Liebes Tagebuch…Tag 1

ornellas tagebuch

Liebes Tagebuch,

Ich habe keine Ahnung wo ich bin und was ich hier tue. Ich glaube, ich bin ziemlich benommen.
Ich spüre, dass ich in etwas sehr weiches eingekuschelt bin. Es gibt einen pink farbigen Wassernapf und eine bunte Schüssel mit sehr leckerem Essen, die immer gefüllt ist.Ständig kommen Leute vorbei, die alle wahnsinnig lieb mit mir reden…sie nennen mich Ornella. Ich glaube, der Name gefällt mir!

Man hat mir erzählt, dass gestern auch der Tierarzt bei mir war. Ich glaube, sie war sehr hübsch und sie hat mich ganz behutsam hoch genommen. Als sie mich in der Hand hatte, war sie irgendwie aufgeregt und sagte dann aber zu meiner Pflegemama, dass ich es schaffen werde und dass es mir bald gut gehen wird.
Sie tröpfelten eine Ampulle, wie sie das nannten auf meinen Kopf, damit die Parasiten weg gehen. Den Mund haben sie mir auch aufgesperrt und Paste hinein getan, damit die inneren Parasiten die ich im Bäuchlein habe, vertrieben werden.

Meine Pflegemama war ziemlich entsetzt als sie meine Häufchen sah, sie meinte, die Würmer würden mich wohl sehr lieben und ich hätte zu viele davon. Morgen erhalte ich auch noch Wurmpaste für zwei Tage.

Was die Tierärztin und meine Pflegemama so aufgeregt hat, als sie mich genauer betrachteten, war die Pilzerkrankung die ich habe. Wenn sie mich nicht von der Straße geholt hätten wäre meine Haut aufgerissen, wie dünnes Papier. Es stimmt schon, ich laufe ein bisschen komisch, wie ein Roboter, weil die Haut an meinem Bauch voller verhärteter Stellen ist und ich kann mich nicht so gut bewegen.
Die Tierärztin meinte, es sei ein kleines Wunder, dass ich so lange durchgehalten habe, wo ich doch nur noch aus Haut und Knochen bestehe. Aber ich möchte eines Tages ein kleines rundes Wonneproppen Katzenmädchen sein und daher esse ich immer alles auf, was in der bunten Schüssel ist.

Ich habe mit der Einnahme einer flüssigen Medizin begonnen, die man mir mit der Pipette gibt, die ist gegen diese scheußliche Hauterkrankung. Ich möchte doch bald gesund sein und mit allen im Haus spielen dürfen.
Ich habe schon irgendwo eine große Schnauze mit vielen Schnurrhaaren gesehen. Ich glaube, das war, als sie mich von der Straße aufgesammelt haben und anstatt Miau machte die Schnauze seltsame Geräusche, die sich wie „wuff wuff“ anhörten. Ich hoffe, es geht mir bald besser und dieses „Wuffwuff“ wird mein erster Freund hier!

Bis bald
Deine Ornella

Anmerkung von Ornellas Pflegemutter bei SCARS
Ornella wird gegen innere und äußere Parasiten behandelt. Sie leidet an einer Pilzerkrankung der Haut, und muss daher noch alleine in einem Zimmer sein, bis keine Ansteckungsgefahr mehr besteht.
Wir hoffen, dass es ihr bald besser geht denn nach wie vor kann man jeden ihrer Knochen einzeln sehen. Sie hat Schwierigkeiten, sich zu bewegen, wegen der dicken Krusten auf ihrer Haut aufgrund der Pilzerkrankung.
20 Tage lang wird sie nun Antibiotika erhalten und eine spezielle Diät, die sie kräftigt und Gewicht zulegen lässt.

Wenn ihr Ornella unterstützen möchtet, dann könnt ihr das über dieses Konto tun

Eurobank
Swift: ERBKGRAA
IBAN: GR5302601420000900200479872
PayPal:donate@scars.gr

(Der Original Text stamt von SCARS / Griechenland und wurde von mir übersetzt und bearbeitet…Ganz ehrlich…es ist eine der besten Orgas, mit denen ich je zu tun hatte❤ )

ornellas tagebuch

Die unterschätzten „Kleinigkeiten“, die oft den großen Unterschied machen!

Wer kennt sie nicht, diese Tage?

Tage die eigentlich bereits beim Aufwachen als „gebraucht“ einzuordnen sind. Stimmung mies, Tagesprogramm mies und mit etwas Glück noch ein, zwei Wehwehchen im Schlepptau, als gratis Zugabe…

Sehr oft werden aus solchen „gebrauchten“ Tagen auch gerne einmal so richtige Katastrophen Tage. Weil uns jeder blöd kommt, müssen wir natürlich noch viel blöder reagieren, weil nichts funktioniert, wird eine ordentliche Portion schlechte Laune dazu gepackt.  Böse Welt! Und jeder ist unfreundlich!

Manchmal werden aus solchen Tagen jedoch aus unerfindlichen Gründen beschwingte und motivierte. Manchmal fühlen wir uns plötzlich richtig gut! Manchmal sind es nur Kleinigkeiten, die den großen Unterschied machen.

Ein unerwartetes Lob…und Dir wird bewusst, wie gut es sich anfühlt, Anerkennung zu erhalten. Das kann die Frage einer Verkäuferin sein, wo Du Deine tollen Klamotten immer herbeziehst, die Bemerkung Deines Chefs, wie verloren er ohne Dich wäre oder ein nettes Kompliment für Dein Aussehen oder für die Art und Weise, wie Du etwas getan hast.

Das kann eine unerwartete Geste sein…die Dir bewusst macht, wie angenehm es sich anfühlt, beschenkt, rücksichtsvoll behandelt oder wahrgenommen zu werden. Jemand, der Dir den noch nicht abgelaufenen Parkschein durchs Autofenster reicht, jemand der Dir den Koffer hilft, über die steile Bahnhofstreppe zu wuchten, jemand, der Dir aus Nettigkeit  etwas ermöglicht, was Dir eigentlich nicht zusteht, im Amt, Im Hotel, im Flugzeug oder beim Arzt.

Das kann eine unerwartete Nachricht, eine Einladung oder ein Geschenk sein, dass Dir Gewissheit gibt, Du wirst geliebt, jemand denkt an Dich oder möchte Dir eine Freude machen…die liebevoll ausgesuchte Karte im Briefkasten,  ein Facebook Gruß, das Reisemitbringsel, die Essenseinladung, einfach so…

und schon schaltet der Kopf von schwarz-weiß Störbild auf Technicolor . Eigentlich ein ganz netter Tag, heute:-)

Viele dieser Dinge können wir schlecht für uns selbst tun. Aber wenn möglichst viele sie für andere tun würden, dann gäbe es unter dem Strich deutlich weniger „gebrauchte“ Tage für alle.

