Lifestyle, Seelenmarzipan, Tierschutz

Das rote Kleid…

Wer meinen Beitrag über chronische Erkrankungen kennt, der ahnt, dass ich auf diesem Gebiet mitreden kann.  Mal gewinnt der chronifizierte Virus, mal gewinne ich aber in Zeiten von Stress hat er einfach die besseren Waffen und seit geraumer Zeit verliere ich eine Schlacht nach der anderen… wann wäre schon einmal kein Stress ? Das war übrigens auch der  Grund, warum es mir nicht möglich war, diesen Sommer zu Dreharbeiten nach Griechenland zu reisen. Hätte ich es mal getan, insgesamt wäre der Stress dann wohl geringer ausgefallen, aber das ist eine andere Geschichte..,

In dieser Geschichte geht es um eine Feier…auch nicht ganz unwichtig, wenn man manchmal den Kopf frei tanzen muss, um wieder Platz zu machen, für das nächste Elend, das herein drängt und für seine Freunde, die nicht ganz das Gefühl haben sollen, einzig mit einer verbitterten Version von „Mutter Teresa reloaded“, Kontakt zu pflegen.

Damit solche Auszeiten auch Spass machen, benötige ich vorher eine osteopathische Behandlung, das Einzige was mir wirklich hilft, ohne Schmerzmittel über die Runden zu kommen und was als extra Bonus auch immer einen wunderbar entspannten Ausdruck in meine Gesichtszüge zaubert…es hält leider nur  für ein paar Stunden an aber es funktioniert.. und ich liebe diese Sessions.  Sie finden in der Praxis meiner Freundin statt, die nicht nur begnadete Hände und jede Menge Fachwissen ihr eigen nennt sondern auch einen exquisiten Geschmack.

„Was wirst du anziehen, heute Abend?“, fragte sie mich, als wir fast fertig waren.

„Hm, keine Ahnung“ Ich betrachtete nachdenklich meine abgebrochenen und von den Malerarbeiten noch verklebten Fingernägel… „der Großteil meiner Kleidung ist sowieso noch irgendwo unter den Kartons mit Halloween und Weihnachtsdeko verpackt…Jeans, vielleicht und einen Blazer… und Schuhe habe ich derzeit nur in schwarz, die passen würden, für den Anlass. Blöd, der Blazer ist dunkelblau…“, sinnierte ich laut.

„Du wirst heute Abend ganz sicher nicht wieder in Jeans gehen! Zieh ein Kleid an, du kannst jedes Kleid tragen, andere würden dich darum beneiden. Irgendein kleines Schwarzes hat doch jede Frau.“

„Ich aber nicht! Ich besitze kein einziges Kleid, und außerdem bin ich nicht „jede Frau“, antwortete ich fast schon beleidigt.

Sie dachte erst, ich scherze, sah mich abschätzend an und dann unterbrach sie die Behandlung und griff zum Telefon.“Sei so lieb und bring aus meinem Kleiderschrank das Rote Kleid, es ist knielang, mit Trompetenärmeln und hochgeschlossen, du findest es ganz leicht“ bat sie ihre Tochter und 5 Minuten später hatte ich ein knallrotes Kleid unter dem Arm und verließ damit die Praxis.

Noch war  ich nicht so ganz überzeugt und nach der ersten Anprobe, fühlte ich mich  eher wie für Fasching als für eine Abendveranstaltung gekleidet, zu auffällig…fremd…aber irgendwie…auf den zweiten Blick…besser als das, was ich derzeit aufzubieten hätte und außerdem wäre sie sicher gekränkt, wenn ich es nicht trage…Kleinstadt, …sie würde es ganz sicher erfahren 🙂 . Also kramte ich in den Kartons nach dem passenden Schmuck, Nagellack und was Frau sonst so benötigt und machte mich an die Arbeit.

An diesem Abend erhielt ich mehr Komplimente als die letzten Jahre zusammen genommen…, an diesem Abend war mir plötzlich seit langem wieder bewusst, dass es  Spass macht, sich auch einmal weiblich zu kleiden und sich manchmal (ok, nicht zu oft 🙂 ) völlig unwichtigen und überflüssigen Dingen zu widmen, auf diese Weise neue Kraft zu tanken… Noch in derselben Nacht schickte ich meiner Freundin eine Whats App  mit vielen Herzen und der Ankündigung, …dass sie dieses Kleid nie mehr wiedersehen wird,  ❤

Hier lesen so viele Tierschützer(INNEN) mit, die teilweise völlig vergessen haben, wie es ist, sich Auszeiten zu gönnen, sich selbst etwas zu gönnen, und wenn es ein leckeres Essen, ein Museumsbesuch, ein Konzert oder einfach Blumen sind, just for fun…es muss nicht unbedingt ein Kleid sein…aber es ist unglaublich wichtig, zwischen den täglichen Gängen durch die Hölle, kleine, luxuriöse  Inseln einzubauen, sonst wird man Opfer der Glut und verbrennt viel zu schnell. Falls ihr keine so tolle Freundin habt, wie ich, dann erinnere ich euch hiermit daran ❤

Natürlich war auch während der Feier mein Handy nicht aus und mittlerweile gibt es auch in meiner kleinen Stadt eine Frieden für Pfoten Community auf jeder Veranstaltung, wo die aktuellen Geschehnisse in und um unsere Oganisation für Gesprächsstoff sorgen…aber alles in allem, waren es wunderschöne und sorgenfreie Stunden und ich denke, morgen werde ich mich einmal umsehen, wo es schöne Kleider in unserer Region zu kaufen gibt. Der letzte Versuch dieser Art endete mit einer Katzen Rettung (Robinson) und ohne Kleid. Wir werden sehen ❤

Kleid

 

 

 

 

Tierschutz

Frieden für Pfoten und die vergessenen Hunde von Mavropigi

Viel wird derzeit über die vergessenen Hunde von Marovpigi gesagt und geschrieben, aber kaum jemand kennt die Geschichte, wie sie wirklich  passiert ist. Eine Geschichte, deren Happyend wir gerade schreiben ❤

 

Es ist schon ein paar Monate her, da fand ich in unserer Vereinspost ein Schreiben. Unser Verein Frieden für Pfoten e.V. widmet sich den Straßentieren in Krisengebieten. Daher sind erschütternde und traurige, verzweifelte und hoffnungsvolle Anfragen um Hilfe leider Routine. Eine traurige Routine, denn viel zu oft kann ich nicht helfen. Auch wenn sich jeder von uns noch so ins Zeug legt, auch wenn ich die Nächte zum Tag mache… meist muss ich bedauernd abschreiben.  Zu viel Elend überall und die Kapazitäten unseres kleinen Vereins reichen leider nur für wenige Brennpunkte. Aber dieser Brief war anders als die meisten. Er ging mir nicht mehr aus dem Kopf.

