Seelenmarzipan, Tierschutz

HOPE…die Kuh, die sich für einen Hund hält…die Geschichte ihrer abenteuerlichen Rettung <3

HOPE…DAS GLÜCKSKIND

Hope war die erste Kuh, die jemals in Griechenland vor dem Schlachter gerettet wurde, die bei Konstantina mitten in der Stadt, ein provisorisches Zuhause fand, die Himmel und Hölle in Bewegung setzte, ihrer Hope gegen alle Widerstände, Geldnot und Behördenwillkür ein Happyend zu ermöglichen. Ich durfte mit unserem Verein, Frieden für Pfoten auch ein bisschen dazu beitragen und Konstantina hat ihre spannende und berührende Geschichte für uns aufgeschrieben…eine Geschichte, die zum Nachdenken anregt.

Hope war wirklich ein Glückskind!
Es schien so, als hätte sich das gesamte Universum verschworen, alle Zufälle zusammenzubringen, damit ich von ihr erfahre.
Ich habe damals zufällig ein Mädchen über Facebook kennengelernt, das an einem Treffen für Veganer, in der benachbarten Stadt teilnehmen wollte.
Also trafen wir uns und sie erwähnte, dass neben dem Haus, in dem sie wohnt, ihr Vermieter viele Nutztiere unter unschönen Bedingungen hält, die er aufgrund seines Alters und der steigenden Ausgaben nicht mehr versorgen konnte und er hatte begonnen, sie nach und nach zum Schlachter zu bringen.
Er hatte bereits vor einer Woche ein Schwein geschlachtet und nun war Hope an der Reihe. Nach ihr würde er zwei Hirsche verkaufen oder töten.

Als ich davon hörte, war ich sehr aufgebracht. Ich wollte die Tiere gern sehen und als sie mir die Kuh zeigte, nachdem ich Hope „persönlich“ kennengelernt hatte, nachdem sie mich mit ihrer feuchten, großen Nase, freundlich angestupst hatte, da begann ich darüber nachzugrübeln, was getan werden könnte, um die restlichen Tiere zu retten.
Was Hope anging, hatte ich unglücklicherweise höchstens 3 Tage Frist, bis zu dem Tag, an dem ihr Besitzer sie schlachten lassen wollte. Sie ging mir einfach nicht mehr aus dem Kopf.

Unsere erste Begegnung

Die Idee, eine Seite auf Facebook zu erstellen, um das nötige Geld zu sammeln, schien weit hergeholt, aber ich hatte nichts zu verlieren … Danach könnte ich sie in unserem Garten behalten, da das Haus, das wir zur Miete bewohnen, über ein großes Grundstück verfügt. Deshalb haben wir es ausgesucht, damit wir uns um Streuner kümmern können.

Wenn alles gut geht, könnte ich später nach einem passenderen Platz für sie suchen – notfalls einen mieten, wenn es nicht anders ginge…
Was die Hirsche anging, da kontaktierte ich die Forstwirtschaft und verfasst eine Anzeige, weil es illegal ist, diese Art von Rehen zu besitzen. (Ein paar Wochen später erfuhr ich, dass die Rehe beschlagnahmt wurden und er eine Geldstrafe zahlen musste!)

Also richtete ich die Seite für Hope ein, in der Hoffnung, dass ich es schaffen würde, das Geld rechtzeitig zu sammeln. Die Resonanz der Öffentlichkeit war erstaunlich! Es war unfassbar, aber wir schafften es, den gesamten Betrag in nur vier Tagen zu sammeln. Alles passierte so schnell … Ich hatte keine Zeit darüber nachzudenken, was ich da eigentlich tat und was auf mich zukommen würde. Ich wusste so viel von Kühen, wie von der Astrophysik…nämlich gar nichts!

Bis zu diesem Tag hatte ich keinerlei Erfahrung mit Nutztieren, tatsächlich war es das erste Mal, dass ich eine Kuh „persönlich“ getroffen hatte!
Aber so schwer konnte das doch nicht sein. Ich informierte mich in den Läden, die Futter für Nutztiere verkauften, und bei Bauern.
Auf diese Weise erfuhr ich einiges über Ernährung und die Haltung von Kühen. Ich besorgte etwas Heu, getrockneten Klee und spezielle Maische aus gemahlenem Mais, Soja und anderen Mineralien und Vitaminen. Das waren die Vorbereitungen. Dann kaufte ich sie frei. Hope war jetzt meine Kuh!

Ich habe nie daran gedacht, Hope anzubinden oder einzusperren. Aber im Lauf der nächsten Tage, fand ich heraus, dass Kühe lebhafte Geschöpfe sind, voller Neugier auf alles! Das bedeutete viele Schäden … leider!

Hope verspeiste nicht nur alle unsere Blumen, sie aß auch die Reben und jeden Olivenbaum Zweig, den sie erreichen konnte, sie zerkaut und zerstörte Plastikzäune, Wasserschläuche und Zelte … sie brach sogar einen Außenwasserhahn ab, weil sie gelernt hatte, wie man ihn mit der Zunge öffnet und dann frisches fließendes Wasser genießt und schließlich zerkaute sie unseren Antennendraht! Ganz zu schweigen von den anderen Schäden, die sie dadurch verursachte, dass sie ihren Kopf überall rieb, weil sie versuchte, den Juckreiz zu lindern, den ihre wachsenden Hörner verursachten! Bei so einem großen Tier waren selbst einfache Dinge kompliziert!

Hope1

Eines der großen Probleme war natürlich das tägliche Saubermachen. Da sie nicht auf einen bestimmten Ort beschränkt war, fanden wir ihre „Kuchen“ buchstäblich vor unserer Tür! Vor allem vor unserer Tür, da sie, wie unsere Hunde und Katzen, die meiste Zeit dort verbracht hat, wo sie uns sah. Sie warteten immer vor unserer Haustür oder unter unserem Balkon auf uns. Es gab Zeiten, in denen das Thema Hygiene ziemlich schlimm war!

Da es Winter war – Hope kam Ende November 2017 zu uns, haben wir eine Scheune für sie gebaut, die auch tägliche Reinigung erforderte.
Um 6.30 Uhr ließen wir sie aus ihrem Stall, dann füttern, reinigen, den Stall sowie unseren Hof, mittags und abends wurde Hope gefüttert und wenn die Sonne unterging, lockten wir sie mit Karotten zurück in die Scheune…

Der Kampf gegen die Bürokratie

…Dieses Zusammenleben erforderte Kompromisse von allen Seiten … Zuerst musste ich unsere Hunde in Schach halten, weil sie Hope als Eindringling sahen und bellten, was sie erschreckte. Zum Glück dauerte es nur eine Woche, bis sie sich an sie gewöhnt hatten und alle dicke Freunde wurden. Dann musste ich Wege finden, die Hunde von ihrem Futter Brei fernzuhalten! Sie liebten ihn!

