Veröffentlicht in Tierschutz

Kann man im Tierschutz eigentlich noch irgendjemandem vertrauen? 2ndHell4Cats

Ich vertraue niemandem mehr, wenn es darum geht, ein Tier abzugeben.

Selbstauskunft. Persönliches Gespräch und dann eine umfassende Vorkontrolle vor Ort. Ohne Ausnahme. Selbst wenn aus unserem Verein , selbst wenn ich ein Tier adoptieren würde, gäbe es dieses Procedere, das selbstverständlich sein sollte und leider von vielen manchmal aus blindem Vertrauen heraus, fahrlässig gehandhabt wird. Auch ich habe einst vertraut.

Wie es für die Tiere ausgehen kann, wenn man sich nicht mehrfach absichert, erleben Aktive jeden Tag. Trotzdem konnte ich einfach nicht glauben, was ich sah, als ich fassungslos die Bilder und Videos betrachtete, das Katzen zeigte, in ziemlich schmuddliger Umgebung (vorsichtig ausgedrückt), krank, mager, mit Wunden und Pilzbefall, entzündeten Augen und apathisch. Der Augenzeugenbericht dazu war noch dramatischer und das schlimmste daran…diese Einrichtung ist ein eingetragener Verein, dessen Mitglieder als renommierte Tierschützer auftreten und die , hätte mich jemand gefragt, über jeden Zweifel erhaben schienen. Deshalb empfahl ich sie einer syrischen Freundin auch als Adoptanten und Pflegestelle.

Mittlerweile ist mir aus sicherer Quelle bekannt, dass sie bereits in der Vergangenheit amtstierärztlich auffällig waren, niemand hat jemals etwas davon berichtet und gerade ist dort auch der Amtstierarzt wieder tätig. Ob die Tiere aus diesen Verhältnissen herausgeholt werden können, ist zu bezweifeln. Es werden Auflagen verhängt und abgewartet. Man kann einzig im VORFELD verhindern, dass Tiere, die bereits die Hölle hinter sich haben, nicht geradewegs in die nächste Hölle geschickt werden..in bester Absicht.

Rechtlich ist es sehr schwierig, mit derartigen Fällen in die Öffentlichkeit zu gehen. Es dürfen keine Namen genannt werden, prangert man derartige Zustände an, wie es eigentlich passieren müsste, damit alle gewarnt sind, läuft man selbst Gefahr, sich strafbar zu machen.

Daher kann ich an dieser Stelle den Verein nicht nennen, der sich laut eigenen Angaben ganz besonders um behinderte Katzen kümmert.

Bitte prüft für alle eure Schützlinge immer persönlich und vor Ort nach, wohin ihr sie nach der Rettung gebt und habt den Mut, Unregelmäßigkeiten offen auszusprechen. Es ist unschön und erfordert Mut. Aber ihr seid die einzigen, die Abhilfe schaffen können und Sorge tragen, damit Pflegestellen und Vereine, genau wie private Tierschützer gründlich unter die Lupe genommen werden, und schwarzen Schafen das Handwerk gelegt.

Tier Messies, Animal Hoarder und/oder  psychisch angeschlagene „Tierschützer“ sind viel verbreiteter als man denkt und auf den ersten Blick und an ihren tadellosen Internetauftritten nicht zu erkennen. Ich wünschte, ich hätte diese Information bereits vor einem Jahr gehabt!

Veröffentlicht in Tierschutz

Das Kreuz mit den Spenden im Tierschutz…wofür spenden, wieviel…und warum???

Wenn ich eines in der Zeit gelernt habe, in der ich versuche, Projekte, Aktivisten und Tierheime zu unterstützen, die sich aktiv für Tiere einsetzen, dann die traurige Tatsache, dass für so ziemlich alles Geld vorhanden ist in diesem Land, nur nicht für Tiere…aber vor allem, dass gerade die effektivsten Maßnahmen am wenigsten unterstützt werden.

Die einfache Formel lautet: Leid zu verhindern ist sinnvoller (und effektiver) als bereits entstandenes Leid zu lindern. Würde man nach diesem Prinzip verfahren, dann müssten alle Projekte, die sich im In- und Ausland der Kastration widmen, ganz besonders tatkräftig unterstützt werden.

Aber weit gefehlt. Mit dem Bild eines verletzten Hundes oder einer kranken Katze, erreiche ich wesentlich mehr mitfühlende Seelen, die bereit sind, einen kleinen Beitrag zu spenden, als mit den Bildern oder Berichten einer Kastrationsaktion. Obwohl jede Kastrationsaktion hundertfaches Leid, hundert Bilder eines kranken, halbverhungerten oder misshandelten Tieres von der Straße verhindern kann. Daher versuche ich für unsere eigenen Projekte, das Ganze etwas zu mischen. Die liebevoll erstellten Berichte von den Einzelschicksalen helfen nicht nur dem betroffenen Tier, Behandlung und eine Chance zu erhalten sondern finanzieren mit etwas Glück nebenbei noch das eigentlich  „Wichtigste“, kontinuierliche und systematische Kastrationsprojekte, denn nur sie werden mittel- und langfristig gewährleisten, dass die schrecklichen Bilder weniger werden. Logisch, oder???

Gerade im Auslandstierschutz gibt es einige sehr fragwürdige Organisationen und Privatleute, deren Spendenaufkommen ich fast neidisch beobachte, zumal ich oft ziemlich sicher weiß, wo dieses Geld landet, bzw , wo es NICHT landet und daher wird jedes von uns geförderte und beworbene Projekt vorher akribisch auf Seriosität geprüft.

Manchmal verzweifle ich schier an der Tatsache, warum trotzdem so wenig Menschen spontan bereit sind bei uns zu unterstützen, während unseriöse Schreckensbilder (oft gibt es die Tiere gar nicht, die Aufnahmen wurden von anderen Aktivisten gestohlen oder die Tiere nur fotografiert und dann sich selbst überlassen)  mancher Organisationen täglich große Spendensummen generieren. Überhaupt ist manchen nicht bewusst, wie mühselig und zeitintensiv Spenden „erbettelt“ werden müssen, wenn ein kleiner Verein (und das sind wir!) jeden Tag aufs neue, viele Schützlinge, Notfälle und Projekte versorgen möchte, oder muss. Jedes „Nein“ das ich auf eine verzweifelte Anfrage nach Hilfe aussprechen muss, weil einfach das Geld fehlt, bricht mir schier das Herz. Alle unsere Aktiven im engeren Kreis sind bereits längst über die eigene Schmerzgrenze der Spendenmöglichkeit gegangen.  Es bleibt mir nur, für neue Projekte immer und immer wieder zu appellieren…mit teilweise sehr unbefriedigenden Ergebnissen.

