Tierschutz

Einfach den Tod umarmen …Das verlassene Shelter von Almyros

Nur wenn du auch den Schmerz ihrer Narben spüren kannst, dann darfst du dich wirklich „Mensch“ nennen“

Die erste Begegnung im verlassenen Shelter von Almyros.

Vielleicht liegt es an der menschliche Eitelkeit, zu glauben, man würde ewig leben und könnte sich alles zutrauen … Bis man eines Tages plötzlich stirbt und andere mit in den Tod reißt. Die Tiere waren bei einer Tier- Hoarderin gefangen, die plötzlich starb. 300 von ihnen. Sie starben mit ihr. Langsam aber sicher. Sie hatten kein Futter, also ernährten sich ihre Körper von ihrem eigenen Fleisch und ließen klapprige Säcke mit Knochen und gequälten Seelen zurück. Ihre Augen wurden trübe und verzweifelt, vom Durst nach Wasser, Futter und Liebkosungen.

Sie zeigten Zähne und knurrten, aber einzig vor Schwäche und Angst, in einer hoffnungslosen Anstrengung, den Tod abzuschrecken. Aber der Tod fürchtet nichts! Der Tod riecht nach Exkrementen, Urin, faulenden Mündern und Maden im Darm und nach dem verrotteten Resten in der verlassenen Speisekammer. Er agiert fast immer hinter verschlossenen Türen, um andere nicht mit seiner Existenz „zu belästigen“.

Der Tod kann die Krankheit riechen, von der sie vielleicht hofften, sie würde ihnen jetzt endlich ein gnädiges Ende bereiten und damit auch all dem Schmerz und all dem vorherigen Leiden. Wenn der Tod wieder unzuverlässig ist und ihnen diese letzte Gnade nicht gewährt, dann macht er sie noch wütender und noch hässlicher. Der Tod meidet Blickkontakt mit Menschen, weil die Leute dumm genug sind zu denken, dass er sie dann auch nicht sehen wird, wenn sie ihn ignorieren. Er würde dann nur die anderen finden und holen. Nicht sie.

Aber manche Menschen sind anders. Sie blicken dem Tod ins Gesicht und umarmen ihn. Sie umarmen ihn so fest, bis er selbst leben will. Diese Menschen können Schlösser aufbrechen, die Gerüche ignorieren und sogar mit nackten Füßen auf stinkenden Exkrementen zum Ziel eilen, bis sie diese armen Wesen erreichen und sie dann so fest wie möglich umarmen. Weil der Tod, der nichts fürchtet, einzig der Liebe weicht. Und so kam es, dass zwei der Hunde, die im verlassenen Shelter von Almyros grauenhaftes durchmachen mussten, auf eine Pflegestelle reisen durften. Zu Giorgios von SCARS.

Als die Besitzerin, die nicht mehr lebt in ein Pflegeheim kam, versuchten sie verzweifelt, hinter Gittern zu überleben. Einer von ihnen hat versucht, in einem Rudel großer Hunde zu überleben, und der andere ist selbst ein großer Hund. Einer von der Sorte, der vorgibt, die anderen zu fressen, wenn er keinen Anteil des kargen Futters erhält. Ihr könnt euch sicher vorstellen, wie viel Angst er haben musste, um so zu agieren. Sie alle hatten Angst und sie alle waren verzweifelt.

Es gibt aber eine Person bei SCARS, die auch aus dem verstörtesten und aggressivsten Überlebenskämpfer wieder ein sanftes Lamm machen kann. Giorgios … der Hundeflüsterer. Unser Freiwilliger erklärte uns, dass für ihn jede Hundeseele ein weißes Blatt Papier sei. Ganz gleich, wie zerknittert und schmutzig das Leben dieses Papier werden liess. Und dann beginnt er auf diesem leeren Papier mit weichen und warmen Farben zu zeichnen. Er hat bereits die Kanäle der Liebe in ihren Hundeherzen geöffnet, die vorher fest verschlossen und abgestorben waren, um zu überleben. Er wird die Liebe finden und zurück bringen.

Die ersten Bilder ihrer Begegnung lassen uns fest daran glauben… Diese eindringlichen Zeilen schrieb Martha von SCARS, ich habe sie für euch übersetzt und etwas ergänzt. Sie schreibt über zwei Hunde aus dem verlassenen Shelter von Almyros, die schweren Fälle … verängstigt und aus Angst aggressiv .. die bei Giorgios eine Pflegestelle fanden. Unsere Partnerorganisation SCARS Athen, nahm zwei der Hunde auf. Auch auf der Vrouva Farm ist man gerade dabei, für einige schwere Fälle eine Pflegestelle oder ein Zuhause anzubieten, der Transport aus dem Shelter findet sehr bald statt.

Mein Verein, Frieden für Pfoten e.V. unterstützt mit euren Spenden die anfallenden Kosten, denn alle Tiere müssen medizinisch betreut, gefüttert und versorgt werden, die auf eine Pflegestelle gehen .. auf lange Zeit. Das ist eine große Verantwortung, die unsere Partner in Griechenland nicht allein tragen können. Wir haben versprochen, wir würden dabei helfen.

Dankeschön, dass ihr uns helft, zu helfen Dankeschön, SCARS Athen ❤

Bettina Marie Schneider – Gutes Karma to go (Das Video zeigt einen der beiden Hunde, die Giorgios mit nach Athen zu sich nahm) Mehr Info findet ihr auf www.friedenfuerpfoten.org

Tierschutz

Wie schafft ihr das …???

Wie schafft ihr das?

Es gibt wenig Emotionen, die stärker sind, als die Bindung einer Mutter an ihr Kind. Das wird jede Mutter bestätigen. Diese unglaubliche Bindung, diese starken Emotionen kennt jede Mutter und manche kennen leider auch den schier unbeschreiblichen Schmerz, ein Kind zu verlieren. Wir Menschen möchten gerne glauben, diese Gefühle wären einzig uns vorbehalten. Wir reden uns ein, dass Tiere anders reagieren, einzig ihrem Instinkt folgen und nicht denken können. Mag sein, die Gedankenwelt und der Intellekt von Tieren findet auf anderen Ebenen statt .. aber Emotionen, Gefühle wie Liebe, Geborgenheit, Angst oder, Schmerz sind für sie nicht weniger angenehm oder schmerzhaft, wie für uns oder unsere Kinder. Sie ähneln sogar der Gefühlswelt von Kindern, die vieles noch nicht verstehen aber trotzdem oder vielleicht gerade deshalb, um so intensiver fühlen.

