Tierschutz

Gesichter der Angst. Der wichtigste Blog meines Lebens. Ein Blog, der verändert!

Wie reagieren Tiere, die in den Schlachthof gebracht werden?
Sie haben Angst. Alle.
Bei sehr jungen Schweinen kann es vorkommen, dass sie nach einer gewissen anfänglichen Furchtsamkeit anfangen, herumzutollen. Vielleicht, weil sie zum
ersten Mal in ihrem Leben etwas Platz dazu haben, wenn sie in einer etwas größeren Wartebucht landen.
Die Tiere haben zu diesem Zeitpunkt einen mehr oder weniger langen, sicher nicht komfortablen Transport hinter sich. Davor waren sie einige Zeit, viele ihr ganzes bisheriges Leben, etliche mehrere Jahre lang, meist stark bewegungseingeschränkt am selben Ort.

Dieser Ort, an dem sie jetzt sind, ist ein Ort des Grauens.
Während des Schlachtens herrscht ein ohrenbetäubender Lärm, allein schon durch die
Maschinen. Dazu kommt noch das Gebrüll der Arbeiter und der Tiere.
Es riecht nach Blut, vor allem aber nach Exkrementen, Darmgasen und dem Rest der stinkenden Eingeweide.

Die Tiere verbringen nach der Anlieferung einige Stunden, bei Anlieferung am Wochenende auch bis zu zwei Tage, in Wartebuchten. Manche beruhigen sich
dabei etwas, anderen beschert es nur ein umso längeres Martyrium, wenn sie bereits krank oder verletzt sind.

Was empfinden sie dabei? Darf man es „vermenschlichen“?
Streß und Angst führen bei einem Rind, genau wie beim Menschen, zu erhöhtem Puls, schnellerer Atmung und ganz allgemein zu unruhigem bis panikartigem
Verhalten.
Es sieht aus wie Angst, es wirkt sich aus wie Angst: ich nenne es Angst…

Der Facettenreichtum der Angst ist groß. Ich möchte in erster Linie über die Rinder sprechen.

Manche stammen aus reiner Anbindehaltung und haben, genau wie die Schweine, nie einen Schritt in Freiheit gemacht. Sie wissen nichts über die Welt draussen, sind dafür aber Profis im Ertragen von Menschen. Andere waren auch oder ausschließlich auf
der Weide und dort vielleicht mehr oder weniger auf sich selbst gestellt.

Abhängig von den Erfahrungen, die sie gemacht haben, gehen sie mit sehr unterschiedlichem Selbstbewußtsein an die neue Situation heran, was ich im Folgenden
etwas genauer beschreiben möchte.

Gesichter der Angst

Angstvolles Staunen
Wie in Trance gehen diese Tiere mit weit aufgerissenen Augen ihren letzten Weg. Sie versuchen zu verstehen, was sie da gerade sehen und starren ganz offen auf die
Schreckensszenarien vor ihnen. Ungläubig und fassungslos wirken die Gesichter dieser
Tiere auf mich.

Zurückschreckende Angst
Diese Tiere werfen nur einen kurzen Blick auf das, wassich vor ihnen abspielt und weichen dann entsetzt zurück. Sie sehen sich in alle Richtungen um auf der
Suche nach einem Ausweg. Ein halbherziger, unsicherer Fluchtgedanke ist es aber nur, der aus diesen Gesichtern spricht. Der Gedanke an eine Flucht erstickt gleich wieder im Keim.

Panische Angst

Tiere, die von Panik ergriffen werden, versuchen oft um jeden Preis zu fliehen. Sie drehen sich in den schmalen Treibgängen, die gerade nur die Breite eines Rindes
haben und machen dabei halbe Purzelbäume. Sie gehen praktisch die Wände hoch, wagen undenkbare Sprünge und Verrenkungen und verletzen sich oder andere Tiere
im Gang dabei manchmal erheblich. Oft handelt es sich dabei um Tiere von der Weide, die mit der drangvollen Enge und der Nähe zu fremden Menschen überhaupt
nicht umgehen können, sich aber der Möglichkeiten ihres Körpers bewußt sind.
Lähmende Angst