Ich versuche das seit langer Zeit, wo immer möglich, umzusetzen. Kleine Gesten. Und ich bin immer wieder angenehm überrascht, was es bewirkt.

Wenn mir etwas an meinem Gegenüber besonders gefällt, dann spreche ich es ehrlich und spontan aus. Auch Fremden gegenüber, in öffentlichen Verkehrsmitteln, am Ladentresen…und bei Freunden und Kollegen sowieso:-) .

Wann immer ich etwas zu verschenken habe, dann verschenke ich es. Am allerliebsten, ohne Anlass und meist kosten sie kein Geld…Einladungen, Zeit, gebrauchte Dinge, Privilegien, Lob, Interesse…

Wann immer Gelegenheit ist, mit wenig Aufwand einem Freund oder Fremden im Vorbeigehen eine kleine Aufmerksamkeit zu bereiten, dann versuche ich sie zu nutzen. Wer einmal das verdutzte Lächeln erlebt hat, wenn man jemandem ein noch gültiges Parkticket durch die Scheibe reicht, weiß, wie einfach viele dieser Gesten sind und wie erstaunlich die Wirkung auf das Gegenüber.

Auch ein Dankeschön für Dinge, die eigentlich bereits durch „Bezahlung“ abgegolten wurden, im Restaurant, beim Friseur oder zum Busfahrer sind kleine Gesten, die oft große Freude bereiten.

Das Verrückte  daran…es kommt vielfach zurück. Nicht immer von den gleichen Menschen, die  bedacht wurden und nicht immer sofort…. aber in der Summe fühle ich mich beschenkter als ich selbst schenke.

Wobei das ganze kein Geschäftsmodell ist:-) , es macht einfach Spass

Vielleicht regen diese Zeilen den ein oder anderen dazu an, den nächsten netten Gedanken nicht einfach nur zu denken..sondern ihn umzusetzen. Vielleicht ermutigen sie dazu, einfach so,  einmal anderen zukommen zu lassen, worüber man sich selbst freuen würde… Und einfach mal abwarten, was dann passiert.😉

Im schlimmsten Fall macht man ein paar Menschen ein bisschen glücklicher.

Im Günstigsten, sich selbst gleich mit.

Beides ist durchaus lohnenswert❤

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Ich habe heute einen Menschen gerettet

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Unsere Blicke haben sich getroffen, als sie den Korridor entlang ging und in die Zwinger schaute. Ich spürte ihre Not sofort und wusste, dass ich ihr helfen musste. Ich wedelte mit dem Schwanz. Nicht zu stark, damit sie sich nicht fürchtet.

Als sie an meinem Zwinger stehen blieb, habe ich ihr den Blick nach hinten versperrt, damit sie das kleine Missgeschick, das mir passiert war, nicht sehen würde. Ich wollte nicht, dass sie erfährt, dass ich heute nicht ausgeführt worden bin. Manchmal haben die Leute hier so viel zu tun, und ich wollte nicht, dass sie einen schlechten Eindruck von ihnen bekäme.

Als sie die Karte mit meiner Beschreibung las, habe ich gehofft, dass meine Vergangenheit sie nicht traurig macht. 

Ich möchte nur nach vorne schauen und jemandem etwas bedeuten. Sie beugte sich zu mir herunter und machte leise Kussgeräusche. Ich drückte meine Schulter und meinen Kopf fest gegen die Gitterstäbe, um sie zu beruhigen.

Sanfte Fingerspitzen streichelten meinen Nacken,  ich fühlte, sie hat die Gesellschaft und die Berührung dringend gebraucht.
Eine Träne lief ihr über die Wange und ich hob meine Pfote, um ihr zu versichern, dass alles gut werden würde.
Kurz darauf öffnete sich meine Zwingertür und ihr Lächeln strahlte mich so an, dass ich sofort in ihre Arme gesprungen bin.

Ich versprach ihr, dass sie bei mir in Sicherheit wäre.
Ich versprach ihr, sie ab jetzt überall hin zu begleiten.
Ich versprach ihr, alles dafür zu tun, dass ich immer ihr strahlendes Lächeln und das Glitzern in ihren Augen sehen würde.

Ich hatte solches Glück, dass sie ausgerechnet meinen Korridor entlanggegangen ist!

So viele andere sind da draußen, die noch nicht diese Korridore entlanggegangen sind.
So viele, die noch gerettet werden müssen.

Wenigstens konnte ich einen von ihnen retten.
Ich habe heute einen Menschen gerettet.

(Manuela Mentel)

Man kann natürlich auch beim Züchter kaufen…aber wie dumm wäre das denn ??? 

Hund webseite

 

 

Der Tierschutz-Shop…und warum ich ihn trotz aller Kritik für eine gute Idee halte!

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Zur Zeit ist ein Artikel im Umlauf, der den Tierschutz-Shop hart kritisiert. Es wird unter anderem vorgeworfen, dass die Waren überteuert wären. Insgesamt hat mich der scharfe Ton sehr nachdenklich gestimmt. Denn nicht nur meine Erfahrungen sind durchweg positiv, auch unzählige Vereine profitieren von der hervorragenden Logistik, die die Spenden auch dorthin bringt, wo manch anderer Versender abwinkt. Alle versprochenen Spenden, anteilig am Umsatz werden seriös ausbezahlt und für mich ein besonderer Bonus, im Gegensatz zu vergleichbaren Anbietern wird komplett auf Hersteller verzichtet, die Tierversuche durchführen, ein sehr hässliches Thema in der Futtermittelbranche. Alles in allem fand ich es merkwürdig, warum eine Firma so hart angegangen wird, die nachweislich viel Gutes bewirkt.

Also fragten wir freundlich nach.

Die ausführliche Antwort wollte ich gerne hier veröffentlichen, denn allzu schnell wird verurteilt ohne Hintergrundwissen, ohne alle Fakten zu kennen. Man tut immer gut daran, erst beide Seiten zu hören, ehe man sich eine Meinung bildet. Nobody is perfect!

