Veröffentlicht in Katze, Seelen Schokolade, Tierschutz

SCARS…Narben,die die Seele heilen! SCARS…which heal the soul!

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Tierschutzarbeit ist unter dem Strich meist weit weg von „leicht“ oder „angenehm“. An der Front geht es letztlich immer um Grausamkeit, Hunger, Misshandlungen, Krankheit oder Geldnot…oder alles zusammen.

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Artist : Nafsika Korniliou, Athen

Als ob diese Belastung nicht reicht, gibt es auch noch das Zwischenmenschliche. Mittlerweile könnte ich ganze Blogs füllen, mit Geschichten über Menschen die…nennen wir das Kind beim Namen, …unverschämt, dumm, unseriös oder ziemlich gestört in der Szene ihr Unwesen treiben. Anfangs konnte ich gar nicht glauben, dass es neben den engagierten und großherzigen Kontakten auch so viele von der anderen Sorte gibt. Mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt und dann gibt es da ja meine Tierschutz Insel, die Partner-Orga, bei der nicht nur seriöse Tierschutzarbeit auf höchstem Niveau geleistet wird sondern wo auch die zwischenmenschlichen Kontakte eine große Bereicherung geworden sind.

Diese Insel heißt SCARS (Second Chance Animal Rescue Society), „Narben“, …und die Aktivisten dieser Orga sind Meister darin, die seelischen und körperlichen Narben ihrer Schützlinge zu heilen.

Das Elend der Hunde und Katzen in Griechenland und in den Straßen von Athen ist nicht anders als an anderen Brennpunkten. Aber die Art und Weise, wie man bei SCARS daran arbeitet, irgendwie schon!

Seit meinem ersten Kontakt war ich begeistert, wie dort perfekt organisierte Abläufe, punktgenaue Termineinhaltung genauso selbstverständlich sind, wie liebevolles Eingehen auf jeden Schützling und beste Versorgung, ganz gleich wie widrig die Umstände vor Ort auch sein mögen.  Der Einsatz aller Aktiven, die Tag und Nacht, sieben Tage die Woche alles, aber auch wirklich alles für ihre Tiere tun, ist bemerkenswert.

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Artist: Nafsika Korniliou, Athen

Aber was mich besonders anspricht ist, mit wie viel Herz und Phantasie, Humor und Ideen die täglichen Mission Impossible Aktionen bewältigt werden und wie unterhaltsam und ansprechend die Öffentlichkeitsarbeit zu einem so ernsten Thema dort gezaubert wird. Ich bin immer wieder aufs Neue beeindruckt, wie dort mit wenig Mitteln (Griechenland ist nach wie vor krisengebeutelt und Tierschutz steht bei den meisten Menschen nicht gerade an 1. Stelle) großartige Arbeit geleistet wird.

Nafsika, meine Ansprechpartnerin ist eine begnadete Künstlerin, von ihr stammen die ausdrucksstarken Figuren auf den Bildern dieses Beitrags. Ihre Beschreibungen und Bilder der Notfellchen bilden die Grundlage für unsere Hilfe in Deutschland, wenn wir versuchen, Unterstützer und Adoptanten zu begeistern und in jeder Beschreibung und in jedem Bild ist ersichtlich, wie sehr ihr die Notfellchen am Herzen liegen, denen sie jede freie Minute widmet. Dann gibt es Rena, das Organisationstalent, Valia, die so ergreifende und packende Videos erstellt. Hier eines ihrer berührensten, ( Video ), Fay, die mit Ornellos niedlichen Tagebüchern mittlerweile eine riesen Fangemeinde begeistert ( Leseprobe ) und so den kleinen Streunerkätzchen in Athen eine Stimme verliehen hat,  Labrini und Despina immer zur Stelle…und noch einige mehr.

Alles von dort hat eine besondere Handschrift, ich gebe zu, eine Handschrift, die mich persönlich sehr anspricht. Sie ist ehrlich, warm, originell und unglaublich effektiv.

Und so wurde SCARS neben allen anderen Aktivitäten rund um Tierschutz und Frieden für Pfoten mein Herzensprojekt. Ich kenne die Notfellchen, zumindest einen Teil davon, die dort ein- und ausgehen. Ich kenne die täglichen Strapazen, Herausforderungen und auch die emotionale Tour de Force, die abverlangt wird, angesichts des unglaublichen Leids und Elends, dem sich die Tierschutz Engel von Athen immer wieder aufs neue stellen. Und ich weiß auch, wie schwer es ist, die nötigen Mittel zur Versorgung aufzutreiben, jeden Monat wieder.

Wenn ich innerlich in Panik ausbreche, bei den neuesten Bildern von halb verhungerten, schwerst entstellten und verletzten Katzen und Hunden und immer zuerst die bange Frage stelle…“will they make it?“…dann antwortet Nafsika geduldig  …“let s see“. Und ihre ruhige, unerschütterliche Handlungsweise hat bereits so vielen chancenlosen Notfellchen zur Genesung und zu einem glücklichen Leben verholfen.

Unser gesamtes Frieden für Pfoten Team ist mittlerweile Fan dieser Orga, einige Aktivisten waren bereits vor Ort und die Zusammenarbeit hat schon viele wunderschöne HappyEnds ermöglicht, auch die so wichtigen Kastratsionsaktionen und …wir sind erst ganz am Anfang.

Liebes SCARS Team,

„Ich bin froh und dankbar, euch zu kennen, Mädels,“ …würde Ornello sagen. Und er hätte recht❤

PS..wenn es mir gelungen ist, euch ebenfalls für diese Orga zu begeistern, dann schreibt mir bitte. Es gäbe so unendlich viel zu tun…❤

Tiere wie Menschen haben Narben in allen Erscheinungsformen und an ganz unerwarteten Stellen.