Aber dieses ungewöhnliche Zusammenleben bot mir und meiner Familie so viel! Es war unbezahlbar, all ihre Eigenheiten, ihre großartige Persönlichkeit kennen zu lernen. Früh am Morgen galoppierte sie von einer Ecke von unserem Hof ​​zur anderen… wie ein wildes Pferd, dann stupste sie uns mit ihrem Kopf an und lud zum Spielen ein. Das war in Anbetracht ihrer Größe und Stärke, der sie sich nicht bewusst war, manchmal mit blauen Flecken verbunden.

Mittags lag sie gemütlich in der Sonne und käute wieder und wenn es ihr zu heiß wurde, dann ging sie in ihre Scheune. Manchmal spielte sie mit den Hunden und oft lag sie einfach nur neben ihnen. Sie fühlte sich als Bestandteil des Rudels und unsere Hunde akzeptierten sie als großen Hund, der seltsame Geräusche machte.

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Als der Frühling kam und die Nächte wärmer wurden, machte sie uns klar, dass sie nicht mehr in der Scheune übernachten möchte. Sie wählte als Nachtlager einen bestimmten Olivenbaum in der Nähe unseres Balkons.
Am Morgen fanden wir sie an einem Punkt des Feldes, wo sie eine tolle Aussicht auf ganz Volos hatte!
Hope liebte es, mit dem fließenden Wasser auf ihrer Zunge zu spielen, und sie hatte sogar gelernt, die Tür des Lagerraums zu öffnen! Mit einem Blick ihrer Augen konnte sie uns sagen, was sie wollte … Essen … Liebkosungen oder nur ein bisschen Gesellschaft.

Ich fand heraus, … und ich möchte, dass das jeder weiss:

Hope fühlt und benimmt sich buchstäblich wie ein Hund. Wirklich! Jede Kuh ist genauso empfindsam und klug wie ein Hund. Nur mit dem Unterschied, dass wir Hunde lieben und Kühe quälen, schlachten und aufessen!

Irgendwann musste ich jedoch einsehen, dass Hope nicht auf Dauer bei uns bleiben kann. Ich habe versucht, einen anderen Ort für sie zu finden, da ich zur Miete wohne und einige Nachbarn sich über die Gerüche beschwerten … Leider habe ich nichts gefunden, was sich stimmig anfühlte, also blieb sie vorerst bei uns.
Zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch keine Ahnung, welche grauenhafte Bürokratie zu bewältigen wäre, sollte sie den Standort wechseln.
Ich dachte, wenn die Zeit gekommen wäre und wir ein Zuhause für sie gefunden hätten, würden wir sie einfach mit einem Lieferwagen dorthin transportieren. Aber bald erfuhr ich, dass das bei Tieren auf dem Bauernhof und vor allem bei Kühen nicht so einfach ist! Kühe unterliegen als Nutztiere strengen Hygienevorschriften.

Als wir schließlich Vrouvas Farm fanden, die sich auf einer Insel befindet, und Hope mit dem Schiff transportiert werden musste, war schnell klar, dass alles akribisch nach den gesetzlichen Vorgaben erledigt werden muss. Und so begann der Kampf mit der griechischen Bürokratie!

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Der Behörden Irrsinn ging weiter!

Zuerst musste ich ein Papier erstellen, in dem stand, dass ich sie freilaufend gefunden habe und dass ich sie adoptierte- also war ich ihr rechtmäßiger Besitzer. (Der alte Mann, der sie an mich verkaufte, hatte natürlich keine Papiere, da die Bauern oft illegal Vieh verkaufen oder umtauschen, um größere Gewinne zu erzielen).

Glücklicherweise arbeitete die Frau meines Tierarztes für das Veterinäramt, so dass die Dinge ein wenig leichter wurden. Um Hope zu transportieren, mussten wir bescheinigen, dass sie gesund war und dass Hope alle notwendigen Impfungen erhalten hatte. Aber das nächste Problem bestand darin, dass diese Impfstoffe nur in großen Portionen erhältlich waren, da sie ja in der Regel für eine große Anzahl von Tieren bestimmt waren, also musste ich auf übrig gebliebene Einheiten warten. Das hat uns viel Zeit gekostet, genau wie die Einhaltung der Quarantänevorschriften nach der Impfung. Der gesamte Prozess der Bürokratie dauerte mehr als drei Monate.

Und dann, als ich dachte, wir wären endlich fertig, informierten sie mich, dass Hope nur von einem „legalen Rindertransporter“ transportiert werden könne. Das bedeutete, dass ich jemanden finden musste, der Kühe transportierte und eine Lizenz für eine bestimmte Transport Reichweite hatte, eine Vorgabe, die alles sehr schwierig machte, weil ich jemanden mit einem großen LKW und einem nahe gelegenen Standort beauftragen musste. Was würde das alles nur kosten!!!

Ich fing an, alle abzutelefonieren, aber nur ein Transportunternehmen erklärte sich bereit, Hope für den Preis von „nur“ 500 Euro zu transportieren. Aber es gab einen Haken! Er würde Hope erst dann mitnehmen, wenn er sich in der Nähe von Volos aufhielt. Dieses Warten hat uns einen weiteren Monat gekostet!
Natürlich wollte ich Hope nie einem solchen Stress aussetzen. Der Transporteur machte klar, dass er kommen würde, um Hope abzuholen, dann würde er andere Kühe zum Schlachten abholen, sie alle zu den öffentlichen Schlachthöfen in der Nähe von Pireaus bringen und mich dann im Hafen treffen, um Hope auf das Schiff nach Aegina zu bringen.

Oh mein Gott! Ich hatte solche Angst, dass etwas schiefgehen könnte und Hope selbst im Schlachthof landen würde! 
Ich überlegte, wenn ich die Hafenbehörden von Piräus überreden könnte, eine Ausnahme für Hope zu machen und sie könnte auf einem Pferdetransporter angeliefert werden…dann wäre das die Lösung.
Das hat tatsächlich geklappt. Ich erhielt das OK von den Hafenbehörden und der Reederei. Aber als ich zum öffentlichen Veterinäramt ging, um Hopes Gesundheitspass zu bekommen, stellte sich heraus, dass das Veterinäramt von Piräus nicht damit einverstanden war und sie ihre Erlaubnis für den Transport nicht geben würden … Ich war am Boden zerstört …

Nicht nur wegen der verlorenen Zeit und wegen der harten
Arbeit, die ich bis dahin hatte, ich wollte Hope auch „würdig“ und unter guten Bedingungen transportiert wissen, und nicht als „Vieh“. Ich wollte, dass diese Reise symbolisch ist, um zu zeigen, dass eine Kuh auch als Haustier Rechte haben kann, um zu zeigen, dass sich Dinge ändern können … aber leider hat das nicht funktioniert. … Um es kurz zu machen, ich habe die Reise mit dem „legalen Rindertransporter“ gebucht.

