Seelenmarzipan, Tierschutz

Die Bettelprinzessin

Kennt ihr das Gefühl, zum Jahreswechsel wenn man eigentlich bereits für das nächste Jahrzehnt seinen Anteil an Ärger, Problemen und unguten Gefühlen hatte und inständig hofft, das nächste Jahr wird besser…leichter…anders?

Ich habe gerade mit klammen Fingern Feuer im Ofen gemacht, weil die verflixte Heizung nicht in der Lage ist, einigermaßen Raumtemperatur zu schaffen… und denke dabei natürlich an alle, die gerade frieren und hungern und an den unglaublichen Berg Arbeit, der noch auf Bewältigung wartet, wenn ich ihnen weiter helfen möchte. Artikel (der angenehmere Teil) , Steuerkram, (den ich hasse), Vereinskram (den ich noch mehr hasse) und auch einige wichtige klärende Gespräche, sowohl im Team als mit unseren Partnern, damit die Arbeitsabläufe weiter greifen können. (hasse ich auch!)

Neben diesen Aufgaben gibt es ja noch ein anderes Leben, mein eigenes, das auch nicht gerade langweilig war, 2018 . Nach wie vor knirscht es an vielen Stellschrauben. Mein Köper hat in diesem Jahr wiederholt von der gelben zur roten Karte gewechselt und ich bin ungewohnt eingebremst in manchen Aktivitäten, nach wie vor suche ich mein eigenes, kleines Haus, in dem ich bis ans Ende meiner Tage einen Platz schaffen kann, den buntesten und gemütlichsten „Panic Room“, den eine müde Seele je für sich und ihre Katzen gestaltet hat. Wieder gehen die Gedanken auf Zick Zack Kurs, schweifen ab von gemütlichen Leseecken und Sprossenfenstern, mit Ausblick auf einen Apfelbaum und Rosensträuchern und wandern zu einem Shelter, dessen Kostenplanung noch nicht ganz so ausgefeilt ist, wie meine privaten Budgets und für beide Vorhaben muss 2019 noch eine große Portion Glück bereit halten, damit sie gelingen.

Bis das Holz im Ofen richtig durchglüht und im Arbeitszimmer Wärme verbreitet, sortiere ich die Post. Während im Verein die liebe Claudia über alle Einnahmen und Ausgaben wacht, muss ich das privat natürlich für mich selbst regeln. Gestern war mein Konto gesperrt, der Bankautomat verkündete, dass mein Limit erreicht wäre und ich konnte mich für einen kurzen Moment hinein fühlen, wie es ist…wenn man dringend Futter…Brot…Nudeln…irgendetwas für seine Tiere kaufen möchte und nirgends mehr einen Cent abheben kann. In meinem Fall war es ein Kartenfehler, niemand hatte am Konto manipuliert und es war auch nicht überzogen, trotzdem war ich erst einmal geschockt und ohne Geld. Aber während ich gestern immerhin mit der Gewissheit einschlafen durfte, dass sich das sicher klären lässt, sitzen heute unzählige Tierschützer verzweifelt am Küchentisch und trauen sich nicht vor die Türe, denn dort warten die hungrigen, verfrorenen Straßentiere auf ein paar Brocken Futter… und sie können ihnen nichts anbieten. Heute nicht und auch morgen nicht…vielleicht im nächsten Monat wieder.

Für diese Menschen arbeite ich. Für diese Menschen wurde Frieden für Pfoten ins Leben gerufen. Am 21. Dezember sind es drei Jahre. Seit drei Jahren widme ich jeden Tag den Straßentieren, sind über Nacht alle Straßentiere auf einmal zu „MEINEN Tieren“ geworden. Eine fürchterliche Last im Herzen, wenn man weiss, wie sie leben und sterben müssen, wenn man erst einmal erkannt hat, wie unendlich groß Not und Elend überall sind.

Langsam breitet sich im Zimmer die Wärme aus und ich mache mich an die E-Mails. Ich entschuldige mich für Fehler, die ich gemacht habe, ich entschuldige mich für Fehler, die andere gemacht haben, schlichte Streit, ermutige Teammitglieder, beantworte Fragen und bleibe so defensiv, freundlich, geduldig und zuvorkommend, wie irgend möglich. Jede Hand, jeder Spender, jedes Teammitglied wird benötigt, um unser riesen, riesen Rad weiter am laufen zu halten. Da bleibt wenig Zeit für persönliche Befindlichkeiten, zumindest nicht für meine…ich bin die Bettelprinzessin…die jedem dankbar ist…den Helfern, den Spendern, den Teammitgliedern, den Vereinskollegen, den Gruppen, den Lesern…jedem!!!! Was nicht einmal gelogen ist, das bin ich wirklich, aber manchmal bin ich auch einfach nur müde.

