Tierschutz

…und plötzlich war schwarze Tinte in meinen Augen…

Und plötzlich war schwarze Tinte in meinen Augen…🌪

Jeden Tag erhalte ich Briefe von Menschen, die krank, pleite, verzweifelt, voller Angst und allein gelassen oder alles zusammen sind. Sie fragen um Rat oder bitten um meine Hilfe und erwähnen dabei oft, dass sie mich für so stark und furchtlos und positiv halten … sie wären auch gerne, wie ich. Aber niemand ist immer stark und furchtlos, es gab Zeiten, da fühlte auch ich mich schwach und voller Angst und kein bisschen positiv. Stress ist ein Killer und wenn ich eines vor etwa drei Jahren im Überfluss hatte, dann war es Stress.

Um diesem Stress zu entkommen, ehe er mich vollständig zerstört, hatte ich beschlossen, mein Leben komplett neu zu sortieren. Der erste Schritt war getan, ich wusste, was ich gerne mit dem Rest meines Lebens anfangen wollte … neue Kraft schöpfen, schreiben und dabei etwas für Tiere bewegen… Die neue Wohnung war als Übergangsquartier mittlerweile behaglich eingerichtet, bis endlich mein Traumhaus gefunden wäre, mein Verein war auf Erfolgskurs und dann waren dann ja noch meine Freunde. Es ist immer gut und wichtig, Freunde zu haben, in schwierigen Zeiten sind sie einfach unersetzlich. Ein Teil dieser Freunde war gerade auf einem Wochenendausflug unterwegs, als ich einen wütenden Blog über Menschen schrieb, die Pelze tragen und Gänsestopfleber konsumieren.

„…Wenn ich die Weihnachtsfee wäre, dann würde ich zaubern, dass sie für kurze Zeit einmal am eigenen Leib spüren, wie es sich anfühlt, was sie den Tieren damit antun…ich würde ihnen den Schlauch in den Hals stopfen und sie in einen engen Drahtkäfig setzen … es ist unmenschlich, was sie da tun und das in der christlichen Vorweihnachtszeit…“

Es war ein leidenschaftliches Plädoyer aber sicher kein literarisches Kunstwerk, was ich da verfasst hatte und schnell, ohne viel nachzudenken heruntergeschrieben, denn meine Augen machten mir zu dieser Zeit große Probleme. Glaskörperabhebung ist ein natürlicher Alterungsprozess, den man durch Stress ordentlich triggern kann. Der Glaskörper im Auge schrumpft und löst sich dann von der Netzhaut. Das ist oft mit Sehstörungen verbunden und kann manchmal auch zu ernsten Komplikationen führen, die das Sehvermögen gefährden. Man kann erblinden, wenn es ganz dumm läuft. Bei mir war dieser Prozess gerade in vollem Gange, an beiden Augen, ich sah Kreise und Blitze, schwarze Schatten und andere Gewebeteilchen durch mein Auge schweben und hatte panische Angst vor einem erneuten Netzhautriss. Ich hatte überhaupt ständig panische Angst, seit dieser dicke schwarze Kreis vor meinem Auge aufgetaucht war. Er war selbst da, wenn ich die Augen schloss und sah so aus, wie eines dieser furchteinflößenden Zeichen in einer Science Fiction Serie, oder wie ein Gehirntumor, der sich im Auge spiegelt. Tägliche Besuche bei meinem (wunderbaren) Augenarzt, bei der Notaufnahme oder in der weit entfernten Augenklinik waren mittlerweile fester Bestandteil meiner Alltagsroutine, da in der Vergangenheit bereits ein dicker, fetter Riss in der Netzhaut gelasert werden musste.

Ich war ein guter Kandidat für Komplikationen und jede Veränderung, neuer Ruß im Sichtfeld, neue Blitze, neue Schatten, andere Schatten, mussten zeitnah abgeklärt werden. Wenn tatsächlich ein Riss vorliegt, hat man nicht viel Zeit, ehe sich die Netzhaut ablöst und wenn das der Fall ist, sieht es im wahrsten Sinn des Wortes „düster“ aus. So war auch meine Stimmung die meiste Zeit. Keine Ahnung, wie oft ich am Telefon hing und einen freien Termin bei meinem oder irgendeinem anderen Augenarzt erfragte, wie oft ich in dieser Zeit wohl untersucht wurde, Augentropfen erhielt, die die Pupillen weiten und für einige Stunden das Sehvermögen drastisch reduzieren, banges Warten, während mit einer Lupe die Netzhaut abgesucht wird …. es war sehr oft…. jedes mal gab es Entwarnung und nach einiger Zeit schämte ich mich fast, erneut anzufragen. Aber der Ablösungsprozess zog sich hin, das Risiko war nach wie vor gegeben. Bei Blitzen sollte man sich dringend melden, sie sind ein Warnhinweis auf Risse in der Netzhaut. … Ich hatte nun seit Wochen beständig massive Blitze und konnte nicht mehr unterscheiden, was blinder Alarm und was ein Notfall war. „Komm immer vorbei, wenn du denkst, es ist nötig“ … hatte mein Augenarzt mir mit auf den Weg gegeben „lieber einmal zu viel…“ Das hat vermutlich mein Sehvermögen gerettet, denn eines Tages war eine der Russwolken irgendwie anders, und der entscheidende Hinweis, nun doch dringend lasern zu lassen.

Meine Netzhaut im rechten Auge hatte ein Loch und wurde durch seine Umsicht zeitnah und rechtzeitig versorgt. Ein ziemlich übles Loch, es könnte zu Nachblutungen kommen, hiess es, ich sollte mich schonen. Leichter gesagt, als getan, ich war komplett allein mit meinem kleinen Haushalt, bereits die Fahrten zum Augenarzt waren eine Herausforderung und auch die Seele war nicht unbedingt gechillt. Inmitten all dieser Aufregung, der Angst um mein Augenlicht, hatte ich noch andere Baustellen, die mir den Boden unter den Füßen wegzogen. Eine davon hatte ich selbst zu verantworten. Als mein Blog über Gänsestopfleber erschien, sass nämlich ein Großteil meiner Freunde und auch Teile meiner engsten Familie während ihres Wochenendausfluges bei einem Festessen, wo exakt diese Vorspeise serviert wurde. Ich schwöre bei Gott, ich konnte das nicht wissen. Und selbst wenn ich es gewusst hätte…Chacun a son gout .. jeder nach seinem Geschmack … jeder kennt meine Meinung dazu aber ich missioniere nicht, denn ich musste selbst erst langsam und in Minischritten lernen, was Tierleid bedeutet und lerne heute noch dazu. Ausserdem liest niemand in meiner Familie oder aus diesem Kreis meinen Blog. Es interessiert sie schlicht und ergreifend nicht, was ich da tue. Im Zweifelsfall finden sie es eher uninteressant, sinnlos oder lächerlich …