Zum Glück, obwohl er selbst Bauer und Metzger war, interessierte der Transporteur sich für Hope und er kümmerte sich gut um sie während der Reise in ihr zukünftiges Zuhause. (Nachdem ich ein bisschen mehr mit ihm geredet hatte, erfuhr ich, dass er über Veganismus Bescheid wusste, weil seine Tochter daran interessiert war, Veganerin zu werden! Er gab zu, dass Tiere verstehen, dass sie geschlachtet werden und es nicht schön ist, was mit ihnen passiert und wie sie dabei leiden! Nachdem er Hope transportiert hatte, folgte er sogar Hopes FB-Seite!)

Der Abschied

Es war sehr schwierig und ein sehr emotionaler Moment für mich, Hope bei Vrouva zurückzulassen… Aber jetzt, zwei Monate später, hat Hope sich vollständig eingewöhnt.
Natürlich hat sie dort auch schon einige Schäden verursacht! Sie hat ihren Holzzaun durchbrochen und ist in das Zimmer von einer der Freiwilligen spaziert und hinterliess ein ziemliches Durcheinander.
Ein anderes Mal hat sie versucht, das Heu einer alten Eselin zu stehlen und sie wurde von ihr an den Kopf getreten – glücklicherweise nicht zu heftig!
Der Mann, der sich um sie kümmert, weiß sehr viel über Kühe, weil seine Familie früher Kühe hatte und er mit ihnen aufwuchs. Er sagte, dass Hope die klügste und pfiffigste Kuh ist, die er jemals getroffen hat! 

Hope unterscheidet sich in keinster Weise von einem Hund oder einer Katze! Sie ist intelligent – sie hat sich in nur zwei Tagen an ihren neuen Namen gewöhnt -, sie lernte, mit ihrer Zunge Wasserhähne und Türgriffe zu öffnen, sie teilte uns mit, wenn sie hungrig war oder spielen wollte. Es ist sehr traurig, dass wir Tiere nach Belieben in Haustiere und Nutztiere einteilen! Das ist unsere Einteilung, nicht ihre!

hope

Sie ist die erste Kuh, die in Griechenland gerettet wurde. Ich hoffe wirklich, dass ihre Geschichte die Menschen dazu animieren wird, Nutztiere unter einem neuen Blickwinkel zu sehen, und wenn ihr sie kennen lernen würdet, dann würdet ihr verstehen, dass alle Tiere gleich sind – genauso wie wir!

Sorry für den langen Text … das ist nur eine Zusammenfassung von allem, was ich mit ihr erlebt habe. Wenn ihr weitere Fragen habt, erzähle ich euch gerne mehr. Dankeschön für euer Interesse.
eure
Konstantina Peyou

(Textbearbeitung und Übersetzung BMS)

Aufreger, Tierschutz

Eine dunkle Stunde für den Tierschutz in Deutschland!

Tierleid Befürworterin hält Ansprache für den deutschen Tierschutzpreis

Kann man sich nicht ausdenken!!!

Wer wurde vom deutschen Tierschutzbund als Rednerin zur Verleihung des deutschen Tierschutzpreises eingeladen? Da kommt ihr nie drauf!
Julia Klöckner, Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, die mit ihrer Partei unter anderem dafür verantwortlich zeichnet, dass

  • Wildtiere nach wie vor im Zirkus leiden
  • grauenhafte Tierversuche, die nach EU Recht jederzeit verboten werden könnten, weiterhin erlaubt sind
  • Ferkel nach wie vor ohne Betäubung kastriert werden dürfen
  • Küken bei lebendigem Leib geschreddert werden
  • Auslands- Qualtransporte weiterhin erlaubt sind
  • Verzichtbare  Pflicht-Tierversuche für Studenten weiterhin zwingend sind
  • Totschlagfallen bei der Jagd weiterhin erlaubt bleiben
  • Schmerzhafte Brandzeichen weiterhin erlaubt sind (die Tiere erleiden hochgradige Verbrennungen!)
  • Tierheime nach wie vor keine Unterstützung aus dem Bundeshaushalt erhalten
  • Mastbetriebe nur alle paar Jahre kontrolliert werden 
  • Rinder weiterhin dauerhaft im Stall angekettet sein dürfen
  • es nach wie vor keine flächendeckende Videoüberwachung in Schlachthöfen gibt, die die schlimmsten Missstände und Misshandlungen aufdeckt
  • Aktivisten, die all diese Missstände dokumentieren, härter bestraft werden sollen.

(Quelle Bildmaterial: PETA)

Ja…all das Blut, all das Leid und all die ungehörten Schreie hat Frau Klöckner mit zu dieser Veranstaltung getragen. Sie stimmte mit ihrer Partei bisher konsequent gegen sämtliche Bemühungen, das unsagbare Leid der Tiere zu verringern und was noch schlimmer ist, sie duldet, dass selbst EU Regelungen umgangen werden, die Tierversuche einschränken würden. Sie schützt Tierquäler, indem sie die Aufdeckung der Missstände in den Ställen, durch härtere Strafen unterbinden möchte, sie fordert harte Strafen für jeden, der das stille Leid dort, durch Fotos und Video Aufzeichnungen dokumentiert.

Die Festrednerin auf einer Veranstaltung für den Tierschutz zeichnet mitverantwortlich, für millionenfaches, grauenhaftes… und vermeidbares Tierleid! 

Wäre es nicht so erbärmlich traurig, was sich die Verantwortlichen hier geleistet haben, wie sie Tierschutz in den Schmutz gezogen haben, mit dieser Wahl … dann wäre das die reine Comedy.
Leider war es Realität und zeigt deutlich, wie diese Veranstaltung zu werten ist.
Um Tiere ging es dabei offensichtlich nicht!
Das war eine dunkle Stunde für den Tierschutz in diesem Land und viele Unterstützer des deutschen Tierschutzbunds fragen sich zu Recht, welchen Sinn eine Veranstaltung, wie der „Deutsche Tierschutzpreis“ haben soll, wenn dort Politiker eine Bühne finden, die Tierschutz mit Füßen treten!