Stumm und bewegungslos starren diese Tiere vor sich hin und wirken wie gefroren in Schockstarre. Sie trauen sich keinen Schritt weiter zugehen, weder vor noch
zurück. Als hätten sie sich in sich selbst verschlossen, scheinen sie nichts mehr wahrzunehmen. Sie zeigen auf fast nichts mehr eine Reaktion. Tiere, die ihr Leben in
Anbindehaltung verbracht haben, sind zum Teil schon allein körperlich mit jedem Schritt, den sie jetzt gehen sollen, überfordert. Der Gedanke an Flucht oder Kampf
scheint ihnen gar nicht zu kommen. Sie kennen die Möglichkeiten ihres eigenen Körpers nicht. Diese Tiere bekommen am meisten Schläge und Stromstöße auf
ihrem letzten Weg. Ohne Beaufsichtigung und Maßregelung greifen einige beteiligte Arbeiter aus Ungeduld oder Ratlosigkeit zu Maßnahmen, die weit
jenseits der Tierschutzregelungen liegen.
Abwehrbereite Angst

Oft sind es weibliche und erfahrene Tiere von der Weide, die sich den Kampf zutrauen. Ausbruchversuche bereits beim Abladen und gezielte Tritte und Kopfstöße
gegen Menschen sind auch gelegentlich von kurzzeitigem Erfolg. Manchmal müssen solche Tiere nach einer erfolgreichen Flucht vom Anhänger, im Hof
des Schlachtbetriebes erschossen werden, weil sich keiner mehr nähern kann. Sie sind bisweilen zu clever, um sich noch einmal in die Enge treiben zu lassen.
Von solchen Tieren hört man gelegentlich in den Nachrichten, weil es vielleicht sogar spektakuläre
Verfolgungsszenen gab.

Verzagte Angst

Diese Tiere schlottern und zittern bis ins Mark. Zum Teil fließen ihnen Tränen aus den Augen und Speichel tropft ihnen in Strömen aus dem Maul. Schwache Tiere brechen womöglich zusammen. Ich habe vor allem Kälber und ältere Tiere so gesehen. Die Kälber haben noch keine körperlichen und psychischen Notfallreserven, auf die sie im Streß zurückgreifen können. Die Älteren scheinen bereits im Stall ein Bild davon zu haben, in welcher Lage sie sich nun befinden. Nicht erst, wenn sie in der Tötungsbucht stehen und vor ihnen ein anderes Rind kopfüber an einer Kette hängt
und dabei ist zu sterben.
Bei diesen Tieren habe ich manchmal den Eindruck, dass sie auch schmerzhaft den Verrat empfinden, den die Menschen, denen sie vertraut haben, die ihre
Herdenführer waren, an ihnen begangen haben. Denn das tun Rinder zweifellos: Menschen, denen sie vertrauen, von denen sie gut versorgt werden, sehen sie
als Herdenchef und „Rind im Geiste“ an. Sie würden ihnen freiwillig hinterher laufen. Sie lecken sie auch oft und gerne ab, wie das befreundete Rinder untereinander
tun. Die Zunge ersetzt die Hand, die Hand, die streichelt.
Ein weinendes Rind kann man auf den puren physiologischen Vorgang reduzieren. Die
Adrenalinausschüttung bewirkt unter anderem eine verstärkte Sekretion der Schleimhäute, vor allem im Maul, aber manchmal auch in den Augen. Es fließen
Speichel und eben auch Tränen.
Das Gleiche gilt aber auch für Menschen, die große Angst haben.
So oder so: Einem Rind ins Gesicht zu sehen, dem vor
Angst und Verzweiflung Tränen aus den Augen laufen, hinterläßt einen bleibenden Bildabdruck im Gehirn. Sicherlich nicht nur bei mir.

