Tierschutz

Kochen mit Katzen. Die Kürbissuppe :-)

Geschichten aus dem Karma Cottage 🎃

Die einfachste und schnellste Kürbissuppe.

1. Man sucht irgendwo im Haus nach einem passenden Kürbis und wählt den, dessen Abwesenheit bei der Deko nicht besonders ins Auge fällt.
Dann lässt man die Katzen in die Küche, die neugierig vor der Türe maunzen.

2. Man checkt den Gemüsebestand und schneidet und schält, was so in die Hände fällt. Äpfel, Lauchwurzeln, Kartoffeln, Möhren und vielleicht etwas Knoblauch.
Dann füttert man die Katzen, die empört jede Bewegung verfolgen und auf Service warten.

3. Man gibt alles zusammen mit dem geschnittenen und entkernten Kürbis in einen Topf, bedeckt das Gemüse mit Gemüsebrühe und wählt die Gewürze nach Geschmacksrichtungen dazu.
Muskat, Chili, Kurkuma…. und natürlich Pfeffer und Salz.
Dann schnappt man sich die Katze, die auf den Ofen gesprungen ist und neugierig in den Topf schaut und setzt sie wieder auf den Boden zurück.

4. Man brät Kürbiskerne in Öl an.
Dabei verteidigt man die heiße Pfanne mit ganzem Körpereinsatz vor vorwitzigen Katzenpfötchen und setzt beide Katzen wieder zurück auf den Boden.

5. Man püriert das gar gekochte Gemüse und fügt nach Geschmack noch etwas Hafersahne, Creme fraiche oder Sojacreme dazu.
Dann gibt man ein Löffelchen der Sahne an die Katzen ab, die genau wissen, was in dieser Packung steckt und sich links und rechts in den Hosenbeinen festkrallen, damit sie nicht vergessen werden.

6. Jetzt noch ein schönes Muster aus Kürbiskern Öl auf die Suppe zeichnen und die gebratenen Kürbiskerne dazu geben.
Dann sperrt man sich im Badezimmer ein, damit man in Ruhe essen kann 😊🐈🐈🎃

Falls ihr mehr Geschichten aus dem Karma Cottage lesen möchtet. Hier findet ihr meinen neuen Blog:

karma-cottage.blog

Herzliche Einladung ❤

Tierschutz

„Der Tierschützer“ … unterschätzt, übersehen, im Stich gelassen!

„Du machst doch irgendwas mit Tieren … „

So beginnen viele Unterhaltungen.

Dann weiss ich, ich erfahre entweder gleich etwas, das ich nicht wissen wollte oder ich fühle mich verpflichtet, etwas zu tun, wofür ich eigentlich in keinster Weise zuständig bin, vielleicht nicht über das nötige Wissen verfüge oder einfach keine Zeit habe, oder keine Lust. Letzteres soll es auch geben. Aber das versteht nur der, der selbst „irgendetwas im Tierschutz macht“ .

Dieses „Irgendetwas“ wird nämlich von den meisten nicht wahrgenommen, von vielen belächelt und von allen unterschätzt! Man erinnert sich erst an uns, wenn eigentlich die Behörden, der Staat gefragt wäre. Unser Staat toppt, was Tiere angeht, jede herzlose Eiskönigin.

Tierschutz wurde kurz einmal im Grundgesetz erwähnt, damit Ruhe ist und sich die seltsamen Tierschützer nicht beständig beschweren… das war es dann aber auch. Die meisten Amtstierärzte sind eher in Schlachthäusern und an Flughäfen unterwegs. Sie kontrollieren amtliche Auflagen. Wer schon einmal versucht hat, Misstände in der Tierhaltung, ja selbst übelste Tierquälerei zur Anzeige zu bringen, der wird schnell ein Fan der Selbstjustiz…oder wahnsinnig 😉

Staatliche Unterstützung für Tierheime, Wildtierhilfen, Auffangstationen, Futterstellen oder Kastrationsprojekte? Vergesst es! Wovon träumt ihr? Die Mittel sind nur ganz wenigen vorbehalten und selbst die müssen jedes Jahr erneut zäh darum ringen. Alle anderen, der überwiegende, gigantische Löwenanteil des Tierschutzes in Deutschland wird privat gestemmt. Die Menschen die Tieren helfen möchten, sie müssen betteln. So wird Tierschutz in Deutschland finanziert.

Wir finanzieren unsere Arbeit selbst. Die Ausbildung, die nötigen Bescheinigungen, das Arbeitsmaterial und alle Kosten rund um die Tiere selbst. Enorme Kosten!

Nicht so kleinlich ist unser Staat mit Gesetzesvorgaben für Tierschützer und Tierretter, Tierheime und Wildtierstationen, mit den Einreisebedingungen für adoptierte Hunde und Katzen. Die Hürden und Auflagen sind hoch, der Papierkram gewaltig. Wer dann auf die Idee kommt, einen Verein zu gründen, der wird schnell bemerken, dass er jetzt zusätzlich auch noch finanziell in der Haftung ist, noch mehr Papierkram zu erledigen hat und keinen Cent mehr, an staatlicher Hilfe erhält. Aber er kann jetzt zumindest leichter um Spenden betteln. Man muss sich auch über Kleinigkeiten freuen.

Da es also so gut wie keine öffentliche Anlaufstelle für den Tierschutz gibt, für alle Fragen rund um die Tiere, für Notfälle oder Tierquälerei… und auch keinen Cent dafür, landet alles bei den ehrenamtlichen Tierschützern. Bei mir zum Beispiel.