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Dann klingelt es an der Tür. Der Postbote hat ein kleines Päckchen. Ich habe nichts mehr bestellt, die letzten Tage, mein Hausrat ist mittlerweile komplett, für eine provisorische Wohnung sogar äußerst komplett. Der Himmel weiss, wie ich all das jemals irgendwo unterbringen soll, was noch in Kartons verstaut lagert  :-))) …

Neugierig öffne ich die Karte und schaue nach, wer mir die süßen Weihnachtskugeln geschickt hat… Sie ist von Nedde, die nicht nur in unserer Adoptanten Beratung einen wunderbaren Job macht sondern mit allen Aktivitäten eine unglaubliche Bereicherung für unseren Verein darstellt…ICH sollte IHR Dankeschön sagen und nicht umgekehrt.

„Für dich…weil Du immer so viel einstecken musst…“hat sie dazu geschrieben.Ich merke, dass ich gleich anfange zu weinen und wundere mich gleichzeitig, wie akkurat Karma funktioniert.

„Bemerkt eigentlich überhaupt irgendjemand, was ich jeden Tag auf so vielen Ebenen zu bewältigen habe, völlig auf mich allein gestellt …und dabei auch viele Dinge, die für mich komplett neu sind oder die mir Angst machen? Denken alle, nur weil jemand gutmütig ist, entschlossen und ausdauernd, hat er keine Grenzen …und fordern immer mehr von mir ein… mehr Arbeit, mehr Verständnis, mehr Fingerspitzengefühl, mehr Hilfe, mehr ..ALLES…“ …hatte ich mir noch vor ein paar Minuten missmutig überlegt.

Nedde wusste das offensichtlich bereits ein paar Tage vorher, als sie dieses Päckchen gepackt hat und dazu die liebe Karte geschrieben. Und Karma hat am richtigen Tag geliefert.

Ja,  ich wurde zur Bettelprinzessin und muss dafür eine Menge einstecken. Aber ich habe es mir selbst ausgesucht und eigentlich bin ich es gerne… und eine erfolgreiche dazu. Hendrix, der kleine Ziegenbock, der mich von den Weihnachtskugeln anlächelt,  würde mir da zustimmen. Auch sein Happyend konnte nur Dank Frieden für Pfoten geschrieben werden. Aber das ist eine andere Geschichte, die ich bald erzählen werde, jetzt suche ich erst einmal einen schönen Platz für Neddes zauberhafte Kugeln und freue mich eine Runde.

Karma ist schon eine coole Sache ❤

 

 

 

Tierschutz

Faith Tagebuch… das Ende der Geschichte

Liebes Tagebuch…. Long time no see… es ist wirklich schon lange her, dass ich mich gemeldet habe aber ich war schrecklich beschäftigt damit, zu wachsen und musste dann auch noch ein paar sehr interessante Dinge ausprobieren, zum Beispiel Essen, das raschelt.  Mama Martha nannte es „Quittungen“, ich habe das Raschelzeug in ihrer Handtasche entdeckt. Ich fischte es geschickt heraus und spielte ein bisschen damit in der Küche, ehe ich daran herum kaute und dann alles ausspuckte, weil es überhaupt nicht schmeckte.

Mama war kein bisschen böse und gab mir einen Kuss. Wir reden ganz viel miteinander und ich habe sie gefragt, was die Menschen meinen, wenn sie immer über das „Weihnachtswunder“ sprechen. „Was ist überhaupt ein Wunder?“, wollte ich wissen.

Mama Martha stupste mich sanft am Näschen, sagte: „Schau, DAS ist ein Wunder“ und zeigte mir dann ein Bild. Zu sehen war darauf ein winziges, zerbrechliches Wesen, das gerade mal so in eine Hand passte. Eine Maus, vielleicht. „Ist eine Maus ein Wunder?“

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„Nein, das bist Du, als winziges Baby, als Tanta Rena dich zu mir gebracht hat. Dein erster Tag bei mir“ und ihre Stimme klang ganz komisch, als sie mir antwortete.

Ich kann mich kaum an diese Zeit erinnern…doch, vielleicht an die Wärme ihrer Hand…aber als sie mir das erzählt hat, war mir plötzlich klar, warum ich so groß und stark geworden bin. All die wunderbare Liebe von so vielen Ersatz Mamas, obwohl ich am Anfang gar keine hatte, die Liebe von meiner Patin Bettina und die Liebe von so vielen Menschen, die um mich gebangt haben…eure Liebe…all diese Liebe hat ein Wunder bewirkt: Ich lebe und bin schon ein richtig großer Kater (naja, fast…)

Ich wünschte ich könnte dieses Wunder all meinen Brüdern und Schwestern auf der Straße schenken, die gerade verhungern, erfrieren und leiden, weil viele Menschen so gleichgültig sind. Ich wünschte, es gäbe mehr Ersatz Mamas und Paten und gute Menschen, wie die, die mir so viel Liebe geschenkt haben und dann könnten wir gemeinsam Wunder bewirken, für alle, die eines brauchen. Ich wünschte, es gäbe mehr Menschen, wie euch!

