Tierschutz

Die Frieden für Pfoten e.V. Familie hält zusammen

Oftmals sind es die „kleinen Dinge“, die das Herz aufleuchten lassen und mit positiver Energie fluten. Ein Sonnenuntergang, eine liebevolle Umarmung oder ein unerwarteter Anruf.

Vor kurzem hatte ich einen solchen Anruf. Die Nummer auf dem Display kannte ich nicht, der Anruf kam aus Österreich. Ich überlegte kurz, ob ich das Gespräch annehmen sollte… unbekannte Nummern verheissen in den meisten Fällen nichts Gutes, mittlerweile ist es nicht ganz einfach, mich privat zu erreichen. Keep your circle small and strong … Doch die Neugierde siegte.

„Hallo, mit wem spreche ich bitte? Worum geht es?“ Meine Stimme war kühl.

„Mein Name ist xy aus Wien. Ich wollte fragen, ob Sie noch im Tierschutz aktiv sind. Wir haben schon einmal vor Jahren telefoniert, da war ihr Projekt mit den verlassenen Hunden im Fernsehen und Sie gaben mir dann ihre Nummer, weil ich kein Internet habe. Die Tochter einer Freundin hatte mir geholfen, an Sie zu schreiben… vielleicht erinnern Sie sich?“

Ich erinnerte mich dunkel. Da war damals eine sehr nette, ältere Dame, die gerne helfen wollte und großzügig gespendet hatte, obwohl sie selbst nicht über viele Mittel verfügt. Sie hatte alle Hebel in Bewegung gesetzt, mich ausfindig zu machen und wir haben damals lange telefoniert.

Ich entspannte mich. Dieses Gespräch war keine unerwünschte Störung, keine idiotische Umfrage, kein verirrter Immobilienkäufer oder Pishing Versuch. Die Wärme kam wieder in meine Stimme zurück, als ich ihr antwortete.

Sie entschuldigte sich dafür, dass sie in letzter Zeit nicht spenden konnte, ihr ging es finanziell nicht gut aber jetzt würde sie gerne wieder ein paar Hundert Euro senden. Nicht viel, meinte sie entschuldigend aber da sie nach wie vor kein Internet und keine Email besitzt, wollte sie vorher gerne wissen, ob ich noch aktiv bin, da ihr meine Arbeitsweise sehr gefallen hat und sie mir vertraut.

Ich hoffte, dass mein Lächeln auch am anderen Ende der Leitung spürbar wäre und schilderte ihr, was wir die letzten Jahre, Monate so bewegt hatten, versicherte ihr, dass ihre Spende keinesfalls „nicht viel“ wäre, sondern unglaublich großherzig und eine wertvolle Hilfe… und bat am Ende um ihre Adresse, weil ich mir vornahm, diesmal ein persönliches Dankeschön nach Österreich zu senden. Es war ein so warmherziges und berührendes Gespräch, das mir noch lange nachging, im positiven Sinn.

Manchmal sind es die kleinen Dinge, an denen wir auftanken, die unsere Herzen mit Energie und Licht füllen….Energie und Licht, die wir dann an andere weiterreichen können.

Heute haben wir 2000 Euro eurer Spenden an Laura Fincus Projekt in Rumänien weitergeleitet.

Sie versorgt in ihrer Tierklinik die Tiere, die mit ihren Menschen aus der Ukraine ankommen und kümmert sich rührend um die zwei- und vierbeinigen Flüchtlinge, ihre Sorgen und Nöte. Bereits vorher war die finanzielle Situation verzweifelt.

Jeden Monat sorgt Laura sich um das Fortbestehen ihrer Tierklinik, in der jedes Strassentier genau wie die Haustiere mittlelloser Menschen gratis behandelt, kastriert, aufgenommen und versorgt werden. Tierschutz in Rumänien ist hart, sehr hart! Und jetzt helfen sie zusätzlich noch anderen in Not.

Auch Laura wird heute sicher warm ums Herz, wenn unerwartet 2000 Euro auf dem Konto sind, die gerade mehr denn je benötigt werden…

Unsere große Frieden für Pfoten e.V. Familie hält zusammen ♡

Tierschutz

Wenn Tierschutzarbeit zur Farce wird…

Wenn Tierschutzarbeit zur Farce wird.

Seit in der Ukraine Bomben fallen, überschlagen sich die Menschen förmlich, den Tieren dort zu helfen, die hungrig und heimatlos auf den Strassen herumirren.

Wie viele wohl mittlerweile unter großen Anstrengungen und unter dem Einsatz großer finanzieller Hilfen gerettet wurden, für wie viele das Überleben wohl durch Futterlieferungen ermöglicht wurde?

Waren es 1000 Tierleben?

Waren es 10.000 Tierleben?

Zeitgleich wurden an nur einem Tag eine halbe Million Haustiere in Deutschland ausgesetzt und in den Tod geschickt.

Zeitgleich fand auch hier im Land eine „Hilfsaktion“ statt.

Über eine halbe Million Brieftauben wurden am Wochenende „im Zeichen des Friedens“ ausgesetzt.

Laut einer Pressemitteilung des Verbands Deutscher Brieftaubenzüchter e.V. waren letztes Wochenende tausende deutsche Brieftaubenhalter dazu aufgerufen, ihre Tiere im Rahmen der Aktion „Brieftauben im Zeichen des Friedens“ an verschiedenen Orten in ganz Deutschland fliegen zu lassen. Einen Teil der Transporteinnahmen wollen die Flugveranstalter nach eigenen Aussagen an ukrainische Taubenzüchter und Hilfsorganisationen spenden.

Die Opfer dieser Aktion werden gerade von Tierfreunden überall aufgesammelt oder von den Straßen gekratzt. Dehydriert, verletzt , erschöpft, tot.

Die Tiere waren mit über 300 Transportfahrzeugen zu den sogenannten Auflassorten verbracht worden. (Der Ort, an dem die Tauben ausgesetzt werden).

Was vielen nicht bekannt ist. Taubenflüge sind für einen großen Teil der Tiere Flüge in den Tod.

Die Tauben werden bei diesen Wettflügen erheblichen Gefahren wie Überforderung, Dehydrierung, Greifvogelangriffen, Hochspannungsleitungen und Umwelteinflüssen ausgesetzt. Zahlreiche Tiere schaffen es daher nicht mehr zurück zu ihren Partnern in den Heimatschlägen, von denen sie zuvor gezielt getrennt wurden. Die Tauben fliegen bis zur völligen Erschöpfung.

Viele sind derart geschwächt, dass sie sterben.