Kaum jemand in meinem Umfeld, in meiner Heimatstadt, weiss, was ich tue. Kein Serviceclub, nicht die Rotarier, nicht die Lions, auch nicht der Stadtrat oder andere öffentliche Stellen…. weil es nicht wichtig ist, weil man damit gesellschaftlich nicht punkten kann, Tierschutz ist nichts, womit man gesellschaftlich glänzen könnte. Auch nicht in der Lokalpolitik. Kein Unternehmen möchte gerne etwas beitragen. Tierschutz ist nur bedingt als Werbeträger geeignet.

Sie erinnern sich einzig dann an mich, wenn sie im Urlaub auf halb verhungerte Tiere vor dem Hotel stoßen. Dann darf ich zaubern und einen Kontakt auf einer abgelegenen Insel finden, der ihnen hilft, zu helfen.

Sie erinnern sich einzig dann an mich, wenn bei ihnen ein Hund im Garten sitzt, der verletzt ist und im Tierheim nimmt niemand ab. Dann darf ich das tun, was auch sie tun könnten, vorbei kommen und den Hund zum Tierarzt bringen.

Sie erinnern sich einzig an mich, wenn sie umziehen und nicht wissen, wie man ein Tier mit nach Ägypten bringt. Dann darf ich mit Kontakten und Informationen aushelfen.

Sie erinnern sich einzig dann an mich, wenn der Nachbar jeden Tag seine Frau und Kinder schlägt und den Hund. Dann soll der „Tierschutz“ eingreifen…Dann darf ich mich damit auseinandersetzen, sie haben den Tierschutz jetzt ja darauf hingewiesen…

Ja, ich mache tatsächlich etwas mit Tieren 🙂Ich habe eine Organisation gegründet, die es sich zum Ziel gesetzt hat, das Elend der Straßentiere zu lindern oder zu verhindern. Mit Futterstellen, medizinischer Versorgung und vor allem, mit Kastration.

Das ist anspruchsvoll, wie ein kleines mittelständisches Unternehmen, das bedeutet, Vernetzungen quer durch Europa, mehrere Sprachen, Kontakt mit Zollbehörden, Speditionen, Stiftungen, Tierärzten, mit unzähligen Menschen, die in diesem Netzwerk mitwirken. Wir bewegen große Summen, viele Tonnen Futter und Ausrüstung für Tiere, wir arbeiten länderübergreifend und effizient. Und wir alle tun das gern.

Wir alle sind jedoch stets etwas ratlos und in meinem Fall „genervt“, dass die paar Menschen aus dem Tierschutz plötzlich für alles zuständig sein sollen, was eigentlich der Staat zu schultern hätte.

Nein, sind wir nicht! Wir haben nur mehr Gewissen als andere und schaffen es nicht, beständig wegzusehen, wenn um uns herum, überall unvorstellbares und vermeidbares Tierleid stattfindet.

Wenn ein reiches Land für Deutschland schon nicht genügend Geld für Tierschutz hat, wer dann?

Zumindest Respekt ist kostenlos, den würde ich mir manchmal wünschen.

Tierschutz

Paula … Tauben sind kein Ungeziefer!

.

Das ist Paula. Eine Stadttaube. Paula lebte in einem Parkhaus.

Sie hatte zwischen Autos ein Zuhause gefunden und suchte auf dem kargen Betonboden nach ein paar Bissen Nahrung. Manche der Autobesitzer liessen auf dem Weg zum Fahrzeug ein paar Krümel fallen. Dann war Paula glücklich.

Als sie wieder einmal über den Boden trippelte betrat jemand mit seinem Hund das Parkhaus. Er hasste Tauben und war der Meinung, sie sind wertloses Ungeziefer. Daher liess er seinen Hund von der Leine.

„Fass!

„Paula hatte keine Chance. Sie wurde übel zugerichtet. Tiefe Bisswunden am Rücken und eine zerfetzte Kloake. So nennt man den Anus bei Vögeln. Paula konnte nur noch unter Schmerzen Kot absetzen. Fliegen konnte sie auch nicht mehr. So fand man sie.

Es gibt Menschen, die Tauben vorsätzlich quälen und töten und es gibt Menschen, die sich dieser armen Geschöpfe annehmen .Paula kam zu Nicole in Obhut. Nicole zog alle Register. Die schwer verletzte Taube wurde jeden Tag gebadet, da sie sich nicht mehr selbst säubern konnte. Sie erhielt Physiotherapie, Vitaminspritzen, Antibiotika und Liebe… viel Liebe.

Es mag manchen überraschen aber Tauben regieren wie jedes Haustier auf Liebe und Zuwendung.

Nach einiger Zeit wuchsen die Federn nach, die ihr komplett ausgefallen waren. Die Wunden heilten zu. Paula konnte wieder trippeln und schließlich sogar auch wieder ein wenig fliegen. Nicole erzählte mir, dass Paula nicht mehr zurück ins Parkhaus gesetzt wurde, obwohl dort ihr Zuhause war. Zu gefährlich. Einen zweiten Hundeangriff oder Fusstritte, wie manche Kinder das unter den gleichgültigen Blicken ihrer Eltern gerne tun, hätte sie nicht mehr überlebt.

