Tierschutz

Tierschutz in Rumänien…alles im Eimer…

Ich werde oft gefragt, was ich von Tierschutz in Rumänien halte. Ich habe bisher immer geantwortet:

Was ich davon halte? Ich halte mich raus, denn ich halte es nicht aus. Zu viel Elend, zu viel Probleme, von denen sich die meisten nicht einmal vorstellen können, dass sie existieren…zu viel Grausamkeiten, die selbst das gestählteste Tierschützer Herz bald in Stücke reißen.

Aber dann traf ich Laura…und was soll ich sagen… auf einmal ist Rumänien doch ein Thema für mich. Weil ich sehr viel von ihr halte und weil ich ihre wunderbare Arbeit gerne bekannter machen würde.

Hier ist jeder Spendencent gut aufgehoben und hier habe ich kein Bauchweh, das Falsche zu tun.

Heute kam wieder einmal Post von ihr: Alles im Eimer…

„Warum ich schon wieder um Hilfe bitte

? Weil ich … 2 Stunden bevor ich diese Welpen fand, bereits schon unterwegs war. Auf der Straße sahen wir einen Hund liegen, der angefahren worden war. Er lebte noch.  Bis wir aus dem Auto aussteigen und die Straße überqueren konnten, fuhren große Lastwagen vorbei. Niemand hielt an. Einer der Lastwagen überrollte den Hund. Es war ein weiblicher Hund. Als wir zu ihr kamen, atmete sie kaum noch. Sie war noch eine Minute bei Bewusstsein. Danach fiel sie ins Koma. Sie starb in unseren Armen und wir konnten nichts dagegen tun. Ihre Lungen füllten sich mit Blut und ich blieb in ihrer Nähe, bis sie starb. Sie war schrecklich abgemagert, vernachlässigt und voller Zecken. Sie wurde auf dieser riesigen Straße einfach überrollt, wo man hätte ausweichen können und niemand hielt für diese arme Seele an. Ich konnte sie nur von der Straße holen, und sie bis zum letzten Atemzug in meinen Armen halten.

Zwei Stunden später, auf dem Heimweg, sah ich diese Welpen im Straßengraben. Ich konnte es nicht mit meinem  Gewissen vereinbaren auch sie spätestens morgen von einem zehn Tonnen schwerer Lastwagen überrollt zu finden. Also hielten wir an. Jeder, der unseren täglichen Überlebenskampf mitverfolgt, weiß, dass wir bereits überfüllt sind. Keine neuen Aufnahmen mehr möglich. Wirklich nicht!

Aber wenn man sich in diesem moralischen Dilemma befindet … stellt man sich solche Fragen nicht.  Leider schlägt diese Realität jeden Tag zu und retten ist einfach, es ist der Teil nach der Rettung, der am schwierigsten ist, diese Tiere auch angemessen zu versorgen. Sie alle benötigen dann langfristige Versorgung und ich weiss nicht mehr, wie ich das ermöglichen soll, zusätzlich zu den Kosten unserer Klinik für die armen Streuner.

Wir brauchen finanzielle Unterstützung. Bitte. Ohne Hilfe können wir nicht überleben. Wir brauchen Hilfe …wenn Sie einem dieser Welpen helfen können, tun Sie dies bitte .. paypal für Hilfe ist: laurafincu@yahoo.com “


 

 

Die Kleinen wurden eingesammelt und da als Transportbehältnis einzig ein Eimer zur Verfügung stand…wie gesagt, Rettungen waren auf dieser Fahrt nicht vorgesehen, weil es eigentlich gerade keine mehr geben dürfte…wurden sie also im Eimer sicher in Lauras Shelter der Sache Foundation gebracht.

Yeyy, vier Hunde mehr, von denen sie nicht weiß, wie sie sie morgen satt bekommen soll, was aus ihnen werden wird und ob sie noch teuere medizinische Behandlung benötigen, die zusätzlich zu Buche schlägt.

Sie weiß nur eines: Es sind hilflose Wesen, die einzig auf ihre Entschlossenheit angewiesen sind. Wegsehen, war keine Option ❤

Ihr könnt Laura über diese Paypal Adresse unterstützen oder über Frieden für Pfoten e.V. Kennwort: Laura

 

 

Chance, Seelenmarzipan, Tierschutz

„Sei ganz du selbst…und die Welt wird sich anpassen“, haben sie gesagt…stimmt das wirklich?