Bald sitzen wieder Millionen Mütter mit ihren geliebten Kindern gemeinsam an einem Tisch und feiern Ostern, indem sie anderen Lebewesen unsägliches Leid zumuten. Wer einmal den Schmerz einer Schafsmutter erlebt hat, wenn man ihr das Junge wegreisst, wer einmal gesehen hat, wie Lämmer verladen, transportiert und geschlachtet werden, wie sie verloren im Schlachthaus stehen und Tod, Blut und Angst der anderen hautnah miterleben, ehe sie an der Reihe sind, der hat stets etwas Bauchschmerzen, wenn vom Osterlamm die Rede ist. In meinen Augen ist es weder christlich, so etwas zu tun, noch nicht einmal menschlich

.In diesem Osterbraten steckt so viel Leid, Gewalt und Schmerz … und auch Wehrlosigkeit … und verratene Unschuld, dass einem eigentlich der Bissen im Halse stecken bleiben müsste, selbst wenn man insgesamt nicht vegetarisch oder vegan leben möchte.

Das Osterlamm bringt das Hässlichste an uns Menschen auf den Tisch.

Wir feiern die Wiederauferstehung eines Erlösers, der Gewaltlosigkeit und Liebe predigt, mit einem grausamen Gemetzel. Mit der gewaltsamen Trennung zweier Lebewesen, die sich in Liebe verbunden sind und die einander brauchen.

Wir feiern Ostern, indem wir einem der unschuldigsten und wehrlosesten Lebewesen, das auf Erden weilt, die Mutter und das Leben rauben, mit der Angst, dem Schmerz und dem Tod anderer … Das macht für mich keinen Sinn!

So würde ich persönlich eher „Sünde“ definieren. Eine vorsätzliche Handlung, die anderen Leid und Tod bringt. Je wehrloser das Opfer, desto sündhafter!

Manche sprechen noch ein Segensgebet, ehe sie zu Messer und Gabel greifen. Welcher Gott sollte solche Handlungen segnen? Nicht mein Gott! Ein eiskalter, mitleidsloser Gott… der solche Handlungen gegen seine eigene Schöpfung segnet, der würde mir mächtig Angst einjagen.

Und ich frage mich immer, wie schafft ihr es, all das auszublenden? … Aber was weiss ich schon …?

Frohe Ostern ❤

Bettina Marie Schneider – Gutes Karma to go

Tierschutz

Geschichten aus dem Sternengarten … Mission Impossible Teil I

Ein Lichtstrahl in der Dunkelheit

Es war ein langer Tag gewesen. Lang und schön! Eng an Valerion geschmiegt genoss Luna die letzten Sonnenstrahlen, die sie sich heute in Rosatönen gezaubert hatte. Die Vibration ihres Schnurrens vermischte sich mit seiner.

„Was für eine schöne Feier, die Ballerina für unseren neuesten Gast geschmissen hat… alle waren sie da um Emelly willkommen zu heißen…“

„Fast alle!“ …korrigierte ihn Luna. „Ich wüsste zu gerne, wo Leo und Csipi abgeblieben sind. Seit gestern sind sie verschwunden. Was sie wohl gerade aushecken?“… Und dann blinzelte die alte Katzendame wieder verträumt in den rosa Sonnenuntergang ihres Sternengartens.

🌠

Hunger ist manchmal noch grausamer als Schmerz. Hunger nagt, Hunger macht Angst, Hunger schwächt. Dunkelheit macht traurig, sie frisst Hoffnung und Lebensmut. Hunger und Schmerz und Angst können manchmal so grausam sein, dass man den Tod als Erlösung herbeisehnt. Seit Wochen sass er hungrig in der Dunkelheit seines Gefängnisses. Es gab wenig Licht, nur den Schimmer eines weit entfernten Fensters hinter den Gitterstäben. Manchmal war jemand vorbei gekommen und hatte etwas Futter gebracht und Wasser. Jetzt war da niemand mehr. Nur noch das Winseln und Bellen und Jaulen seiner Leidensgenossen. Er kannte sie nicht aber er konnte ihre Angst riechen, der Geruch vermischte sich mit seiner eigenen Angst und Verzweiflung. Und dann bellte er wieder. Ein heiseres, schwaches Bellen. Zu mehr reichte die Kraft nicht mehr. „Hilfe! Bitte helft mir doch jemand. Holt mich hier raus, ich möchte hier nicht sterben!“

🌠

Leos Ohren hingen auf Halbmast vor Kummer, während er mit Csipi vom Rande des Sternengartens beobachtete, was gerade in einem verlassenen Hunde-Shelter auf der Erde passierte. Gestern hatten sie all die verlassenen Hunde entdeckt und seitdem sassen sie zusammen am Rand des Sternengartens und schickten zumindest tröstende Träume an die hungernden und kranken Gefangenen.

„Wir müssen etwas tun, irgendetwas … lass uns zurück gehen und Luna informieren. Vielleicht weiß sie, was wir unternehmen könnten, um zu helfen…“

Csipi war bereits aufgesprungen. Der Sternenstaub wirbelte unter seinen ungeduldigen Pfoten auf, als sie plötzlich einige Menschen bemerkten, die sich gerade dem Shelter näherten. Was würde jetzt passieren? Wer waren diese Menschen? Die beiden Hunde beschlossen, noch abzuwarten, ehe sie den anderen erzählen wollten, was sie gesehen hatten.

🌠

Er hörte Schritte. Fremde Schritte. Wenn man tagein, tagaus in einem kleinen Verschlag sitzt, lernt man Geräusche besser wahrzunehmen und einzuschätzen. Geräusche werden wichtig. Diese Schritte hatte er noch nie gehört und sie kamen näher. Er bellte. Er bellte und winselte um sein Leben, damit sie ihn hören und finden würden.

„Bitte helft mir! Ich habe Hunger und Durst und Schmerzen! Bitte helft mir und wenn ihr mir nicht helfen wollt dann befreit mich zumindest aus meinem Gefängnis. Ich habe nichts verbrochen!“

Die beiden Frauen waren blass und man konnte sehen, dass sie geweint hatten. Entschlossen öffneten sie den Verschlag, stellten Wasser und Futter hinein und eine der beiden streichelte dem abgemagerten, apathischen Hund liebevoll über den Kopf.

„Keine Angst! Wir tun dir nichts. Wir sind gekommen, um dir zu helfen…“

Ihre Tränen tropften auf den Betonboden des verlassenen Shelters.