Hier die offizielle Stellungnahme des Tierschutz-Shops zu den kursierenden Vorwürfen :

Wir sind sehr traurig über diesen Artikel und seine Auswirkungen, denn er ist nicht ausreichend recherchiert. Leider hat die Autorin uns vor der Veröffentlichung des Beitrags nicht kontaktiert, so hätte vielen Missverständnissen vorgebeugt werden können. Es wurde beispielsweise bei der Berechnung der Preise nicht berücksichtigt, dass die Spenden direkt zum Verein ins Ausland gebracht werden und die Spender dabei Versandkosten sparen. Für Vereine ergibt sich dadurch ein unglaublicher Mehrwert, während Spender im Vergleich zum direkten Versand zum Verein sparen und gleichzeitig transparent nachverfolgen können, dass die Spenden garantiert ankommen. Bitte lasse dich daher nicht von dem Blogbeitrag verunsichern.
Ich finde es toll, dass du bei uns für deine Fellnasen bestellst und freue mich, wenn du und dein Verein weiterhin mit uns gemeinsam für Tiere in Not kämpft!
Anbei schicke ich dir unsere offizielle Stellungnahme, die auch auf der Seite von Lieblingskatze veröffentlicht wurde. Bei weiteren Fragen kannst du dich immer gerne an mich wenden. LG Svenja
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STELLUNGNAHME von Tierschutz-Shop

Zu den Preisunterschieden bei Produkten:

Da wir ein kleines Team sind und es uns noch nicht lange gibt, haben wir nicht dieselben Einkaufspreise wie Weltkonzerne, die massenweise Tierfutter verkaufen. Sie bekommen das Futter schon vom Hersteller deutlich günstiger und können es deswegen auch zu einem viel niedrigeren Preis anbieten. Wir geben das Futter zur unverbindlichen Preisempfehlung (UVP) des Herstellers ab und es gibt viele Shops, die es zum gleichen Preis oder auch zu einem deutlichen höheren als wir anbieten. Der genannte Kratzbaum ist bei uns teurer, als bei den genannten anderen Anbietern. Nimmt man das Produkt Canina Katzenmilch, so findet man dieses in der Googlesuche schnell zum günstigsten Preis von 6,89€ aber auch zu Preisen deutlich über 10€ ohne Versandkosten. Rechnet man bei dem günstigsten Preis von 6,89€ noch die Versandkosten von 3,95€ für eine Lieferung nach Deutschland (ins Ausland wird gar nicht versendet) hinzu, kommt man zu einem Ergebnis von 10,84€. Vergleicht man den Preis dann mit unserem Preis von 8,50€ + 2€ Sharing-Versand = 10,50€, ist unser Preis sogar günstiger, und das obwohl wir die Katzenmilch direkt nach Spanien ins Tierheim bringen und noch eine Prämie von der Bestellsumme an den Tierschutzverein als finanzielle Hilfe zahlen. Unterm Strich gesehen sind wir nicht bei allen Produkten der günstigste Anbieter auf dem Markt, aber wir bieten einen enormen Mehrwert für Spender und Tierschutzvereine.

Zum Notfall-Futter:

Bei den Tierheimprodukten schreiben wir bewusst nicht die Marke hin, um den Tierheimen am Ende das bestmögliche Futter zu bringen, bei dem die Zusammensetzung noch deutlich hochwertiger ist als die bereits angegebene. Wir nehmen die konstruktive Kritik auf und ergänzen entsprechend die Beschreibungen und Zusammensetzungen der Produkte, damit für jeden ersichtlich ist, dass es sich bei dem Futter um eine Vielfalt an hochwertigen Futtersorten handelt. Hinzu kommt, dass wir wirklich immer, wenn wir die Spenden zu den Tierheimen bringen, noch einiges an Futter von uns freiwillig und kostenlos für die Vereine dazu packen, um noch mehr zu helfen. Das können zahlreiche Vereine bestätigen. Ein ganz wichtiger Punkt, den wir auch nicht an die große Glocke hängen, sind die Versandkosten. Wir bringen ganze LKW mit Futter zu den Tierheimen ins Ausland. Das kostet deutlich mehr Geld, als wir durch den Sharing-Versand von 1€ in Deutschland und 2€ ins Ausland einnehmen und es ist auch ein enormer logistischer Verwaltungsaufwand. Wir müssten also die Versandkosten für die Spender erhöhen, um die tatsächlichen Versandkosten zu decken oder die Vereine müssten selbst für den teuren Transport ins Ausland sorgen, was genau das ist, was die meisten Vereine selbst finanziell nicht stemmen können. Hieran erkennt man deutlich, dass selbst durch das Notfall-Futter nicht alle Kosten gedeckt werden und das es sich nicht um ein Futter und zwei Preise handelt.

Zum Verwaltungsaufwand:

Die Vereine werden in unserem kostenlosen Tierschutz-Magazin vorgestellt und wir kontaktieren viele Medien (unter anderem auch Blogger) in der Hoffnung, dass sie über die Aktionen berichten, um gemeinsam mit uns Tieren in Not zu helfen. Wir schreiben Pressemitteilungen, erstellen Facebookposts, Banner, Texte usw. und das für jeden Verein individuell auf seine Bedürfnisse zugeschnitten. Neben der Presse pflegen wir auch einen sehr guten Kontakt zu den Markenherstellern aus unserem Shop. Wir organisieren für jede Spendenaktion Sponsoren, die zusätzlich Futter und/ oder Geld an die Vereine spenden. Bei der letzten Aktion hat bosch Tiernahrung zum Beispiel 10.000€ an die Vereine gespendet und bei der jetzigen Aktion bekommen die Vereine 6 Paletten Futter im Wert von über 10.000€ gratis von den Markenherstellern, die die Aktion unterstützen. Das alles ist nur möglich, weil wir uns darum bemühen und uns die Markenhersteller, die Spender und über 500 Tierschutzvereine vertrauen.

Wir geben jedem Spender die Möglichkeit, transparent zu spenden. Wir prüfen alle Vereine im Vorfeld und sorgen selbst dafür, dass die Spenden auch garantiert bei den Tieren ankommen, erbringen dafür Nachweise und kümmern uns darum, dass Spender Spendenquittungen erhalten. Das Besondere bei uns ist aber auch, dass wir zusätzlich von jeder Bestellsumme eine Prämie an die Vereine zahlen. Bis dato sind das 294.000€, die wir freiwillig von unserem Umsatz an Tierschutzvereine zahlen! Die Prämie, die Logistik, das Erstellen der Werbemittel, das Organisieren von großen Spendenaktionen, das Pflegen von Sponsoren und Medienpartnern, der Service und die ständige Erreichbarkeit für Spender und Vereine und die Transparenz – all das erfordert einen enormen Verwaltungsaufwand, der dazu führt, dass unser kleines Team oft bis spät in die Nacht und auch am Wochenende arbeitet. Aber all das ist es wert, denn wir konnten ganz viele Menschen auf den Tierschutz aufmerksam machen und so gemeinsam tausende Leben retten.