Man schätzt, dass etwa eine halbe Million Tauben auf diesen „Flügen für den Frieden“ eingesetzt wurden.

Doch wie bringt man die Tauben dazu, solche „Wettflüge“ zu bestreiten?

Für die Wettflüge nutzen Taubenhalter die Treue der Tiere aus. Tauben sind ihrem Heimatschlag, ihrem Partner und ihrem Nachwuchs überaus verbunden. Taubenpärchen bleiben ihr ganzes Leben zusammen und die Verbindung ist sehr innig.

Was tut also eine Taube, die ihrem Partner entrissen, von ihrem Nachwuchs entfernt und sich weit weg vom sicheren Heimatschlag in völlig unbekannter Umgebung wiederfindet?

Sie wird versuchen, wieder dorthin zurückzukehren, wo sich befindet, was sie mehr liebt, als ihr eigenes Leben.

Sehnsucht und Sorge um den Nachwuchs, dient der „Leistungssteigerung“ ungemein.

Die Halter machen sich die Verzweiflung ihrer Tiere zunutze, möglichst schnell zurück in ihr Heim und zu ihren Familien fliegen zu wollen.

Bei der „Witwermethode“ werden Taubenpaare voneinander getrennt. Diese Methode hat sich nach Angaben von Züchtern flächendeckend für das „normale Flugprogramm“ durchgesetzt. Die „Nestmethode“ umschreibt die Trennung eines Elternteils vom Partner und dem bereits geschlüpften Nachwuchs. Beides bedeutet für die Tiere enormen Stress.

Es ist ein einfaches Rechenexempel.

Experten gehen davon aus, dass zwischen 10 und mehr als 50 Prozent der Tauben, die zu solchen Wettflügen weit von ihrem Heim weg transportiert werden, es nicht schaffen, zu ihrem Schlag, ihrem Partner, ihrem Nachwuchs zurückkehren. Sie sterben an Erschöpfung oder stranden in den Städten.

Legen wir die bescheidene Schätzung von 10 Prozent zugrunde, die sicher weit untertrieben ist, dann wurden an diesem Wochenende 50.000 soziale und intelligente Haustiere vorsätzlich in den Tod geschickt oder zu einem Leben in Hunger und fern von Heimatschlag und Partner verdammt. Sie stranden als verhasste „Stadttauben“ in den Städten, werden gejagt, getreten, vergiftet und müssen um Futter betteln.

Während die einen alle Kräfte bündeln, um Tiere, insbesondere Haustiere (auch Tauben sind Haustiere!) vor einem solchen Schicksal zu bewahren, fügen andere unter dem Beifall der Öffentlichkeit und der Medien, neues Leid hinzu. Ein Vielfaches mehr, als gerade von anderen gerettet wird.

Das macht Tierschutz in Deutschland zur Farce und ist ein Schlag ins Gesicht für alle Menschen, die sich gegen Tierleid einsetzen… in der Ukraine und überall, wo Tiere für menschliches Versagen büssen müssen.

Bitte haltet Ausschau nach erschöpften, dehydrierten, desorientierten und verletzten Tauben, die nach dieser Aktion gerade überall in Deutschland gestrandet sind und auf Hilfe angewiesen sind.

Macht Bilder, wenn ihr tote Tauben findet, gebt den Opfern eine Stimme und stellt diese Bilder ins Netz.

#Taubensportisttaubenmord

#stadttauben

Dieser Artikel darf jederzeit geteilt, kopiert, in der Gesamtheit auf Webseiten gestellt werden. Verwendet ihn gerne, ohne Rückfrage an mich, wenn ihr auf das Leid der Tauben aufmerksam machen möchtet.

Tierschutz

Tierquälerei schafft keinen Frieden für die Ukraine sondern neues Leid!

Über eine halbe Million Brieftauben werden am Wochenende „im Zeichen des Friedens“ ausgesetzt.

Laut einer Pressemitteilung des Verbands Deutscher Brieftaubenzüchter e.V. sind für das kommende Wochenende tausende deutsche Brieftaubenhalter dazu aufgerufen, ihre Tiere im Rahmen der Aktion „Brieftauben im Zeichen des Friedens“ an verschiedenen Orten in ganz Deutschland fliegen zu lassen.

Die Tiere sollen mit über 300 Transportfahrzeugen zu den sogenannten Auflassorten verbracht werden. (Der Ort, an dem die Tauben ausgesetzt werden).

Einen Teil der Transporteinnahmen wollen die Flugveranstalter nach eigenen Aussagen an ukrainische Taubenzüchter und Hilfsorganisationen spenden.

Tauben gelten als Symbol des Friedens und werden leider in diesem Zusammenhang für die geplante Aktion des Verbands Deutscher Brieftaubenzüchter e.V. instrumentalisiert und missbraucht.

Die Tauben werden bei diesen Wettflügen erheblichen Gefahren wie Überforderung, Dehydrierung, Greifvogelangriffen, Hochspannungsleitungen und Umwelteinflüssen ausgesetzt. Zahlreiche Tiere schaffen es daher nicht mehr zurück zu ihren Partnern in den Heimatschlägen, von denen sie zuvor gezielt getrennt wurden. Die Tauben fliegen bis zur völligen Erschöpfung.

Viele sind derart geschwächt, dass sie sterben.

Auf der Internetseite des Verbands Deutscher Brieftaubenzüchter gibt es auch Zahlen. Bei den geplanten 242 Auflässen am 7.5.2022 und den 218 Auflässen am 8.5.2022 sollen insgesamt über 600.000 gezüchtete Haustauben in Deutschland zu einem Flug gezwungen werden, der für viele mit Verletzung und Tod endet.

Die Taube auf dem Bild ist eines von unzähligen Opfern dieses „Sports“. Sie hat die Torturen nicht überlebt. Ihre Finderin brachte sie noch zum Tierarzt aber es war bereits zu spät.

Wie bringt man die Tauben dazu, solche „Wettflüge“ zu bestreiten?Für die Wettflüge nutzen Taubenhalter die Treue der Tiere aus. Tauben sind ihrem Heimatschlag, ihrem Partner und ihrem Nachwuchs überaus verbunden. Taubenpärchen bleiben ihr ganzes Leben zusammen und die Verbindung ist sehr innig.

Was tut also eine Taube, die ihrem Partner entrissen, von ihrem Nachwuchs entfernt und sich weit weg vom sicheren Heimatschlag in völlig unbekannter Umgebung wiederfindet?