Hier noch ein Beispiel, für den „heldenhaften“ Einsatz dieser Frau für den Tierschutz:
Frau Klöckner hätte jederzeit die Möglichkeit, DAS zu beenden, hat es aber nicht für notwendig befunden:

Die FDP und die Grünen haben heute zwei unterschiedliche Anträge zum Thema Tiertransporte im Agrarausschuss des Bundestages abstimmen lassen. Die Anträge zielten darauf ab, die Vorgaben für Lebendtiertransporte strenger zu fassen. Beide wurden mit den Stimmen von CDU/CSU und SPD gegen die Stimmen der Oppositionsfraktionen abgelehnt. (Quelle Top Agrar News 26.9.2018)

„…Ratten und Mäuse zur vorgeblichen Depressionsforschung so lange zum Schwimmen gezwungen, bis sie vor Erschöpfung und Verzweiflung aufgeben und aufhören zu schwimmen. Oder ihnen werden über den Käfigboden Elektroschocks verabreicht, denen sie nicht entkommen können, bis sie nicht mehr hochspringen und den Schmerz über sich ergehen lassen. Schon die Namen dieser Versuchsmethoden – „Verzweiflungstest“ und „Erlernte Hilflosigkeit“ – lassen erahnen, was die Tiere erleiden müssen. Nach den Vorgaben der EU-Tierversuchsrichtlinie könnten solche Praktiken verboten werden.
„Deutschland hat jedoch bei der Umsetzung dieser Richtlinie in nationales Recht verfassungswidrigerweise ein Schlupfloch genutzt, um auch die schwerstbelastenden Tierversuche weiter zu erlauben“, erklärt Dr. med. vet. Corina Gericke, Vorstandsmitglied des Ärztevereins.“

(Quelle: Ärzte gegen Tierversuche e.V.)

Frau Klöckner als Festrednerin bei der Verleihung des Deutschen Tierschutzpreises einzuladen ist ungefähr so stimmig, wie wenn jemand  Herrn Höcke von der AfD als Festredner, anlässlich der Verleihung eines Preises für Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe präsentieren würde. Ziemlich schräg das ganze .

Wichtig wäre mir noch, darauf hinzuweisen, dass längst nicht alle im Deutschen Tierschutzbund diese Entscheidung billigten, die einzig vom Dachverband getroffen wurde. In den Landesverbänden reagierte man mit Unverständnis und Ratlosigkeit. Schade, dass die insgesamt hervorragende Arbeit an vielen Stellen, auf diese Weise in ein falsches Licht gerückt wurde!

 

Aufreger, Lifestyle

Ist das Kunst oder kann der Dreck weg?! VORSICHT, SATIRE!!!!

Nachdem die Auftritte der Punkbands in Chemnitz üer 65.000 Menschen mobilisiert haben, für eine gute Sache einzutreten und die Stimme zu erheben, habe ich auch ein Lied geschrieben, es richtet sich gegen Gewalt und Tierleid und wirbt für mehr Toleranz und Liebe und ich bin mir sicher, dass mit diesen Zeilen endlich jedem klar wird:
Wir wir müssen einfach friedlicher und achtsamer miteinander umgehen.
Inspiriert dazu wurde ich übrigens durch die Textvorlagen von Feine Sahne Fischfilet und K.I.Z. , denn sie haben mir vorgemacht, wie die Lyrik erfolgreicher Protestsongs gegen Hass und Gewalt und menschenverachtendes Gedankengut aussehen muss, damit man die Menschen erreicht, vom Bundeskanzler empfohlen wird und im Livestream der großen Sender läuft.
Dass ich da vorher nie drauf gekommen bin!
Danke an dieser Stelle, den feinsinnigen Dichtern der anspruchsvollen Lyrik der Hasslieder.
Wir haben so viele Künstler und Bands, die wirklich singen können und die mit ihrem Auftritt wirklich ein lautes und klares Signal gegen RECHTSEXTREMISMUS, gegen HASS und für Toleranz hätten setzen können…ohne dabei neuen Hass zu verbreiten. Aber man entschied sich für andere, warum auch immer… Ganz am Ende des Blogs ist eine Kostprobe, falls ihr die Texte, die dort vorgetragen wurden, nicht kennt…
Obwohl mir bei aller Anstrengung nicht gelungen ist, so sinnfrei und menschenverachtend zu texten, wie die Vorlagen… ich bin gespannt, ob der Bundespräsident auch meinen Text für ein Konzert empfiehlt.  (*hoffnungsvoll*) ❤ 
VORSICHT SATIRE !!!!
„Eingezwängt in Stahl und Gitter,
ohne Hoffnung ohne Recht
warten sie auf meine Stimme,
seh ich ihr Leiden wird mir schlecht,
muss ich weinen, schreien, rotzen,
möcht´ich vor Lobbytüren kotzen.
Ich scheiss auf Sitten, auf eure Werte,
ihr seid ein Schandfleck für die Erde
Hey du mieses Schlachterschwein
ich komme zu dir heut Nacht,
dann steck ich dir mein Messer rein
und schlacht´ dich einfach ab.
Dann spritzen Blut, Gedärm und Hoden,
auf den weißen Kachelboden.
Hey, hey, hey … Gerechtigkeit…mit dem Messer gegen Leid!
Schlag den Lobbys in die Fresse,
hau die Fenster ein, der Presse,
bis sie endlich Eier zeigen,
der Industrie die Meinung geigen.
Hey, hey, hey… Gerechtigkeit… mit Faust und Steinen gegen Leid.
Schmeiss Bomben drauf, wo Tiere leiden
Sadisten zuckende Körper zerschneiden,
dann frag ich sie, wie gut das tut,
und lösch sie aus, die miese Brut.
Hey hey hey…Gerechtigkeit…mit der Zündschnur gegen Leid.
Ich hab in der Schule fleissig gelernt…
Ich hab in der Schule fleissig gelernt…
Brauch kein Pferd, und auch kein Affen
lass euch in eigne Spiegel gaffen:
Erkennt ihr eure Wut, den Hass?
Wer solche Scheisse hypt ist krass.
Wer denkt mit solcher Art Satire
etwas zu schaffen, für die Tiere
verwechselt Kunst mit Müll und Gülle.
Sein Haupt in Sack und Asche hülle!!!!
MEINE AUFRICHTIGE ENTSCHULDIGUNG AN ALLE, FÜR DIE UNSÄGLICHE SPRACHE.
Aber mir war wichtig aufzuzeigen, wie man es bitte NICHT machen sollte, wenn man sich ein Quentchen Anstand und Werte bewahren möchte. Wenn man nicht möchte, dass Kinder solche unsäglichen Textzeilen mitgröhlen.

ICH DISTANZIERE MICH AUSDRÜCKLICH VON DIESEN ZEILEN, SIE SOLLTEN EINZIG ALS ANSCHAULICHES BEISPIEL DIENEN, WIE DEGENERIERT UNSERE WAHRNEHMUNG MITTLERWEILE IST, DENN WESENTLICH WIDERLICHERE TEXTZEILEN WURDEN VON 65.000 KRITIKLOS, JA SOGAR FRENETISCH, GEFEIERT…FÜR DEN GUTEN ZWECK…ICH FAND DAS SEHR VERSTÖREND!

