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Uninformierte Wähler treffen schlechte Entscheidungen

Ich weiss, dass ich nichts weiss … , dieser kluge Satz, den wirklich Dumme niemals so formulieren würden, er beherrscht seit jeher mein Denken. Ich finde es nicht ehrenrührig, etwas nicht zu wissen … aber ich versuche zumindest, Lücken aufzufüllen oder mich zu informieren, ehe ich mich bei wichtigen Themen positioniere.

Da es unglaublich viele Dinge gibt, die man mit dem derzeitigen Wissenstand nur schwer oder gar nicht abschätzen kann, halte ich vom Mainstream abweichende Meinungen nur in seltensten Fällen für „irre“ … oder „fehlgeleitet“. Vielleicht wissen sie ja etwas, was ich nicht weiß … vielleicht möchte man Menschen damit mundtot machen, wenn man sie öffentlich diskreditiert und als „Spinner“ darstellt, ja sogar als gefährlich … und ihnen die Lebensgrundlage entzieht oder sie in den sozialen Medien digital abschlachtet. Ich weiß es nicht. Daher halte ich mich zurück. Hassen und Häme ist nicht mein Ding. Fällt also nicht schwer 😉

Sich selbst unabhängig von den überall kursierenden Parolen und Infohäppchen zu informieren, das ist jedem jederzeit möglich aber es ist anstrengend und kostet Zeit. Nein! ich meine damit nicht die reißerischen YouTube Videos die überall kursieren aber auch nicht die öffentlich rechtlichen Medien und die großen Newsportale. Nicht allein jedenfalls. Ehe ich mich impfen lies, machte ich mir die Arbeit, alle verfügbaren wissenschaftlichen Veröffentlichungen dazu zu lesen … wirklich schlauer war ich danach nicht. Ich traf meine Entscheidung dann nach bestem Wissen und Gewissen und werde ganz sicher niemanden ausgrenzen oder als „Sozialschädling“ betiteln, wenn er anderer Meinung war. Ich kann nur davon ausgehen, dass ich das Richtige tat…wissen kann ich das erst in ein paar Jahren. So empfinde ich bei vielen Fragen, die uns gerade auf den Nägeln brennen.

Welche Folgen hätte ein Ausstieg Deutschlands aus der NATO, wie es von der Linken gefordert wird? Wie würde ein Europa ohne die Bürokratiebehörde EU in Brüssel aussehen, was den Anhängern der AfD vorschwebt?

Hinter jeder Entscheidung für eine Partei steckt deutlich mehr, als nur Sympathiewerte für einen bestimmten Kandidaten. Oder sollte es zumindest. Mehr denn je sind es Entscheidungen, die unsere Zukunft verändern werden. Längst nicht nur in Sachen Klimapolitik. Man redet nur noch über Klimapolitik, aber was ist zum Beispiel damit?:

Während Union, FDP und SPD weitestgehend an bestehenden Verhältnissen und Institutionen festhalten und nur kleine Korrekturen fordern, wollen Grüne und Linkspartei die Europäische Union hin zu einem sozial-ökologischen Staatenbund reformieren. Die Linkspartei stellt sich gegen die NATO. Die AfD wiederum will den Austritt Deutschlands aus der Europäischen Union und aus der gemeinsamen Euro-Währung.

Bisher gehörte die NATO zu meinem Verständnis von europäischem Zusammenhalt .. . eine militärisch-politische Organisation von 30 europäischen und nordamerikanischen Mitgliedstaaten mit dem Ziel eigener Sicherheit und weltweiter Stabilität. Eine Wertegemeinschaft freier demokratischer Staaten. In der Präambel des Nordatlantikvertrages bekennen sich die Mitglieder zu Frieden, Demokratie, Freiheit und der Herrschaft des Rechts. Klingt gut, trotzdem war für mich die NATO immer auch ein wenig „bäh“. Ein Schulterschluss mit dem starken Bruder in Übersee, soweit OK…, aber niemand bei Verstand möchte Soldaten, Nuklearwaffen und Drohszenarien vor der Haustüre …Notwendig fand ich sie trotzdem, denn bisher funktionierte sie als ein Garant gegen Bedrohungen von Aussen und Innen, wenn zum Beispiel Cyberangriffe oder Terroranschläge unser Land lahmlegen würden.

Wie würde „sozial-ökologisch“ am Ende im Detail aussehen, wieviel Verzicht bin ich bereit, zu (er)tragen? Welche Massnahmen und Verbote sind unumgänglich für eine lebenswerte Zukunft und welche Massnahmen sind einzig immens kostenintensiver Aktionismus? Und was ist eigentlich mit China? Ist es derzeit wirklich eine gute Idee, Europa weiter zu schwächen, während am anderen Ende der Welt gerade ein Riese erwacht, der nicht nur wirtschaftlich sondern vielleicht auch in Sachen Aussenpolitik noch für ein paar unschöne Überraschungen gut sein könnte? Möchte ich auf die NATO verzichten? Könnte die Linke richtig liegen mit ihrer Forderung? Wer schützt uns dann, wenn die USA das Interesse an den nervigen Europäern verloren hat, die keinen angemessenen Beitrag zur NATO leisten wollen?