„Sei immer mutig, steh zu dem, was du tust, bewahre deine Phantasie und Kreativität und deine Freude, sie auch zu leben …“
Solche Sätze sollten Eltern ihren Kindern nicht nur vorsagen sondern auch vorleben, wenn sie es wirklich ernst damit meinen.
Oft sind das ja nur halbherzige Lippenbekenntnisse, die Realität sieht anders aus. Die meisten Erwachsenen verlieren diese Gabe und konsumieren nur noch Phantasie und Kreativität anderer … oder sie machen sich darüber lustig…

Was Eingangs erwähnten Satz betrifft, gehe ich wirklich mit gutem Beispiel voraus.
Ich lebe Kreativität auf meine Weise. Ich spreche und schreibe zum Beispiel mit Katzen, mit blinden, mit toten…mit kranken…mit Katzen, die sehnsüchtig warten.
Meine Briefe an Pax, Valerion, an Iron, an Lillyfee, an Prinzesschen Julchen, an so viele, haben Zukunft, Gesundheit und Glück gebracht, wo vorher niemand groß interessiert war, zu helfen, zu adoptieren oder zu spenden. Auch die kleine Hundeprinzessin Victoria, auf drei Beinchen und als Zwitter geboren, fand so ihr Glück.

Ich bewahre mir meine Freude, phantasievoll zu schreiben…an den großen Kürbis, an mein Tagebuch, notfalls an einen Baum oder an meine ausgemusterte Handtasche… und stellte dann mit großer Freude fest, dass es viele Leser gibt, die diese Form der Kreativität schätzen, die die darin verborgenen Messages verstehen oder sich einfach von meinen Texten gut unterhalten fühlen. Ich würde es aber auch einzig für mich schreiben, weil es Spaß macht.

Das meiste im Leben, was wir tun und was getan werden muss, das ist trockene Routine.
Man kann noch so klug und noch so gebildet sein, verkümmert der Teil des Gehirns, den wir als Kinder so ausgiebig und gerne nutzten, die Bereiche, zuständig für Phantasie, Spontanität, Kreativität…und auch für den Mut, Neues zu probieren, immer neugierig auf Neues zu sein und keine Angst vor dem Scheitern zu haben…sich vielleicht sogar lächerlich zu machen, …wenn wir diese Fähigkeiten verlieren, dann verliert das Leben viel von seinem wunderbaren Potential.
Und nebenbei bemerkt, es sind gerade diese Dinge, die unsere Organisation neben harter Arbeit auch zu dem machten, was sie heute ist:
Liebe, Phantasie und Kreativität.
Weil bei uns Raum dafür ist und wir uns gegenseitig bestärken und beflügeln, all das zu leben…und weil viele aus unseren Reihen dabei ungeahnte Talente für sich entdecken und weiterentwickeln, die den Tieren helfen.

Warum ich das schreibe? Weil ich es ein wenig armselig fand, dass sich jemand öffentlich über meine Kürbisbriefe lustig machte und fragte, ob man besorgt sein muss, wenn jemand an einen Kürbis schreibt.
Meine Antwort darauf:

Sorgen würde ich mir erst machen, wenn ich das nicht mehr tun möchte und falls er mir nicht mehr antwortet 

Und jetzt muss ich leider aufhören zu schreiben, denn ich muss heute noch einen wichtigen Brief an Wilbur Wildmaus fertigstellen, es geht um unseren Weihnachtszauber.
Wir freuen uns schon sehr darauf 

Lasst euch eure Freude an dem, was immer ihr auch tut, von niemandem nehmen. Ganz gleich ob ihr die Sticker von Bananen sammelt, Bauchtanz in Vollmondnächten liebt, verrückte Kleidung im Alltag, ein wildes Tattoo plant, schräg Geige spielt, eure Wände kunterbunt bemalt oder Texte an imaginäre Kürbisse zu Papier bringt.
Es sind einzig die Kleingeister, die damit ein Problem haben…weil sie diesen kostbaren Schatz längst nicht mehr besitzen oder ihn niemals hatten:
Lebensfreude, Phantasie …und den Mut sie auch zu leben 

Sei ganz du selbst…und die Welt wird sich anpassen…und wenn nicht? 

Egal 🙂
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wilbur blume

(c) Copyright Bild  mit freundlicher Genehmigung von Elke Matthes Fotografie

Die Welt der Wildmäuse

Tierschutz

Als du dachtest, ich würde nicht hinsehen… für alle Eltern…und die es werden wollen <3

ALS DU DACHTEST, ICH WÜRDE NICHT HINSEHEN !!

