Seelenmarzipan, Tierschutz

Wie dich die Arbeit im Tierschutz verändert…

Das Leid der Tiere verändert  dich und deine Wahrnehmung

Der Missbrauch lässt dich härter werden.

Das Leiden verschattet deine Seele.

Die Dummheit ärgert dich.

Die Gleichgültigkeit regt dich auf.

Die Ungerechtigkeit zerstört dich.

Im Tagestakt…wird dein Vertrauen auf die Probe gestellt, dein Herz beschädigt und dein Seelenfrieden erschüttert.

Im Wochentakt…zweifelst du an dir selbst, an deiner Stärke, an der ganzen Welt.

Im Monatstakt…brichst du zusammen, du stehst wieder auf, du machst weiter.

Im Jahrestakt…schaust du zurück, du siehst ihre Gesichter. Du konntest sie nicht retten. Du wirst lernen, wie man trauert. Wie man beweint. Wie man schluchzt.

Du wirst lernen,

ein bisschen weniger zu vertrauen.

Ein wenig härter zu arbeiten.

Eine Spur härter zu kämpfen.

Du wirst lernen,

es immer wieder zu versuchen,

zu hoffen,

zu beten.

Du wirst lernen, zu verlieren.

Du wirst lernen, zu gewinnen.

Du wirst lernen, Dinge anzunehmen.

Du wirst lernen, wann es genug ist,

wann man aufgeben muss,

wann man loslassen muss.

Du wirst lernen, wer du wirklich bist. Wofür du wirklich stehst.

Du wirst begreifen, warum du den Unterschied machst.

Dann wird es Zeiten geben, wenn du vergisst, warum du den Unterschied machst.

Du hinterfragst, was du tust.

Du zweifelst, ob es all das wert ist.

Aber hier kommt die gute Nachricht…wenn du es gerade vergessen haben solltest…wenn du zweifelst…

Alles, was du tun musst, ist hinzusehen…dann wirst du es sehen…

Ihre Gesichter

Der glückliche Ausdruck

Du fühlst ihre Liebe

Du siehst die Freude in ihren Augen

Du erinnerst dich an ihre Geschichte

…als sie dich noch nicht hatten

…als sie noch niemandem vertrauten

…als sie sich aufgegeben hatten

Du weißt, wie weit sie es geschafft haben.

Du erinnerst dich daran, wie du sie geheilt hast.

Wie sehr du sie liebst…wie sehr sie dich zurück lieben.

Und während du zurück schaust, möchtest du weiter vorwärts gehen.

Für sie…Ihretwegen.

In deinen dunkelsten Stunden wirst du dich umschauen und den Unterschied sehen. …Die geschenkte Hoffnung…All die geretteten Leben…

Weil es dich gibt!

In diesen Momenten siehst du ihnen in die Augen und all deine Zweifel verfliegen.

Jede Frage wird beantwortet sein.

Jede Sorge wird geringer.

Denn in diesem Moment teilt ihr beide den gleichen Gedanken im Herzen.

Es war all den Schmerz wert …für diesen Moment.

Und ganz ehrlich…ganz gleich, was sonst noch passiert…

Diese Momente schenken all die Stärke, die du brauchst, um weiter zu machen.

Tierschutz ist Schmerz

Tierschutz ist Freude

Tierschutz ist all die Mühe wert

WEIL SIE ES WERT SIND ❤

 

(c) BMS/ Frei übersetzt nach der Englischen Vorlage von  Ashley Owen Hill

Luni
Luna…meine erste Rettung ❤

 

11 Gedanken zu „Wie dich die Arbeit im Tierschutz verändert…“

  1. Ich Ffrage mich sehr oft, wie Ihr all das Leid ertragt?!? Es ist so gut, dass es Menschen wie euch gibt!
    Ich brauche schon manchmal FBfreie Tage, um mich von all dem Leid zu distanzieren.

    Ihr seid stark und ich bewundere euch!

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  2. So schön, dass du bei uns mitwirkst, liebe Anita. Wir ertragen es alle sehr schwer. Ich versuche mich immer nur gerade dort zu fokussieren, wo ich auch wirklich helfen kann und den Rest ausblenden. Irgendwie. Aber es hinterlässt Spuren am Menschenbild wenn man sieht, wozu sie fähig sind, die Menschen. Nicht als Ausnahmeerscheinung sondern überall, jeden einzelnen Tag.