Ich weiss es nicht, ich wusste ja nicht einmal genau, was -wie- wer- wo die NATO im Detail ist, ausser ein paar Phrasen, die jeder kennt. Um zu entscheiden, ob ich sie benötige oder nicht, wollte ich mehr wissen. Also kämpfte ich mich durch die ellenlange Abhandlung des Institutes „Stiftung Wissenschaft und Politik“ , mit dem schönen Titel:“ Die Rolle der NATO für Europas Verteidigung.“ Dann war ich etwas schlauer und auch etwas besorgter. Meine Meinung stand fest! Jetzt wusste ich auch, warum 🙂

Wären die meisten Menschen nicht so schrecklich bequem geworden, wäre in den meisten Fällen die Leseausdauer und Konzentrationswilligkeit nicht auf 3 Minuten pro Text gesunken, dann würden viele Wahlentscheidungen anders aussehen, da bin ich mir ganz sicher. Vielleicht wären die Menschen sogar höflicher zueinander. Denn erst wenn man sich umfassender informiert, fundierte Quellen, belegte Statistiken, Zusammenhänge, konträre Ansichtsweisen und Lösungsansätze … und auch Stimmen aus dem Ausland einbezieht … dann fällt auf, wie wenig wir wissen und wie wenig sicher wir sein können, wer am Ende Recht hat. Nicht immer der, der am nettesten lächelt oder am lautesten schreit, so viel steht fest 😉

Bettina Marie Schneider – Gutes Karma to go

Tierschutz

Vegane Mode?… oft nicht so mein Ding … Tierleid aber auch nicht!

Sack und Asche sind nicht so mein Ding 😊 Ein Daunenmantel mit Pelzkragen … den hätte ich gern, so würde mein modischer Geschmack aussehen, wenn hinter Daunen kein blutiges Gemetzel stehen würde, eine fürchterliche Quälerei für die Enten und Gänse, deren klaffende Wunden oft grob genäht werden, ehe die armen Wesen unter schrecklichen Schmerzen, teilweise mit gebrochenen Flügeln wieder in ihre Käfige gezwängt werden, wo sie auf die nächste Tortur warten oder geschlachtet werden. So würde mein modischer Geschmack aussehen, wenn ein Pelzkragen nicht durch unsägliches Leid produziert würde, die Leiden der Tiere in der Pelzindustrie muss ich an dieser Stelle sicher nicht erklären.

Lieber Abstriche im Konsum, als ein schlechtes Gewissen, war bisher meine Devise.

Aber die Zeiten ändern sich zum Glück. Längst muss niemand mehr Abstriche machen oder verzichten. Nicht nur bei Milch und Käse gibt es mittlerweile richtig leckere Alternativen, so lecker, dass niemand mehr Kuhmilch für den Kaffee, den Joghurt oder für die Nachspeise benötigt, warum sollte man unterstützen, dass Kälbchen und deren Mütter für Milch leiden … wenn in den Regalen jede Menge schmackhafte Alternativen stehen … und ungleich gesünder!

Auch in Sachen Mode stellen sich die Firmen zunehmend um. Als ich den Mantel sah, dachte ich für einen kurzen Moment, „schade, das wäre ein toller Ersatz für den Daunenmantel, den ich jetzt 12 Jahre aufgetragen habe und der nun endgültig in die Tonne wandert.“

Ein neuer Daunenmantel ist aber keine Option! Wirklich nicht! Man darf sich gerne weiterentwickeln und vor 12 Jahren war ich schlicht und ergreifend dümmer als heute. Da dachte ich tatsächlich noch, ich wäre bereits achtsam, wenn mein Mantel keinen Pelzkragen hat … Daunen hatte ich nicht auf dem Radar oder ich hielt sie für ein Abfallprodukt … oder ich dachte vielleicht gar nicht … seufz… Hersteller lassen uns gerne im Dunkeln darüber, wie manche Produkte erzeugt werden.

Dann sah ich mir das Objekt der Begierde näher an und stellte zu meiner Freude fest, dass der Pelz kein Pelz war …das Kunstfell war auf den ersten Blick zu erkennen und dass die Daunen aus synthetischer Füllung bestanden. Mein Lieblingslook … tierfreundlich produziert! 3-2-1 meins! Neuerdings kann man alles haben… Genuss ohne Verzicht oder schlechtes Gewissen.

So geht es mir mittlerweile bei vielen Dingen. Tierleidfreie Produkte erobern zunehmend den Markt. Es gibt fast überall Waschmittel zu kaufen, die vorher nicht in den Bauch eines Tieres gepumpt oder gewaltsam in den Magen oder in Augen eingebracht, wurden. Tierversuchsfreie Wasch- und Putzmittel sind leicht zu finden. In jedem Supermarkt werden nicht nur vegane Grundzutaten sondern auch leckere Fertiggerichte, Brotbeläge oder Salate aus Soja- oder Erbsenprotein angeboten. Es gibt immer weniger Ausreden, nicht auf Tierleid zu verzichten. Wir müssen es nur wollen.

Selbst wer nicht 100 Prozent ohne Tierleid leben kann oder besser gesagt möchte… jede einzelne Entscheidung an der Ladenkasse gegen Tierleid, gegen Folter und Tod ist eine gute Entscheidung. Sie beflügelt die Industrie, weiterhin daran zu arbeiten, dass es immer mehr Produkte gibt, für die niemand sterben musste, der genauso gerne leben möchte, wie wir.

Für meinen neuen „Daunenmantel“ mit Fakepelz musste niemand leiden oder sterben. Nur mein Geldbeutel 😊 Ein schönes Gefühl, einen Wintermantel zu tragen, der nicht nur kuschlig warm ist und gut aussieht sondern auch noch ohne Todesangst, Schmerz und Folter produziert wurde. Anders könnte ich mir das nicht mehr vorstellen. Weil ich es mir wert bin … und weil sie es mir wert sind ❤

Bettina Marie Schneider- Gutes Karma to go

(C) Bildrechte PETA

Aufreger

Der letzte macht das Licht aus. Wir sind pleite aber niemand scheint sich dafür zu interessieren!

Endlich steht Deutschland einmal wieder an der Spitze 😉 Nicht bei Bildung oder innovativen Erfindungen. Da sind wir mittlerweile weit abgeschlagen. Dafür war in Deutschland der Strompreis für private Haushalte 2020 im weltweiten Vergleich am höchsten. Es sind weniger die Netzbetreiber, die sich mit den überhöhten Preisen die Taschen füllen.51,4 % besteht aus staatlich veranlassten Steuern, Abgaben und Umlagen. Nur 24,5 % des Strompreises geht an die Netzbetreiber und24,1 % fällt für Stromerzeugung und Vertrieb an.