Vielleicht ist vielen Lesern meiner Beiträge gar nicht bewusst, wie eng es finanziell aussieht. Oft schreiben uns liebe Spender fast eine Art Entschuldigung zu ihrer Überweisung, dass sie bedauern, „nur“ 10 Euro spenden zu können, dabei ist jeder Cent ein Segen und ich würde gerne jedem versichern, wie froh wir sind, genau diese 5 oder 10 oder 15 Euro zu erhalten. Wir haben weiter keinerlei Einkünfte als diese Spenden aber mittlerweile ein riesen Rad zu drehen, auf der einen Seite die Futterstellen, dann die Kosten der medizinischen Versorgung, die Nothilfen für Einzelanfragen von Privatleuten und kleinere Orgas im Ausland, immer geht es dabei um Leben oder Tod der betroffenen Tiere und natürlich…die wichtigen Kastrationsprojekte. Wenn dann über die notwendigsten Mittel für unsere Partnerorgas hinaus noch neue Notfälle hereinbrechen, und das passiert täglich, wird es verdammt eng!

Ich kenne niemanden mit einem Herz für Tiere, dem die grauenhaften Bilder und Schicksale der Straßentiere aus Rumänien nicht unter die Haut gehen. Jeder möchte und fordert Veränderung. Wenn dann aber jemand etwas tut, gibt es kaum Unterstützung. Laura Fincu ist einer der wunderbaren Menschen, die es nicht beim Jammern beließen, sie hat sich die Ausbildung und die Mittel erkämpft, eine Kastrationsklinik zu führen und ein Tierheim dort zu erbauen. Nun steht sie finanziell vor dem AUS. Die immense Aufgabe ist  einfach nicht mehr ohne weitere Hilfe zu bewältigen. Ihr wunderbares Projekt, das unzählige Tiere jedes Jahr vor einem schlimmen Schicksal bewahrt, das so viele Happyends schenkt und die äußerst wichtigen Kastrationen in großem Stil durchführt…es wird einfach sterben.

Ich hatte über sie auf unserer Vereinsseite Seite berichtet und um Hilfe gebeten. Reichweite des Aufrufs waren ungefähr 40.000 Menschen. Spendeneingang ganze 15 Euro und das, was wir im internen Kreis des Vereins privat möglich machen konnten. Die Zeiten sind nicht einfach, aber warum fast nur die Menschen spenden, die es sich eigentlich gar nicht leisten können und warum die „Besten“, weil nachhaltigsten Projekte zwar meist „Zustimmung“ finden aber ansonsten mit Spendenbeiträgen ignoriert werden…das fällt mir schwer zu verstehen.

Mein Herzensprojekt ist nicht in Rumänien sondern in Griechenland, wo eine Handvoll Menschen bei SCARS Athen mit mir jeden Tag intensiv daran arbeiten, sowohl die Pflege und Adoption der Schützlinge als auch Kastrationsprojekte mittels Öffentlichkeitsarbeit finanziell zu gewährleisten. An dieser Stelle ein riesen Dankeschön an alle, die uns dabei so wunderbar unterstützen! Unser Team und unsere treuen Unterstützer sorgen mit viel Einsatz und Herzblut dafür, dass mittlerweile fast jedes Tier, jeder neue  Notfall die Versorgung erhalten kann, die nötig ist.

Trotzdem hat mich der Fall der Tierklinik von Laura Fincu sehr nachdenklich gemacht und ich wünschte, auch ihre Arbeit würde die Wertschätzung erhalten, die sie verdient. Vielleicht findet dieser Beitrag doch zu dem ein oder anderen, dem die Strassentiere in Rumänien am Herzen liegen und der Laura Fincus Project nicht sterben lassen möchte. Auch zwei Euro Spende summieren sich, wenn nur genügend mitmachen ❤

Spenden könnt ihr direkt an Laura unter :
PAYPAL: contact@strayanimalrescue.org
Bank
Laura Fincu
Euro: RO68INGB0000999903045584
SWIFT Code: INGBROB PAYPAL: contact@strayanimalrescue.org

oder unter dem Kennwort RUMÄNIEN an Frieden für Pfoten. Wir leiten gerne weiter. DANKE

Unsere Bankverbindung:
Frieden für Pfoten e.V.

Kennwort Rumänien
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oder via:

https://www.youcaring.com/straydogs-801317

Veröffentlicht in Aufreger, Tierschutz

AfD, CDU und die Kaninchen,…

Den wenigsten dürfte bekannt sein, unter welch grauenhaften Bedingungen Kaninchen in den meisten Mastbetrieben EU weit vegetieren müssen. Bis 2019 sind enge Käfige mit Gitterböden, die in die Pfoten der Tiere einschneiden noch Standard. Mit perforiertem Boden sogar bis 2024. Doch selbst dann ist der Platz pro Tier noch lächerlich gering. Viel zu gering!

In den engen Gitterboxen hat  Tier rund ein DIN-A4-Blatt zur Verfügung. Ein Leben auf schmerzhaftem Drahtboden und auf ein paar Zentimetern eingepfercht.

Die Zustände, die bei Kontrollen in vielen Mastbetrieben vorgefunden werden, sind einfach nur als grauenhaft zu beschreiben.

„Eingepfercht in kleinen Drahtgitterkäfigen, die empfindlichen Pfoten drücken sich durch die Bodengitter, sie können sich in ihren Gefängnissen weder aufrichten noch herumlaufen, sie haben entzündete Augen, Verletzungen, abgebissene Ohren…

In den Mastbetrieben dominiert die Käfighaltung, die vergleichbar ist mit der in Deutschland noch bis vor kurzem praktizierten Haltung von Legehennen in Käfigbatterien. Die oft mehrstöckig übereinandergestapelten Metallkäfige sind von allen Seiten einsehbar und bieten den Kaninchen weder Rückzugs- und Versteckmöglichkeiten noch sonstige Strukturierung – lediglich Trink- und Fressvorrichtungen sind vorhanden.