Übrigens brachte ich es nicht einmal in einem ausdrücklich gekennzeichneten Satire Beitrag übers Herz, Polizisten mit Hassnamen zu versehen, wie das in den Songtexten auf dem #wirsindmehr Konzert der Fall war. Das ist so ein Grundsatzding….Werte…Verfassung und so, auch wenn das heute für die Meisten keine Rolle mehr spielt. Man möge mir diese Unterlassung bitte nachsehen…andere sind da nicht so kleinlich..
Über die Band „Feine Sahne Fischfilet“ hieß es in einem Verfassungsschutzbericht:
…“sie spreche „ihrem politischen Gegner das Recht zur Ausübung der genannten Grundrechte schlicht ab“. Zwischen 2009 und 2016 gab es zudem 16 Ermittlungsverfahren gegen Bandmitglieder, unter anderem wegen Landfriedensbruchs, gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung, Raub und Nötigung. Und diese Band sollte nun also ein „Zeichen gegen Gewalt“ setzen. Ausgerechnet. Und nicht nur die…“
(Philippe Debionne, Berliner Zeitung)

Hier ist einer der Texte, die tatsächlich auf dem Chemnitzer Konzert vorgetragen wurden, Zeilen die frenetisch mitgesungen wurden, auch von Jugendlichen, bei denen ich mir nicht wirklich sicher bin, in wieweit sie Kunst und Satire unterscheiden können…

„…Ich mach Mousse aus deiner Fresse
Boom verrecke
Wenn ich den Polenböller in deine Kapuze stecke
Die halbe Schule war querschnittsgelähmt von mei’n Nackenklatschern…
…..Ich ramm die Messerklinge in die Journalistenfresse…

…Trete deiner Frau in den Bauch, fresse die Fehlgeburt…

…Sei mein Gast, nimm ein Glas von mei’m Urin und entspann dich…

Ist eine Frau nicht nackt, dann beschmeiss ich sie mit Scheine
Macht sie sich dann nackt, dann beschmeiss ich sie mit Steine

…Wenn wir wieder da sind, Vierer mit Tommi und Annika
Vom Speed sieht uns’re Pisse, mittlerweile aus wie Sangria…

…Eva Herman sieht mich, denkt sich, was’n Deutscher
Und ich gebe ihr von hinten, wie ein Staffelläufer
Ich fick sie grün und blau, wie mein kunterbuntes Haus
Nich alles was man oben reinsteckt kommt unten wieder raus…

Ich war in der Schule und habe nix gelernt
Doch heute habe ich eien Affen und ein Pferd…

…Ich rasiere mein Äffchen und lass es anschaffen
Tret so lange auf dein Kopf bis vier und drei acht machen
Die Missgeburt vom Jugendamt wird sich eine Kugel fangen…

…In der Schule hatte ich eine eins im Tiere quäl’n
Nach meinem Uppercut kannst du dein Arsch ohne Spiegel seh’n…

…Ich hoff, dass ihr bald alle abhaut in die Staaten
Zum Geburtstag wünsche ich mir, dass ihr aufhört zu atmen…“

( Auszüge aus dem in Chemnitz vorgetragenen Liedertext: „Ein Affe und ein Pferd“ von K.I.Z)

 

Ich für meinen Teil, setze  lieber andere Zeichen gegen Rechtsextremismus, gegen Gewalt  und Hass, denn wer mit Schmutz wirft, wird zwangsläufig immer auch selbst schmutzig, … Ich stehe entschieden gegen Brauntöne, ganz gleich, aus welchem politischem und ideologischem Gülletopf  sie stammen…ganz gleich, ob sie stahlblau oder schillernd bunt verpackt wurden…
Peace. ❤
Tierschutz

Fiona…die Katze, die wie ein Hund gehorchen sollte …eine wahre Geschichte

Manche Katzen haben das Pech, einfach immer zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein. Fiona war so eine Katze. Zunächst machte sie den Fehler, überhaupt geboren zu werden. Das ist sehr verhängnisvoll, denn es bedeutet, ein Leben geprägt von Hunger, Krankheit und Schmerzen, beständige Gefahren und meist ein unschönes Sterben, kommt man als heimatloser Streuner auf die Welt. Doch zunächst sah es so aus, als wären die Götter einsichtig und wollten ihren Fehler wieder gut machen. Fiona wurde bei einem freiwilligen Helfer aufgenommen, denn sie war sehr liebenswürdig, vertrauensvoll und dazu wunderschön. Sie sollte nicht auf der Straße bleiben und sicher hätte sie gute Chancen, von einem lieben Menschen adoptiert zu werden. Und genau das passierte dann auch. Fiona erhielt nicht nur ihren Namen sondern auch ein Zuhause.

Leider hatte man versäumt, dieses Zuhause genauer unter die Lupe zu nehmen. Das passiert sehr oft und während bei uns alle zukünftigen Adoptanten auf Herz und Nieren geprüft, argwöhnisch begutachtet und manchmal sogar schon fast auf aufdringliche Weise begleitet werden, damit nur ganz sicher alles gut geht und unsere Schätze den idealen Menschen und Platz finden, sind sie in vielen Fällen auf sich allein gestellt, nachdem sie jemand in eine Transportkiste gepackt hat und abgeholt. So erging es Fiona.

Ihr neues Zuhause, das erste Zuhause, das sie überhaupt kannte, war eine Katastrophe. Fionas Besitzer hatte sich in den Kopf gesetzt, sie zu erziehen wie einen Hund. Auch die Erziehungsmaßnahmen, die er anwendete, ähnelten denen, die in schlechter Hundehaltung angewandt werden: Schläge, Strafen und scharfe Worte.
Die arme Katze wusste nicht, was man überhaupt von ihr wollte, ihre Angst wuchs mit jedem Tag und als man bei SCARS endlich durch Zufall von ihrem Schicksal erfuhr und sie mit viel Tricks und Kniffen aus der trostlosen Lage befreite und in die Cattery holte…da war es bereits zu spät. Fionas Seele war beschädigt.
Aus der zutraulichen und freundlichen Katze war ein argwöhnischer, ängstlicher „Shadow“ geworden…eine Schattenkatze, die Menschen verabscheute und jedes Vertrauen verloren hatte.

fiona3
Nicht anfassen…und nicht ansehen…ich bin unsichtbar!

