Tierschutz

Warum sich im Tierschutz nichts bewegt? Warum qualvolle Langstreckentransporte nach wie vor legal und erlaubt sind? Dieser Text gibt Antworten!

+++Deutschland stimmt für Tierquälerei+++
Jeder lamentiert über bessere Tierschutzgesetze. Jeder ist empört. Nichts passiert.
Ich habe mir die Mühe gemacht, nach neueren Ansätzen im Bundestag zu suchen, die nach einer Verbesserung streben und habe immerhin diesen Antrag zu Tiertransporten von 2018 gefunden.
Er wurde EINSTIMMIG von SÄMTLICHEN Parteien, auch von den Grünen, abgelehnt.
Was war an diesem Antrag verwerflich???
Warum wurde er abgeschmettert und ignoriert???
Macht euch selbst ein Bild. Langer Text aber lesen lohnt sich, wenn man verstehen möchte, warum sich im Tierschutz nichts bewegt!

„Der Tierschutz hat in Deutschland einen sehr hohen Stellenwert und gilt nicht nur für den
Bauernhof, sondern auch für den Transport der Tiere. Tiertransporte schränken erheblich die Bewegungsfreiheit der Tiere ein und setzen die Tiere immer wieder einer schweren Belastung aus. Nicht selten erleiden die Tiere Prellungen, Abschürfungen oder gar Knochenbrüche in Folge des Transports.

In der EU werden die Tiertransporte in der Verordnung (EG) Nr. 1/2005 geregelt. Diese Verordnung berücksichtigt bisher nur unzureichend die besondere Hitzeentwicklung in den
Sommermonaten und die gestiegenen Zahl an Tiertransporten. So wurden 2016 insgesamt
mehr als 350 Millionen Nutztiere aus Deutschland exportiert.

Vordergründig sind dabei die fortschreitende Spezialisierung der landwirtschaftlichen Betriebe und die Zentralisierung auf
große Schlachthöfe zu nennen.
Auch die Zahl der außereuropäischen Tiertransporte, z.B. in den Nahen Osten, ist in den letzten Jahren drastisch gestiegen. Die EU-Mitgliedsländer exportierten im Jahr 2015
insgesamt knapp 238 Millionen lebende Tiere über die EU-Grenzen hinweg. Dies ist vor allen Dingen auf die gestiegene Nachfrage an Schlachtrindern für die Halāl-Schlachtung
zurückzuführen.

Das mit Abstand größte Importland für Schlachtrinder aus der EU ist die Türkei. Laut der EU Kommission wurden im ersten Quartal 2017 über 193.000 Rinder in die Türkei exportiert. Da
es in der Türkei kein Tierschutzgesetz gibt, werden Schlachtungen ausschließlich nach islamischen Ritus durchgeführt, also geschächtet. Außerdem ist der Transport für die Tiere noch länger und qualvoller.

Nicht nur der Export in die Türkei ist problematisch, sondern auch in andere muslimischgeprägte Länder. Wie in der ZDF-Reportage „37 Grad – Geheimsache Tiertransporte“ vom 21.
November 2017 zu sehen ist, werden im Libanon die Schlachtrinder an ihrem Bein mit einem Kran vom Schiff hochgezogen, ihre Sehnen angeschnitten oder ihre Augen ausgestochen, um sie für die rituelle Schlachtung gefügig zu machen.

Der Europäische Gerichtshof hat in seinem Urteil (C-424/13) vom 23. April 2015 festgestellt,
dass der europäische Tierschutz nicht an der Unionsgrenze endet. Die Bestimmungen der EG-Verordnung (Nr. 1/2005) über das Füttern und Tränken beim Transport, sowie die
Beförderungs- und Ruhezeiten gelten somit auch für Teilstrecken außerhalb der EU. Doch bis heute wird das EuGH-Urteil verletzt und die Tiertransporte nur unzureichend von den EUMitgliedsländern kontrolliert.

Am 26. September 2018 lagen dem Agrarausschuss des Bundestages Anträge der FDP und
der Grünen zur Verschärfung der Vorschriften und Kontrollen bei Tierschutztransporte vor. Alle Fraktionen im Bundestag waren sich einig, dass Tiertransporte außerhalb der EU
problematisch sind. Der Agrarausschuss des Bundestags hat jedoch alle Anträge für mehr Tierschutz mit den Stimmen von CDU/CSU und SPD abgelehnt.