Manche der Wunden sind nur Kratzer, sie heilen und hinterlassen lediglich kleine Narben.  Manche Wunden tun das nicht. Für die braucht man manchmal ein bisschen Unterstützung.

An diesem Punkt kommen wir ins Spiel, manche Narben brauchen einfach ein bisschen mehr Hilfe, eine zweite Chance.

Eine Chance, es jetzt komplett anders zu machen, unsere Fehler zu korrigieren und Falsches in Richtiges zu verwandeln.

Eine Chance, noch einmal bei dem kleinen Kratzer anzufangen…

Mit jeder Narbe die wir heilen, wird auch die eigene Seele ein Stückchen gesünder❤

Unsere Bankverbindung:

KENNWORT SCARS
Frieden für Pfoten e.V.
GLS Bank
Konto Nr.: 1181465900
IBAN : DE 41 43060967 1181 4659 00
BIC : GENO DE M1 GLS
Paypal : info@friedenfuerpfoten.org

ihr könnt auch direkt dorthin spenden:

SCARS GREECE

Eurobank
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IBAN: GR5302601420000900200479872

PayPal:donate@scars.gr

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Frog wurde zum Prinzen von Venedig
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Frog, nur Haut und Knochen, Brüche,Kugeln im Körper und ein abgestorbenes Hinterbein

 

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Jackpot

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Ornello, alias Ornella…ein krankes Häuflein Elend
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Ornello ist jetzt gesund, Herzensbrecher, Charmeur und Lausbub und sucht nach einem liebevollen Zuhause !!!

 

SCARS…scars which heal the soul!

All things considered, animal protection work is usually far away from „easy“ or „pleasant“. Ultimately, at the front it always revolves around cruelty, hunger, abuse, illness or a lack of money…or everything combined.

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Artist : Nafsika Korniliou, Athen

As if this burden is not enough, there is also the human aspect. By now I could fill whole blogs with stories about humans who…let’s call a spade a spade… impertinently, stupidly or pretty disorderedly ply their dirty trades in the scene. At the beginning, I really could not believe that besides the engaged and bighearted contacts there are also that many of the other kind. In the meanwhile I have gotten used to it, and then there is my animal protection island, the partner organisation which not only does animal protection work at the highest level but where also the interpersonal relations have turned into a huge enrichment.
This island is named SCARS (Second Chance Animal Rescue Society), „scars“,…and this organisation’s activists are masters of healing the mental and physical scars of their fosterlings.
The misery of the dogs and cats in Greece and the streets of Athens is not different to that in other hotspots. But the way SCARS is dealing with it,  is somehow special!
Since my first encounter I have been thrilled how perfectly organized processes and timely deadline compliances are just as natural to SCARS as affectionate responding to every fosterling and giving them the best care no matter how adverse the local circumstances may be.

All active members’ engagement is remarkable; day and night, seven days a week, they do truly everything for their animals.
But what speaks to me especially is with how much heart, fantasy, humour and ideas the daily „mission impossible“ actions are handled and how entertaining and appealing public relations regarding such a serious topic are conjured over there.

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Artist: Nafsika Korniliou, Athen

Nafsika, my contact person, is a gifted artist; the expressive sculptures on the pictures accompanying this post originate from her. Her descriptions and pictures of the emergencies provide the basis for our help in Germany when we try to inspire supporter and adopters. In every description and every picture it is apparent how much the emergencies, to whom she dedicates every spare minute, mean to her. Then there is Rena, the talented organiser, and Valia, who creates moving and poignant videos, Fay, who   delights a huge fan community with Ornello’s cute diaries,  and thus gave a voice to the little stray cats of Athens, Labrini und Despina who are always on call…and many more.
Everything from there has a distinct signature, a signature that very much appeals to me personally. It is honest, warm, original and unbelievably effective. I love to work with those ladies!
And so, next to all other activities around animal protection and Peace for Paws, SCARS became my project of the heart. I know the emergencies – at least part of them – that go in and out there. I know the daily strains, challenges and emotional tour de force which is demanded when faced with incredible suffering and misery like the animal protection angels of Athens. And I also know how difficult it is to raise the needed funds, month after month. When I break out in panic on the inside looking at the newest pictures of nearly starved, horribly disfigured or injured cats and dogs and always ask the timid question first…”Will they make it?”…then Nafsika answers patiently…”Let’s see”. And her calm, unwavering conduct has already helped so many emergencies to recovery and a happy life.
By now, our complete Peace for Paws team are fans of this organisation, some activists have already been on site, and our collaboration has already made many beautiful happy endings as well as the so important castration-campaigns possible and…we are just at the very beginning.
Dear SCARS team,
„I’m so happy and grateful to know you, girls,“ …Ornello would say. And he would be right!
PS. If I managed to fill you with enthusiasm for this organization as well, please drop me a line. There would be so much to do.

Veröffentlicht in Seelen Schokolade

Online Partnersuche…weiha :-)

In meiner Altersgruppe hat man viele Freundinnen, die alleinstehend sind, geschieden, verwitwet und die mehr oder weniger begeistert ihr Dasein als Single genießen.

Da ich immer für eine gute Story zu haben bin und mir diese notfalls auch zum 100sten Mal anhöre, wenn es der Erzählerin gut tut, da ich prinzipiell nie verurteile, ganz gleich, was eine meiner Freundinnen wieder Unsinniges angestellt hat, erfahre ich jede Menge  peinliche, heiße oder auch rührende Geschichten, rund um das Thema Liebesfreud und Liebesleid. Alle spannenden Stories und Bettgeschichten in Sachen „Prinzenjagd“, wie ich es gerne nenne.