Strom bedeutet Licht, Wärme, Komfort und Mobilität.

Überflüssiger Luxus, meinen einige und setzen alles daran, diesen Preis weiter künstlich hochzutreiben. Bald wird selbst Autofahren wieder Luxus, wie in den 60er Jahren. Vielleicht erinnert sich der ein oder andere noch an kalte Wohnungen, in denen bestenfalls ein Zimmer beheizt wurde. Diejenigen, die sich nicht mehr daran erinnern, werden das bald kennenlernen. Einige Menschen bereits in diesem Winter, wenn die explodierenden Preise für Heizöl und Gas für viele Haushalte nicht mehr erschwinglich sind.

Günstiger Strom ist enorm wichtig für eine konkurrenzfähige Wirtschaft, deren Produkte nicht mehr wettbewerbsfähig sind, wenn alle anderen Länder unter günstigeren Bedingungen produzieren können. Eine leistungsfähige Wirtschaft wird überbewertet, meinen einige … und drehen einfach weiter an der Steuerschraube, wenn zunehmend Firmen sterben oder abwandern, weil sie in Deutschland nicht mehr überleben können oder vielleicht nur gerne ihre Gewinne weiter maximieren möchten.

Deutschland gehört international auch zu den Ländern mit dem höchsten Benzinpreis. Auch hier entfallen insgesamt etwa zwei Drittel des Benzinpreises auf Abgaben wie die Mehrwertsteuer, Ökosteuer sowie Erdölbevorratungssteuer. Auf diese Weise möchte man die Umwelt schonen und das Klima retten. Ein guter Ansatz … aber in der Praxis nicht wirklich hilfreich, denn da die neue CO2-Bepreisung nur in Deutschland erfolgt, sind einzig nationale Transporte betroffen. Der Aufpreis betrifft nur den Transport im Inland, auch wenn zum Beispiel Kiwis und Steaks vorher um die halbe Welt geflogen wurden. Macht Sinn, oder?

Ich leiste gerne einen sinnvollen Beitrag gegen den Klimawandel, für die Umwelt und die Zukunft unserer Kinder. Leider habe ich zunehmend den Eindruck, dass die derzeitig angestrebten „Lösungen“ schlicht und ergreifend Abzocke sind, Enteignung und blinder Aktionismus. …

Niemand rührt an die Massentierhaltung, die laut Worldwatch Institute einen Anteil von mindestens 51 % an den Treibhausgasen hat. Niemand unternimmt konsequent etwas gegen das Insektensterben, den Verlust unserer Lebensgrundlage. Auch die Überbevölkerung der Erde wird ungern erwähnt … Die globale Bevölkerung beträgt derzeit laut Schätzungen der Vereinten Nationen rund 7,7 Mrd. Menschen. Im Jahr 2050 sollen es laut Prognosen der Uno 9,7 Mrd. und im Jahr 2100 etwa 10,9 Mrd. sein. Wie soll das funktionieren?

Interessante Fragen, die ich mir stelle, während ich meine Gasrechnung prüfe, die sich seit dem letzten Jahr verdoppelt hat. Wow! Ich hoffe doch sehr, es lohnt sich zu frieren, das Klima wird tatsächlich gerettet, wenn ich diesen Winter die Heizung noch niedriger drehe. Die Kosten für Wärmedämmung habe ich bereits gerne ausgegeben, neue Fenster, mehr Dämmung, sparsamer Heizkessel … etc. … Ehrensache! Obwohl ich doch etwas enttäuscht war, in der Praxis zu erfahren, dass man sich bei solchen Massnahmen eher nicht auf staatliche Zuschüsse verlassen sollte. Im Kleingedruckten steht, man muss für die Anträge erst teure Sachverständigengutachter beauftragen und nur wer umfassend technisch aufrüstet, ein kleines Vermögen ausgibt, darf auf ein paar Euro Zuschuss hoffen. Wenn man dieses Vermögen nicht ausgeben kann, dann natürlich nicht 😉

Und überhaupt…Wärme und Behaglichkeit, Mobilität … wird überbewertet … Pendler, Familien mit Kindern, Rentner oder Menschen, die durch Corona bereits große Einbussen erlitten, haben einfach Pech. Auf den Mittelstand, dem gerade das Wasser bis zum Hals steht, können wir leicht verzichten. Wozu gibt es Großkonzerne? Im umweltfreundlichen China, wo man gerade Atomkraftwerke und Kohlekraftwerke im großen Stil aufrüstet und die Massentierhaltung vorantreibt, freut man sich über die Schnäppchen in Europa, Chinesische Unternehmen kaufen gerne auf, was in Deutschland nicht mehr überlebensfähig ist…unsere klassischen Industriebranchen, Maschinenbau und Automobilindustrie, aber auch Biotechnologie und Medizintechnik. Wir diskutieren derweil über Lastenfahrräder…denn jeder muss seinen Beitrag leisten, sagt man, immerhin hat Deutschland 2 Prozent Anteil am weltweiten CO2 Verbrauch.

Schön, dass Deutschland ein so immens reiches Land ist. Laut offizieller Statistik liegen wir in Sachen Nettohaushalt der Privatvermögen etwas unterhalb des mittleren Bereichs in Europa. In etwa so, wie Portugal oder die Slowakei.

Wir geben zwar den Big Spender aber wir sind es längst nicht mehr.

Nicht wirklich überraschend, wenn die Staatsverschuldung dabei ins Unermessliche steigt… wir werden in diesem Jahr den Rekordwert von Ende 2020 noch toppen. 2172,9 Milliarden Euro. Das sind eine Menge Nullen … und einige Milliarden allein an Zinsen. Man muss kein guter Rechner sein, um zu erahnen, wie das ausgehen könnte, wenn den Bürgern zusätzlich bald noch einige neue Belastungen auferlegt werden.