Es ist die gebotene Pflicht zum Wohle der Tiere, den Lebendtiertransport von Schlachttieren
in Drittländer, wo nachweislich gegen das EU-Tierschutzrecht verstoßen wird, auszusetzen.
II. Der Landtag stellt fest,
 dass der Tiertransport über lange Strecken zu schweren Belastungen für die Tiere
führt.
 dass der Export von gefrorenem Fleisch aus heimischer Schlachtung gegenüber dem Lebendtransport von Schlachttieren zu priorisieren ist.
III. Der Landtag fordert die Landesregierung auf,

1. sich dafür einzusetzen, dass die Lebendtransporte von Schlachttieren in Drittländern
durch geeignete und verhältnismäßige Maßnahmen ausgesetzt werden, bis die
Einhaltung des EU-Tierschutzrechtes in den Drittländern gewährleistet ist.
2. darauf hinzuarbeiten, dass auf EU-Ebene die Verordnung (EG) Nr. 1/2005 zum Schutz
der Tiere beim Transport überarbeitet wird; insbesondere sind die Transportzeiten auf
maximal acht Stunden ohne Ausnahme zu begrenzen.
3. stärker als bisher in einen Dialog mit dem Bund und den anderen Bundesländern zu
treten, um eine nationale Lösungsstrategie zu entwickeln.“ (Landtag NRW)

„Wir kommen zur Abstimmung.
Da die antragstellende Fraktion der AfD direkte Abstimmung beantragt hat, lasse ich somit über den Inhalt des Antrags Drucksache 17/3800 abstimmen. Wer dem Inhalt zu-stimmen möchte, den darf ich um das Handzeichen bitten. –Das sind die Abgeordneten der Fraktion der AfD. Gegenstimmen? –Das sind die Abgeordneten der Fraktion der CDU, der Fraktion der SPD, der Fraktion der FDP und der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Gibt es Enthaltungen? –Das ist nicht der Fall. Damit ist der Antrag Drucksache 17/3800 abgelehnt. (Quelle: Landtag NRW Dokumenten Archiv)

Der Antrag wurde von der AFD eingereicht. Grund genug, für alle Abgeordneten der anderen Parteien, weiterhin für Tierleid zu stimmen.
🐃🐄🐖

Jetzt schreiben wir das Jahr 2019 und die Situation ist so dramatisch, dass bereits Amtstierärzte die Transport Genehmigungen verweigern, weil sie diese Missstände nicht mehr mit ihrem Gewissen vereinbaren können.

Alle etablierten Parteien hätten mittlerweile Gelegenheit gehabt, den Antrag anders, „besser“ formuliert, einzureichen. Ihn aus der „richtigen“ Parteifraktion heraus, zu stellen.
Es war ihnen nicht wichtig.
Was für ein Armutszeugnis!

Auf dem Bild, das ist Hope. Eine Kuh, die anhänglich und klug, wie ein Hund durch das Leben geht und die vor dem Schlachthof oder vor dem Export ins Ausland, gerettet wurde.
Es sind alles sanftmütige, intelligente und liebenswürdige Geschöpfe, so wie Hope, an denen wir an der Autobahn vorbei fahren, während sie dem Tod entgegen reisen. Ein Reise, so qualvoll, wie ihr Ende.
Man möchte verzweifeln…

Tierschutz

Die Milch…die „gute Milch?!“. Im Kühlregal regiert die Tierquälerei.

Anfangs las ich etwas überrascht und dann zunehmend schockiert die ersten Wahrheiten über die Milchproduktion. Ich liebte den Geschmack von Milch, Eiscreme, Sahne, Shakes, Pudding, Quark und Joghurt.
Ich kannte jetzt zwar die Hintergründe aber:
„Naja, vielleicht Bioware und weniger …und es wird hoffentlich schon nicht so schlimm sein. Einzelfälle…“
Dann wurde mit jeder aufgedeckten Tierquälerei, mit jeder neuen Info über den wahren Ablauf der Milchproduktion, über das traurige und grausame Leben und Sterben der Milchkühe und der Kälber, mein schlechtes Gewissen größer.

Das Milchregal im Supermarkt war kein Ort des Genusses mehr sondern ich sah plötzlich auch das Leid dahinter….Eiter, Blut, angekettete Lebewesen, zwischen den appetitlichen Milcherzeugnissen. Ich sah fühlende und friedliche Geschöpfe, die vergewaltigt (zwangsbesamt), missbraucht und benutzt werden.
Ich sah Kälber, gewaltsam getrennt von der Mutter, denen man verwehrt, die Milch zu trinken, die ich jetzt in meinem Einkaufskorb nach Hause trage.
Ich hörte die verzweifelten Schreie der Kühe nach ihren Kälbern und ich sah die Bilder der Kälbchen, ich sah ihre verstörten und ängstlichen Augen, wie sie isoliert in ihren verdammten „Kälber Iglus“ stehen oder mit Vorrichtungen in ihrer Nase, am Trinken gehindert werden, während ich nach dem Schoko Pudding, „extra sahnig“, griff.
Und natürlich kam sehr schnell der Tag, an dem mir die Milch nicht mehr schmeckte. Ich konnte es einfach nicht mehr mit meinem Gewissen vereinbaren, Tierquälerei zu unterstützen und zu finanzieren.
Mein Körper sah das ähnlich und regierte unwillig auf jeden Milchverzehr.