An diesem Abend taten sie es wohl doch, mein Artikel wurde am Tisch herumgereicht, quasi als Nachtisch. Man fühlte sich persönlich angegriffen und vorgeführt, man verurteilte meine „Gewaltphantasien“ aufs Schärfste und was an diesem Abend über mich gesprochen wurde, war sicher nicht sehr schmeichelhaft. Als die erste Whats App Nachricht eintraf : „Das war es dann mit uns“ …wusste ich erst gar nicht, was damit gemeint sein könnte, was hatte ich denn getan? Dann kam es Schlag auf Schlag… einige sprachen mit mir, informierten mich zumindest über die Hintergründe, und dann verstand ich. Man zeigte mir deutlich, wie unsäglich mein Verhalten war und dass manche wohl nichts mehr mit mir zu tun haben wollten. Meine „Weihnachtsfee-Phantasien“ hatte mich viel gekostet.

Nein, es ging mir nicht wirklich gut in dieser Zeit und daher sagte ich trotzdem dankbar ja, als mich andere Freunde fragten, ob ich nicht zum örtlichen Weihnachtsmarkt kommen wollte. Ich schminkte die Tränen weg, bewegte mich vorsichtig, gaaaanz vorsichtig ins Auto, denn das eine Auge war ja gerade erst frisch gelasert. Ich war dankbar, dass trotzdem noch jemand mit mir Zeit verbringen wollte, denn ich schämte mich für meinen Blog, der so ganz anders gemeint war und der mir nun solchen Kummer bereitet hatte. Ich war besorgt, wie ich den anderen entgegentreten sollte, die ich dort sicher auch treffen würde, und … ich hatte nach wie vor große Angst um meine Augen … aber betrat dann strahlend, als wäre alles in bester Ordnung, den Weihnachtsmarkt und liess mir gerne ein Glas Glühwein reichen. Das fühlte sich ein paar Minuten richtig gut an … bis besagte Freunde und Familie auftauchten, mich keines Blickes würdigten und ein paar Meter weiter ihren Glühwein tranken. Sie alle hatten mir stets sehr viel bedeutet, gerade in dieser Zeit hätte ich sie mehr denn je gebraucht, …warum war all das so gekommen? Hatten sie mich bemerkt? Was hatte ich falsch gemacht? Ob ich vielleicht doch einfach Hallo sagen sollte?

Zusammen mit diesen dunklen Gedanken lief plötzlich schwarze Tinte in mein Auge. Viel Tinte. Es waren große, schwarze Wellen, so als ob ein Füller im Gesichtsfeld ausläuft. Die gefürchtete Nachblutung nach der OP war eingetreten. Stress ist ein Killer. Ich stellte mein Glas ab, murmelte noch eine Entschuldigung und floh von diesem Weihnachtsmarkt, an dem immer noch alle Lichter warm glitzerten, wo Pärchen und Familien fröhlich ihren Glühwein tranken, wo Weihnachtsmusik spielte … und wo ich mich einsamer, verängstigter und verlorener gefühlt hatte, wie selten in meinem Leben.

Dieser Weihnachtsmarkt und alles, was dann noch kam, war keine schöne Erfahrung aber sie hat mich für die Zukunft gestärkt. Es dauerte sehr lange, bis die Tinte wieder aus dem Auge verschwunden war. Die Blutung war heftig und im Glaskörper kann nur eine bestimmte Menge Blut abgebaut werden. Ein paar schwarze Schatten sind mir für immer geblieben, ich sehe sie heute noch, vor allem was ich sehe … als Erinnerung an eine Zeit, in der ich schreckliche Angst hatte, Teile meines Augenlichts zu verlieren, nicht mehr schreiben oder arbeiten oder Auto fahren zu können, als ich mich allein gelassen, einsam und falsch fühlte, weil ich mich für das was ich bin, für meine Arbeit und Leidenschaft schämte … als ich schreckliche Angst vor der Zukunft hatte. Die schwarzen Schatten sind eine ausgezeichnete Erinnerung daran, dankbar zu sein, für alles, was ist. Für alles, was mir geblieben ist und besonders für das, was ich neu aufgebaut habe. Denn eines steht fest:

Es geht immer weiter… und wir alle sind viel stärker, als wir glauben, solange wir nur an uns glauben ❤

Das schreibe ich heute den Menschen, die mich um Hilfe bitten…

Bettina Marie Schneider – Gutes Karma to go

Tierschutz

Die Reichen, die Alten und die Idioten…

Kürzlich habe ich in den Kommentaren zu einem Artikel einen neuen Hashtag entdeckt, er lautet: „haltsmaulalteweißefrau“. Diese Aufforderung richtetet sich an Elke Heidenreich, deren Auftritt in einer Talkshow harsch kritisiert wurde.

Sie ist tatsächlich alt und weiß und außerdem eine erfolgreiche deutsche Schriftstellerin, Literaturkritikerin, Kabarettistin, Moderatorin, Journalistin und Opern-Librettistin. Ausserdem hat sie zahlreicher Fernseh- und Hörfunksendungen moderiert. Sie hielt der Gesellschaft mit ihrer spiessigen und kleinkarierten Kunstfigur Else Stratmann den Spiegel vor und sie schreibt unglaublich schlau, daher verfolge ich ihre Arbeiten schon sehr lange, nicht erst, seit sie dieses wunderbare Katzenbuch schrieb.

Elke Heidenreich fand es nicht soo prickelnd, wenn eine junge Politikerin „Heil“ unter ein Nazisymbol twittert oder von der „ekligen weißen Mehrheitsgesellschaft“ schreibt und brachte ihre Gedanken über solche „Jugendsünden“ in einer Talkshow deutlich zum Ausdruck. Gendern mag sie übrigens auch auch nicht. So genau habe ich den Vorfall nicht verfolgt, muss ich zugeben, erst als ich auf den Hashtag stiess „halts-maul-alte-weiße-Frau“ und auf die Aussage „sie WAR einmal eine angesehene Literaturkritikerin, jetzt hat sie sich verlaufen“ … und dann noch „sie sah aus, als wäre sie gerade aus dem Bett gestiegen…“ da war mir klar, dass wieder einmal ein alter Mensch gewagt hatte, offen seine Meinung zu äußern.