Lautes Wehklagen
Manche der Tiere brüllen ununterbrochen. Womöglich aus Furcht, vielleicht auch wegen Hunger, Durst oder einem anderen körperlichen Unbehagen. Viele
vermissen sicherlich ihre gewohnte Umgebung und rufen nach ihren Herdengenossen.
Schließlich ist das Rind ein Herdentier. Die Herde bringt Sicherheit, Absonderung bedeutet Gefahr, womöglich Lebensgefahr.

Halbhoffnungsvolle Angst

Es gibt auch Tiere, die eine bestimmte fremde Person im Schlachthof ständig mit den Augen verfolgen, womöglich versuchen sie ihr hinterher zulaufen.
Vielleicht rufen sie auch nach ihr, wenn sie ausser Sichtweite gerät.
Dieser bestimmte Mensch erscheint ihnen aus irgendeinem Grund vertrauenswürdig und sie erhoffen sich bei ihm Sicherheit. Vielleicht erinnert er sie optisch
oder akkustisch an eine vertraute Pflegeperson aus dem ehemaligen Umfeld.

Besonders häufig sehe ich solches Verhalten bei hungrigen Kälbern. Sie vermuten sehr oft, dass ihnen nun irgendjemand Nahrung und Hilfe geben wird und alles gleich wieder gut werden wird, wenn Menschen um sie herum sind, die ihnen bekannt erscheinen.
Sie zeigen häufig deutlich sichtbar zwei Gefühle, die eigentlich nicht zusammen gehören: Angst und Vertrauen zur selben Zeit. Kleine Lebewesen, noch zu jung und zu hilflos, um auf sich selbst gestellt zu überleben, dazu gezwungen, Hilfe auch beim Feind zu
suchen.
Erst kürzlich hat ein knapp zweijähriger Ochse lange und laut nach seinen nach und nach verschwindenden Freunden vor ihm geschrien (sie wurden aus dem
gleichen Betrieb gemeinsam angeliefert). Er hat zum Schluß mit weit aufgerissenen Augen aus der Tötebox heraus versucht, mich abzulecken. Nicht weil er
hungrig oder neugierig war. Dazu hatte er viel zu viel Angst. Er hat versucht, wenigstens noch schnell mit mir Freundschaft zu schließen. Er hat um Hilfe gebettelt.

Auszüge aus dem Text/PDF von Nicole Tschierse.  Bitte nur mit ihrem Namen zitieren oder den Blog als Gesamtes teilen!

https://www.tiere-leben.de/imags/Gesichter_der_Angst.pdf?fbclid=IwAR2vVR2I4PHF-VELP4Ua8s_mj8bR8qUijW8cgo1BrVysU57BdXyvkhu_i08

Sie schrieb diese Zeilen nach ihren Erfahrungen als  Schlachthof Tierärztin. Nicole hat nicht nur dokumentiert sonder auch viele, kurz vor dem Tod , retten können. Sie führt den Lebenshof Wilde Hilde  https://www.facebook.com/Lebenshof.WildeHilde/. 129 Rinder, 12 Schweine, 14 Schafe, 9 Ziegen und 5 Pferde leben dort in Freiheit und Frieden. Es wird immer Hilfe benötig.

Dankeschön, liebe Nicole, für diesen wichtigen und schmerzhaften Text. Ich wünsche mir, es würden ihn viele lesen. Er verändert. Wir brauchen Veränderung!

(Titelbild des Blogs mit freundlicher Genehmigung von June Michel Artist)

Tierschutz

Gesichter der Angst

Gesichter der Angst.
So lautet der Name einer PDF Datei, ein Text über die verschiedenen Gesichter der Angst, wenn Tiere auf dem Weg zum Schlachthof oder Auge in Auge mit ihrem Schlächter die letzten grauenhaften Momente erleben. Eine hervorragende Recherche, eine erschütternde Zusammenstellung, der verschiedenen Reaktionen, die tief unter die Haut geht. Ich wollte Textauszüge für einen Artikel verwenden aber bisher habe ich es noch nicht über den ersten Absatz geschafft, den Rest kurz überflogen und die Bilder, die grauenhaften Bilder sind bereits in meinem Kopf, ehe ich vollständig gelesen habe.