Ich wünschte, ich könnte hier schreiben, es wäre bereits viel eher und quasi über Nacht passiert. Aber es dauert seine Zeit, bis ich so weit war, die Milch und damit all das verbundene Leid für die Tiere, aus meinem Leben zu verbannen.
Heute liebe ich alle Produkte rund um Pflanzenmilch. Es gibt Alternativen, die nicht nur ausgezeichnet schmecken sondern sogar gesünder sind. Milch ist alles mögliche aber sicher nicht gesund. Es wurde uns nur suggeriert. Eine riesen Industrie steht hinter diesen Lügen.
Wenn ich heute die Bilder der gepeinigten Geschöpfe sehe, die in der Milchindustrie leiden, dann fühle ich mich hilflos und zornig. Aber nicht mehr schuldig.

Man kann dieses System leider nicht beenden. Nicht heute. Die Mehrheit da draußen, ahnt nach wie vor nicht, was sich hinter den Stalltüren ereignet und wenn sie es ahnt, ist es ihr egal oder sie reden sich ein, es wären Einzelfälle. Sind es nicht!
Aber man kann selbst aussteigen. Und mit jedem Liter Milch, der nicht konsumiert wird, schwächen wir die Industrie des Grauens.
Es stimmt nicht, dass du nichts tun kannst. Du musst es nur wollen.
Es ist nie zu spät 

peta

Tierschutz

Hunde und Katzen in Flüchtlingsunterkünften…Vorsicht, Taschentuchalarm…

Seit geraumer Zeit, genau genommen, seit ich über meinen Verein Frieden für Pfoten versuche, den verlassenen oder mitgenommenen Haustieren der Flüchtlinge beizustehen, ist mir auch bekannt, dass Tiere in den Lagern oft gefährdet sind, misshandelt zu werden.
Nicht jeder dort toleriert Tiere und das Zusammenleben auf engstem Raum gestaltet sich so oftmals noch mehr zu einem Albtraum, wenn man seine vierbeinigen Lieblinge beschützen möchte und nicht einmal Geld für Futter hat, denn die Tiere sind bei den Tagesrationen nicht vorgesehen.
Willkommen sind sie sowieso in den seltensten Fällen, bestenfalls geduldet und meist sogar kategorisch verboten, seitens der Lagerleitung und sie müssen versteckt werden.

SCARS Athen hilft den Menschen mit ihren Tieren und besonders Lambrinis Herz schlägt für solche Projekte. Sie besucht regelmäßig eine Flüchtlingsunterkunft, die abgelegen ist, vergessen vom Rest der Welt und hilft den Menschen dort, ihre Tiere mit dem Nötigsten zu versorgen und ermöglicht mit unserer Hilfe auch Kastration oder medizinische Betreuung. Sie teilt ihren Futteranteil großherzig mit den Tieren der Flüchtlinge, den sie von unseren Organisationen für die eigenen Futterstellen zur Verfügung hat.

Ihre Besuche im Lager sind immer ein Fest und mit der Zeit wurden immer mehr Kinder darauf aufmerksam, sie hörten ihr zu, sie lernten von Lambrini und den Flüchtlingen mit Tieren, dass man Tiere auch lieben und beschützen kann und wollten gerne selbst einen Beitrag dazu leisten. Es entstand eine kleine Arbeitsgemeinschaft.

Provisorische Futter- und Wasserspender wurden gebastelt. Nafsika von SCARS entwarf mehrsprachige Aufkleber für die Wasserbehälter:

„Bitte fülle etwas Wasser ein für unsere Katzen und Hunde. Sie brauchen Wasser und haben Durst, wie wir Menschen auch“

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Es wurden Futterspender aus Plastikrohren gebastelt und sicher befestigt und die Kinder lernten mit der zeit alles Wissenswerte über die Streuner:

Dass sie nicht gefährlich sind…dass sie auch heimatlos sind …dass sie beschützt werden müssen…dass sie Freunde sein können… und die Kinder beschlossen, ihre Streuner und neuen Freunde im Camp und in der nahen Umgebung, zukünftig zu beschützen.

 

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Lambrini erzählte mir glücklich, dass die Kinder jetzt gemeinsam Patrouille gehen, sie achten darauf, dass die provisorischen Wasserbehälter sauber und gefüllt sind und verteidigen „ihre“ Streuner vor Übergriffen (übrigens auch Seitens der einheimischen Bevölkerung immer möglich)  und geben ihr Wissen stolz an andere im Lager weiter.

Die Futterbehälter sind leider nicht immer so voll, wie sie sein sollten. Wir schaffen es einfach nicht an allen Stellen genügend Vorrat zur Verfügung zu stellen.

Lambrinis letzter Satz berührte mich ganz besonders:

„So hat eine kleine Tat der Hilfe, …als wir das erste Mal etwas Futter ins Lager brachten für die Katzen dort, …jetzt eine große Lawine verursacht und diese Kinder werden den Spirit weiter geben. Weisst du Bettina, nicht aufgeben…Wir bewegen doch etwas!“

 

Dankeschön, liebe Lambrini..und mein tiefster Respekt für Menschen, wie dich ❤

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Falls ihr gerne einen kleinen Beitrag für Futter und Kastration der Streuner in und um dieses Flüchtlingslager bei Athen senden möchtet, hier ist die Bankverbindung. Kennwort: SCARS

Frieden für Pfoten e.V.