Es ist kein Zufall, wenn heute Meinungen, die sich eindeutig gegen den Mainstream richten, entweder von sehr reichen oder sehr alten Menschen getroffen werden. Sie haben nichts mehr zu verlieren, sie kennen ihre Position im Leben, sie sind finanziell abgesichert und dürfen sich daher noch eine Meinung erlauben, auch wenn im Anschluss die mediale Vernichtung droht, der Shitstorm der Medien und Andersdenkenden, der vor nichts halt macht und im dümmsten Fall auch das berufliche AUS bedeuten kann. Das geht heute recht schnell.

Was immer man von Frau Heidenreichs Aussagen halten mag, sie ist auch heute noch eine angesehene Literaturkritikerin, ein Lebenswerk wird nicht einfach ausgelöscht, nur weil man in einer Talkshow offen seine Meinung äußert. Sie ist nun fast 80 und sie sah auch mit 40 immer etwas verwuschelt aus, ich mochte das und mir wäre nie eingefallen, solche persönlichen Eigenheiten in eine Beleidigung zu formulieren und dann ins Netz zu stellen. By the way… damals gab es noch kein Netzt, daher waren wir netter zueinander und mobbten nur im kleinen Kreis 😉

Neben den Reichen und Alten gibt es dann noch die Idioten, die verbreiten unverblümt verpönte Meinungen und Statements, die wohl tatsächlich besser unverbreitet geblieben wären, so rein inhaltlich. Da diese Menschen meist nicht sehr helle sind, sehen sie auch nicht vorher, dass sie sich damit beruflich, gesellschaftlich und sozial ins AUS schiessen und sind dann stets sehr erstaunt, wenn das dann prompt der Fall ist.

Die Kunst ist für mich, zu unterscheiden, ob hier gerade ein Idiot plaudert und Schwachsinn verbreitet (nein, ich nenne jetzt keine Namen 😉 ) oder ob jemand sachlich aber kontrovers zu einem Thema argumentiert, der durch Alter oder Vermögen bereits so fest im Leben verankert, dass ihm nichts mehr passiert, wenn dann prompt die mediale Strafaktion auf den Fuss folgt, wenn er/sie/es sich erlauben kann, seine/ihre/eure Wahrheit noch frei zu äußern, nicht zu gendern, Kritik an den Heiligen Figuren der heutigen Mainstream Verehrung zu äußern. Daher sind es meist die Alten die sich das trauen.

Ich glaube, sie tun das nicht weil sie alt und senil sind sondern weil ihre Häuser bezahlt, ihre Kinder bereits groß sind und ihre Karrieren gerade erfolgreich auslaufen. Die heute üblichen Strafen für nicht opportune Meinungsäußerungen, die damit verbundenen finanziellen Verluste treffen sie nicht so hart wie jüngere Menschen in den Medien, die noch darauf angewiesen sind, nicht in Ungnade zu fallen, ihren Job zu behalten.

Ja, ich glaube tatsächlich, es könnte daran liegen, wenn in letzter Zeit auffallend viele alte Menschen es wagen, öffentlich Dinge zu sagen, die man nicht gerne hören möchte. Weil sie es sich leisten können. Leisten können sich das derzeit einzig die Reichen, die Alten … und die Dummen. Alle anderen müssen gut abwägen, was sie von sich geben und sei es noch so wahr. Ich erinnere mich an Zeiten, da war das anders. Tempus fugit 🙂

Jetzt hat es Frau Heidenreich erwischt. Sie wird es verschmerzen, vermute ich. Wobei ein Kommentar mit dem Hashtag „haltsmaulalteweißefrau“ bei mir nicht gut kommt und zumindest für mich so gar nicht nach Regenbogen und Diversität aussieht… sondern nach polemischem Rassismus der untersten Schublade. Ziemlich dumm und ziemlich widerlich, genau wie das Wort „Heil“ unter Hakenkreuzen und der Hass auf eine eklige (weiße) Gesellschaft, in der man gut und gerne lebt 😉 .

Aber da ich noch nicht so alt und reich bin, dass ich mir dazu eine Meinung leisten könnte, beende ich diesen Artikel mit dem frommen Wunsch, dass die Menschen wieder netter zueinander wären. Vielleicht sollte ich das mit auf die diesjährige Halloween Wunschliste setzen…

Tierschutz

Waschmittelaroma im Essen … lecker …

Wer liebt ihn nicht? Den Duft von Toilettenreiniger im Kuchen oder das aufdringliche und beissende Aroma von Waschmittel im Pudding? Wäre es nicht lecker, wenn all unsere Speisen intensiv nach chemischen Reinigern oder künstlichen Duftstoffen riechen würden? Das klingt erst einmal skurril, dabei ist es an der Tagesordnung, zumindest für unsere Haustiere.

In vielen Discountern wird die Ware nicht nach Eigenschaften und Verwendungszweck einsortiert sondern nach Paletten. Das bedeutet, die Hundenahrung liegt Packung an Packung mit dem intensiv riechenden Toiletten Reiniger im Regal, die Verpackung des Katzenfutters stinkt nach dem künstlichen Parfüm des Waschmittels, das direkt daneben oder im gleichen Gang gelagert ist.

Wenn bereits mein menschlicher, relativ unbedarfter Geruchsinn das als unangenehm und aufdringlich wahrnimmt, wie mag das erst bei meinen Katzen wirken, die über doppelt so große und zehn mal so viele Geruchszellen wie ich verfügen? Sie würden es wohl oder übel fressen, wenn es nichts anderes gäbe … aber möchte ich ihnen das zumuten, wenn es auch anders geht?

Warum sind Discounter und Supermärkte nicht in der Lage, Tierfutter räumlich von Reinigungsmitteln zu trennen?!!!

Mir wird bereits übel, wenn ich nur den Gang betrete, in dem Abflussreiniger, Waschmittel, Weichspüler und Allzweckreiniger um die Wette ausdünsten und ein greller Duftstoff den anderen überlagert. Wenn ich für mich einkaufe, ganz gleich, wo, verwende ich dafür sogar verschiedene Behältnisse, damit Brot oder Äpfel oder auch Katzenfutter nicht mit den Gerüchen kontaminiert werden. Tierfutter kaufe ich eher selten im Discounter … aber mir tun alle Tiere leid, denen parfümiertes Futter zugemutet wird.

Heute im Lidl, wo ich wieder einmal diese ungute Einsortierung bemerkte, Toilettentabs, die intensiven Geruch verströmten (was sie ja dürfen 🙂 ) aber direkt daneben eine Packung Frolic Hundefutter,…. Pappe nimmt den Geruch besonders gut an …. heute fragte ich einfach einmal bei der Marktleiterin nach, ob das wirklich so sein muss. …“Anweisung von Oben…“ war die Antwort.