„Du schreibst doch so schöne Geschichten“, meinte eine meiner Freundinnen kürzlich. „Ich habe mich da bei so einem Portal angemeldet, kannst Du mir vielleicht mein Profil  ein bisschen aufpimpen, ich komme mir blöd vor, wenn ich mich selbst anpreisen soll.“

Normalerweise versuche ich Hunde oder Katzen so zu beschreiben, dass sich jemand in sie verliebt, ihre besonderen Charaktereigenschaften herauszuarbeiten, damit sie sich aus der Masse der Namenlosen herausheben. Aber gut! So schwer konnte das wohl nicht sein. Verlieben ist verlieben…

„Ich werde ein nettes Plätzchen für Dich finden“, kicherte ich übermütig und las zum Einstieg erst einmal die Profile der anderen Damen und dann natürlich auch neugierig die Profile der suchenden Herren des Portals.

Als ich das eingestellte Bild meiner Freundin sah, stutzte ich. „Warum hast Du ein Bild hochgeladen, das Dich beim Wandern zeigt? Du hasst doch Sport! „. „Männer stehen nun einmal auf sportliche Frauen, geh davon aus, dass das meiste , was da steht, gelogen ist“, gab meine Freundin zu bedenken. Das hätte sie mir nicht zu sagen brauchen. Ich war bereits nach ein paar Minuten davon überzeugt, dass hier fast nur gelogen wurde und/oder blanker Unsinn erzählt und das teilweise in ziemlich unverschämter Tonlage. Da war eine überzeugte Couchpotato, die sich als Sportskanone verkaufte, noch das Harmloseste.

Aber vielleicht habe ich auch etwas verpasst. Vielleicht ist „Liebe“ im 21. Jahrhundert wirklich nur noch ein Tauschhandel ohne Garantieschein, dafür mit uneingeschränktem Umtauschrecht….und hat zumindest in der online Version ordentlich Charme und Zauber eingebüßt. Weiha!

…Ich biete perfekten oder zumindest „sehr gut erhaltenen“, „jünger aussehenden“ Körper, Zahlen, Daten, Fakten nebst Bodymass Index, mein Haus, mein Boot, mein Bankkonto, meine akademischen Abschlüsse, wahlweise auch meine Kochkünste, devotes Benehmen und sexuelle Dauerverfügbarkeit und erwarte in etwa die gleiche Gegenleistung…So oder so ähnlich las sich für mich jeder Text. Dazu gab es oftmals intime Details, die ich persönlich lieber für die erste Begegnung ohne Kleidung aufgehoben hätte…aber vielleicht bin ich da eigen🙂 .

Kein Wort von dem war da zu finden, was letztlich wirklich die Verbundenheit, den „Kick“ und das wunderbare Kribbeln im Bauch erzeugt.

Die kleinen persönlichen Eigenheiten, wovon ich träume, was mir Angst macht, was mich zum Lachen bringt, was ich gerne nur zu zweit unternehmen würde, was mir Herzklopfen macht, was ich erotisch finde oder was mich ruckzuck auf die Palme bringt.

Dann setzte ich mich an den Rechner und beschrieb meine Freundin so, wie ich sie sehe. Ich ließ den Part über ihre Figur aus (die ist toll, aber wenn das Voraussetzung ist, dann wäre es der Falsche), schrieb nicht, wie schön sie wohnt ( sucht er ein Haus oder eine Frau?), pries weder ihre Kochkünste an noch, wie „jung“ sie geblieben war. (Man darf nämlich neuerdings nicht mehr so alt aussehen, wie man ist, sonst gibt es Punktabzug!)

Gegen alle Online Portal Regeln, ließ ich die must-have Attribute absichtlich weg und erzählte dafür, wie schön sie lacht, wie warmherzig sie durchs Leben geht, wie sehr sie leckeres Essen und schöne Dinge genießt, ihre liebenswerten Ticks, wie toll es ist, mit ihr zu reden, was sie manchmal für verrückte Ideen hat, wie ihr Haar in der Sonne schimmert…und noch ein paar Dinge mehr.

Meine Freundin las, was ich über sie geschrieben hatte und umarmte mich. „Toll, dass Du mich so siehst. Aber…so wird das nicht klappen . Niemand wird sich die Mühe machen, das durchzulesen, ich werde kaum „Klicks“ erhalten.“

„Es reicht, wenn Du einen einzigen Klick erhälst“, antwortete ich trocken, …“den Richtigen“, und Du sparst Dir endlos Mailwechsel mit den Schwachmaten, die Du sowieso nicht möchtest. „Ich glaube, ich geh jetzt Wein holen“, gab sie ausweichend zur Antwort.

Wir ließen den Abend mit einem Glas Wein ausklingen. Meinen Text hat sie übrigens nicht verwendet. Vielleicht sucht sie auch gar nicht nach dem Mann, den ich für sie gesucht hätte, sondern doch mehr so nach einem „Zahlen, Daten, Fakten-Typ“. Sicher gibt es bald neue, spannende Geschichten von ihr in Sachen Online Dating. Ganz im Vertrauen…würde mich wundern, wenn sie ein Happy End hätten😉.

Ich denke, ich bleibe in Sachen Online Partnersuche dann doch lieber weiter bei meinen Tiervermittlungen und den Geschichten dazu. Da finde ich immer das passende Match. …Bisher gab es noch keine einzige Scheidung🙂flowers-747345_1920

 

Veröffentlicht in Seelen Schokolade, Tierschutz

Wie „Frog“ , der Streunerkater zum Prinzen wurde… ein wahres Märchen <3

Wenn man genau hinsieht, dann stimmt schon der alte Spruch …Unter jedem Dach ein „Ach“…Aber fast jeder hat auch seine Leuchtstreifen am Horizont (hoffentlich!), Menschen die er liebt und von denen er geliebt wird, ein Ziel, einen Wunsch, eine Leidenschaft. Etwas wofür er brennt!

