Tierschutz

Leben für Pfoten…adopt a friend from Mavropigi <3

Es ist schon ein paar Monate her, da fand ich in unserer Vereinspost ein Schreiben. Unser Verein Frieden für Pfoten e.V. widmet sich den Straßentieren in Krisengebieten. Daher sind erschütternde und traurige, verzweifelte und hoffnungsvolle Anfragen um Hilfe leider Routine. Eine traurige Routine, denn viel zu oft kann ich nicht helfen. Auch wenn sich jeder von uns noch so ins Zeug legt, auch wenn ich die Nächte zum Tag mache… meist muss ich bedauernd abschreiben.  Zu viel Elend überall und die Kapazitäten unseres kleinen Vereins reichen leider nur für wenige Brennpunkte. Aber dieser Brief war anders als die meisten. Er ging mir nicht mehr aus dem Kopf.

Freundlich, sachlich und mit nüchternen Worten schilderte jemand die Not der Hunde in einem verlassenen Dorf in Griechenland. Mavropigi. Das gesamte Dorf wurde von einer Gesellschaft aufgekauft, die Kohle abbaut und wird bald dem Erdboden gleich gemacht. Alle Anwohner sind längst weg. Zurück blieben viele Haushunde und dazu werden regelmäßig neue Tiere ausgesetzt. Das Dorf der verlassenen Hunde ist quasi ein Geisterdorf, eine Müllkippe für ungeliebte Vierbeiner, mitten im Nirgendwo.

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Die Not war groß. Viele der Tiere sind an Hunger und Krankheiten verendet, schrieb mir Chrissa. Manche  zerfleischten sich gegenseitig. Sie betteln abgemagert und verwahrlost um ein paar Streicheleinheiten, um ein paar Brocken Futter, wenn jemand sich erbarmt und den Weg in das abgelegene Dorf macht, um nach ihnen zu sehen. Sie haben nichts und niemanden, einzig zwei ehrenamtliche Helfer. Alexia, die ohne Fahrzeug ist und lange Busfahrten auf sich nimmt, ehe sie dann mit Paris ins Dorf fährt, die schweren Eimer mit Trinkwasser schleppt und wann immer möglich, Futter für die Tiere bringt.  Längst nicht jeden Tag gibt es Futter und längst nicht ausreichend für alle Tiere, manchmal nur Brot. Im Dorf ist weder Strom noch Wasseranschluss verblieben, was die Hilfe zusätzlich erschwert. Beide Helfer sind berufstätig und können oftmals erst nach Einbruch der Dunkelheit vor Ort sein.

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Wie hält man das nur aus,  fragte ich mich, und formulierte im Geiste eine freundliche Antwort. Ehrlich wäre gewesen: „Oh mein Gott…es tut mir so leid, aber das ist eine Nummer zu groß für unseren kleinen Verein. Über 60 Hunde und keinerlei Infrastruktur!“ Aber  das schrieb ich dann doch nicht an Chrissa sondern ich antwortete ihr:

Ich werde sehen, was wir tun können, bitte erwarte nicht zu viel…

So begann das Abenteuer Mavropigi. Ich bat Chrissa dann um Bild- und Video Material, stellte das Dorf, bzw die Hunde auf meiner privaten Seite vor und wir waren überwältigt von der Resonanz. Vielleicht gab es doch Hoffnung, vielleicht könnten wir zumindest ein bisschen Hilfe für die Hunde und auch für die beherzten Helfer auf den Weg bringen,  Alexia und Paris und auch Triantafyllia, die in ihrem kleinen privaten Shelter kranke und schwache Hunde von dort aufnimmt, bei ihrer schweren Aufgabe unterstützen.

Was dann passierte, hätte ich niemals zu hoffen gewagt. Zunächst kam aus unseren Reihen eine Soforthilfe. Geld, damit vor Ort Futter gekauft werden konnte  und Eva Maria organisierte spontan eine erste Palette mit Hilfsmitteln, die sie auf den Weg brachte.

Dann erklärte sich der Tierschutz Shop bereit, eine Aktion für die verlassenen Hunde dort zu starten und warb um Futterspenden. Nie werde ich den Anblick vergessen, als der riesige Truck, vollbeladen mit kostbaren Futtersäcken dort eintraf. Neben der wertvollen Fracht hatte der Truck auch etwas ganz wichtiges mit an Bord: Hoffnung!

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Alle Helfer vor Ort waren beflügelt von dem Gedanken, nicht mehr allein zu sein. Jeder von unserem Team Frieden für Pfoten e.V.  krempelte die Ärmel hoch, wir organisierten und koordinierten und ich hatte also eine neue Baustelle neben SCARS Athen.