IBAN | DE41 4306 0967 1181 4659 00
BIC | GENO DEM1 GLS
Paypal | info@friedenfuerpfoten.org

Tierschutz

Ahnungslos, arglos und aus heutiger Sicht fast ein bisschen blöde…Thema „Bauchlieger“ Tauben

Geht es euch auch so???
Noch vor nicht allzu langer Zeit war ich ahnungslos, arglos und aus heutiger Sicht fast ein bisschen blöde. Vielleicht lag es daran, dass ich mir einfach nicht vorstellen konnte, welches unglaubliche Ausmaß an Tierquälerei direkt vor meinen Augen jeden Tag in meiner Stadt stattfindet. In allen Städten unseres schönen und reichen Landes. Ganz sicher lag es aber auch daran, dass Tauben nicht wimmern, bellen oder jaulen können, wenn sie leiden. Selbst Bauchlieger können das nicht.

‘Bauchlieger‘, das sind übrigens flugunfähige Tauben, die irgendwo am Boden kauern, sich nur noch kriechend bewegen können und qualvoll verhungern. Für den arglosen Betrachter sieht es jedoch aus, als ob sie einfach am Boden liegen und ein Päuschen machen. Zum Glück gibt es Menschen, die die Not hinter solchen Bildern erkennen und handeln! Kürzlich erhielt man bei Gandolfs Taubenfreunde Hamburg einen Notruf:

„Das gesendete Foto zeigte, dass Eile geboten war, also fuhren wir noch am gleichen Abend an den Sichtungsort. Die Taube war fast noch an derselben Stelle anzutreffen, sie konnte sich nicht mehr weit weg bewegen. Sie war auch nicht schwer einzufangen, der Hunger trieb sie uns in die Arme. Ein kurzer Blick auf die Füße zeigte, was das arme Tier in der letzten Zeit für Schmerzen ertragen musste. Nicht nur ein Fuß war völlig verschnürt und entzündet, auch viele Abschürfungen am Körper und einen völlig abgemagerten Zustand stellten wir fest. Sie wird lange brauchen, bis sie wieder völlig schmerzfrei laufen kann, aber das Leiden hat nun endlich ein Ende.“ (Gandolfs Taubenfreunde, Hamburg)

Stadttauben schnüren sich auf der täglichen Suche nach Futter am Boden oft mit kleinen Fäden, Plastik und anderen Abfallresten, die Füsse ein. Die Zehen entzünden sich, schwellen auf und sterben dann langsam ab und das gesamte Beinchen fault manchmal weg. Es gibt viele Tauben in unseren Städten, sie sind alle hungrig und einige davon fristen ihr Dasein als „Bauchlieger“, denen nur noch blutige Stümpfe oder entzündete Reste an Zehen oder Beinchen übrig geblieben sind. Sie ertragen dieses Leid still, bis sie verhungern oder bis sich jemand erbarmt und sie von der Verschnürung befreit oder in Pflege nimmt.
„Bauchlieger“ machen kein Päuschen auf dem Asphalt.
„Bauchlieger“ sind durch Verschnürungen, Unfälle oder Misshandlung flugunfähig und leiden Höllenqualen.
Wenn du das nächste mal an einem Bauchlieger vorbei gehst, bitte informiere den nächsten Tierschutzverein oder eine Taubenstation, es gibt sie in fast jeder Stadt.

(c) Bild: Gandolfs Taubenfreunde

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Aufreger, Lifestyle, Tierschutz

Wo der Kindergarten endet und der Strafbestand „Cybermobbing“ beginnt…Weglächeln oder zur Anzeige bringen?

„Wer wider besseres Wissen in Beziehung auf einen anderen eine unwahre Tatsache behauptet oder verbreitet, welche denselben verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen oder dessen Kredit zu gefährden geeignet ist, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe ….“

Eigentlich wollte ich den Samstag Abend netter ausklingen lassen aber wie so oft, kommt etwas dazwischen. In diesem Fall war es kein Notfellchen und kein Futternotstand sondern eine Flut von Screenshots in meinem Postfach.

„Du darfst dir das nicht mehr länger gefallen lassen“ … „schau mal, was sie jetzt gerade wieder über dich verbreiten..“ … „das ist Rufmord, unternimm endlich etwas, gegen diese Unverschämtheiten“  … oder auch… „ich dachte, das solltest du wissen, aber ärgere dich nicht, sie sind einfach so“… Dann las ich, was mir zugeschickt wurde. Wow!

Aber vielleicht sollte ich erst erklären, wie es überhaupt dazu kam.

Es gibt eine Gruppe auf Facebook, eine Plaudergruppe, in der viele aus unserer Community mitwirken und dort spenden. Irgendwann, irgendwo hatte wohl jemand aus dieser Gruppe auf meinem Blog kommentiert, dass wieder gespendet wurde und ich hatte versäumt, ein Like zu diesem Kommentar zu setzen.