Haben die Entscheidungsträger in den Chefetagen eigentlich keine Haustiere????Vielleicht hilft es ja, wenn mehr Verbraucher darauf achten und die Marktleitung der diversen Discounter und Supermarktketten freundlich darauf hinweisen. Tierfutter getränkt mit Lenoraroma, Abflussreinigergestank oder dem neuesten Duftkerzensortiment gibt es leider überall …

Bettina Marie Schneider – Gutes Karma to go

#Lidl

Tierschutz

Welttierschutztag … ein Trauertag!

Heute ist Welttierschutztag. Wie es mit dem Tierschutz weltweit aussieht, gibt wenig Grund zum feiern her. Eher zum schämen.

Auch heute noch, werden Delfine abgeschlachtet, auch in Europa, obwohl man längst weiß, wie herausragend intelligent und sozial diese Meeresbewohner sind. Der Große Tümmler ist, abgesehen von menschlichen Säugetieren, das einzige Lebewesen, von dem man sicher weiß, dass es sich selbst einen Namen gibt und andere Mitglieder seiner Sozialgemeinschaft mit deren Namen „anspricht.

Auch heute noch brüht man Schweine lebendig zu Tode, weil man ihnen nicht einmal eine ordentliche Betäubung vor dem Schlachten zugesteht. Auch in Europa und ebenfalls hochintelligente Säugetiere, weitaus intelligenter als Hunde oder Katzen.

Auch heute noch sind Pelze en vogue und überall an Kapuzen und Mänteln und Mützen zu sehen. Weil den Käufern das unsägliche Leid dahinter schlicht und ergreifend gleichgültig ist. Auch heute noch gibt es Millionen und Abermillionen hungrige und kranke und misshandelte Straßentiere, die sich beständig vermehren und deren schreckliches Leiden inmitten der Städte, vor aller Augen passiert. In Europa…

Auch heute noch werden Tauben missbraucht, ausgesetzt, verachtet, sie werden in den Städten vorsätzlich ausgehungert und ihr Leid in den Wettflügen zum „Sport“ deklariert. Genau wie das Leid der Pferde zum Sport deklariert wird, die auf Leistung gedrillt und eingeschüchtert bis zur völligen Erschöpfung rennen oder springen oder Kunststücke zeigen müssen.

Auch heute noch überbieten sich sogenannte Journalisten darin, für die Auflage Angst und Ekel vor bestimmten Tieren zu schüren, nicht zuletzt auch vor Wespen, Spinnen oder Ratten, anstatt darüber zu berichten, wie harmlos sie sind und wie nützlich für das Ökosystem.

Der Welttierschutztag müsste 365 Tage dauern, damit die Zeit ausreicht, um aufzulisten, wo es allein bei uns vor der Haustüre noch im Tierschutz krankt, welche Tiere gequält, ausgebeutet, ausgerottet, vergessen oder misshandelt werden.

Tierquälerei, Tiermord und Tierausbeutung sind fester Bestandteil unserer ach so woken Gesellschaft, die sich stets nur um den eigenen, menschlichen Nabel, um menschliche Befindlichkeiten dreht.

Wem also sollte man zu diesem Tag gratulieren? Für mich ist es ein Trauertag.

Bettina Marie Schneider – Gutes Karma to go

Tierschutz

Heute schon gelächelt?

Es gibt immer wieder Post, die ist so schön zu lesen, dass ich sie gerne für euch übersetzen möchte. Denn es ist einzig eure Hilfe, all die großherzigen kleinen und großen Spenden an meinen Verein Frieden für Pfoten e.V. , die all das ermöglichen. Dieser Brief kam von Lambrini, sie ist Vorsitzende unseres Partnervereins SCARS in Athen und neben vielen anderen schönen Projekten, haben wir gemeinsam vor Jahren damit begonnen, die mitgebrachten Tiere, aber auch die heimatlosen Strassentiere in und um Flüchtlingslagern zu versorgen. Hier also ein Update … es hat sich viel geändert ❤

„Guten Abend ihr Lieben,

Das besondere an unserer ehrenamtlichen Arbeit liegt ja darin, dass wir nicht nur den heimatlosen Streunern helfen möchten sondern auch den Menschen, die sich um sie kümmern. Eines dieser schönen Projekte ist Unterstützung in Athen für die Flüchtlinge eines Lagers, die immer strahlen, wenn sie uns sehen. Bei einem dieser regelmäßigen Besuche, bei denen ich auch Futter für die Tiere ins Lager bringe, um die man sich dort kümmert, war ich wirklich berührt von einer Geschichte. Ali, der jetzt bereits seit 3 ​​Jahren im Lager ist, hat sie mir erzählt.

Immer wenn er mich sieht, bittet er mich um mehr Informationen über den richtigen Umgang mit den heimatlosen Straßentieren, damit er es an die Kinder des Lagers weitergeben kann. Die fragen ihn nämlich, weil sie sehen, was wir für die Tiere tun und selbst mitmachen und alles richtig machen möchten. Offensichtlich hatten sie ihm gut zugehört.

Er war sprachlos vor Freude, als die 3 Kinder 3 Kätzchen fanden und sagten, die Kätzchen würden weinen und ihre Mama ganz alleine auf der Straße suchen.

„Sie nahmen sie von der gefährlichen Straße weg in Sicherheit, sie streichelten die kleinen Kätzchen vorsichtig, gaben ihnen Küsschen, damit sie sich beruhigen und baten mich, gemeinsam nach der fehlenden Katzenmutter zu suchen…“

Ali strahlte, als er mir den Vorfall schilderte. Zum Glück wurde die Katzenmutter gefunden und jetzt kümmern sich die Kinder, die vorher keinerlei Bezug zu Strassentieren hatten, ja teilweise sogar Angst oder Widerwillen … jetzt kümmern sich also diese Kinder liebevoll um die ganze Katzenfamilie. Diese Kinder waren vorher nie daran interessiert, sich um Streuner zu kümmern. Seit wir ihnen erklärten, dass es heimatlose und hungrige Tierkinder sind, die nach einem sicheren Ort suchen und jemanden brauchen, der sich kümmert, wurden sie einfühlsamer und wollten auch mithelfen, damit es den Tieren von der Straße besser geht.

„Ich bin wirklich glücklich darüber“, sagte Ali bei unserem Abschied, „vielen Dank für deine Hilfe…“

Als ich das Lager wieder verließ, war ich voller Freude und Stolz darüber, was Zusammenarbeit im Tierschutz bewirken kann. Am Ausgang bemerkte ich erfreut, dass die Schüsseln für Futter und Wasser, die wir ihnen für die Tiere gegeben hatten, blitzsauber und gut gefüllt waren. Das hat mich ehrlich gesagt für den Rest der Woche aufgeheitert!