Frohe Weihnachten, ihr Lieben ❤

(Ich weiss, es ist noch etwas früh, das zu wünschen aber ich wollte gern der Erste sein, der das tut.)

Euer Faith ❤

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FAITH ❤

 

Thank you dear Martha … for all your love and dedication…for being, who you are ❤

 

Seelenmarzipan, Tierschutz

Karma funktioniert…ein Unfall der kein Unfall war <3

Ich liebe Karma..denn manchmal funktioniert es hart aber herzlich ❤

Rena Gatospito, eine sehr engagierte und großherzige Tierschützerin unserer Schwesterorganisation SCARS, Athen, war wieder einmal mit einigen der kranken Schützlinge in der Tierklinik. Gemeinsam mit ihrer Freundin Martha sammelt sie regelmäßig auf den Pflegestellen ein, wer gerade Impfungen, medizinische Behandlung oder Untersuchungen benötigt und kümmert sich um die kranken Tiere. Beim Verlassen der Praxis stiess sie fast mit einem jungen Pärchen zusammen, die eine große Schachtel vor sich her trugen und daher nicht sahen, dass jemand entgegen kam.

Rena war neugierig und fragte, was denn in der Schachtel sei. Die junge Frau antwortete,  sie hätten da ein Kätzchen, das sie mitten auf einer Strasse gefunden hatten. Es sei von einem Auto angefahren worden. Sie hatten mit ihrem Motorroller dann den Verkehr aufgehalten und den verletzten und schreienden Zwerg eingesammelt. Rena und Martha wünschten dem Pärchen alles Gute und sie  verabschiedeten sich, eilten zum Auto, sie waren wie immer viel zu spät für den nächsten Termin…und fuhren los…bis es ordentlich krachte und hinter ihnen  jemand laut „STOP“ schrie.

Rena stieg aus, lief  hinter ihren Firmenwagen, um zu sehen was passiert war. Sie hatte ein Motorrad umgefahren, der Spiegel fehlte und das Lenkrad hatte sich in den hinteren Stossdämpfer gebohrt.  Rena war völlig aufgelöst. So etwas war ihr noch nie vorher passiert, sie hatte das Motorrad einfach übersehen. Der Besitzer der Maschine hatte sich unerlaubterweise mitten in die Zufahrt gestellt,  wo man kein Hindernis vermuten würde. Nach einer Weile fand sich der Fahrer des Motorrads ein, es war exakt der junge Mann aus der Praxis, mit der verletzten Katze. Hinter ihm war seine Frau… vollkommen in Tränen aufgelöst! Karton hatten sie keinen mehr bei sich.

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Mittlerweile waren sie mit dem Kätzchen vorstellig gewesen und der Tierarzt hatte ihnen erklärt, wie hoch die Kosten für eine Behandlung sein würden. Eine Summe, die das junge Pärchen niemals aufbringen könnte und so entschieden sie sich schweren Herzens dazu, das Tier zumindest schmerzlos zu erlösen. Deshalb also, hatte die junge Frau so geweint. Sie hätten der Kleinen so gerne geholfen.

Rena hörte sich die Geschichte an, ließ die verdutzten jungen Leute mitten im Gespräch stehen und jagte zurück in die Praxis. Was sie nicht wissen konnten:

Das kleine verletzte Kätzchen war durch diesen „glücklichen Unglücksfall“ zum exakt richtigen Timing an die  einzigen beiden Menschen weit und breit geraten, die mit einem glücklichen Lächeln sagen konnten:

„Keine Sorge, wir werden uns darum kümmern, wir haben Freunde, die diese Kosten übernehmen und das Kätzchen ist ab jetzt in unserer Obhut. Alles wird gut <3″

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Anschließend, als die junge Frau ihre Tränen getrocknet hatte, die  zu Freudentränen gewechselt hatten, als Martha erklärte, was Rena gerade in der Praxis macht, einigten sie sich noch gütlich über die Schadensregelung. Selten waren Menschen so glücklich über einen  Auffahr-Unfall gewesen ❤

Die kleine Shira, wie sie heute heisst,  blieb ca. 1 Woche in der Tierklinik. Die Röntgenaufnahmen zeigten ein gebrochenes Becken, das hintere Beinchen ist mehrfach gebrochen und der Darm ist nach außen gedrückt. Sie hat Durchfall und beschmutzt sich natürlich ständig. Trotzdem steht Shiras Krankenkäfig direkt neben Renas Bett…und es geht ihr heute bereits ein wenig besser. Wir drücken fest die Daumen, dass Karma es weiter gut mit ihr meint.