Freundlich, sachlich und mit nüchternen Worten schilderte jemand die Not der Hunde in einem verlassenen Dorf in Griechenland. Mavropigi. Das gesamte Dorf wurde von einer Gesellschaft aufgekauft, die Kohle abbaut und wird bald dem Erdboden gleich gemacht. Alle Anwohner sind längst weg. Zurück blieben viele Haushunde und dazu werden regelmäßig neue Tiere ausgesetzt. Das Dorf der verlassenen Hunde ist quasi ein Geisterdorf, eine Müllkippe für ungeliebte Vierbeiner, mitten im Nirgendwo.

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Die Not war groß. Viele der Tiere sind an Hunger und Krankheiten verendet, schrieb mir Chrissa. Manche  zerfleischten sich gegenseitig. Sie betteln abgemagert und verwahrlost um ein paar Streicheleinheiten, um ein paar Brocken Futter, wenn jemand sich erbarmt und den Weg in das abgelegene Dorf macht, um nach ihnen zu sehen. Sie haben nichts und niemanden, einzig zwei ehrenamtliche Helfer. Alexia, die ohne Fahrzeug ist und lange Busfahrten auf sich nimmt, ehe sie dann mit Paris ins Dorf fährt, die schweren Eimer mit Trinkwasser schleppt und wann immer möglich, Futter für die Tiere bringt.  Längst nicht jeden Tag gibt es Futter und längst nicht ausreichend für alle Tiere, manchmal nur Brot. Im Dorf ist weder Strom noch Wasseranschluss verblieben, was die Hilfe zusätzlich erschwert. Beide Helfer sind berufstätig und können oftmals erst nach Einbruch der Dunkelheit vor Ort sein.

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Wie hält man das nur aus,  fragte ich mich, und formulierte im Geiste eine freundliche Antwort. Ehrlich wäre gewesen: „Es tut mir so unendlich leid, aber das ist eine Nummer zu groß für unseren kleinen Verein. Über 60 Hunde und keinerlei Infrastruktur!“ Aber  das schrieb ich dann doch nicht an Chrissa sondern ich antwortete ihr:

Ich werde sehen, was wir tun können, bitte erwarte nicht zu viel…

So begann das Abenteuer Mavropigi. Ich bat Chrissa dann um Bild- und Video Material, stellte das Dorf, bzw die Hunde zunächst probeweise erst auf meiner privaten Seite vor und wir waren überwältigt von der Resonanz. Vielleicht gab es doch Hoffnung, vielleicht könnten wir zumindest ein bisschen Hilfe für die Hunde und auch für die beherzten Helfer auf den Weg bringen,  Alexia und Paris und auch Triantafyllia, die in ihrem kleinen privaten Shelter kranke und schwache Hunde von dort aufnimmt, bei ihrer schweren Aufgabe unterstützen.

Was dann passierte, hätte ich niemals zu hoffen gewagt. Zunächst kam aus unseren Reihen eine Soforthilfe. Geld, damit vor Ort Futter gekauft werden konnte  und Eva Maria organisierte spontan eine erste Palette mit Hilfsmitteln, die sie auf den Weg brachte.

Dann sah der Tierschutz Shop meinen Post und erklärte sich bereit, eine Aktion für die verlassenen Hunde dort zu starten und warb um Futterspenden. Nie werde ich den Anblick vergessen, als der riesige Truck, voll beladen mit kostbaren Futtersäcken dort eintraf. Neben der wertvollen Fracht hatte der Truck auch etwas ganz wichtiges mit an Bord: Hoffnung!

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Alle Helfer vor Ort waren beflügelt von dem Gedanken, nicht mehr allein zu sein. Unser Netzwerk der Hilfe, setzte sich mehr und mehr in Bewegung, jeder von unserem Team Frieden für Pfoten e.V.  krempelte die Ärmel hoch, wir organisierten und koordinierten und so hatten wir also eine neue Groß-Baustelle neben SCARS Athen:

Mavropigi…Mission Impossible…

Nachdem das Wichtigste  Problem dank Tierschutz Shop vorerst gelöst war, endlich genügend Futter, konzentrierten wir uns mit Chrissa, die aus Athen koordiniert, auf die nächsten wichtigen Maßnahmen: Ein mobiler Wassertank für Mavropigi, eine Wasserleitung für das Shelter von Triantafyllia, um die tägliche Knochenarbeit des Wasserschleppens zu erleichtern.

Kranke Tiere wurden medizinisch versorgt,  Anti-Parasitenhalsbänder für alle Hunde angeschafft, Kastrationen bezahlt und da das Dorf sehr bald geräumt werden muss, wird gerade an den Umzäunungen für ein Ausweichgrundstück gearbeitet, wo die Tiere umgesiedelt werden können. All das ist logistisch ein Albtraum, da vor Ort alles nur sehr schwer organisiert werden kann. All das kostet die Helfer vor Ort unglaublich viel Kraft, es kostet viel Geld, …Geld, das erst aufgetrieben werden muss und alles ist Neuland. Aber Stück für Stück tasten wir uns vorwärts, um den Tieren eine Chance zu geben und den Helfern endlich die Option für langfristige Lösungen. Wieder einmal bin ich unglaublich dankbar für ein so wunderbares Team und eine so großherzige Community. Alles was wir benötigen, wird beigesteuert.

Teamwork makes the dream work ❤

wasser

Mittlerweile ist es Alexia vor Ort gelungen, für die Umsiedlung der Hunde ein geeignetes  Grundstück anzumieten, wenn auch das letzte Haus in Mavropigi abgerissen wurde und Evakuierung der Tiere unvermeidlich wird.  Die Planung und Vorarbeiten für das kleine Shelter laufen in unseren Teams auf Hochtouren. Pacht und laufende Kosten für dieses Shelter wird Frieden für Pfoten e.V. tragen. Es liegt in einem sicheren Gebiet und kann auf lange Zeit betrieben werden. Das war uns allen sehr wichtig, langfristige Planungssicherheit, für die Sicherheit der Hunde aber auch für die Verwendung der Spendengelder … ein Shelter mit einer soliden Basis für die Zukunft. Die ersten Hütten haben wir bereits bestellt ❤

Zeitgleich arbeitet Micaela mit ihrem Team, Adoptanten-Beratung  am nächste Schritt,  ein ganz besonder wichtiger.  Ein Teil der Hunde kann vielleicht niemals adoptiert werden, weil sie fast ohne Prägung auf den Menschen aufgewachsen sind aber viele der Tiere sind menschenbezogen, freundlich und anhänglich und gehören weder in ein Geisterdorf noch in ein Shelter sondern in eine liebevolle Familie. Dabei möchten wir ihnen gerne helfen. Die ersten Mavropigi Hunde sind bereits glücklich in Deutschland angekommen, eine organisatorische und logistische Meisterleistung unserer Teams, wenn man die Rahmenbedingungen kennt, mit denen sie arbeiten müssen. Sugar (Nala), Butch und Cookie sind erst der Anfang!

Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit. Einige nutzen die mediale Aufmerksamkeit der Mavropigi Hunde leider für ihre (andere) Zwecke, vieles ist mittlerweile über Mavropigi und die Beteiligung dort, medial in Umlauf, was nicht den Tatsachen entspricht und unsere Arbeit eher behindert … denn wir tragen dieses Projekt nach wie vor sowohl in Sachen Kosten, Organisation wie Adoption allein, einzig mit unseren Partnern und Sponsoren…was nicht einfach ist…aber wir sind entschlossen, die Herausforderung anzunehmen.