Paula lebt daher jetzt in einer Art „betreutes Wohnen“ für Tauben und es geht ihr gut. Es gibt Menschen, die Tauben vorsätzlich quälen und töten und niemand stört sich daran. Nicht sie werden bestraft sondern die Menschen, die diese armen Geschöpfe füttern. Das ist ein Armutszeugnis für unsere Gesetzgebung und für unsere Gesellschaft.

(Dankeschön liebe Nicole für diesen Einblick in deine Arbeit ❤)

(c) Bildrechte Nicole Baumgart

Tierschutz

Alles was du über Tauben, Krankheiten und Lügen wissen solltest!

Kein Tag vergeht, ohne eine Schlagzeile, in der ein Journalist zum 1000 sten mal abschreibt, was er irgendwo, irgendwann einmal gelesen hat, was nach wie vor als Dogma eingebrannt scheint: Man warnt vor Tauben, die Krankheiten übertragen könnten. Das ist nicht nur eine Steilvorlage für Tierquäler und für die Städte, die Tauben gerne grausam verhungern lassen möchten sondern es ist schlicht die Unwahrheit. Es ist falsch, eine Lüge!

Diese Falschinfomationen, diese dreisten Fakenews, beziehen die Verfasser der Anti-Taubenartikel meist von den Homepages der Firmen, die mit dem Leid der Tauben ihr Geschäft machen. Schädlingsbekämpfer und Vergrämungsfirmen. Nur wenn diese ordentlich Panik schüren, läuft das Geschäft und über die Jahre wurde erfolgreich suggeriert, dass die Tauben gefährliche Krankheitsüberträger wären.

Zum Glück handeln nicht alle Journalisten so, mittlerweile haben die Tauben auch in den Journalisten viele Unterstützer gefunden. Es wird recherchiert und aufgeklärt. Leider noch viel zu wenig! Besonders das Thema Tauben und Krankheiten wird beständig überbewertet und falsch dargestellt.

Befassen wir uns nicht mit Ammenmärchen sondern mit Fakten. Was könnte eine Taube haben und wie gefährlich wäre das für den Menschen.

Vor welchen Erkrankungen wollen uns die Schädlingsbekämpfer und andere Taubenfeinde Angst einjagen?

Ich möchte die Antwort gleich vorweg nehmen… Es besteht kein Grund, die Tauben als Krankheitsüberträger zu fürchten.

SIE STELLEN KEINE GESUNDHEITSGEFÄHRDUNG FÜR DEN MENSCHEN dar!

Aspergillose (Pilz) Kein Tier ist Überträger einer Aspergillose! Schimmelherde des Cryptococcus neoformans können sich einzig auf Erde und auch auf altem Taubenkot bilden.

Encephalitis (Virus) Weder das Robert-Koch-Institut (Berlin) noch das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (Hamburg) haben Informationen darüber, dass Tauben Enzephalitis übertragen.

Kokzidose Typische Taubenkokzidien, die mit dem Kot ausgeschieden werden, sind harmlos für den Menschen und andere Säugetiere.

Listeriose (Bakterium) Tauben können diesen Erreger zwar ausscheiden, aber die größte Bedeutung als Infektionsquelle haben kontaminierte Lebensmittel. Ein Infektionszusammenhang mit Tauben wird im Robert-Koch-Jahrbuch 2015 nicht genannt.


Myxovirose (Virus) Myxoviren ist eine veraltete Bezeichnung für Orthomyxo- und Paramyxoviren. Beide haben für den Menschen keine Bedeutung.

Ornithose Die Symptomatik dieser Krankheit ähnelt einer Grippe. Das Robert-Koch-Institut in Berlin bestätigt 2016, dass es in den letzten 10 Jahren nur zwei nachgewiesene Fälle von Ornithosen durch Tauben gab.

Bei einer Bevölkerung in Deutschland von 82.176.000 (Stand 2015) und einem Zeitraum von 10 Jahren, entsprechen 2 Erkrankungen einer Wahrscheinlichkeit von 1 : 420 Millionen (also der Wahrscheinlichkeit, 5 x hintereinander den Eurojackpot zu knacken)

Salmonellose (Bakterium) Die Salmonellen, die Tauben befallen, sind taubenspezifisch (Salmonella typhimurium var. copenhagen). Sie sind keine Zoonose und daher für Menschen harmlos.

Toxoplasmose Nach dem Robert-Koch-Institut sind hauptsächlich zwei Infektionswege für die Infektion des Menschen verantwortlich: orale Aufnahme umweltresistenter Oozysten über Ausscheidungen der Katze (z. B. ungewaschenes Gemüse), sowie die Aufnahme von sogenannten Gewebszysten, durch Fleisch infizierter Tiere (z. B. Rohwurst,
Hackepeter).


Typhus (Bakterium) Typhus ist eine Erkrankung, die durch spezielle Salmonellenstämme (Salmonella typhi) verursacht wird. Diese spielen bei Tauben keine Rolle.

Trichomonasis (Einzeller) Eine Trichomoniasis ist eine Geschlechtserkrankung, die beim Geschlechtsakt von Mensch zu Mensch übertragen wird (Trichomonas vaginalis). Bei Tauben kommen Trichomonas gallinae vor. Diese haben für den Menschen keine Bedeutung und werden zudem nicht über Kot, sondern von erwachsenen Tauben auf die jungen Tauben beim Füttern übertragen, bzw. auf andere Vogelarten durch Aufnahme kontaminierten Wassers.