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Dankeschön, liebe Rena, für diese wundervolle (und wahre) Geschichte und für dein großes Herz ❤

 

Seelenmarzipan, Tierschutz

Mama, wo gehöre ich hin? Meine Gedanken zum Spendenmarathon des Tierschutz-Shops

Es ist kuschlig warm in der Küche. Ich habe Kerzen angezündet und Musik angemacht und während ich gedankenverloren auf einem Keks kaue, lese ich immer und immer wieder ein paar Zeilen durch… ich sollte sie vielleicht übersetzen… meine Freundin Martha von SCARS, Athen, hat sie mir geschrieben. Ich fühle mich plötzlich schlecht, weil ich trotz der Wärme die Kälte bis auf die Knochen spüre, die jetzt an so vielen Orten den Tieren auf der Straße in die Glieder schleicht. Wenn es Abend wird, wenn sie den ganzen Tag noch nichts Essbares gefunden haben und die Feuchte und Kälte ihnen die letzten Kräfte raubt…die Hoffnung und den Lebenswillen. Ich weiss, dass sie auch heute keinen Unterschlupf finden werden und zitternd in einer dunklen Ecke, unter einem Busch oder in einem Hauseingang kauern…bis vielleicht eine Fee vorbei kommt, die etwas Futter verteilt.

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Mavropigi…nur zwei haben überlebt…sie waren bereits halb verhungert, ehe wir sie fanden.

Alle unsere Helfer tun das jeden Abend, wenn sie sich auf den schweren Weg machen, den Ärmsten der Armen das Leben auf der Straße etwas zu erleichtern und sie tun das mit dem Futter, das wir ihnen senden. Sonst wäre auch das nicht möglich. Der Spenden Marathon des Tierschutz-Shops, der gerade läuft ist, unsere einzige Chance, als teilnehmender Verein so viel Futter zu erhalten, wie benötigt wird, um alle unsere Tiere  an den Futterstellen in Griechenland über den Winter zu bringen. 30 Vereine dürfen an diesem Marathon teilnehmen und für jeden Verein bedeutet diese Teilnahme …Futter…mit etwas Glück so viel, dass keines der Tiere in Obhut, diesen Winter hungern muss…nicht in den Sheltern und auch nicht auf der Straße an den Futterstellen.

Trotzdem  bleibt die bange Frage: Wird es reichen? Werden die Menschen auch diesmal vertrauen, dass ihre Spenden ankommen? Wissen sie, wie dringend wir auf diese Spenden angewiesen sind und dass tatsächlich jedes Gramm jeder Euro ankommt und bald viele Leben retten wird? Ich hoffe es so sehr, denn obwohl wir in unserem Verein unglaublich viel auf die Beine stellen…ohne die Aktionen des Tierschutz-Shops, die Werbung für unsere Anliegen, Logistik und vor allem Transportkosten ermöglichen, müssten wir an allen wichtigen Stellen einsparen.

Haben wir genügend Futter, können wir die restlichen Spendengelder für Kastration, medizinische Behandlung, für Unterkünfte, Hütten, Futterspender, Adoptionsvorbereitungen, Impfungen und andere wichtige Dinge verwenden. Haben wir genügend Futter, können wir immer wieder noch armen Einzelkämpfern, verzweifelten Rentnern, engagierten Helfern, zusätzlich zu unseren laufenden Projekten unter die Arme greifen, können wir ihren Tieren Leben und ihnen, Hoffnung schenken.

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Faith… in einem Beutel mit Flüssigkeit im Müll  entsorgt…er hat überlebt ❤

Ich öffne den Link zu unserer Spenden-Wunschliste und stelle erleichtert fest, dass sich langsam aber sicher, der Zähler der benötigten Menge annähert und bin so unendlich dankbar, dass wir dabei sein dürfen. Wir werden es schaffen…bald werden wieder voll beladene Trucks Richtung Griechenland rollen und dort von den ehrenamtlichen Helfern mit Tränen in den Augen in Empfang genommen werden. Tränen der Dankbarkeit, die die Spender selten zu sehen bekommen. Oh, ich wünschte, sie wüssten, wie kostbar ihre Geschenke sind… Sack für Sack, Dose für Dose…nicht nur für die Tiere sondern auch für die Menschen, die ihr Leben den Straßentieren widmen. So wie ich ❤

Dann übersetze ich doch Marthas Zeilen, schreibe ihr, dass alles gut wird und hoffe, auch für  den armen Spiro wird alles gut…irgendwann…irgendwie…und es war noch nicht zu spät, ihn von der Straße zu holen…

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Spiro…er kämpft noch ❤

 

„Mama…wo gehöre ich hin? Sie sagen, Zuhause ist da, wo man willkommen ist. Aber ich war niemals irgendwo willkommen. Mama, wo ist mein Zuhause? Ist es dort, wo ich ich hingehe, wenn ich meine Augen schließe, der ferne Ort, wo ich keinen Hunger und keine Schmerzen mehr spüre und auch nicht mehr einsam bin? Oder ist mein Zuhause da, wo meine Augen von Eiter verklebt sind, wo ich Druck auf den Lungen habe und kaum noch atmen kann, auch nicht mehr essen, weil mein Mund so weh tut und wo alle Menschen mich verachten?