Mittlerweile kam neben dem Tierschutz-Shop auch die Timmy Stiftung aus Nürnberg ins Boot, sponsert sämtliche Kastrationen (!), wird uns finanziell bei dem Shelter Bau unter die Arme greifen und hat die offizielle Schirmherrschaft für dieses Projekt übernommen. Die Hunde von Mavropigi sind nicht vergessen!

Wenn ihr gerne helfen möchtet, hier ist der Link zur Wunschliste des Tierschutz-Shops, das Futter wird direkt nach Griechenland geliefert:

Wunschliste für Futterspenden Mavropigi

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Wenn ihr gerne spenden möchtet, wir alle arbeiten ehrenamtlich und jeder Euro kommt an:

Kennwort: Mavropigi

Paypal info@friedenfuerpfoten.org
Frieden für Pfoten e. V.
GLS Bank Kto 1181 4659 00
IBAN DE 41 4306 0967 1181 4659 00
BIC GENO DE M1 GLS

 

 

Tierschutz

Wahnsinnig sind nur die, die das NICHT wahnsinnig macht…

Manchmal bin ich mir nicht ganz sicher, ob ich nicht irgendwann einmal die erste Seite der Bildzeitung schmücken werde,
wenn die Sicherungen durchbrennen und ein wilder und wütender Amoklauf meiner Karriere als Tierschützer ein Ende setzt. Man sollte dann besser nicht in meiner Nähe sein.

Wir haben so unglaubliches, unvorstellbares Leid in den Wohnungen in der Nachbarschaft, auf den Feldern, den Weiden, den Schlachthöfen, den Zoos, Zirkussen, Versuchslabors, den Ställen … hier vor der Türe, dazu überall im Ausland… angeblich sind wir ja die Hochburg der Tierfreunde, haha…aber stimmt, schlimmer geht immer.

Und was dem einen sein lebendig gekochter Hummer und seine durch Todesfolter entstandene Gänsestopfleber, der bei lebendigem Leib ausgerissene Froschschenkel ist, das ist dem anderen sein halal Fleisch und Sex mit Schafen, Katzen für den Kochtopf weich prügeln oder gebrühter Hund zum Dessert. Geschenkt!
Die Tierquälerei, der verachtende Umgang mit Schwächeren ist global, fest verwurzelt in unserem Denken und bis auf eine belächelte Minderheit (die dann manchmal vielleicht anderen Menschen gegenüber ungenießbar und anstrengend sind) macht jeder dabei mit.

Tierschützer per se sind schwierig und seltsam und nach kurzer Zeit gründlich traumatisiert, …kein Wunder bei dem, was wir jeden Tag sehen, kein Wunder in welchem unvorstellbaren Notstand und Mangel wir kämpfen und arbeiten müssen, …das macht also auch nicht unbedingt Freude, die Tierschutzarbeit…mit den meisten jedenfalls…ich bin da keine Ausnahme.

Unsere Arbeit ist nämlich genau betrachtet ziemlich sinnlos.
Während ich gerade mit viel Einsatz EINE griechische Katze rette, züchten um die Ecke irgendwelche Idioten FÜNF neue „Rassekatzen“, sterben in Griechenland in der nächsten Straße FÜNFZIG Streunerkatzen leise vor sich hin, da schreien auf der Autobahn HUNDERT Schweine im Laster neben mir, vor Angst und Durst und es sterben minütlich 50.000 …jeden Moment… 5 Millionen …weltweit allein in den Schlachthöfen.
Weil wir es uns wert sind…einzig deshalb. Weil wir die größten Arschlöcher sind, die die Schöpfung je hervor gebracht hat.

Und überhaupt, …fehlt mir das Geld, für die Rettung der EINEN Katze in Griechenland dann an der Futterstelle für Hunde in Rumänien. Was für eine miese Wahl…aber ich treffe sie trotzdem. Dann habe ich also EINE gerettet. Dios mio!!! Wie soll man damit leben?

Während wir gerade darum kämpfen, das männliche Küken nicht ganz selbstverständlich zu Mus zerhackt werden, nach dem Schlüpfen (lebendig, versteht sich) liefert die Modeindustrie bereits die neuesten Pelz „Must Haves“ in die Läden. Die Weibchen unserer dämlichen Rasse sehen das in den Zeitschriften und müssen das unbedingt auch haben.. und in den zubetonierten Gärten und auf den Pestizid- verseuchten Feldern, verhungern Vögel, Insekten und Igel, am Stadtplatz verhungern die Tauben, während wir weihnachtlich schmücken und uns auf das Fest der Liebe vorbereiten.

Ich schmücke gerade den Vorgarten und muss dabei immerzu an die Kuh denken, die mit gebrochenen Beinen versucht aus dem Schlachthaus wegzurobben, die panisch mit verdrehten Gliedmassen am Boden kriecht, und dabei geschlagen wird.
Um sie herum schwimmt der Boden vom Blut ihrer Vorgänger, und während die Arbeiter brutal auf sie einprügeln, lachen sie. Wirklich, sie haben dabei gelacht…

Aber was soll´s, höre ich oft… „nicht immer alles so schwer nehmen, sind doch nur Tiere..“.
Ist nicht eher jeder wahnsinnig, den das NICHT wahnsinnig macht???

Mein Amoklauf ist eigentlich unvermeidlich, die Frage ist nur…wann 

Besinnliche Vorweihnachtszeit, ihr Lieben ❤

wahnsinn

Seelenmarzipan, Tierschutz

HOPE…die Kuh, die sich für einen Hund hält…die Geschichte ihrer abenteuerlichen Rettung <3

HOPE…DAS GLÜCKSKIND

Hope war die erste Kuh, die jemals in Griechenland vor dem Schlachter gerettet wurde, die bei Konstantina mitten in der Stadt, ein provisorisches Zuhause fand, die Himmel und Hölle in Bewegung setzte, ihrer Hope gegen alle Widerstände, Geldnot und Behördenwillkür ein Happyend zu ermöglichen. Ich durfte mit unserem Verein, Frieden für Pfoten auch ein bisschen dazu beitragen und Konstantina hat ihre spannende und berührende Geschichte für uns aufgeschrieben…eine Geschichte, die zum Nachdenken anregt.

Hope war wirklich ein Glückskind!
Es schien so, als hätte sich das gesamte Universum verschworen, alle Zufälle zusammenzubringen, damit ich von ihr erfahre.
Ich habe damals zufällig ein Mädchen über Facebook kennengelernt, das an einem Treffen für Veganer, in der benachbarten Stadt teilnehmen wollte.
Also trafen wir uns und sie erwähnte, dass neben dem Haus, in dem sie wohnt, ihr Vermieter viele Nutztiere unter unschönen Bedingungen hält, die er aufgrund seines Alters und der steigenden Ausgaben nicht mehr versorgen konnte und er hatte begonnen, sie nach und nach zum Schlachter zu bringen.
Er hatte bereits vor einer Woche ein Schwein geschlachtet und nun war Hope an der Reihe. Nach ihr würde er zwei Hirsche verkaufen oder töten.