Krank und/oder alt werden, sollten wir dann besser auch nicht. Die Krankenkassen sind heute bereits genauso pleite, wie die Rentenkassen. 2020 verzeichneten die gesetzlichen Krankenkassen 6 Milliarden Euro Verlust. Die Sicherung der Renten steht entgegen sämtlicher Versprechungen in den Sternen. Da die Einnahmen durch Beitragszahler die Ausgaben der Rentenkasse schon lange nicht mehr abdecken können, finanziert der Bund die Kasse durch Steuereinnahmen mit. Im Jahr 2020 lagen diese Aufwendungen erstmals über der Marke von 100 Milliarden Euro. Für 2021 sieht der Bundeshaushalt 106 Milliarden Euro vor. Das ist mehr als ein Viertel des Bundeshaushalts. Experten zufolge könnte der Anteil in den kommenden Jahrzehnten auf mehr als 50 Prozent des Haushalts steigen. 50 Prozent… das ist doch ein Wort!

Subventionen hier …Subventionen da … und gerne noch ein paar mehr!

Auch Subventionen wollen finanziert werden… mit neuen Schulden und neuen Steuern und Abgaben…Und wenn alle Stricke reißen, dann denken bestimmte Parteien bereits über Enteignung nach. Einige setzen sogar auf ein bedingungsloses Grundeinkommen.

Bin ich die Einzige, die sich fragt, ob das nicht alles etwas sehr mutig gedacht ist, angesichts der derzeitigen Finanzlage? Wir retten die Welt, das Klima und die Zukunft im Alleingang. Wir schaffen das … und falls nicht … Dann zieht euch schon einmal warm an … es könnte ungemütlich werden 😉

Bettina Marie Schneider – Gutes Karma to go

Tierschutz

Muss ich zum Lachen bald in den Keller?

Manchmal sind es Kleinigkeiten, die aufwecken. Manchmal … wenn man sich bereits seit langem unwohl fühlt, an einem Ort, in einem Job, in einer Beziehung … reicht nur ein kleiner Anstoß und dann erkennt man, hier läuft etwas ganz und gar nicht in die richtige Richtung.

Mein trivialer Anstoß war eine Schlagzeile in einer großen deutschen Nachrichtenplattform. Es ging wieder einmal um die provokativen und frechen Werbekampagnen von True Fruits. Im Text stand folgendes:

„Liebe Leserinnen und Leser, ein Smoothiehersteller sorgt wiederholt mit seiner Werbung für Aufregung. Psychologin Michaela Wänke darüber, wie sexistische Anzeigen bei Männern und Frauen ankommen – und ob man sie lustig finden darf…“

Ich stutzte und las den Satz noch einmal. Stand hier tatsächlich, ob ich etwas lustig finden DARF oder nicht? Gibt es bereits einen Leitfaden dazu, wann ich lachen darf und wann ich ernst dreinblicken und das Sexismus Glöckchen läuten muss? War das jetzt neu oder hatte ich mich bereits längst daran gewöhnt, dass mittlerweile zu fast jedem Thema vorgegeben wird, wie man dazu stehen darf?

Humor ist im günstigsten Fall spontan… unverkrampft…unplugged im Gehirn. Hier erklärt mir eine Psychologin welche Werbesprüche ich lustig finden DARF und wie sie bei mir als Frau ankommen? Ernsthaft?

Ich schenkte mir den Artikel und scrollte weiter. Ich würde als Frau gerne weiterhin lustig finden, was ich lustig finde und nicht darüber nachdenken, ob ich das darf. Keine weitere Bremse im Kopf. Es gibt davon bereits zu viele. Wenn ich etwas als sexistisch empfinde, (oder vielleicht auch nur geschmacklos) dann bemerke ich das ebenfalls. Dann lache ich nicht sondern schlage zurück. Dazu benötige ich keine Psychologin.

Und vor allem …. wer entscheidet, was sexistisch ist und was nicht? Wer entscheidet, ob ich darüber lachen darf oder nicht?

ICH! Ich tue das und so wird das auch bleiben. Notfalls im Keller 😉

Tierschutz

Regen wir uns über die falschen Dinge auf? Setzen wir die falschen Signale?

Kürzlich las ich eine interessante Reportage. Eine ältere Dame, die selbst im Rollstuhl sitzt, baut aus gespendeten Legobausteinen Rollstuhlrampen. Für Menschen mit Behinderungen können schon kleine Stufen zu unüberwindbaren Hindernissen werden. Deshalb bauen mittlerweile an einigen Orten Ehrenamtliche die bitter benötigten Rollstuhlrampen aus Lego-Steinen. Auf diese Weise entstehen individuell gefertigte Zufahrtsrampen zu Geschäften oder Behörden. Kinder, die im Rollstuhl sitzen, werden dabei bevorzugt beliefert.

Spontan musste ich an die ausgetauschten Ampelmännchen in Berlin denken oder an die kostspieligen Neugestaltungen und Druckkosten von Formularen, die von gut bezahlten Gremien auf Gendersprech getrimmt wurden. Damit sich niemand benachteiligt fühlt. Für manche Dinge fließen unendlich Steuergelder. Für andere fehlt es immer an der Finanzierung. Wie kann das sein?

Nein, ich möchte hier niemanden gegeneinander ausspielen, mir fällt nur zunehmend unangenehm auf, dass etwa 15 Prozent, das ist der Anteil an Behinderten Menschen weltweit, nicht gesehen, übersehen oder in ihren Bedürfnissen nicht wahrgenommen werden. 1.2 Milliarden Menschen weltweit! Von ihnen, von ihren Bedürfnissen und Forderungen, von ihren Problemen und Wünschen würde ich gerne mehr hören, sehen und lesen…

Warum müssen solche Rampen ehrenamtlich gebaut werden, warum gibt es sie nicht längst überall und für jeden, der Bedarf hat?