Ich hoffe, diese kleine Geschichte berührt euch auch ein bisschen und es ist mir gelungen, zu vermitteln, was eure Hilfe für die Menschen bedeutet, die nicht so viel haben wie wir aber dafür reich an Herzenswärme sind!

Ich bin fest davon überzeugt, dass Bildung und Aufklärung das Verhalten den Tieren gegenüber ändert, daher gebe ich beruflich wie privat immer mein ganzes Wissen an die Kinder, die ich unterrichte, weiter … und die tragen es dann weiter in ihre Familien.

Ich möchte euch ganz herzlich für eure Unterstützung danken, denn ohne euch wäre das alles nicht möglich und ich hoffe, wir arbeiten auch in Zukunft gemeinsam weiter an so schönen Projekten wie diesem.

Herzliche Grüße aus Athen ❤

Lambrini

Aufreger

Wenn ein Fluss vergiftet wird…Das große Sterben direkt vor der Haustüre…

Das große Fischsterben vor der Haustüre … einfach ausgelöscht, vergiftet. Was bin ich froh, dass Fröschlein zurück in das Karma Cottage gekehrt ist und jetzt sicher in seinem Miniteich sitzt. Nur ein kleiner Frosch… Wie viele wohl gestorben sind… ?

Die Rodach und die Lebewesen in ihr, bis hinunter zum Main wurde vergiftet. Betroffen sind auch Teiche, die daraus gespeist werden.

Als der Besitzer eines Sägewerkes ein altes Fass transportieren wollte, in dem er über die Jahre diverse Flüssigkeiten gesammelt hatte, kippte das Behältnis um und der Inhalt ergoss sich in den Fluss. Es wird geschrieben, 1500 Liter Altöl und weitere unbekannte Schadstoffe, ein giftiger, unbekannter Cocktail, vermutlich aus Holzschutzmitteln ( zur Auswahl stehen: Lindan -Gamma-Hexachlorcyclohexan,Chlorthalonil ,DDT, Dichlofluanid , Tributylzinnchlorid (TBT)Endosulfan, Chlornaphthaline, Permethrin, Cyfluthrin…)

Fest steht bisher, giftige Substanzen und Öl brachten den Tod für die Lebewesen flussabwärts. Viele Kilometer Tod … Die Folgen vielleicht noch weiter spürbar.

Zitat: „Laut Landratsamt Lichtenfels wurde am Mittwochmittag (29. September) die Schadstoffwelle bis an die Mündung des Mains festgestellt. Das dem Wasserwirtschaftsamt Kronach noch unbekannte Stoffgemisch, riecht stark, verbreitet sich über das abfließende Flusswasser, setzt sich aber auch auf der Gewässersohle ab…“

Man sagt, es würde Jahre dauern, bis sich dieser Chemiecocktail abgebaut und verdünnt hat, bis unser Fluss wieder dem ähneln wird, was er bis vor kurzem war… ein Paradies für Fische, Amphibien, Biber, Wasservögel, für Störche und Eisvögel und viele andere Lebewesen.

Die Auswirkungen sind bereits jetzt sichtbar. Jetzt sind im Verlauf flussabwärts tote Fische und der Geruch nach Chemie und Verwesung. Es gibt in den Social Media bereits Berichte über verendete Enten und andere Tiere, die in Flussnähe ansässig sind.

Der Vorfall wirft viele Fragen auf … wer wusste von den Substanzen, die dort offensichtlich bereits seit langem lagern, was genau wurde in den Fluss eingebracht, warum ging man Anfangs „nur“ von Altöl aus, hatte der Verursacher dazu andere Angaben gemacht? … Was wurde unternommen, als offensichtlich bereits sehr früh bekannt war, dass diese Substanzen die angebrachten Öl-Sperren unterlaufen?

Aber ganz gleich, welche Konsequenzen gezogen werden und welche Strafe verhängt, nichts davon bringt das Leben zurück in unsere Rodach, das dort gerade ausgelöscht wird …

Heute habe ich bemerkt, dass man auch um einen Fluss trauern kann …

Update vom 01.10. 2021 : Die genauen Ergebnisse der aufwändigen Laboruntersuchungen erwartet das Wasserwirtschaftsamt Kronach erst im Lauf der nächsten Woche. Seit heute ist bekannt, dass in jedem Fall Teeröl in diesem Gemisch war. Teeröle enthalten als Hauptbestandteile polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAKs). Diese sind schwer abbaubar, giftig für Wasserorganismen und reichern sich in Lebewesen an. Die in Teeröl enthaltenen Stoffe (u.a. Benzo(a)pyren) sind teilweise krebserregend. Insbesondere der Hautkontakt ist gefährlich.

In der Vergangenheit wurden Teeröle als Mittel zum Schutz von Hölzern im Außenbereich verwendet. Insbesondere Eisenbahnschwellen wurden hiermit imprägniert. Da Teeröl in höheren Konzentrationen Benzo(a)pyren enthält, dessen krebserzeugende Wirkung nach Hautkontakt belegt ist, hat Deutschland bereits 1991 eine Teerölverordnung erlassen. Danach ist die Abgabe von teerölhaltigen Holzschutzmitteln und mit solchen Mitteln behandelten Erzeugnissen aus Holz an den privaten Endverbraucher grundsätzlich verboten.

Erst wenn alle Ergebnisse der Untersuchungen vorliegen, kann die Gefährdungslage genau eingeschätzt werden. Nach dem Unfall gilt aktuell für den Bereich der Rodach ab Erlabrück und den Main bis in den Kreis Lichtenfels: Diese Gewässer meiden (auch angeschlossene Seen) keine Fische aus diesem Bereich essen und keine Gartenbrunnen nutzen. Kinder und Haustiere fernhalten!

Zitat aus der Neuen Presse Coburg :

….Demzufolge habe der 83-jährige Betreiber bereits die schriftliche Aufforderung erhalten, den Tank inklusive der darin enthaltenen Flüssigkeit bis zum 31. Oktober von einem Fachunternehmen entsorgen zu lassen….“ Link zum vollständigen Artikel: https://www.np-coburg.de/inhalt.umweltunglueck-in…

Hier ein Link zu dem Vorfall:

https://www.tvo.de/fischsterben-im-landkreis-kronach-hunderte-liter-einer-oeligen-fluessigkeit-gelangen-in-die-rodach-545215/?fbclid=IwAR3wlA9ELX_lvyCwH3irSkLfdbocIAOksdTImThmK81zuZfqcwNz3zP6PEs

Tierschutz

Was tue ich eigentlich hier im Tierschutz und warum???