Solltet ihr euch bis hierher durchgearbeitet haben, sollte klar sein …wir werden für dumm verkauft! Man hetzt gegen Tauben und verbreitet Unwahrheiten, die viele Tiere das Leben kosten!

Wie sieht es mit den Parasiten aus?

Neben Krankheiten werden Tauben häufig für die Übertragung von Parasiten verantwortlich gemacht.

Richtig ist: Tauben können, besonders wenn sie geschwächt sind, zahlreiche Parasiten und Krankheitserreger aufweisen. Diese sind aber zum größten Teil tauben- oder vogelspezifisch und für den Menschen völlig harmlos.

Warum werden Stadttauben dann noch immer als Gesundheitsgefahr angesehen?

Weil die Stimmen derer, die eine Gefahr in den Stadttauben sehen wollen, greller und lauter sind, als die offiziellen Mitteilungen der Behörden.  

Also: Bitte keine Panik, wenn ihr das nächste mal eine Taube trefft. Füttert nicht eure Ängst sondern füttert die Tauben und falls ihr wieder einmal in irgendeiner Zeitung lest, dass Tauben Krankheitsüberträger sind, dann verweist bitte auf folgende Quelle und bittet die Journalisten, etwas sorgfältiger zu recherchieren:

(Erna-Graff-Stiftung)

Für jede einzelne der Behauptungen wurden in einer Studie zur Gefährdungseinstufung von Stadttauben neue Erkenntnisse ausgewertet und der Wahrheitsgehalt aller dieser Behauptung überprüft. 

(„Gefährdungseinstufung der Stadttauben? Überprüfung aktueller Aussagen aus dem Internet auf ihren Wahrheitsgehalt“. Mirja Kneidl-Fenske, Tierärztin und Michaela Dämmrich, Landesbeauftragte für den Tierschutz in Niedersachsen. Stand 29. Juli 2017.)

Tierschutz

Warum ich mich über das Tierelend in Rumänien nicht mehr so lautstark empöre…

.

Warum ich mich über das Tierleid in Rumänien nicht mehr so empöre…

Erst dachte ich…so schlimm kann es ja gar nicht sein….sonst hätte ich bestimmt schon davon gehört. Hallo?! Wir leben schließlich in Europa…im 21. Jahrhundert.

Dann lernte ich alles, was es über die unvorstellbaren Grausamkeiten zu lernen gibt, die sich jeden Tag auf den Straßen von Rumänien abspielen und was besonders die Hunde dort erleiden müssen. Es ist grauenhaft sich damit zu beschäftigen und ich war dankbar in Deutschland zu leben, wo solche Dinge eher selten passieren. Zumindest den Haustieren. Tierquälerei an Bello und Minka ist gesellschaftlich geächtet.

Irgendwann erfuhr ich dann etwas mehr über das Schicksal der Tauben in diesem Land und da wusste ich:

Das Leid der Straßentiere von Rumänien ist vor meiner Haustüre. Tierquälerei an Haustieren findet mindestens genauso oft und zahlreich bei uns statt.

Es heisst nur anders und es sind eher seltener Hunde und Katzen sondern Tauben, die darunter leiden und darüber sterben.

Während man im benachbarten Ausland nach den hungrigen Hunden tritt, sie vergiftet, schlägt, misshandelt und verhungern lässt, tun wir das mit den Stadttauben. Sie fühlen und hungern und leiden kein bisschen weniger als ihre vierbeinigen Leidensgenossen.

Unter dem Gefieder sieht man nicht, wie ausgemergelt und knochig sie sind. Sie bellen nicht, sie jaulen nicht. Tauben leiden still. Aber sie leiden. Tauben sterben still. Aber sie sterben.

Genau wie in Rumänien, kann man zwar das Leid auf den Straßen lindern aber es wird beständig Nachschub produziert.

Kastriere einen Hund auf der Straße und in den Hinterhöfen werden 10 Kettenhunde gedeckt. Ihre Lebensumstände sind so hart, dass sie selten lange leben. Also wird Nachschub benötigt. Man sucht sich die stärksten aus, der Rest wird über den Zaun geworfen und die Welpen landen auf der Straße.

Füttere und rette eine Taube und hunderte werden ausgesetzt und auf Wettflüge geschickt. Die Jungtauben werden selektiert. Man setzt sie aus und testet, ob sie zurück finden und wie schnell sie zurück finden. Viele finden nicht mehr nach Hause und müssen dann in unseren Städten um Futter betteln. Viele? Unzählige!

In unseren Städten werden beständig Brieftauben ausgesetzt. Wer den Weg zurück zum Schlag nicht schafft, stirbt unterwegs an Entkräftung oder strandet als verhasste Stadttaube. Es gibt einzig Schätzungen aber wir sprechen von gewaltigen Zahlen.

In Rumänien lösen viele Kommunen das Streunerproblem mit Tötung. In Deutschland übrigens auch. Vergrämungsmassnahmen und die Tötung der Tauben sind legal und das Fütterungsverbot gleicht einem Todesurteil.

Da tun sich ein paar Tierschützer schwer, gegen diese Flut an Leid und gegen die „Tradition“ anzukämpfen… genau wie in Rumänien.

„Was soll die Aufregung?“ Es sind doch nur Hunde. “ „Wir haben das immer schon so gemacht“ „Dem Hund geht es gut…“

„Die Tauben fliegen gern.“ „Sie finden schon Futter…“ „Ich liebe meine Tiere…“

Ja, „Tierliebe“ kann für manche Tiere sehr schmerzhaft sein, wenn sie mit Ausbeutung verwechselt wird.