Ich brenne neben dem Schreiben für Tierschutz und Tierrettungen. Mir haben es die hoffnungslosen Fälle besonders angetan. Die alten, die kranken, behinderten und ungewollten Tiere…Dazu beitragen zu dürfen, sie vielleicht zum ersten Mal in ihrem Leben ohne Schmerzen, gesund und geliebt zu sehen…wow, das setzt Glückshormone frei!

Auch wenn viele das nicht verstehen, was sie ja auch nicht müssen…Insider wissen: Glücklich machen, macht glücklich🙂.

Frogs Geschichte vereint alles, was unsere Arbeit ausmacht und das wunderbare Video von Valia Orfanidou, die seine Geschichte einfühlsam dokumentierte, sollte jeder einmal gesehen haben, der fragt: „Warum macht ihr das ???“

(Der Text zum Video)

Nur eine weitere Streunerkatze – Der Frosch, der zum Prinzen wurde!

Alles begann mit einem Video, das auf Facebook gepostet wurde. Irgendwo im Norden Griechenlands gab es da einen Kater, der sich kaum noch auf den Beinen halten konnte, halb verhungert und verlassen. Er war eines dieser Tiere, die man sieht und hofft, irgendwer ist so barmherzig und befreit ihn von seinem Elend.

Ein paar Wochen später reiste eine unserer Freiwilligen 800 km um ihn einzusammeln und nach Athen zu bringen. Sie erzählte, wie die anderen Passagiere sie seltsam ansahen und sich über den grauenvollen Geruch wunderten, der aus der Katzenbox kam, die sie trug. Sie nahm ihn zu sich in Pflege. Ich vermute, es war das erste Mal, dass er in einem Zuhause war, dass er liebevoll behandelt und berührt wurde und niemand nach ihm trat. In Wirklichkeit war er in noch wesentlich schlechterem Zustand als auf den ersten Bildern im Video. Er roch nach Tod und Verwesung und konnte kaum laufen.

Es sah aus, als hätte jemand seinen kleinen Körper in Stücke zerbrochen und dann versucht, alles wieder zusammenzusetzen, aber falsch und durcheinander.

Er hörte einfach nicht auf zu schnurren, er kroch uns auf Schritt und Tritt hinterher,  lag zu unseren Füßen und wartete darauf, dass die sanfte Hand in wieder berührt, als ob das alles wäre, was er zum Überleben braucht.

Wir nannten ihn Frog und versprachen ihm, wir würden alles, was in unserer Macht steht tun, um ihn wieder in einen stattlichen Prinzen zu verwandeln.

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Aber Frogs Märchen benötigte mehr als den Kuss einer wunderschönen Prinzessin für ein Happyend. Lange Besuche beim Tierarzt waren notwendig, Röntgenbilder, schmerzhafte Eingriffe und eine langwierige Genesung. Frog ertrug all das mit der Engelsgeduld, die diesen eleganten und stolzen Kater auszeichnet. Und als wir glaubten zu wissen, was ihm widerfahren war, offenbarten die Röntgenbilder noch etwas weitaus Schlimmeres. Zusätzlich zu seinem Autounfall, der ihn mit zerschmetterter Wirbelsäule und zwei gebrochenen Beinen zurück gelassen hatte, war auch auf Frog geschossen worden. Die Kugeln steckten noch in seinem kleinen Körper und legten Zeugnis für eine Ungerechtigkeit ab, die zu grausam war um real zu sein.

Seine Wirbelsäule und sein rechtes Hinterbein heilten von selbst aus und wir beließen es dabei. Sein linkes Hinterbein war abgestorben und musste amputiert werden.

Wir waren immer an seiner Seite und sahen, wie er kämpfte, sich an den neuen Körper zu gewöhnen und an sein neues Leben. Frogs Tagesablauf war geprägt von dem,  was er bisher am schmerzlichsten vermisste: Futter und Ruhe. Er liebte Futter und jetzt konnte er essen, so viel er wollte. Und er liebte ein ruhiges Plätzchen. Er lag nur da, stolz und still, wie ein verwöhnter, glücklicher Prinz, der sich gelassen im Raum umsah, als wäre es sein Königreich.

Normalerweise sieht man auf einem vorher-nachher Video Bilder einer Katze, die spielt und springt, die ihren Spielzeug Mäusen nachjagt. Wir versuchten das auch mit Frog. Aber schließlich gaben wir es auf und lachten so laut, dass es wahrscheinlich der störende Lärm war, der ihn letztendlich dazu bewegte, aufzustehen. Keine Ahnung, ob Frog eines Tages Lust haben wird, zu spielen. Solange er in unserer Obhut war, lag er am allerliebsten herum, wie ein kleiner , fauler „König der Löwen“. Das machte ihn glücklich.

Vor ein paar Tagen, reiste unser Prinz nach Hause

Gibt es einen besseren Platz für das Zuhause eines Prinzen als ein kleines Dorf nahe Venedig? Es klingt wie ein Märchen aber es ist wahr! Vor Monaten hatten wir diesem zarten, gebrochenen Geschöpf versprochen, dass es das Leben eines verwöhnten Prinzen führen wird und am 29. August bekam Frog sein Happy End.

Seine Prinzessin, eine Deutsche Bestsellerautorin, die in Italien lebt, hatte sich bereits kurz nach seiner Rettung in ihn verliebt. Sie wartete viele Monate geduldig auf Frog, bis ihr „Prinz“ kräftig genug war, den weiten Weg von Griechenland bis zu ihr zu reisen.