Muss ich mir das wirklich antun? Was macht es mit mir? Lohnt es sich wirklich, mir wieder freiwillig einen Kübel schwarze Farbe in die Seele zu kippen? Wie um alles in der Welt hat die Verfasserin das ausgehalten? Ich hatte sie heute angeschrieben und um Erlaubnis gebeten, zu zitieren. Der Text ist so wahr wie schmerzhaft und sollte zirkulieren.
Aber was dann?

Diejenigen, die sowieso schon wissen, denen wird es nur weitere schlechte Gefühle machen, die bekannte Mischung aus Mitleid, tiefster Empathie, dann Zorn, Trauer, Machtlosigkeit und Resignation. Was zum Teufel sollen wir noch tun, um dieses System des Grauens und der Unmenschlichkeit zu beenden?

Und diejenigen, die es nicht wissen wollen, die kratzt das nicht. Entweder halten sie mich und alle anderen, die das Leid der Tiere sehen, für verrückt oder lästig oder beides oder sie berufen sich auf Tradition, Nahrungskette, Notwendigkeiten und der „Bestimmung“ dieser bedauernswerten Geschöpfe als „Nutztiere“. Ändern wird für sie ein solcher Text nichts. Weil es so gut schmeckt, Geiz ist geil und „sonst darf man ja überhaupt nichts mehr…“

Gesichter der Angst. Sie sind allgegenwärtig, nicht nur in den Ställen, Zuchtanlagen und in den Labors, sondern überall, wo Menschen auf Tiere treffen und wo Tiere nicht das Glück hatten, bereits vor Jahrhunderten auszusterben sondern domestiziert wurden.

Jeden Tag frage ich mich, ob es Sinn macht, so viele Stunden zu investieren, um ein paar Streunerkatzen und Hunde im fernen Athen zu retten, während bei mir um die Ecke Hunderte, ja Tausende Tiere ihrem Tod entgegen vegetieren.
Die Menschen, die Tränen vergießen, weil ein Kätzchen stirbt, sind am gleichen Tag für Tod und Leid anderer, nicht weniger bedauernswerter Geschöpfe, durch ihren Konsum mit verantwortlich.
Ich ja auch, wenn ich mir dann gleich wieder die notwendigen Augentropfen für die Nacht einträufele, die mit Sicherheit an irgendeinem Tier getestet wurden…ein Tier, das auch ein Gesicht der Angst hatte, jedesmal wenn sich die Tür öffnete und die Schritte seines Peinigers im Labor näherten, bis es am Ende der Versuche getötet wurde. Meine Augentropfen waren sein Tod.
Verrückt, oder?
Ich möchte nicht mehr für Angst und Tod anderer verantwortlich sein, ich möchte am liebsten nichts mehr davon sehen und hören.
Ich möchte aber auch etwas verändern.
Deshalb werde ich morgen lesen, was Tiere vor der Schlachtung empfinden, wie sie reagieren, damit ich darüber scheiben kann. Es ist ein Report, ein Erfahrungsbericht aus dem Schlachthof, verfasst von einer Schlachthof Tierärztin.

Gesichter der Angst…Jedes Schnitzel, jedes Steak, jede Bratwurst hatte nämlich einmal ein Gesicht. Wir vergessen das gerne…

(c) Bild: June Michel Artist

engel June

Chance, Katze, Seelenmarzipan, Tierschutz

Das Gebet einer Streunerkatze

Ich bin so müde vom Laufen, vor Verzweiflung ganz krank und warte auf Rettung, hier unter der Bank.

Ich sitze im Regen, jeder Knochen tut weh, während ich zaghaft um Hilfe fleh. Ich such einen Menschen, für mich ganz allein, ein Zuhause, ein Bettchen, geborgen sein.

Mein letzter Besitzer, der jagte mich fort, seitdem esse ich Abfall und es gibt keinen Ort, an dem ich erwünscht bin, nicht einmal hier, sie traktieren mich mit Stöcken, werfen Steine nach mir.