Als ich davon hörte, war ich sehr aufgebracht. Ich wollte die Tiere gern sehen und als sie mir die Kuh zeigte, nachdem ich Hope „persönlich“ kennengelernt hatte, nachdem sie mich mit ihrer feuchten, großen Nase, freundlich angestupst hatte, da begann ich darüber nachzugrübeln, was getan werden könnte, um die restlichen Tiere zu retten.
Was Hope anging, hatte ich unglücklicherweise höchstens 3 Tage Frist, bis zu dem Tag, an dem ihr Besitzer sie schlachten lassen wollte. Sie ging mir einfach nicht mehr aus dem Kopf.

Unsere erste Begegnung

Die Idee, eine Seite auf Facebook zu erstellen, um das nötige Geld zu sammeln, schien weit hergeholt, aber ich hatte nichts zu verlieren … Danach könnte ich sie in unserem Garten behalten, da das Haus, das wir zur Miete bewohnen, über ein großes Grundstück verfügt. Deshalb haben wir es ausgesucht, damit wir uns um Streuner kümmern können.

Wenn alles gut geht, könnte ich später nach einem passenderen Platz für sie suchen – notfalls einen mieten, wenn es nicht anders ginge…
Was die Hirsche anging, da kontaktierte ich die Forstwirtschaft und verfasst eine Anzeige, weil es illegal ist, diese Art von Rehen zu besitzen. (Ein paar Wochen später erfuhr ich, dass die Rehe beschlagnahmt wurden und er eine Geldstrafe zahlen musste!)

Also richtete ich die Seite für Hope ein, in der Hoffnung, dass ich es schaffen würde, das Geld rechtzeitig zu sammeln. Die Resonanz der Öffentlichkeit war erstaunlich! Es war unfassbar, aber wir schafften es, den gesamten Betrag in nur vier Tagen zu sammeln. Alles passierte so schnell … Ich hatte keine Zeit darüber nachzudenken, was ich da eigentlich tat und was auf mich zukommen würde. Ich wusste so viel von Kühen, wie von der Astrophysik…nämlich gar nichts!

Bis zu diesem Tag hatte ich keinerlei Erfahrung mit Nutztieren, tatsächlich war es das erste Mal, dass ich eine Kuh „persönlich“ getroffen hatte!
Aber so schwer konnte das doch nicht sein. Ich informierte mich in den Läden, die Futter für Nutztiere verkauften, und bei Bauern.
Auf diese Weise erfuhr ich einiges über Ernährung und die Haltung von Kühen. Ich besorgte etwas Heu, getrockneten Klee und spezielle Maische aus gemahlenem Mais, Soja und anderen Mineralien und Vitaminen. Das waren die Vorbereitungen. Dann kaufte ich sie frei. Hope war jetzt meine Kuh!

Ich habe nie daran gedacht, Hope anzubinden oder einzusperren. Aber im Lauf der nächsten Tage, fand ich heraus, dass Kühe lebhafte Geschöpfe sind, voller Neugier auf alles! Das bedeutete viele Schäden … leider!

Hope verspeiste nicht nur alle unsere Blumen, sie aß auch die Reben und jeden Olivenbaum Zweig, den sie erreichen konnte, sie zerkaut und zerstörte Plastikzäune, Wasserschläuche und Zelte … sie brach sogar einen Außenwasserhahn ab, weil sie gelernt hatte, wie man ihn mit der Zunge öffnet und dann frisches fließendes Wasser genießt und schließlich zerkaute sie unseren Antennendraht! Ganz zu schweigen von den anderen Schäden, die sie dadurch verursachte, dass sie ihren Kopf überall rieb, weil sie versuchte, den Juckreiz zu lindern, den ihre wachsenden Hörner verursachten! Bei so einem großen Tier waren selbst einfache Dinge kompliziert!

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Eines der großen Probleme war natürlich das tägliche Saubermachen. Da sie nicht auf einen bestimmten Ort beschränkt war, fanden wir ihre „Kuchen“ buchstäblich vor unserer Tür! Vor allem vor unserer Tür, da sie, wie unsere Hunde und Katzen, die meiste Zeit dort verbracht hat, wo sie uns sah. Sie warteten immer vor unserer Haustür oder unter unserem Balkon auf uns. Es gab Zeiten, in denen das Thema Hygiene ziemlich schlimm war!

Da es Winter war – Hope kam Ende November 2017 zu uns, haben wir eine Scheune für sie gebaut, die auch tägliche Reinigung erforderte.
Um 6.30 Uhr ließen wir sie aus ihrem Stall, dann füttern, reinigen, den Stall sowie unseren Hof, mittags und abends wurde Hope gefüttert und wenn die Sonne unterging, lockten wir sie mit Karotten zurück in die Scheune…

Der Kampf gegen die Bürokratie

…Dieses Zusammenleben erforderte Kompromisse von allen Seiten … Zuerst musste ich unsere Hunde in Schach halten, weil sie Hope als Eindringling sahen und bellten, was sie erschreckte. Zum Glück dauerte es nur eine Woche, bis sie sich an sie gewöhnt hatten und alle dicke Freunde wurden. Dann musste ich Wege finden, die Hunde von ihrem Futter Brei fernzuhalten! Sie liebten ihn!

Aber dieses ungewöhnliche Zusammenleben bot mir und meiner Familie so viel! Es war unbezahlbar, all ihre Eigenheiten, ihre großartige Persönlichkeit kennen zu lernen. Früh am Morgen galoppierte sie von einer Ecke von unserem Hof ​​zur anderen… wie ein wildes Pferd, dann stupste sie uns mit ihrem Kopf an und lud zum Spielen ein. Das war in Anbetracht ihrer Größe und Stärke, der sie sich nicht bewusst war, manchmal mit blauen Flecken verbunden.

Mittags lag sie gemütlich in der Sonne und käute wieder und wenn es ihr zu heiß wurde, dann ging sie in ihre Scheune. Manchmal spielte sie mit den Hunden und oft lag sie einfach nur neben ihnen. Sie fühlte sich als Bestandteil des Rudels und unsere Hunde akzeptierten sie als großen Hund, der seltsame Geräusche machte.

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Als der Frühling kam und die Nächte wärmer wurden, machte sie uns klar, dass sie nicht mehr in der Scheune übernachten möchte. Sie wählte als Nachtlager einen bestimmten Olivenbaum in der Nähe unseres Balkons.
Am Morgen fanden wir sie an einem Punkt des Feldes, wo sie eine tolle Aussicht auf ganz Volos hatte!
Hope liebte es, mit dem fließenden Wasser auf ihrer Zunge zu spielen, und sie hatte sogar gelernt, die Tür des Lagerraums zu öffnen! Mit einem Blick ihrer Augen konnte sie uns sagen, was sie wollte … Essen … Liebkosungen oder nur ein bisschen Gesellschaft.