Wenn man diese Hintergründe beachtet, wird einem klar, dass es bei uns nicht um ein cleveres Geschäftsmodell geht, bei dem wir von Tierschutz-Shop am meisten profitieren, sondern um ehrliche Tierschutzarbeit, die wir mit viel Herzblut und Engagement meistern. Durch unsere Spendenaktionen haben wir in den vergangenen 2 Jahren schon unglaublich viel im Tierschutz erreicht und noch nicht einen Cent Gewinn gemacht, aber das ist auch gar nicht unser Ziel. Wir sind kein Tierschutzverein, sondern ein Wirtschaftsunternehmen. Nichtsdestotrotz fokussieren wir nicht den Gewinn, sondern wollen nur in der Lage sein noch mehr zu helfen. Die finanzielle Grundsicherung genügt uns. Unsere Vision ist es, dass kein Tier mehr in Europa hungert und das können wir nur gemeinsam schaffen, wenn wir alle an einem Strang ziehen.

Bei Fragen und Kritik stehen wir allen Tierfreunden immer telefonisch unter 02151 6497166 oder per Mail unter helfen@tierschutz-shop.de zur Verfügung. Wer uns persönlich kennenlernen möchte, kann uns gerne am 07.08.2016 von 11-17 Uhr auf dem Sommerfest im Tierheim Moers besuchen, wo wir ehrenamtlich helfen oder uns von Montag bis Freitag in unserem Tierschutz-Shop-Büro in Krefeld besuchen.

 

Was den letzten Satz angeht, ich für meinen Teil werde das gerne tun und würde mir sehr wünschen, diese Stellungnahme wird viele erreichen, die den Vorwürfen zugestimmt haben, ohne die Fakten und Hintergründe zu kennen!

Das berührenste und schönste Video über eine Tierrettung, ever <3

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Ich fand sein Bild auf einer Facebook Seite. Eine Frau, die im Zug vorbei reiste, hatte ihn enteckt, als er in der Strasse  entlang der Haltestelle herumirrte.

Der Anblick wirkte wie ein Bild aus einem Horrorfilm, die Leute kommentierten sogar dazu, dass es Fake sein müsste. Wenn man in Griechenland für den Tierschutz arbeitet, sieht man viel zu viel Elend, jeden Tag! Aber dieses Bild brach mir das Herz.

Ich hatte keinen Plan, was auf mich zukommen würde, als ich sagte, „bringt ihn her, ich werde mich um ihn kümmern und seine Pflegestelle sein. “ Ich hatte absolut keine Erfahrung, wie man mit Hunden wie diesem umgehen sollte, aber am nächsten Tag reisten zwei Freiwillige die 70 Kilometer, ihn zu holen.

Als wir ihn aus der Box nahmen, war der Anblick seines gemarterten Körpers, der in unbeschreiblicher Angst unkontrolliert zitterte, so  grauenhaft für uns, dass wir wie versteinert waren. Wir waren sogar unfähig zu weinen. Jeder von uns besaß langjährige Erfahrung im Umgang mit Hunden, aber wir hatten keine Idee, wie man am besten auf diesen eingehen sollte.

Also standen wir nur da und warteten ab. Wir waren überzeugt davon, dass wir ihn nur von der Straße geholt hatten, um ihm die Gnade eines Todes in Würde und ohne Schmerzen zu schenken, dass der Tierarzt gleich raten würde, ihn einzuschläfern.  Aber das tat er nicht. Er untersuchte ihn, nahm Blutproben und schickte uns nach Hause. Der Hund litt an einer sehr ansteckenden Milbeninfektion. Also brachten wir ihn in einem kleinen Badezimmer unter.

Da lag er nun bewegungslos in der Ecke und es war offensichtlich, dass er nur in Ruhe gelassen werden wollte. So ließen wir ihn ausruhen und zogen uns zurück. Als wir auf der Treppe nach unten waren, hörten wir ihn essen. Was für eine Erleichterung! Wenn er essen wollte, dann wollte er leben!

Am nächsten Morgen rief der Tierarzt an und meinte, „er ist OK, lasst uns mit der Behandlung beginnen.“ Wir lachten, wir lachen noch heute darüber. Denn was er meinte, war, seine Lebensparameter sind in Ordnung und die Aussichten dass er überlebt, sehr gut. Aber von „OK“ war niemand weiter entfernt als dieser Hund.

Seine ersten Wochen waren für uns beide überwältigend. Er musste sich so sicher und geborgen in dem winzigen Zimmer gefühlt haben, dass er dort einfach nur stundenlang selig schlief. Er stand nur vier mal am Tag kurz auf um zu fressen.

Für mich war er wie ein Kleinod, ein Schatz, den man beschützt und pflegt und ich sah dutzende Male am Tag nach ihm.

Nie hörte ich einen Laut aus seinem Zimmer. Kein Bellen, kein Kratzen, nicht die kleinste Bewegung. Ich öffnete stets nur die Tür, wechselte sein Wasser, füllte neues Futter nach und sah zu wie er sich anschließend wieder zum Schlafen einrollte. Er musste sich so zufrieden und geborgen in diesem winzigen Zimmer fühlen, dass er es nur verließ um sich einmal am Tag zu erleichtern.

Nach 10 Tagen war er bereits kräftiger und begann damit, kleine Spaziergänge auf der Terrasse zu wagen und als er das erste mal mit dem Schwanz wedelte, brachte er mein Herz zum schmelzen…

Wie es mit der berührenden Geschichte von Billy und seiner wunderbaren Pflegemutter Valia weitergeht, erfahrt ihr in diesem Video, dessen Anfangstext ich übersetzt habe.  Die talentierte Filmemacherin Valia Orfanidou hat ihre Zeit mit Billy dokumentiert und dieses Video erstellt. Sie beschreibt eindrucksvoll ihre Gefühle, ein Tier zu retten, es zu begleiten und dann loslassen zu müssen,  auf seinem weiteren Weg in ein glückliches Leben. Die Dankbarkeit, wenn man als Pflegemutter dann die Gewissheit hat : Alles ist gut❤

Für mich ist es eines der eindrucksvollsten und motivierensten Dokus, die ich je gesehen habe, …und eines der wunderschönsten  HappyEnds!

Chapeau Valia❤

 

Wenn ihr die segensreiche Arbeit der griechischen Organisation SCARS , wo Valia tätig ist (eines meiner Herzensprojekte❤ ) unterstützen möchtet: Bei Frieden für Pfoten gibt es ständig Updates über aktuelle Aktionen und Notfellchen unserer wunderbaren Partnerorga!

https://www.facebook.com/FriedenfuerPfoten.Peace4Paws/

 

 

 

Tierschützer und Facebook

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Seit ich aktiv im Tierschutz und für Tiere arbeite, werde ich auf Facebook mit Ratschlägen und Kritik überhäuft, die leider oft a) nicht wirklich durchführbar sind, b) bereits längst versucht wurden und nicht funktionierten oder c) die völlig am Thema vorbei zielen. Geleistete Arbeit wird  erschreckend oft schlecht geredet.