Dies ist eine Botschaft, die jeder Erwachsene lesen sollte.
Denn Kinder beobachten dich und tun dasselbe, was du tust, …nicht das, was du sagst.

Als du dachtest, ich würde nicht hinsehen,
sah ich, dass du mein erstes selbst
gemaltes Bild an den Kühlschrank gehängt hast
und ich bekam sofort Lust, ein weiteres zu malen.

Als du dachtest, ich würde nicht hinsehen,
sah ich dich eine streunende Katze füttern
und ich lernte, dass es wichtig ist, freundlich zu Tieren zu sein.

Als du dachtest, ich würde nicht hinsehen,
sah ich dich meine Lieblingsmelodie auf den Plattenspieler legen
und ich lernte, dass die kleinen Dinge
die besonderen Dinge im Leben sein können.

Als du dachtest, ich würde nicht hinsehen,
sah ich dich eine Mahlzeit kochen
und sie zu einem kranken Freund bringen,
und ich lernte, dass wir einander helfen
und uns um einander sorgen müssen.

Als du dachtest, ich würde nicht hinsehen,
sah ich, wie du Pflichten nachgingst,
selbst wenn du dich nicht wohl fühltest, und ich lernte,
dass ich als Erwachsener verantwortungsbewusst sein sollte.

Als du dachtest, ich würde nicht hinsehen,
sah ich Tränen in deinen Augen und ich lernte,
dass Dinge manchmal schmerzen
und dass es in Ordnung ist, zu weinen.

Als du dachtest, ich würde nicht hinsehen,
sah ich, dass du dich um Dinge gekümmert hast
und ich wollte selbst auch
zu jemandem werden, der sein Bestes gibt.

Immer wenn du dachtest, ich würde nicht hinsehen,
lernte ich die wichtigsten Lektionen des Lebens,
die ich begreifen musste,
um als Erwachsener zu einer guten
und wertvollen Persönlichkeit zu werden.

Als du dachtest, ich würde nicht hinsehen,
schaute ich dich an und wollte Dir sagen:
Danke… für all die Dinge,
die ich sah, als du dachtest, ich würde nicht hinsehen!

(Verfasser dieses schönen Textes leider unbekannt ♡)

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Tierschutz, Chance

Es gibt noch Integrität und Rückrat im Tier- und Umweltschutz: Keine Bühne für Frau Klöckner! Summende Gärten lehnt den #beebetter Award ab <3

„Summende Gärten“ … Menschen mit Rückrat und Integrität, lehnten einen Preis ab, den #beebetter Award, weil Klöckner als Schirmherrin bei der Preisverleihung geladen war.<3

So viel Rückgrat hätte ich mir im letzten Jahr von den Organisatoren und Preisträgern für den deutschen Tierschutzpreis gewünscht!

Jedem, der ein bisschen nachdenken kann, musste klar sein,  dass damals der Versuch, Frau Klöckner als Rednerin kritisch mit ihrem Versagen zum Tierschutz zu konfrontieren, als Nullnummer enden würde und als Beleidigung für alle ehrenamtlichen, seriösen Tierschützer.

Klöckner missbrauchte ihre Teilnahme an der Preisverleihung , um auf ihrer Facebook-Seite und in einer Pressemitteilung mit dieser Einladung den Eindruck zu vermitteln, sie stünde für Tierschutz.

Ich finde die Entscheidung von „Summende Gärten“ bewundernswert, nicht gemeinsam mit dieser Politikerin auf einer Bühne stehen zu wollen.

Sicher war der Verzicht auf das Preisgeld für ausgezeichnete ehrenamtliche und seriöse Arbeit, schmerzhaft. Aber eine klare Haltung, Glaubwürdigkeit und Integrität sind wertvoller als Geld. Nicht jeder ist käuflich!

Ich hoffe, dass viele Menschen den Verlust mit einer kleinen Spende ausgleichen, dass möglichst viele Menschen honorieren, dass Ihr Eure Werte nicht verkauft habt! Danke dafür ❤ und Chapeau!!!!