Ich fand heraus, … und ich möchte, dass das jeder weiss:

Hope fühlt und benimmt sich buchstäblich wie ein Hund. Wirklich! Jede Kuh ist genauso empfindsam und klug wie ein Hund. Nur mit dem Unterschied, dass wir Hunde lieben und Kühe quälen, schlachten und aufessen!

Irgendwann musste ich jedoch einsehen, dass Hope nicht auf Dauer bei uns bleiben kann. Ich habe versucht, einen anderen Ort für sie zu finden, da ich zur Miete wohne und einige Nachbarn sich über die Gerüche beschwerten … Leider habe ich nichts gefunden, was sich stimmig anfühlte, also blieb sie vorerst bei uns.
Zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch keine Ahnung, welche grauenhafte Bürokratie zu bewältigen wäre, sollte sie den Standort wechseln.
Ich dachte, wenn die Zeit gekommen wäre und wir ein Zuhause für sie gefunden hätten, würden wir sie einfach mit einem Lieferwagen dorthin transportieren. Aber bald erfuhr ich, dass das bei Tieren auf dem Bauernhof und vor allem bei Kühen nicht so einfach ist! Kühe unterliegen als Nutztiere strengen Hygienevorschriften.

Als wir schließlich Vrouvas Farm fanden, die sich auf einer Insel befindet, und Hope mit dem Schiff transportiert werden musste, war schnell klar, dass alles akribisch nach den gesetzlichen Vorgaben erledigt werden muss. Und so begann der Kampf mit der griechischen Bürokratie!

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Der Behörden Irrsinn ging weiter!

Zuerst musste ich ein Papier erstellen, in dem stand, dass ich sie freilaufend gefunden habe und dass ich sie adoptierte- also war ich ihr rechtmäßiger Besitzer. (Der alte Mann, der sie an mich verkaufte, hatte natürlich keine Papiere, da die Bauern oft illegal Vieh verkaufen oder umtauschen, um größere Gewinne zu erzielen).

Glücklicherweise arbeitete die Frau meines Tierarztes für das Veterinäramt, so dass die Dinge ein wenig leichter wurden. Um Hope zu transportieren, mussten wir bescheinigen, dass sie gesund war und dass Hope alle notwendigen Impfungen erhalten hatte. Aber das nächste Problem bestand darin, dass diese Impfstoffe nur in großen Portionen erhältlich waren, da sie ja in der Regel für eine große Anzahl von Tieren bestimmt waren, also musste ich auf übrig gebliebene Einheiten warten. Das hat uns viel Zeit gekostet, genau wie die Einhaltung der Quarantänevorschriften nach der Impfung. Der gesamte Prozess der Bürokratie dauerte mehr als drei Monate.

Und dann, als ich dachte, wir wären endlich fertig, informierten sie mich, dass Hope nur von einem „legalen Rindertransporter“ transportiert werden könne. Das bedeutete, dass ich jemanden finden musste, der Kühe transportierte und eine Lizenz für eine bestimmte Transport Reichweite hatte, eine Vorgabe, die alles sehr schwierig machte, weil ich jemanden mit einem großen LKW und einem nahe gelegenen Standort beauftragen musste. Was würde das alles nur kosten!!!

Ich fing an, alle abzutelefonieren, aber nur ein Transportunternehmen erklärte sich bereit, Hope für den Preis von „nur“ 500 Euro zu transportieren. Aber es gab einen Haken! Er würde Hope erst dann mitnehmen, wenn er sich in der Nähe von Volos aufhielt. Dieses Warten hat uns einen weiteren Monat gekostet!
Natürlich wollte ich Hope nie einem solchen Stress aussetzen. Der Transporteur machte klar, dass er kommen würde, um Hope abzuholen, dann würde er andere Kühe zum Schlachten abholen, sie alle zu den öffentlichen Schlachthöfen in der Nähe von Pireaus bringen und mich dann im Hafen treffen, um Hope auf das Schiff nach Aegina zu bringen.

Oh mein Gott! Ich hatte solche Angst, dass etwas schiefgehen könnte und Hope selbst im Schlachthof landen würde! 
Ich überlegte, wenn ich die Hafenbehörden von Piräus überreden könnte, eine Ausnahme für Hope zu machen und sie könnte auf einem Pferdetransporter angeliefert werden…dann wäre das die Lösung.
Das hat tatsächlich geklappt. Ich erhielt das OK von den Hafenbehörden und der Reederei. Aber als ich zum öffentlichen Veterinäramt ging, um Hopes Gesundheitspass zu bekommen, stellte sich heraus, dass das Veterinäramt von Piräus nicht damit einverstanden war und sie ihre Erlaubnis für den Transport nicht geben würden … Ich war am Boden zerstört …

Nicht nur wegen der verlorenen Zeit und wegen der harten
Arbeit, die ich bis dahin hatte, ich wollte Hope auch „würdig“ und unter guten Bedingungen transportiert wissen, und nicht als „Vieh“. Ich wollte, dass diese Reise symbolisch ist, um zu zeigen, dass eine Kuh auch als Haustier Rechte haben kann, um zu zeigen, dass sich Dinge ändern können … aber leider hat das nicht funktioniert. … Um es kurz zu machen, ich habe die Reise mit dem „legalen Rindertransporter“ gebucht.

Zum Glück, obwohl er selbst Bauer und Metzger war, interessierte der Transporteur sich für Hope und er kümmerte sich gut um sie während der Reise in ihr zukünftiges Zuhause. (Nachdem ich ein bisschen mehr mit ihm geredet hatte, erfuhr ich, dass er über Veganismus Bescheid wusste, weil seine Tochter daran interessiert war, Veganerin zu werden! Er gab zu, dass Tiere verstehen, dass sie geschlachtet werden und es nicht schön ist, was mit ihnen passiert und wie sie dabei leiden! Nachdem er Hope transportiert hatte, folgte er sogar Hopes FB-Seite!)

Der Abschied

Es war sehr schwierig und ein sehr emotionaler Moment für mich, Hope bei Vrouva zurückzulassen… Aber jetzt, zwei Monate später, hat Hope sich vollständig eingewöhnt.
Natürlich hat sie dort auch schon einige Schäden verursacht! Sie hat ihren Holzzaun durchbrochen und ist in das Zimmer von einer der Freiwilligen spaziert und hinterliess ein ziemliches Durcheinander.
Ein anderes Mal hat sie versucht, das Heu einer alten Eselin zu stehlen und sie wurde von ihr an den Kopf getreten – glücklicherweise nicht zu heftig!
Der Mann, der sich um sie kümmert, weiß sehr viel über Kühe, weil seine Familie früher Kühe hatte und er mit ihnen aufwuchs. Er sagte, dass Hope die klügste und pfiffigste Kuh ist, die er jemals getroffen hat! 