„Wie sollen wir das schaffen? 300 Hunde! Die Besitzerin verstorben! Alle halb verhungert und krank! Hast du gesehen, in welchem Zustand sie sind. Der hier auch! Wer soll das bezahlen und was tun wir mit all den kranken und heimatlosen Hunden? Alle Shelter sind übervoll, niemand hat Geld und niemand fühlt sich zuständig!“…

🌠

Leo sprang auf. Er hatte genug gesehen.

„Lass uns zurück zu den anderen gehen! Wir werden ihnen berichten, was wir gesehen haben und dann fällt Luna bestimmt etwas ein oder Ballerina…oder Enzo…egal! Wir werden alle unsere Menschen auf der Erde um Hilfe bitten. Das ist groß, was wir da gerade gesehen haben, Csipi…Viel zu groß für ein paar Menschen! Was hier ansteht, damit es den armen Hunden besser geht, werden diese Frauen niemals allein schaffen. Aber gemeinsam, …wenn alle mithelfen… könnte es funktionieren.“

Und dann sausten die beiden Freunde los.

Fortsetzung folgt…

Bettina Marie Schneider – Gutes Karma to go

www.lunas-sternengarten.de

Mehr über diese Mission Impossible findet ihr auf unserer Webseite http://www.friedenfuerpfoten.org oder auf Facebook.

Tierschutz

Jimmys letzte Reise … eine Geschichte aus Lunas Sternengarten <3

Geschichten aus Lunas Sternengarten 🌠 Und Jimmy ging zum Regenbogen …

Er stieg zögerlich die Rampe zum Hänger hoch. War es jetzt wieder einmal soweit? Brachte man ihn fort? Wohin würde sein Weg diesmal führen? Was hatte er diesmal falsch gemacht? Er fühlte sich unendlich müde und hoffnungslos, während er versuchte, eine einigermaßen bequeme Position einzunehmen, in der sein Rücken und die Beine nicht so schmerzten.

🌠

Die Fahrt ins Ungewisse dauerte endlos lange. Er hatte viel Zeit, um nachzudenken.Ob die schrecklichen Geschichten stimmten, die man sich in Pferdekreisen erzählten, dass am Ende einer solchen Fahrt manchmal ein Schlachthof und der Pferdemetzger warten? Die Fahrt in den Tod.Könnte das gerade auch ihm passieren? Er war immer bemüht, brav und gehorsam zu sein, selbst wenn die Anforderungen seiner diversen Besitzer ihm Schmerzen bereiteten. Einige hatten ihm sogar absichtlich weh getan! Er hatte immer alles geduldig ertragen. Wofür sollte er also bestraft werden? Und dann überlegte er weiter…Vielleicht wäre der Tod gar keine so üble Lösung. Er war müde, unendlich müde … und hoffte nur, dass es schnell gehen würde.Sein wunderschöner Traum von einem Pferdehof am Ende des Regenbogens, wo er für immer bleiben dürfte, der Traum von grünen Weiden, von Menschen, die ihn umsorgten, Menschen die ihn liebten und nichts von ihm forderten was er nicht leisten konnte… ein richtiges Zuhause…dieser Traum war längst an der Realität gescheitert. All die Jahre, immer andere Besitzer… er hatte sich stets angestrengt, es ihnen recht zu machen und war trotzdem immer weitergereicht worden.

Sein Ende des Regenbogens hatte er doch nie gefunden. Früher hatte er während der langen Fahrten zum nächsten Besitzer noch davon geträumt. Das war lange her! Es ist nicht gut, auf etwas zu hoffen, was niemals eintreffen wird. Wer sollte ihn noch wollen? Jetzt weniger denn je, denn er war alt, krank, gebrochen … und weit entfernt von den Schönheitsidealen der meisten Pferdekäufer. Er konnte niemanden mehr auf seinem schmerzenden Rücken tragen. Seine Zeit war vorbei.

🌠

Der Hänger kam zum Stillstand. Jetzt war es also soweit! Ergeben folgte er der führenden Hand am Halfter die Rampe hinunter, den Kopf hielt er gesenkt … er wollte nicht sehen, was es gleich zu sehen gab. Die Pferdehändlerin tätschelte ihm zum Abschied über die Flanke und sagte etwas.

„So Jimmy … oder wie immer du bald heißen wirst … hier ist dein neues Zuhause. Ich glaube, es wird dir gefallen …“

Hatte sie gerade gesagt „Zuhause“ ???Er spitzte die Ohren und hob den Kopf. Was er dann sah und hörte, ließ sein müdes Pferdeherz vor Freude schneller schlagen. Ein Pferdehof, umgeben von grünen Weiden und in der Ferne konnte er bereits die Geräusche der anderen Pferde hören. Er kannte diese Geräusche. So klangen glückliche Pferde! Was für ein wunderschöner Ort … Eine Frau kam ihnen aus dem Gebäude entgegen. Sie musterte ihn lange und ihr Blick schien für einen kurzen Moment ein wenig traurig. Aber vielleicht hatte er sich das nur eingebildet, denn gleich darauf lächelte sie ihn an. Sie kam näher und flüsterte leise, so dass nur er es hören konnte:

„Willkommen Zuhause, Jimmy. Wir haben dich bereits erwartet. Jetzt bist du endlich angekommen! Hier ist das Ende deiner langen Reise… Hier darfst du für immer bleiben. Versprochen!“ Vielleicht möchtest du dich erst ein wenig ausruhen, ehe wir uns kennenlernen?“

🌠

Jimmy schloss kurz die Augen, während sich Glücksgefühle und Hoffnung wie Medizin in seinem schmerzenden Körper ausbreiteten. Wenn das jetzt kein Traum war, dann hatte er es doch noch geschafft! Nach einer langen und beschwerlichen Lebensreise, war er jetzt endlich am Ende seines Regenbogens angekommen…in einem wunderschönen Zuhause, wo er für immer bleiben durfte. Sie würde ihn nicht wieder wegschicken, wie all die anderen Besitzer vor ihr. Das hatte er deutlich in dem Tonfall ihrer sanften aber entschlossenen Stimme gehört. Und dann machte er seine ersten zaghaften Schritte ins Glück …

🌠

Luna sass am Rande des Sternengartens und wischte sich verstohlen ein Tränchen aus den Augen. Sie schickte eine letzte große Wolke Sternenstaub auf die Erde. Der Staub glitzerte noch einmal in allen Farben des Regenbogens, ehe er auf ein Pferd herunter rieselte, das gerade selig seine neue Box bezog. Die alte Katzendame nickte ihrem neuesten Gast zu und schniefte gerührt.