Ich muss zugeben, dass ich mich nicht übermäßig für sie interessierte, denn bei einem ersten Besuch in der Cattery Athen hatte ich damals nur Augen für Iron. Trotzdem fiel mir Nafsikas trauriger Unterton auf, mit dem sie in zwei, drei Sätzen Fionas Schicksal umriß. Dann vergaß ich sie wieder, zwischen all den täglichen Notfällen, niedlichen Babies, sterbenden Unfallopfern und misshandelten Seelchen. Bis…ja bis Pax aufgenommen wurde und ich mir überlegte, seine Geschichten dazu zu nutzen, auf andere „Ladenhüter“ in der Cattery aufmerksam zu machen.
„Bitte nimm Fiona“…schrieb mir Nafsika. Und ich war erschüttert, dass sich auch nach 1.5 Jahren nichts an ihrem Zustand verändert hatte. Fiona war scheu, Fiona hasste Menschen, Fiona würde wohl den Rest ihres Lebens in dem winzigen Zimmer in der Cattery verbringen und vergeblich auf ein Wunder warten. Es war an der Zeit, das zu ändern!

Also ließ ich Pax erzählen…von einer traurigen Prinzessin, die sich Nachts in den Schlaf weint und für die wir uns alle so sehr eine 2. Chance erhofften und die er immer mit seinen klugen und einfühlsamen Worten tröstet. Schattenkatze Fiona erreichte dadurch viele, viele Leser und dann hatte sie zum ersten mal in ihrem Leben wirklich Glück. Den Jackpot, um genau zu sein!

Iris, die in unserem Frieden für Pfoten Team aus der Schweiz unterstützt und dort ihr Herz und Haus für besondere Notfellchen weit offen hat, sie beschloss, Fiona zu sich zu holen. Sie sollte alle Zeit der Welt erhalten, sich zu überlegen, ob sie nicht doch wieder Vertrauen fassen möchte und falls nicht…dann würde sie immerhin mit anderen Katzen in einem wunderschönen, großzügigen Zuhause leben, wo sie liebevoll umsorgt wird.
Gesagt getan. Aus Prinzessin Fiona wurde Lady und aus der Schattenkatze aus Griechenland wurde eine Schattenkatze in der Schweiz.
Katzenflüsterin Iris ließ die verstörte und misstrauische Lady ganz in Ruhe ankommen. Sie sprach freundlich mit ihr, reichte aus sicherer Entfernung kleine Leckerbissen und ich vermute, sie schickte ihr auch tonnenweise Heil-Energie und kommunizierte auf Ebenen, die nicht jedem zugänglich sind <3. Was auch immer Iris getan hat…es hat funktioniert ❤
Ein paar Monate…  und dann begann unsere Schattenkatze wieder zu strahlen.
Mittlerweile ist sie überall mit dabei, mittlerweile darf Iris sie sogar streicheln und ich bin mir sicher…Lady wird bald ihr Talent als Seelenkatze entdecken und irgendwann treffen die ersten Kuschelbilder ein..
Woher ich das weiß? Ihre Augen haben es mir längst verraten ❤

Dankeschön, liebe Iris, Dankeschön, liebe Nafsika…und Dankeschön Pax…du hast einigen Schattenkatzen aus der Cattery ins große Glück verholfen ❤

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Lady heute…entspannt…flauschiger…weicher …glücklich ❤
Tierschutz

FAITH und die Liebe …das Tagebuch geht weiter

Ohhh, ich bin so dumm! … Ganz zu Beginn, als ich auf dem Weg war,  dich von Rena abzuholen, da habe ich mir fest vorgenommen, mich nicht zu sehr an dich zu binden. Aus Egoismus, weil ich mich vor meinen eigenen Gefühlen schützen wollte.

Gott oder wie immer sein Name ist, muss herzlich über meine Pläne gelacht haben, denn ich habe total versagt. Weißt du, ich änderte meine Meinung gleich im allerersten Moment, als ich dich samt deiner Armee von Flöhen unter mein T-Shirt steckte.

Jetzt, nach einer guten Woche, fühle ich Liebe…nur innige Liebe für dich. Sie ist so stark, dass es mir sogar gelang, Angst und Traurigkeit in Liebe umzuwandeln, während ich dir glückliche Erinnerungen schenkte. Anstatt zu weinen, jedesmal wenn es dir nicht gut ging. Ich wandle meine Tränen in die nächste Party für dich um, wenn du krank bist…einen Tag am Strand…einen Spaziergang am Hafen…oder ein Ritt auf meinem Fahrrad.

Auf diese Weise fand ich heraus, dass Lieben ein Prozess der Heilung ist. Nicht nur für dich sondern auch für mich. Denn jedesmal, wenn ich in deine weit geöffneten, blauen Babyaugen schaue, fühle ich mich so angefüllt mit Liebe, dass da absolut kein Platz mehr für Hass oder andere negative Gefühle mehr bleibt…und alles nur deinetwegen …denn es passiert nur, wenn du meinen Blick erwiderst, mein Baby Junge Faith…

FAITH 33

PSSSST!!!! Hier schreibt Faith…Meine Mama ist gerade wieder eingeschlafen…Aber wenn sie sagt, dass ich gerne am Strand bin, dann meint sie, …ich bin sooooo, soooo gerne am Strand! Ich liebe ihn!!! Ich zeige euch hier den Beweis, das Video, von meinem Tag am Strand…und dazu sende ich euch meine Liebe…Ihr habt keine Ahnung, wie viel Liebe für euch in meinen winzigen Körper versteckt ist.

Dicke Katzentatzenumarmung

Euer Faith

(Martha Politis Athanassiou)

Tierschutz

Faith Tagebuch …Lieber Himmel…ich winke dir…

Liebes Tagebuch…Ich bin es, Faith. Heute schreibe zur Abwechslung einmal ich selbst. Es ist ja schon ein paar Tage her, seit Mama dir das letzte Mal geschrieben hat. …In der Zwischenzeit habe ich sie 24 Stunden/7 Tage die Woche in Atem gehalten.

Ich habe in ihrem T-Shirt geschlafen oder meine winzigen Krallen an ihrer weichen Haut erprobt (dabei habe ich ganz nebenbei heraus gefunden, dass ich die Krallen sogar zum Klettern benutzen kann oder um ihr zu entwischen). Aber nach dem Entwischen hat es kaum 5 Minuten gedauert, bis sie mir schrecklich fehlte und ich musste zittern und weinen, damit sie mich schnell wieder einsammelt.

faith33

Oh, und dann habe ich auf ihre Lieblingsbluse gepinkelt, die mit den Blumen. Aber sie war nicht böse auf mich, ganz im Gegenteil! Mama Martha staunte über meine tolle Pfütze und sagte, das wäre eine großartige Leistung für einen Winzling wie mich und dass sie daran erkennen kann, ich werde mit jedem Tag kräftiger!