Nachdem das Wichtigste  Problem dank Tierschutz Shop gelöst war, endlich genügend Futter, konzentrierten wir uns mit Chrissa auf die nächsten wichtigen Maßnahmen: Ein mobiler Wassertank für Mavropigi, eine Wasserleitung für das Shelter von Triantafyllia, um die tägliche Knochenarbeit des Wasserschleppens zu erleichtern.

Kranke Tiere wurden medizinisch versorgt,  Anti-Parasitenhalsbänder für alle Hunde angeschafft, Kastrationen bezahlt und da das Dorf sehr bald geräumt werden muss, wird gerade an den Umzäunungen für ein Ausweichgrundstück gearbeitet, wo die Tiere umgesiedelt werden können. All das ist logistisch ein Albtraum, da vor Ort alles nur sehr schwer organisiert werden kann. All das kostet die Helfer vor Ort unglaublich viel Kraft, es kostet viel Geld, …Geld, das erst aufgetrieben werden muss und alles ist Neuland. Aber Stück für Stück tasten wir uns vorwärts, um den Tieren eine Chance zu geben und den Helfern endlich die Option für langfristige Lösungen. Wieder einmal bin ich unglaublich dankbar für ein so wunderbares Team und eine so großherzige Community. Alles was wir benötigen, wird beigesteuert. Teamwork makes the dream work ❤

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Heute ging eine neue Webseite online. Patricia stellt dort die Hunde von Mavropigi vor, die auf eine Adoption warten. Der nächste Schritt und ein ganz besonder schöner. Denn viele der Tiere sind menschenbezogen, freundlich und anhänglich und gehören weder in ein Geisterdorf noch in ein Shelter sondern in eine liebevolle Familie. Dabei möchten wir ihnen gerne helfen.  Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit. Auch das Ausweichgrundstück steht nur begrenzte Zeit zur Verfügung. Niemand weiß, was dann aus den Tieren werden soll. Aber wir sind entschlossen, die Herausforderung anzunehmen. Die Hunde von Mavropigi sind nicht vergessen!

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Hier ist der Link zur Seite. Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr einmal vorbei schaut ❤

https://www.lebenfuerpfoten-adoptafriend.com/

 

Wenn ihr gerne helfen möchtet.

Kennwort: Mavropigi

Paypal info@friedenfuerpfoten.org
Frieden für Pfoten e. V.
GLS Bank Kto 1181 4659 00
IBAN DE 41 4306 0967 1181 4659 00
BIC GENO DE M1 GLS

 

 

 

Aufreger

Warum ich die Nationalität eines Mörders manchmal doch nicht irrelevant finde

Es gibt nichts schrecklicheres, als einen engen Angehörigen zu verlieren. Der Super GAU des Lebens ist für Eltern nicht der eigene Tod sondern der des Kindes. Daher versuchen alle Eltern ihre Kinder zu schützen. Überall auf der Welt und immer.

Zum Teil helfen auch Gesetze dabei, verschiedene Risiken und Gefahren abzuwenden. Helme auf dem Fahrrad, Gurt im Auto, kindersichere Sitze, die Abgabe verschreibungspflichtiger Medikamente nur von Medizinern oder auch die vorgeschriebene Absicherung an Baustellen… all das sind Regeln und Gesetze, die der Staat erlassen hat, uns zu schützen und über deren Einhaltung er streng wacht.

Es gibt einige Risiken, vor denen wir unsere Kinder nicht schützen können. Neben Krankheit und Unfällen sind auch unsere Mitmenschen in manchen Fällen ein potentielles Risiko. Vergewaltigung, Körperverletzung, Mord.., Dinge, die wir uns am liebsten gar nicht vorstellen möchten, so schrecklich ist der Gedanke, dass jemand vorsätzlich das Liebste was wir haben, verletzten oder gar töten könnte.

Würde der Staat morgen einfach die Vorgabe außer Kraft setzen, dass nur diejenigen ein Fahrzeug führen dürfen, die den Führerschein haben und jemand, den wir lieben, würde dann das Opfer eines Unfalls… Jemand hat diesen Unfall verursacht, der eigentlich gar kein Fahrzeug führen dürfte,  der nie am Steuer gesessen wäre, wäre diese (sinnvolle) Vorgabe weiterhin zwingend vorgeschrieben, …dann wären wir sicher aufgebracht und würden argumentieren, dass es verantwortungslos und riskant ist,  dieses Gesetz außer Kraft zu setzen und damit alle anderen Verkehrsteilnehmer einem erhöhten Risiko auszusetzen.

Wenn dann jemand auf die Idee käme, zu sagen:

Aber es passieren doch immer schon Unfälle,  selbst wenn jemand den Führerschein hat. Was soll die Aufregung?