„Ich wollte dir gerne zeigen, wer deinen Platz auf dem Pferdehof einnehmen darf und wie sehr er sich darüber freut. Ich glaube, Emmely, da haben wir jemanden sehr glücklich gemacht! Jimmy hat es so verdient! Hast du eigentlich Ballerina schon getroffen? Sie kümmert sich um die neuen Pferdegäste im Sternengarten.

„Komm mit, ich stelle dich den anderen vor! Meine Schwester Lilly wird hingerissen sein, wenn sie dich sieht! Sie hat eine Schwäche für Pferde…“

Luna warf noch einmal einen kurzen Blick über den Rand des Sternengartens und freute sich an der Freude ihres Menschen, die gerade das Telefon beiseite legte und strahlend etwas in die Tastatur tippte:

„Happy End“ …

(Bettina Marie Schneider- Gutes Karma to go)

http://www.lunas-sternengarten.de

Wenn ihr gerne wissen möchtet, wie Jimmys Geschichte weitergeht. Hier ist der FB Link zu dem Pferdehof, wo er sein Zuhause fand. Sie würden sich sehr über Unterstützung freuen ❤

https://www.facebook.com/Interessengemeinschaft-Freizeit-mit-Pferden-und-Pferdeschutz-eV-199728590124656

Tierschutz

Eine kleine Reise durch die anstrengenden Gedankengänge mancher Leser … viel Spass :-)

Leider muss ich meinen Blognamen „Gutes Karma to go“ jetzt umbenennen. Denn er ist verwerflich und lässt Anstand vermissen … Nein Spass 🙂 ich liebe dieses Wortspiel „Gutes Karma to go“ und werde den Teufel tun, etwas daran zu ändern. Aber ich wollte euch in diesem Blog gerne einmal mitnehmen, auf eine Reise durch die anstrengenden Gedankengänge mancher Hirne und dabei vielleicht auch dem ein oder anderen einen Denkanstoss mitgeben, warum „gut gemeinte Empörung und Belehrung“ in manchen Fällen einfach nur anstrengend ist und … seltsam …sehr seltsam :-)))

Here we go:…

„Alleine der Titel der Verfasserin oder des Verfassers ist schlicht und einfach verwerflich und erinnert an Starbucks statt an Anstand. Karma ist ein Begriff aus dem Buddhismus und diesen gibt es nicht „to go“.Sie führte im Verlauf der Diskussion weiter aus:…„Karma to go“ ist allein von der Wahl der Worte eine degradierende Umgangsweise mit der fernöstlichen Philosophie. Das tut man nicht. Damit verletzt man Menschen, die den Buddhismus zu ihrer Philosophie gemacht haben und in dieser Spiritualität leben. Es ist Effekthascherei und hat mit Karma oder Buddhismus nun wirklich nichts zu tun.“…Mein Mann ist Buddhist und schüttelte eben nur mit dem Kopf. „Das kommt von Menschen, die es nicht besser wissen“, meinte er voller Geduld. „Sie haben noch viel zu lernen“, fügte er noch hinzu. Und machte ein trauriges Gesicht. Also nehmen Sie bitte zur Kenntnis, das verletzt!!!Und die Abschaffung von Mohren-Apotheken wäre ein erster Akt der Anerkennung von all dem Leid, das unter diesen kolonialen Umgangsweisen entsteht. Dass Sie das nicht anerkennen können, ist eine ernste und traurige Sache…“

Ich las die Kommentare, las noch einmal und wusste nicht, ob ich lachen oder mit dem Kopf auf die Tastatur schlagen sollte. Wie?? Was?? Karma? Buddhismus? Verletzen? Mohren Apotheke und Sarotti Mohr? Ich gab es schließlich auf, diesen Gedankengängen folgen zu wollen und beschloss, für des Seelenheil der Kommentatorin und vielleicht für den ein oder anderen interessierten Leser dieses Empörungsausbruchs, doch kurz zu erläutern, was hinter Gutes Karma to go steht.

Erst einmal ich 🙂Ich habe mir diesen Namen ausgedacht, als gesetzlich geschützte Wortmarke gesichert und arbeite seither damit. Meistens sind das gar nicht so üble Sachen, die aus dem Gutes Karma Blog entstehen. Er ist nicht buddhistisch, nicht spirituell mein Blog, aber er ist phantasievoll und lässt selten, eigentlich nie, Anstand im Umgang mit anderen vermissen und … er rettet Leben. Das wäre doch schon einmal ein guter Ansatz, um sich Gutes Karma im spirituellen oder religiösen Sinne zu verdienen.

Warum ich den Namen wählte? „Karma“ ist vor allem anderen erst einmal ein Wort aus dem Sanskrit. Es bedeutet „Wirken“ oder einfach „Tat“ und wird dort noch heute so übersetzt und verwendet. Auf meinem Blog hat jeder, der das möchte die Option, quasi im Vorbeigehen eine gute Tat für Tiere zu erbringen. Ich stelle fast jeden Tag ein Projekt vor, das Hilfe benötigt und auch für bedürftige Menschen gibt es hier die Option guter Taten in Form von Spenden. Gute Taten im Vorbeigehen… das schöne Gefühl, geholfen zu haben, gibt es bei mir fast täglich zum Mitnehmen. Also für alle, die das möchten. Der Rest kann einfach weiterscrollen… cooles Konzept 🙂

Der Begriff „Karma“ hat unterschiedliche Bedeutungen und jeder darf ihn benutzen, wie er das möchte. Als simples Nomen, als spirituelles Konzept, nach dem jede Handlung – physisch wie geistig – unweigerlich eine Folge hat. Und dann sind natürlich die Religionen und spirituellen Strömungen in der Karma Fraktion aktiv. Vor dem Buddhismus hat jedoch der Hinduismus dieses Konzept für sich entdeckt. Sollte also jemand beleidigt sein wollen und angesichts meines Blognamens traurig sein und mit dem Kopf schütteln, dann vielleicht eher ein Anhänger des Hinduismus?