 

Hier ist das Statement dazu, von „Summende Gärten“:

„Leider keine Glückspilze;-(
Summende Gärten gibt den #beebetter-Award zurück

Erst war die Freude groß: Die Summenden Gärten haben einen Preis gewonnen: den #beebetter-Award, der u.a. vom Burda Verlag für Initiativen vergeben wurde, die sich gegen das Insektensterben einsetzen. 1.000 Euro Preisgeld hätten wir gut gebrauchen können, die Preisverleihung in Berlin wäre sicherlich auch schön gewesen.
Dann erfuhren wir, dass Julia Klöckner die Schirmherrin der ganzen Veranstaltung ist. Das muss uns an irgendeiner Stelle durch die Lappen gegangen sein. In den Bewerbungsunterlagen stand jedenfalls nichts davon.
Uns blieb nichts anderes, als den Preis zurück zu geben.
Denn mit der Frau auf einer Bühne zu stehen, die in unseren Augen zahlreiche politische Entscheidungen trifft, die der Insekten- und gesamten Tierwelt schaden, wäre für uns ein Schlag ins Gesicht gewesen. Schade für die tolle Initiative. Wir gratulieren allen Preisträgern☺️

Unsere offizielle Begründung:
Im März dieses Jahres hat Julia Klöckner18 neue Ackergifte zugelassen, darunter bienengefährdende und glyphosathaltige. Und das, obwohl sie zu Amtsantritt beteuerte: “Was der Bienen schadet, muss vom Markt”. In den Augen des Umweltministerium ist die Zulassung rechtswidrig. Hinzu kommt: Kein Glyphosat-Ausstieg, das Mittel ist nach wie vor sogar in Privatgärten zugelassen, keine artenfördernde Agrarpolitik.

Das sind nur wenige Beispiele dafür, dass Julia Klöckner in unseren Augen aktuell mit ihren Entscheidungen die größte Verantwortung für das fortschreitende Insektensterben trägt.

Mit ihr gemeinsam auf einer Veranstaltung zu erscheinen, empfinden wir als blanken Hohn:
Wir und die vielen anderen Insektenschützer verbringen hunderte, wenn nicht tausende Stunden unbezahlter Arbeit damit, in Kleinstbereichen etwas zum Besseren zu verändern. Bei der Preisverleihung stoßen wir dann auf die Frau, die mit einer in unseren Augen absolut tier- und artenfeindlichen Agrarpolitik mit einem Wimpernschlag und in großem Stil all unsere Bemühungen zunichte macht.

Das empfinden wir als einen Schlag ins Gesicht. Wir verlieren an Glaubwürdigkeit und unser Projekt tut es auch, wenn wir uns eine Bühne teilen. Wir sind nicht bereit, dass unser Engagement, was uns als Privatmenschen bis an unsere Grenzen bringt und darüber, von Julia Klöckner als PR-Arena missbraucht wird.

Natürlich hätten wir uns über die 1.000 Euro sehr gefreut, weil wir keine Zuwendungen bekommen. Und ebenfalls über die Anerkennung.

Doch es gibt etwas, was wichtiger ist als all das: nämlich die eigene Integrität und Glaubwürdigkeit.“

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Hier könnt ihr unterstützen, wenn auch ihr findet, dass Flagge zeigen, gegen Politik wie die von Klöckner, belohnt werden sollte:

Spenden

summende gärten

 

Tierschutz

Gänsestopfleber…und Tierliebe…und offene Fragen…

Sind wir nicht alle ein bisschen Tierquäler?
Eine kranke Gesellschaft von rücksichtslosen Sadisten?

Tierversuche? Pelzindustrie? Qualzuchten? Massentierhaltung? Tiertransporte? Was ist akzeptabel? Was ist unhaltbar? Und wer befindet darüber?

Die Täter und Mithelfer sind angesehene Mitglieder unserer Gesellschaft. Unser gesamtes Leben, unser Wohlstand basiert auf Grausamkeit und Ausbeutung Schwächerer.
Die dagegen angehen werden verspottet, im schlimmsten Fall gesetzlich daran gehindert und zum Schweigen gebracht.

Ich finde es immer wieder bemerkenswert, wie manche Menschen Schmerz und Folter in Spezies und Rassen einteilen.
Ich kenne Menschen, die tun alles für ihren Hund, für ihre Katze. Menschen, die sich selbst mitfühlend, empathisch und tierlieb einstufen.
Diese Menschen reden sich bei vielen Dingen, die sie konsumieren ein, es wäre nicht soo dramatisch…ihr Pelz, ihr Schnitzel hatte ein wunderschönes Leben. Der Tierversuch diente einem lebenswichtigem Heilmittel, um kranken Kindern zu helfen und war deshalb unverzichtbar. Man hat es sich bequem eingerichtet, in der rosa Blase und mittlerweile störe ich dort nur ungern.

