizen zu. Alles lief wie am Schnürchen!

Die Tischordnung war festgelegt und jeder würde dort seinen Platz finden, ganz gleich, ob klein oder groß.
Leo, der gutmütige Cocker, hatte mit seinen Hundefreunden alles so lange hin- und her gerückt, bis sie mit dem Ergebnis zufrieden war.
Chefkatze Enzo, Fiete und Valerion befestigten gerade die letzten Girlanden unter der Decke des Sternengartens. Sie arbeiteten routiniert zusammen und turnten geschickt zwischen den schier endlos langen Strängen der Festbeleuchtung hin und her.

Iron wollte sich darum kümmern, dass für jeden die Lieblingsspeise bereit stand und seither probierte er mit Feuereifer immer neue Sternenstaub Kochrezepte. Eines köstlicher als das andere! Die ersten Platten wurden schon heran getragen.
Es war auch höchste Zeit, denn nach und nach, trafen bereits die Gäste ein.

Sie kamen aus allen Himmelsrichtungen, aus jedem Winkel des Sternengartens. Da waren jede Menge Katzen und Hunde, aber auch Pferde, Ratten, Mäuse, Kaninchen, Vögel …
Die meisten schienen sich untereinander zu kennen. Von überall ertönte erfreutes Hallo, Wuff wuff und Miau und natürlich begeistertes Ahhh und Ohh, sobald sie die festlich gedeckte Tafel entdeckten. Die weihnachtliche Stimmung hatte bereits jeden angesteckt.

Plötzlich übertönte lautes Hufgeklapper das muntere Stimmengewirr. Ballerina, die weiße Stute galoppierte durch die Pforte. Sie drosselte abrupt das Tempo und wieherte freundlich zur Begrüßung. Der aufgewirbelte Sternenstaub verdeckte Luna kurz die Sicht. Als der Staub sich legte, wurde ihr rosa Näschen blass vor Schreck.

Ballerina war nicht allein zum Festmahl gekommen. Sie hatte einen Gast mitgebracht.
„Du kannst jetzt absteigen, Prinzessin, wir sind da! Aber lauf nicht weg sonst gehst du uns hier noch verloren, zwischen all den Gästen!“
Die Katze löste die Krallen behutsam aus ihrer Mähne und sprang mühelos vom Pferderücken. Für ein so kleines, weißes Kätzchen verfügte sie über erstaunliche Muskeln.

„Lillyfee? Bist Du das?
Wo warst du all die Zeit? Ich habe hier überall nach dir gesucht!
Ich…ich dachte, ich würde dich niemals wiedersehen…!“
Luna rang nach Worten und ihr Näschen war immer noch kalkweiß.

Die zierliche Katze gab keine Antwort und bestaunte gedankenverloren die wunderschöne Tafel.

„Sie hat damals aus Versehen den falschen Eingang zum Sternengarten genommen und ist schließlich bei den Pferden gelandet. Ihr gefiel es so gut bei uns, dass sie bleiben wollte und seither kümmern wir uns um sie.
Sie ist ein bisschen verpeilt…“
Ballerina wieherte amüsiert.
„Aber das weißt du ja sicher besser, als wir.
Deine kleine Schwester ist wirklich besonders. Wie eine süße Elfe, die nie erwachsen wurde und die in keiner Welt Zuhause ist, einzig in ihrer eigenen.
Wir nennen sie unsere „Prinzessin“.
Als sie hörte, dass heute gefeiert wird, wollte sie gerne mitkommen und dich treffen. Ich fürchte, das hat sie mittlerweile schon wieder vergessen.
Ihr Gedächtnis ist auch im Sternengarten nicht wirklich besser geworden. Aber deine Schwester stört das nicht…und uns auch nicht. Wir Pferde lieben sie, genau so, wie sie ist!“

„Ich habe Lillyfee auch immer geliebt, genau so, wie sie ist…“
Lunas Schnurrhaare bebten vor Rührung bei diesen Worten.
„Sie sitzt beim Festessen neben mir und dann werde ich ihrem Gedächtnis etwas auf die Sprünge helfen! “
Luna verschluckte sich fast, so intensiv und glücklich war ihr Schnurren, während sie ihre kleine Schwester zärtlich begrüßte.
Dann fiel ihr plötzlich wieder ein, dass sie ja die Organisatorin dieses Festessens war.