Neben meiner ehrenamtlichen Arbeit für den Verein, die viele Stunden jeden Tag beansprucht, betreue ich auch die Gutes Karma to go Ausgabe auf Facebook. Ich schreibe die Artikel, antworte auf Kommentare zu meinen Artikeln, like sie, wann immer ich Zeit habe, aber es sind hunderte Kommentare, der Blog läuft gut und bisher war ich der Meinung, jeder Leser hat Verständnis, sollte einmal eine Reaktion ausbleiben.

Die Verfasserin des Kommentars beschwerte sich in dieser Gruppe über dieses „Versäumnis“ und es gab im Anschluss gehässige Kommentare, die mir zwar zugetragen wurden, die  ich aber ignorierte.

„Ich habe das auch nicht mehr aboniert. War mir leider manchmal zu viel schlechtes Karma to go.“

„Ich glaube den Karma Blog Dingens..oder wie hieß das? Was war das noch mal? Lese ich nicht…daher kein like…“ 

Dieser Teil der Geschichte, wäre eher unter „Kindergarten“ einzuordnen. Nicht unbedingt höflich, solche Kommentare, nicht unbedingt notwendig, wenn man bedenkt, dass aus diesem „Dingens Blog“, der gesamte Verein, sämtliche Strukturen und auch beständig Nachschub an Unterstützern, Werbung und Spendern für sämtliche Projekte rund um den Verein entspringt, auch besagte Gruppe existiert einzig, weil Gutes Karma to go die Community dazu, einst zusammengeführt hat. Aber wie gesagt, …Kindergarten… und nicht wirklich meine Zuständigkeit.  Wer meint, eine öffentliche Diskussionvom Zaun brechen zu müssen,  wenn ich versäume einen Kommentar zu liken, oder wenn ein Kommentar zu einem Artikel gefühlt zu wenig Likes erhält, den kann ich nicht davon abhalten, sich zu beschweren. Zum Glück passiert das nur äußerst selten 🙂 . Eigentlich so gut, wie nie… es wäre ja auch schlimm, oder? Lächeln wir es einfach weg.

Aber die Geschichte ging noch weiter. Als nächstes beschwerte man sich darüber, dass ich diesen Kommentar, der die Spende erwähnte, gelöscht hätte. Hatte ich zwar nicht aber das hielt die Diskussionsteilnehmer nicht davon ab, weiter ihre Theorien zu verbreiten, Schließlich unterstellte mir jemand öffentlich eine psychische Krankheit, die als Erklärung für meine Handlungsweise dienen soll. (Also… weil ich Kommentare lösche… die ich jedoch nach wie vor nicht gelöscht hatte…wohlgemerkt. Er steht da, wo er seit Anbeginn gestanden hat, *Kopfschüttel*).  Die selbsternannten „Fachleute“ referierten:

„Schlechtes Karma gutes Karma ist doch eigentlich egal manche sind einfach nicht Kritik fähig das hat man doch nun in den letzten Monaten gespürt Reihen weise wurden gute Mitglieder rausgeschmissen weil man nicht Kritik fähig war und auch keinerlei Einsicht zeigte. Finde ich persönlich nicht so schlimm da es hier doch um eine Krankheit geht die psychisch gesehen ja direkte Auswirkungen hat auf das Handeln…“

Es gab noch einige launige Ausführungen und ich denke, dem Leser wird klar, wo Kindergarten aufhört und ein Strafbestand beginnt. Unabhängig von der Absurdität der Diskussion…fehlende Likes und ein Kommentar der angeblich gelöscht wurde, es jedoch nie war…werden Grenzen überschritten, die nach § 223 StGB zur Anzeige gebracht werden können.

Ich kann über die ein oder andere Unwahrheit, über Irrtümer und Gerüchte hinwegsehen, was solls? Man schafft sich ein dickes Fell an, mit der Zeit. Wenn es jemanden glücklich macht,  solche Dinge zu verbreiten, wenn es die Gruppenmitglieder glücklich macht, ihre Zeit so auf Facebook zu verbringen und wer sich in dieser Gesellschaft wohl fühlt…nicht mein Problem…

Es gab in dieser launigen Gruppe bereits einige Male Äußerungen über meine Person  die im Sachverhalt so falsch wie in der Ausführung hässlich waren. Ich widerstand einige Male der Versuchung, die Fakten öffentlich zu machen oder haltlose Anschuldigungen gerade zu rücken.