Ich habe mich damit abgefunden. Was mich aber wirklich immer wieder aufs neue verstört, ist die Gänsestopfleber. Menschen, die sie nach wie vor verzehren und trotzdem von sich behaupten, Tierfreunde zu sein.

Warum?
Wie bereits oben erwähnt, bei vielen Dingen, die auf Tierquälerei, Leid und Folter beruhen, redet man sich gerne ein, die Tiere hätten vorher ein traumhaftes Leben gehabt und diese Lügen werden von der Industrie noch bekräftigt.

Gänsestopfleber, und das ist mittlerweile auch dem Dümmsten klar, kann nur durch brutale Tierquälerei produziert werden. Es gibt keine glücklichen Gänse, die ihr Leben lang, bewegungsunfähig eingezwängt in einem Käfig ängstlich auf die nächste Folter warten, wenn ihnen mit einem Rohr gewaltsam Speisebrei eingetrichtert wird, bis Mägen platzen, bis Schnäbel brechen und bis die Leber endlich krankhaft angeschwollen ist, um dem Gaumenkitzel des Gourmets zu entsprechen. Es ist grauenhaft, einfach nur grauenhaft, was diesen fühlenden und wehrlosen Lebewesen angetan wird.

Keine Entschuldigung, und wäre sie auch noch so lahm, ist in diesem Fall greifbar.
Wer Gänsestopfleber bestellt und verzehrt, ist Befürworter und Handlager für scheusslichste Tierquälerei an Wehrlosen.
Bissen für Bissen für Bissen.
So, als ob er den vor Angst kreischenden Gans selbst den harten Schlauch in die Speiseröhre stopft, sie fixiert, damit sie nicht entkommen kann, während sie sich vor Angst und Schmerz jedesmal einnässt und die Kontrolle über den Darm verliert.

Er gibt mit seiner Bestellung im Restaurant den Auftrag, für die nächste Folter. Er bezahlt die Folterknechte.

gans

Ich finde bis heute keine Entschuldigung dafür. Ihr?

Nennt mich dafür gerne etwas seltsam oder werft mir vor, ich würde übertreiben.

Aber gerade bei dem Thema Gänsestopfleber, verzweifle ich jedes mal wieder an der Menschheit.

Kurzgeschichten, Seelenmarzipan, Tierschutz

Was für ein Jahr… mein Jahr? … der Kürbisbrief 2019

Hallo lieber großer Kürbis,

diesmal ließ ich mir etwas Zeit für meinen jährlichen  Brandbrief an dich, denn ich musste erst die Gedanken sortieren. Manche deiner Geschenke kommen eher wie eine riesengroße, schmerzhafte Ohrfeige daher und erst nach einiger Zeit bemerke ich,  dass du mich auf diese Weise nur nachdrücklich und liebevoll in eine Richtung geschubst hast, die ich alleine nie gegangen wäre, obwohl es an der Zeit war. Zunächst erscheint alles immer wie ein riesen Verlust…

 

Luna zum Beispiel. OMG, Lunchen… ich habe bereits Tränen in den Augen, wenn ich nur ihren Namen schreibe und doch… bei allem Schmerz weiß ich, du hast den Zeitpunkt richtig gewählt, du schenktest uns noch zusätzliche zwei Jahre, weil du wusstest, dass… du weisst ja immer alles ❤

Jetzt war mein altes Mädchen müde und die Schmerzen nicht mehr tolerierbar und so wie sie von mir ging, sollte jedes Tier einschlafen dürfen. Danke dafür ❤

Dann gab es das ein oder andere Projekt, für das ich Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt hatte. Für die ich Tausende von Arbeitsstunden investierte, alle Kontakte, alles was mir an Inspiration, Bestechung, Einsatz und Beziehungen nur irgend einfiel…es wurden erfolgreiche Projekte…wo vorher nur Armut und Verzweiflung herrschte, Tiere starben und Menschen mutlos wurden, da zauberte mein Team volle Näpfe, Vernetzungen deluxe und stabiles Arbeiten. Kein Hahn hat vorher danach gekräht. Ich wollte helfen.