Der Gitterboden (bestehend aus Metall, Holz oder Kunststoff) ist ohne Einstreu, was beim ständigen Stehen und Sitzen der Tiere auf dem Gitter häufig Wunden an ihren Läufen verursacht. Zudem wird den Tieren kaum Platz zugestanden: Die Käfige weisen üblicherweise eine Höhe von 30-40 cm auf und enthalten Gruppen von bis zu 8 Tieren. Jedem einzelnen Kaninchen steht in der Endmast nur ca. 800 cm² nutzbarer Raum zur Verfügung: dies entspricht der Fläche von ca. einem DIN-A4-Blatt plus fünf EC-Karten. In dieser Enge können sich die Tiere weder aufrichten noch natürlich fortbewegen, weshalb ihr Bewegungsapparat verkümmert

(Quelle/Abert -Schweitzer Stiftung )

kaninchenmast2

Das EU-Parlament hat kürzlich bereits für ein Verbot der engen Käfighaltung gestimmt. Doch nur die EU-Kommission kann letztlich darüber bestimmen. Leider gibt es bei Jean-Claude Junckers Behörde kein Interesse an einem europaweiten Verbot. (Das berichtet Stefan Eck, ein leidenschaftlicher Kämpfer für verbesserte Haltungsbedingungen der Kaninchen. Er hat den Antrag für das Käfigverbot gegen den Widerstand der Konservativen durchs Parlament gebracht.)

Äußerst interessant war das Abstimmungsverhalten der Parteien, als es darum ging, dieses Verbot auf den Weg zu bringen.

Sicher wird es kaum überraschen, dass nach den Berichten und den grauenhaften Bildern die Stefan Eck präsentierte, 2/3 der Abgeordneten für ein Verbot der engen Käfighaltung stimmten. Von den deutschen Abgeordneten haben einzig CDU/CSU und AfD  ihre Empathie für wehrlose Mitgeschöpfe wieder einmal Zuhause gelassen und stimmten gegen eine Verbesserung der unwürdigen Haltungsbedingungen. Erstaunlich, da doch besonders die AfD in ihrem Grundprogramm vollmundig behauptet, Tierschutz wäre ihnen wichtig. ..die AfD setzt sich „für eine mitfühlende und würdevolle Behandlung aller Tiere ein“.

Stefan Eck berichtet auf seiner FB Seite folgendermaßen:

Im Vorfeld des im EU-Parlaments heiß diskutierten Initiativ-Berichts „Mindestanforderungen für den Schutz von Nutzkaninchen“ schrieben tausende Tierschützerinnen und Tierschützer die EU-Abgeordneten an und baten sie, sich zugunsten von Tierschutzverbesserungen für Kaninchen in landwirtschaftlichen Betrieben und für eine gesetzliche Regelung auszusprechen.

Das Büro Eck wurde darüber informiert, dass auch verschiedene Tierschützer*innen einige AFD-Geschäftsstellen sowie FB-Seiten von AfD-Politiker*innen angeschrieben hatten und als Antwort Verweise auf das Grundsatzprogramm oder den Leitantrag zur Bundestagswahl mit dem wortgewaltigen Zusatz, dass „der Tierschutz bei der AfD sehr hoch gehalten würde“ bekamen. Die Lobeshymne über die eigene Tierschutzposition gipfelte mit der Behauptung, die AfD setze sich „für eine mitfühlende und würdevolle Behandlung aller Tiere ein“.

MdEP Beatrix von Storch, stellvertretende Bundesvorsitzende der Alternative für Deutschland (AfD) und in Berlin eine der beiden Landesvorsitzenden (sie tritt auch als Spitzenkandidatin für Berlin zur Bundestagwahl an) votierte am 14.03.2017 bei der Abstimmung im Plenum in Straßburg zum Thema „Nutz“-Kaninchen in der Landwirtschaft / tierquälerische Batteriekäfig-Haltung erst gegen den verwässernden Alternativ-Bericht der konservativen EVP-Fraktion, dann gegen die verbindliche Gesetzgebung für die Branche und zuletzt gegen den gesamten Bericht des EU-Abgeordneten Eck, der unter anderem zum Ziel hatte, das extreme Leiden der Kaninchen in der Massentierhaltung mit einem Verbot der Batteriekäfig-Haltung zu vermindern.

In ihrem Newsletter „Bericht aus Straßburg“ vom 17.03.2017, den sie an alle Tierschützer*innen ungebeten zurückschickte, die eine E-Mail an alle EU-Abgeordneten gesendet hatten, gab MdEP von Storch an, dass Tierschutz laut dem Grundsatzprogramm der AfD ein „hochsensibles und vernünftiges Anliegen sei“ und dort stark betont würde.

Wahrheitswidrig schrieb sie in ihrem Newsletter: „Ich habe mich bei der Abstimmung enthalten.“

Fakt ist: Von Storch hat gegen jedwede Verbesserung für die Haltungsbedingungen von Kaninchen gestimmt!

Die Abstimmungergebnisse findet ihr hier:

http://www.votewatch.eu/en/term8-minimum-standards-for-the-protection-of-farm-rabbits-motion-for-resolution-vote-agri-committee-resol.html

Die Amtskollegen von der CDU traten den Tierschutzgedanken bei der Abstimmung ebenfalls mit Füßen, leider nicht wirklich neu aber immer wieder besorgniserregend, wie dreist und kaltschnäuzig sich diese Volkspartei damit beständig über den Wählerwillen hinwegsetzt.

Nun, da es bald in die nächste wichtige Runde geht, im Kampf für bessere Haltungsbedingungen der Kaninchen, bittet Stefan Eck um eure Mithilfe:

Bald brauchen wir den Druck von der Straße, um dem Europäischen Rat, der Kommission und den Kaninchenmästern unsere Forderungen deutlich zu machen. Wir müssen jedoch zuerst die Menschen informieren, damit sie wissen, worum es geht, damit sie bereit sind, sich zu gegebener Zeit an einem europaweiten Massenprotest über die sozialen Netzwerke zu beteiligen.

 Ich zähle auf jeden Einzelnen von Euch! Verteilt die Brisant-Reportage in den sozialen Netzwerken: auf Eurer eigenen FB-Seite, setzt sie auf Eure Homepage, auf Blogs, auf Twitter, Instagram usw.
Lasst uns eine Stimme sein und gemeinsam antreten unter dem Schlachtruf „Ban rabbit cages!“, um das Unmögliche möglich machen!
Euer Stefan Bernhard Eck

Auch ich möchte euch herzlich bitten, diese Info möglichst weiträumig zu verbreiten. Unsere Stimme ist alles, was diese bemitleidenswerten und ausgebeuteten Geschöpfe haben, deren Lebensbedingungen mit einem Federstrich in Brüssel zumindest ein Stück weit erleichtert werden könnten. Sprecht eure Politiker darauf an, schreibt Mails an die EU Abgeordneten, postet an ihre FB Seiten und macht Druck! Nur so ist Veränderung möglich!