Jetzt hat er ein warmes Zuhause, zum Ruhen und einen wunderschönen Garten für Abenteuer…sein Schloss, seine Prinzessin…alles was ein Prinz braucht!

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Für die Welt ist Frog vielleicht nur eine von unzähligen, armseligen Streunerkatzen. Aber für ihn ist dieses Leben alles, was er hat!

Alles, was er je hatte, war dieses Leben, und die meiste Zeit davon verbrachte er  hungrig, in großem Leid und Schmerz. Er wurde angeschossen, angefahren und dann sich selbst überlassen…Es war nicht Schicksal…es waren Menschen, die ihm das angetan haben!

Ihm die Chance zu ermöglichen, sein Märchen zu leben, war unsere Art uns dafür zu entschuldigen, was Menschen ihm angetan haben. Ihm und allen wie ihm.

PS: Auf den neusten Videos aus seinem kleinen Königreich kann man sehen, dass er damit begonnen hat, zu spielen❤

 

 

Special Thanks to SCARS,  Nafsika, Valia, Laura, Micaela….and all my wonderful friends from Frieden für Pfoten❤

 

Frieden für Pfoten- Peace4Paws auf Facebook

http://www.friedenfuerpfoten.org

 

 

Veröffentlicht in Aufreger, Tierschutz

Allein unter Blinden…ich sehe was, was Du nicht siehst!


Manchmal denke ich, ich lebe in einer völlig anderen Welt, als die meisten anderen Menschen, die ich kenne.

Manchmal beneide ich diese Menschen um ihre Gabe, das Offensichtliche nicht zu sehen und um ihre Ignoranz, das Wesentliche auszublenden. Blind zu sein, auf dem Auge des Mitgefühls. Aber tauschen möchte ich nicht mehr mit ihnen, selbst wenn ich das könnte. Denn ich möchte nie mehr so sein, wie sie. So blind…und auch so wenig von dem, was eigentlich den „Menschen“ ausmacht.

Hat man einmal die „rote Pille“ geschluckt, hat man einmal die Matrix gesehen, wie sie jenseits von traditionellen Überlieferungen und Werbelügen aussieht, dann gibt es kein Zurück mehr. Dann bleibt nur Betroffenheit, Trauer, Wut , Ärger und der leidenschaftliche Wunsch, etwas zu verändern. Dem Rest der Welt die „rote Pille“ in den Hals zu stopfen, damit sie aufwacht und erkennt.  Das wünsche ich mir jedenfalls sehr oft.

Menschen bedeuten mir nicht mehr und nicht weniger als andere Mitgeschöpfe. Ich finde sie nicht automatisch „wertvoller“, nur weil sie auf zwei Beinen gehen und den Daumen benutzen können. Diese Wahrnehmung, die keine Nutztiere sieht, keine Lebensmittel, keine Arbeitsgeräte, keine Messinstrumente, Schädlinge , auch keine Sportgeräte oder Schauobjekte sondern die fühlenden und leidenden Lebewesen , verändert den Blick auf die Mitmenschen. Ich muss zugeben, ich mag sie deutlich weniger!

Ich sehe jeden Tiertransporter, wenn er seine elende Fracht über die Autobahnen karrt und frage mich jedesmal, wann die Tiere das letzte Mal etwas gegessen oder getrunken haben, wie viele wohl bereits verletzt und mit schmerzhaften Wunden angekettet oder eingezwängt sind. Ich leide mit ihnen, besonders an sehr kalten und sehr heißen Tagen, wohl wissend, dass sie unter Kälte und Hitze genauso leiden, wie wir. Warum sehen das die meisten nicht?

Ich bin irritiert von den stechenden und aufdringlichen Gerüchen in der Putz- und Waschmittel Abteilung des Supermarktes, die mir immer unwillkürlich die Bilder der grauenhaften Tierversuche ins Gedächtnis rufen. Ich schaudere bei dem Gedanken, dass man einem Tier diese Substanzen gewaltsam in den Rachen stopft, die Augen damit verätzt oder als Infusion in den Bauchraum leitet, um dann den Grad der Zerstörung zu dokumentieren. Warum stellt kaum jemand bei der Auswahl der Produkte diesen Zusammenhang her?

Ich sehe den Hunger und das Elend der Stadttauben, die ich heimlich füttere. Ich weiß, wie schwer das Überleben für diese ausgesetzten Haustiere ist, wie sie gejagt und ausgehungert werden. Ich sehe, wie sie mit eingeschnürten Zehen oder abgestorbenen Füßchen auf Stumpen humpeln, immer verzweifelt auf der Suche nach etwas Nahrung. Ich sehe auch die dümmlichen Mütter, die ihre Kinder nicht davon abhalten, diese bedauernswerten Wesen zu treten und zu jagen und frage mich, warum sie so blind und dumm sind.

Ich sehe beim Vorbeifahren die Kühe ohne Schattenplatz auf der Weide in der prallen Sonne stehen und die Kälbchen, die in ihren Plastikboxen hinter dem Großraumstall separiert sind. Ich höre sie sogar bei offenem Autofenster nach ihrer Mutter jammern und frage mich, warum sich so viele für den Milchpreis aber nicht dafür interessieren, wer eigentlich den Preis für ihre Milch bezahlt.

Es ist mir völlig unbegreiflich, wie man seinen Urlaub genießen kann,  wie man entspannt im Strandrestaurant speist, während in Sichtweite halbverhungerte, ausgemergelte Hunde und Katzen um ein paar Brocken Futter betteln. Selbst Menschen, die ihre eigenen Haustiere vergöttern, sind meist blind für das entsetzliche Leiden der Tiere in vielen Urlaubsorten oder nehmen das Elend mit einem Achselzucken als „eine Art Folklore“ zur Kenntnis.