Wäre das dann eine gute Argumentation?

So ergeht es gerade den Angehörigen der Opfer, die nur deshalb Opfer wurden, weil Menschen in diesem Land sind, die entweder nach geltendem Recht gar nicht hier sein dürften oder längst abgeschoben sein müssten. Menschen, die ein faires Asyl Verfahren hatten und deren Bescheid abgelehnt wurde. Die teilweise eine beängstigende Anzahl Straftaten auf dem Gewissen haben…behördlich bekannt…und die trotzdem frei herum laufen dürfen.

Ist es dann auch hier eine gute Argumentation, den Angehörigen dieser Opfer zu erklären, dass es immer schon Straftaten und Gewalt gab?

Es ist nicht irrelevant, ob ein Straftäter sich widerrechtlich im Land aufhält, und daher manchmal auch nicht, welche Nation er hat. Denn ein Teil der Morde/Vergewaltigungen/Körperverletzungen der letzten Jahre, wäre bei Anwendung der geltenden Gesetze nie passiert. Die Täter wären nie zu Tätern geworden, …weil sie eigentlich nach geltendem Gesetz nie mit dem Opfer in Berührung gekommen wären. Eine Gefahr, die man hätte abwenden können..müssen… was diese Straftaten von all denen, die leider nicht verhindert werden können, deutlich unterscheidet.

Mir erschließt sich nach wie vor nicht, was es mit Rassismus zu tun hat, wenn man in Erwägung zieht, dass viele Straftäter gar nicht im Land sein dürften und auch, dass daher viele Verbrechen zu verhindern gewesen wären. Für die Betroffenen macht das sehr wohl einen Unterschied und erschwert die Trauer und die Akzeptanz einer traumatischen Erfahrung oder eines schrecklichen Verlustes

Sie sagen, hätte ihr Staat sie geschützt und geltendes Gesetz umgesetzt, wären viele Straftaten nicht passiert. Der gleiche Staat, der keinerlei Probleme damit hat, Menschen wegen Versäumnissen bei der GEZ oder für minimale Mengen Cannabis hart zu bestrafen,  hat nicht reagiert.  Ich kann sie sehr gut verstehen.

Ich bin selbst aktiv in der Flüchtlingshilfe tätig, weil ich finde, wir sind moralisch in der Verpflichtung, Kriegsflüchtlingen die Chance auf Sicherheit und eine Zukunft zu gewähren. Es ist mehr als bedauerlich, dass mittlerweile alle in Sippenhaft für Verbrechen einer eingewanderten Minderheit an Straftätern genommen werden. Aber wer hier um Schutz bittet und auf Kosten der arbeitenden Bevölkerung alles erhält, was er für einen Neustart oder den Lebensunterhalt benötigt…der sollte auch schutzbedürftig sein und verinnerlichen, dass es keine so gute Idee ist, im Gastland oder der neuen Heimat Gewalt und Schrecken zu verbreiten. Davon haben wir seit jeher bereits selbst genug.

Jedem der in dieses Land kommt und um Asyl bittet, schenken wir einen Vertrauensvorschuss und offene Türen. Ein faires Anhörungsverfahren und die Chance in der Gesellschaft Fuß zu fassen. Wer all das mit Straftaten belohnt, ist keine Bereicherung für unsere Gesellschaft und die Toleranz dieses Verhaltens ist nicht bunt sondern brandgefährlich! Es ist die beste Wahlwerbung, die sich eine rechte Partei nur wünschen kann und fördert die Spaltung in der Gesellschaft. Wollen wir das wirklich?

 

Tierschutz

Schmerzt es zu stark … bist du zu schwach!

Manche Menschen lieben Horrorfilme und Nervenkitzel.  Ich nicht.

Ich erhalte jeden Tag ein „Best of“  aus den schlimmsten Szenarien, der schlimmsten Gedanken, die Dantes Inferno bei weitem toppen. Sie sind real. Das Blut ist nicht Farbe, die Wunden nicht der Kunst des Maskenbildners zu verdanken und die Knochen, die aus den ausgemergelten Körpern stehen, sie sind nicht aufgemalt.

Aber der grauenhafteste Satz von allen ist:

Wir kamen zu spät…wir konnten nichts mehr tun…

Hinter jedem dieser Bilder steht eine Geschichte, die damit begann, dass Menschen gleichgültig oder grausam waren.

Hinter jedem dieser Bilder steht so viel Leid und Schmerz und Angst, dass ich manchmal nicht weiß, wie ich es ertragen soll. In diesem Moment bin ich Teil des Schmerzes und jedes Detail brennt sich ein, jede Wunde, jedes verstümmelte Körperteil, tote oder resignierte Augen. Augen, die bereits in der Ferne das Licht sehen und sagen, …

..ich möchte nicht mehr gerettet werden, ich möchte diese Welt verlassen, die für mich nur Leid und Schmerz bedeutet hat. Ich bin müde… meine Seele ist müde…bitte lass mich gehen….