Dafür sind die Anforderungen , bzw Vorstellungen, was jemand zu leisten hat, der ehrenamtlich angetreten ist, seine Zeit freiwillig den Tieren zu widmen, teilweise grotesk.

Ich arbeite Vollzeit, verbringe meist selbst während der Arbeit und zusätzlich jede freie Minute damit, die benötigten Kontakte für Hilfsaktionen zu finden und zu vernetzen, Übersetzungen zu erstellen, Unterstützer zu begeistern und Gelder aufzutreiben. „Nur PC und Mailarbeit, hüstel“  hat jemand einmal verächtlich dazu geschrieben, der selbst aktiv Tiere betreut. Mag sein. Ich tue einfach das, was ich am besten kann und auch diese Arbeit hat bereits viele Leben gerettet und Projekte auf den Weg gebracht, die segensreiche Tierschutzarbeit vor Ort finanzieren.

Meine größte Hochachtung vor allen, die Pflegestellen bieten können und aktiv Tiere retten und betreuen, Hochachtung vor allen Aktiven ! Hochachtung vor allen Vereinen und Aktivisten. Nie würde mir in den Sinn kommen, deren oder überhaupt die Arbeit irgendeines Tierschützers öffentlich gering zu reden. Warum auch ?

Ganz gleich an welcher Front gekämpft wird. Es ist ein Kampf gegen Windmühlen, das Verteilen von Tropfen auf heißen Steinen. Wenig Tropfen und viele heiße Steine. Es ist freiwilliger Verzicht auf Feierabend und Freizeit. Konfrontation mit Leid und Tod und Frustration. Mir wäre nie in den Sinn gekommen, dass es beständig der Rechtfertigung für diese Arbeit und die Art wie man sie leisten möchte, bedarf.

Nur weil man Tierschützer ist, muss man nicht perfekt sein. Bei Gott, ich denke, wir alle geben unser Bestes und anstatt aufeinander herum zu hacken und die Fehler der anderen  öffentlich anzuprangern, wäre Zusammenhalt für die EINE, wichtige Sache hilfreich. Dazu gehört auch, einfach einmal still zu sein und die Zähne zusammen zu beißen oder nach Lösungen zu suchen, die dem Gesamtprojekt nicht schaden.

Denn eigentlich geht es doch …Genau!  Um die Belange der Tiere!

Wenn ich spende, dann spende ich nicht, weil ich gerne meinen Namen auf Facebook lesen möchte sondern weil die Tiere es brauchen, weil die Arbeit der Aktivisten unterstützt werden soll. Ich mache diese Zuwendungen nicht davon abhängig, wie angemessen ich dafür hofiert werde, ob mir die Nase des Spendensammlers gefällt,  sondern wie dringend sie gebraucht werden und wie viel ich beisteuern kann.

Wenn ich die Art und Weise, wie ein Verein, eine Orga arbeitet, für mich selbst nicht ansprechend finde…dann wechsele ich zu einer anderen oder starte eigene Projekte. Ich würde versuchen, es besser, anders zu machen aber niemandem vorschreiben wollen, wie er seinen Beitrag leisten möchte, wie er sein Projekt gestaltet!

Wenn ich der Meinung bin, dass etwas nicht rund läuft oder eingegriffen werden muss, dann würde ich immer versuchen, das intern zu regeln. Tierschutz und ganz besonders Auslandstierschutz, hat teilweise einen sehr angegriffenen Ruf.

Vielleicht Balsam für das eigene Ego,  wenn man sich ausgiebig auskotzt, bemitleidet wird, Dampf ablassen kann oder Zustimmung findet. Aber dieser kurze Moment im Netz ist für lange Zeit Steilvorlage für alle Gegner, die sich bestätigt fühlen, wann immer das, was in der Kritik steht,  öffentlich zelebriert wird. Ich weiß, es läuft manches falsch im Tierschutz und auch unter Tierschützern. Trotzdem . Wir sitzen alle im gleichen Boot und jeder Auftritt nach außen tangiert uns daher alle. Eigentlich haben wir alle ein einziges Ziel, wenn wir es wirklich ernst meinen, eigentlich sollte nur eines im Vordergrund stehen…

Denn es geht ja… genau! …nicht so sehr um uns, sondern um Tiere und wie man sie am besten unterstützt. Kleiner Tipp: So eher nicht !

Einmal ganz abgesehen davon, dass dieses Facebook Verhalten eher Kindergarten oder in schlimmeren Fällen, Mobbing Qualitäten hat…meist kennt man die oft sehr komplexen Hintergründe nicht.

Wann immer ich lese, dass sich jemand schlecht oder „undankbar“  behandelt fühlt, Misstände oder Versäumnisse  herausposaunt, eine Orga schlecht redet oder Unregelmäßigkeiten angeprangert, werde ich hellhörig, denke zunächst an die Flurschäden, die dabei ALLEN Vereinen entstehen. In den meisten Fällen wäre intern zu regeln gewesen, was auch immer zu regeln war. Aber man hat den anderen Weg gewählt. Auch wenn das eigentlich für den Tierschutz als Gesamtheit nicht hilfreich war. Das macht mich traurig oder stößt mich ab. Je nachdem.

Und dann gibt es diesen wunderbaren „entfreunden“ oder „blockieren“ Button. Man muss auch als Tierschützer auf Facebook nicht mit jedem kommunizieren, mit jedem „befreundet“ sein oder bleiben, dessen Verhalten man im Privatleben nicht tolerieren würde oder einfach doof findet:-).

Ich nehme mir die Freiheit, die Menschen, mit denen ich arbeite, die Menschen mit denen ich kommunizieren möchte, deren Posts ich auf Facebook sehe, und sie meine,  nach ihrer Wertschätzung AUCH für Menschen auszuwählen. Danach, dass bestimmte Schnittmengen einfach gleich sind, besonders in Sachen Anstand und Fairness, damit ich sie gerne auf Facebook treffe. Danach, wie sie über andere schreiben, ganz gleich ob es dabei um Vereine, um Parteien, Minderheiten oder Mitstreiter geht.

Davon gibt es zum Glück eine ganze Menge . Deren Posts, deren Rat und Beistand, Kritik und Ermutigung beflügelt alle Projekte und macht Facebook erst zu dem Platz wo ich gerne sein möchte. Unter „Freunden“:-) .