Einigen wir uns darauf, dass auf Gutes Karma to go einzig der große Kürbis regiert und andere Religionen außen vor sind. Und daher möchte ich last not least noch der Leserin versichern, die dazu schrieb:

„…das Furchtbarste an diesen Diskussionen ist das noch nicht einmal bewusste Halbwissen. Stellen sich einen Buddha aufs Regal und haben dadurch aber nichts verstanden….“

In meinen Regalen steht nicht ein einziger Buddha … ich schwöre 🙂 Nicht, dass ich etwas gegen Buddha hätte oder gegen den Buddhismus, das ist sicher eine prima Religion.. Aber ich liebe nun einmal den großen Kürbis und daher wird man bei mir im Regal, in der Küche und an den Wänden einzig Kürbisse finden, in allen Größen und Farben des Regenbogens. Mein „Halbwissen“ widme ich einzig ihm 🙂

Ich hoffe, das findet jetzt nicht auch jemand verwerflich, ist verletzt, empört oder traurig. man weiß ja nie …

Tierschutz

Wir bleiben Ostern zuhause … oder? ;-)

Gerade wird Nena in den Kommentarspalten zerlegt. Die großen Online Plattformen geben mit ihren Headlines die Steilvorlage dazu. Ich bin immer wieder aufs neue erstaunt, dass all die Gemeinheiten, persönlichen Unterstellungen und Beleidigungen rechtlich ok sind, die die liebe Leserschaft dort ausbreitet. Es scheint nur noch einer kleinen Elite an guterzogenen Lesern möglich zu sein, anderer Meinung zu sein oder zu kritisieren, ohne dabei beleidigend zu werden.

Ich bin und war nie Nena Fan, auch ihre Ansichten zu vielen Themen sind nicht meine Welt. Was ich an ihr mag, sie sagt, was sie denkt. Das gibt es heute nicht mehr oft in der Kultur- und Sportszene, denn die Strafe folgt auf den Fuss.

Auch ich bin richtig angepisst, wenn auf einer Demo zahlreiche Menschen ohne Maske weiter dazu beitragen, ein Virus zu verbreiten, das viel Leid und Tod mit im Gepäck hat. Trotzdem glaube ich, das Wort „Corona-Leugner“ pauschal für alle Teilnehmer zu verwenden, ist mehr als unfair. Sie leugnen nicht Corona sondern kritisieren die Maßnahmen dagegen. Ich besuche keine Demos, ich halte mich größtenteils an die Regeln aber denke nach wie vor selbstständig. Was derzeit an Maßnahmen abgeht, ist reine Willkür, staatliches Versagen, vorsätzliche Zerstörung der Wirtschaft und aushebeln der Grundrechte.

Wem schade ich, wenn mir nach 22 Uhr einfällt, ich möchte gerne noch zur Tankstelle, um Schokolade zu holen? Wer maßt sich an, darüber zu entscheiden, ob ein Angehöriger, der im Sterben liegt, Abschied nehmen darf? Wer möchte mir ernsthaft erzählen, dass die 1- Kundenregelung und FFP2 Maske in kleinen Läden, keine vertretbare Option wäre?

Ich lese viel, alles über Corona, weltweit .. und für mich steht nach wie vor fest, dass Vorsicht besser als Nachsicht ist und auch in Sachen Impfstoff gab es eine klare Entscheidung:

Impfen ..ja! … da führt für mich kein Weg daran vorbei (für mich, wohlgemerkt, bitte lesen!!! 😉 ) aber dann bitte mit dem Impfstoff, der mir den derzeit größtmöglichen Schutz bietet und dem ich persönlich vertraue. (Astrazeneca ist es nicht) Eigenverantwortung! So, wie ich es auch mit anderen Medikamenten handhabe, wenn sie unumgänglich sind. Informieren und dann werten!

Ein Teil der Menschen, die auf solche Demos geht …gegen die Coronapolitik, die sind dort, weil sie verzweifelt sind, weil ihre Existenzen zerstört werden, weil sie um ihre Grundrechte fürchten und weil sie der Meinung sind, der eingeschlagene Weg führt nicht zum Aussterben von Corona, wohl aber zur Zerstörung von Freiheit und Wirtschaft. Ich teile deren Meinung, obwohl ich lernte, Corona zu fürchten, nachdem es auch im persönlichen Umfeld Erkrankungen und Todesfälle gab.

Ich würde derzeit nach wie vor nicht auf eine Demo gehen und schon gar nicht ohne Maske. DAS ist in der Tat asozial! Ich würde aber auch nicht jeden pauschal beleidigen und verdammen, der mit einem Teil der Demonstranten sympathisiert. Lasst euch bitte nicht alle so von den Medien aufhetzen und verheizen. Gebt die Verantwortung für euer Leben und Handeln nicht immer nur an die Politik ab. Viele davon wären nicht einmal in der Lage, einen Krämerlagen ordentlich zu führen, mit all den undurchsichtigen Regeln, die sie sich für Krämer ausgedacht haben … 😉

Ich für meinen Teil werde Ostern tun, was ich immer tue. Mit den Menschen, die mir am Herzen liegen, Ostern geniessen und dabei vorsichtig sein. Vorher auch … und nachher auch … Schnelltest, Maske, Abstandsregeln, Hygiene und co … werden uns dabei helfen!

Sagt mir einfach Bescheid, wenn sich die Regierenden darauf geeinigt haben, ob meine Handlungen an Ostern dann legal oder verboten sind 😉Bleibt gesund ❤

Eure

Bettina Marie

Tierschutz

Pferdesport in der Kritik … ein Erfahrungsbericht

Dieser Beitrag bezieht sich auf Facebook:

„Warum hast du die Beiträge über das Leiden der Tiere im Pferdesport wieder offline genommen?“ Ehrliche Antwort:

Weil ich hier auf meinem Blog diese Sorte Mensch ungern sehe und sie kamen in Scharen, …Sie kamen, weil ich gewagt hatte, auf meinem eigenen, privaten Blog einen Artikel des Deutschen Tierschutzbunds zu teilen. Sie kamen, um mich zurechtzuweisen, wegen eines Beitragsbildes, ein Bild, das ich nicht ausgewählt hatte, sondern das zum Link des Artikels über Rennpferde gehörte (und Rennpferde zeigte)sie kamen, um mir Unwissenheit vorzuhalten (daher hatte ich einen Artikel geteilt und nicht selbst geschrieben, alles klar?!) , aber vor allem kamen sie, um zu polemisieren und um andere Leser hier anzugehen.