Richtig! Sie wird versuchen, wieder dorthin zurückzukehren, wo sich befindet, was sie mehr liebt, als ihr eigenes Leben. Sehnsucht und Sorge um den Nachwuchs, dient der „Leistungssteigerung“ ungemein.

Die Halter machen sich die Verzweiflung ihrer Tiere zunutze, möglichst schnell zurück in ihr Heim und zu ihren Familien fliegen zu wollen.

Bei der „Witwermethode“ werden Taubenpaare voneinander getrennt. Diese Methode hat sich nach Angaben von Züchtern flächendeckend für das „normale Flugprogramm“ durchgesetzt. Die „Nestmethode“ umschreibt die Trennung eines Elternteils vom Partner und dem bereits geschlüpften Nachwuchs. Beides bedeutet für die Tiere enormen Stress.

Experten gehen davon aus, dass zwischen 10 und mehr als 50 Prozent der Tauben, die zu Wettflügen weit von ihrem Heim weg transportiert werden, nicht zu ihrem Schlag, ihrem Partner, ihrem Nachwuchs zurückkehren. Sie stranden als heimatlose Tiere auf den Straßen fremder Städte, landen im Tierschutz, die meisten von ihnen sterben qualvoll.

Bildrechte Laura Pfeffer

Tierschutz

Wisst ihr was eine Schliefenanlage ist?

Die Steigerung von widerlich ist Mensch!

Wisst ihr was eine Schliefenanlage ist?

In einer sogenannten Schliefenanlage findet die Ausbildung von Jagdhunden an lebenden Füchsen statt. Die Anlage soll einen Fuchsbau nachbilden und besteht aus einem künstlich angelegten Tunnelsystem.Dessen Zweck ist es, die Jagdhunde auf den Fuchs abzurichten, damit sie künftig auf sogenannten „Baujagden“ eingesetzt werden können.

Baujagd bedeutet, der Jagdhund dringt in den Bau des Fuchses ein.

Das ist eine beliebte Methode, um Füchse zu töten. In Deutschland sterben jedes Jahr fast eine halbe Million Füchse durch Jägerhand. Fuchsjagd ist beliebt, obwohl es keinen vernünftigen Grund für die Fuchsjagd gibt. Lebendfallen, Totschlagfallen bis hin zur Baujagd. Die Tiere dienen lediglich als Zielscheiben für ein grausames Hobby.

Auch Fuchskinder, also „Jungfüchse“ dürfen und sollen fast überall in Deutschland erschossen werden, lediglich in einigen wenigen Bundesländern haben sie eine gewisse Schonzeit.

In einigen Bundesländern ist auch die Jagd auf Füchse in ihrem natürlichen Bau verboten. Daher ist der Kunstbau ein gängiges Mittel, um Füchsen trotzdem vor ihrem Zuhause auflauern zu dürfen und sie zu töten.

So ein Kunstbau besteht aus Kunststoff oder Beton und wird dem Natürlichen täuschend echt nachgestaltet, damit Füchse ihn für einen freistehenden Bau halten, dort einziehen und ihre Jungen darin großziehen. Der Jäger muss nur noch „ernten“. Denn er hat seinen Jagdhund bestens auf die Jagd in dieser Lockfalle trainiert.

Da jede Mutter ihre Jungen mit ihrem Leben verteidigt, kommt es dabei zu unerbittlichen Kämpfen zwischen Fuchsmutter und Jagdhund. Es sind grausame Szenen, für Füchse wie für Jagdhunde.

Um die Jagdhunde für diesen Moment zu trainieren, werden wilde Füchse gefangen und müssen in der Schliefenanlage ein Leben in Gefangenschaft und Todesangst verbringen. Immer wieder werden die Jagdhunde in das Tunnelsystem gehetzt. Für das „Training“ wird der Fuchs in einen durch Gitter vom Hund getrennten Kessel gesetzt, um dort „aufgespürt“ zu werden.

Auch wenn der Fuchs laut Aussagen der Jäger angeblich nicht in direkten Kontakt mit dem Jagdhund kommt, muss er in beständiger Todesangst leben. Für ein Wildtier bedeutet das Eingesperrtsein und die ständige Gegenwart von Menschen und Hunden erheblichen Stress.

Schliefenanlagen sind legal und in Deutschland immer noch erlaubt. In anderen europäischen Ländern hat man sie wegen ihrer Grausamkeit längst verboten!

Füchse sind keine Bedrohung sondern ein wichtiger Teil unserer Natur.

Auch die viel zitierte Übertragung von Krankheiten ist bei Füchsen eine unbegründete Sorge. Deutschland gilt bereits seit 2008 frei von Tollwut und was den Fuchsbandwurm angeht, die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung mit dem Fuchsbandwurm ist geringer, als vom Blitz getroffen zu werden.

Als die Regierung in Luxemburg im April 2015 ein Verbot der Jagd auf Füchse durchgesetzt hatte, waren die Warnrufe der Jäger, denen man ihr liebstes Hobby nahm, laut und empört

Die von ihnen umrissenen Horrorszenarien einer Überpopulation der Füchse oder Ausbreitung von Krankheiten haben sich jedoch nicht bewahrheitet. Im Gegenteil, als Gesundheitspolizei sind Füchse ein wichtiges Glied im Kreislauf der Natur, und ein Verbot der Fuchsjagd in Deutschland ist längst überfällig.

Was können wir tun?

Erst einmal: weitersagen, welchen schrecklichen Praktiken seitens der Jäger Füchse in Deutschland auch heute noch ausgeliefert sind.

Sprecht die Landtagsabgeordneten eures Wahlkreises darauf an, die sich ja parteiübergreifend alle immer gerne mit ihrem Einsatz für den „Tierschutz“ und für „Tierwohl“ schmücken.

Gebt den Füchsen eure Stimme … damit das grausame und willkürliche Morden endlich aufhört!

Tierschutz

Wer hat Schuld, wenn die Regale leer bleiben?

Wer ist schuld, wenn die Regale leer bleiben und die Förderbänder stillstehen? Die Antwort scheint für viele ganz einfach zu sein! Nie wird in Erwägung gezogen, dass die Politik dafür verantwortlich zeichnet.

Offenbar ist man sich einig, Schuld sind einzig die geldgierigen Unternehmer, die alles ins Ausland verlagert haben! So oder so ähnlich wird in den Kommentarspalten derzeit das Zusammenbrechen der Lieferketten einzig den Herstellern zugeschoben.

Aber warum produzieren Firmen eigentlich im Ausland? Warum kaufen sie ihre Bauteile in Fernost?