Dass ich das konsequent so einhalte, dafür darf man mich übrigens gerne kritisieren. Es entspricht in diesem Fall absolut der Wahrheit❤

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Einfach einmal eine positive Geschichte…Lächeln am Schluss garantiert <3

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In vielen Ländern sind die Menschen an den Anblick verhungernder und verletzter Straßentiere gewöhnt. Daher fand ich folgende Geschichte um so bemerkenswerter und dachte, sie sollte erzählt werden. Gerade in Zeiten wie jetzt.

Es gibt Unzählige von ihnen und sie sind von Anfang an stille, geduldige Verlierer, ohne jede Chance in der Lebenslotterie. Sie suchen sich nicht aus, als ungewollter Streuner auf die Welt zu kommen. Eine feindliche Welt, wo sie viel zu jung, ganz allein auf sich gestellt, Tag und Nacht hungrig die Straßen nach etwas Essbarem durchstreifen. Jede Minute ihres für andere so wertlosen Lebens in Gefahr,  misshandelt, verletzt oder getötet zu werden.

Der kleine Kater, der den Versuch etwas Essbares zu ergattern, mit schweren Misshandlungen bezahlte, war einer dieser chancenlosen Streuner. Seine erste Begegnung mit dem Glück fand im Wartezimmer einer Tierarztpraxis in Athen statt. Dort sass er in einer Transportbox, alles war voller Blut, sein halbes Bein fehlte und man konnte bis auf Fleisch und Knochen sehen. Auch sein anderes Bein war verletzt.

Neben ihm sass eine junge Frau. Sie hatte gesehen, wie er sich am Rinnstein entlang schleppte, war nach Hause geeilt, hatte eine Transportbox organisiert und den blutüberströmten Kater vorsichtig hineingesetzt.

Sie war arbeitslos und hatte zum Monatsende nur noch sehr wenig Geld zur Verfügung. 20 Euro, um genau zu sein. Eine Summe, die auch in Griechenland bestenfalls für eine schmerzfreie Euthanasie ausreicht und eigentlich hätte sie diesen Betrag anderweitig dringend benötigt. Sie wusste nur zu gut, dass sie die gesamten Kosten für eine nötige Behandlung nicht würde aufbringen können. Trotzdem war sie einfach ihrem Herzen gefolgt und wartete angespannt im Wartezimmer zusammen mit dem kleinen Kater darauf, dass sie an die Reihe kamen.

Wunderbare Fügung

Wie es der Zufall oder die Fügung wollte, hatte an diesem Tag  unsere Partnerorga SCARS ebenfalls einen Termin in besagter Tierarzt Praxis, denn die derzeitigen Notfälle, alle mit schweren Beinverletzungen und Amputationen, brauchen regelmäßige Nachsorge.

Ein Blick auf den traurigen Insassen der blutverschmierten Transportbox, ein kurzes Gespräch mit seiner Retterin und auf einmal war alles ganz einfach.

Der kleine Kater erhielt nicht nur seinen Namen, JACKPOT, auch die nötige medizinische Versorgung und einen Pflegeplatz. Er ist nun unter der segensreichen Obhut von SCARS in Athen.

Nafsika, unser Kontakt und mittlerweile liebe Freundin schrieb mir am gleichen Abend diese anrührende  Geschichte, und sie endete mit einem Rätsel:

Wie nennt man es, wenn man eine Tierarztpraxis mit drei dreibeinigen Katzen betritt…und mit vier dreibeinigen Katzen wieder verlässt ? Jackpot!

Das brachte mich an einem Tag, mit so vielen Horrormeldungen , dann doch zum Lächeln❤

Überflüssig zu erwähnen, dass ich, dass wir alle,  gerade auch für Jackpot wieder sammeln und versuchen, ihm einen liebevollen Platz zu organisieren. Ein Zuhause, wo er jeden Tag für seine Familie ein Jackpot an Zuneigung, Vertrauen und Lebensfreude sein kann und wird.

Ich denke diese Tage oft an die mir unbekannte, junge Frau in Athen. Eine Fremde und doch Seelenverwandte,  die mir auf so selbstverständliche Weise demonstriert hat, dass Mitgefühl, Großzügigkeit und Vertrauen in eine glückliche Fügung, nach wie vor zu finden sind.

 

Ich wünschte, ich könnte mich bei ihr bedanken❤

 

Jackpot
Jackpot

PS: Natürlich freuen wir uns immer, wenn wir Spenden an SCARS weiterleiten dürfen. Jackpots Behandlung wird noch einiges an Geld verschlingen, aber bereits jetzt geht es ihm viel besser und irgendwann wird hier im Beitrag sein Happy End Bild zu finden sein.❤

Unsere Bankverbindung:
Frieden für Pfoten e.V.
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Kennwort Jackpot

 

 

Vielleicht ist diese Welt die Hölle eines anderen Planeten…

Ich bin müde, Boss... Am meisten müde bin ich, Menschen zu sehen, die hässlich zueinander sind. Der Schmerz auf der Welt und das viele Leid, das macht mich sehr müde. Es gibt zuviel davon. Es ist als wären in meinem Kopf lauter Glasscherben.

 

Dieses Zitat aus einer fiktiven Geschichte geht mir die letzten Tage und Wochen immer und immer wieder durch den Kopf.

Ich denke es bei jedem neuen Horrorbild, bei dem Anblick geschundener, gequälter, gefolterter Tiere, das aufzeigt, welche Bestien in Menschengestalt unter uns leben. Ihre Anzahl ist Legion, nicht nur auf fernen Kontinenten. Sie leben Tür an Tür mit uns und ein Teil von ihnen hat diese Misshandlungen sogar zum Beruf erwählt.  Brutalität, Sadismus oder Dummheit, oft gepaart mit Bösartigkeit, sind überall anzutreffen.

Ich denke es bei jeder neuen Meldung, in der nüchtern aufgezählt wird, wo auf der Welt gerade wer wie viele Menschen verstümmelt, getötet, verletzt und traumatisiert hat. Wenn ich mir das lebenslange Leid der Verstümmelten und die unsägliche Trauer über den sinnlosen Verlust der Eltern, Kinder, Ehepartner vorstelle. Ein Schmerz der anhält, wenn alle Facebook Trauerbekundungen längst wieder aus dem Netz verschwunden sind, die Friedenskerzen abgebrannt und die Schlagzeilen vergessen.

Ich denke es bei allen Hasskommentaren und Falschmeldungen auf Facebook und anderen Medien, die neuen Pranger, wo jeder ungestraft Lügen, Verleumdungen, Hasstiraden und Boshaftigkeit ungebremst in die Welt schreiben darf. Wo Leben zerstört und Existenzen vernichtet werden. Seriöse Meldungen und Richtigstellungen gehen unter. Das Volk, wer immer das auch ist, möchte seine tägliche Hinrichtung und wenn kein geeigneter Deliquent zur Hand ist, dann wird eine Person, eine Gruppe, eine Nation an den medialen Pranger gestellt.