Mir war nicht bewusst, dass die Pferdeszene darüber entscheidet, welche Artikel und welche Meinungen hier erscheinen dürfen aber ich habe mittlerweile ein klares Bild davon, warum es in der Pferdewelt so viel Leid und Misshandlungen für die Tiere gibt und warum so wenig darüber berichtet wird. Die Menschen haben schlicht und ergreifend Angst. Lesen scheint auch nicht jedermanns Stärke, da ich bereits in der Headline und dann in Kommentaren gefühlt hundert mal darauf hingewiesen hatte… nein, dieser Artikel stammt nicht von mir…nein, bitte richtet Kritik an den Deutschen Tierschutzbund…nein, ich kenne die Verfasser nicht, aber einer davon war 25 Jahre lang auf der Rennbahn als Pferdetierarzt tätig, ich würde vermuten, er hat Ahnung, wovon er schreibt…und nein, hier schreibt niemand, allen Pferden geht es so und jedes Pferd würde geschunden…auch in diesem Artikel steht es nicht, ihr müsst mir nicht 101 Bilder von euren glücklichen Rennpferden senden…Trotzdem existiert das andere Extrem ebenso, und genau dagegen spricht sich der Verfasser des Artikels aus…Was stört euch daran? Mögt ihr keine Pferde?

Wenn man 1000 mal vergeblich etwas erklärt hat, wenn alle 2 Minuten jemand anderes in sehr aggressiver und unhöflicher Tonart in dein „Virtuelles Wohnzimmer“ hereinplatzt und dich für etwas angeht, was du geteilt hast, die seriösen Quellen anzweifelt, die Auswahl der Beispielbilder, die Sachkenntnis der Verfasser, deinen Intellekt und dann vielleicht noch andere Gäste anpöbelt, dann ist das Anfangs befremdlich, dann unangenehm und irgendwann hinderlich, für die laufenden Arbeiten in Sachen Tierschutz. Nun weiß ich also, dass neuerdings andere darüber entscheiden, was ich teile, welche Quellen ich verwende und was man über Pferde und Pferdesport denken und schreiben darf. Pferdekenner unter sich. Da haben viele die letzten Tage viel gelernt… sicher nicht nur ich 😉 Nicht meine Welt … weg damit und damit hoffentlich auch die Menschen, die zwar nicht lesen können…aber selbst schreiben…

Ich verweise also zum 1001. mal darauf, dass die von mir zum Thema Pferd geteilten Artikel nicht aus meiner Feder stammen, dass der Deutsche Tierschutzbund sich sicher über Anregungen und Kritik zu besagtem Artikel über Rennpferde freut und lese mich interessiert durch die Ausführungen des Pferdetierarztes, der sich nach vielen Jahren Einsatz auf der Rennbahn, dazu entschlossen hat, sich öffentlich für die Pferde dort einzusetzen. Er schreibt unter anderem:… „das Schlimmste, was man den Pferden antun kann, ist die Angst…“ Ich kann mittlerweile gut nachvollziehen, was er damit meint.

An dieser Stelle vielen Dank für die zahlreichen Erfahrungsberichte und Insider Infos aus der Pferdeszene, die ich seither erhielt … obwohl ich besser schlief, als ich noch nicht im Detail wusste, was Pferde erleiden müssen und mit welchen Methoden sie eingeschüchtert, gebrochen und gefügig gemacht werden. Gängige und legale Methoden … die meine Einschätzung von der Pferdeszene, dem sogenannten „Pferdesport“ und dem Charakter der Menschen, die dort aktiv sind, nachhaltig geprägt haben, …das gebe ich offen zu.

Hier findet ihr ein interessantes Interview zu diesem Thema:

„Angst ist das Schlimmste …“

https://www.duunddastier.de/ausgabe/drpick/

Tierschutz

Dumm ist nur, wer Dummes tut … (Forrest Gump)

Im Gegensatz zu vielen anderen, die schreiben und veröffentlichen, gebe ich offen zu, wenn ich über ein Thema schreibe, in dem ich nicht 100 Prozent firm bin. In solchen Fällen suche ich sorgfältig nach Quellen und zitiere dann. Meist habe ich eine Woche später mehr Fachwissen intus, als kommentierende „“Experten“, die mich „dumm“ nannten. Meist stelle ich dann später auch fest, dass ich noch viel zu milde geschrieben habe, Abgründe tun sich fast immer auf, wenn man tiefer in ein Tierschutzthema einsteigt. Es passieren Dinge, die man nicht für möglich hält, weil sie so allgegenwärtig und grausam sind. Nicht nur in den Schlachthäusern. Dumm ist nicht, wer zugibt, etwas (noch) nicht selbst erfahren oder recherchiert zu haben sondern wer für sich die Wahrheit beansprucht und andere unterschätzt. Ich werde gerne unterschätzt. Das ist manchmal sogar von Vorteil Ich lasse meine Arbeit für mich sprechen und lächle dazu ❤

Da auch oft die Empfehlung kommt, ich sollte mich doch um die „wirklich wichtigen“ Dinge kümmern“ – wirklich wichtig ist dann natürlich immer etwas anderes, nur nicht das Thema das gerade im Brennpunkt steht … hier ein kurzer Abriss der letzten 24h. Wenn ich mich nicht gerade von „Pferdekennern“ für kritische Ausführungen zum Leid der Pferde beschimpfen liess war ich damit beschäftigt, 300 Hunde, die unter unsäglichen Bedingungen in einem verlassenen Shelter vegetieren, vor dem Hungertod zu retten. Unser gesamtes Team war damit beschäftigt.

Nachdem der erschütternde Bericht von unserer Projektpartnerin Eri aus Griechenland eintrudelte, lief unsere Maschinerie an.300 kranke und ausgemergelte, unkastrierte Hunde x Betrag X —- X würde in diesem Fall Unsummen verschlingen. So viel stand fest.

Was würden Behandlung , Kastration und Futter kosten? Wir kamen auf schwindelnde Beträge, die wir niemals zusätzlich in unserem Budget stemmen könnten. Und falls das Wunder passiert… und solche Spendensummen tatsächlich eingehen, wie wäre die Abwicklung?

Wer erstellt Rechnungen in Griechenland, die finanzamttauglich sind, wer bucht die unzähligen Vorgänge bei uns?Wie zuverlässig sind die Infos vor Ort? Wer genau ist eigentlich zuständig? Was passiert dort gerade, was können wir tun? Wer ist der verantwortliche Tierarzt, wie stehen die Behörden vor Ort dazu, wer arbeitet noch an dem Fall, gibt es andere Vereine die kontaktiert und informiert werden müssen?

Welche Bilder dürfen wir verwenden? Wie ist der Zustand der einzelnen Tiere? Welche Stiftung könnte Kastration übernehmen und was müssten wir aus eigenen Mitteln zuschiessen? Wer wird sich später um Adoptionen kümmern, welche Shelter könnten aufnehmen? Wo können Futterlieferungen gelagert und vor Diebstahl geschützt werden, ist der Anfahrtsweg für einen LKW geeignet?