Manche nannten es auch ein Wunder. Ich wurde trotzdem fallen gelassen, wie eine heiße Kartoffel, als man glaubte, mich nicht mehr zu benötigen. Als zu wenig schien, was wir bieten können und möchten. „Viel“ war nicht mehr „genug“. Es ist sehr schnell vergessen, was geleistet wird, nicht nur im Tierschutz. Etwas, das sich wie ein roter Faden durch all die Arbeit zieht, seit Syrien 2015. Schon interessant.

Aber die Tiere vergessen nicht, auch wenn sie niemals erfahren werden, wer seine Finger im Spiel hatte und das auch nicht müssen. Es reicht, wenn ich das weiss. Dein Geschenk dabei? Ich habe es erst nach einigem Überlegen erkannt. Auch da hast du mir Freiheit geschenkt, so wie bei Luna. Mich aus meinem selbst gewähltem Gefängnis aus Verantwortung und Verpflichtung geholt, das keinen Raum für Anderes mehr ließ, auch wenn die Gitterstäbe aus Liebe gefertigt waren. Es blieb ein Gefängnis und es blieben Gitterstäbe. Jetzt bin ich frei.

Und dann war ich soo sauer auf dich, weil du meinen Wunsch nach einem Haus nicht erfüllen wolltest. Was habe ich Häuser besichtigt, Anzeigen verfasst, bin Strecken abgefahren,  habe Makler kontaktet, das letzte Jahr und was gab es für Pleiten, Pech und Pannen. Justament als ich diesen Traum gerade endgültig begraben wollte, schicktest du mir ein paar wundersame Wendungen, ein paar Freunde, die völlig unabhängig voneinander, wirklich verrückte Dinge für mich ermöglichten, und voila … das Haus aus dem Bilderbuch meiner Träume, das Haus, das alles aus der Wunschliste meiner Sehnsüchte erfüllt, sogar an den Bach vor dem Garten hast du gedacht ❤  wartet jetzt auf mich. Noch ist es nicht das Haus meiner Träume, aber ich werde es mir so bauen… 2020 wird mein Baumeister Jahr und dafür allein könnte ich dich niederknutschen. Ich freue mich so unendlich darauf!!

Tja und da waren noch die Freunde…all die alten und neuen, die mir durch sämtliche Grabenkämpfe  und Irrungen und Wirrungen 2019 folgten, sei es als Teamworker für unglaublich tolle Projekte,  für Leben und Hoffnung unserer vierbeinigen Schützlinge, sei es, um mich daran zu erinnern, dass man auch ab und an Party machen muss um das ewig Leid zu überleben und natürlich, um mich daran zu erinnern, wer ich bin. Ich hatte das fast vergessen.

Ich wollte ja einst eigentlich Geschichten schreiben, lustige und positive, ich wollte natürlich auch möglichst vielen helfen und etwas bewegen aber nicht um den hohen Preis, den es mir abverlangt. Nicht in meinen düstersten Träumen hätte ich mir vorstellen können, mit welchem Irrsinn und mit welchen Anfeindungen man zu tun hat, nur weil man seinen Job erledigt. Das wird sich jetzt ändern. Ich habe bereits damit begonnen.

Wer es sich im Tierschutz leicht macht, wer hier und da und allen einmal ein paar Brosamen schenkt…der ist der Held, den lieben alle.

Wer hart und zielführend auf Ressourcen achtet, auf den punktuellen Aufbau von Strukturen und die langfristige Versorgung, der wird angefeindet, gemobbt und ist leichte Zielscheibe für jeden Proleten, Hater und Idioten und Gestörten, der des Weges kommt. Gründe findet man immer und wenn nicht, erfindet man sie.

Ansonsten fiel es ja schwer, mir etwas vorzuwerfen, wenn man sich gerne auf Facebook eine Bühne schaffen wollte…Was hätte man sonst hässliches über mich schreiben sollen?  Kaum jemand in der Szene arbeitet so hart, ehrlich und effektiv wie ich. Also zog man die Nummer mit „sie gönnt keinem etwas“ aus der Schublade… weil ich unsere Projekte schützte. Weil unser Team immer geschlossen für das stehen muss, was wir gemeinsam versprochen haben.  Weil ich nicht zum Kaffeplausch und Seele streicheln in den Gruppen bin sondern dort Ziele habe, die eingehalten werden müssen, wenn Projekte stabil bleiben sollen. Dafür wurde ich hart angegangen und darauf habe ich keine Lust mehr. Wenn alle das offensichtlich so gut finden,  (oder zumindest viele) kann ich das ab jetzt auch …allen gönnen… , wie das so schön geschrieben wurde, oft geschrieben wurde, bis ich jetzt an dem Punkt bin, an dem ich denke:

Why not? Wird bestimmt nicht lustig, aber nicht mehr mein Problem,  wenn dabei  an einigen Stellen immense Einbrüche stattfinden werden. Von nichts, kommt nichts 😉

Diese Freiheit, all das jetzt zu tun, nach links und rechts und überall zu gönnen und zu verteilen, jeden hantieren zu lassen, und wenn nichts mehr da ist, dann ist eben nichts mehr da … den Mühlstein der Verantwortung abzulegen, den ich mir selbst umgehängt hatte, diese neue Freiheit war unter dem Strich auch ein Geschenk, vielleicht dein Größtes. Freiwillig wäre ich nie darauf gekommen. Du musstest mich also unsanft schubsen. ❤

Luna würde jetzt zufrieden nicken. Sie hat mich oft vorwurfsvoll angesehen, wenn ich wieder einmal mit Tränen in den Augen las, was ich für meine Arbeit für unfaires Feedback erhalte.  Sie wusste lange vor mir, wie unsinnig es ist, alleine oder mit einigen wenigen, einen Staudamm aufhalten zu wollen….verzweifelt und mit aller Kraft dem Druck stand zu halten, während andere, links und rechts von mir, lächelnd die Schleusen öffnen und mir dabei auch noch zurufen,  was ich für ein Idiot bin… es zu versuchen.

Bitte sag ihr, wie sehr sie mir fehlt und dass ich an Halloween eine Kerze für sie anzünden werde, …meine schönste …

Lieber großer Kürbis, die persönliche Wunschliste für mich wird diesmal an Halloween sehr übersichtlich sein. Du hast sie mir, bis auf einen, bereits alle erfüllt. Auch wenn es anfangs oft nicht so aussah, 2019 war MEIN Jahr. Und das mit der Gesundheit wird sich sicher auch noch finden, wenn ich zukünftig anders arbeiten werde. Ganz anders ❤

Deine Bettina

PS: Wie findest du meinen großen Kürbis vor der Türe…es war der Größte, den ich jemals finden konnte…und mehr als angemessen für deine Hammer Leistung ❤

 

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Tierschutz

Die Mörder sind unter uns … und sie machen mir Angst!

Was für ein ekelhafter Gedanke, dass eine solche Hand mich berühren könnte, über meine nackte Haut streichelt…eine Hand, an der noch Blut klebt.
Auch wenn dieses Blut nach Dienstende sorgfältig abgeschrubbt wurde.

Was für eine widerwärtige Vorstellung, mit einem Menschen zu leben, der foltert, in lebendiges und gesundes Gewebe bohrt, sägt, schneidet, ätzt, der wehrlose Körper fixiert, schlägt, auf Haken hängt und dabei teilnahmslos ihre Schreie ignoriert oder sogar genießt.

Wie ist das so, wenn einer der Folterknechte aus einem Tierlabor Abends nach Hause kommt?
„Liebling, wie war dein Tag? Haben sie sich sehr gewehrt?…“
Erzählt er dann auch am Tisch launig seiner Familie, den Kindern, was er den Tag über getan hat, wem er was angetan hat?

Ob man seinen Händen die Grausamkeit ansieht, wenn er seinen Kindern die Wangen tätschelt?
Ob seine Gesichtszüge verraten, dass er ein perverser Psychopath ist?
Ob seine Familie ihren Papa manchmal am Arbeitsplatz besucht 

Wie muss man als Mensch gestrickt sein, um den grausamsten und skrupellosesten aller Berufe auszuüben?
Ein Beruf, gegen den mittelalterliche Henkersknechte Mutter Teresa dagegen waren?
Kann foltern und anderen weh tun,so unglaublich weh… eine Berufung sein?

Tierversuche sind Verbrechen.
Was sind dann diejenigen, die sie durchführen, die Labors die sie finanzieren, die Firmen, die diese Versuche in Auftrag geben, die Politiker, die Subventionen dafür genehmigen…alle die solche Produkte kaufen….alle die schweigen???
Wie kann das nur möglich sein???

Unbequeme Fragen. Ich stelle sie mir trotzdem.

 

Tierversuche
Bildrechte/Quelle PETA:  Tierversuche in der  Lehre