Ich denke es, wenn ich verstört feststelle, dass die meisten Menschen, die aktiv an unserem täglichen Leben teilnehmen, wählen und entscheiden, nur allzu oft nicht die leiseste Ahnung haben, worüber gerade diskutiert, abgestimmt, gewählt oder geurteilt wird. Je weniger Ahnung, desto lauter!

Ich denke es, wenn ich sehe, wie durch Hetze, Gleichgültigkeit, Korruption, Gewinnmaximierung  oder Fanatismus, wichtige und richtige Entscheidungen für die Generationen nach uns, nie getroffen werden.

Ich denke es, wenn ich sehe, wie alle Werte leise an Bedeutung verlieren, die viele Generationen als Leitstern gut und sicher in eine bessere Zukunft gebracht haben.

Ich denke es, wenn ich sehe, dass Gewalt mit Phrasen, Armut mit Kriegen und Krankheiten, entstanden durch Gift, mit Giften bekämpft werden.

Ich denke es, wenn ich allein gelassene und ausgebrannte Helfer sehe, die für ihre Leistung für Staat und Soziales oft noch Kritik und Häme erhalten.

Ich denke es, wenn ich erkenne, dass nur die Personen weltweit Führungsrollen übernehmen können, die innerlich  abgebrüht genug sind, an denen Hass, Häme, Mobbing und Anfeindungen abprallen. Was zur Folge hat, dass alle unsere Führer Persönlichkeitsstrukturen besitzen (müssen), die wichtige menschliche Qualitäten missen lassen oder sie gehen selbst zugrunde. Wir haben die (demokratisch gewählten) Führungspersönlichkeiten, die wir verdienen. Nach welchen Kriterien wir sie erwählen und wie wir mit ihnen umgehen, wird sich in deren Politik spiegeln.

Ich denke es viel zu oft die letzte Zeit und auch, ja besonders, wenn mir jemand versichert, ich würde schwarz malen und Gott (welcher auch immer), hätte einen Plan, den wir Menschen nur nicht verstehen.

Wenn es einen Gott gibt, dann ist er mir zutiefst suspekt und ich hasse seinen Sinn für Humor, hinterfrage sein Gerechtigkeitsempfinden und besonders sein Mitgefühl.

Wenn es einen allmächtigen Gott gibt und einen göttlichen Plan, der so viel Leid, Krankheit, Verlust, Armut, Hass und Gewalt enthält , nicht nur für die Menschen (mit freiem Willen ?!) sondern besonders für alle unschuldigen Kreaturen der Schöpfung,

…dann ist es nicht mein Gott, nicht mein Plan.

Aber vielleicht ist diese Erde ja wirklich nur die Hölle eines anderen Planeten.

Im Bezug auf religiöse Fragen, auf das Verhalten vieler Menschen und die Entwicklung weltweit, erscheint mir dieser Satz als die stimmigste aller Erklärungen…

 

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Tragischer Tod in der Stierkampf Arena- R.I.P. Lorenzo! Tragic Death at the Bullring – Rest in Peace, Lorenzo!

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Die Nachricht über den jungen Torero, der bei einem Stierkampf so schwer verletzt wurde, dass er starb, macht mich sehr betroffen und ich trauere aufrichtig,…und zwar einzig um den Stier Lorenzo. Denn er war von Anfang an der Verlierer bei diesem unfairen „Kampf“, der keiner war. Er wurde, wie unzählige Stiere, Opfer brutalster Tierquälerei, deren einziger Zweck darin besteht, die blutrünstigen und verrohten Zuschauer zu unterhalten.

Ich weiß nicht, was man ihm angetan hat, nachdem er sich verzweifelt gegen seine Peiniger und die schrecklichen Schmerzen gewehrt hat, die man ihm während des Kampfes zufügte, aber ich weiß, was ihm vor dem Kampf widerfahren ist. Gemessen an dem, was ihm Menschen an Qualen zufügten, ist jeder Tod eine Gnade.

Stiere werden bereits vor dem Kampf gefoltert, um sie für das Spektakel vorzubereiten.
Zwei oder drei Tage vor dem Kampf sperrt man den Stier in einen abgedunkelten Raum, damit er die räumliche und zeitliche Orientierung verliert. Man gibt ihm starke Abführmittel um seinen Körper zu dehydrieren und ihm Kraft und Ausdauer zu nehmen.

Bis zu ihrem „Auftritt“ in der Arena werden die Tiere systematisch „demontiert

Oft bringt man am Bauch und an der Innenseite der Oberschenkel stark ätzende Substanzen an, damit sich die Tiere nicht mehr hinlegen und ruhen können.
Dem an einem Gestell fixierten Stier wird Zeitungspapier, das mit einer Flüssigkeit getränkt ist, tief in die Ohrmuscheln geschoben. Das hat höllische Schmerzen zur Folge und bewirkt, dass er später in der Arena annähernd taub ist. Zusätzlich reibt man ihm Vaseline oder Pfefferspray in die Augen, so dass er fast blind ist und nicht reagieren kann, wenn ein Picador von hinten an ihn heranreitet.

Um die Atmung zu erschweren verstopft man ihm die Nüstern mit Baumwollfetzen. Zum Abschluss der „Vorbereitung“ auf den Kampf, treibt man noch Nadeln in die Genitalien, um das von Natur aus viel zu friedliche Tier komplett in die Raserei zu treiben.

Erst jetzt ist der Stier bereit, geschwächt und aggressiv genug für das beliebte Spektakel, das von der jubelnden Menge begleitet wird.

Stierkampf

Daher sind meine Gedanken und Segenswünsche bei Lorenzo, dem Stier. Er war das einzige Opfer bei diesem Zwischenfall.

Übrigens wird seine Mutter, seine gesamte Familie nun auch bestraft, so will es der Brauch, wenn ein Torero in der Arena von einem Stier getötet wird.
Ruhe in Frieden, Lorenzo…

ein Frieden, den Dir die Menschen nicht gewährt haben. Ich konnte Dein unsägliches Leid nicht verhindern, aber ich werde nicht aufhören, deine Geschichte in die Welt hinauszuschreien, ich werde die Menschen bitten, sie zu verbreiten, immer und immer wieder, bis alle Arenen leer sind…

Meine Kerze brennt für Dich!