Hope unterscheidet sich in keinster Weise von einem Hund oder einer Katze! Sie ist intelligent – sie hat sich in nur zwei Tagen an ihren neuen Namen gewöhnt -, sie lernte, mit ihrer Zunge Wasserhähne und Türgriffe zu öffnen, sie teilte uns mit, wenn sie hungrig war oder spielen wollte. Es ist sehr traurig, dass wir Tiere nach Belieben in Haustiere und Nutztiere einteilen! Das ist unsere Einteilung, nicht ihre!

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Sie ist die erste Kuh, die in Griechenland gerettet wurde. Ich hoffe wirklich, dass ihre Geschichte die Menschen dazu animieren wird, Nutztiere unter einem neuen Blickwinkel zu sehen, und wenn ihr sie kennen lernen würdet, dann würdet ihr verstehen, dass alle Tiere gleich sind – genauso wie wir!

Sorry für den langen Text … das ist nur eine Zusammenfassung von allem, was ich mit ihr erlebt habe. Wenn ihr weitere Fragen habt, erzähle ich euch gerne mehr. Dankeschön für euer Interesse.
eure
Konstantina Peyou

(Textbearbeitung und Übersetzung BMS)

Aufreger, Tierschutz

Eine dunkle Stunde für den Tierschutz in Deutschland!

Tierleid Befürworterin hält Ansprache für den deutschen Tierschutzpreis

Kann man sich nicht ausdenken!!!

Wer wurde vom deutschen Tierschutzbund als Rednerin zur Verleihung des deutschen Tierschutzpreises eingeladen? Da kommt ihr nie drauf!
Julia Klöckner, Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, die mit ihrer Partei unter anderem dafür verantwortlich zeichnet, dass

  • Wildtiere nach wie vor im Zirkus leiden
  • grauenhafte Tierversuche, die nach EU Recht jederzeit verboten werden könnten, weiterhin erlaubt sind
  • Ferkel nach wie vor ohne Betäubung kastriert werden dürfen
  • Küken bei lebendigem Leib geschreddert werden
  • Auslands- Qualtransporte weiterhin erlaubt sind
  • Verzichtbare  Pflicht-Tierversuche für Studenten weiterhin zwingend sind
  • Totschlagfallen bei der Jagd weiterhin erlaubt bleiben
  • Schmerzhafte Brandzeichen weiterhin erlaubt sind (die Tiere erleiden hochgradige Verbrennungen!)
  • Tierheime nach wie vor keine Unterstützung aus dem Bundeshaushalt erhalten
  • Mastbetriebe nur alle paar Jahre kontrolliert werden 
  • Rinder weiterhin dauerhaft im Stall angekettet sein dürfen
  • es nach wie vor keine flächendeckende Videoüberwachung in Schlachthöfen gibt, die die schlimmsten Missstände und Misshandlungen aufdeckt
  • Aktivisten, die all diese Missstände dokumentieren, härter bestraft werden sollen.

(Quelle Bildmaterial: PETA)

Ja…all das Blut, all das Leid und all die ungehörten Schreie hat Frau Klöckner mit zu dieser Veranstaltung getragen. Sie stimmte mit ihrer Partei bisher konsequent gegen sämtliche Bemühungen, das unsagbare Leid der Tiere zu verringern und was noch schlimmer ist, sie duldet, dass selbst EU Regelungen umgangen werden, die Tierversuche einschränken würden. Sie schützt Tierquäler, indem sie die Aufdeckung der Missstände in den Ställen, durch härtere Strafen unterbinden möchte, sie fordert harte Strafen für jeden, der das stille Leid dort, durch Fotos und Video Aufzeichnungen dokumentiert.

Die Festrednerin auf einer Veranstaltung für den Tierschutz zeichnet mitverantwortlich, für millionenfaches, grauenhaftes… und vermeidbares Tierleid! 

Wäre es nicht so erbärmlich traurig, was sich die Verantwortlichen hier geleistet haben, wie sie Tierschutz in den Schmutz gezogen haben, mit dieser Wahl … dann wäre das die reine Comedy.
Leider war es Realität und zeigt deutlich, wie diese Veranstaltung zu werten ist.
Um Tiere ging es dabei offensichtlich nicht!
Das war eine dunkle Stunde für den Tierschutz in diesem Land und viele Unterstützer des deutschen Tierschutzbunds fragen sich zu Recht, welchen Sinn eine Veranstaltung, wie der „Deutsche Tierschutzpreis“ haben soll, wenn dort Politiker eine Bühne finden, die Tierschutz mit Füßen treten!

Hier noch ein Beispiel, für den „heldenhaften“ Einsatz dieser Frau für den Tierschutz:
Frau Klöckner hätte jederzeit die Möglichkeit, DAS zu beenden, hat es aber nicht für notwendig befunden:

Die FDP und die Grünen haben heute zwei unterschiedliche Anträge zum Thema Tiertransporte im Agrarausschuss des Bundestages abstimmen lassen. Die Anträge zielten darauf ab, die Vorgaben für Lebendtiertransporte strenger zu fassen. Beide wurden mit den Stimmen von CDU/CSU und SPD gegen die Stimmen der Oppositionsfraktionen abgelehnt. (Quelle Top Agrar News 26.9.2018)

„…Ratten und Mäuse zur vorgeblichen Depressionsforschung so lange zum Schwimmen gezwungen, bis sie vor Erschöpfung und Verzweiflung aufgeben und aufhören zu schwimmen. Oder ihnen werden über den Käfigboden Elektroschocks verabreicht, denen sie nicht entkommen können, bis sie nicht mehr hochspringen und den Schmerz über sich ergehen lassen. Schon die Namen dieser Versuchsmethoden – „Verzweiflungstest“ und „Erlernte Hilflosigkeit“ – lassen erahnen, was die Tiere erleiden müssen. Nach den Vorgaben der EU-Tierversuchsrichtlinie könnten solche Praktiken verboten werden.
„Deutschland hat jedoch bei der Umsetzung dieser Richtlinie in nationales Recht verfassungswidrigerweise ein Schlupfloch genutzt, um auch die schwerstbelastenden Tierversuche weiter zu erlauben“, erklärt Dr. med. vet. Corina Gericke, Vorstandsmitglied des Ärztevereins.“

(Quelle: Ärzte gegen Tierversuche e.V.)

Frau Klöckner als Festrednerin bei der Verleihung des Deutschen Tierschutzpreises einzuladen ist ungefähr so stimmig, wie wenn jemand  Herrn Höcke von der AfD als Festredner, anlässlich der Verleihung eines Preises für Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe präsentieren würde. Ziemlich schräg das ganze .

Wichtig wäre mir noch, darauf hinzuweisen, dass längst nicht alle im Deutschen Tierschutzbund diese Entscheidung billigten, die einzig vom Dachverband getroffen wurde. In den Landesverbänden reagierte man mit Unverständnis und Ratlosigkeit. Schade, dass die insgesamt hervorragende Arbeit an vielen Stellen, auf diese Weise in ein falsches Licht gerückt wurde!

 

Aufreger, Lifestyle

Ist das Kunst oder kann der Dreck weg?! VORSICHT, SATIRE!!!!