Ich fühl mich so müde, hungrig und kalt und ich fürchte, ich werde nicht mehr sehr alt. Ich glaube, ich schaffe es nicht allein, es ist schwer, immer hungrig und einsam zu sein. Ich habe Würmer und Flöhe, die auf mir leben, trotzdem kann ich so viel Liebe geben.

Bitte schick´mir ein Wunder, ein Mensch, der mich sieht, jemand der nicht vor meiner Hässlichkeit flieht. Jemand, der auch an uns Streuner denkt und der Verlierern wie mir eine Chance schenkt.

Ich habe Angst, hier zu sterben, unter der Bank, ich bin verzweifelt,  so müde und krank.

Ich flehe dich an, bitte schick mir den Engel, der mich bei sich aufnimmt, trotz all meiner Mängel, der mich liebt und beschützt und für immer behält, bitte schenke mir einen Platz auf der Welt. ❤

(c) Text : Bettina Marie Schneider

 

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Geschrieben für Iron… und Luna …  für alle heimatlosen Katzen…

 

Tierschutz

Spotify…ich glaube, wir müssen reden ;-)

Heute hat mich Spotify ganz schön erschüttert.

Spotify, wer es nicht kennt, ist ein Musikportal, auf dem man sich seine Songs in Listen zusammenstellen kann, es ist quasi die neue online Version der CD und eigentlich eine coole Sache.
Das Beste daran:
Spotify erkennt mit der Zeit automatisch deinen persönlichen Musikgeschmack und bietet dir jede Woche einen ganz individuellen Mix an. Wenn dir die Lieder, die Remakes oder Neuveröffentlichungen gefallen, kannst du sie sofort downloaden und deine Playlist ist aktuell.

Meine Spotify Listen wurde von mir liebevoll mit Songwritern, Indie Musik, House Mixen, Chansons und Klassikern der Pop- und Rockmusik gefüllt aber offensichtlich hält mich dort jemand für einen Rapper mit grottigem Geschmack und einem Niveau unter dem Meeresspiegel oder der Spotify Rechner hatte einen Kurzschluss. Anders kann ich mir diesen Musikvorschlag nicht erklären.
Als die ersten Zeilen des Textes aus dem Lautsprecher hämmerten, ließ ich fasziniert alles stehen und liegen und hörte zu…gibt es keine Zensurgesetze mehr…darf man solche Texte heute auch außerhalb eines Puffs auf die Menschheit loslassen…und wer hört sich das freiwillig an?
Kostprobe gefällig?

„Ich weiß, du willst Sex, Babe, ey
Will, dass du mich leckst, Babe, du darfst bei mir Backstage
Wir machen ein Sextape, e-ey
Und wir treiben es die ganze Nacht

Ah, ich weiß, du magst meine Pussy, Pussy
Mein erstes Wort als Baby war Gucci, Gucci
So dreckig und beim Sex so verspielt
Will ’ne große Toblerone, sei mal Lexington Steele
Männer schau’n mich an wie diese Smileys mit den Herzchen
Bin nicht Pocahontas, doch will reiten wie im Märchen
Ich werd‘ dein Schneeflitchen, die Schönste weit und breit
Doch anstatt in einen Apfel beiß‘ ich in die Eier rein
Ai, ai, ai, gib’s mir dreckig, gib’s mir hart
Bin wie ein Bugatti, ja, du bist besessen von mei’m Arsch
Also Baby, mach die Kamera an
Öffne die Hose, es geht ba-ba-ba-bam …

(Sex Tape von Katja Krasavice)
———————————–

Ja, ich habe genauso geschaut, wie ihr jetzt wahrscheinlich 
Nach dem letzten ba-ba-ba-bam sah ich irritiert nach, ob Spotify vielleicht in eine andere Liste verrutscht war…
DAS… konnte ja wohl kaum für mich als Songvorschlag gedacht sein. Wollten die mich veralbern?
Aber offensichtlich ist das heute Mainstream Pop und jeder außer mir hört diesen Scheiss.
Die Dame hat allein auf Youtube 1.4 Millionen Follower. Aha!
Sie sieht übrigens genauso billig aus, wie der Text vermuten lässt.
Habe ich es schon erwähnt…ich wünsche mir eine Zeitmaschine und dann zack…zurück in die 80er und da bleibe ich dann und erstelle meine Playlists wieder selber, aus dem CD Schrank !!!

cd

Tierschutz

Was hat man DIR so alles beigebracht??