Wer kontaktiert, übersetzt, fasst all das zusammen, schreibt auf der Seite darüber, beantwortet Fragen, hält Kontakt zu den Spendern?

Claudia unsere Schatzmeisterin gab OK, sie wäre bereit … ganz gleich was an zusätzlicher Zeit benötigt wird. Nicole, meine Vorstandskollegin nickte ab. „Wir werden aufpassen müssen, unsere anderen Projekte nicht zu gefährden, aber hier darf man nicht wegsehen!“

Dann waren besonders Maren und Claudia nonstop im Einsatz, vernetzen, übersetzen, kontakten … es flossen eimerweise Freudentränen in Griechenland, als Maren berichtete, was Claudia und sie zusammen mit unserem Team bereits erreicht haben. Bald werden ein paar Tonnen Futter von VETO-Tierschutz-Shop geliefert, auf meiner privaten Seite überschlugen sich die freundlichen Spendenangebote, viele liebe Spender schrieben mir und schickten großzügig Geld, die Uli Stein Stiftung kam ins Boot, befreundete Gruppen fragten an, ob sie helfen könnten. Mittlerweile hatte Claudia den ganzen Vorgang, das schreckliche Elend auch auf unsere Webseite gebracht. Hunde, die teilweise in der Dunkelheit eingekerkert, langsam verhungerten… Jeder einzelne Hund ausgemergelt, krank, schwer krank oder bereits im Sterben…Bis spät letzte Nacht schrieben sie und Maren noch über aktuelle Updates, hielten Kontakt zu unserer Arbeitsgruppe, die für dieses Projekt gegründet wurde, zu den Aktiven vor Ort und den Spendern und stellten Updates online… und gleich heute morgen ging es weiter.

Ich nahm derweil Kontakt mit den großartigen aber sehr erschöpften Tierschützerinnen auf, die in Griechenland dieses verlassene Shelter entdeckt hatten. Ein paar der verhungernden Hunde hatten stundenlang verzweifelt gebellt, so wurden sie darauf aufmerksam. Es sind tolle Frauen, entschlossen und gut im Thema. Mit genügend Hilfe an der Hand und Eri vor Ort an der Seite, können sie das schaffen! Wir liefern das Geld dazu und Futter … so viel wie irgend möglich. Das ist der Plan!

Stand derzeit, das Unmögliche nimmt gerade Gestalt an. Ich denke, wir dürfen zuversichtlich hoffen, den ersten Teil der Aktion „Rettet 300 Hunde kurz vor dem Hungertod und bastelt ihnen eine Zukunft“ erfolgreich angeschoben zu haben. Noch ist unendlich viel zu tun und noch gibt es jede Menge offenen Fragen … die ich auch diesmal wieder ehrlich mit: „Ich weiss es nicht “ beantworte, wenn ich die Antworten *noch nicht kenne.

Was wir jedoch wissen, es war bereits 10 Minuten nach 12 und jetzt muss gehandelt werden. Einer muss es tun und im Zweifelsfall dann doch immer, Frieden für Pfoten. Weil wir uns trauen ❤

Manchmal habe ich Gänsehaut, wieviel Power in unserem Team steckt. Dankeschön, ihr Lieben, ein dickes Danke an Claudi Schnapp, Claudia Utz und besonders an Maren Haack ♡Was ihr in den letzten 24 Stunden erreicht habt, ist großes Kino. 3D Kino … und es wird wieder viele Leben retten. 💕

Auf dem Bild ist einer der bedauernswerten Hunde zu sehen. Mehr darüber auf unserer Seite Facebook Frieden für Pfoten – Peace 4 Paws … oder www. friedenfuerpfoten.org… falls ihr helfen möchtet… wir benötigen wirklich jeden Cent ❤

Bettina Marie Schneider – Gutes Karma to go

Zum Schluss möchte ich euch noch dieses Video ans Herz legen:

Tierschutz

Mein bester Freund – Das Schlachtpferd

Mein bester Freund – Das Schlachtpferd

Es hat viele Gründe, warum ich einen weiten Bogen um das Thema „Pferde“ mache. Das passiert nicht, weil ich Pferde nicht mag. Ganz im Gegenteil, diese sensiblen, sanftmütigen und wunderschönen Tiere sind ein großes Geschenke der Natur für diesen Planeten. Ich meide dieses Thema meist, weil es schmerzt, mit anzusehen, wie diese Tiere benutzt, missbraucht und verkannt werden. Am Ende, wenn sie alt, krank oder von Missbrauch gezeichnet sind, wird ihnen oft sogar ein würdiges Sterben verwehrt. Letztes Jahr landeten allein in Deutschland, 4100 „geliebte“ Pferde in einem Schlachthaus.

Pferde kamen nicht auf die Welt, um als Kriegshelfer, Lastenträger, Blut- oder Urinlieferant, Kleinmädchenbespasser oder Sportgerät ihr Dasein zu fristen. Sie lieben, wie wir alle, die Freiheit, … ihr artgerechtes Leben fände in einer Herde statt, auf einer Weide und nicht in Boxen, auf Turnierplätzen, vor Kutschen oder in Viehtransportern, die quer durch Europa gekarrt werden.

Der „beste Freund des Menschen“, bezahlt seit Menschengedenken diese Freundschaft mit seinem Leben, seiner Würde und seiner Freiheit und das ungleich mehr, als das Hunde oder Katzen tun. Es macht mich traurig. Daher schreibe ich nicht über Pferde. Adere tun es. Ein Beispiel:…

„Seit Jahrtausenden benutzen die Menschen Gebisse, um das Pferd gefügig zu machen. Dies funktioniert über Schmerzen, die das Gebiss verursacht. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Eigentlich gibt es keinen Grund, ein Gebiss zu benutzen – außer man will das Pferd durch den Schmerz kontrollieren…“

„Häufig wird argumentiert, dass die Art der Zügelführung einen Unterschied zwischen Schmerz und Nutzen des Gebisses ausmacht. Wenn es uns wirklich um das Wohl des Pferdes geht, dann hat dieses Argument aber keine Gültigkeit. Denn es wird nur benutzt, wenn der Mensch vom Pferd bestimmte Resultate will und dabei keine alternative Möglichkeit in Betracht zieht. ..“