„Die Pferde sitzen übrigens ganz an Ende der Tafel, Leo zeigt dir den Weg …“photocollage_20202522548428.jpg

Captain trippelte nervös von einem Pfötchen auf das andere. Die Spannung war schier nicht zu ertragen!
Während Mr. Darcy und die anderen in und um den kleinen Weihnachtsbaum herum tollten, den Sue in ihrem Abteil für sie aufgestellt hatte,
während um ihn herum Kugeln durch die Luft sausten und klirrend zu Boden fielen, wartete er ungeduldig auf den großen Moment, auf die großartige Überraschung.
Sue machte es aber auch spannend!

Als schließlich alle Kugeln erfolgreich zerstört worden waren und der kleine Weihnachtsbaum windschief in seinem Ständer hing, klatschte sie in die Hände und setzte sie sich zu ihren Schützlingen auf den Boden.
„Jetzt habt ihr also gelernt, wie man einen Weihnachtsbaum dekoriert“.
Sie warf einen Blick auf den Scherbenhaufen und lachte.
„Kommen wir jetzt zu der versprochenen Überraschung.
Ich muss euch etwas wichtiges mitteilen und ich glaube, es wird das schönste Weihnachtsgeschenk von allen!“.

„Noch besser, als dieser Baum, die Kugeln und die Leckerlies?“,
fragte die schwarze Thelma ungläubig.

„Noch viel besser!“
Nicht nur Mr. Darcy und Captain werden bald die Reise ins Glück antreten.
Ihr alle werdet bald eure Mission erfüllen können!.
Thelma, Luise … ihr seid für den nächsten Transport nach England vorgemerkt. Und ihr bleibt natürlich zusammen!
Matty und Thomas haben ebenfalls ein schönes Zuhause gefunden, sie werden ihre Mission auf einer der Kanal Inseln erfüllen, dort warten zwei nette Familien und neue Freunde bereits sehnsüchtig auf Familienzuwachs…
Es hat eine Weile gedauert aber das Warten hat sich gelohnt!
Pünktlich zum Weihnachtsfest waren die guten Nachrichten in der Post. Ich kann es selbst noch kaum glauben! Es kommt mir vor, wie ein kleines Wunder! “
Sues Augen glänzten vor Freude, aber nicht nur ihre.

Für einen kurzen Moment war es still im Abteil. Dann brach die Hölle los.
Thelma und Luise sausten quer über sämtliche Kratzbäume vor Begeisterung, Mr. Darcy und Captain gleich hinterher.
Thomas erklomm noch einmal den Weihnachtsbaum und rief seinen Katzenfreunden übermütig von oben zu:
„Ich bin der König der Welt!“,
und Matty kuschelte sich selig in Sues Schoss.

Luna und Lillyfee hatten die Festtafel für eine Weile verlassen. Sie saßen eng aneinander geschmiegt am Rande des Sternengartens und verfolgten glücklich die kleine Weihnachtsfeier im spanischen Tierheim.
„Du hast wieder gezaubert, Schwesterherz, oder?“
Lillyfees Köpfchen wackelte hin und her, immer ein Zeichen, dass sie hochkonzentriert war und über etwas nachdachte.
.
„Naja, …ich oder der große Kürbis, wer weiß das schon so genau…?“
Luna schnurrte vergnügt.
„Wie gefallen dir die beiden, die ich für unseren Menschen ausgesucht habe? Ich denke, sie werden ihre Mission bestens erfüllen. Wenn du magst, stelle ich dich ihnen heute Nacht im Traum vor.
Jetzt lass uns zurück zu den anderen gehen.
Iron hat einen unglaublich leckeren Nachtisch vorbereitet, den möchte ich um nichts in der Welt verpassen!“photocollage_202026133234555.jpg