Als Einzelner sind wir ein Tropfen…gemeinsam ein ganzer Ozean!

Herzlichst

Bettina Marie

Diese Abgeordneten fanden die Haltungsbedingungen der Kaninchen in Mastbetrieben ausreichend und stimmten gegen eine Verbesserung:

AfD:  Beatrix von Storch

CDU/CSU:  Elmar Brok, Reimer Böge, Daniel Caspary, Albert Dess, Markus Ferber, Michael Gahler, Jens Gieseke, Ingeborg Grässler, Monika Hohlmeier, Peter Jahr, Dieter Leberecht, Bernd Bendtsen, Peter Liese, Norbert Lins, Thomas Mann, Angelika Niebler, Markus Pieper, Herbert Reul, Sven Schulze, Sabine Verheyen, Axel Voss, Manfred Weber, Rainer Wieland, Hermann Winkler

Veröffentlicht in Tierschutz

Null Toleranz für Tierquäler …sie sind auch eine potentielle Gefahr für Menschen!

Wer sich im Tierschutz engagiert, macht früher oder später unliebsame Bekanntschaft mit so ziemlich jeder perversen Abart menschlicher Grausamkeit und was  mich angeht, hat diese Arbeit mein Menschenbild dramatisch verändert. Ich finde, es gibt eindeutig zu viele Menschen, die die Welt in keinster Weise benötigt. Was sie sich alles einfallen lassen, um Tiere zu foltern, zu verstümmeln oder zu erniedrigen lässt Dantes Inferno dagegen wie eine kuschlige Gute Nacht Geschichte erscheinen und weckt in mir Gefühle, die mich selbst als Serienmörder enden ließen, wenn ich ihnen nachgeben würde.

Da dies keine so erstrebenswerte Option ist,  versuche ich stattdessen also zu verstehen was passieren muss, damit sich ein Mensch zum Monster entwickelt, denn nur mit Gleichgültigkeit und Dummheit ist die Neigung zu sadistischen Handlungen nicht erklärbar. Gleichgültigkeit, Dummheit und Profitgier ist die eine Seite der Medaille im Tierschutz, gegen die man aktiv ankämpfen kann und teilweise erfreuliche Erfolge erzielt.

Anders bei Gewalttaten gegen Tiere. Sie werden schon seit langem als Indikator für eine ernste Erkrankung der Psyche angesehen, die bei weitem nicht nur auf Tiere beschränkt ist. ..und das macht so so gefährlich!

„Für jeden, der sich einmal daran gewöhnt hat, das Leben irgendeines Lebewesens als lebensunwürdig anzusehen, besteht die Gefahr, dass er eines Tages auch zu dem Schluss kommt, menschliches Leben sei wertlos“,schrieb der Humanist Albert Schweitzer.

Robert K. Ressler, der Profile über Serienmörder für das FBI erstellte, formulierte es konkreter: „Mörder […] beginnen ihre zweifelhafte Karriere oft damit, als Kinder Tiere zu töten oder zu quälen.“

Immer mehr Studien belegen, dass Gewalttaten gegen Tiere von Gerichten ernst genommen werden müssen. Gerade wiederholte Tierquälerei ist ein wichtiges Alarmsignal und kann auf eine schwere psychische Störung des Täters hindeuten, auch auf die Möglichkeit, dass er diese Gewalt irgendwann gegen Menschen richten wird.
Es gibt mittlerweile Studien die belegen, dass Täter, die in der Kindheit oder Jugend Tiere gequält haben, mit einer höheren Wahrscheinlichkeit auch Gewaltbereitschaft gegenüber Menschen zeigen. Bei den Fällen, wo Kinder und Jugendliche ersichtlich Freude daran haben, Tiere zu quälen, ist es besonders offensichtlich. Hierbei handelt es sich um eine Art von Sadismus, der auch sexuell motiviert sein kann, und therapeutische Hilfe ist unbedingt notwendig. (Mir würde neben „therapeutischer Hilfe“ auch noch die ein oder andere Maßnahme einfallen, aber auch die würde mich ins Gefängnis bringen!)

Wenn unsere Justiz auch dem Leid der Tiere noch relativ unbeeindruckt gegenüber tritt und die Urteile enttäuschend milde ausfallen, wenn ein Täter doch einmal gefasst und strafrechtlich verfolgt wird, Fakt ist:
Eine Studie an psychisch kranken Menschen, die wiederholt Hunde und Katzen gequält hatten, zeigte auf, dass alle Probanden auch ein hohes Maß an Aggression gegen Menschen aufwiesen. Für Wissenschaftler zieht sich die von der Tierquälerei ausgehende Faszination wie ein roter Faden durch das Leben von Serienvergewaltigern und Mördern.

Dafür gibt es zahlreiche Beispiele:

Alle sind in ihrer Grausamkeit schwer zu verkraften, aber es sind mittlerweile fast schon „alltägliche“ Schilderungen, die jeden Tag in der ein oder anderen Abwandlung auf meinem Schreibtisch landen, weil um Hilfe für die medizinische Versorgung der Tiere gebeten wird, die solche Martyrien überlebten und nun wieder zusammengeflickt werden müssen oder OPs benötigen.

  • Patrick Sherrill, der 14 Postangestellte umbrachte und sich dann selbst erschoss, war bereits dafür bekannt, „Haustiere“ zu stehlen und dann seinen Hund auf sie zu hetzen.

  • Earl Kenneth Shriner, der einen 7-jährigen Jungen vergewaltigte, erstach und verstümmelte, war in der Nachbarschaft bekannt dafür, Hunden Feuerwerkskörper in den After zu stecken und Katzen zu erhängen.

  • Brenda Spencer, die in einer Schule in San Diego mit einem halbautomatischen Gewehr den Schulleiter und den Hausmeister tötete und neun weitere Menschen verletzte, hatte wiederholt Hunde und Katzen gequält. In mehreren Fällen hatte sie den Tieren die Schwänze angezündet.

  • Albert DeSalvo, der „Würger von Boston“, der 13 Frauen tötete, fing in seiner Jugend Hunde und Katzen in Orangenkisten und beschoss sie mit Pfeilen. (10)

  • Carroll Edward Cole, der für 5 der 35 Morde, derer er angeklagt war, exekutiert wurde, gab an, dass seine erste Gewalttat als Kind darin bestanden habe, einen Welpen zu erwürgen.