Warum wird ein so großer Teil der Waren importiert, anstatt sie im eigenen Land herzustellen? Ist es nur die Gier?

In meinen Augen ist es längst nicht nur Gewinnmaximierung. Wer ein Produkt herstellt und die letzten Jahre überleben wollte, der war beinahe schon gezwungen, sich im Ausland nach neuen Produktionsquellen umzusehen. In einer freien Marktwirtschaft entscheidet nicht nur Qualität sondern auch der Preis. Wer nach wie vor in Deutschland herstellt und Arbeitsplätze schafft, muss tief in die Tasche greifen.

Allein die Arbeitskosten in Deutschland liegen durchschnittlich rund ein Drittel über dem EU-Durchschnitt … von unseren Handelspartnern in Fernost gar nicht zu reden.

Gemessen am EU-Durchschnitt von 28,00 Euro zahlten deutsche Arbeitgeber des Produzierenden Gewerbes und wirtschaftlicher Dienstleistungen im Jahr 2020 rund 31 % mehr für eine Stunde Arbeit.

Die Arbeitsstunden in der deutschen Industrie waren 46 % teurer als im EU-Durchschnitt.

Das bedeutet für jeden Unternehmer, ehe ein Cent Gewinn fliesst für seine Arbeit und für seine Investitionen, muss er diese Differenz im Preis für seine Erzeugnisse erst einmal zusätzlich erwirtschaften.

Der beliebte Slogan in den 80er Jahren: Die 35 Stundenwoche schafft Arbeitsplätze … aber leider in Fernost!… ist zwar überzogen aber zeigte auf, wo die Reise hingehen würde. Andere Unternehmen, Nachbarn in Europa oder in Fernost können weitaus günstiger produzieren, selbst wenn man die Transportkosten zusätzlich einrechnet…

Hand aufs Herz, wer kann es sich leisten, einzig im Land produzierte Ware zu kaufen, die dann fast doppelt so teuer ist. Das kann weder der kleine Konsument noch ein mittelständischer Hersteller, der den höheren Preis ebenfalls aufschlagen müsste, wenn er sein fertiges Produkt anbietet.

Auch in Sachen Steuern sind wir an der Spitze. Hiesige Betriebe müssen im rechnerischen Mittel 30 Prozent vom Gewinn an Unternehmenssteuern abgeben. Nein, diese Zusammenfassung erhebt keinerlei Anspruch auf wirtschaftliches Fachwissen. Es ist gesunder Menschenverstand, der mich oft die Stirn runzeln lässt, wenn die derzeitige Problematik einzig auf die bösen Unternehmer geschoben wird. Ich sehe die Problematik in der Wirtschaftspolitik der letzten Jahre.

Die Verlagerung der Produktion oder von Bauteilen ins Ausland geschah in vielen Fällen nicht freiwillig.

Wenn eine Regierung Steuern, Lohnnebenkosten, Sozialabgaben, Energie und Rahmenbedingungen für Unternehmen beständig verteuert, dann treibt sie sie damit langfristig entweder in den Ruin oder ins Ausland, um die Verteuerungen auszugleichen. In der globalisierten Welt kann nur der überleben, der preislich mit den günstigeren Anbietern mithalten kann.

Es gibt sie, die gierigen Konzerne, die einzig aus Geldgier im Ausland produzieren aber nach wie vor ist es besonders der Mittelstand, der entweder durch die (staatlich vorangetriebene) Kostenexplosion vertrieben wurde, der aufgeben musste, (wir haben bereits ganze Branchen verloren), oder der Lieferketten und Produktionsstandorte umstellte, die Bauteile für seine Produkte im Ausland produzieren oder erwerben musste, um Kosten einzusparen, damit er weiterhin wettbewerbsfähig bleibt.

Die Energieverteuerung wird diesen Vorgang noch einmal dramatisch befeuern. Ich sehe darin endgültig das AUS für die deutsche Wirtschaft, mit allen unguten Konsequenzen.

Um Ware zu produzieren wird Strom benötigt.

Deutschland hatte 2021 bereits den zweithöchsten Strompreis weltweit!

Keine guten Voraussetzungen für Hersteller, die gerne im eigenen Land produzieren möchten… wenn andere Hersteller aus dem Ausland mit deutlich günstigeren Konditionen in den Markt drängen.

Geiz ist nicht nur geil sondern für viele Konsumenten mittlerweile eine Notwendigkeit.

Corona und der Krieg sind nicht die Ursache für die derzeitigen Probleme, sie zeigen nur auf, was passiert, wenn man in einer globalisierten Welt die Unternehmen im Land über die Schmerzgrenze belastet.

Alle reden von den „gierigen Großkonzernen“. Aber es sind andere, die unsere Wirtschaft am Laufen halten. Sie kämpfen jeden Tags um ihr Überleben!

Mittelständische Unternehmen sind der Erfolgsfaktor der deutschen Wirtschaft:

„Über 99 Prozent aller Unternehmen in Deutschland sind Mittelständler.

Sie tragen rund 61 Prozent zur gesamten Netto-Wertschöpfung bei, stellen 55 Prozent der Arbeitsplätze bereit

und beschäftigen 80 Prozent der Auszubildenden.“ (Diese Zahlen stehen auf der Webseite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz.)

Seid nett zu den deutschen Unternehmen… auch wenn man euch bereits von Klein auf beigebracht hat, dass Unternehmer von Haus aus böse und raffgierig wären.

Wir benötigen sie und ihre Leistungskraft mehr denn je… klingt seltsam ist aber so ❤

Tierschutz

Mein größtes Problem im Tierschutz…ihr werdet überrascht sein!

Jeder mit einem Funken Mitgefühl kennt die Situation. Man erfährt von einem schrecklichen Notfall, von einem Tier, das dringend Hilfe benötigt, von vielen Tieren, die gerade Hilfe benötigen, weil sie hungern, weil ihre ehrenamtlichen Versorger selbst am Limit sind. Man möchte nur zu gerne helfen und in den allermeisten Fällen wird dazu Geld benötigt. Dieses Geld, die benötigten Spenden zu beschaffen, immer und immer wieder um Hilfe für andere zu bitten, das ist mein Job.

Ich versuche möglichst viele Menschen zu erreichen, erzähle von den jeweiligen Nöten, stelle die Helfer vor, die Tiere in Not, halte Kontakt zu Spendern und Empfängern und stehe mit meinem Namen, mit dem Namen unseres Vereines dafür gerade, dass diese Mittel ordnungsgemäß verwendet werden. Um das zu gewährleisten, wird im Vorfeld jede Form der Unterstützung sorgfältig überprüft. Für jede Überweisung, für jede Ausgabe, Futter, Kastration, medizinische Hilfe, Transport, Baumaterial (Hundehütten, Zäune, etc) liegt irgendwann ein Beleg in unserer Vereinsbuchhaltung.