Ich lausche angewidert den Gesprächen, die sich um die Anschaffung von Rassehunden und Rassekatzen drehen. Wenn es bei dem neuen Familienmitglied einzig um Prestige für das eigene kleine Ego geht. Ich frage mich, wie groß die Tierliebe sein kann, wenn man diesen Schritt für nötig befindet, wie blind man sein muss, wenn man lieber die unsinnige Vermehrung weiter anfeuert, anstatt ein Tier aus dem Tierheim zu adoptieren.

Ich sehe bei meinen Spaziergängen die winzigen Hasenkäfige, wo die bewegungsfreudigen Tiere ein Leben auf wenigen Quadratzentimetern vegetieren, weil sie als Kinderspielzeug ausgedient haben und möchte die Besitzer am liebsten nur einen einzigen Tag unter diesen Bedingungen einsperren, die sie dem Tier für ein ganzes Leben zumuten. Ich frage mich, wie sie so blind für deren Bedürfnisse sein können, die sie mit ihrer „tierliebe“ meist nicht nur zu „Lebenslänglich“ verurteilt haben sondern auch noch zur „Einzelhaft“.

Und natürlich sehe ich jetzt im Winter wieder auf Schritt und Tritt Menschen, die Pelz tragen. Menschen, denen das unsägliche Leid  bekannt ist, das sich hinter diesem völlig überflüssigen modischen Beiwerk verbirgt. Menschen, die sich selbst niemals als egoistische , herzlose Ignoranten bezeichnen würden,  denen es aber schlicht und einfach gleichgültig ist, ob ein intelligentes, fühlendes Lebewesen für ihre Eitelkeit grausam zu Tode gefoltert wurde. Weil sie es sich wert sind. In diesem Fall stelle ich mir keine Frage. ich weiß, was ich von diesem Menschen zu halten habe.

Die Liste ist schier endlos! Unübersehbar, überall direkt vor unseren Augen…und die Masse zieht es vor, das Unübersehbare nicht zu sehen.

Umgeben von Menschen, die blind und ignorant an all diesen kleinen und großen Dramen des Leids und der Folter  vorüber gehen, fühlt man sich manchmal nicht nur ziemlich wütend sondern auch ziemlich verloren. Wie kann ich versuchen, eine Welt zu verbessern, in der die meisten nicht einmal in der Lage sind zu erkennen, dass sie verbessert werden muss? ich weiß es leider nicht. Nur, dass ich nicht aufhören darf, es zu versuchen!

Ich wünschte, wir hätten wirklich die roten Pillen aus der Matrix …und dann einfach ins Trinkwasser mischen… das wäre cool🙂

 

 

rote pille

Veröffentlicht in Aufreger, Tierschutz

Tierheime…die Stiefkinder der Kommunen. Bayern ist Entwicklungsland in Sachen Tierschutz!

Die Lage der bayerischen Tierheime ist dramatisch.
Nach Einschätzung des Deutschen Tierschutzbundes steht jede zweite Einrichtung vor dem finanziellen Ruin.

Neben dem Rückgang von Spenden, Mitgliedsbeiträgen und Sponsoring sind es besonders die Kommunen, die zu dieser unerfreulichen Entwicklung beitragen.Kommunen zahlen für ihre Pflichtaufgaben, wie etwa die Fundtierbetreuung, keine angemessene Aufwandsentschädigung und das Bundesland selbst verweigert den Tierheimen jede Unterstützung. Mit manchen Gemeinden müssen die Tierheime  um jeden Cent streiten. Je nach Kommune bekommen die Häuser Pauschalen pro Einwohner, pro Fundtier oder auch per Einzelabrechnung. Doch ganz gleich nach welchem Schlüssel die Abrechnung erfolgt, nur etwa ein Viertel der tatsächlichen Aufwendungen für Fundtiere wird behördlich abgedeckt. Den Rest müssen die Tierheime aus Spenden finanzieren.

Während diese neben den Fundtieren, den Abgabe Tieren und den beschlagnahmten Tieren zusätzliche Belastungen wie die Unterbringung  illegal nach Deutschland transportierter Welpen tragen, verweigern die Behörden jede Kostenübernahme . Mehr als 350 beschlagnahmte Welpen haben allein die Tierheime im vergangenen Jahr in Bayern aufnehmen müssen. Auf den Kosten von mehreren Hunderttausend Euro bleiben sie größtenteils sitzen, da die Behörden sich nicht zuständig fühlen.

Wenn die Gemeinden kostendeckende Sätze für Fundtiere bezahlen würden, müsste kein Tierheim schließen! 

 Während die Kommunen über die Hundesteuer Millioneneinnahmen haben, müssen die Tierheime um jeden Cent in der Fundtierkostenerstattung kämpfen.  Gemeinden und Städte, die Hundesteuer abkassieren,sollten auch in der Lage sein, für die damit verbundenen Probleme aufzukommen.
Tierschutz in Bayern funktioniert nur, weil Tierschutzvereine  und Ehrenamtliche an der Grenze zur Selbstausbeutung arbeiteten.
Lächerliche 1,50 Euro pro Einwohner und Jahr wären nötig, um allen Tierheimen finanzielles Überleben und Planungssicherheit zu ermöglichen.
Tierschützer fordern schon seit vielen Jahren mehr Geld von den Kommunen, aber auch eine Förderung durch den Freistaat.  Bisher ohne Erfolg!