  • 1987 wurden drei High School-Schüler im US-Bundesstaat Missouri angeklagt, einen Klassenkameraden erschlagen zu haben. Auch sie waren bereits seit Jahren für wiederholte Fälle von Tierverstümmelungen bekannt. Einer der Täter gab zu, er habe schon so viele Katzen umgebracht, dass er sie nicht mehr zählen könne.

  • Zwei Brüder, die ihre Eltern umbrachten, hatten zuvor ihren Klassenkameraden erzählt, sie hätten eine Katze geköpft. (

  • Der Serienmörder Jeffrey Dahmer spießte Hundeköpfe, Frösche und Katzen auf.

    Wie die Anthropologin Margaret Mead einmal kritisch anmerkte: „Eines der gefährlichsten Dinge, die einem Kind passieren können, ist es, ein Tier zu quälen oder zu töten und dabei ungeschoren davonzukommen.“

Da sich häuslicher Missbrauch immer gegen Schwächere richtet, gehen Tier- und Kindesmissbrauch oft Hand in Hand. Eltern, die die Bedürfnisse eines Tieres ignorieren oder Tiere quälen, neigen dazu, dies auch auf ihre Kinder zu übertragen.
Doch nicht nur, wenn Eltern Tiere quälen, sollten alle Alarmglocken klingen. Kinder, die Tiere quälen, wiederholen damit oft nur, was sie zuhause gelernt haben. Und ihre Gewalt richtet sich gegen das einzige Mitglied ihrer Familie, das noch schwächer ist als sie selbst: ein „Haustier“.

Eine Gesellschaft die Tierquälerei vor Gericht als „geringfügige“ Delikte einstuft, ignoriert damit eine Zeitbombe.

Behörden und Gerichte sollten Tierquälerei mit aller Härte bestrafen, die beteiligten Familien auf weitere Anzeichen von Gewalt untersuchen und eine intensive Beratung für Straftäter fordern.

(Quelle http://www.peta.de/staatsanwalt)

Ich kann das Abrutschen der Gesellschaft in einen immer heftigeren Strudel aus Gewalt und Perversion gegenüber den Schwächsten leider nicht aufhalten. Aber ich kann meinen Zorn und die Abscheu über solche Verbrechen in positive Energie umwandeln und zumindest ein klein wenig dafür sorgen, dass die Überlebenden solcher Torturen eine Chance erhalten, um wieder gesund zu werden und ein lebenswertes Katzen- oder Hundeleben führen zu dürfen. Es gelingt sehr oft und die Bilder der glücklich Tiere in ihrem neuen Zuhause, wo sie Liebe und Geborgenheit erfahren dürfen, diese Bilder sind der Treibstoff für meine Arbeit…

Iron, Powder und Hope…die mir alle drei sehr am Herzen liegen, werden gerade bei SCARS Griechenland gesund gepflegt, zumindest, soweit das möglich ist. Sie werden die Erinnerung an ihre Begegnung mit Sadisten, die Spuren der Vernachlässigung und des Hungers immer als Narben am Körper tragen. Iron wird immer hinken und ohne Schwanz bleiben, Powder wird sich wohl nie ganz von den Strapazen und den Entbehrungen auf der Straße erholen und Hope bleibt wahrscheinlich taub und in der Motorik behindert, sein Köpfchen wurde zig mal mit voller Wucht gegen eine Betonwand geschlagen.

Ich bin den wunderbaren Menschen von SCARS unendlich dankbar, dass sie sich gerade um solche Tiere kümmern und hoffe inständigst, alle Schützlinge werden überleben , um zu erfahren, wie schön ein Katzenleben in einer Familie sein kann!

Wer diese Arbeit unterstützen möchte kann hier überweisen. Die Tierarztrechnungen sind immens aber die Erfolge ebenfalls

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IRON.POWDER.HOPE …ihr schafft das ❤

Veröffentlicht in Lifestyle, Seelenmarzipan

Eine Kreuzfahrt die ist lustig…Unser Costa Diadema Desaster

„An Bord unserer facettenreichen Schiffe kann jeder seinen ganz persönlichen Urlaubstraum wahr werden lassen. Wir haben viele Neuerungen eingeführt und dabei wirklich an alles gedacht…“

Wow! Der Text der Reisebroschüre klang wirklich einladend und so buchten meine Tochter und ich spontan eine Mittelmeerkreuzfahrt, endlich einmal ausgiebig verwöhnen lassen und Urlaub gemeinsam, für den uns immer die Zeit gefehlt hatte.

Sie fand es keine so gute Idee 😉

Um es gleich vorweg zu nehmen, wir hatten einen riesen Spaß und genossen jede Minute, obwohl wir uns den Aufenthalt auf der Costa Diadema irgendwie anders vorgestellt hatten. Irgendwie ganz anders! Sie hatten auf der Costa Diadema tatsächlich an alles gedacht… mir kam es aber so vor, am allermeisten daran, wie man die Passagiere am effektivsten dazu bringt, zusätzliche Leistungen zu buchen.

Um es einmal positiv zu formulieren: In der Woche auf dem Flaggschiff der Costa Flotte lernten wir wieder, uns auch über Kleinigkeiten zu freuen, über ein paar Nüsse zum Frühstück, ein freundliches Lächeln oder eine Flasche Wasser. Ich erhielt ausgiebig Gelegenheit, wichtige Charaktereigenschaften zu trainieren: Geduld und Flexibilität! Mein Improvisationstalent wurde gefordert und jede Mahlzeit war ein spannendes Abenteuer.

Bereits der erste Kontakt mit dem Personal der Costa ließ ahnen, dass ab jetzt ein anderer Ton herrschen würde. „You must bring your Luggage yourself, over here…“ war die barsche Aufforderung an mich, als ich mit einem freundlichen Lächeln fragend auf meinen Koffer zeigte. Also wuchteten wir unter den strengen Blicken der Crew die schweren Koffer selbst noch bis an den zugewiesenen Platz vor dem Eingangsbereich und machten uns auf den Weg, erst die Rezeption und dann unser Zimmer zu finden. Ein ziemlich gewagtes Unterfangen auf einem Schiff dieser Größe und in den Menschenmassen, die sich kreuz und quer in alle Richtungen schoben. Irgendwie schien niemand zuständig. Aber zumindest war es eine hervorragende Gelegenheit, das Schiff über all den Irrwegen treppauf treppab gleich ein wenig kennenzulernen und dabei vielleicht sogar irgendwo noch etwas Essbares aufzutreiben. Wie es aussah war nicht mit einem Begrüßungscocktail zu rechnen, auch nicht mit einer Begrüßung aber vorerst waren wir von anderen Dingen abgelenkt, denn der erste Eindruck war einfach nur überwältigend.