Die Liste der durch Gebisse verursachten gesundheitlichen Probleme ist lang, und sie ist unabhängig von der Zügelführung und von dem, der die Zügel führt: Gebisse verursachen allein durch ihre Präsenz und den punktuellen Druck auf die in den Schleimhäuten liegenden Nervenenden Schmerzen an Unterkiefer und Zahnfleisch. Wenn Ihr Zahnarzt einmal den Nerv ohne Betäubung getroffen hat, dann haben Sie eine Vorstellung davon, wie sich ein Gebiss für das Pferd anfühlt. Es entwickeln sich Entzündungen, die sich auf größere Bereiche des Gesichts und des Kopfes ausbreiten können. Das Pferd wird durch diesen Schmerz kontrolliert….“ (https://www.feinehilfen.com/reiten-mit…/comment-page-2/)

Vielleicht, wenn ich mutig genug bin, schreibe ich irgendwann einmal etwas mehr über ihr „Ende“, von Pferden auf Pferdetransporten und in Schlachthöfen. Das Ende einer Freundschaft, die oftmals nie eine war sondern einzig Missbrauch! Hier gibt es einen interessanten Artikel dazu:

Mein bester Freund, das Schlachtpferdhttps://www.vegpool.de/…/veganer-reiten-tierquaelerei.html

…“Pferde, die zur Fleischproduktion bestimmt sind, erhalten im Krankheitsfall nur bestimmte, zugelassene Medikamente. Damit soll eine Verunreinigung des Fleisches verhindert und die spätere Fleischqualität sichergestellt werden. Im Falle eines Unfalls kann das zum Beispiel bedeuten, dass auf Schmerzmittel verzichtet und das Tier ohne Weiteres zum Pferdemetzger transportiert wird.“…

In der EU werden die meisten Pferde formell als Nutztiere zur Fleischerzeugung gehalten! Der Eintrag wird im „Equidenpass“ des Tieres deklariert und hat fürs Pferd oft schwerwiegende Folgen. Auch in sehr vielen Reitvereinen sind die geliebten Reitpferde formell nicht mehr als Fleischlieferanten. Fragen Sie doch mal nach!“ …“

Zum Schluss möchte ich euch noch dieses Video ans Herz legen. Ich fand es verstörend!

Tierschutz

Die Rache der Elefanten …

Ich liebe Elefanten, ihre Sanftmut, ihren Familiensinn, ihre Kraft! Sie können bis zu vier Metern groß werden und dabei ein Gewicht von sieben Tonnen erreichen. Trotzdem verletzen sie in Kampfsituationen niemals ihre Jungtiere, wenn die Kleinen unter den mächtigen Körpern Schutz suchen. Ähnlich wie wir Menschen, leben Elefanten in Freiheit in komplexen sozialen Netzwerken, in denen Mitgefühl und Hilfe für andere zum Überleben wichtig sind. Wenn ein Familienmitglied stirbt, zeigen Elefanten große Trauer. Die Herde versammelt sich und hält neben dem Leichnam Wache.

Das Gedächtnis der Elefanten ist legendär. Ausgeprägte Schläfenlappen speichern jede Erfahrung. Mit fünf Kilogramm ist ihr Gehirn das Größte unter allen Landtieren. Elefanten merken sich gut, wenn ihnen jemand weh getan hat und bereiten sich lange und sorgfältig auf den Tag der Vergeltung vor. Nicht Tiger, Krokodile oder Löwen sind für die meisten Tode und Verletzungen von Pflegern in Zoos verantwortlich sondern Elefanten.

Es wundert mich wenig, denn wer so klug ist, wer in einem Ausmaß lieben kann, wie es Elefanten tun, der kennt auch den Wunsch nach Rache, der kann auch hassen. Elefanten sind uns Menschen ähnlicher, als wir in unserer menschlichen Arroganz glauben. Sie betrauern ihre Toten, sie benutzen Werkzeuge, sie erkennen sich selbst im Spiegel und sie sind gute Beobachter. Die geheimnisvollen Dickhäute können unsere subtilsten Körpersignale deuten, ja sie ahmen sogar unsere Stimmen nach!

Elefanten haben Zeit … sie beobachten ihre Feinde und wissen ihre gewaltige Kraft einzuschätzen. Sie warten auf den richtigen Zeitpunkt. Es gibt Berichte aus Zoos, in denen sich die Tiere nicht nur mit dem Rüssel wehrten sondern sogar Äste als Waffe benutzen.

„Die Bullen legten sich ein paar dicke, handliche Stücke zur Seite. Nicht als Futtervorrat oder zum Spielen. Sie haben sich munitioniert. Wer das als Mahout beobachtet, sollte sich lieber ein paar Wochen beurlauben lassen. Ich war dabei, als einem Pfleger der Arm gebrochen wurde von einem Ast, der plötzlich aus Richtung des Bullen angeflogen kam…“ (Verhaltensbiologe Fred Kurt).

In diesem Interview mit der WELT spricht Fred Kurt auch über Elefanten im Zirkus.

„Das Problem sind die Kunststücke. Die meisten Trainer haben keine Ahnung, was man Elefanten körperlich zumuten kann. Von einer Kuh mit drei Tonnen Gewicht kann man keinen einarmigen Handstand verlangen. Die Nummer hält sie ein paar Wochen durch. Danach kann sie nur noch im Stehen schlafen, weil sie aus dem Liegen nicht hochkommt. Auch der größte deutsche Zirkus, der Circus Krone, hat das Problem, dass seine Elefanten auf arthritischen Füßen stehen. ..“

Elefanten sind wunderbare und starke Tiere. Sie zu unterjochen, anzuketten und einzusperren, sie für schwere Arbeit zu missbrauchen, dazu benötigt man besondere Fähigkeiten. Man benötigt brachiale Gewalt und die Skrupellosigkeit, ihren Willen zu brechen. Meist passiert das bereits mit den Baby Elefanten, die grausam angekettet und misshandelt werden, damit sie sich niemals ihrer eigenen Stärke bewusst werden.

Ich habe Zirkus und Zoo bereits gehasst, ich wäre niemals auf die Idee gekommen, mich in Indien oder Afrika auf einem Elefanten herumtragen zu lassen, als ich das noch nicht wusste. Jetzt finde ich es um so abstoßender!

Irgendwo in einem Zoo steht gerade ein Elefant angekettet auf einem Betonboden und überlegt, wie er weiter Äste sammeln kann, die er als Waffe benutzen wird, um es seinen Peinigern heimzuzahlen. Irgendwo in einem Zirkuswagen wartet gerade ein Elefant auf die Chance, seinem verhassten Dompteur die Schläge mit einem gewaltigen Stoss seines mit 40.000 Muskeln ausgestatteten Rüssels zu vergelten.

Sie sind geduldig…sie warten auf ihren Tag… I feel you ❤

Bettina Marie Schneider – Gutes Karma to go

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