Ehe nicht in jeder Stadt, in jedem Dorf an, in jeder Schule, an jeder Autobahn und bei jeder Veranstaltung genügend Behindertentoiletten verfügbar sind – gut ausgestattete Behindertentoiletten – hätte ich keine einzige Gendertoilette in Auftrag gegeben. Nicht weil ich Letztgenannte für überflüssig halte sondern weil ich den Bedarf nach Dringlichkeit einordnen würde. Manche Menschen haben schlicht und ergreifend nicht die Wahl, auf welche Toilette sie gerne gehen würden.

Es ist nur wenig bekannt, zu welchem Spiessrutenlaufen der Toilettengang für körperlich behinderte Menschen werden kann. Es gibt nach wie vor nicht genügend und wenn, dann scheitert es oft an banalen Dingen. Sie benötigen zum Beispiel sämtliche Devices einer Toilette höhenverstellbar, ein Mülleimer muss sich auch mit der Hand öffnen lassen können, wenn die Füsse im Rollstuhl festsitzen, die Toilettensitze müssen von der Höhe an jeden Rollstuhl anzupassen sein, damit das Umsteigen möglich ist und nicht zum Hochleistungssport mutiert, das Waschbecken muss erreichbar sein, im Sitzen wie im Stehen …. Die meisten Behindertentoiletten erfüllen gerade einmal die minimalsten Basics. Offensichtlich glaubt man, das würde ausreichen. Ich bin anderer Meinung!

Wenn sich immer wieder über „Opas“ und „Omas“ empört wird, die an der Kasse zu langsam nach ihrem Geld fischen oder im Straßenverkehr angeblich ein erhöhtes Risiko darstellen (was statistisch gesehen blanker Unfug ist, aber das ist ein anderes Thema, man sollte die jungen Raser fürchten!) … dann denke ich, vielleicht würde es in vielen Fällen helfen, wenn Lesehilfen von der Krankenkasse bezahlt würden. Man muss fast blind und bettelarm sein, ehe die staatliche Kostenübernahme greift … eine gute Gleitsichtbrille kostet knapp Tausend Euro. Viele Menschen tragen ihre Brillen weiter, obwohl längst eine Anpassung dringend nötig wäre …aber sie können die Kosten nicht aufbringen. Ich für meinen Teil würde jederzeit sofort auf einige der angebotenen Wellnesskurse meiner gesetzlichen Krankenkasse verzichten, wenn diese Gelder die Barriere einer Kostenerstattung bei Sehhilfen etwas heruntersetzen würde. Menschen die gut sehen, verursachen weniger Unfälle, verletzen sich selbst und andere weniger und haben deutlich mehr Lebensqualität. Ich wäre ohne meine Brillen völlig aus dem Leben geschossen. Meine gesetzliche Krankenkasse zahlt keinen Cent für die regelmäßig notwendige Erneuerung der kostspieligen Sehhilfen. Aber ich könnte Zuschüsse zum Bauchtanzkurs erhalten, wenn ich denn wollte. Cool 😉

Kommen wir zurück zu der Dame, die aus der Not heraus jetzt mit gespendeten, gebrauchten Legosteinen Rampen bastelt, damit es behinderten Menschen möglich ist, ihr Haus ohne fremde Hilfe zu verlassen, einzukaufen oder bestimmte Geschäfte zu erreichen. Ich finde sie einfach großartig!

Die besten und hilfreichsten Dinge passieren in unserem Land stets ehrenamtlich. Das haben wir auch bei der Flutkatastrophe wieder gesehen. Die einen boten wohlformulierten Statements, Krisenstäbe und Versprechungen … die anderen boten ihre Hände, ihre Trecker und Lastwagen, sie machten nicht viele Worte sondern packten an.

Schärft man den Blick für das Wesentliche, für Minderheiten, die wirklich auf Hilfe angewiesen sind, für tatsächlichen Handlungsbedarf in unserem Land, dann hat man eher weniger Zeit und Ressourcen, alte Bücher nach falschen Worten zu durchforsten oder Ampelmännchen mit Ampelfrauchen oder Pärchen auszustatten, wenn die alten Ampeln noch tadellos funktionieren. Nicht, so lange es noch eine einzige Straße in der Stadt gibt, die noch nicht barrierefrei gestaltet wurde. So sehe ich das zumindest. In jeder Stadt. Man möge es mir verzeihen. Das Gleiche gilt für die Finanzierung von Hospizen, Obdachlosenheimen, Tierheimen … die Liste der wichtigen Aufgaben in unserer Gesellschaft, die man auf Ehrenamtliche abschiebt, weil angeblich kein Geld dafür vorhanden ist, während an anderen Stellen aus den Vollen geschöpft wird….diese Liste ist lang und macht nachdenklich …

Ich würde mir wünschen, wenn mehr Menschen wieder den Blick für das Wesentliche finden könnten … oder wenn sie zumindest alle Menschen im Blick behalten könnten, nicht nur die Bedürfnisse und Wünsche ein paar auserwählter Gruppen. Bitte vergesst die anderen nicht … auch sie benötigen unsere Aufmerksamkeit, …. selbst wenn sie nicht laut und bunt sind ❤

Bettina Marie Schneider – Gutes Karma to go

Tierschutz

Wer Katzen liebt, der wünscht sich weniger von ihnen…

Gestern war Welttag der Katze. Manchmal wäre es mir lieber, Katzen wären nicht ganz so beliebt, wenn sie nicht weltweit gezüchtet würden, um dann als „Deko“ ein tristes Dasein in Wohnungen führen zu müssen, die Lichtjahre von dem entfernt sind, was eine Katze zum Glücklichsein benötigt. In den USA nach wie vor oftmals sogar mit operativ entfernten Krallen, um die Einrichtung zu schonen.