Manchmal erhalte ich auch nur Detailaufnahmen. So wie diese hier. Beide Hinterbeine bei lebendigem Leib abgefault, nicht mehr fähig Wasser zu lassen und der ganze Körper eine einzige schmerzenden Wunde.

Er ist jetzt erlöst…schrieb mir meine Freundin Nafsika. Und ich lese es fast mit Erleichterung. Der Tod ist mein Freund geworden. Es sind die Menschen, die ich mittlerweile als Feinde betrachte.

Menschen, die in der Lage sind, an solchem Leid einfach vorbei zu gehen. Menschen, die durch ihre Gleichgültigkeit und ihre verstaubten Traditionen, die Vermehrung der Straßenkatzen zulassen, ja sogar Kastration verhindern. Weil die Natur oder Gott das so gewollt hat.

Wenn es einen Gott gibt und wenn er solche Dinge wollte, dann nehmt euch gut in Acht! Dann ist dieser Gott ein sadistisches Monster, von dem ich mir nicht allzuviel erwarten würde. Wenn er allmächtig ist, dann sollte er den menschlichen Willen so beeinflussen können, dass unschuldige Geschöpfe nicht derart leiden müssen.

Ich glaube nicht an Gott aber an unsere Verantwortung, dieses Dasein mit Sinn und Wärme und Zuversicht zu füllen und an den Grundsatz, dass der Stärkere dem Schwächeren helfen sollte. Das macht uns erst zu Menschen. Alle anderen sind nur gut gekleidete Zombies in den Straßen, mit Jobs und Hobbies und der irrigen Annahme, sie wären auch Menschen.

Schmerzt es zu stark, bist du zu schwach. ich halte den Schmerz weiter aus. Mein wachsenden Hass auf die Menschen macht mir da mehr Sorgen. Denn ich fürchte, er ist berechtigt!

Es tut mir so leid, kleiner Kater.  Ich mag mir nicht vorstellen, wie sehr du gelitten hast. Wie lange es wohl gedauert hat, bis deine Beine am lebendigen Körper verfault waren? Du hast sicher auf  Hilfe gehofft…bis ganz zuletzt… so viele sind an dir vorbei gegangen.

Tot sein wird dir gefallen… es ist besser, als alles, was du bisher kennen lernen durftest.

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Tierschutz

Habt ihr euch schon einmal gefragt, wie die Hölle aussehen könnte?

Habt ihr euch jemals gefragt, wie es in der Unterwelt aussehen mag?
Wie es in der Hölle sein könnte, falls sie tatsächlich existiert?
In Nekyia, dem 11. Buch der Odyssee, beschreibt der Dichter Homer den Hades als dunklen Ort, in dem verlorene Schatten ohne Erinnerung auf ewig wandern müssen, ohne Hoffnung jemals erlöst zu werden.
Jeder dort ist zu einem besonderen Leiden verdammt:
Ewigen Durst oder Hunger, grauenhafte Leiden, die niemals gelindert werden oder endlose Kämpfe, die niemals gewonnen werden können. Die Texte von Homer sind voller herzzerreißender Beschreibungen, die den Verfall und die Qualen einst blühender Menschen, eindringlich veranschaulichen.

Man vermutet, das dieses epische Werk etwa im 8. Jahrhundert vor Christus entstanden ist.
Zweitausend achthundert Jahre später hat sich die Beschreibung unserer Vorfahren für die Hölle in eine Realität verwandelt.
Für manche Lebewesen, die unsichtbar, vergessen wie Schatten, wie lebende Tote an uns vorbei huschen, sind die Höllenqualen Realität und ihr Leiden ist endlos:

Verdammt dazu, im Dunkeln zu leben, verdammt dazu, Hunger und Durst zu leiden, von Schmerzen und Krankheiten gepeinigt, ein Leben in Angst und von allen vergessen.
Leben inmitten einer Hölle, die für immer andauert…
es sei denn, jemand kümmert sich um sie und entreißt sie der Dunkelheit, so wie Orpheus das mit seiner geliebten Eurydike tat, die er aus der Dunkelheit des Hades zurück ins Licht der Liebe holte.

