Tierschutz

Liebesbriefe an mich …Briefe der Liebe <

Liebste Bettina,

ich antworte dir erst jetzt, weil ich mir ein wenig Zeit nehmen wollte, um diesen Brief in Ruhe zu verfassen, damit ich die richtigen Worte finden könnte.
Die richtigen Worte, die auszudrücken vermögen, was uns deine Hilfe bedeutet hat.
Manchmal bringt das Leben eine ganze Serie von schlimmen Dingen mit sich…wie Perlen an einer Schnur, eines schlimmer als das andere. Das passierte uns in diesem Herbst.

Unser treues, altes Auto gab endgültig den Geist auf, Reparatur nicht mehr möglich. Wir benötigen es so dringend für die Arbeiten auf unserem Lebenshof.
Unser geliebtes Pony Eric starb (wir weinen noch immer um ihn) dann verletzte ich mich am Knie, dann brach ich mir auch noch den Arm…du kannst es dir ungefähr vorstellen…

Zur gleichen Zeit kamen immer mehr Kätzchen und Welpen auf unseren Lebenshof, die Hilfe benötigten, mehr Notfälle als jemals zuvor.
Die Zeiten waren so schwer und hart…es wäre nahe liegend gewesen, zu verzweifeln, die Hoffnung zu verlieren.
Nur…dass wir uns das nicht erlauben konnten, unsere Tiere brauchten uns. Aber es war wirklich schlimm, sehr schlimm!

Dann, völlig unerwartet stellte deine liebe und großzügige Geste alles auf den Kopf.
Wir waren in der Lage, Hilfe auf der Farm zu bezahlen.
Unsere Freiwilligen Helfer konnten öfter auf die Farm helfen kommen, weil wir den Sprit für die Anfahrten ersetzen konnten.
Wir hatten wieder genügend Futter für alle Kätzchen auf den Pflegestellen, wir hatten Fertigfutter für die Hunde, so dass ich mit meinen Verletzungen nicht jeden Tag extra kochen mussten und sogar eine Anzahlung für ein neues Auto (gebraucht aber gut erhalten) war noch möglich.
Und, last not least, wir können jetzt einen Schreiner und das Material bezahlen, damit Hope die Kuh ein großes, eigenes Refugium erhält.
Der wichtigste und schönste Teil deiner Hilfe war es aber wohl, dass du die schwermütige Stimmung auf der Farm verändert hast, sie verwandelte sich in Hoffnung.
Du hast uns den Glauben zurück gebracht…an das Leben, an die Freundlichkeit der Menschen, in die Arbeit, die wir leisten.
Wie können wir dir jemals dafür danken?
Wir können es wohl nicht.

Alles was ich für mich und unser Team auf der Farm sagen kann, ist ein großes, großes Dankeschön, aus tiefstem Herzen.
Wir hoffen, dass wir dich eines Tages persönlich auf der Vrouva Farm in Griechenland begrüßen dürfen, dann werden wir es dir selbst sagen.
Ich sende dir meine herzlichsten Grüße…
💕🌈☀️🐄
A. …
—————-
Das war die Antwort auf meine Geburtstagsspende an den Lebenshof Vrouva Farm..
Sie ist auch für euch alle, die ihr spendet, beitragt, leistet…immer und immer wieder.
Ich bin einfach nur dankbar, dass es euch gibt. 
Und bitte vergesst niemals, was eure Hilfe bewirkt.
Nicht mehr und nicht weniger als
….Liebe…Leben…Hoffnung…und Glauben.
Gibt es etwas schöneres??

Eure Bettina Marie

Gosse

Chance, Kurzgeschichten, Seelenmarzipan, Tierschutz

Liebe geht manchmal seltsame Wege…

Liebe geht manchmal seltsame Wege

Philly die Nachbarskatze, die mich seit Lunas Tod jeden Tag besuchte, musste leider wieder entwöhnt werden. Bald würde eine neue Katze bei mir einziehen und dann wäre es ungut für sie, sofort mit Revier Rangeleien unter Diven, ins neue Leben hier zu starten.

Also informierte ich meine liebe Nachbarin, dass Philly ab sofort nicht mehr zu Besuch kommen und über Nacht bleiben kann und besondere Zuwendung benötigt.