Gestern brachte man mich von der Straße weg an einen Ort, der sich „Pflegestelle“ nennt. Überall gab es Futter und ich wusste gar nicht, was ich davon essen sollte…also aß ich gar nichts. Es gab ein Bettchen für mich, so groß und weich, dass ich gar nicht wusste, wohin ich mich legen sollte…also schlief ich am Boden und selbst da gab es überall Kissen für mich. Aber ich bin immer noch verwirrt. 

Mama…wenn du mich hören kannst, wo auch immer du jetzt bist…Wo ist mein Zuhause? Ist es da, wo ich bin, wenn ich die Augen öffne oder sollte ich an den friedlichen Ort gehen, den ich nur erreiche, wenn ich meine Augen für immer schließe? Wohin soll ich gehen, Mama…wohin?“

(Martha Politis Athanassiou von SCARS, für Spiro) 

 

Falls ihr ein Päckchen für Spiro und alle anderen Fellchen unserer Partner in Griechenland packen möchtet…hier geht es zum Link. Dankeschön!!!!

https://www.tierschutz-shop.de/wunschliste/frieden-fuer-pfoten-peace-for-paws-e-v/

 

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Dankeschön an alle lieben Spender und an das wunderbare Team des Tierschutz-Shops für den Spendenmarathon 2018, der so viele Leben retten wird ❤

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Herzlichst

Bettina

Ein Päckchen packen von unserer Wunschliste, einfach hier klicken ❤

Seelenmarzipan, Tierschutz

Weil Du es mir wert bist …

Liebe Lotta,

als ich das erste Mal mehr über Dich erfuhr, war ich erstaunt…Hübsch und anmutig fand ich euch Gänse schon immer aber ich hatte keine Ahnung, wie liebenswert und intelligent ihr seid. Ihr bleibt eurem Partner ein Leben lang treu, ihr trauert, wenn euer Partner oder ein Mitglied eurer Gänsefamilie stirbt,  eure soziale Intelligenz ist erstaunlich und wenn ein Mensch sich die Zeit nimmt, euch etwas Aufmerksamkeit zu schenken, dann wird er feststellen, wie ihr durch unterschiedliche Laute und Bewegungen miteinander kommuniziert, wie fürsorglich ihr euch um Schwächere in der Gruppe kümmert, wie liebevoll ihr den Nachwuchs groß zieht und wie gerne ihr badet, die meiste Zeit im Wasser verbringt und frisches Gras auf der Wiese zupft …wenn man euch lässt.

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Seit Gänsebraten, Daunen, Gänsestopfleber und Co das Einzige sind, was die meisten Menschen mit euch verbinden und dabei völlig außer Acht lassen, wer ihr seid und wie ihr eigentlich leben möchtet, seit ihr eigentlich nur noch in Massenhaltung vegetiert, gibt es die Gänsemama, die schützend ihre Flügel über den Nachwuchs ausbreitet, nur noch im Märchenbuch.

Etwa eine Million Gänseküken schlüpfen jedes Jahr in Deutschland aber das sind nur ca 15 Prozent des „produzierten Gänsefleisches“.  Der Löwenanteil kommt aus Ungarn, Polen und 95 Prozent der weltweiten Gänse leiden und sterben in China unter Bedingungen, die so grauenhaft wie unfassbar sind.

„Intensive Gänsehaltung“ nennt sich das Ganze, wenn Tausende Tiere in geschlossenen Ställen niemals Tageslicht oder gar das geliebte Wasser zu sehen bekommen. Auch Käfige mit Spalten und Gitterböden sind üblich und eure schmerzhaften Beinverletzungen werden dabei gerne in Kauf genommen, der Verbraucher weiss das nicht…und selbst wenn er es wüsste… wie bei allen wirtschaftlich genutzten Tieren steht einzig der Gewinn im Vordergrund, Geiz ist geil…

Da sich unter solchen Bedingungen auch Tiere nicht unbedingt wie gewünscht vermehren, wird künstliche Besamung eingesetzt. Ihr werdet an Flügeln, Kopf und Hals fixiert, eure Angstschreie hört niemand. Der »Inseminator« führt das Besamungswerkzeug entlang seines Fingers in die Kloake ein. Auch wenn die Geschlechtsteile bei eurer Gattung „Kloake“ genannt werden, sie bleiben trotzdem verletzlich und empfindsam und daher wehrt ihr euch gegen den Schmerz. Daher gibt es noch ein „verbessertes Verfahren“ wo ihr auf den Rücken gedreht und fixiert werdet.  Züchter wissen, dass ihr dann aus Angst regelmäßig Kot absetzt, was die Gefahr für Infektionen erhöht aber dafür gibt es schließlich Antibiotika. Ausbrüten dürfen die Gänsemütter ihre Eier natürlich auch nicht, das übernehmen Automaten.