Das ist auch eine wichtige rechtliche Vorgabe, damit sich ein seriöser Verein weiterhin e.V. nennen darf, einen eingetragenen Verein, mit der Berechtigung, Spendenquittungen ausstellen zu dürfen. Kein e.V. mehr, und wir könnten einpacken! Wir haben sehr viel Arbeit investiert, damit Frieden für Pfoten e.V. eingetragener Verein wurde.

Daher ist die Frage nach möglichen Belegen aller Ausgaben, die zuverlässig an uns übersandt werden, stets die erste Frage, die ich stelle, wenn wir irgendwo helfen möchten.

Es ist noch nie passiert, dass jemand diese Frage verneinte. Jeder in Not versichert mir hoch und heilig die zuverlässige Abwicklung. Ihr wärt erstaunt, wie oft dieses Versprechen gebrochen wird!

Wir halten unsere Zusagen. Immer!

Nachdem wir Spenden erhalten haben und sie ohne einen Cent Abzug weiterreichen (jeder arbeitet ehrenamtlich!) passiert zwar damit, was passieren sollte. Die Mittel werden ordnungsgemäß eingesetzt… nur der entscheidende kleine aber äußerst wichtige Abschluss jeder Hilfe, der lässt auf sich warten oder bleibt ganz aus. Ich kann nicht mehr zählen, wie viele Stunden ich über die Jahre damit verbracht habe, Belegen nachzujagen, zu bitten, zu mahnen, hin und herzuschreiben. Zusätzliche und überflüssige Stunden, nachdem ich enorm viel Zeit damit verbrachte, die Hilfe überhaupt erst zu ermöglichen.

Es wäre in meinen Augen selbstverständlich, sich an ein Versprechen zu halten, wenn man so viel Unterstützung erhält, wie wir sie an Tierschützer in Not weiterreichen. Aber leider ist das nicht so.

Jeder hat gute Gründe, sein Versprechen zu brechen, uns hängen zu lassen, nachdem das Geld erst einmal eingegangen ist.

Zeitmangel, Unwissen, Krankheit …

Man glaubt, wenn es nur ordnungsgemäss verwendet wurde, wäre die Sache erledigt.

Oft wird um neue Unterstützung gebeten, ehe die ausstehenden Belege der letzten Überweisung nachgereicht wurden.

Vieles, was an Belegen dann Monate später eingeht, ist in griechischen Hieroglyphen und damit für unsere Schatzmeisterin und das deutsche Finanzamt unleserlich, oder ohne Namen oder Erläuterung der Ausgabe… oder alles zusammen, obwohl vorher erklärt wurde, was wir benötigen. Auch unsere Schatzmeisterin und meine Vorstandskollegin verbringt viel zu viel Zeit damit, solche Nachlässigkeiten, mittlerweile nenne ich sie Zumutungen, zu bereinigen.

Ja, es mag viele überraschen.

Aber mein größtes Problem im Tierschutz ist mittlerweile nicht mehr nur, genügend Spender zu finden, genügend Spenden zu erhalten und dafür zu sorgen, dass sie ordnungsgemäß verwendet werden. Mit all dem Leid, all der Verzweiflung zurecht zu kommen, die jeden Tag damit verbunden ist, die Zeit dafür zu finden, allem gerecht zu werden…

Mein größtes Problem ist mittlerweile, überhaupt noch jemandem zu vertrauen, der verzweifelt um Hilfe bittet, der mir Unterlagen und Belege verspricht, die benötigt werden, wenn ein Verein helfen soll.

Belege, für deren Fehlen ich hafte, der gesamte Vorstand und unsere Schatzmeisterin … und die wir dann trotzdem immer und immer wieder nicht oder nur unvollständig oder unleserlich erhalten, obwohl wir Himmel und Hölle bewegen, zu helfen.

Durch solches Verhalten wird der Verein und das gesamte Netzwerk der Hilfe gefährdet, wird unnötig Arbeitszeit verbrannt und es ist nicht zuletzt sehr demotivierend.

Das ist leider nicht die Ausnahme sondern die Regel.

Eigentlich schade…

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Heizen und verheizt werden…

Heizen und verheizt werden..

„Aber wir sind beide Rentner… wir können das unmöglich aufbringen… dann müssen sie uns aus unserem Häuschen tragen… ich glaube das einfach nicht, ich glaube nicht, dass die Regierung das mit uns macht. Du musst dich irren!“

So endete kürzlich ein Gespräch, in dem ich ausführte, dass ein geplanter Austausch der bestehenden Ölheizung bald nicht mehr so einfach machbar ist. Auch der Austausch gegen eine Gasheizung ist nicht nur wegen der neuen Energiepreisspirale ein finanzielles Wagnis.

Noch ist der Einbau einer neuen Gasheizung erlaubt. Die Verbraucherzentrale rechnet jedoch damit, dass die Auflagen bald strenger werden oder dass neue Gasheizungen, wie es auch für Ölheizungen geschehen ist – künftig komplett verboten werden könnten. Was aber tun, wenn die alten Anlagen, wenn Ölheizung oder Gasheizung in die Jahre gekommen ist und dringend erneuert werden müsste?

Etwa die Hälfte der rund 21 Millionen Heizungsanlagen in Deutschland gilt als veraltet und technisch ineffizient.

Rund zwei Drittel der deutschen Eigenheime werden mit einer Gas- oder Öl-Heizung betrieben.

Doch das soll sich bald ändern.

Hauseigentümer dürfen eine Ölheizung ab 2026 nur noch in Ausnahmefällen einbauen.

Ausserdem soll der Einbau eines Öl- oder Gasheizkessels als alleiniges Heizungsgerät in Deutschland ab dem 1. Januar 2025 praktisch verboten sein.

Spätestens ab 2025 muss dann per Gesetz jede neue Heizung mindestens mit 65 Prozent erneuerbaren Energien heizen. Gas- und Ölheizungen stehen dann auf der roten Liste der derzeitigen Ampel-Regierung aus SPD, FDP und Grünen.

Wirtschaftsminister Robert Habeck will dieses Verbot aber weiter verschärfen. Er strebt ein früheres Aus der Gasheizung an.

Er möchte alle Möglichkeiten ausschöpfen, um die Abhängigkeit von russischem Gas zu reduzieren.