Wenn ein Designer von jemandem mit einer Schwäche für psychedelische Musterkombinationen, Schmuddelfarben, Plastik, geschmacklosem Dekor und klaustrophobischer Raumgestaltung den Auftrag erhalten würde, ein Schiff zu gestalten dann könnte er sich auf der Costa Diadema  super inspirieren lassen. Dort hat das bereits jemand prima hinbekommen. In manchen Bereichen des Schiffes sind ungelogen mehr als 15 verschiedene Muster, Materialien und Farben kombiniert, (ich konnte der Versuchung nicht widerstehen, sie zu zählen), die in ihrer Gesamtheit so scheußlich sind, dass es dann doch fast wieder wie Kunst wirkt. Aber nur fast. Ich habe in meinem ganzen Leben nie etwas Geschmackloseres gesehen.

Als wir auf der Suche nach unserem Zimmer eine der Hauptattraktionen des Schiffs durchquerten, stockte mir schier der Atem, denn das Schwimmbad, das gleichzeitig auch als Essbereich und Buffet dient, roch durchdringend nach Chlor. Zumindest die gefühlt 1000 Kinder, die dort mit ohrenbetäubendem Lärm zwischen den Plastikstühlen und dem Plastikgeschirr plantschten und herumsprangen, schien das nicht zu stören. Wir bahnten uns einen Weg zwischen den Menschenmengen hindurch, die mit vollbeladenen Tellern nach einem Sitzplatz suchten. Gegessen hatten wir an diesem Tag zwar beide noch nichts, aber Hallenbad mit einem optischen Touch Burger King entsprach nicht ganz dem Ambiente, das ich mir für unsere erste Mahlzeit an Bord vorgestellt hatte.

Endlich erreichten wir unser Zimmer, das für die gesamte Reise der schönste Platz auf dem  Schiff sein sollte. Der kleine Balkon bot einen genialen Ausblick, zwei  Stühle, Sonne und das Meer. Im Zimmer gab es ein bequemes Bett, genügend Stauraum, eine Minibar, (sie wurde nie nachgefüllt und bereits einen Tag vor der Abreise verschlossen)  und EINE einzige Steckdose. Die war während der gesamten Woche nach einem ausgeklügelten Plan im Einsatz, denn irgendein Handy, Laptop oder eine Kamera musste immer gerade dringend aufgeladen werden und wenn auch noch der Föhn zum Einsatz kommen sollte, feilschten wir um jede Minute. Strom ist kostbar auf der Diadema, genauso wie Trinkwasser oder WLAN. Nachdem wir die herumliegenden Anweisungen und Prospekte studiert hatten, war uns klar, dass dies eine sehr teuere Woche werden würde, denn so ziemlich alles wurde extra berechnet, bis auf die Atemluft. Aber ganz sicher bin ich auch da nicht, weil die Kreditkartenabrechnung noch aussteht.

Wir buchten also zähneknirschend das exorbitant teure WLAN, das leider nur intervallmässig funktionierte, ein sündhaft teures Getränkepaket für Wasser (!) und beschlossen gute Miene zum bösen Spiel zu machen, wir würden uns den Spaß nicht verderben lassen und schließlich müssen reiche Reeder auch von irgendetwas leben.

Wenn es denn ein Stückchen Butter auf Nachfrage gab, wurde es mit Stil serviert

Fairnesshalber möchte ich erwähnen, dass alles, was es auf der Costa zu Essen gab ausgezeichnet schmeckte. Trotzdem sind schmuddlig aussehende Plastikgläser am Buffet und der Kampf um einen Sitzplatz bei jedem Essen und ewiges Anstehen nicht Jedermanns Sache, meine jedenfalls nicht… Ich bin auch ein wenig eigen und bevorzuge freundliches Servicepersonal. Es wurde streng zugeteilt und mit Argusaugen überwacht, wer -wann -wo seine Mahlzeiten einnehmen darf und wie lange, was den Genuss doch etwas schmälerte. Unbarmherzig wurde bereits lange vor Ende der Essenszeiten vom Buffet entfernt oder erst gar nicht angeboten, was die Verwaltung als unnötigen Luxus einstufte, zum Beispiel Frühstückseier. („Eggs only third floor, Madame, must go there, …). Nüsse oder Butter, wurden nicht freiwillig angeboten (Nüsse in den Bars nur zu alkoholischen Getränken, unser Soya Cappuccino fiel leider immer durchs Raster)  und waren bei einigen Mahlzeiten nur auf Nachfrage erhältlich. Während meine Tochter eher mit einem freundlichen Augenaufschlag versuchte, das Gewünschte zu erhalten , gewöhnte ich mir an, dem Servicepersonal fest in die Augen zu sehen und mit einem stählernen Unterton in der Stimme nach Informationen, Nüssen zum Frühstück, Zitrone im Mineralwasser oder gar nach einer Serviette zu fragen. Die Frage nach den fehlenden Servietten (die wieder einmal vergriffen waren) wurde übrigens von einem der Kellner mit einem vorwurfsvollen „open your eyes!“ beantwortet. Dann ließ er mich stehen, nach wie vor ohne Serviette, und zu verdutzt, um angemessen auf diese Unverschämtheit zu reagieren.

Aber mittlerweile waren wir daran gewöhnt, dass die Service Crew der Costa Diadema eine, sagen wir etwas ungewöhnliche Schulung erhalten haben muss. Selbst einfachste Fragen, nach dem Weg, nach der Abfahrtszeit der Shuttlebusse oder dem Ablauf einer Tour, blieben oft unbeantwortet, meist verwies man auf das Bordjournal oder den Service Desk. Fast alle Crewmitglieder wirkten genervt, überlastet oder sogar grenzwertig unfreundlich. Sicherheit an Bord wird groß geschrieben. Deshalb gab es jeden verdammten Nachmittag die Durchsagen für die Rettungsübung laut und deutlich, ausführlich und in vier verschiedenen Sprachen in der Kabine zu hören. Als extra Service auch noch die Anweisungen zur Rettungsübung, die eigentlich nur für die Crew bestimmt waren.