Für manche Seelen ist Hölle keine religiöse oder philosophische Angelegenheit auch keine literarische Metapher über die existentiellen Fragen…es ist ihre erbarmungslose Realität, ihr unentrinnbares Schicksal.
Wir Menschen haben nicht das Recht, die Leiden und die Existenz dieser Geschöpfe zu ignorieren, die mit uns hier leben.
Wir Menschen können nicht die ganze Welt verändern aber wir können uns darum bemühen, dass so viele Geschöpfe wie irgend möglich, das erfahren dürfen, was Odysseus Elytis wie folgt beschrieben hat:

Das Paradies ist keine Erinnerung und noch weniger eine Belohnung. Es ist ein Recht für jeden von uns!

Copyright Vassia/BMS bitte nur teilen, nicht kopieren!
Es war schon sehr spät in der Nacht und wie immer vor dem Einschlafen ließ ich mir die ungelösten Notfälle durch den Kopf gehen und ich war erschrocken, wie bitter und zornig meine Gedanken waren. Man sollte auch diese Gedanken einmal zu Papier bringen, nicht nur zuckersüße Texte, die mir auch sehr liegen sondern die Wahrheit, ungeschönt in Worte gefasst. Da blinkte eine Nachricht auf. Vassia. Auch sie ist ein Nachtarbeiter und ihre Texte, die sie manchmal für SCARS Athen verfasst sind jedesmal eine Herausforderung an Metaphern und tiefen Gefühlen, die ich dann versuche, ins Deutsche zu bringen. Sie schickte mir die Bilder ihrer Neuzugänge, schrecklich zugerichtet und hoffte, ich könnte sie bald mitbewerben.

„Diese Welt ist die Hölle eines anderen Planeten, antworte ich resigniert, wir sollten darüber schreiben.“

„Ich habe kürzlich mit einem Text begonnen, ich schrieb ihn als ich das Bild eines Kätzchens sah, das Rena fotografierte. ich fürchte, es ist ihr nicht gelungen es einzufangen. Es hat mich bis in den Schlaf verfolgt, mir seine Qualen vorzustellen. Soll ich ihn vom griechischen ins Englische übersetzen und dir schicken?“ , fragte Vassia

Es war zumindest tröstlich, dass nicht nur ich diese Gedanken mit mir herum trage. Wir alle kennen diese Hölle und wundern uns darüber, wie wenige sie sehen!

 

Dankeschön, liebe Vassia für den Text und Dankeschön an alle Freiwilligen von SCARS, die jeden Tag den schweren Weg in diese Hölle gehen, um zumindest ein paar Seelen ins Licht zu holen!

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Katze, Seelenmarzipan, Tierschutz

Prinzessin Lillyfee … Etwas fürs Herz <3

Plese scroll down for English text.

Es war einmal eine kleine Prinzessin, der gute Feen die Gabe geschenkt hatten, Freude und Hoffnung in die Welt zu bringen. Das wusste die kleine Prinzessin jedoch nicht und wie hätte sie es auch ahnen können?

Denn ihr Leben war vom ersten Tag hart und sehr gefährlich, sie wurde auf der Straße geboren. Das Schlimmste Schicksal, das einer Katze, mit einem Herzen voller Liebe, passieren kann. Viel zu früh war sie ganz auf sich allein gestellt, denn ihre Mutter starb kurz nach der Geburt. Niemand war da, der sie liebte oder den sie lieben konnte.

Die kleine Prinzessin versuchte tapfer, sich alleine durchs Leben zu schlagen. Sie litt großen Hunger, musste ihren Durst an den schmutzigen Pfützen aus Unrat stillen und zu allem Unglück bissen wilde Tiere ihr auch noch ein Stück ihres Beinchens ab. Das Schicksal war sehr grausam zu ihr aber sie gab nicht auf.

Immer wies ihr ein Fünkchen Hoffnung den Weg, der tief in ihrem Herzen strahlend hell leuchtete, und dieser Funke war es, der ihr schließlich auch den Weg zu den Menschen zeigte, obwohl ihre Mutter sie immer gewarnt hatte, den Menschen zu vertrauen. „Was habe ich noch zu verlieren?“ , dachte sich die kleine Prinzessin und begann zu laufen, so schnell sie ihre dreieinhalb Beinchen trugen.

Als sie die Frau entdeckte, die gerade Futter für alle Streuner Katzen auf den Boden streute, humpelte sie ihr hoffnungsvoll entgegen und bat um Hilfe. Die Frau sah sie zwar aufmerksam an, streichelte sie und für einen Augenblick glaubte die Prinzessin sogar, sie wäre verstanden worden. Aber dann ging die Frau einfach weg und ließ sie wieder allein zurück. Die Prinzessin war verzweifelt. Vielleicht sollte sie einfach weiter laufen, immer weiter, bis irgendwann der gnädige Tod die Erlösung von Hunger und Schmerzen brachte, bis sie vor Erschöpfung einfach einschlafen konnte und nie mehr aufwachen. Dann machte sie sich auf den Weg.