Manchmal wäre es mir lieber, Katzen wären nicht so niedlich als Kitten. Dann würden sie nicht so oft als Spielzeug angeschafft und dann wieder auf die Straße gesetzt, sobald sie erwachsen und „langweilig“ sind. Ein Teil der heimatlosen Straßentiere rund um den Erdball sind gezüchtete Rassekatzen und ihre Nachkommen. Entsorgte Spielzeuge und Statussymbole, die sich recht und schlecht durchschlagen und munter weiter vermehren. Als ob wir nicht bereits genug armselige Gestalten auf den Straßen sitzen haben….

Manchmal wäre es mir lieber, Katzen wären nicht ganz so gebärfreudig, nicht ganz so widerstandsfähig, wenn es weniger von ihnen gäbe.

Die Katze, das unbekannte Wesen.

Man glaubt, sie kämen alleine klar, sie würden Einsamkeit und Frustration im Haus genauso gut ertragen, wie den Hunger und die Kämpfe auf der Straße. Man glaubt, sie wären Einzelgänger, hätten 7 Leben, sie bräuchten weder viel Platz noch Gesellschaft, sie fallen immer wieder auf die Füße und würden sich nicht so innig binden, wie zum Beispiel Hunde… was für ein Unsinn…

Manchmal wünschte ich, Katze wären nicht darauf geprägt, Schmerz und Leid zu verbergen. Man muss sehr genau hinsehen, um mitzubekommen, wenn eine Katze leidet. Sobald man es deutlich sieht, dann sind Schmerz oder Leid bereits massiv. Viele Katzen leiden, aus vielen unterschiedlichen Gründen. Wir bemerken es nur meist nicht.

Ja, sie werden geliebt. Weltweit. Aber „Liebe“ ist nicht genug. Mit ihrer Beliebtheit nimmt auch das Leid der Katzen weltweit zu. Wer Katzen wirklich liebt, der wünscht sich, dass es weniger von ihnen gäbe.

Nicht jeder Katzenversteher versteht seine Katze und deren Bedürfnisse…manchmal sind wir schwer von Begriff, was unsere Samtpfötchen angeht. Das meint auch Mr. Darcy gerade, der seit 15 Minuten versucht, mich vom Computer Richtung Küche zu lotsen. Pssst … ich habe sehr wohl verstanden, was er von mir wollte, aber wie soll ich ihm vermitteln, dass er schlicht und ergreifend viel zu viel wiegt und wir ein paar Mahlzeiten pro Tag streichen müssen,… er ist so schnell gekränkt, wenn es um sein Gewicht geht ❤

Bettina Marie Schneider- Gutes Karma to go

Tierschutz

Die Welt ertrinkt und brennt – wo bleiben die Märchen?

Märchen und Geschichten, sie zu lesen oder zu schreiben, das war stets meine Freifahrkarte Richtung Entspannung, Trost oder Kraft schöpfen. Was für andere eine Runde Joggen, ein gutes Gespräch, ein Gebet oder eine Flasche Wein bewirkt, das waren für mich die erschaffenen Bilder und Begebenheiten, in denen die Gedanken spazieren gehen dürfen, wo links und rechts am Wegrand nur das lauert, was ich zulassen möchte. Wo ich jederzeit einen Regenbogen in die schwarzen Sturmwolken platzieren kann, wenn es mir zu viel wird.

Zum ersten mal funktioniert das nicht mehr. Ich weiß gerade nicht, ob ich über banale Begebenheiten schreiben soll/darf, wenn um mich herum die Welt unter geht. Wenn so viele Menschen und Tiere fliehen und kämpfen und sterben, wenn sie alles verlieren, … nicht nur ihre Besitztümer. Auch ihr Zuhause, ihren Mut, ihre Zukunft oder ihr Leben. Nicht an einem Ort sondern als Flächenbrand in Europa, wo so ziemlich überall Hilfe benötigt wird. Wie kann ich über lustige Details einer Story nachdenken, wenn eine Horrornachricht von der anderen abgelöst wird und jede Meldung, jeder Kommentar neuen Ärger oder neuen Handlungsbedarf erzwingt oder zumindest eine Antwort.

Ich weiß, ich kann helfen, ich möchte helfen …aber wann hört das jemals auf? Der wievielte geplatzte Versuch, einfach einmal ein paar Tage abzuschalten und unerreichbar zu sein ist das nun eigentlich? Wieder einmal bleibt keine Zeit für Märchen. Möchten die Menschen überhaupt noch Märchen, glaubt noch jemand daran?

Heute Nacht habe ich noch alle aufgelaufenen Nachrichten beantwortet und Hilfen über meinen Verein Frieden für Pfoten e.V. zugesagt. Unsere Schatzmeisterin Claudi ist gerade dabei, entsprechend weiterzuleiten. Meine griechische Freundin Nafsika, die derzeit selbst ausser Gefecht ist, scannt und übersetzt die Hilferufe der Tierschützer für mich, die gerade versuchen ihre Tiere in Sicherheit zu bringen und nicht wissen, woher sie Futter und Ausrüstung nehmen sollen…alles verbrannt und verloren…

Heute Nacht habe ich noch auf die Anfrage einer deutschen Tierrettung geantwortet, sie möchten vor Ort reisen und helfen. Alexis, der gerade für eine kurze Pause nach Hause kam, wird der Ansprechpartner sein. Er hatte Zeit für mich, er konnte nicht schlafen, …vollgepumpt mit Adrenalin und die schrecklichen Bilder der Brandopfer im Kopf, ist das kein Wunder.