Erst vor einem Vierteljahr lehnte die Landtags-CSU mit ihrer absoluten Mehrheit einen Antrag der SPD ab, die Einrichtungen mit einer Million Euro im Jahr zu unterstützen.

Wieder einmal ein Armutszeugnis für ein Bundesland, das in Sachen Tierschutz in vielen Kreisen nicht ganz zu Unrecht den Status eines Entwicklungslandes hat. Die Landesregierung hat weder einen Notfallplan noch einen Haushaltstitel für Tierschutznotfälle, die Umweltministerin scheint fachlich völlig überfordert.

 Während der Bauernverband im Jahr 2015  2,75 Millionen Euro erhielt und der Jagdverband 835.000 Euro, wurden an den Deutschen Tierschutzbund, Landesverband Bayern, lediglich 331.000 Euro für die Reptilienauffangstation in München bezahlt.

Andere Bundesländer wie Mecklenburg-Vorpommern, machen vor, wie es besser geht. Dort sind im aktuellen Haushalt immerhin rund 1.5 Millionen Euro für Tierheime vorgesehen.

Tierschutz ist in unserer Gesellschaft unverzichtbar.
Die Tierheime übernehmen und finanzieren nicht nur staatliche Aufgaben aus der Spendenkasse sondern leisten jeden Tag aufs neue wichtige Arbeit, die auch von den meisten Bürgern dieses Landes wertgeschätzt wird.

Wann wird Tierschutz endlich auch von staatlicher Seite die Wertschätzung und die Unterstützung zuteil, die er verdient?

Meine persönliche Einschätzung :
In dem Moment, in dem die Bürger ihren Politikern, in Sachen Tierheimen besonders auf kommunaler Ebene GANZ deutlich vermitteln, dass es an der Zeit ist, von Almosen zu angemessener Finanzierung zu wechseln.

Tierfreunde möchten Tierschutz…Politiker möchten gewählt werden…das funktioniert auch in Bayern!

Macht euch bitte endlich dafür stark, ehe unsere Tierheime…nicht nur in Bayern…flächendeckend vor dem finanziellen Ruin stehen ! Die Folgen wären dramatisch!
Rawaaa Kilani hat dieses Happy End ermöglicht <3

 

Veröffentlicht in Seelen Schokolade, Tierschutz

Liebes Tagebuch…Tag 1

Liebes Tagebuch,

Ich habe keine Ahnung wo ich bin und was ich hier tue. Ich glaube, ich bin ziemlich benommen.
Ich spüre, dass ich in etwas sehr weiches eingekuschelt bin. Es gibt einen pink farbigen Wassernapf und eine bunte Schüssel mit sehr leckerem Essen, die immer gefüllt ist.Ständig kommen Leute vorbei, die alle wahnsinnig lieb mit mir reden…sie nennen mich Ornella. Ich glaube, der Name gefällt mir!

Man hat mir erzählt, dass gestern auch der Tierarzt bei mir war. Ich glaube, sie war sehr hübsch und sie hat mich ganz behutsam hoch genommen. Als sie mich in der Hand hatte, war sie irgendwie aufgeregt und sagte dann aber zu meiner Pflegemama, dass ich es schaffen werde und dass es mir bald gut gehen wird.
Sie tröpfelten eine Ampulle, wie sie das nannten auf meinen Kopf, damit die Parasiten weg gehen. Den Mund haben sie mir auch aufgesperrt und Paste hinein getan, damit die inneren Parasiten die ich im Bäuchlein habe, vertrieben werden.

Meine Pflegemama war ziemlich entsetzt als sie meine Häufchen sah, sie meinte, die Würmer würden mich wohl sehr lieben und ich hätte zu viele davon. Morgen erhalte ich auch noch Wurmpaste für zwei Tage.

Was die Tierärztin und meine Pflegemama so aufgeregt hat, als sie mich genauer betrachteten, war die Pilzerkrankung die ich habe. Wenn sie mich nicht von der Straße geholt hätten wäre meine Haut aufgerissen, wie dünnes Papier. Es stimmt schon, ich laufe ein bisschen komisch, wie ein Roboter, weil die Haut an meinem Bauch voller verhärteter Stellen ist und ich kann mich nicht so gut bewegen.
Die Tierärztin meinte, es sei ein kleines Wunder, dass ich so lange durchgehalten habe, wo ich doch nur noch aus Haut und Knochen bestehe. Aber ich möchte eines Tages ein kleines rundes Wonneproppen Katzenmädchen sein und daher esse ich immer alles auf, was in der bunten Schüssel ist.

Ich habe mit der Einnahme einer flüssigen Medizin begonnen, die man mir mit der Pipette gibt, die ist gegen diese scheußliche Hauterkrankung. Ich möchte doch bald gesund sein und mit allen im Haus spielen dürfen.
Ich habe schon irgendwo eine große Schnauze mit vielen Schnurrhaaren gesehen. Ich glaube, das war, als sie mich von der Straße aufgesammelt haben und anstatt Miau machte die Schnauze seltsame Geräusche, die sich wie „wuff wuff“ anhörten. Ich hoffe, es geht mir bald besser und dieses „Wuffwuff“ wird mein erster Freund hier!

Bis bald
Deine Ornella

Anmerkung von Ornellas Pflegemutter bei SCARS
Ornella wird gegen innere und äußere Parasiten behandelt. Sie leidet an einer Pilzerkrankung der Haut, und muss daher noch alleine in einem Zimmer sein, bis keine Ansteckungsgefahr mehr besteht.
Wir hoffen, dass es ihr bald besser geht denn nach wie vor kann man jeden ihrer Knochen einzeln sehen. Sie hat Schwierigkeiten, sich zu bewegen, wegen der dicken Krusten auf ihrer Haut aufgrund der Pilzerkrankung.
20 Tage lang wird sie nun Antibiotika erhalten und eine spezielle Diät, die sie kräftigt und Gewicht zulegen lässt.