Einmal hatte ich mir erlaubt, mein PRIVATES, ganz persönliches FB Profil für 24 h still zu legen.  Man überbot sich in besagter Gruppe mit wilden Spekulationen, Unterstellungen und Häme, man urteilte, ob ich das „darf“ und spekulierte über die Beweggründe, wer entfreundet, wer blockiert worden sei (Spoiler: Bis zu diesem Zeitpunkt NIEMAND!) über meinen Gesundheitszustand und über meine Verantwortung im Verein , der allerdings nahtlos weiter lief, genau wie meine sonstige Arbeit. Unter uns: Ich hatte einfach einmal keine Lust mehr auf Facebook, zu viele tote Katzen…und wenn man sich nur ausloggt, kann trotzdem weiter kommentiert aber dann von meiner Seite nicht reagiert werden. Das wirkt oft unhöflich, also wähle ich ab und an diesen Weg, um etwas Luft zu holen und lege das PRIVATE Profil komplett still. Neuerdings kündige ich es aber brav an und frage vorher die Community um Erlaubnis 😉 . Schließlich hat jeder ein Anrecht auf meine ehrenamtliche Bereitschaft und den Einsatz 24/7 an 365 Tagen im Jahr.  Zumindest war man dieser Meinung. Auch diese Diskussion war bereits mehr als grenzwertig…und die „Fakten“ die diskutiert und mir angekreidet wurden…sie existierten gar nicht! Aber wen interessieren schon Fakten, wenn man sich ausgiebig über jemanden auslassen kann, der sich nicht wehren kann?

Den Teilnehmern an solchen Diskussionen, die kommentieren,  geht es selten um Fakten. Es geht um etwas völlig anderes. Etwas, das sich auch durch Darlegung von Fakten und Beweise nicht unterbinden lässt: Ihre eigenen Gefühle. Daher war ich stets geduldig. Es ist ihr Problem, nicht meines. Man kann aber vielleicht nachvollziehen, dass es wenig motivierend ist, beständig „Opfer“ neuer Diskussionen zu sein, die öffentlich ausgetragen werden und den Ruf schädigen. Meist bleibe ich trotzdem zurückhaltend. Ich bin nicht auf Facebook aktiv, um beliebt zu sein oder um mir die Zeit zu vertreiben, ich bin einzig hier, um Tieren zu helfen!

Oben genanntes Zitat über eine fiktive Erkrankung ist jedoch eine eindeutige Grenzüberschreitung. Das Internet ist kein rechtsfreier Raum und ich denke, wir alle sollten etwas mehr darauf achten, den Cybermobbern und Hetzern das Handwerk zu legen. Ich werde das ab jetzt tun.

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Kurzgeschichten, Seelenmarzipan, Tierschutz

Einschreiben für mich…weiha!

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Es lag schon seit Freitag im Briefkasten. Ich erkenne solche Hiobsbotschaften, selbst wenn ich nur mit der Hand in den Briefkastenschlitz fasse und überlege, ob es sich lohnt , den Kasten zu öffnen, oder ob ich nicht einfach noch ein wenig länger warte, ehe ich mir den Tag damit verderbe.

Aber gestern Abend musste es dann einfach sein. Werbung, Werbung, eine Postkarte … und eine Benachrichtigung für ein Einschreiben. Weiha!

Habe ich schon erwähnt, dass ich eine Dokumenten und Rechnungs-Phobie habe und diese liebevoll pflege? Alle wichtigen und unvermeidlichen Dinge laufen via Dauerauftrag und natürlich kümmere ich mich notgedrungen auch um die ein oder andere Bürgerpflicht, wie Steuerbescheide und Strafzettel aber alle sin allem vermeide ich den Kontakt und er macht mir tagelang schlechte Laune und ein ungutes Gefühl. Was wohl diesmal hinter dem Einschreiben steht?

Ich grübelte den ganzen Abend und ein Horrorszenario nach dem Anderen ging mir durch den Kopf.

Wollte die Krankenkasse auch noch eine Biopsie am schlagenden Herzen und den rechten Augapfel, damit ich endlich die benötigte Bescheinigung erhielt?

War mein Führerschein Geschichte, weil ich irgendwo ein Schild übersehen hatte und neue Rekorde in Sachen Geschwindigkeitsübertretung errungen?

Hatte ich irgendeine Rechnung versemmelt und die Inkasso Unternehmen waren mir jetzt auf den Fersen?

War irgend eine Copyright Verletzung in meinem Blog passiert und jetzt sollte ich um schwindelnde Summen verklagt werden?

Je länger ich über sämtliche Optionen nachdachte, desto seltsamer wurde mir zumute, ich drehte den Benachrichtigungsschein hin- und her, als könnte er mir verraten, worum es diesmal geht. Die Antwort musste bis zum nächsten Tag warten. Um mich abzulenken stöberte ich ein wenig im Internet, sollte ich morgen pleite sein, ohne Führerschein oder im Gefängnis, dann wollte ich heute noch eine weiße Bluse oder ein weißes T-shirt kaufen, am besten mit Spitze…das beschäftigte mich bis zum Einschlafen, auch wenn ich nichts passendes fand. Immer wieder fiel mir das mysteriöse Einschreiben ein und verdarb die Kauflaune.

Am nächsten Morgen stand ich im Postamt und lauschte angespannt, als der Beamte in dem Fach mit den Einschreiben wühlte. Es knisterte und raschelte und dann zog er einen Umschlag heraus. Ich warf einen kurzen Blick darauf und strahlte von einem Ohr bis zum anderen. DAS konnte auf jeden Fall nichts wirklich unangenehmes sein, dieser Umschlag war einfach zu groß für Rechnungen, Vorladungen oder offizielle Schreiben.