Der Ausguck am Rand des Sternengartens war bis auf den letzten Platz gefüllt. Niemand wollte den großen Moment verpassen!
Mittlerweile waren die zauberhaften Katzenschwestern, Luna und Lillyfee, kleine Berühmtheiten im Sternengarten.
Jeder kannte sie. Die drollige und sanfte Lillyfee und die weise und resolute Luna.
Wenn heute ihre Nachfolger endlich auf die große Reise gingen, um ihre Bestimmung zu erfüllen, um endlich den Platz einzunehmen, den Lillyfee und Luna so viele Jahre, mit so viel Hingabe ausgefüllt hatten … dann wollten alle dabei sein!

Sue stand vor dem Eingang des Tierheims und wischte sich verstohlen eine Träne aus dem Auge. Heute war also Reisetag! Immer ein wunderschöner aber auch ergreifender Moment.
Würde während des langen und anstrengenden Transportes, alles gut gehen?
Würden ihre Schützlinge im neuen Zuhause bald eingewöhnt sein?
Würden die neuen Besitzer gut auf sie acht geben und ihnen die Liebe schenken, die sie verdienen?
Sie winkte ein letztes Mal, ehe sie die Tore schloss und zurück an die Arbeit ging. Heute würden neue Notfellchen die begehrten Plätze einnehmen. Es gab noch jede Menge vorzubreiten.

„Hört doch auf zu jammern!“
ermahnte Mr. Darcy seine Katzenfreunde, die Käfig an Käfig neben ihm im Transporter gestapelt waren!
Mir macht es auch keinen Spaß, hier endlos eingesperrt zu sitzen und ich muss auch aufs Klo!
Aber ich weiß aus sicherer Quelle, dass jede Katze auf der Reise ins Glück da durch muss und hinterher wird es dann um so schöner. Noch ein paar Stunden, und wir sind endlich am Ziel!
Stellt euch lieber vor, wie schön es dann im neuen Zuhause sein wird, oder schlaft ein bisschen. Ich möchte jetzt ein wenig schlafen! Also Ruhe jetzt, du auch Captain! Uns wird schon nichts passieren.
Macht es euch so bequem, wie irgend möglich! Mit jedem Kilometer kommen wir unserer Bestimmung ein Stückchen näher….!“

Luna blickte stolz über ihre Schulter zu den anderen.
„Der Kleine gefällt mir! Ich war damals nicht so mutig wie er und habe mir den ganzen langen Weg der Reise, die Seele aus dem Leib geschrien. Wir hatten schreckliche Angst!
Lillyfee nickte zustimmend.
Erfreut registrierte Luna, dass sie sich wieder daran erinnerte. Ihr Gedächtnis wurde mit jedem Tag ein bisschen besser, seit sie mit im Pavillion eingezogen war.

„Was macht denn euer Mensch gerade?
Ist sie schon sehr aufgeregt?“
fragte Valerion neugierig.
„Meine Menschen waren damals mindestens so aufgeregt wie ich, als ich aus Athen eingeflogen wurde!“

Luna lächelte glücklich in die Runde und zeigte auf ein kleines, schwarzes Auto, das Richtung Süden über die Autobahn flitzte.
Ihre strahlend blauen Augen waren groß und voller Liebe, als sie sagte:
Sie fährt gerade dem Glück ein Stückchen entgegen…und ja…sie ist schrecklich aufgeregt.
Es ist ihr erstes Blind Date, seit vielen,vielen Jahren…seit sie Lillyfee und mich damals vom Flughafen abholte…

♡ENDE♡

(c) Bettina Marie Schneider – Gutes Karma to go

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Ein ganz herzliches Dankeschön an die wunderbaren Menschen der Organisation AHE – Animal Help Espania und an Sue, von SCAN, die die beiden Helden bis zur Adoption liebevoll in ihrem Tierheim umsorgt ❤

Wenn ihr die ersten 6 Teile gerne lesen möchtet, findet ihr sie unter diesem Link:

Die Mission Teil 1-6