Man hat dir beigebracht, dass Töten falsch ist…aber einzig dann, wenn Menschen getötet werden.
Man hat dir erzählt, dass Serienkiller gefährliche Menschen sind…aber die Jagd ist ein Sport.
Man hat dich gelehrt, dass Auschwitz das Böse war…aber Schlachthäuser und Pelzfarmen sind akzeptabel.
Man erklärte dir, dass Gefängnisse der Bestrafung dienen…aber Zoos und Zirkusse wären ein guter Ort für Tiere.
Sie haben dir viel beigebracht.
Wäre es nicht endlich an der Zeit für dich, eigenständig zu denken???

(c) Bild: June Michel Artist

June Taube

Tierschutz

Warum sich im Tierschutz nichts bewegt? Warum qualvolle Langstreckentransporte nach wie vor legal und erlaubt sind? Dieser Text gibt Antworten!

+++Deutschland stimmt für Tierquälerei+++
Jeder lamentiert über bessere Tierschutzgesetze. Jeder ist empört. Nichts passiert.
Ich habe mir die Mühe gemacht, nach neueren Ansätzen im Bundestag zu suchen, die nach einer Verbesserung streben und habe immerhin diesen Antrag zu Tiertransporten von 2018 gefunden.
Er wurde EINSTIMMIG von SÄMTLICHEN Parteien, auch von den Grünen, abgelehnt.
Was war an diesem Antrag verwerflich???
Warum wurde er abgeschmettert und ignoriert???
Macht euch selbst ein Bild. Langer Text aber lesen lohnt sich, wenn man verstehen möchte, warum sich im Tierschutz nichts bewegt!

„Der Tierschutz hat in Deutschland einen sehr hohen Stellenwert und gilt nicht nur für den
Bauernhof, sondern auch für den Transport der Tiere. Tiertransporte schränken erheblich die Bewegungsfreiheit der Tiere ein und setzen die Tiere immer wieder einer schweren Belastung aus. Nicht selten erleiden die Tiere Prellungen, Abschürfungen oder gar Knochenbrüche in Folge des Transports.

In der EU werden die Tiertransporte in der Verordnung (EG) Nr. 1/2005 geregelt. Diese Verordnung berücksichtigt bisher nur unzureichend die besondere Hitzeentwicklung in den
Sommermonaten und die gestiegenen Zahl an Tiertransporten. So wurden 2016 insgesamt
mehr als 350 Millionen Nutztiere aus Deutschland exportiert.

Vordergründig sind dabei die fortschreitende Spezialisierung der landwirtschaftlichen Betriebe und die Zentralisierung auf
große Schlachthöfe zu nennen.
Auch die Zahl der außereuropäischen Tiertransporte, z.B. in den Nahen Osten, ist in den letzten Jahren drastisch gestiegen. Die EU-Mitgliedsländer exportierten im Jahr 2015
insgesamt knapp 238 Millionen lebende Tiere über die EU-Grenzen hinweg. Dies ist vor allen Dingen auf die gestiegene Nachfrage an Schlachtrindern für die Halāl-Schlachtung
zurückzuführen.

Das mit Abstand größte Importland für Schlachtrinder aus der EU ist die Türkei. Laut der EU Kommission wurden im ersten Quartal 2017 über 193.000 Rinder in die Türkei exportiert. Da
es in der Türkei kein Tierschutzgesetz gibt, werden Schlachtungen ausschließlich nach islamischen Ritus durchgeführt, also geschächtet. Außerdem ist der Transport für die Tiere noch länger und qualvoller.