Als ich aus der Stadt zurück kam, wieselte Philly von der anderen Straßenseite sofort zu mir und Richtung Haustüre.
„Nein, meine Süße, das geht heute leider nicht!“.
Ich schob sie sanft beiseite und schlüpfte an ihr vorbei ins Haus. Schnell die Türe hinter mir zu und hoffen, dass sie es bald begreift.

Eine Stunde später saß sie immer noch am gleichen Fleck und sah sehnsüchtig Richtung Türe.
Ich lenkte mich mit Arbeit ab und rief die Nachbarin an, damit sie sie ins Haus lockt.
Philly wurde mit sanfter Gewalt abgeholt.
Puh. Das war nicht einfach für mich. Aber diese Katze hat ein Zuhause und die neue Katze benötigt eines.

Als ich später im Wintergarten die Temperatur für die Blumen checkte, sass Philly dort vor der Türe und sah mich durch die Scheibe vorwurfsvoll an.
„Was ist los, siehst du mich nicht? Bitte lass mich endlich rein, mir ist kalt!!!“.
Es war schon sehr spät und eine bitterkalte Nacht.
Ich schnappte mir Philly, rannte im Schlafanzug mit ihr über die Straße und klingelte bei den Nachbarn.
„Hier, sie ist ausgebüxt. Nicht dass sie heute Nacht draußen schlafen muss…“
Dann war endlich Ruhe und ich ging mit schlechtem Gewissen schlafen.
Ihre Anhänglichkeit und Hartnäckigkeit rührte mich und überhaupt…so eine süße und dickköpfige Maus!
Aber eben nicht MEINE Maus und daher war die Konsequenz zwar leider spät aber wichtig!

Ich erwachte von einem Geräusch, es war Philly, die sich energisch gegen die Türe warf und dabei jammerte.
Auch früh am Morgen führte ihr erster Weg zu mir. Ich informierte meine Nachbarin.
Sie wurde abgeholt und mit Wurst bestochen.
Das weiß ich, weil ich ein Video davon erhielt 😉.
Dabei erfuhr ich auch, dass Philly so lange Randale gemacht hatte, gestern Abend, bis sie wieder hinaus durfte.

Mittlerweile haben wir uns unterhalten, Phillys Familie und ich und dann sprach ich auch mit der Familie der neuen Katze, die bald einziehen sollte.

Als Philly heute Nachmittag wieder wie ein Blitz über die Straße sauste und schneller an der Haustüre war als ich aus dem Auto gestiegen…
da ließ ich sie mit hinein.
Es muss einfach so sein.

Sie wird im Sommer dann endgültig entscheiden, wo sie gerne bleiben möchte und ob sie dann mit mir umziehen will.
Bis dahin warte ich und bis dahin wird die kleine, eigensinnige Dickmamsell stereo und im Wechsel auf beiden Straßen Seiten verwöhnt. Und dann sehen wir weiter.
Heute schläft sie bei mir. Schon vereinbart 😉
Liebe geht manchmal seltsame Wege…

 

Philly
Philly…<3
Tierschutz

Liebe Regierungsfraktionen aus CSU und Freien Wählern in Bayern…seid ihr nur dumm oder hasst ihr uns?

Hallo liebe Regierungsfraktionen aus CSU und Freien Wählern…

da wir Wildtiere den Eindruck haben, ihr seid ein bisschen dumm, hier ist eine wichtige Info, damit auch ihr das begreift:

Dank eurer Gegenstimmen erhalten Auffangstationen in Bayern (weiterhin) keine Förderung! Wenn überhaupt, erhalten einzig Einrichtungen Fördermittel, die das Ziel haben, Tiere weiterzuvermitteln. Wildtier-Auffangstationen (und Gnadenhöfe) habt ihr dabei leider vergessen, denn natürlich sollen wir ja wieder ausgewildert werden, wenn es uns besser geht. Ist das so schwer zu verstehen?!!!

Gerade die Menschen, die uns Wildtieren helfen, hätten diese Hilfe so dringend benötigt!

Diese Arbeit ist mit vielen Hürden und Auflagen verbunden Die ehrenamtlichen Mitarbeiter müssen geschult sein, sie benötigen Sachkundenachweise, müssen Artenschutzrichtlinien und Seuchenschutzrichtlinien, einhalten.
Ihre Arbeit muss den Bestimmungen der Natur- Jagd- und Tierschutzgesetzen entsprechen.
Die Räumlichkeiten und Vorgehensweisen müssen den Auflagen der Veterinärbehörde entsprechen, etc.