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  3. Viele verstehen nicht, viele wollen nicht, viele sehen weg, viele wollen … aber tun nicht. . . Weil es weh tut, weil das Herz reißt, weil Tränen fließen, weil über Leben und Tod entschieden werden muss. oft…,weil Emotionen aushalten müssen … weil aushalten können …dazu gehört. Weil es Zeit kostet, weil es Geld kostet, weil es Mühsam ist. Weil es nur ein Tier ist. Schade, aber so ist der Mensch. Das schlimmste Tier. Und dann gibt es uns, die wollen und einfach tun, die hinsehen, weil Tränen fließen wenn das Herz nicht mehr kann, weil für jede Seele Platz bei uns ist, weil wir Menschen sind die dafür da sind. Den Tieren zu helfen. Wer gut zu Tieren ist …. ist es auch zu Menschen.
    Ich bin selbst seit 18 Jahren aktiv im Tierschutz. Kein einzelnes Felltier kann ich vergessen. Keins. Und ich bin dankbar dafür. Das macht mich und jeden Tierschützer aus. Ich kann viele Dinge nicht, aber viele richtig gut. Und das wichtigste ist den Tieren zu helfen.
    Und jedes dankbare schnurren, Köpfchen geben, wiehern oder Schwanz wedeln ist unbezahlbar. Für mich Erinnerungen bei denen ich lächle. Und auch traurig bin. Leben heißt das.
    Danke❤️🐾

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  4. Ich werde immer trauriger..als ob ich die Welt plötzlich mit anderen Augen sehen würde…Die „andere Wahrheit“…die ist niederschmetternd …

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  5. Es ist so schwer das alles jeden Tag aufs neue zu ertragen, aber, wegschauen und zu denken das geht mich nichts an, in meiner „heiler Welt mit rosa Wölkchen“ weiter Leben kommt für mich nicht in frage!!

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  6. Ganz lieben Dank liebe Bettina! Ich glaube seit 30 Jahren hat mich nichts Geschriebenes mehr so berührt wie Deine Worte zum Tierschutz. Ich bin oft unglaublich traurig und enttäuscht von meinen Mitmenschen. Und meist glücklich und geborgen zusammen mit meinen 5 geretteten Tieren. Diesen 5 gebe ich ein sicheres Zuhause – wenn ich nur etwas für die „Nutztiere“ tun könnte, für alle, für jeden von ihnen, sofort … Seit ich das von Dir gelesen habe, fühle ich mich nicht mehr allein, lieben Dank!

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  7. Empathie ist bei so vielen Menschen generell soz. verkümmert.
    Das Leid von Tieren ist ein so weites Feld und wenn ich das mitbekomme, macht mich das wütend und ich lerne `ein wenig härter zu arbeiten, eine Spur härter zu kämpfen´ im Rahmen meiner Möglichkeiten. Da ich nun nicht aktiv für den Tierschutz arbeite, so hab ich auf meinem Blog eine Kategorie für Tierschutz (Animal rights) eingerichtet.
    Das möchte ich hier zunächst gern mit euch teilen:
    https://4alle.wordpress.com/category/animal-rights/
    Insbesondere hab ich die Massentierhaltung seit langem im Visier und besuche auch Bauernhöfe. Ein Verbrechen an der Natur, moralisch ethisch nicht zu vertreten..
    Jürgen aus Loy (PJP)

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  8. Ich habe lange Kastrationsprojekte für Straßentiere veranstaltet und Trainings dazu: Ich verstehe dich hundertprozentig. Man wird bitter, wenn man immer wieder sieht, was die Menschen den Tieren antun.
    Seit kurzem habe ich – vielleicht auch, weil ich es nicht mehr so oft live ertragen kann, einen Blog über Umwelt- und Tierschutzthemen begonnen. U.a. Massentierhaltung. Ich glaube, das ist deshalb so schlimm, weil es so viele nicht wissen. Die Straßentiere sieht man wenigstens noch, das Leid der Nutztiere in den EU-Stallungen und weltweit wird uns durch Werbung verborgen und schöngeredet.

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