Gestern Nacht blieb sie länger auf und nähte ein besonderes Kleidungsstück, um mich besser bei sich tragen zu können.  Denn inzwischen kann ich ganz prima aus ihrer Blumenbluse schlüpfen (mein Klo, ihr wisst schon…)  und jetzt habe ich eine kleine Tasche bekommen, extra für mich! Jetzt sehen wir nicht mehr aus, wie Mensch und Kätzchen, wenn wir spazieren gehen sondern wie Känguru Mama und ihr Baby.

Man sagt, ich wäre nach wie vor viiiel zu klein und zerbrechlich aber ich denke, ich bin jetzt schon groß genug, um Freundschaften zu schließen…. Puma, Athena, Noel und Lucky waren die ersten, die mich als zukünftigen Kater akzeptierten und nicht mehr nur als Heulbaby und Spielzeugkatze. Denn das möchte ich werden: ein stolzer Kater! Vielleicht wissen sie, dass ich mir fest vorgenommen habe, zu bleiben und eines Tages…genau so ein Kater zu werden!

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Auf diesem Bild hänge ich ein bisschen mit meiner Freundin Athena ab und winke dem Himmel auf Wiedersehen. Dem Himmel, der für die Menschen verschiedene Bedeutungen hat und der noch ein bisschen auf mich warten muss. … „Ein andermal, lieber Himmel… ich habe noch viel vor…und werde nicht zu dir kommen…“

So, das war es erstmal. Bald werde ich dir wieder schreiben, liebes Tagebuch. Aber jetzt muss ich überlegen und mich endlich entscheiden, auf welches von Mama Marthas Shirts ich mein erstes großes Geschäft machen werde…vielleicht auf ihr Gelbes, denn Gelb und Braun passt prima zusammen.

Dicke Katzentatzenumarmung. Euer Faith

PS: Diesmal musste ich selbst schreiben, denn Mama ist erschöpft eingeschlafen. Keine Ahnung, warum sie immer so müde ist…

 

(Thank you dear Martha Politis Athanassiou for this lovely diary ❤ )

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DANKE MARTHA ❤
Katze, Kurzgeschichten, Seelenmarzipan, Tierschutz

Ein Winzling namens FAITH…weil wir einfach glauben müssen!

Gestern schrieb mir Rena. Es war eines der regelmäßigen Updates. Was gerade passiert, was alles erledigt werden muss und wer Neuzugang ist und natürlich auch ein bisschen privater Austausch. Jeden Tag kommen diese Nachrichten von vielen Stellen und sie senden mir dann meist auch Bilder mit. Manche dieser Bilder mag ich gar nicht ansehen.
Die toten Kätzchen in Eimern, Mülltüten, am Straßenrand oder in grauenhaftem Zustand, wenn man sie noch lebend auffindet…sie schneiden mir am meisten ins Herz.
Keine Ahnung warum…vielleicht weil diese Kätzchen für mich die Verkörperung der Unschuld und Wehrlosigkeit sind und der Gedanke daran, was wir ihnen antun ist unerträglich.
Ich scrollte die mitgesendeten Bilder schnell weiter.  Am besten gar nicht hinsehen. Es reicht, die Zusammenhänge zu überfliegen, denn ich weiss, das unser Team aufgreifen wird, ich muss mich nicht zwingend kümmern und überhaupt…mein Herz hatte eine Überdosis Leid die letzten Jahre. Nicht alles meine Baustelle. Es gab verschiedene Gründe, warum ich die Eingangstüre zum Wohnbereich meines Herzens erst einmal verriegelt hatte. Auch und besonders für Notfälle. 

Dann sah ich doch genauer hin, was Rena mir geschickt hatte. Ein Kätzchen aus dem Müll, das sie gefunden und an Martha weiter gegeben hat, zur Intensiv Pflege. Die Chancen sind denkbar gering. Es war nicht nur in eine Plastiktüte gestopft sondern auch noch mit einer roten, klebrigen Flüssigkeit getränkt worden. Das macht man oft, damit das Kätzchen schneller auskühlt und stirbt. Jetzt war dieses Würmchen also bei Martha in Obhut, deren Seele ungefähr genauso dünnhäutig ist , wie meine. Eigentlich sollte man uns den Umgang mit leidenden Tieren verbieten…

Oh ich wusste sofort, wie es Martha gerade gehen mag.
Sparkle und die emotionale Achterbahnfahrt, die für uns in einem Voll-crash endetet (der vorhersehbar war…aber wir wollten es einfach nicht wahrhaben) …all das war sofort wieder ganz nah. Wie sehr hatten wir gehofft, sie bringt ihn durch. Ich überlegte, ob ich Martha schreiben sollte, tat es dann aber doch nicht.

Sie würde sich melden, wenn es etwas zu erzählen gab…von bangen Stunden und langen Nächten ohne Schlaf…von der Angst, wenn die Atemzüge langsamer werden, oder aussetzen…von der akribischen Beobachtung wie viele Tröpfchen Milch getrunken wurden…von überflutender Liebe und Zärtlichkeit für ein so kleines Wesen und von Trauer…weil man genau weiss, wie gering die Chancen sind und dass gerade Unzählige in Müllcontainern, Plastiktüten und in Wassereimern ihr kleines Leben aushauchen. So ist das nun einmal und wenn kein Wunder passiert, wird es wohl noch sehr lange so sein.

Heute Morgen kam eine Nachricht von ihr.  Offensichtlich hatten wir wieder einmal die gleichen Gedanken. Manchmal benötigt man keinen Messenger, um sich zu verständigen.

„Ich weiss dass du dich das gerade fragst…aber das Kleine lebt noch.“

„Bitte schreib mir, was passiert. Ich würde gerne daran teilhaben…, schreib ein Tagebuch. Ich wäre glücklich, es übersetzen zu dürfen“ antwortete  ich ihr, entgegen aller guten Vorsätze …und  plötzlich war sie wieder einen Spalt offen, die Türe in mein Herz, die eigentlich zu bleiben sollte.

Hier ist Marthas berührendes Tagebuch:

TAG EINS

Wie lange dauert ein Moment? Eine Minute, eine Stunde, einen Tag? Er dauert eine Ewigkeit, denn dein „Für immer“ ist in meinem Herzen verankert und nicht in Zeit zu messen. Eine Ewigkeit…so lange du Liebe teilen kannst, es ist pure Liebe, wie purer Vodka, ohne Eis…

Rena fand dich im Abfall und von dort habe ich dich sofort mitten in mein Herz gesetzt, auch räumlich, unter mein T-Shirt, an meine Brust, auf der linken Seite und mit dir auch all deine Flöhe und noch irgendeine klebrige Flüssigkeit aus dem Müllcontainer. Ich fragte dich, ob du gerne bleiben würdest und du hast mir geantwortet, indem du um dein kleines Leben kämpfst, das tust du nach wie vor und dieser tiefe, viel zu tiefe Schlaf scheint deine Seele zu verlocken, für immer darin zu verweilen.