Wenn Gastechnologie trotzdem noch für ein neues Heizsystem verwendet wird, sollte sie eine unterstützende Funktion haben, etwa in Verbindung mit einer Wärmepumpe.

„Aber es gibt noch andere Ausgaben zu bedenken, die bald auf dich zukommen könnten…“ führte ich aus.

Wenn ihr nämlich ausziehen müsst, weil ihr euch die teuren Investitionen nicht mehr leisten könnt, gibt es es etwas, was den Verkaufspreis deutlich mindern könnte:

Bisher waren Ein- und Zweifamilienhäuser, die der Verkäufer bereits am 1. Februar 2002 bewohnt hat, von bestimmten Sanierungspflichten befreit. Bald wird für Käufer oder auch Erben ein hoher Sanierungsaufwand anfallen.

Ein- und Zweifamilienhäuser, die nach dem 1. Februar 2002 neu errichtet wurden oder bei denen seitdem schon ein Eigentümerwechsel stattfand, sollten die energetischen Anforderungen erfüllen.

Natürlich gilt das auch für Mehrfamilienhäuser, aber das ist eine andere Sache, das werden dann nicht die Verkäufer bitter spüren sondern die Mieter.

Da vermutlich auch viele Vermieter finanziell nicht mitziehen können (ein Drittel aller Mietwohnungen gehören nicht reichen Konzernen sondern Privatleuten) und dann hohe Strafen drohen und/oder die Gebäude stillgelegt werden müssen, wird es desaströse Auswirkungen auf den Mietmarkt haben, denn gerade viele Altbauten werden zur Zeit noch relativ günstig vermietet…

Aber der Gesetzgeber ist großzügig. Bei einem unsanierten Ein- oder Zweifamilienhaus, haben Neueigentümer zwei Jahre Zeit, um den Sanierungspflichten aus dem neuen Gesetz nachzukommen. Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) umfasst drei Sanierungspflichten die Neueigentümer (oder Verkäufer) dann vornehmen müssen.

Die oberste Geschossdecke einer beheizten Wohnung zu einem unbeheizten Dachraum muss gedämmt werden.

Die Pflicht gilt auch dann als erfüllt, wenn stattdessen das Dach gedämmt wird.

Für die alten Öl- und Gasheizungen mit Standard oder Konstant-Temperaturkesseln ist nach 30 Jahren Laufzeit natürlich Schluss.

Ungedämmte Heizungs- und Warmwasserrohre oder Armaturen müssen in unbeheizten Räumen gedämmt werden.

Ein Verkauf oder ein Erbe kann also teuer werden oder eine böse Überraschung mit sich bringen.“

„Nicht jedes alte Haus bietet die Optionen für Solarstrom auf dem Dach, nicht jeder hat das Geld für eine neue Heizung. Wir haben es nicht, wir kommen ja jetzt bereits kaum mehr über die Runden mit unserer Rente! Was tun?“

„Wer keine Option für eine Solaranlage hat, keinen Platz für eine Pelletheizung (die vielleicht auch bald verboten werden soll) und wem das Geld für eine Modernisierung mit Wärmepumpenheizung fehlt ( alles in allem kostet das bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus 16.500 bis 38.000 Euro, je nach Bauart und Leistung der Wärmepumpe) der sollte sich mittel- und langfristig schon einmal nach einer günstigen Mietwohnung umsehen.

Aber natürlich wird ein günstiger Kredit angeboten, den du vermutlich wegen deines Alters nicht mehr erhalten wirst geschweige denn, in der Lage sein, ihn abzubezahlen oder Steuervorteile, die ihr gar nicht in Anspruch nehmen könnt…und natürlich kannst du erst einmal 500 Euro auf den Tisch blättern, damit euch ein sogenannter Energieberater erklärt, was ihr alles zu tun habt und wo es vielleicht etwas Förderung gibt…allerdings stets nur im Zusammenhang mit anderen Renovierungsmassnahmen/Ausgaben, ihr werdet erstaunt sein…

Ich schlage vor, ehe ihr an neue Investitionen denkt… lest gründlich nach, was an neuen Gesetzen bereits beschlossen wurde und was noch ins Haus steht und dann überlegt neu, wie ihr es zukünftig schafft, euer Häuschen zu behalten und zu unterhalten… die Vorgaben ändern sich beständig und derzeit blickt kaum jemand durch.

Und ein Verkauf?… bei der drohenden Inflation?… am Ende bist du dann beides los, dein Häuschen und dein Geld…

Fest steht derzeit nur eines:

Ein eigenes Häuschen wird bald zum unerschwinglichen Luxus, nicht nur für Bauherren sondern vor allem auch für Menschen, die ihr Leben lang für ihren Traum gearbeitet haben… die Mehrheit der Wähler hat das für dich entschieden…und wenn ich mich nicht irre, dann hast du das auch so gewählt. 😉

Und noch etwas zum Nachdenken:

Zur Zeit wächst die Zahl der Menschen auf der Erde pro Jahr um fast 82,4 Millionen, das entspricht in etwa der Einwohnerzahl Deutschlands.

Selbst wenn wir in Deutschland auf Null fahren würden… jedes Jahr wächst der menschliche Co2 Verbrauch/Ausstoss.

Eine weiterer Denkansatz für die komplexe Problematik ist und bleibt unter anderem das Ende der Massentierhaltung.

14, 5 Prozent der weltweit durch Menschen verursachten Treibhausgasemissionen kommen aus der Haltung und Verarbeitung von Tieren.

Darüber spricht man leider nach wie vor viel zu wenig!

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Ritter Sport und die Nazis…die Schokolade von gestern…

Viele angesehene Firmen haben im 3. Reich von ihrer Zusammenarbeit mit dem NS Regime profitiert.

Wer sich dafür interessiert, staunt über klingende Namen, wie Daimler, Deutsche Bank, Volkswagen, Degussa, Bertelsmann, Oetker, Thyssen-Krupp, IG Farben.

Die Liste ist lange und das meiste davon wurde mittlerweile aufgearbeitet, soweit man solche Dinge aufarbeiten kann. Ich möchte hier nicht weiter darauf eingehen, den meisten dürften die schrecklichen Vorgänge dieser Zeit mit Zwangsarbeitern, Enteignungen, etc. bekannt sein.

Sich dem Regime nicht zu widersetzen war für viele Inhaber die einzige Option, zu überleben.

Denn im dritten Reich darbten die Firmen, die keine Verbindungen zur NSDAP pflegten oder sie mussten mit schweren Konsequenzen rechnen, wenn sie den Eintritt in die NSDAP verweigerten.