Wisst ihr, was das für ein Aufwand ist, damit die Ehrenamtlichen Helfer überhaupt erst unser Leben retten dürfen?

Alle Gehege, Volieren, Futtermittel, Verbrauchsmaterialien, Tierarztkosten, Fahrtkosten und Betriebskosten müssen diese wunderbaren Menschen einzig aus Spendengeldern finanzieren.
Sie müssen betteln, damit wir leben dürfen!

Viele Wildtierstationen mussten deshalb bereits das Handtuch werfen.
Wer soll uns Wildtieren in Not dann beistehen?!!!

Die meisten Tierarztpraxen, Tierkliniken und Tierheime haben nicht die räumliche Kapazität und auch nicht die notwendigen Kenntnisse, um hilfsbedürftige Wildtiere zu pflegen und nachhaltig auf ein Leben in Freiheit vorzubereiten.

Liebe Regierungsfraktionen aus CSU und Freien Wählern,
sollen wir einfach sterben? Ist es das, was ihr möchtet?
Auch ihr habt eine Verantwortung für unsere heimische Flora und Fauna!
Denkt bitte noch einmal nach und benutzt euren Verstand.

Gesegnete Adventsgrüße

Die Wildtiere Bayerns

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(Dankeschön, liebe Theresa Marina von der Wildvogelstation Rhön-Saale e.V.  für die Infos )

Tierschutz

14 000 Schafe ertranken im Mittelmeer – was hatten sie für ein Glück!

14 000 Schafe ertranken im Mittelmeer –
was hatten sie für ein Glück!
 
Wer diese Überschrift hinterfragt, weiß unter Umständen wenig über Tiertransporte.
Die Schafe waren fast bewegungsunfähig eingepfercht, das Schiff vermutlich überladen.
Sie standen in ihrem eigenen Kot, man darf durchaus davon ausgehen, dass es während des langen Transportes nicht annähernd genügend Futter oder Wasser für 14 000 Schafe auf dem Schiff gegeben hätte. Wenn überhaupt!
Nach der Ankunft in Saudi Arabien, wären die verängstigten und dehydrierten Tiere in LKWs getrieben und verladen worden..zumindest diejenigen, die diese Torturen überlebt hätten. Wer nicht mehr in der Lage ist, auf den Beinen zu stehen, wird mit brutaler Gewalt zur Verladung getrieben, gezerrt, geschlagen, getreten…
 
Am Schlachthof in Saudi Arabien hätte auf die 14 000 Schafe der Tod durch Schächten gewartet. Ein besonders qualvoller Tod, denn den Tieren wird bei vollem Bewusstsein die Kehle aufgeschlitzt. Sie verbluten oder ersticken.
 
Kommen wir zurück zu dem „tragischen Unglück“, bei dem die 14 000 Schafe einen relativ schnellen und gnädigen Tod durch Ertrinken in kaltem Meerwasser hatten…gnädig…gemessen an dem, was ihnen eigentlich bevor stand.
 
Sie hatten „Glück“. So traurig und zynisch das klingen mag.
14 000 ertrunkene Schafe.
Unzählige andere „Nutztiere“ sind gerade auf genau dem Weg, den ich Eingangs beschrieben habe.
Das sind dann die „Glücklichen“ , die nicht ertrunken sind.
Mitleid allein ist zu wenig!
Wir benötigen dringend Tierschutz Gesetze in Europa, die diesen Namen auch verdienen!
 
Bildquelle Copyright: Animals International
Tierschutz

Wer sonst nichts ist und sonst nichts kann…dem bleibt immer noch die Option der Tierausbeutung!

Du bist selbst nicht übermäßig talentiert? Du kannst nichts Besonderes?
Du hast wenig vorzuweisen, was man als ambitionierter Sport Champion oder erfolgreicher Geschäftsmann in die Waagschale werfen könnte …
aber möchtest gerne im Mittelpunkt stehen und vielleicht sogar Siegerprämien einheimsen, Gewinn machen, deine Geltungssucht etwas streicheln und weißt nicht, wie du das anstellen sollst?

Ich hätte da einen Tipp:
Tiere!
Du kannst jederzeit Hunde, Pferde, Katzen, Tauben, Fische, Hühner, ja fast jedes Tier dazu missbrauchen, für dich in einer Sportart oder als Geldquelle zu punkten!