Noch im Postamt riss ich ihn auf und dann war ich für einen Augenblick wirklich sprachlos. Im Umschlag war ein weisses Shirt, mit Spitzen, genau meine Größe, genau mein Geschmack, so wie ich es gestern vergeblich gesucht hatte. Wer konnte meine Gedanken lesen und das eine Woche im Voraus??? Ich hatte niemals ein solches Shirt erwähnt!

Argyro, die als Freiwillige Helferin für SCARS Athen Pflegestelle ist, hatte mir dieses Shirt einfach so geschickt … als Einschreiben, damit es auch ganz sicher aus Athen bis nach Nordbayern findet und dazu ein paar sehr persönliche und sehr nette Zeilen.

Wow, Argyro! ❤

Die Anspannung (ich übertreibe nicht, es hatte mich wirklich ziemlich verunsichert, was da auf mich wartet), wechselte in sekundenschnelle zu Freude und Dankbarkeit über. Wie sorgsam ausgesucht das Shirt war,  wie genau es meinen Geschmack traf…wie persönlich… und unerwartet … und dazu die lieben Worte von jemandem, den ich kaum kenne.

Wenn einer von uns beiden ein Geschenk verdient hätte, dann wohl eher Argyro, für das, was sie jeden Tag ehrenamtlich für die Tiere in Athen leistet und besonders für die liebevolle Pflege ihre Schützlinge , die sie privat in der eigenen Wohnung betreut.

Heute hatte ich also das erste Einschreiben erhalten, das mich zum Strahlen brachte. Meine Phobie macht Fortschritte 🙂

Dankeschön, Tausend Dank, liebe Argyro und Grüße nach Athen!!!

 

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It had been in the mailbox since Friday. I recognize such bad news, even if I only hold by hand into the mailbox slot and wondering whether it is worth opening the box, or whether I just wait a little longer, before I spoil the day with it.

But  last night i needed to check to mailbox. I could not longer postphone it. Advertising, advertising, a postcard … and an official note to get a registered letter from the post office. Ooops!

Did I mention that I have a document and bill phobia and pamper that phobia lovingly? All important and inevitable things run via standing order and of course I take care of the one or the other civic duty, as tax bills and traffic fines but all in all I avoid the contact and paying bills and taking care of documents, causes me bad mood and a bad feeling for days. What was this time behind the registered mail in my box?

I pondered all evening and one horror thought after another came to my mind.

Did the health insurance company also want a biopsy on the beating heart and my right eyeball, so that I finally received the required certificate?

Was my driver’s license history, because I had missed a sign somewhere and achieved new records of speeding?

Had I messed up some account and the debt collection companies were now hot on my heels?

Was there any copyright infringement on my blog and now I would be sued for huge sums?

The longer I thought about all the options, the stranger I felt.  I turned the notification slip back and forth, as if he could tell me what this time was waiting for me. The answer had to wait until the next day.

To distract myself, I rummaged a bit on the Internet, if i might be broke or without a driver’s license or in prison tomorrow, then I wanted to buy a white blouse or a white T-shirt, today…preferably with lace … that search occupied me until falling asleep, even when I found nothing suitable.

The next morning I stood in the post office and listened to the crackling noise, as the bureaucratist rummaged through the mailbox. It crackled and rustled and then he pulled out an envelope. I glanced at it, beaming from one ear to another. THAT could not be anything really unpleasant, this envelope was just too big for bills, subpoenas or official letters.

I tore it open instantly, while i was still  in the post office. I tore it open and then for a moment I was really speechless. In the envelope was a white shirt, with lace, just my size, just my taste, the shirt I had searched for in vain, yesterday evening. Who could read my thoughts and read them one week in advance? I never ever mentioned such a shirt to anybody!

Argyro, who is a volunteer helper for SCARS Athens foster care, had just sent me this shirt … as a registered letter, so that it safely found its way from Athens to northern Bavaria and with the shirt also a few very personal and very nice lines.

Wow, Argyro! ❤

The tension (I am not exaggerating, it really made me quite confused, what is waiting for me), changed in seconds to joy and gratitude. How carefully chosen the shirt was, how exactly it met my taste … how personal … and unexpectedly … and the kind words of someone, I hardly know.

If one of us deserves a gift, then it would be rather Argyro than me, for what she volunteers every day for the animals in Athens, and especially for the loving care of her foster cats, which she looks after in her private home.

So today I received the first registered letter that made me smile. My phobia is making progress 🙂

Thank you, a thousand thanks, dear Argyro and greetings to Athens !!!

Seelenmarzipan, Tierschutz

Eine Gottesanbeterin namens Joey…die bezaubernde Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft <3

Sein Name ist Joey…und auch wenn es seltsam klingen mag, dass wir einer Gottesanbeterin einen Namen gegeben haben …es gibt da eine Geschichte dahinter…

Eines Nachts ging ich auf unsere Veranda, und da lag er am Boden…komplett mit Spinnweben verschnürt, er konnte sich kaum noch bewegen.