Einige wenige haben sich trotzdem widersetzt.

Der Firmeninhaber von Ritter Sport zum Beispiel. Das war zu dieser Zeit ein riskanter und mutiger Entschluss.

In der Zeit des Nationalsozialismus gab es auch Probleme mit der Beschaffung von Kakao.

Die Regierung legt eine Einfuhrbeschränkung von 75.000 Tonnen fest und eine der wichtigsten Zutaten für Schokolade wurde knapp.

Da Alfred Eugen Ritter nicht bereit war, in die NSDAP einzutreten, erhielt die Firma keine Zuteilung für Kakao mehr und musste auf Geleeartikel umsteigen, um zu überleben.

1940 musste sogar die Produktion eingestellt werden. Das Gelände und die Räumlichkeiten wurden von anderen Firmen zwangsbelegt.

Im Zuge der Entnazifizierung durch die Alliierten wurde Alfred Eugen Ritter dann übrigens von der amerikanischen Besatzung 1945 als kommissarischer Bürgermeister in Waldenbuch eingesetzt, da er nachweislich kein Mitglied der NSDAP gewesen war.

Über diese Info bin ich heute zufällig gestolpert und ich hatte einfach Lust, das für euch aufzuschreiben.

Mich belastet sehr, was derzeit in der Ukraine passiert, wie es wirtschaftlich für uns weitergehen wird und wie zukünftig ein Zusammenleben in Europa aussehen soll, wenn sich unversöhnliche Feinde mit Atomwaffen gegenüberstehen.

Aber noch mehr macht mir der blinde Aktionismus, all die Hetze, all die kopflosen Forderungen und die Anfeindungen zu schaffen, gegen jeden, der sich positioniert oder nicht positioniert, gegen Menschen, die aus dem falschen Land kommen, ja sogar gegen Menschen, die nicht vergessen möchten, dass überall Menschen leben, die Frieden möchten und die genau wie wir, nicht gefragt werden, wenn Politiker Zerstörung und Krieg bringen.

All das spielt sich längst nicht nur in den Social Media ab.

Was gerade mit der Firma Ritter Sport passiert, wie ein in vielen Jahrzehnten aufgebauter Ruf zerstört wird, mögen viele gut heissen und beklatschen.

Mich macht es einfach nur fassungslos und traurig, obwohl ich weder die Inhaber kenne, noch auf einen Job dort angewiesen bin oder jemals einen von den unzähligen armen Kakaobauern kennenlernen werde, die dadurch vielleicht bald ihre Existenzgrundlage verlieren.

Ich verstehe die Menschen einfach nicht mehr.

Das ist mir noch nie passiert.

Und nie vorher musste ich so oft, wie in den letzten Wochen, an eine Zeit in Deutschland denken, deren schreckliche Propaganda Mechanismen und Erschaffung von Feindbildern, auch in der eigenen Bevölkerung, ich nie recht verstanden hatte.

Das Schreckliche dabei:

Mittlerweile verstehe ich sie … und das macht mir Angst!

#RitterSport❤

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Der Schokoladenkrieg um Ritter Sport

Es gibt Konzerne, deren Schokolade ich auch als bekennender Schokoholic nur mit der Beisszange anfassen würde.

Die Milka Produkte zum Beispiel, deren Kauf seelenlose Konzerne wie Mondelez (ehemals Kraft Foods) unterstützt oder After Eight von Nestle. Die Liste ihrer Vergehen gegen Mitarbeiter und Umwelt füllen Bände.

Ich bevorzuge daher Deutsche Unternehmen, die Arbeitsplätze schaffen und deren Firmenphilosophie sich mit meinen Werten deckt. Dann schmeckt es noch besser 🙂

Meine Lieblingsschokoladenmarke zahlt nicht nur ordentliche Gehälter sondern unterstützt neben vielen anderen wertvollen Beiträgen auch das Ehrenamt ihrer Mitarbeiter.

Über einen eigens dafür eingerichteten Fonds können konkrete Projekte bezuschusst werden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, sich bis zu zwei Arbeitstagen pro Jahr für die ehrenamtliche Tätigkeit freistellen zu lassen.

Diese Firma tritt Hauptsponsoren der „Tour Ginkgo“auf, einer dreitägigen Radsportveranstaltung, bei der Spenden für kranke Kinder und deren Familien gesammelt werden. Mitarbeiter aus unterschiedlichen Abteilungen arbeiten an diesem Projekt mit.

Auch die Energie, die zur Herstellung meiner Schokolade verwendet wird, ist wohl durchdacht, man investiert dort bereits seit langem in erneuerbare Energien zur Produktion, auch im Firmeneigenen Fuhrpark.

Wie es in familiengeführten Unternehmen üblich ist, liegt den Inhabern nicht nur der Erfolg sondern auch die Qualität ihrer Produkte sehr am Herzen. Anders als bei einem anonymen Konzern stehen sie jeden Tag selbst dafür gerade, falls etwas zu beanstanden wäre.

Ihr Konzept, gute Schokolade zu einem fairen Preis zu verkaufen scheint sich bewährt zu haben.

So bekamen sie den Preis im Top-Job Wettbewerb, der die 100 besten Arbeitgeber in Deutschland auswählt.

Der Inhaber wurde vom WWF und dem Wirtschaftsmagazin Capital als „Ökomanager des Jahres“ ausgezeichnet.

Er bekam den Prognos-Preis des gleichnamigen Institutes, das Bundesverdienstkreuz, den Ehrenpreis „Stromrebell 2001“ der Schönauer Energie-Initiativen und 2003 den Sonderpreis der Deutschen Solarpreise.

Die Sorte „Alpenmilch“ glänzt bei Öko-Test

Nur zwei von insgesamt 25 Milchschokoladen haben bei Öko-Test das Gesamturteil „gut“ erhalten. Eine davon ist die Sorte Alpenmilch. Die sehr guten Testergebnisse der Alpenmilch hinsichtlich Mineralölbestandteile und anderer unerwünschter Inhaltsstoffe sind auch das Resultat intensiver Arbeit in der Kakaolieferkette.

Dafür wurde eine Partnerschaft mit Kakaokooperative in Ghana gegründet.