Manchmal frage ich mich, was jemanden eigentlich dazu bewegt, sich im Tierschutz zu engagieren…Es fehlen die Benefits, die anderes Engagement so mit sich bringt. Man tut sich dabei nichts Gutes, weder dem Körper noch dem Geist. Dafür wäre man im Sportverein oder in einem Buchclub besser aufgehoben. Man findet dort eher weniger die Sorte Kontakte, die wirtschaftlichen oder gesellschaftlichen Aufstieg verheissen, wie in den sogenannten Service Clubs dieses Landes, wo man sich trifft, um seine gesellschaftliche Position herauszukehren. (und natürlich, um Gutes zu tun 😉 … )

Der Funfaktor kommt im Tierschutz definitiv ebenfalls zu kurz. Es wird eher selten getafelt, abgefeiert und getanzt …Ja, wie um alles in der Welt bin ich dann hier gelandet … mit einem Tierschutzverein an der Backe, mittendrin im Elend, belächelt, ignoriert oder gemieden, für das was ich tue und wie ich es tue…

Ganz einfach. Weil ich irgendwann beschlossen habe, Bilder wie dieses hier nicht mehr zu ignorieren und als „gottgegeben“ hinzunehmen. Weil es nicht „gottgegeben“ ist sondern einzig unsere Gleichgültigkeit und Priorisierung. Die Schwachen, die Kranken, die vermeintlich Hässlichen und Wertlosen scheinen immer am Ende der menschlichen to-do – Liste zu rangieren. Auf meiner nicht!

Weil ich darüber nachgedacht habe, warum ich eigentlich hier auf diesem Planeten zu Gast bin und welche Spuren ich gerne hinterlassen möchte.

Weil ich es kann 🙂

Und last not least, weil ich mit jeder Faser meines Herzens den Hunger, die Einsamkeit , den Schmerz und die Angst dieser armen Wesen spüre. Ob ich möchte oder nicht. Ich bin im Tierschutz gelandet, weil die Empathie der Bequemlichkeit immer einen Schritt voraus war.

Jetzt bin ich also da, ob es mir gefällt oder nicht und konnte gestern zum Beispiel der lieben Lambrini von SCARS Athen versprechen, dass alle Katzen in dem neuen Viertel, wo sie gerade versuchen, das Elend etwas einzugrenzen, eine Kastration erhalten … Genügend Futter ist zur Zeit in Athen dank eurer Hilfe im Lager …und falls einige der armseligen Tiere dort, die für die Kastration eingefangen werden, zusätzlich medizinische Hilfe benötigen, wenn sie nicht nur abgemagert sind sondern auch noch verrottete Zähne, eiternde Wunden, entzündete oder verletzte Augen haben …dann werden sie nicht einfach kastriert und dann in diesem Zustand wieder auf die Straße gesetzt sondern sie erhalten die Behandlung , die sie für ein schmerzfreies Leben in Würde benötigen.

DAS sind die Benefits im Tierschutz.

Das muss man nicht verstehen … aber wenn man es einmal verstanden hat, dann gibt es kein Zurück mehr. Man wundert sich nur, warum man das nicht bereits viel eher erkannt hat…

Bettina Marie Schneider – Gutes Karma to go

Aufreger

Wag es nicht, mich „Oma“ zu nennen!

Vor vielen Jahren stand ich nachdenklich vor dem Spiegel und überlegte, wie die Welt wohl aussehen würde, wenn ich einmal alt bin … also 60 😉 Irgendwie war ich fest davon überzeugt, dass Wohlstand und Wissen, Toleranz und Völkerverständigung beständig wachsen würden … ich freute mich auf eine bessere Welt und wollte gerne meinen Beitrag leisten, damit bei all diesen Neuerungen auch Tiere und Umwelt nicht vergessen werden … und Frieden.

Daher wählte ich die Grünen in den Bundestag. Petra Kelly war eine meiner Heldinnen, genau wie Ingrid Newkirk, genau wie Alice Schwarzer. Pionierinnen der guten Sache, auch für Frauenrechte, für die sich damals nur die Wenigsten erwärmen konnten. Hey, ich war dabei … gegen alle Widerstände und lange vor den Generationen, die mich heute abschätzig als „alte Umweltsau“ oder „Oma“ betiteln.

Jetzt bin ich also in dem Alter, wo man mich in Zeitungsartikeln als „Oma “ bezeichnet. Jemand, der bald nicht mehr Auto fahren sollte, der zu doof ist einen Computer zu bedienen, meine Wohnung zu groß, meine Rente unverdient, in vielen Augen bin ich nun also einzig ein Kostenfaktor, verantwortlich für die Zerstörung der Umwelt, und viel zu festgefahren um die Segnungen der neuen Grünen Politik zu erkennen… ich bin alt und verzichtbar … vermutlich auch noch verantwortlich für die Erbsünde, wenn man nach den Schlagzeilen geht. Wenn man überall liest, wie mit alten Menschen umgegangen wird. Die Statistiken sprechen oft eine andere Sprache, die Realität unter den Boomern und Alten im Land sieht oft völlig anders aus, doch wen interessieren schon Statistiken, wenn sich mit Altersbashing immer ein paar gute Klicks erzielen lassen…

Es gibt nicht DIE Boomer, genauso wenig, wie es DIE Jungen gibt. Es gibt nur hasserfüllte Agitatoren, die mit Parolen Stimmung im Land machen, die Jung gegen Alt aufhetzen und dabei von sich selbst behaupten, für Toleranz und Respekt zu stehen.

Ich erinnere mich noch an Zeiten, da wäre ein Moderator, der einen Minister öffentlich mit den Worten : „F…ck dich Opa!“ beleidigt, mit Sicherheit entlassen worden. Heute wird er dafür mit Auszeichnungen überhäuft. Zeitgleich versucht man in den Schulen das Mobbing in den Griff zu bekommen. Lustig, die neue Welt und so ganz anders, als ich sie mir erträumt hatte.

Den Autofreien Sonntag haben übrigens nicht die Grünen erfunden.1973 reagierte Deutschland auf die Ölkrise mit einer ungewöhnlichen Sparmaßnahme und verhängte mit dem Energiesicherungsgesetz insgesamt vier autofreie Sonntage. Jeder war entsetzt aber das war noch überschaubar. Heute müssen viele Menschen dauerhaft autofreie Tage fürchten, und dauerhaft kalte Wohnungen, weil sie sich bald die Energiepreise nicht mehr leisten können.