Unsere Prinzessin konnte nicht wissen, dass die Frau nur weggegangen war, um die Feen des kleinen Königreiches um Hilfe zu bitten und als diese Feen einen Boten schickten, die kleine Prinzessin zu holen, war sie verschwunden.

Die Feen waren untröstlich. Sie wussten von der wichtigen Aufgabe, die diesem Kätzchen in die Wiege gelegt worden war und besonders eine der Feen, die der Prinzessin bereits einen Namen geschenkt hatte, wollte nicht aufgeben.
Sie fühlte, dass Lillyfee  noch lebte und irgendwo da draußen auf Rettung wartete und bat jeden um Hilfe, der ihr irgend einfiel. Auch einen tapferen Ritter, der immer zur Stelle war, wenn jemand Hilfe benötigt.
Der Ritter versprach ihr, jeden Stein im Königreich umzudrehen, bis er Lillyfee gefunden hatte, damit Lillyfee der Welt Hoffnung und Liebe schenken kann, die überall so bitter benötigt wird. Dann sattelte er sein weißes Pferd und machte sich auf den Weg …

wie die Geschichte weiter geht, seht ihr in diesem Video 

Lillyfee

 

Once upon a time there was a little princess. Good fairies gave her the gift of bringing joy and hope into the world. But the little princess did not know that and how could she have known?

Because her life was hard and very dangerous from her first day. She was born on the street. The worst fate that can happen to a cat, with a heart full of love. Far too soon she was completely on her own, because her mother died shortly after birth. No one was there who loved her and no one was there, she could love.
The little princess bravely tried to make her way through life. She was suffering from great hunger, had to quench her thirst at the dirty puddles of filth, and to make matters worse, wild beasts bit off her leg as well. Fate was very cruel to her but she did not give up.
A spark of hope always showed her the way that shone brilliantly and bright, deep in her heart, and it was this spark that finally showed her the way to the people. Even if her mother had always warned that it was dangerous and certain death to trust people. „What else have I to lose?“ , thought the little princess and started walking as fast as her three and a half legs carried her.
When she spotted the woman, who spread some food for all the strays on the floor, she limped hopefully to her and asked for help. The woman looked at her attentively and for a moment the princess even thought she had been understood. But then the woman just walked away and left her all alone again.
The princess was desperate. Maybe she should just keep walking, on and on, until at some point the merciful death brought relief from hunger and pain until she could just fall asleep from exhaustion and never wake up. She started walking.
Our princess could not know that the woman had just left to ask for help from the fairies of the little kingdom, and when those fairies sent a messenger to fetch the little princess, she was already gone.
The fairies were heartbroken. They knew of the important task that was given to this kitten in the cradle and especially one of the fairies, who had given the princess a name, did not want to give up.
She felt that her Lillyfairy was out there somewhere, waiting for rescue and she asked everyone for help that she could think of. She also asked a brave knight who was always there when someone needed help.
The knight promised to turn every stone in the kingdom upside down until he found Lilly Fairy, so that Lilly Fairy could give hope and love to the world … blessings, that are so desperately needed everywhere. Then he saddled his white horse and set off …
How the story continues, you can see in this video ❤
Happyend made by SCARS und Frieden für Pfoten ❤

 

 

Thank you to all my wonderful friends … Fairies and Knights in Greece, Nafsika, Nikos and a huge thank you to Elena, for the video ❤

 

Tierschutz

Was tun, wenn ich ein Tier im Urlaub retten möchte?

Was kann ich als Urlauber tun, wenn ich einem verletzten, kranken oder hilflosen Tier helfen möchte ?

Weil mein Verein Frieden für Pfoten e.V.  immer wieder von Touristen kontaktiert wird, die im Urlaub mit Tierleid konfrontiert werden und nicht wissen was sie tun können, möchte ich gerne diesen Leitfaden an die Hand geben.

Sie finden ein hilfloses Kitten, eine verletzte Katze oder einen angefahrenen Hund an der Strasse. Wenn Sie dem Tier helfen möchten, gibt es nur nachfolgende Optionen. Sie müssen selbst mit aktiv werden!

1. Suchen Sie eine Organisation im Internet oder auf Facebook, die dort tätig ist und rufen an, mailen oder schicken eine WhatsApp. Bitte geben Sie IMMER Ihren genauen Aufenthaltsort an. Es reicht nicht zu sagen, „Ich bin auf Insel XY oder in der Stadt XY.“

2. Geben Sie so viele Infos wie möglich über den Zustand des Tieres und am besten schicken Sie ein Foto mit. Es reicht nicht zu sagen, „die Katze oder der Hund sieht schlecht aus“. Die jeweilige Organisation muss sich ein genaues Bild machen können, ob es sich wirklich um einen Notfall handelt und falls ja, welcher Art.