Ehe ich mich über meine rumänischen Nachbarn aufrege, gehe ich lieber in die Fußgängerzone. Ausgehungerte, verletzte und heimatlose Haustiere gibt es dort zur Genüge. Ich füttere sie. Ich füttere die hungrigen und heimatlosen Tauben.

Das wird übrigens nicht gern gesehen. Auch das haben wir mit einem Land gemeinsam, das wir wegen seines Umgangs mit Tieren oft kritisieren. Ich mittlerweile nicht mehr, denn ich weiß, wir sind viel schlimmer!

Dort behandelt man Straßenhunde wie Ungeziefer. Bei uns die Stadttauben. Deutschland ist ein wohlhabendes Land. Das macht es um so erbärmlicher!

Tierschutz

Warum ich keinen Cent mehr für die Aktion Mensch spende!

Warum ich die „Aktion Mensch “ mit keinem Cent mehr unterstütze…

Auf der Facebook Seite der „Aktion Mensch‘ macht man „gemeinsam die Welt ein wenig sozialer „, so steht es da zu lesen und man fragt dort in einem Beitrag, wofür sich die Leser sozial engagieren.
Leider habe ich eine völlig andere Vorstellung von einer sozialen Welt, als die Verantwortlichen der „Aktion Mensch“! Ich finde es nicht sehr sozial, wenn Tiere missbraucht oder in den Tod geschickt werden. Auch nicht, für den „guten Zweck“…

Was hat die Aktion Mensch mit dem Leid der Tauben zu tun?

Für die Aktion Mensch werden regelmäßig Brieftauben in den Tod geschickt. Sie sterben, verhungern, werden verletzt oder stranden in Städten, wenn sie den Anforderungen des „Wettfluges“ nicht gewachsen sind, was bei diesen „Reisen“, wie man das Aussetzen der Tauben im Taubensport nennt, leider sehr häufig vorkommt.

Ich hätte am liebsten kommentiert, wie ich mich sozial engagiere, dass ich mich für die bedauernswerten Tauben einsetze, die für Wettflüge von ihrem Partner und ihrer Brut getrennt werden und dann verzweifelt versuchen, wieder ins heimische Nest zu finden.
Eine unfreiwillige sportliche Leistung, die viele Tiere nicht überleben und elend dabei sterben.
Es gäbe sehr viele unappetitliche und unethische Details zum Thema Taubenwettflüge und Brieftauben, die sicher den meisten Unterstützern und vielleicht sogar den Verantwortliche der Aktion Mensch unbekannt sind. Das Leid der Brieftauben und die Hintergründe von Tauben „Wettflügen“ sind wenig bekannt. Wären sie es, wäre dieser „Sport“ längst verboten.

Die dehydrierten, erschöpften und verletzten Tauben werden dann von Menschen aufgesammelt, deren soziales Engagement darin besteht, etwas von dem unendlichen Leid das diesen Tieren vorsätzlich zugefügt wird, zu lindern.
So hat jeder seine eigene Vorstellung, was sozial ist und wie man die Welt ein bisschen besser macht.

„Der Verband Deutscher Brieftaubenzüchter ist der größte Einzelspender der Aktion Mensch in Deutschland.
Um die Förderung der tollen Projekte weiter auszubauen, hat der Prof. Dr. Kohaus Förderverein, die Aktion-Mensch-Flüge ins Leben gerufen.“

So steht es auf der Seite des Verbandes der deutschen Brieftaubenzüchter zu lesen.

Ich muss zugeben, ich war unangenehm überrascht,
… um es einmal sehr höflich zu formulieren.

Denn:

Tauben haben einen extrem ausgeprägten Familiensinn und sind überaus treue Tiere – auch ihrem Standort gegenüber. Sie verbringen in der Regel ihr ganzes Leben mit nur einem Partner und ziehen gemeinsam ihren Nachwuchs groß. Dies wird für die Wettflüge anhand der „Nest-“ oder „Witwermethode“ skrupellos ausgenutzt: Die Tiere werden bis über tausend Kilometer weit von ihrem Taubenschlag weggebracht, von wo aus sie verzweifelt versuchen, so schnell wie möglich wieder zurück zu ihrer Familie zu finden. Und da die Tauben für den Wettflug regelmäßig „trainiert“ werden, ist dieser Stress Alltag für die sensiblen Tiere.

Bei Tauben-Wettflügen wird generell mit einer sehr hohen „Verlustrate“ gerechnet. Diese liegt durchschnittlich bei 53 Prozent. Besonders verlustreich sind die sogenannten Tribünenflüge. So werden hunderttausende Tauben jedes Jahr für eine mögliche Auszeichnung oder ein Preisgeld in den Tod geschickt. Diejenigen, die nicht zurück in den Taubenschlag kommen, sterben qualvoll an Flüssigkeitsmangel, Erschöpfung oder Verletzungen oder stranden in Städten, wo sie ein leidvolles Leben führen

Das oberste Ziel der Taubenzucht ist die Leistung der Tiere und damit verbunden erfolgreiche Wettflüge. Bis zu 130 km/h schnell sollen die Tiere fliegen. Wenn eine Taube nicht schnell genug fliegt oder sich verflogen hat, ist es nicht unüblich, dass die Taube getötet wird. Ohne die Taube zu betäuben, wird ihr der Hals lang gezogen und der Kopf umgedreht.