Heute Nacht hat Maren einen ersten Bericht von Martha aus Athen übersetzt und auf die Vereinsseite gestellt. Facebook hat natürlich prompt das Bild verdeckt. Der verkohlte Fuchs sieht nicht anders aus, als die enthäuteten Hasen, die in den Tiefkühltruhen unserer Supermärkte liegen. Dieser Anblick ist zumutbar, ein verkohlter Fuchs, der nicht rechtzeitig vor den meterhohen Flammen fliehen konnte… der leider nicht. Man könnte ja ein paar Spenden damit generieren, wer braucht die schon … Ich merke, wie ich wieder wütend werde …

Und dann höre ich, wie sich meine beiden Jungs auf dem Balkon prügeln. Ohne Grund, einfach so … sie haben Spass daran und werden vermutlich in 5 Minuten wieder kuscheln. Ich stelle die herunter geworfenen Blumentöpfe wieder zurück auf die Fensterbank und bewundere dann meine Kürbispflanze, …die viel zu spät dran ist, viel zu wenig Sonne hatte bisher und die mit zwei vertrockneten Blättchen an den Start ging. Jetzt hat sie satte, grüne Blätter, kräftige Knospen und man kann ihr beim Wachsen förmlich zusehen.

„Toll machst du das“, lobe ich meinen zukünftigen magischen Kürbis und nehme mir ein paar Minuten Zeit, einfach zwischen den Katzen und dem Kürbis zu sitzen, dem Rauschen der alten Eiche zuzuhören und in Gedanken weiter an dem Märchen zu stricken, in dem Captain und Mr. Darcy ihren ersten Ausflug in den Wald machen, sie möchten herausfinden, wo die Sonne nachts immer hin verschwindet.

Dann setze ich mich wieder an den Rechner. Doch, wir brauchen auch manchmal Märchen. Ich brauche sie. Manchmal ist die Realität einfach nicht ohne zu ertragen.

Bettina Marie Schneider- Gutes Karma to go

Tierschutz

Da war doch noch was, mit Sport???

Irgendwann kippte die Berichterstattung um. Irgendwann wurden „rassistische Fehltritte“, die falsche Kleidung, oder Regenbeleuchtung an/aus zum Mittelpunkt der Berichterstattung. Wer weiß zum Bespiel zu sagen, wie die deutschen Radfahrer kürzlich bei Olympia abschnitten? Was ihr Trainer sagte, das steht überall zu lesen.

Da ich mir wenig aus Sport mache und Berichterstattung über den Sport an sich, nicht vermisse, staune ich einzig über die geballte Masse der Schlagzeilen und frage mich, wo Sportbegeisterte heute noch echte Infos über die Events hernehmen, da beständig andere Dinge im Fokus stehen. Der Sport ist es längst nicht mehr.

Wirklich interessant fand ich in dieser Hinsicht übrigens einzig die derzeitige Diskussion über die Frage, ob Frauen, die einst Männer waren und jetzt zusammen mit Frauen, die schon immer Frauen waren, in sportlichen Disziplinen antreten und punkten können, … ob diese neue Errungenschaft für mehr Gerechtigkeit sorgt …. oder für mehr Ungerechtigkeit… Das können wohl nur die betroffenen Sportlerinnen beantworten … falls sie sich das trauen. Denn wie wir mittlerweile gelernt haben, kann eine falsche Äußerung eine sportliche Karriere schnelle beenden, als ein Sportunfall … und nachhaltiger 😉

Was mich aber wirklich ärgert … und unglaublich wütend macht, ist die traurige Tatsache, dass bei all diesen Diskussionen die Tiere wieder einmal vergessen und ausgeblendet werden.

Was sind wir sensibel und nachtragend im Umgang miteinander. Wie blind und roh, im Umgang mit Tieren!

Gab es irgendwo eine Zeile über das Leid der Dressurpferde? Echauffieren sich die großen Newsportale über das Leiden und Sterben der Brieftauben auf den sogenannten „Wettflügen?“

Sport mit Tieren ist und bleibt ein Stiefkind der medialen Berichterstattung. Das Leid, die verborgenen Machenschaften, die nötig sind, um ein Tier zu Höchstleistungen zu treiben, sind den Wenigsten bekannt. The winner takes it all … der Gewinner ist einzig der Mensch! Die Tiere sind und bleiben stets die Verlierer, selbst wenn ihr Besitzer mit einem Pokal nach Hause geht.

Ja, der Sport hat sich verändert. Mittlerweile stehen andere Dinge im Mittelpunkt. Damit kann ich gut leben. Aber ich würde mir so wünschen, dass auch einmal ein Stadion für das Leid der tierischen Sportler leuchten würde, die meist unfreiwillig antreten müssen. Dann schalte ich auch wieder ein 😉

Tierschutz

The long and winding road … Ich bin ein Feigling und Weichei!

Ich könnte niemals vor einem Tiertransporter stehen, den Gestank nach Angst und Blut und Exkrementen riechen, die Schreie der Tiere hören und ihnen Wasser reichen, weil sie bereits ewig in der Hitze unterwegs sind und diese paar Tropfen Wasser die einzige Gnade ist, die ihnen noch zuteil wird in ihrem Leben.

Ich würde daran zerbrechen, immer und immer wieder sterbende Hunde und Katzen von der Straße aufzusammeln, zu beobachten, wie sie mit zertrümmerten Kiefern, abgestorbenen Beinen, von Kugeln durchlöchert oder mit zerstörten Augen versuchen, sich doch ein Stückchen Lebensqualität zu erkämpfen und dann doch viel zu oft sterben, weil es zu spät war…

Ich könnte niemals in einem Tierlabor oder in einer Zuchtanlage heimlich dokumentieren, wenn dort unsägliche Dinge mit wehrlosen Lebewesen passieren, die vorsätzlichen Verstümmelungen, Zwangsfixierung, Vernachlässigung, Schmerz und Tod. Das beginnt bei der Anbindehaltung von Kühen, der Kastration ohne Betäubung, bei der Zwangsfixierung der Muttersauen im engen Kastenstand und endet bei der Vivisektion, Aufschneiden und Verstümmeln bei lebendigem Leib, im Versuchslabor…