3. Sollte jemand vor Ort in der Nähe sein oder mit Partnern in der Nähe arbeiten, die unterstützen könnten, werden sie in den meisten Fällen versuchen zu helfen. Dies ist aber nicht immer einfach, denn manchmal ist das Tier viele Kilometer entfernt von dem Standort wo Helfer sind und es ist ihnen nicht machbar, jedem Hilferuf zu folgen. Bitte bedenken Sie, dass die Tierschutzpartner vor Ort nicht nur selbst viele Notfälle zu versorgen haben, sondern auch noch einer geregelten Arbeit nachgehen und somit nicht immer verfügbar sind. Manchmal scheitert es bereits an den Mitteln für genügend Benzin!

4. Das bedeutet, Sie selbst müssen mithelfen, wenn es Ihnen wirklich Ernst ist. Das beinhaltet auch, dass es manchmal unbequem und zeitaufwendig ist und auch Kosten mit sich bringt, die die Organisationen und Helfer vor Ort nicht immer selbst leisten können.

5. Sie erhalten vielleicht Unterstützung, indem Ihnen Kontaktdaten von ansässigen Tierärzten übermittelt werden, die sich in Ihrer Nähe befinden. Sie erfahren, wo Sie sich, falls nötig, eine Box besorgen können, um das Tier zu transportieren. Kleine Kitten oder Welpen, kann man aber auch im Karton transportieren. Erwachsene Katzen sollte man (falls möglich) ein paar Tage anfüttern um Vertrauen aufzubauen. Eine Katze die sich füttern lässt, lässt sich allerdings nicht automatisch auch in eine Box stecken. Dies braucht Zeit und Geduld, es sei denn das Tier ist bereits unfähig zu laufen oder ähnliches.

6. Unter Umständen müssen Sie sich auch ein Auto mieten oder ein Taxi organisieren.

7. Wenn Sie das Tier zum Tierarzt bringen, halten Sie Kontakt mit der Organisation und beraten gemeinsam das weitere Vorgehen.

8. Möchten Sie das gefundene Tier adoptieren, dann benötigen Sie Hilfe. Bedenken Sie, dass eine längere Unterbringung beim Tierarzt nötig sein kann, auch um das Tier ausreisefertig zu machen. Private Pflegestellen die das übernehmen, gibt es nur äußerst selten. Sie müssen also bereit sein, für Impfungen, andere Behandlungen und Unterbringung die Kosten zu übernehmen. Für eine spätere Ausreise kann dann mit der Organisation vor Ort oder mit den privaten Helfern ein Flug gebucht, bzw ein Flugpate gesucht werden.

9. Wenn Sie Missstände sehen in Ihrer Hotelanlage: Katzen oder Hunde, die schlecht behandelt werden oder schlimmeres, melden Sie dies UMGEHEND dem Management. Es gibt meist auch vor Ort ein Tierschutzgesetz und Sie sind zahlender Kunde. Kein Hotel möchte schlechte Publicity. Wenn Sie nur die Tierschutz Organisation vor Ort benachrichtigen, bringt das leider wenig. Teilen Sie dem Management mit, dass Sie diese Vorfälle öffentlich machen werden.

Wenn Sie diese Punkte beachten, bzw. erfüllen können und möchten, findet sich in den meisten Fällen eine Option, Leben zu retten und zu helfen. Es lohnt sich!
Vielen Dank, dass Sie nicht einfach wegsehen sondern Herz zeigen 

An dieser Stelle Dankeschön an meine Kollegen von Flying Cats e.V. , die diesen Leitfaden ursprünglich für ihre Tierschutz Arbeit auf Rhodos erstellt haben und den ich noch etwas abgewandelt habe, damit er überall angewendet werden kann.

 

Kurzgeschichten, Seelenmarzipan

Der geheime Garten

Sie hasste Fernreisen und wehrte sich gegen jeden Urlaub, der auf einem anderen Kontinent stattfinden sollte. Es gab an den fernen Plätzen nichts mehr, was sie noch entdecken wollte. Es gab an den fernen Orten vieles, was sie nicht mehr sehen wollte.

Sie liebte die verborgenen Plätze in Europa, historische Städte, und auf dem Land die verwunschenen Anwesen und Hotels, die in keinem Reise Katalog zu finden sind.

Es war schwer geworden für ihn, sie zum Mitreisen zu bewegen. Diesmal lockte er sie mit einen geheimen Garten. Ein Gut in der Toscana, bewirtschaftet von Biobauern die jetzt als Hoteliers den Lebensunterhalt verdienten.