Nachdem die Auftritte der Punkbands in Chemnitz üer 65.000 Menschen mobilisiert haben, für eine gute Sache einzutreten und die Stimme zu erheben, habe ich auch ein Lied geschrieben, es richtet sich gegen Gewalt und Tierleid und wirbt für mehr Toleranz und Liebe und ich bin mir sicher, dass mit diesen Zeilen endlich jedem klar wird:
Wir wir müssen einfach friedlicher und achtsamer miteinander umgehen.
Inspiriert dazu wurde ich übrigens durch die Textvorlagen von Feine Sahne Fischfilet und K.I.Z. , denn sie haben mir vorgemacht, wie die Lyrik erfolgreicher Protestsongs gegen Hass und Gewalt und menschenverachtendes Gedankengut aussehen muss, damit man die Menschen erreicht, vom Bundeskanzler empfohlen wird und im Livestream der großen Sender läuft.
Dass ich da vorher nie drauf gekommen bin!
Danke an dieser Stelle, den feinsinnigen Dichtern der anspruchsvollen Lyrik der Hasslieder.
Wir haben so viele Künstler und Bands, die wirklich singen können und die mit ihrem Auftritt wirklich ein lautes und klares Signal gegen RECHTSEXTREMISMUS, gegen HASS und für Toleranz hätten setzen können…ohne dabei neuen Hass zu verbreiten. Aber man entschied sich für andere, warum auch immer… Ganz am Ende des Blogs ist eine Kostprobe, falls ihr die Texte, die dort vorgetragen wurden, nicht kennt…
Obwohl mir bei aller Anstrengung nicht gelungen ist, so sinnfrei und menschenverachtend zu texten, wie die Vorlagen… ich bin gespannt, ob der Bundespräsident auch meinen Text für ein Konzert empfiehlt.  (*hoffnungsvoll*) ❤ 
VORSICHT SATIRE !!!!
„Eingezwängt in Stahl und Gitter,
ohne Hoffnung ohne Recht
warten sie auf meine Stimme,
seh ich ihr Leiden wird mir schlecht,
muss ich weinen, schreien, rotzen,
möcht´ich vor Lobbytüren kotzen.
Ich scheiss auf Sitten, auf eure Werte,
ihr seid ein Schandfleck für die Erde
Hey du mieses Schlachterschwein
ich komme zu dir heut Nacht,
dann steck ich dir mein Messer rein
und schlacht´ dich einfach ab.
Dann spritzen Blut, Gedärm und Hoden,
auf den weißen Kachelboden.
Hey, hey, hey … Gerechtigkeit…mit dem Messer gegen Leid!
Schlag den Lobbys in die Fresse,
hau die Fenster ein, der Presse,
bis sie endlich Eier zeigen,
der Industrie die Meinung geigen.
Hey, hey, hey… Gerechtigkeit… mit Faust und Steinen gegen Leid.
Schmeiss Bomben drauf, wo Tiere leiden
Sadisten zuckende Körper zerschneiden,
dann frag ich sie, wie gut das tut,
und lösch sie aus, die miese Brut.
Hey hey hey…Gerechtigkeit…mit der Zündschnur gegen Leid.
Ich hab in der Schule fleissig gelernt…
Ich hab in der Schule fleissig gelernt…
Brauch kein Pferd, und auch kein Affen
lass euch in eigne Spiegel gaffen:
Erkennt ihr eure Wut, den Hass?
Wer solche Scheisse hypt ist krass.
Wer denkt mit solcher Art Satire
etwas zu schaffen, für die Tiere
verwechselt Kunst mit Müll und Gülle.
Sein Haupt in Sack und Asche hülle!!!!
MEINE AUFRICHTIGE ENTSCHULDIGUNG AN ALLE, FÜR DIE UNSÄGLICHE SPRACHE.
Aber mir war wichtig aufzuzeigen, wie man es bitte NICHT machen sollte, wenn man sich ein Quentchen Anstand und Werte bewahren möchte. Wenn man nicht möchte, dass Kinder solche unsäglichen Textzeilen mitgröhlen.

ICH DISTANZIERE MICH AUSDRÜCKLICH VON DIESEN ZEILEN, SIE SOLLTEN EINZIG ALS ANSCHAULICHES BEISPIEL DIENEN, WIE DEGENERIERT UNSERE WAHRNEHMUNG MITTLERWEILE IST, DENN WESENTLICH WIDERLICHERE TEXTZEILEN WURDEN VON 65.000 KRITIKLOS, JA SOGAR FRENETISCH, GEFEIERT…FÜR DEN GUTEN ZWECK…ICH FAND DAS SEHR VERSTÖREND!

Übrigens brachte ich es nicht einmal in einem ausdrücklich gekennzeichneten Satire Beitrag übers Herz, Polizisten mit Hassnamen zu versehen, wie das in den Songtexten auf dem #wirsindmehr Konzert der Fall war. Das ist so ein Grundsatzding….Werte…Verfassung und so, auch wenn das heute für die Meisten keine Rolle mehr spielt. Man möge mir diese Unterlassung bitte nachsehen…andere sind da nicht so kleinlich..
Über die Band „Feine Sahne Fischfilet“ hieß es in einem Verfassungsschutzbericht:
…“sie spreche „ihrem politischen Gegner das Recht zur Ausübung der genannten Grundrechte schlicht ab“. Zwischen 2009 und 2016 gab es zudem 16 Ermittlungsverfahren gegen Bandmitglieder, unter anderem wegen Landfriedensbruchs, gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung, Raub und Nötigung. Und diese Band sollte nun also ein „Zeichen gegen Gewalt“ setzen. Ausgerechnet. Und nicht nur die…“
(Philippe Debionne, Berliner Zeitung)

Hier ist einer der Texte, die tatsächlich auf dem Chemnitzer Konzert vorgetragen wurden, Zeilen die frenetisch mitgesungen wurden, auch von Jugendlichen, bei denen ich mir nicht wirklich sicher bin, in wieweit sie Kunst und Satire unterscheiden können…

„…Ich mach Mousse aus deiner Fresse
Boom verrecke
Wenn ich den Polenböller in deine Kapuze stecke
Die halbe Schule war querschnittsgelähmt von mei’n Nackenklatschern…
…..Ich ramm die Messerklinge in die Journalistenfresse…

…Trete deiner Frau in den Bauch, fresse die Fehlgeburt…

…Sei mein Gast, nimm ein Glas von mei’m Urin und entspann dich…

Ist eine Frau nicht nackt, dann beschmeiss ich sie mit Scheine
Macht sie sich dann nackt, dann beschmeiss ich sie mit Steine

…Wenn wir wieder da sind, Vierer mit Tommi und Annika
Vom Speed sieht uns’re Pisse, mittlerweile aus wie Sangria…

…Eva Herman sieht mich, denkt sich, was’n Deutscher
Und ich gebe ihr von hinten, wie ein Staffelläufer
Ich fick sie grün und blau, wie mein kunterbuntes Haus
Nich alles was man oben reinsteckt kommt unten wieder raus…

Ich war in der Schule und habe nix gelernt
Doch heute habe ich eien Affen und ein Pferd…