Dabei ist es so wichtig, was all diese mutigen Tierschützer tun! Wenn es sie nicht gäbe, dann wären selbst die winzigen Schritte zu einem besseren Umgang mit unseren tierischen Mitgeschöpfen nicht passiert, die in den letzten Jahren erkämpft wurden. Der Großteil der Welt feiert sie jedoch nicht als Helden sondern beruhigt das eigene, schlechte Gewissen damit, indem er sie als „verrückt“ abstempelt, sie kriminalisiert oder einfach ignoriert. „Wird schon alles nicht so schlimm sein … Einzelfälle … „diese irren Tierschützer, die wollen einem das letzte bisschen Freude noch vermiesen, haben ja keine Ahnung … Träumer und Spaßbremsen…“

Ich verneige mich vor allen Heldinnen und Helden, die das auf sich nehmen. Deren Träume zu Albträumen werden und die in dem Bewusstsein leben müssen, dass Menschen grausame Monster sind, böse und gefühllos. Wäre es anders, dann wären all die schreckliche Dinge nicht möglich, die jeden Tag millionenfach passieren, die wir wehrlosen und friedlichen Lebewesen antun, oftmals sind es noch Tierbabys …

Davon steht nichts in unseren Kinderbüchern, dort lieben wir die Küken und die Kälbchen, die Häschen und die Schweinchen, dort werden Mäuse nicht im Labor verstümmelt sondern liebevoll als kleine Persönlichkeiten gezeichnet. Verrückte Welt!

Irgendwann fand ich heraus, dass ich doch etwas tun kann, auch als Weichei und Feigling…Ich kann aufklären, ich kann Anregungen geben, ich kann mein eigenes Kaufverhalten bei jedem einzelnen Einkauf hinterfragen und überlegen, ob DIES oder DAS oder JENES denn wirklich sein muss und ob es nicht schmackhafte und tierleidfreie Alternativen gibt. Ich kann vielleicht die armen Tiere in den Ställen und Labors nicht retten, wohl aber heimatlose Straßentiere und dafür sorgen, dass sie zumindest satt werden und dass es dank Kastrationsmöglichkeit beständig weniger von ihnen gibt. Das habe ich dann auch getan. As simple as that.

Es ist wenig, angesichts des großen Tierleids um uns herum, es wird nie genug sein und vermutlich auch nie konsequent genug … aber ich habe mich zumindest auf den Weg gemacht. „The long and winding road“, auf den Weg, die beste Version meiner selbst zu werden, die beste und liebevollste Version, die irgend möglich ist. Für meine tierischen Mitgeschöpfe. Für mich sind sie alle so unendlich liebenswert oder zumindest schutzbedürftig.

Ich möchte niemanden belehren oder vor den Kopf stoßen. Ich möchte euch nur immer wieder dazu einladen, mich auf diesem Weg zu begleiten… Herzlich willkommen auf meinem Blog ❤

Bettina Marie Schneider-Gutes Karma to go

Tierschutz

Mein coming out <3

Überall wird gerade geoutet … mittlerweile vergeht kein Tag, an dem nicht irgendwo zu lesen steht, wer jetzt mit welchem Pronom angesprochen werden möchte und wer wen liebt. … Vielleicht sollte ich das jetzt auch einmal tun?

Ich bin eine CIS Frau, das bedeutet, dass ich mit der Identität, die mir bei der Geburt zugeteilt wurde … einverstanden bin. Danke Universum 🙂Ich habe mein Geschlecht nie in Frage gestellt. Ich hoffe, das ist OK.

Natürlich hätte ich gerne ab und an kräftigere Muskeln, wenn ich mir wieder einmal die Wirbel bei Aufräumarbeiten verschiebe und manchmal beneide ich Männer um ihre Fähigkeit, Emotionen auszublenden, während sie mich ungeschützt überfluten … aber ansonsten… alles tipptopp. Ich stehe auf rosa und Frauenkram. Wir lassen das bitte so ❤

Der Begriff CIS wurde geschaffen, weil trans*, inter* und nichtbinär genutzt werden, um „die Abweichung“ vom Normalen zu markieren. Mittlerweile habe ich fast den Eindruck, „CIS- normal“ ist für viele irgendwie ungut, „normal“ grenzt aus, „normal“ hätte unverdiente Privilegien. Aber ich habe mir das nicht ausgesucht. Tut mir echt leid. Und was bitte ist schon „normal“? In meiner Welt ist alles „Normal“ und trotzdem nicht genormt. Weder meine eigene Identität noch die anderer.

In meiner Welt gibt es nur DIE Liebe und wer mit wem; ist mir schnurz. Hauptsache Liebe. Man muss mir das aber auch nicht immer bis ins Detail mitteilen. Ehrlich nicht.

Ich oute mich hiermit öffentlich für meiner Schwäche für den „alten, weißen Mann“ … eine Personengruppe, die ja mittlerweile für alles zur Verantwortung gezogen wird, was missfällt oder einer Verbesserung bedarf. Der „alte, weiße Mann“ wurde zum Schimpfwort. Ich finde, das hat er nicht verdient! Das hat niemand verdient. Nebenbei bemerkt: Jemanden wegen seines Alters zu bashen, ist ebenfalls eine böse Form der Diskriminierung und für ihre Hautfarbe können sie auch nichts.

Es ist mir etwas peinlich, aber ja … auch sie betrachte ich mit den Augen der Toleranz und Empathie und dann fällt mir auf, dass es selbst in dieser, neuerdings verteufelten Generation Männer, großartige Menschen gibt, klug, lebenserfahren und witzig. Wir sollten da wirklich etwas toleranter sein …

Mehr gibt es leider nicht zu outen. Weiblich … hetero … CIS … mit einem großen Herzen für alle, die ihr Leben nach ihrer Fasson leben möchten und mutig genug sind, das auch zu tun.

Feiert euch … und feiert das Leben … so wie ihr es leben möchtet…das sollte jeder von uns tun … das funktioniert auch, ohne andere dabei klein zu machen oder ihnen vorzuschreiben, wie sie ihr Leben und ihre Liebe gestalten sollen. Es kann so einfach sein ❤

Bettina Marie Schneider – Gutes Karma to go