Um noch mehr Bruteier zu erhalten, verdunkeln einige Gänsezuchtbetriebe die Ställe für einen ganzen Monat. Ihr lebt einen ganzen Monat in völliger Dunkelheit. So versuchen sie, eine zusätzliche Legeperiode zu stimulieren. Man schreibt dazu, es wird vermutet, dass diese „Massnahme“ euer Wohlbefinden als „Augentiere“ beeinträchtigt. Ja, das vermute ich auch, 30 Tage im engen Stall in der Dunkelheit…was soll man dazu sagen?

Gänsestopfleberproduktion ist in Deutschland zwar verboten aber für den Gaumenkitzel wird eure krankhaft vergrößerte Leber einfach importiert und schon ist das Problem gelöst. Gleich über der Landesgrenze darf dann deinen Leidensgenossen mittels eines Rohrs jeden Tag so viel Nährbrühe in den Magen gepumpt werden, bis der Magen platzt oder die Schnäbel brechen oder bis sie einfach vor Angst schier wahnsinnig werden, wenn sie jeden Tag in dem engen Käfig, bewegungsunfähig am Hals eingezwängt, auf die nächste Folter warten müssen, bis der Tod sie erlöst. Viele Tiere sterben lange vor der eigentlichen „Schlachtreife“ und dieser Tod ist eine Gnade, wenn man bedenkt, welche Torturen sie erdulden müssen, bis die Leber so verfettet und aufgeschwollen ist, dass sie den Ansprüchen des Gourmets auf dem Teller genügt.  Fast jeder weiss, wie Gänsestopfleber produziert wird…aber …so leid es mir tut…den meisten ist das gleichgültig. Sie finden, ihr Genuss ist euer Leiden wert.

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Die „Delikatesse der Verzweiflung“ :Gänsestopfleber Bildquelle: PETA

Als ich dann noch lernte, dass Federn und Daunen auch lebenden Gänsen ausgerupft werden, war ich erst einmal sprachlos. Gänse in der Stopfleberproduktion werden meist vor Beginn der Zwangsfütterungsphase und Zuchtgänse insgesamt sogar bis zu 15 Mal in ihrem Leben zu diesem Zweck genutzt.

Werden euch noch durchblutete Federn aus der Haut gerissen, entstehen blutige Verletzungen der Haut und große Schmerzen. Das Ganze erfolgt im Akkord und man kann sich vorstellen, wie dabei mit euch umgegangen wird, wenn ihr vor Angst und Schmerzen kreischt,  sechs bis zwölf Minuten pro Gans… da kann schon einmal ein Flügel brechen…oder ein Beinchen… es läuft als Kollateralschaden mit.

Aber noch schlimmer ist das maschinelle Rupfen. Es führt zu schlimmen Hautverletzungen und Schmerzen. Das Ausrupfen der Rückenfedern ist besonders schmerzhaft, denn dafür ist ein größerer Kraftaufwand, ein gewisses Maß an Brutalität nötig. Anschließend werden die klaffenden Fleischwunden meist ohne tierärztliche Kontrolle und Schmerzmittel grob genäht.  Das ist in der EU eigentlich verboten. Dennoch ist diese Praktik in einigen europäischen Ländern Europas, Ungarn, Polen…immer noch üblich.

Aber die Menschen sorgen sich auch um euch, oder besser gesagt, um euer kostbares Gefieder. Am Abend vor dem Rupfen gibt es kein Futter mehr. Das soll verhindern, dass ihr vor Angst und Schmerz erbrecht oder unkontrolliert Kot absetzt und das Gefieder verschmutzt.

Es ist…wie so vieles,… eigentlich verboten, euch für diese schlimmen Prozeduren an Hals oder Flügel zu tragen aber passiert ständig und ihr verbringt dann den Rest eurer Tage mit schmerzhaften Fehlstellungen, ausgerenkten Gliedern und herunter hängenden Flügeln. Denn wenn ihr euch aus Angst und Panik wehrt, biegt man euch brutal den Kopf unter den Körper. So seid ihr wehrlos. Das führt bereits vor dem eigentlichen Rupfen zu  Stress, schweren Verletzungen und Knochenbrüchen.

All das tut mir wahnsinnig leid, liebe Lotta. Und ich denke, ich muss Dir nicht extra versichern, dass ich seither…seit ich all das erfahren habe, …weder Gänsebraten noch Daunen und schon gar keine Stopfleber konsumiere… weil Du es mir wert bist!