Irgendwie war die Idee, dass es in ein paar Jahrzehnten allen Menschen besser gehen würde, wohl nur ein schöner Traum.

Viele meiner Generation, die aus eigener Erfahrung noch wissen, wie sich ein deutlich niedrigerer Lebensstandard anfühlt, haben ihr Bestes gegeben, ihn wahr werden zu lassen. Macht uns bitte nicht pauschal dafür verantwortlich, wenn der schöne Traum zum scheitern verurteilt war, dank Globalisierung, internationalem Wettbewerb und einer Bevölkerungsexplosion.

Seit meinem 1. Geburtstag hat sich die Weltbevölkerung mehr als verdoppelt. Dagegen hat niemand etwas unternommen. Ich glaube, das wäre eine gute Idee gewesen 😉

Vermutlich ist Altersbashing bereits so fest in jungen Köpfen zementiert, dass es sinnfrei wäre, dagegen anzugehen. Glaubt, was ihr glauben möchtet und macht eure eigenen Erfahrungen. Aber wagt es niemals, mich „Oma“ zu nennen!

Wenn eure Omas tattrig, senil und unfähig sind, ohne betreutes Denken am modernen Leben teilzunehmen, wenn ihr glaubt, sie beständig belehren und abwerten zu müssen, dann tut es. Ich bin nicht eure „Oma“ und ich möchte es auch nicht sein! Gott bewahre!

Völlig unabhängig von Alter oder Aussehen ist „Oma“ eine liebevolle Anrede innerhalb der Familie. Dort gehört sie hin. Alles andere ist respektlos, zumal dieser Begriff zunehmend abwertend verwendet wird.

Die Anrede „Oma“ bleibt einzig meinen Enkelkindern vorbehalten und dann einmal liebend gern! Für sie möchte ich weiterhin daran arbeiten, die Welt zu einem besseren Ort machen. Ansonsten würde ich vermutlich wirklich insgeheim denken:

„Macht doch einfach weiter so mit all den tollen, neuen Ideen und seht, was dabei herauskommt… ich werde es zum Glück hoffentlich nicht mehr erleben…“

Bettina Marie Schneider- Gutes Karma to go

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Uninformierte Wähler treffen schlechte Entscheidungen

Ich weiss, dass ich nichts weiss … , dieser kluge Satz, den wirklich Dumme niemals so formulieren würden, er beherrscht seit jeher mein Denken. Ich finde es nicht ehrenrührig, etwas nicht zu wissen … aber ich versuche zumindest, Lücken aufzufüllen oder mich zu informieren, ehe ich mich bei wichtigen Themen positioniere.

Da es unglaublich viele Dinge gibt, die man mit dem derzeitigen Wissenstand nur schwer oder gar nicht abschätzen kann, halte ich vom Mainstream abweichende Meinungen nur in seltensten Fällen für „irre“ … oder „fehlgeleitet“. Vielleicht wissen sie ja etwas, was ich nicht weiß … vielleicht möchte man Menschen damit mundtot machen, wenn man sie öffentlich diskreditiert und als „Spinner“ darstellt, ja sogar als gefährlich … und ihnen die Lebensgrundlage entzieht oder sie in den sozialen Medien digital abschlachtet. Ich weiß es nicht. Daher halte ich mich zurück. Hassen und Häme ist nicht mein Ding. Fällt also nicht schwer 😉

Sich selbst unabhängig von den überall kursierenden Parolen und Infohäppchen zu informieren, das ist jedem jederzeit möglich aber es ist anstrengend und kostet Zeit. Nein! ich meine damit nicht die reißerischen YouTube Videos die überall kursieren aber auch nicht die öffentlich rechtlichen Medien und die großen Newsportale. Nicht allein jedenfalls. Ehe ich mich impfen lies, machte ich mir die Arbeit, alle verfügbaren wissenschaftlichen Veröffentlichungen dazu zu lesen … wirklich schlauer war ich danach nicht. Ich traf meine Entscheidung dann nach bestem Wissen und Gewissen und werde ganz sicher niemanden ausgrenzen oder als „Sozialschädling“ betiteln, wenn er anderer Meinung war. Ich kann nur davon ausgehen, dass ich das Richtige tat…wissen kann ich das erst in ein paar Jahren. So empfinde ich bei vielen Fragen, die uns gerade auf den Nägeln brennen.

Welche Folgen hätte ein Ausstieg Deutschlands aus der NATO, wie es von der Linken gefordert wird? Wie würde ein Europa ohne die Bürokratiebehörde EU in Brüssel aussehen, was den Anhängern der AfD vorschwebt?

Hinter jeder Entscheidung für eine Partei steckt deutlich mehr, als nur Sympathiewerte für einen bestimmten Kandidaten. Oder sollte es zumindest. Mehr denn je sind es Entscheidungen, die unsere Zukunft verändern werden. Längst nicht nur in Sachen Klimapolitik. Man redet nur noch über Klimapolitik, aber was ist zum Beispiel damit?:

Während Union, FDP und SPD weitestgehend an bestehenden Verhältnissen und Institutionen festhalten und nur kleine Korrekturen fordern, wollen Grüne und Linkspartei die Europäische Union hin zu einem sozial-ökologischen Staatenbund reformieren. Die Linkspartei stellt sich gegen die NATO. Die AfD wiederum will den Austritt Deutschlands aus der Europäischen Union und aus der gemeinsamen Euro-Währung.

Bisher gehörte die NATO zu meinem Verständnis von europäischem Zusammenhalt .. . eine militärisch-politische Organisation von 30 europäischen und nordamerikanischen Mitgliedstaaten mit dem Ziel eigener Sicherheit und weltweiter Stabilität. Eine Wertegemeinschaft freier demokratischer Staaten. In der Präambel des Nordatlantikvertrages bekennen sich die Mitglieder zu Frieden, Demokratie, Freiheit und der Herrschaft des Rechts. Klingt gut, trotzdem war für mich die NATO immer auch ein wenig „bäh“. Ein Schulterschluss mit dem starken Bruder in Übersee, soweit OK…, aber niemand bei Verstand möchte Soldaten, Nuklearwaffen und Drohszenarien vor der Haustüre …Notwendig fand ich sie trotzdem, denn bisher funktionierte sie als ein Garant gegen Bedrohungen von Aussen und Innen, wenn zum Beispiel Cyberangriffe oder Terroranschläge unser Land lahmlegen würden.