Nicht nur der Export in die Türkei ist problematisch, sondern auch in andere muslimischgeprägte Länder. Wie in der ZDF-Reportage „37 Grad – Geheimsache Tiertransporte“ vom 21.
November 2017 zu sehen ist, werden im Libanon die Schlachtrinder an ihrem Bein mit einem Kran vom Schiff hochgezogen, ihre Sehnen angeschnitten oder ihre Augen ausgestochen, um sie für die rituelle Schlachtung gefügig zu machen.

Der Europäische Gerichtshof hat in seinem Urteil (C-424/13) vom 23. April 2015 festgestellt,
dass der europäische Tierschutz nicht an der Unionsgrenze endet. Die Bestimmungen der EG-Verordnung (Nr. 1/2005) über das Füttern und Tränken beim Transport, sowie die
Beförderungs- und Ruhezeiten gelten somit auch für Teilstrecken außerhalb der EU. Doch bis heute wird das EuGH-Urteil verletzt und die Tiertransporte nur unzureichend von den EUMitgliedsländern kontrolliert.

Am 26. September 2018 lagen dem Agrarausschuss des Bundestages Anträge der FDP und
der Grünen zur Verschärfung der Vorschriften und Kontrollen bei Tierschutztransporte vor. Alle Fraktionen im Bundestag waren sich einig, dass Tiertransporte außerhalb der EU
problematisch sind. Der Agrarausschuss des Bundestags hat jedoch alle Anträge für mehr Tierschutz mit den Stimmen von CDU/CSU und SPD abgelehnt.

Es ist die gebotene Pflicht zum Wohle der Tiere, den Lebendtiertransport von Schlachttieren
in Drittländer, wo nachweislich gegen das EU-Tierschutzrecht verstoßen wird, auszusetzen.
II. Der Landtag stellt fest,
 dass der Tiertransport über lange Strecken zu schweren Belastungen für die Tiere
führt.
 dass der Export von gefrorenem Fleisch aus heimischer Schlachtung gegenüber dem Lebendtransport von Schlachttieren zu priorisieren ist.
III. Der Landtag fordert die Landesregierung auf,

1. sich dafür einzusetzen, dass die Lebendtransporte von Schlachttieren in Drittländern
durch geeignete und verhältnismäßige Maßnahmen ausgesetzt werden, bis die
Einhaltung des EU-Tierschutzrechtes in den Drittländern gewährleistet ist.
2. darauf hinzuarbeiten, dass auf EU-Ebene die Verordnung (EG) Nr. 1/2005 zum Schutz
der Tiere beim Transport überarbeitet wird; insbesondere sind die Transportzeiten auf
maximal acht Stunden ohne Ausnahme zu begrenzen.
3. stärker als bisher in einen Dialog mit dem Bund und den anderen Bundesländern zu
treten, um eine nationale Lösungsstrategie zu entwickeln.“ (Landtag NRW)

„Wir kommen zur Abstimmung.
Da die antragstellende Fraktion der AfD direkte Abstimmung beantragt hat, lasse ich somit über den Inhalt des Antrags Drucksache 17/3800 abstimmen. Wer dem Inhalt zu-stimmen möchte, den darf ich um das Handzeichen bitten. –Das sind die Abgeordneten der Fraktion der AfD. Gegenstimmen? –Das sind die Abgeordneten der Fraktion der CDU, der Fraktion der SPD, der Fraktion der FDP und der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Gibt es Enthaltungen? –Das ist nicht der Fall. Damit ist der Antrag Drucksache 17/3800 abgelehnt. (Quelle: Landtag NRW Dokumenten Archiv)

Der Antrag wurde von der AFD eingereicht. Grund genug, für alle Abgeordneten der anderen Parteien, weiterhin für Tierleid zu stimmen.
🐃🐄🐖

Jetzt schreiben wir das Jahr 2019 und die Situation ist so dramatisch, dass bereits Amtstierärzte die Transport Genehmigungen verweigern, weil sie diese Missstände nicht mehr mit ihrem Gewissen vereinbaren können.

Alle etablierten Parteien hätten mittlerweile Gelegenheit gehabt, den Antrag anders, „besser“ formuliert, einzureichen. Ihn aus der „richtigen“ Parteifraktion heraus, zu stellen.
Es war ihnen nicht wichtig.
Was für ein Armutszeugnis!