Also habe ich dir versichert, es wäre OK, zu gehen, wenn du das möchtest. Du du hast meine Frage damit beantwortet, indem du auf meine Hand gekrabbelt bist, in die du perfekt hinein gepasst hast und dort bist du geblieben.

Also habe ich dich zurück in mein Herz gesetzt, im übertragenen Sinne aber auch wörtlich und dann haben wir gemeinsam einen langen Spaziergang gemacht. Ich habe versucht, dich gut unter meinem T-Shirt zu verstecken, damit die Leute nicht zurück schrecken und uns mit Fragen aufhalten. Weisst du, die meisten fürchten den Tod, als wäre er etwas ansteckendes ( als würden wir am Ende nicht alle einmal sterben) …

TAG ZWEI

Du bist immer noch da. Ich spüre, wie du dich bewegst. Und wenn du es einmal nicht tust, dann ist meine Trauer so heftig, dass ich gar nichts mehr fühle. Und wenn ich dann doch wieder etwas von dir bemerke, dann bin ich die glücklichste Person der Welt…zumindest für einen Augenblick. Für diesen Augenblick. Denn dieser Augenblick ist unser „FÜR IMMER“…und jeder Moment, den wir teilen, wird das auch sein…Ich werde da sein, ganz gleich, was passiert, so wie ich es dir versprochen habe und ich weiß, du bist 70 Prozent Seele und 30 Prozent Fleisch…trotzdem hörte ich mich gestern sagen „Sparkle..Bist du das? Hast du mir Faith geschickt. Kann er diesmal bitte bleiben? Bitte!!!! Und mir war so, als hätte ich gehört, wie er JA sagte…

 

Es ist drei Uhr morgens und ich musste dich in dein Bettchen legen, nur für ein paar kurze Stunden, denn ich musst einfach ein wenig schlafen und ich hatte Angst, dich zu zerquetschen, wenn du weiter an meiner Brust liegen würdest. 
Also legte ich dich direkt neben mir ab und machte ein Nickerchen auf der Couch.
10 Minuten später hast du angefangen zu weinen, und die Tonlage deines Stimmchens verriet mir, dass etwas fürchterlich falsch ist.
Ich griff nach dir, du warst heiss und konntest kaum atmen.
Ich konnte auch kaum atmen, vor Sorge.
Schnell setzte ich dich zurück an den Ort, wo du mein Herz spüren konntest und schlagen hören…und ich deines.
Ich war sicher, dass ich auch dich verlieren würde…auf eine Weise, die mittlerweile vertraut war. Und ich versicherte dir, dass es OK ist, wenn du es nicht mehr aushälst und gehen möchtest.

Aber du bist nicht gegangen. Du folgtest dem Rhythmus meines Herzens und nach ein, zwei Fehlversuchen, hast du wieder regelmäßig geatmet.
Auch am Morgen warst du noch da. Viel zu heiss, krank und schwer atmend…aber lebendig…immer noch verbunden mit dieser Welt und mit meinen Herzen.

EIN PAAR TAGE SPÄTER
HEUTE 21-08-2018

Willenskraft Level 0 . Ich musste dich immer dazu zwingen, jede Stunde 1ml Milch zu trinken, damit du am Leben bleibst.

Willenskraft Level 2
Heute hast du damit begonnen, von allein zu trinken und du hast fast das ganze Fläschchen geschafft!!!
So begann dieser wunderbare Tag um 5 Uhr Morgens und seitdem hat mein Herz Party .
Ich feiere auch die Kratzer, die du mir verpasst hast, als du fandest, mein T-shirt wäre nicht länger groß genug für dich und du wolltest die Welt erkunden (zumindest meine Nase, meine Augen, meine Ohren und hoffentlich auch bald den Rest von mir)…denn jetzt hast du die Energie, das auch zu tun.

Du bist nach wie vor krank und extrem winzig, aber du schläfst jetzt weniger, sogar dein Schreien klingt jetzt anders. Es klingt eher verwöhnt als krank.
Es ist mir gelungen, deine erste Flaschen Mahlzeit zu filmen. Ich schau es mir immer und immer wieder an, du bist so friedlich und ruhig. Ich denke, das was dir erst vor einer Woche in der Tüte, übergossen mit Flüssigkeit und entsorgt in einem Abfallcontainer angetan wurde, ist für immer aus deinem Gedächtnis verschwunden.
Ich denke, du hast den Menschen inzwischen vergeben…und ich denke auch, wenn irgendwo tatsächlich ein Gott existiert…dann vor allem in den Seelen der Tiere. Vergebung ist Gottes Atem in ihren Herzen und heute war ich gesegnet, das in dir zu spüren, mein kleiner Faith (Glaube) .

 

 

Mein Baby Junge Faith…unser letzter Tagebuch Eintrag fühlte sich so komisch an.

Obwohl du mir einen Tag voller Hoffnung geschenkt hattest…in der Minute in der ich fertig geschrieben hatte und abgesendet, machte eine bedrückende Vorahnung mich schier wahnsinnig.
Angst lähmte meine Glieder wenn ich an den bevorstehenden Tag dachte. Ich dachte kurz daran, auch das mit Bettina zu teilen, sie findet immer einen Weg um meine Ängste etwas leichter zu machen. Aber dann beschloss ich, ich sollte ihr eine Pause geben anstatt die Freude über die letzten guten Nachrichten mit meinen Ängsten zu überschatten. Ich dachte, jetzt verliere ich langsam den Verstand…mit so unsinnigen Ängsten.

Aber leider zeigte der nächste Tag, dass sie nicht unbegründet waren.
Gestern bist du also aufgewacht, jedes Lebensfünkchen sickerte aus dir, und du hast über Nacht das Leben in dir genauso entsorgt, wie man dich vor einer Woche im Müll entsorgt hatte. Wieder glaubte ich…dies ist das Ende.
Ich entschied, dich nicht zum Tierarzt zu bringen, da ich nur zu gut wusste, dass du viel zu winzig für alle Behandlungsoptionen bist …
stattdessen nahm ich dich mit ans Meer. Jetzt war es deine Entscheidung.

Aber ich denke, es hat dir dort gut gefallen. Wahrscheinlich hast du deshalb deine Meinung geändert und beschlossen, nicht zu gehen, vielleicht noch nicht. Wer weiss…
Heute war also ein besserer Tag für dich und deshalb war heute auch ein besserer Tag für mich. Aber niemand weiss, was der morgige Tag bringen wird.
Was auch immer es sein wird…ich werde bei dir sein, mein Baby Junge …

(Big hug Martha for these touching and beautiful words of love …and kisses to our little „aura diver“ Faith 

Fortsetzung folgt…