Immerhin beherrschen wir nun alle nötigen Abläufe im Schlaf, wobei mir ein Nachmittagsschlaf dann doch lieber gewesen wäre. Apropos Abläufe, die meisten der Angestellten auf dem Schiff, die ich irgendetwas fragte, scheinen auch nicht die leiseste Ahnung über irgendwelche Abläufe oder Zusammenhänge zu haben. Wahrscheinlich fragte ich immer die Falschen. Dafür ist man wenig zimperlich, wenn es darum geht, Gästen klar zu machen, was sie zu tun und zu lassen haben. Als wir nach dem Mittagessen gerade überlegten, welchen der leckeren Nachtische wir uns aussuchen wollten, wurden wir aufgefordert, den Tisch zu verlassen, der Platz wird jetzt für andere Gäste gebraucht. Während ich mit dem Teller in der Hand und ohne Sitzplatz mein Mittagessen beendete, überlegte ich, ob der Amerikaner, der bereits an der ersten Anlegestelle nach Barcelona, empört über den Service, wieder ausgestiegen war, nicht doch das einzig Richtige getan hatte.

Zum Glück gab es jeden Tag die Möglichkeit, an Land zu gehen, in einen Bus oder ein Taxi zu steigen und zwischen malerischen Gassen und in atemberaubend schöner Atmosphäre den Tag an Land zu genießen, was wir ausgiebig taten.

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Abends gab es zwar nur ziemlich unspektakuläre Unterhaltung im Theater aber dafür unseren wunderschönen Balkon, den traumhaft schönen Sternenhimmel, freundlichen Zimmerservice (ja, einige der Service Mitarbeiter waren tatsächlich sehr, sehr nett und zuvorkommend), unglaublich leckeres Eis und Schokoladen Crepes in der bordeigenen Eisdiele (extra berechnet, versteht sich), unseren geliebten Soya Cappuccino in den diversen Bars, wo es jede Menge Stoff zum Lästern und Lachen gab, Tanzwettbewerbe, deren Teilnehmer eher an das Ensemble des Timewarps in der Rocky Horror Picture Show erinnerten, leider ohne deren gute Musik, und …Bingo. Bingo war cool! Da konnte selbst die sparsame Costa Animation wenig falsch machen und der Zahlensalat, vorgetragen in fünf Sprachen (Bordsprache Italienisch, dazu Englisch, Spanisch, Französisch und Deutsch) machte mächtig Spaß.

Pauli11

Das sündhaft teuer gebuchte Internet funktionierte leider nur äußerst langsam auf dem Zimmer, unsere Lieblingssoaps zu streamen und endlich wieder einmal gemeinsam Game of Thrones zu sehen, wie wir das geplant hatten, fiel daher leider flach aber immerhin gab es deutsches TV. Ich schaltete nur ein einziges Mal ein. Es lief…kein Witz…die Titanic! Da ich mir insgeheim immer ein wenig Sorgen machte, ob der Kapitän hoffentlich sein Handwerk besser beherrscht als der Chef des Servicepersonals, zappte ich schnell weiter. Die Disco, oder das, was sich so nannte, war auch nicht wirklich eine Option. Auf meine Frage, ob wir da vielleicht hingehen sollten, antwortete meine Tochter mit einer eindeutigen Geste. Na gut, dann doch Balkon und Sternenhimmel.

costa10
yey 😉

Am letzten Abend war im Bordjournal das große Osterfestessen angekündigt und es wurde um pünktliches Erscheinen um 21.00 Uhr (unsere zugeteilte Essenszeit) im Speisesaal gebeten. Anstehen hatten wir in dieser Woche gründlich geübt, denn man steht auf diesem Schiff so ziemlich überall und für alles an, ein wenig fühlte ich mich oft an die ehemalige DDR erinnert. Trotzdem fand ich nach 30 Minuten in der Warteschlange vor dem Speisesaal, es wäre jetzt doch ganz nett, etwas Essbares zu erhalten, schließlich war es bereits 21:30 Uhr.

Um 22:00 Uhr, nach wie vor in der gleichen Schlange anstehend, knurrte mein Magen und meine Halsschlagader pochte. Ich machte mich auf, den Service Desk zu befragen, warum wir nun seit über einer Stunde wie die Bettler vor der verschlossenen Türe des Restaurants stehen, dann wollte ich gerne noch wissen, warum niemand sich für die Wartezeit entschuldigt oder vielleicht sogar…verwegene Idee…mit einem Tablett Prosecco die Lage etwas entspannt. Leider konnte ich diese Anregung nicht loswerden, denn der Servicedesk war, wie üblich, in Zweierreihen belagert und es hätte endlos gedauert, bis ich an der Reihe gewesen wäre. Außerdem befand er sich praktischerweise direkt neben der Bühne, auf der beständig ein anderer Künstler „Folklore“ in ordentlicher Lautstärke zum Besten gab. Die Verständigung über den Lärm hinweg war anstrengend und funktionierte nicht immer ohne Missverständnisse. Ich ging also wieder zurück in die andere Schlange vor dem Restaurant, und gegen 23.00 Uhr hatten wir tatsächlich einen Platz und etwas zu Essen auf dem Teller. Nicht dort wo wir gerne sitzen wollten und nicht ganz das, was wir ausgesucht hatten, der Kellner brachte beständig das Falsche, und es verzögerte sich noch das ein oder andere bei diesem Festessen, Getränke zum Beispiel oder Besteckteile. Aber mittlerweile waren wir dankbar, überhaupt essen zu dürfen und wenn wir eines bei dieser Kreuzfahrt gelernt hatten, dann dieses:

Man erhält im Leben nicht immer, was man möchte…und auf der Costa Diadema schon gar nicht!

Eines der Restaurants

Daher schluckten wir auch nur kurz und waren nicht wirklich überrascht, als wir erfuhren, dass die Kabinen am Tag der Abreise bereits um 8 Uhr geräumt sein müssen. Dummerweise stellte sich heraus, dass auch unsere gebuchte Abholung im Shuttlebus nicht funktionieren würde und nur mit einem Taxi auf eigene Kosten der Flughafen rechtzeitig zu erreichen ist. Damit waren wir aus dem bordeigenen System in Sachen Gepäck raus. Unsere Koffer schleppten wir am nächsten Morgen dann also selbst die endlos langen Gänge und kreuz und quer durch das Schiff bis zum Frühstücksbuffet. Vor dem Abstellraum für das Gepäck (praktischerweise nur ein Gepäckraum und am anderen Ende des Schiffs) waren nämlich so lange Schlangen, dass wir wohl jetzt dort noch darauf warten würden, unser Gepäck kurz einstellen zu dürfen. Es war das erste Mal, dass ich ein Hotel ohne Verabschiedung und ohne ein Dankeschön verließ. Aber ich fand es in diesem Fall durchaus angemessen. Über manche Dinge, die uns missfallen haben, kann man diskutieren, die Geschmäcker sind nun einmal verschieden …über einige Dinge jedoch nicht!