Ich dachte zuerst, er wäre bereits tot, er sah aus, wie in einer Zwangsjacke gefangen, die Beinchen fest an seinen Körper gepresst aber als ich genauer hinsah, bemerkte ich, dass er noch am Leben war.

Ich kann einfach nicht wegsehen, wenn ein Tier leidet und Rettungs -Mission „Joey trat in Aktion. Ich schnappte ihn mir und ab ging es ins Haus mit ihm.

Kurz vorher hatte ich meine 5 Jahre alte Tochter ins Bett gebracht aber als ich mir den armen Joey geschnappt hatte, steuerte ich auf ihr Kinderzimmer zu, denn sie ist meine beste Assistentin, wann immer jemand gerettet werden muss. Nachdem ich Pinzetten, eine Tasse Wasser und meine Tochter um mich versammelt hatte, begannen wir an Joey zu arbeiten…

Ich hatte nie vorher ähnliches getan und daher hatte ich keinen Plan, ob wir ihn wohl retten könnten, er sah ziemlich mitgenommen aus und das Netz vorsichtig abzulösen, jagte mir Angst ein. Ich rechnete fast damit, dass seine Beinchen dabei brechen würden. Eines davon war bereits verletzt, ehe wir mit der Prozedur begannen und ich musste also besonders vorsichtig damit umgehen.

Das Wasser half ungemein dabei, die Spinnweben abzulösen aber wir benötigten zwei Stunden, bis er die Zwangsjacke schließlich komplett los war. Endlich befreit, zögerte er ein wenig und wir mussten ihn ermutigen, sich wieder auf die eigenen Füsse zu stellen aber dann machte er mit.

Die nächste Aufgabe war es, herauszufinden, wie wir am besten für ihn sorgen könnten, denn er würde etwas Zeit brauchen, bis er sich erholt hatte. Ich ging ins Netz und suchte nach „Gottesanbeter Pflege“ und fand zu meiner Freude heraus, dass Gottesanbeterinnen Katzenfutter mögen.

Yeah! Ich habe Katzen…also war Katzenfutter bei uns auf der Speisekarte. 🙂

Die nächste Woche stellte sich als eine unvergessliche Erfahrung heraus…für Joey zu sorgen und ihm dabei zuzusehen, wie er gesund wurde, berührte mein Herz in einer Weise, wie ich das niemals für möglich gehalten hätte.

Ich bastelte ihm ein Genesungszimmer aus einem Käfig und sperrte ihn darin ein, damit er in Sicherheit war. Es schien ihn in keinster Weise zu stören, denn er konnte durch die Gitterstäbe alles beobachten. Ich fütterte ihn mit einem winzigen  Babylöffel und er aß genüsslich, sobald ich ihm den Löffel hinhielt.

Nach ein paar Tagen gewann er seine Kraft zurück und wir wagten den nächsten Schritt: Lebendfutter. Ja, meine Tochter und ich waren draußen unterwegs und fingen mit einem Netz Fliegen und auch kleine Motten. Diese Dinger lebendig zu fangen war keine leichte Sache, so viel steht fest.Wenn wir sie erwischt hatten, ließen wir sie in Joeys Käfig frei und er erledigte den Rest. Diesen Teil der Fütterung wollte ich mir dann doch lieber ersparen.

Es dauerte etwas über eine Woche und unser Joey sah richtig gut aus, er bewegte sich normal, er futterte wie ein kleines Schweinchen…wir wussten, es war an der Zeit, ihn frei zu lassen. Ich stellte seinen Käfig auf die Veranda und öffnete die Tür. Er kam nicht gleich heraus, also ließ ich die Türe offen und beschäftigte mich im Garten. Alle paar Minuten sah ich nach ihm und zentimeterweise wagte er sich auf den Weg in die Freiheit. Schließlich war dann draußen, er saß auf dem Käfig aber bewegte sich nicht weg.

Jetzt war ich doch ein bisschen besorgt, ob er denn wirklich schon so weit war. Als ich mich ihm näherte sprang er auf mich, ich hielt ihn kurz in der Hand und setzte ihn wieder auf den Käfig. Er schien OK und in Bestform 🙂 .

Nach und nach dehnte Joey seine Ausflüge auf die umliegenden Pflanzen aus, aber er behielt die Heimatbasis auf unserer Veranda und jedesmal, wenn wir nach draußen kamen, sprang er auf uns, offensichtlich erfreut darüber, Besuch zu haben.

Wir waren Freunde…und es war völlig egal, ob so etwas möglich ist oder nicht. Wir waren es einfach.

Dieses Bild entstand , nachdem Joey wieder gesund war.

Quelle: https://www.facebook.com/mikeyshouse/posts/2848305128544959?__tn__=K-R

Diese Geschichte stammt von der Facebook Seite Mickey´s House und ich durfte mit freundlicher Genehmigung der Verfasserin, die deutsche Übersetzung und Bearbeitung vornehmen. Thank you for this wonderful story dearest Jenny ❤

Alle Rechte vorbehalten.

 

 

joey
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