Wenn ihr Ornella unterstützen möchtet, dann könnt ihr das über dieses Konto tun

Eurobank
Swift: ERBKGRAA
IBAN: GR5302601420000900200479872
PayPal:donate@scars.gr

(Der Original Text stamt von SCARS / Griechenland und wurde von mir übersetzt und bearbeitet…Ganz ehrlich…es ist eine der besten Orgas, mit denen ich je zu tun hatte❤ )

ornellas tagebuch

Veröffentlicht in Seelen Schokolade

Die unterschätzten „Kleinigkeiten“, die oft den großen Unterschied machen!

Wer kennt sie nicht, diese Tage?

Tage die eigentlich bereits beim Aufwachen als „gebraucht“ einzuordnen sind. Stimmung mies, Tagesprogramm mies und mit etwas Glück noch ein, zwei Wehwehchen im Schlepptau, als gratis Zugabe…

Sehr oft werden aus solchen „gebrauchten“ Tagen auch gerne einmal so richtige Katastrophen Tage. Weil uns jeder blöd kommt, müssen wir natürlich noch viel blöder reagieren, weil nichts funktioniert, wird eine ordentliche Portion schlechte Laune dazu gepackt.  Böse Welt! Und jeder ist unfreundlich!

Manchmal werden aus solchen Tagen jedoch aus unerfindlichen Gründen beschwingte und motivierte. Manchmal fühlen wir uns plötzlich richtig gut! Manchmal sind es nur Kleinigkeiten, die den großen Unterschied machen.

Ein unerwartetes Lob…und Dir wird bewusst, wie gut es sich anfühlt, Anerkennung zu erhalten. Das kann die Frage einer Verkäuferin sein, wo Du Deine tollen Klamotten immer herbeziehst, die Bemerkung Deines Chefs, wie verloren er ohne Dich wäre oder ein nettes Kompliment für Dein Aussehen oder für die Art und Weise, wie Du etwas getan hast.

Das kann eine unerwartete Geste sein…die Dir bewusst macht, wie angenehm es sich anfühlt, beschenkt, rücksichtsvoll behandelt oder wahrgenommen zu werden. Jemand, der Dir den noch nicht abgelaufenen Parkschein durchs Autofenster reicht, jemand der Dir den Koffer hilft, über die steile Bahnhofstreppe zu wuchten, jemand, der Dir aus Nettigkeit  etwas ermöglicht, was Dir eigentlich nicht zusteht, im Amt, Im Hotel, im Flugzeug oder beim Arzt.

Das kann eine unerwartete Nachricht, eine Einladung oder ein Geschenk sein, dass Dir Gewissheit gibt, Du wirst geliebt, jemand denkt an Dich oder möchte Dir eine Freude machen…die liebevoll ausgesuchte Karte im Briefkasten,  ein Facebook Gruß, das Reisemitbringsel, die Essenseinladung, einfach so…

und schon schaltet der Kopf von schwarz-weiß Störbild auf Technicolor . Eigentlich ein ganz netter Tag, heute🙂

Viele dieser Dinge können wir schlecht für uns selbst tun. Aber wenn möglichst viele sie für andere tun würden, dann gäbe es unter dem Strich deutlich weniger „gebrauchte“ Tage für alle.

Ich versuche das seit langer Zeit, wo immer möglich, umzusetzen. Kleine Gesten. Und ich bin immer wieder angenehm überrascht, was es bewirkt.

Wenn mir etwas an meinem Gegenüber besonders gefällt, dann spreche ich es ehrlich und spontan aus. Auch Fremden gegenüber, in öffentlichen Verkehrsmitteln, am Ladentresen…und bei Freunden und Kollegen sowieso🙂 .

Wann immer ich etwas zu verschenken habe, dann verschenke ich es. Am allerliebsten, ohne Anlass und meist kosten sie kein Geld…Einladungen, Zeit, gebrauchte Dinge, Privilegien, Lob, Interesse…

Wann immer Gelegenheit ist, mit wenig Aufwand einem Freund oder Fremden im Vorbeigehen eine kleine Aufmerksamkeit zu bereiten, dann versuche ich sie zu nutzen. Wer einmal das verdutzte Lächeln erlebt hat, wenn man jemandem ein noch gültiges Parkticket durch die Scheibe reicht, weiß, wie einfach viele dieser Gesten sind und wie erstaunlich die Wirkung auf das Gegenüber.

Auch ein Dankeschön für Dinge, die eigentlich bereits durch „Bezahlung“ abgegolten wurden, im Restaurant, beim Friseur oder zum Busfahrer sind kleine Gesten, die oft große Freude bereiten.

Das Verrückte  daran…es kommt vielfach zurück. Nicht immer von den gleichen Menschen, die  bedacht wurden und nicht immer sofort…. aber in der Summe fühle ich mich beschenkter als ich selbst schenke.

Wobei das ganze kein Geschäftsmodell ist🙂 , es macht einfach Spass

Vielleicht regen diese Zeilen den ein oder anderen dazu an, den nächsten netten Gedanken nicht einfach nur zu denken..sondern ihn umzusetzen. Vielleicht ermutigen sie dazu, einfach so,  einmal anderen zukommen zu lassen, worüber man sich selbst freuen würde… Und einfach mal abwarten, was dann passiert.😉

Im schlimmsten Fall macht man ein paar Menschen ein bisschen glücklicher.

Im Günstigsten, sich selbst gleich mit.

Beides ist durchaus lohnenswert❤

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