Das Töten von Tieren ohne Betäubung und ohne vernünftigen Grund verstößt gegen das Tierschutzgesetzt. Den Haltern ist dies jedoch meist egal. Auch steht im § 3 Nr. 1 des Tierschutzgesetzes (TierSchG), dass es verboten ist, „einem Tier außer in Notfällen Leistungen abzuverlangen, denen es wegen seines Zustandes offensichtlich nicht gewachsen ist und die offensichtlich seine Kräfte übersteigen“. Dass die meisten Tiere den Wettkämpfen nicht gewachsen sind, kann man deutlich an den hohen Verlustraten erkennen. Dennoch werden Tauben jeden Tag von Züchtern und Haltern zu anstrengenden Flügen gezwungen.

(Qelle: PETA https://www.peta.de/brieftauben-tierquaelerei )

Bitte teilt diesen Artikel und informiert andere Taubenfreunde darüber…

Tierschutz

Der Flug in den Tod…über den Taubensport…

Er hatte seit ewig nichts mehr gegessen oder getrunken.
Er war erschöpft, zu Tode erschöpft.
Seine entzündeten Gelenke und Sehnen schmerzten mehr, als die klaffende Wunde an der Brust. Blut lief an seinen Beinen entlang.
Sein Körper war Schmerz. Er war Schmerz.
Er hatte versagt und den Weg zurück nicht mehr gefunden. Diesmal war die Strecke einfach zu lang, die man von ihm forderte, wenn er das Liebste auf der Welt jemals wiedersehen wollte. Verzweifelt schloss er die Augen. Er hatte alles gegeben.
Er war geflogen, bis er wie ein Stein vom Himmel fiel.
Er war sogar noch weitergeflogen, als er sich an den Drahtseilen verletzte, die für ihn unsichtbar waren.

Er war geflogen… immer weiter und weiter…weil er sich sehnte, mit jeder Faser seines Herzens sehnte er sich nach seiner Gefährtin, der er für ein Leben verbunden war.
Die ihn jetzt mehr denn je brauchte, denn gestern erst hatte sie ein Ei gelegt. Er wurde gewaltsam zum „Witwer“ gemacht.

Man hatte sie getrennt. Im Taubensport, wo er zu Wettkämpfen verdammt wird, die er niemals freiwillig bestreiten würde, nutzt man diese Liebe um Höchstleistungen von den gewaltsam getrennten Partnern zu erhalten.
Ihre Verzweiflung ist der Gewinn des Taubenzüchters.
Die Taube verliert immer …. selbst wenn sie den Wettbewerb gewinnt. Er hatte sie noch rufen hören, als er im Korb eingesperrt und wegtransportiert wurde. Ihre Stimme hätte er aus Tausenden wiedererkannt.
Aber der Korb war fest verschlossen. Er war jetzt „Witwer“ auf einer „Reise“.

(„Witwermethode“ …

„Witwer“ … so nennt man im Taubensport die Vögel, die buchstäblich ihr Leben geben, um wieder in ihr Zuhause und zu ihrem Partner oder ihrer Brut, zurück zu finden.
Dafür werden sie „trainiert“.
Weggesperrt, im Dunkeln gehalten, zum Fliegen gescheucht, gezwungen, aussortiert, ermordet und der Willkür der Taubenzüchter überlassen, für die das Tierschutzgesetz scheinbar nicht gilt.
Tradition…
Etwa die Hälfte der unfreiwilligen „Witwer“  stirbt bei dem Versuch, wieder nach Hause zu finden.
Ein Teil der armseligen „Sportler“ wird von Greifvögeln gerissen, verletzt sich oder landet in fremden Städten, wo der Tod etwas länger dauert, denn dort gibt es kein artgerechtes Futter, einzig Verachtung und Tritte.
In meinen Augen würde diese Verachtung jemand anderem gebühren) (~Anmerkung der Verfasserin)

Er versuchte die Flügel zu bewegen. Er musste jetzt einfach fliegen, sonst würde er sie nie mehr wiedersehen.
Er öffnete mühsam die Augen und mobilisierte ein letztes Mal die lahmen und müden Flügeln.
Nach Hause. Nach Hause zu ihr, zu seinem Nest, zu seinem Ei, wo er hingehörte.
Er wollte nicht allein in dieser feindlichen Umgebung sterben.
Tauben sind treu…ein Leben lang und einem Partner.  Daher schaffte er das Unmögliche.
Irgendwann am Abend lag er kraftlos im Hof.

In der Ferne hörte er sein Täubchen nach ihm rufen.
Jetzt war er in Sicherheit. Alles war gut. Erleichtert ließ er den Kopf auf die Brust sinken.
Gleich würde er endlich in sein Nest fliegen dürfen.
Ihr Ruf war das letzte, was er hörte, als ihn sein Besitzer aufhob, die Schäden an den Flügeln prüfte und ihm dann mit einem Ruck den Kopf umdrehte.
Wertlos.
Diese Taube wird keinen Wettbewerb mehr fliegen, kein Geld und keine Urkunden einbringen.
Weg damit.
Morgen kommt eine neue Lieferung.