Als der Taxifahrer uns am Airport zuvorkommend die Autotüre zum Aussteigen öffnete, die Koffer aus dem Kofferraum hob und uns mit einem freundlichen Lächeln eine gute Heimreise wünschte, sahen meine Tochter und ich uns an und lächelten…wir waren wieder in der zivilisierten Welt angekommen!

Fazit nach einer Woche am Mittelmeer, die wir TROTZ Costa Diadema in vollen Zügen genossen hatten: Neues Schiff …Neues Glück! Aber ganz sicher NIE WIEDER COSTA!!!!

Übrigens wurde den Passagieren großzügig angeboten, die Bordkarte gratis als Souvenir behalten zu dürfen. Bei unserem Abschiedscappuccino  am Airport entstand dieses Bild 😉 

Veröffentlicht in Seelenmarzipan

Urlaub ist auch irgendwie Stress…

Last Minute Reisen haben einen großen Vorteil, es bleibt vorher weniger Zeit übrig, um sich so richtig schön einen Kopf machen zu können, was auf der Reise alles schief gehen könnte und woran man noch so alles denken müsste, ehe man endlich die Haustüre hinter sich ins Schloss fallen lässt und abschaltet. Natürlich nur, nachdem man vorher mindestens noch drei Mal wieder aufgeschlossen hat, um zu checken, ob Bügeleisen/Kaffeemaschine tatsächlich aus, Balkontüre zu und Katzenklappe offen sind, nachdem man hektisch die Handtasche zum zigsten Mal auf die Anwesenheit von  Tickets, Pass und Handy durchwühlt hat und dann, um die beim dritten Anlauf im Haus vergessenen Autoschlüssel mitzunehmen.

Wenn es nach mir ginge, würde ich am liebsten selbst das Bügelbrett noch einpacken, nur um sicher zu gehen, unterwegs auf wirklich nichts verzichten zu müssen. Daher gab es  schon so manch publikumswirksamen Auftritt vor einem Check-in Counter, wo ich dann hektisch versuchte, das Übergepäck irgendwie zu verteilen, den Koffer noch einmal öffnete, und mich in mehrere Lagen Kleidung zwängte, um das Gewicht des aufgegebenen Gepäcks etwas zu reduzieren.

Gepäck ist überhaupt so eine Sache. Seit es die praktischen Wetter -Langzeitprognosen jederzeit im Netz abrufbar gibt, fühle ich mich nicht mehr bei jeder Reise genötigt, vom wattierten Regenmantel bis zum Sonnenhut immer die gesamte Palette mitzuschleppen. Trotzdem bleiben jede Menge ungelöster Fragen, von der jede einzelne eigentlich mit einem anderen Paar Schuhe zu beantworten wäre.

20 kg sind wirklich nicht viel und ich frage mich immer ratlos, wie andere es schaffen, sogar noch Platz im Koffer übrig zu haben, selbst wenn sie auf Weltreise gehen. Die Hälfte davon reist ungetragen wieder mit zurück, denn kein Mensch braucht im Grunde mehr als eine Jeans, ein paar bequeme Schuhe und einige T-shirts. Aber man weiß ja nie..und sollte sich der große Auftritt für das Kleine Schwarze irgendwann einmal ergeben dann soll es bestimmt nicht an den fehlenden Schuhen scheitern, das wäre ja noch schöner 😉 .

Bin ich die Einzige, die nie startet, ohne die Nummern sämtlicher auswärtigen Ämter, Tierschutzorgas und Airline/Hotel/Reiseverantsalter abrufbereit zu haben? Wie kann man ohne seine Lieblingsmusik, Lieblingsbücher, ohne Notapotheke, Turnschuhe und kleines Schwarzes unterwegs überleben? Fast immer ist irgendwann dann tatsächlich der unerschöpfliche Inhalt meines Rucksacks gefragt, der vom Pflaster über Aspirin,  Salbe, Augentropfen und Tigerbalm alles enthält, was irgend gebraucht werden könnte. Erfreulicherweise seltenst von mir . Meist von jemandem, der mich auf dieser Reise begleitet und der vorher gemeint hat, ob ich nicht ein wenig seltsam bin, mit all dem Kram, den ich immer mitschleppe 😉 .

Gerade wartet nebenan wieder ein Koffer-Tetris für Fortgeschrittene darauf, gelöst zu werden. Vielleicht sollte ich die gebundene Ausgabe aller Jane Austen Werke doch lieber Zuhause lassen und dafür ein paar extra Schals für kühle Abende… oder doch lieber den Platz nutzen, für den Mini Wasserkocher und leckerem Bio Earl Grey, gleich morgens im Bett…? 😉 Im Zweifelsfall dann doch lieber Jane…von der dieses kluge Zitat stammt:

Wieso gönnen wir uns den Genuss nicht sofort? Wie oft wird die Freude durch Vorbereitungen verdorben, durch törichte Vorbereitungen!

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Marianna, Katie und Martha begutachten das letzte Koffer-Tetris in Athen vor der Abreise 🙂 
Veröffentlicht in Tierschutz

Engel erkennt man nicht an ihren Flügeln sondern an ihren Taten…

Alle nennen sie „Mama Katie“

Sie besitzt keinen Facebook Account, die Social Media Dinge liegen ihr nicht so sehr. Dafür besitzt sie ein Herz aus Gold und ihr liegen die wichtigen Dinge, die benötigt werden, wenn es darum geht, Tiere zu retten. Sie betreut die geretteten Schützlinge liebevoll mit allem, was sie benötigen, Futter, Wasser, Medikamente…Zuwendung und Liebe!

Was sie tut, tut sie nun bereits über viele Jahrzehnte. 365 Tage im Jahr, 7 Tage die Woche. Dabei ist sie nicht nur fürsorgliche Pflegemutter aller kranken und verlassenen Schützlinge in der SCARS „Cattery“, zusammen mit ihrer Schwester Marianna bemuttert sie jeden rund um die SCARS Familie.

Falls ihr denkt, ich übertreibe, nur weil ich diese beiden Frauen so bewundere und liebe dann seht euch an, wie die Katze im Video, ein Neuzugang, auf Mama Katie reagiert. Die kleine Tulip war gerade einmal vor 10 Minuten verstört und verängstigt bei ihr in der Cattery angekommen.

(Dankeschön Martha für dieses Video <3)

Wenn ihr ihre Arbeit gerne unterstützen möchtet, unter dem Kennwort CHANCE wird alles weitergeleitet ❤ . Auch Care Pakete mit Spielzeug, Medikamenten, Körbchen, etc. sind immer willkommen.

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