Wie würde „sozial-ökologisch“ am Ende im Detail aussehen, wieviel Verzicht bin ich bereit, zu (er)tragen? Welche Massnahmen und Verbote sind unumgänglich für eine lebenswerte Zukunft und welche Massnahmen sind einzig immens kostenintensiver Aktionismus? Und was ist eigentlich mit China? Ist es derzeit wirklich eine gute Idee, Europa weiter zu schwächen, während am anderen Ende der Welt gerade ein Riese erwacht, der nicht nur wirtschaftlich sondern vielleicht auch in Sachen Aussenpolitik noch für ein paar unschöne Überraschungen gut sein könnte? Möchte ich auf die NATO verzichten? Könnte die Linke richtig liegen mit ihrer Forderung? Wer schützt uns dann, wenn die USA das Interesse an den nervigen Europäern verloren hat, die keinen angemessenen Beitrag zur NATO leisten wollen?

Ich weiss es nicht, ich wusste ja nicht einmal genau, was -wie- wer- wo die NATO im Detail ist, ausser ein paar Phrasen, die jeder kennt. Um zu entscheiden, ob ich sie benötige oder nicht, wollte ich mehr wissen. Also kämpfte ich mich durch die ellenlange Abhandlung des Institutes „Stiftung Wissenschaft und Politik“ , mit dem schönen Titel:“ Die Rolle der NATO für Europas Verteidigung.“ Dann war ich etwas schlauer und auch etwas besorgter. Meine Meinung stand fest! Jetzt wusste ich auch, warum 🙂

Wären die meisten Menschen nicht so schrecklich bequem geworden, wäre in den meisten Fällen die Leseausdauer und Konzentrationswilligkeit nicht auf 3 Minuten pro Text gesunken, dann würden viele Wahlentscheidungen anders aussehen, da bin ich mir ganz sicher. Vielleicht wären die Menschen sogar höflicher zueinander. Denn erst wenn man sich umfassender informiert, fundierte Quellen, belegte Statistiken, Zusammenhänge, konträre Ansichtsweisen und Lösungsansätze … und auch Stimmen aus dem Ausland einbezieht … dann fällt auf, wie wenig wir wissen und wie wenig sicher wir sein können, wer am Ende Recht hat. Nicht immer der, der am nettesten lächelt oder am lautesten schreit, so viel steht fest 😉

Bettina Marie Schneider – Gutes Karma to go

Tierschutz

Vegane Mode?… oft nicht so mein Ding … Tierleid aber auch nicht!

Sack und Asche sind nicht so mein Ding 😊 Ein Daunenmantel mit Pelzkragen … den hätte ich gern, so würde mein modischer Geschmack aussehen, wenn hinter Daunen kein blutiges Gemetzel stehen würde, eine fürchterliche Quälerei für die Enten und Gänse, deren klaffende Wunden oft grob genäht werden, ehe die armen Wesen unter schrecklichen Schmerzen, teilweise mit gebrochenen Flügeln wieder in ihre Käfige gezwängt werden, wo sie auf die nächste Tortur warten oder geschlachtet werden. So würde mein modischer Geschmack aussehen, wenn ein Pelzkragen nicht durch unsägliches Leid produziert würde, die Leiden der Tiere in der Pelzindustrie muss ich an dieser Stelle sicher nicht erklären.

Lieber Abstriche im Konsum, als ein schlechtes Gewissen, war bisher meine Devise.

Aber die Zeiten ändern sich zum Glück. Längst muss niemand mehr Abstriche machen oder verzichten. Nicht nur bei Milch und Käse gibt es mittlerweile richtig leckere Alternativen, so lecker, dass niemand mehr Kuhmilch für den Kaffee, den Joghurt oder für die Nachspeise benötigt, warum sollte man unterstützen, dass Kälbchen und deren Mütter für Milch leiden … wenn in den Regalen jede Menge schmackhafte Alternativen stehen … und ungleich gesünder!

Auch in Sachen Mode stellen sich die Firmen zunehmend um. Als ich den Mantel sah, dachte ich für einen kurzen Moment, „schade, das wäre ein toller Ersatz für den Daunenmantel, den ich jetzt 12 Jahre aufgetragen habe und der nun endgültig in die Tonne wandert.“

Ein neuer Daunenmantel ist aber keine Option! Wirklich nicht! Man darf sich gerne weiterentwickeln und vor 12 Jahren war ich schlicht und ergreifend dümmer als heute. Da dachte ich tatsächlich noch, ich wäre bereits achtsam, wenn mein Mantel keinen Pelzkragen hat … Daunen hatte ich nicht auf dem Radar oder ich hielt sie für ein Abfallprodukt … oder ich dachte vielleicht gar nicht … seufz… Hersteller lassen uns gerne im Dunkeln darüber, wie manche Produkte erzeugt werden.

Dann sah ich mir das Objekt der Begierde näher an und stellte zu meiner Freude fest, dass der Pelz kein Pelz war …das Kunstfell war auf den ersten Blick zu erkennen und dass die Daunen aus synthetischer Füllung bestanden. Mein Lieblingslook … tierfreundlich produziert! 3-2-1 meins! Neuerdings kann man alles haben… Genuss ohne Verzicht oder schlechtes Gewissen.

So geht es mir mittlerweile bei vielen Dingen. Tierleidfreie Produkte erobern zunehmend den Markt. Es gibt fast überall Waschmittel zu kaufen, die vorher nicht in den Bauch eines Tieres gepumpt oder gewaltsam in den Magen oder in Augen eingebracht, wurden. Tierversuchsfreie Wasch- und Putzmittel sind leicht zu finden. In jedem Supermarkt werden nicht nur vegane Grundzutaten sondern auch leckere Fertiggerichte, Brotbeläge oder Salate aus Soja- oder Erbsenprotein angeboten. Es gibt immer weniger Ausreden, nicht auf Tierleid zu verzichten. Wir müssen es nur wollen.

Selbst wer nicht 100 Prozent ohne Tierleid leben kann oder besser gesagt möchte… jede einzelne Entscheidung an der Ladenkasse gegen Tierleid, gegen Folter und Tod ist eine gute Entscheidung. Sie beflügelt die Industrie, weiterhin daran zu arbeiten, dass es immer mehr Produkte gibt, für die niemand sterben musste, der genauso gerne leben möchte, wie wir.

Für meinen neuen „Daunenmantel“ mit Fakepelz musste niemand leiden oder sterben. Nur mein Geldbeutel 😊 Ein schönes Gefühl, einen Wintermantel zu tragen, der nicht nur kuschlig warm ist und gut aussieht sondern auch noch ohne Todesangst, Schmerz und Folter produziert wurde. Anders könnte ich mir das nicht mehr vorstellen. Weil ich es mir wert bin … und weil sie es mir wert sind ❤

Bettina Marie Schneider- Gutes Karma to go

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