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Tragic Death at the Bullring – Rest in Peace, Lorenzo!
The news about the young torero who was so seriously injured during a bullfight that he died saddens me deeply and I am sincerely mourning…namely bull Lorenzo. As from the beginning he was the loser of this unfair „fight” that wasn’t one. He, like countless other bulls, was the victim of the most brutal animal abuse whose only purpose is to entertain the bloodthirsty and brutalized spectators.
I do not know what has been done to him after he desperately fought back against his tormentors and the awful pain that was inflicted on him during the fight, but I do know what happened to him before the fight. Measured by the agony humans caused him every death is a mercy.
Even before the fight bulls are tortured to prepare them for spectacle. Two to three days before the fight the bull is locked into a darkened room so he loses his spatial and temporal orientation. He is given strong laxatives to dehydrate his body and to impair strength and endurance.
Until their “performance” at the arena the animals are systematically “dismantled”
Often highly corrosive substances are applied to the belly and the inside of the thighs so the animals cannot lie down and rest anymore.
Pieces of newspaper soaked in liquid are stuffed deeply into the bull’s ears after it has been fixed to a frame. This results in horrible pain and causes it to be nearly deaf later on in the arena. Additionally, Vaseline or pepper spray is rubbed into its eyes so that it will be nearly blind and unable to react when a picador rides up from behind.
To make breathing difficult its nostrils are clogged with cotton rags. To complete the “preparations” for the fight needles are pushed into the genitals to force the naturally way too amicable animal completely into a rage.

Stierkampf
Only now the bull is ready, weakened and aggressive enough for the popular spectacle which is accompanied by a cheering crowd.
Therefore my thoughts and blessings are with Lorenzo, the bull. He was the only victim of this incident.
Incidentally, his mother and his whole family will be punished too, as custom wants it when a torero is killed in the arena by a bull.

Rest in peace, Lorenzo…
A peace which humans did not grant you. I could not prevent your unspeakable suffering, but I will not stop to shout out your story into the world, I will ask people to spread it again and again, until all arenas are empty…
My candle is burning for you!

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Translation by Élena-S. Eilmes

 

 

Weiße Tauben zur Hochzeit bringen Unglück!

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Liebes Brautpaar,
wenn ihr die Feierlichkeiten für den schönsten Tag im Leben plant, dann könnte es sein, dass euch jemand vorschlägt, weiße Tauben aufsteigen zu lassen. Sie sollen Frieden und Treue symbolisieren und die romantische Inszenierung vervollständigen.

Ehe ihr euch dafür entscheidet, solltet ihr wissen, was dieser so harmlos anmutende Brauch für die Tauben bedeuten kann.

Genau genommen werden die Vögel, die niemals freiwillig ihren Heimatschlag verlassen würden, dabei ausgesetzt. Sie werden aus ihrem Heimatschlag gerissen, an unbekannte Orte transportiert und müssen oft sehr lange Zeit auf engstem Raum ohne Futter und Wasser verbringen, ehe sie dann von fremden Menschen in die Hand genommen werden (was für die Tiere extrem beängstigend ist) und schließlich lässt man sie fliegen. Es gibt sehr viele unseriöse Anbieter, manche versenden die Tauben für diesen Zweck sogar und nehmen in Kauf, dass die Tiere Tage ohne jede Versorgung in den kleinen Käfigen sich selbst überlassen sind.

Viel zu oft bezahlen die Tauben für den „romantischen Anblick“, wenn sie dann endlich verschreckt in die Luft  flattern, einen hohen Preis! 

Bei der Vermietung von „Hochzeitstauben“  ist die Anwendung der „Witwermethode“ sehr beliebt.

„Witwermethode“ klingt nicht schön und ist es auch nicht. Damit die Tiere möglichst schnell zurückfliegen, wird jeweils ein Pärchen der Tiere,  die ein Leben lang strikt monogam leben und sehr eng verbunden sind, getrennt, um so den Heimkehrwillen, die Sehnsucht der Tiere auszunutzen.

Auf ihren Flügen zum Heimatschlag sind die wehrlosen Tiere leichte Beute für Greifvögel Aber noch grausamer ist der Orientierungsverlust .
Da viele Brautpaare neuerdings weiße Tauben an ihrer Hochzeit steigen lassen, häufen sich die Berichte von  Tierfreunden, die verirrte  und ausgehungerte weiße Tauben aufsammeln.

Immer öfter wird berichtet, dass Anzeigen gegen die Veranstalter laufen, weil die Tauben nach dem Freilassen völlig orientierungslos noch Tage später ohne Futter und Wasser an der Kirchenwand hängen. Ein grausamer Tod, der so gar nicht zu dem Anlass passen will, für den sie geopfert wurden.

Einmal abgesehen  davon, dass die gesamte Prozedur für die Vögel Angst und Leid bedeutet, ist es sicherlich nicht förderlich für gutes Karma, ein Taubenpaar gewaltsam auseinanderzureißen, um einen der Partner als Glücksbringer für die eigene Hochzeit zu missbrauchen. 

Laut Tierschutzgesetz ist es verboten, Tiere auszusetzen . Nüchtern betrachtet  geschieht jedoch genau das mit allen Tauben, die bei Wettflügen oder auf Veranstaltungen in ihnen unvertrauter Umgebung  fliegen gelassen werden.

Tauben sind nicht nur ihrem Partner sondern auch ihrem Standort ein Leben lang verbunden. Sie würden ihren Brutplatz niemals freiwillig verlassen.  Die Tauben Bestände in den Städten bestehen zum größten Teil aus solchen verirrten Brieftauben. Diese leben nicht „in Freiheit“ sondern sie sind heimatlos . Laut dem neuesten Bericht des Bund gegen den Missbrauch der Tiere liegt der Verlust bei den aufgelassenen Tauben bei 32% .Das bedeutet für die Vögel, von ihrem Partner getrennt zu sein, dem sie normalerweise ein Leben lang verbunden sind und einmal orientierungslos, verenden viele von ihnen qualvoll bei dem vergeblichen Versuchen, zurück zu ihm zu finden.

Bei Tauben, die sehr günstig angeboten werden, handelt es sich übrigens häufig gar nicht um Brieftauben sondern um Lach- oder Pfauentauben. Ihr Orientierungssinn ist noch schlechter ausgebildet, deshalb finden besonders sie nach dem Auffliegen vor der Kirche oftmals nicht zu ihrem Heimatschlag zurück, verhungern oder werden von Greifvögeln getötet.
Tauben sind ausgesprochen intelligente und friedliche Tiere. Sie lieben ihren Partner ein ganzes Leben lang und sollten niemals getrennt werden.  Deshalb liebes Brautpaar, zelebriert euer Glück nicht mit dem Leid Wehrloser .Fioretta ist offline

Lasst Luftballons als Glücksbringer aufsteigen…aber keine Tauben…denn ihnen bringt es viel zu oft großes Unglück  <3 

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andreadc ist offline