——

Wer glaubt, diese Geschichte wäre übertrieben, dem lege ich diesen Link ans Herz.
Was wisst ihr eigentlich über den „Taubensport“ über „Wettflüge“ und Trainingsmethoden?
Wüssten es die Menschen, wäre es längst verboten.
Tierquälerei ist kein Sport!
Lest bitte diesen Link und sagt es weiter ❤
Gebt den Tauben eure Stimme…

https://www.peta.de/brieftaubensport

Katze, Tierschutz

August – Der Horrormonat

Sie kauern verborgen unter Fahrzeugen, verstecken sich im Gebüsch oder drücken sich gegen Hauswände.
Die schwachen, kranken und alten Straßentiere
versuchen sich meist unsichtbar zu machen.

Irgendwann hat sie das Leben auf der Straße so gezeichnet, dass ihnen die Kraft fehlt, weiter jeden Tag um einen Brocken Futter zu kämpfen.
Sie warten ergeben auf ihr Ende oder auf ein Wunder.
Lazaros hat jetzt durch die Hilfe von SCARS vielleicht sein Wunder erhalten und SCARS erhält durch eure Unterstützung beständig die Option, den Ärmsten der Armen zu helfen.
Dafür sind wir unendlich dankbar.

Es ist kein sehr schönes Bild aber so sieht Lazaros nun einmal aus. Er erinnert vielleicht den ein oder anderen an eine Katze, die uns einmal viel bedeutet hat.
Mich erinnert er sehr an unseren Iron…
Wir drücken ihm fest die Daumen, dass die Hilfe noch rechtzeitig kam und dass es hier bald ein anderes Foto von ihm geben wird.

Bald rollen wieder einige Paletten mit Futter und Ausrüstung, Richtung Athen.
Sie werden bereits sehnsüchtig erwartet, denn alle Helfer dort leisten gerade schier übermenschliches, um das Elend zu lindern.
Aber lest bitte selbst, was seine Retterin Rena dazu schrieb, ehe sie sich aufmachte, zur nächsten nächtlichen Futterrunde.

Ich fand, diese persönlichen Zeilen sollten alle lesen, die unsere Arbeit so großherzig unterstützen. Sie unterstützen damit Menschen wie Rena oder Fay oder Nafsika oder Martha oder Konstantina oder Eri… und viele andere mehr, die solchen armen Wesen beistehen…

Rena schrieb mir letzte Nacht:

„Es gibt den Spruch
“Die Fähigkeit das Wort NEIN zu sagen ist der erste Schritt zur Freiheit“….
Das hört sich gut an für jemanden wie mich, die es nicht gewohnt ist nein zu sagen und somit permanent überlastet und absolut ausgepowert ist. Wobei der Spruch für mich und Martha eigentlich so lauten sollte….
“Die Fähigkeit das Wort NEIN zu sagen ist der erste Schritt um Zeit zum Schlafen zu finden“…..

In letzter Zeit kam einfach viel zu viel zusammen, der Flughafen der abgerissen wird, ganze Nächte lang versuchten wir, dort ja Katzen zu retten…..dann der Lockdown, es war für die Tiere und uns sehr schwierig und nun wir haben wieder August, der Monat in dem so ziemlich alle Athener in ihre Dörfer gehen weil sie Urlaub haben. Ihr die uns schon seit ein paar Jahren kennt, wisst dass der Monat August für uns Tierschützer in Athen zu den Monaten gehört, der viele Tränen mit sich bringt. Das Tierleid auf den Strassen der Stadt ist noch auffälliger als sonst, denn die Strassen sind nicht zugeparkt und die Tiere sind sich selbst überlassen.

Ich hatte schon vor einigen Wochen Bekannten zugesagt dass ich wieder ihre Katzenkolonien mitfüttere wenn sie in Urlaub gehen, auch wenn das im Moment eigentlich über meine Kraft geht. Ich hatte mir jedoch geschworen endlich NEIN zu sagen wenn es um weitere Gefallen ginge…und so war es dann auch als mich ein Mann darum bat, mich um einen kranken Kater zu kümmern, den er seit einiger Zeit auf der Strasse versorgte, ich sollte ihn bitte nehmen solange bis er vom Urlaub zurück sei ….. Ich sagte ihm dass ich das nicht schaffen werde, da ich übervoll bin und er sich doch umsehen sollte, dass er jemand anders findet. Natürlich ging mir das Tier wieder mal nicht aus dem Kopf !! Dieser entfernt Bekannte rief mich jedoch wieder an um mir zu sagen dass es dem Kater in letzter Zeit nicht gut ginge und ich doch bitte helfen soll und aus dem nein wurde wie es zu erwarten war, ein Ja…

Als wir den Kater vor ca. 5 Tagen das erste mal sahen waren wir absolut schockiert, denn das war ein Tier das eigentlich im Sterben lag. Die ersten Worte der Ärztin waren, sollte er die Nacht überleben sehen wir weiter……und das ist der Grund warum ich Euch nicht schon früher über den Kater Lazaros berichtet hatte. Wir hatten erwartet dass er es nicht schafft, weil er sehr sehr schwach war und er wohl schon lange Zeit vor sich hin leiden musste. Wir schafften die ersten Tage mit Medikamenten und viel Zeit am Tropf. Die Blutuntersuchungen zeigen erhöhte weisse Blutkörperchen und wir werden ihn auf Geschwüre untersuchen lassen.

Gestern war ein sehr sehr kritischer Tag, aber wir haben auch das geschafft und seit heute geht es etwas besser. Er hat heute sogar um Futter gebettelt und sass das erste mal etwas aufrechter im Crate. Dass es ihm nun um Einiges besser geht hat er nicht zuletzt Martha zu verdanken, die 2 mal am Tag zu mir kommt und ihm seine vielen Medikamente spritzt. Wir sind sehr sehr müde, aber auch glücklich dass es ihm besser geht.