Auf dem Bild, das ist Hope. Eine Kuh, die anhänglich und klug, wie ein Hund durch das Leben geht und die vor dem Schlachthof oder vor dem Export ins Ausland, gerettet wurde.
Es sind alles sanftmütige, intelligente und liebenswürdige Geschöpfe, so wie Hope, an denen wir an der Autobahn vorbei fahren, während sie dem Tod entgegen reisen. Ein Reise, so qualvoll, wie ihr Ende.
Man möchte verzweifeln…

Tierschutz

Die Milch…die „gute Milch?!“. Im Kühlregal regiert die Tierquälerei.

Anfangs las ich etwas überrascht und dann zunehmend schockiert die ersten Wahrheiten über die Milchproduktion. Ich liebte den Geschmack von Milch, Eiscreme, Sahne, Shakes, Pudding, Quark und Joghurt.
Ich kannte jetzt zwar die Hintergründe aber:
„Naja, vielleicht Bioware und weniger …und es wird hoffentlich schon nicht so schlimm sein. Einzelfälle…“
Dann wurde mit jeder aufgedeckten Tierquälerei, mit jeder neuen Info über den wahren Ablauf der Milchproduktion, über das traurige und grausame Leben und Sterben der Milchkühe und der Kälber, mein schlechtes Gewissen größer.

Das Milchregal im Supermarkt war kein Ort des Genusses mehr sondern ich sah plötzlich auch das Leid dahinter….Eiter, Blut, angekettete Lebewesen, zwischen den appetitlichen Milcherzeugnissen. Ich sah fühlende und friedliche Geschöpfe, die vergewaltigt (zwangsbesamt), missbraucht und benutzt werden.
Ich sah Kälber, gewaltsam getrennt von der Mutter, denen man verwehrt, die Milch zu trinken, die ich jetzt in meinem Einkaufskorb nach Hause trage.
Ich hörte die verzweifelten Schreie der Kühe nach ihren Kälbern und ich sah die Bilder der Kälbchen, ich sah ihre verstörten und ängstlichen Augen, wie sie isoliert in ihren verdammten „Kälber Iglus“ stehen oder mit Vorrichtungen in ihrer Nase, am Trinken gehindert werden, während ich nach dem Schoko Pudding, „extra sahnig“, griff.
Und natürlich kam sehr schnell der Tag, an dem mir die Milch nicht mehr schmeckte. Ich konnte es einfach nicht mehr mit meinem Gewissen vereinbaren, Tierquälerei zu unterstützen und zu finanzieren.
Mein Körper sah das ähnlich und regierte unwillig auf jeden Milchverzehr.

Ich wünschte, ich könnte hier schreiben, es wäre bereits viel eher und quasi über Nacht passiert. Aber es dauert seine Zeit, bis ich so weit war, die Milch und damit all das verbundene Leid für die Tiere, aus meinem Leben zu verbannen.
Heute liebe ich alle Produkte rund um Pflanzenmilch. Es gibt Alternativen, die nicht nur ausgezeichnet schmecken sondern sogar gesünder sind. Milch ist alles mögliche aber sicher nicht gesund. Es wurde uns nur suggeriert. Eine riesen Industrie steht hinter diesen Lügen.
Wenn ich heute die Bilder der gepeinigten Geschöpfe sehe, die in der Milchindustrie leiden, dann fühle ich mich hilflos und zornig. Aber nicht mehr schuldig.

Man kann dieses System leider nicht beenden. Nicht heute. Die Mehrheit da draußen, ahnt nach wie vor nicht, was sich hinter den Stalltüren ereignet und wenn sie es ahnt, ist es ihr egal oder sie reden sich ein, es wären Einzelfälle. Sind es nicht!
Aber man kann selbst aussteigen. Und mit jedem Liter Milch, der nicht konsumiert wird, schwächen wir die Industrie des Grauens.
Es stimmt nicht, dass du nichts tun kannst. Du musst es nur wollen.
Es ist nie zu spät 

peta