Ich versuche den Menschen nahe zu bringen, welches unendliche Leid das „Ganserl Essen“,  die  „Martinsgans“, die Daunenjacke und vor allem die Gänsestopfleber bedeutet …und ich schäme mich dafür…was wir Dir und deinen wunderschönen, intelligenten und liebenswerten Artgenossen antun… „Weil wir es uns wert“ sind und weil ihr keine Stimme habt. Lass mich Deine Stimme sein, Lotta… vielleicht hört uns jemand  ❤

 

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Weil DU es mir wert bist ❤

Info/Quelle:  PETA, Albert Schweizer Stiftung

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Quelle. PETA Stopfen für Gänsestopfleber
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Quelle: PETA :  Daunen
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Quelle: Vier Pfoten/Greenpeace ( Martinsgänse)
Tierschutz

Wenn ich die Weihnachtsfee wäre… Gedanken, die ich besser für mich behalten sollte…

Gut, dass ich nicht zaubern kann…

Ich gehe durch die Stadt und sehe fast an jedem Mantel einen Pelzkragen … jeder der Träger hat irgendwann schon einmal gehört, wie unsäglich die Tiere für diesen modischen Firlefanz gequält werden…es ist ihnen egal.
Ich lese entsetzt den Menu Vorschlag für ein Weihnachtsessen, wo tatsächlich Gänsestopfleber auf der Karte steht, und bekämpfe den Wunsch, dem Befürworter solcher „Genüsse“ das Rohr in den Hals zu stopfen, ihm den Gourmet Magen mit einer widerlichen Brühe zu füllen, bis er platzt (was sehr oft bei der Zwangsmast mittels Rohr in den Hals bei den Gänsen passiert, auch die Schnäbel brechen regelmäßig, durch die rohe Gewalt). Natürlich geht es mir bei dieser Metapher nicht darum, wirklich jemanden leiden zu lassen … es geht um den Wunsch, MIT-Gefühl zu erzeugen, wenn die Vorstellungskraft der Verursacher von unnötigem und grauenhaften Leid offensichtlich nicht dazu ausreicht, …wenn sie selbst nicht in der Lage sind, sich gedanklich in die Situation der Leidenden zu versetzen… Was wäre, könnte man ihnen diese Empfindungen kurz in den Kopf zaubern?

Wäre ich die Weihnachtsfee, würde ich für einen ganz kurzen Moment zaubern, dass der Gourmet das Leid am eigenen Leib spürt, das die Gans ihr Leben lang jeden Tag erdulden muss. Unsägliches Leid, für ein paar lumpige Bissen „Genuss“.

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Quelle. PETA

Ich wünschte, ich wäre die Weihnachtsfee und hätte so viel magische Kraft, um die Menschen nur für einen kurzen Moment selbst fühlen zu lassen, wie es ist, sich panisch vor Angst gegen die Käfigwände zu drücken, hilflos, schutzlos, in Erwartung des nächsten Schmerzes, der nächsten Tortur, die jeden Tag regelmäßig stattfindet, bis die Leber krankhaft genug angeschwollen ist , um als „Gänsestopfleber“ zu dienen, nach der Schlachtung.

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Gänsestopfleber Masthaltung Quelle: PETA

Wäre ich die Weihnachtsfee, würde ich gerne den Zauberstab schwingen und alle Käufer eines Pelzkragens nur für ein paar Stunden mit nackten Fussohlen in einen nackten Drahtkäfig setzen, der ihnen nicht einmal aufrechte Haltung erlaubt und die Füße zerschneidet (man tut das, damit die Exkremente durch den Draht hindurch fallen), und sie dabei die Todesschreie ihrer Mitinsassen hören lassen, wenn diese mit einer Drahtschlinge oder mit Elektroden im After getötet werden, wenn ihre Eingeweide bei lebendigem Leib verschmoren … bis sie sterben…wenn sie Glück haben, denn sonst werden sie anschließend noch lebendig gehäutet. Ihr Pelzkragen hat sein gesamtes Leben so verbracht. Tiere empfinden Schmerz und Angst exakt wie wir Menschen.

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Ein Pelzkragen …vor der Verarbeitung… hier verbringt er sein gesamtes Leben! Quelle: PETA

Es wäre sicher eine spannende Erfahrung, sich kurz einzufühlen, was man den wehrlosen Tieren durch völlig überflüssigen und gedankenloses Konsumieren antut.

Oh, ich wüsste, was ich täte, könnte ich die Menschen auf diese Weise wachrütteln,   meine Gedanken sind vielleicht  nicht sehr vorweihnachtlich, für manche vielleicht sogar schockierend…aber bei genauerer Betrachtung sind sie näher am Weihnachtsgedanken, des Mitgefühls (dem Einfühlen in andere, Schwächere,  die ohne Stimme und ohne Wert für unsere Gesellschaft sind) als so mancher frommer Spruch in der Vorweihnachtszeit, als all die leeren Worthülsen von Liebe und Besinnung, … ausgesprochen von Menschen, die nicht einmal die perfideste, grauenhafteste und vor allem überflüssigste Tierquälerei abschreckt, um ein modisches Accessoire oder einen Gaumenkitzel zu konsumieren. Weil sie es sich wert sind… und weil die Wehrlosen und Schwachen in ihren Augen eben NICHTS wert sind!

Man muss kein Tierschützer sein, um das abstoßend und unverständlich zu finden…nur „Mensch“!
Der Jesus, dessen Geburt sie freudig feiern, würde sie aus tiefster Seele verachten und bedauern, für ihre Gefühlskälte und Dummheit!