„Du wirst es lieben! Es gibt kaum Menschen dort, dafür alte Gemäuer, einen traumhaften Garten, gute Weine  und weit und breit kein Tierleid. Ein einziger, riesiger geheimer Garten.“

Als sie dort ankamen, war sie froh, seinem Drängen nachgegeben zu haben. Das Anwesen und dazu der riesige Garten hinter den dicken Mauern war wie das Setting aus einem Jane Austen Buch, das nach Italien verlegt worden war. Es war ruhig, fernab vom Touristenrummel und die Menschen bodenständig und herzlich, die das Hotel führten.  Ein paar wohlgenährte Katzen und ein alter Jagdhund, der im Eingangsbereich mitten im Weg lag, waren weit und breit die einzigen tierischen Bewohner.  Perfekt! Ihr Herz machte einen Sprung und sie freute sich, auf das erste Abendessen und war gespannt auf die anderen Hausgäste.

Zwei Ehepaare, eines aus England und das andere aus dem Norden ihrer Heimat saßen an den Nachbartischen und nach dem zweiten Glas Wein beschloss man, die Tische zusammenzurücken. Die Unterhaltung war angeregt, das Essen liebevoll zubereitet …nicht einmal ein Moskito war zu beklagen. Der perfekte Abend. Dann machte sie den Fehler, interessiert nachzufragen, was die anderen Gäste beruflich so tun würden.

„Ich repariere alte Musikinstrumente und meine Frau stört mich dabei“…scherzte der Ehemann des englischen Paares.

„Wir führen einen großen Hühnermast Betrieb“ , antwortete ihr Tischnachbar.

Sie sah aus den Augenwinkeln, wie ihr Mann sie angespannt musterte. Er ahnte, was kommen würde und versuchte den Abend mit einem Ablenkungsmanöver zu retten. Sie ging nicht darauf ein sondern stellte eine Reihe von Fragen… wie viele Tiere dort gehalten werden, nach Details der Haltung, der Art des Schlachtvorgangs und dem Transport ins Schlachthaus. Es waren Fragen, deren Antworten sie größtenteils bereits kannte. Der Hühnerbaron, wie er sich launig selbst nannte,  freute sich zunächst über das unerwartete Interesse. Aber bald war er irritiert und verunsichert, so wie alle anderen in der Runde und mit jeder neuen Frage bewegte sich die Stimmung am Tisch in kürzester Zeit rasant gegen den Nullpunkt. Die Kerzen flackerten nach wie vor romantisch in der lauen Abendnacht, der Duft des Lavendels wehte nach wie vor durch den Garten aber die Atmosphäre hatte sich schlagartig verändert. Es lag an ihr. Wieder einmal. Obwohl sie die Schilderungen über den Ablauf in einem Hühnermastbetrieb mit keinem Wort kritisiert hatte, war ihre Abscheu nicht zu übersehen. Sie hasste quer über den Tisch, ohne ein Wort zu sagen.

Um nicht den letzten Rest Stimmung für alle anderen zu zerstören, stand sie abrupt auf, nahm ihr Glas Wein und ging eine Runde allein im Garten spazieren. Der Gemüsegarten dehnte sich endlos aus,  weiter hinter die Mauern der alten Stallungen und der Mond schien so hell, dass er als Beleuchtung ausreichte, um die schnurgeraden Linien der Tomatenpflanzen, die sorgsam geharkten Salatbeete und die riesigen Kräuterbüsche zu bewundern. Sie setzte sich auf eine kleine Steinbank und atmete tief durch, schämte sich plötzlich inmitten all der Schönheit dafür, dass sie es sich und anderen manchmal so schwer machte. Warum war sie nicht einfach zum nächsten Thema übergewechselt, warum konnte sie nicht einfach die traumhaften Stunden genießen und die Welt und die Menschen so akzeptieren, wie sie sind? Was glaubte sie, dadurch zu verändern? War der Aufenthalt im geheimen Garten jetzt schon verdorben, ehe er überhaupt richtig begonnen hatte?

Als sie zurück kam, war die Terrasse leer. Niemand hatte nach ihr gesucht.  Offensichtlich war er bereits ins Bett gegangen oder es gab irgendwo  eine Bar, die sie noch nicht entdeckt hatte. Der Tisch war abgeräumt, nur ein einziges Glas stand noch darauf.  Ihr Lieblingscocktail, frisch gemixt. Die Eiswürfel waren noch nicht geschmolzen. Sie nahm einen großen Schluck und musst unwillkürlich lächeln, denn sie wusste, was er ihr damit sagen wollte. Und dann machte sie sich auf, ihn und die Bar zu finden.

Für den Rest des Aufenthalts würde sie es versuchen! Ihm zuliebe. Einmal so zu sein, wie alle anderen Frauen.. oder zumindest ein bisschen…