…Ich rasiere mein Äffchen und lass es anschaffen
Tret so lange auf dein Kopf bis vier und drei acht machen
Die Missgeburt vom Jugendamt wird sich eine Kugel fangen…

…In der Schule hatte ich eine eins im Tiere quäl’n
Nach meinem Uppercut kannst du dein Arsch ohne Spiegel seh’n…

…Ich hoff, dass ihr bald alle abhaut in die Staaten
Zum Geburtstag wünsche ich mir, dass ihr aufhört zu atmen…“

( Auszüge aus dem in Chemnitz vorgetragenen Liedertext: „Ein Affe und ein Pferd“ von K.I.Z)

 

Ich für meinen Teil, setze  lieber andere Zeichen gegen Rechtsextremismus, gegen Gewalt  und Hass, denn wer mit Schmutz wirft, wird zwangsläufig immer auch selbst schmutzig, … Ich stehe entschieden gegen Brauntöne, ganz gleich, aus welchem politischem und ideologischem Gülletopf  sie stammen…ganz gleich, ob sie stahlblau oder schillernd bunt verpackt wurden…
Peace. ❤
Tierschutz

Fiona…die Katze, die wie ein Hund gehorchen sollte …eine wahre Geschichte

Manche Katzen haben das Pech, einfach immer zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein. Fiona war so eine Katze. Zunächst machte sie den Fehler, überhaupt geboren zu werden. Das ist sehr verhängnisvoll, denn es bedeutet, ein Leben geprägt von Hunger, Krankheit und Schmerzen, beständige Gefahren und meist ein unschönes Sterben, kommt man als heimatloser Streuner auf die Welt. Doch zunächst sah es so aus, als wären die Götter einsichtig und wollten ihren Fehler wieder gut machen. Fiona wurde bei einem freiwilligen Helfer aufgenommen, denn sie war sehr liebenswürdig, vertrauensvoll und dazu wunderschön. Sie sollte nicht auf der Straße bleiben und sicher hätte sie gute Chancen, von einem lieben Menschen adoptiert zu werden. Und genau das passierte dann auch. Fiona erhielt nicht nur ihren Namen sondern auch ein Zuhause.

Leider hatte man versäumt, dieses Zuhause genauer unter die Lupe zu nehmen. Das passiert sehr oft und während bei uns alle zukünftigen Adoptanten auf Herz und Nieren geprüft, argwöhnisch begutachtet und manchmal sogar schon fast auf aufdringliche Weise begleitet werden, damit nur ganz sicher alles gut geht und unsere Schätze den idealen Menschen und Platz finden, sind sie in vielen Fällen auf sich allein gestellt, nachdem sie jemand in eine Transportkiste gepackt hat und abgeholt. So erging es Fiona.

Ihr neues Zuhause, das erste Zuhause, das sie überhaupt kannte, war eine Katastrophe. Fionas Besitzer hatte sich in den Kopf gesetzt, sie zu erziehen wie einen Hund. Auch die Erziehungsmaßnahmen, die er anwendete, ähnelten denen, die in schlechter Hundehaltung angewandt werden: Schläge, Strafen und scharfe Worte.
Die arme Katze wusste nicht, was man überhaupt von ihr wollte, ihre Angst wuchs mit jedem Tag und als man bei SCARS endlich durch Zufall von ihrem Schicksal erfuhr und sie mit viel Tricks und Kniffen aus der trostlosen Lage befreite und in die Cattery holte…da war es bereits zu spät. Fionas Seele war beschädigt.
Aus der zutraulichen und freundlichen Katze war ein argwöhnischer, ängstlicher „Shadow“ geworden…eine Schattenkatze, die Menschen verabscheute und jedes Vertrauen verloren hatte.

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Nicht anfassen…und nicht ansehen…ich bin unsichtbar!

Ich muss zugeben, dass ich mich nicht übermäßig für sie interessierte, denn bei einem ersten Besuch in der Cattery Athen hatte ich damals nur Augen für Iron. Trotzdem fiel mir Nafsikas trauriger Unterton auf, mit dem sie in zwei, drei Sätzen Fionas Schicksal umriß. Dann vergaß ich sie wieder, zwischen all den täglichen Notfällen, niedlichen Babies, sterbenden Unfallopfern und misshandelten Seelchen. Bis…ja bis Pax aufgenommen wurde und ich mir überlegte, seine Geschichten dazu zu nutzen, auf andere „Ladenhüter“ in der Cattery aufmerksam zu machen.
„Bitte nimm Fiona“…schrieb mir Nafsika. Und ich war erschüttert, dass sich auch nach 1.5 Jahren nichts an ihrem Zustand verändert hatte. Fiona war scheu, Fiona hasste Menschen, Fiona würde wohl den Rest ihres Lebens in dem winzigen Zimmer in der Cattery verbringen und vergeblich auf ein Wunder warten. Es war an der Zeit, das zu ändern!

Also ließ ich Pax erzählen…von einer traurigen Prinzessin, die sich Nachts in den Schlaf weint und für die wir uns alle so sehr eine 2. Chance erhofften und die er immer mit seinen klugen und einfühlsamen Worten tröstet. Schattenkatze Fiona erreichte dadurch viele, viele Leser und dann hatte sie zum ersten mal in ihrem Leben wirklich Glück. Den Jackpot, um genau zu sein!

Iris, die in unserem Frieden für Pfoten Team aus der Schweiz unterstützt und dort ihr Herz und Haus für besondere Notfellchen weit offen hat, sie beschloss, Fiona zu sich zu holen. Sie sollte alle Zeit der Welt erhalten, sich zu überlegen, ob sie nicht doch wieder Vertrauen fassen möchte und falls nicht…dann würde sie immerhin mit anderen Katzen in einem wunderschönen, großzügigen Zuhause leben, wo sie liebevoll umsorgt wird.
Gesagt getan. Aus Prinzessin Fiona wurde Lady und aus der Schattenkatze aus Griechenland wurde eine Schattenkatze in der Schweiz.
Katzenflüsterin Iris ließ die verstörte und misstrauische Lady ganz in Ruhe ankommen. Sie sprach freundlich mit ihr, reichte aus sicherer Entfernung kleine Leckerbissen und ich vermute, sie schickte ihr auch tonnenweise Heil-Energie und kommunizierte auf Ebenen, die nicht jedem zugänglich sind <3. Was auch immer Iris getan hat…es hat funktioniert ❤
Ein paar Monate…  und dann begann unsere Schattenkatze wieder zu strahlen.
Mittlerweile ist sie überall mit dabei, mittlerweile darf Iris sie sogar streicheln und ich bin mir sicher…Lady wird bald ihr Talent als Seelenkatze entdecken und irgendwann treffen die ersten Kuschelbilder ein..
Woher ich das weiß? Ihre Augen haben es mir längst verraten ❤

Dankeschön, liebe Iris, Dankeschön, liebe Nafsika…und Dankeschön Pax…du hast einigen Schattenkatzen aus der Cattery ins große Glück verholfen ❤

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Lady heute…entspannt…flauschiger…weicher …glücklich ❤