Frohes Fest…

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Aufreger, Lifestyle, Seelenmarzipan

Warum ich keinen erotischen Adventskalender möchte…

Ob ich auch schon einen „Amorelli“ Erotik Kalender habe, wurde ich kürzlich gefragt. Da ich kaum Fernsehen sehe und daher auch erfreulich wenig Werbung, musste ich mir erst erklären lassen, was es mit diesem Kalender auf sich hat, der derzeit offensichtlich in jeder Gesprächsrunde und auf vielen Nachttischen zu finden ist. Ein Erotik Adventskalender, wurde ich belehrt, ein Adventskalender, gefüllt mit „hochwertigen erotischen Geschenken, für SIE und IHN. Als ich den Preis hörte, war ich neugierig, was Frau für dieses Sümmchen wohl hinter den Türchen verborgen findet und googelte mich durch das bunte Angebot der Adventskalender „für Erwachsene“… sie scheinen derzeit sehr beliebt zu sein.

Ich glaube, ich wäre fürchterlich verärgert, würde mir ein Mann dieses Sammelsurium aus Kondomen,  Plastik Sex Toys, Vibratoren, Batterien, Ladekabel, unpersönlicher Dessous und Gleitcreme, samt  „Bondage-Set für Anfänger“ als Geschenk offerieren. Dazu noch die online Anleitungen, wie das Ganze perfekt (und korrekt) eingesetzt werden kann  … unter dem Motto:, „wertvolle Anregungen“, um mein Sexleben zu optimieren…Geht´s noch etwas peinlicher??? Ist so ein Kalender nicht eher eine Bankrotterklärung für das aktuelle Sexualleben der Käufer?

Dessous… um mit dem Artikel zu beginnen, der mich noch am ehesten angesprochen hat …Dessous werden individuell ausgesucht und gekauft, wenn man auch der Trägerin eine Freude damit bereiten möchte. Irgendwelche No – name, „fit for all“ Teile hinter einem Türchen entsprechen eher nicht meiner Vorstellung von individuell und liebevoll aussuchen, zumal das gemeinsame Einkaufen auch bereits ein Teil der Freude ist…

Vibratoren, dazu eine Wagenladung Netzteile und Batterien, samt Gebrauchsanleitung … kann man mögen… ich denke nach wie vor, dass es nichts gibt, was ein Apparat besser könnte, als gefühlvolle Lippen, Zungen oder Finger … kommt das Ganze noch in Knallfarben daher und benötigt erst ausgiebiges Studium  einer Gebrauchsanleitung …sinkt mein erotisches Level alleine bei dem Gedanken daran in ungeahnte Tiefen… und Kondome mit Fruchtgeschmack hinter den Türchen eines Adventskalenders, tausche ich jederzeit gerne gegen Marzipan Pralinen 😉 .

Auch alle anderen Gimmicks in diesen Kalendern, wie Gleitgel, Massageöl und Duftkerzen kauft man meiner Ansicht nach, wenn man es kauft, doch lieber ganz nach dem individuellen Geschmack, gerne auch etwas hochwertiger und zu einem anderen Anlass. Ob die Anfänger Variante für Bondage Fans unbedingt in einem Adventskalender so optimal aufgehoben ist, sei dahin gestellt. Besinnliche und vorweihnachtliche Gefühle verbinde ich jetzt nicht gerade damit aber das ist ja auch nicht Sinn der Sache.

Sinn der Sache ist, mit billigen Artikeln für einen überhöhten Preis, dem Käufer dieser Kalender die Illusion zu vermitteln, sie wären wahnsinnig trendy, hip und begehrenswert. So gesehen, sind 150 Euro eigentlich ein kleiner Preis für so viel Illusion…

Liest man die Produkt Bewertungen, scheinen auch einige Käufer dieser Meinung zu sein. Es war sicher sehr „weihnachtlich“ in den jeweiligen Schlafzimmern 😉

Voll enttäuscht, habe viel mehr erwartet. Warenwert ist bestimmt nicht mal die Hälfte vom Preis… Womanizer mit nicht aufladbaren/ersetzbaren Batterien und einem Gutschein für Premium Produkt… WTF?

Eine sehr schöne Idee, wie man seine Liebe auf andere Weise, 24 Tage und Türchen lang zelebrieren könnte,  habe ich dann bei meiner Recherche auch noch gefunden:

Einen Adventskalender  mit 24 Liebesbotschaften, die vom Schenkenden individuell von Hand ausgefüllt und ergänzt werden. Ich könnte mir vorstellen, dass das Öffnen solcher Türchen und das Lesen solcher Liebesbotschaften, aphrodisierender und  anregender für erotische Stunden wirkt, als jeder Plastik „Womanizer Premium“, mit einem extra Satz Batterien“ … nur so eine Idee 🙂

ich liebe dich