Nun brauchen wir viel gute Energie und postive Gedanken von Euch, damit er auch weiterhin kämpft und er soll seine Chance bekommen. Ihr wisst bestimmt an wen er mich erinnert wenn man sein Köpfchen betrachtet….

(Rena von SCARS )

Tierschutz

So ein Mist!

Auch der Lebensmittelhersteller Knorr ist jetzt eingeknickt und hat die Zigeunersosse in irgendetwas anderes umbenannt.
Damit wäre das nächste „unsägliche Problem“ vom Tisch und alle sind happy.
Das macht man jetzt so.
In Berlin sollte man lieber Kreidetafeln anstatt Blechschilder für Straßennamen verwenden, so engagiert und kurzlebig wird dort gerade gesäubert. Wir hatten das schon einmal…und niemand wundert sich mehr darüber…

Vielleicht wundert sich nur der ein oder andere, wie wir bis vor kurzem friedlich und
naiv, nicht-rassistisch, zusammenleben konnten ehe uns täglich erzählt wurde, wie böse und verkommen unsere Gesellschaft tickt. Alles Rassisten!
Selbst dunkelhäutige Mitbürger, die diesen Hype nicht so toll finden, der sie beständig zu Opfern stilisiert. Falls sie sich dagegen aussprechen…werden sie ebenfalls als Rassisten diffamiert. Fast schon lustig, wenn es nicht so traurig wäre…

Mir ist das mittlerweile egal, wenn Sprache, Namen, Begriffe, Denkmäler und Geschäftenamen, ja ganze Identitäten ausgelöscht und ausgetauscht werden…für den guten Zweck.
Wäre ich halt einfach in einer anderen Epoche zur Welt gekommen. Dann hätte ich vermutlich andere Gründe, um an der Vernunft der Menschen zu zweifeln …

Gerade verzweifle ich an einer Petition, die fordert, den Schutzheiligen meiner Nachbarstadt aus dem Wappen zu tilgen.
Ein Mohr!
Es war ja klar, dass das nicht mehr lange gutgehen würde.
Was die Nazis nicht schafften, damals gab es ähnliche Ansätze…nur aus anderen Gründen…das möchten jetzt zwei Frauen mit ihrer Petition bewirken.
Weg mit dem Mohren!

Seine Geschichte, die überall das Stadtbild prägt, zeugt von Verehrung und Wertschätzung und hat mit Sklaverei oder Rassismus so viel zu tun, wie die Heilsarme mit den Taliban.
Aber weder verzweifelte Vermittlungsversuche der Lokalpolitiker, noch die empörten Reaktionen der Bürger und schon gar nicht die ausführliche Erklärung eines Sachverständigen, in Sachen Schutzpatron, konnten sich bisher durchsetzen.

Man wird wohl trotzdem weiterhin den Rassismus Joker ziehen, bis die Stadt und alle, die Wappen oder Namen in ihren Geschäften verwenden, irgendwann weich geklopft wurden.
Wer will schon Rassist sein?
Was nicht einmal den Nazis gelang wird jetzt die neue politisch Correctness erledigen.
Sie werden den Schutzheiligen der Stadt, den ehrwürdigen Mohren früher oder später aus dem Wappen tilgen.
So kann man auch Geschichte schreiben…

Meines Erachtens tut man damit dem Kampf gegen sehr wohl existierenden Rassismus keinen Gefallen.
Ganz im Gegenteil.
Irgendwann denkt jeder dabei nur noch an anstößige Zigeunersosse und verbotene Schutzheilige im Wappen und vergisst, worum es eigentlich geht.
Das wäre dann wirklich Mist!

Chance, Seelenmarzipan

Gedanken über die Ehe…

Geschichten aus dem Karma Cottage 🎃
Über die Ehe…

Frida Kahlo hat viele kluge Sachen gesagt.
Mein absolutes Lieblingszitat von ihr, das ihrem Ehemann galt,
habe ich bisher noch nirgends übersetzt gefunden.
Daher habe ich das jetzt einfach mal versucht.
Die großartige Frida Kahlo sagte einst zu ihrem Ehemann Diego:

„Ich werde dich nicht darum bitten, mich zu küssen.
Ich erwarte nicht, dass du dich bei mir entschuldigst, wenn ich denke, du bist im Unrecht.
Ich bitte dich nicht einmal darum, mich zu umarmen, wenn ich es am meisten brauche.

Ich fordere dich auch nicht auf, mir zu sagen, wie schön ich bin, selbst wenn das eine Lüge wäre, oder mir etwas liebes zu schreiben.
Nicht einmal dazu, mich anzurufen und mich zu fragen, wie mein Tag war oder mir zu sagen, dass du mich vermisst.

Ich werde dich nicht darum bitten, dass du anerkennst, was ich jeden Tag für dich tue oder dass du dich um mich sorgst, wenn ich einmal am Boden zerstört bin.
Und natürlich auch nicht darum, dass du meine Entscheidungen unterstützt.

Ich bitte dich nicht einmal darum, mir zuzuhören, wenn ich tausend Geschichten zu erzählen hätte.

Ich werde dich um nichts von alledem bitten.
Denn wenn ich dich darum bitten muss, will ich es nicht mehr.“ …(*von dir 🌠)

(c) Bild und Text: Gutes Karma to go