„Wir wollen richtig gute Schokolade produzieren können und dafür brauchen wir qualitativ hochwertigen, nachhaltigen Kakao. Den bekommen wir nur, wenn es auch unseren Partnern in den Anbauländern wirtschaftlich gut geht. Deshalb ist uns der direkte und auf Langfristigkeit angelegte Kontakt zu unseren Lieferanten so wichtig.“

Dazu möchte ich erläutern:

Kleine Bohne, große Wirkung

Wie Kakaoanbau Artenvielfalt und Klima schützen kann

In Nicaragua wurden für den Kakao ehemals als Weideland genutzte Brachflächen aufgeforstet und rund 1.200 Hektar Kakao im Agroforstsystem angebaut. Durch dieses Nebeneinander von Kakao und anderen Baum- und Pflanzenarten entsteht nicht nur Lebensraum für unterschiedliche Tier- und Pflanzenarten, auch der Kakaoanbau selbst profitiert davon. Der Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln konnte so auf ein Minimum reduziert werden.

In meiner Schokolade steckt also 100% zertifiziert nachhaltiger Kakao.

Mittlerweile wurden für diese Firma über eine Millionen Kakaobäume in der eigenen Baumschule aufgezogen, veredelt und ausgepflanzt.

Natürlich gibt es auch vegane Sorte im Angebot.

Rittersport Pur ohne Muh 🙂

Ja, ich schreibe hier über Rittersport. Eines der wenigen großen Deutschen Vorzeigeunternehmen, die Arbeitsplätze schaffen, ihre Steuern in Deutschland bezahlen, auch die Umwelt und soziales Engagement darüber nicht vergessen und ganz nebenbei erschwingliche und köstliche Schokolade herstellen.

Es sind Unternehmen wie diese, die unser marodes Land noch am Laufen halten.

Daher boykottiere und diskreditiere ich ganz sicher nicht im Chor mit allen anderen Hetzern, die sich darüber echauffieren, dass Ritter Sport sich weigert, bestehende Verträge mit Russland zu brechen, die Arbeitsplätze ihrer Mitarbeiter und aller zugehöriger Lieferanten zu gefährden, weil sie weiterhin Schokolade für russische Kinder liefern.

Sie liefern Süssigkeiten, keine Waffen, wie das andere tun!

Diese unsägliche Hetzkampagne, so viel Dummheit und Parolendrescherei widert mich einfach nur an!

Ich stehe für Ritter Sport und ihre verantwortungsbewussten Entscheidungen. Denn Haltung füllt keine Mägen, bezahlt keine Mitarbeiter, keine sozialen Projekte und forstet zerstörte Wälder nicht wieder auf.

Haltung hilft in diesem Fall einzig den gierigen Konzernen, die längst wie die Geier auf ihre Chance warten, den lästigen Konkurrenten zu schlucken.

Das Unternehmen spendet übrigens sämtlichen Gewinn aus den Erlösen der Russland Lieferungen an humanitäre Hilfsorganisationen und hat sämtliche Investitionen und Werbung in Russland eingestellt.

Ritter Sport… jetzt muss ich leider noch viel mehr Schokolade essen, um die Dummheit der anderen wieder auszugleichen 🙂

#Ritter Sport ❤

Tierschutz

Bertas letzte Reise…die Macht der Propaganda…

Bertas und meine Geschichte ist ein klassisches Beispiel dafür, dass man Ängste und Ressentiments (Vorurteile, Abneigung, das Gefühl der Furcht und Unterlegenheit) durchaus besiegen kann… wenn man das möchte.

Es ist gar nicht so leicht, eine bereits tief verwurzelte Spinnenphobie zu überwinden, die Bedürfnisse und Schönheit eines anderen Lebewesens hinter der eigenen Mauer aus Angst zu erkennen

Insbesondere dann nicht, wenn von den Medien beständig Angst und Schrecken verbreitet werden, gegen Spinnen wird gehetzt, es werden vorsätzlich Ängste geschürt, um Clickbaits zu generieren. So reisserisch, so falsch und verlogen, dass ich mich manchmal frage, ob Journalisten kein Gewissen haben, wenn sie nicht nur in Kauf nehmen, ja förmlich darauf hinarbeiten, dass ihre Artikel, ihre Hetze unschuldige Leben kosten, dass sie vorsätzlich spalten und aufwiegeln.

Berta und ich wurden trotzdem Freunde. Zum Glück kann sie nicht lesen und ich ignorierte die allgemein verbreiteten Schmierereien über Spinnen und bildete mich aus seriösen Quellen weiter.

Das brachte uns beiden Vorteile.

Berta lebte vergnügt in ihrer Yuccapalma … im Winter im Wintergarten und im Sommer im Sommergarten 🙂 und ich verlor meine Angst vor Spinnen.

Manchmal überlegte ich, was ich ihr wohl antworten würde, falls sie in einem unserer nachdenklichen Gespräche fragen sollte, warum bestimmte Tiere, bestimmte Menschen, bestimmte Glaubensrichtungen, Nationen … so verhasst sind und zum Abschuss freigegeben.

Warum die Menschen so gerne bereit sind, Ihresgleichen und auch andere Spezies herabzuwürdigen, abzulehnen und ihnen etwas Böses anzudichten.

Ich habe bis heute keine Antwort darauf.

Aber ich musste daran denken, als ich heute ihre Geschichte schreiben wollte, unsere Letzte … den Rechner hochfuhr und dabei über so viele hässliche Schlagzeilen stolperte, dass es mir wieder einmal unmöglich war, meine Gedanken zu fokussieren, etwas Schönes gegen all diese geistige Gülle, den Missgunst, die Hetze, die Dummheit und den Neid anzuschreiben, der aus fast jedem Artikel trieft und durch die Kommentare beklatscht wird.

Die Menschen gieren schier danach, zu morden, zu bestrafen, zu enteignen und auszugrenzen. Das scheint derzeit das wichtigste Bedürfnis der Masse zu sein.

Vielleicht hätte ich auf Bertas Frage mit einem Zitat von Aldous Huxley geantwortet. Sie war eine kluge Spinne. Klüger, als so mancher Schmierfink, der gerade in einer Redaktion sitzt und sich bemüht, den Hass erneut anzuheizen. Gegen wen auch immer.

Ja, ich denke, Huxleys Zitat hätte Berta gefallen.

„Der sicherste Weg, einen Kreuzzug zugunsten einer guten Sache anzuzetteln, ist, den Leuten zu versprechen, dass sie die Möglichkeit haben, jemanden zu malträtieren.

Mit gutem Gewissen zerstören zu können, sich schlecht benehmen zu können und sein schlechtes Verhalten ‚gerechte Empörung‘ zu nennen – das ist der Gipfel des psychologischen Luxus, der köstlichste aller moralischen Leckerbissen.“

— Aldous Huxley