Das ist ganz einfach, bringe dieses Tier durch gnadenlose „Dressur“ dazu, Höchstleistungen zu vollbringen, breche seinen Willen und wenn das nicht klappt, gibt es eine breite Palette von …nicht ganz zimperlichen… aber äußerst effektiven Methoden… den ultimativen Siegerkick oder Gewinn zu bewirken.
Sollten Stock, Peitsche, Entzug des Partners (im „BrieftaubenSPORT“)  oder andere Kniffe nicht wirken, bietet die Pharmaindustrie noch jede Menge Doping Mittel. Überlebt ein Tier deine ehrgeizigen Ambitionen nicht oder wird dabei zum Krüppel….einfach ein Neues anschaffen.

Angeln und Jagen beinhalten zwar ein paar unschöne Details, nicht jeder findet solche Methoden appetitlich, aber zum Champion und Held am Stammtisch, zu einem würdigen Auftritt bei der Hubertus Messe, reicht es allemal, selbst wenn man nur geschickt morden kann.

!

Für feinsinnigere Naturen mit dem Drang zur Geltung, den sie durch ihr eigenes Äußeres jedoch leider nicht verwirklichen können, bleibt noch die Zucht.
Selbst die schlimmsten Qualzuchten werden auf Ausstellungen noch honoriert, also keine Sorge, …
je weiter sich die Rassestandards von Mutter Naturs ursprünglichem Bauplan entfernen, je limitierter die Tiere dadurch sind, desto höher die Chancen auf Preise und Anerkennung. Hauptsache „modisch“, Hauptsache „leistungsorientiert“.
In diesem Land werden selbst ausgemergelte Kühe mit überdimensional aufgeblasenen Eutern, kurzatmig gezüchtete Möpse und lebensunfähige Hühner prämiert. Da geht noch was 

Falls du also sonst nichts kannst, nicht selbst trainieren und schwitzen willst, wenn dir keine andere zündende Geschäftsidee einfällt, mit der man Geld machen könnte:

Beute einfach Tiere aus…der Applaus ist dir sicher. Prestige, Preise und Gewinn sind nach wie vor beachtlich.

Mir wäre das ja peinlich, ich bin lieber ein ehrlicher, sportlicher Versager aus eigener Leistung, als ein Champion, auf Kosten anderer.
Auf Kosten von wehrlosen Lebewesen, die nie dein Sportgerät und Egobooster sein wollten.
Auch meinen Lebensunterhalt würde ich ungern mit der Ausbeutung Schwächerer verdienen…ich persönlich fände das armselig.
Aber keine Sorge, ich gehöre zu einer unbedeutenden Minderheit, unsere Gesellschaft wird dich dafür feiern 

Katze, Tierschutz

Geiz ist geil? Vielleicht für manche. Aber nicht im Tierschutz!

Geiz ist geil? Vielleicht für manche. Aber nicht im Tierschutz!
Im Tierschutz geben ein paar wenige ihr letztes Hemd.
Unser gesamtes Team, zum Beispiel und alle Freiwilligen Helfer, mit denen ich arbeite.
Im Tierschutz kostet Geiz nämlich Leben.

Niemand ist gezwungen beizutragen, jeder hat finanzielle Limits, die eingehalten werden müssen. Jeder! Und niemand muss sich schämen oder rechtfertigen, wenn er nicht oder nicht mehr beitragen kann oder einzig sehr begrenzt beitragen kann, völlig in Ordnung!!!

Aber bitte, bitte verschont uns mit Feilscherei wie auf dem Basar, um ein Schnäppchen zu machen oder um eifrig darauf hinzuweisen, wo es bestimmte Dinge günstiger, billiger oder sogar gratis gibt.

Ganz gleich,
ob es sich um Schutzgebühren handelt (wir bezuschussen die Kosten und der Verein macht dabei NIEMALS einen Cent Gewinn!!!) Ist es zu teuer, holt euch anderweitig ein Tier. Nicht bei uns!

Ganz gleich,
ob es sich um einen Artikel handelt, den irgendjemand zugunsten unserer Tiere anbietet. Er ist euch zu teuer? Lasst es einfach aber verschont den Verkäufer, der spendet und dabei noch Arbeitsaufwand hat, mit euren Kommentaren!

Ganz gleich,
ob es sich um den Tierschutz Shop handelt, der ein Unternehmen ist, das Mitarbeiter bezahlen muss, der Werbung, Transport und zusätzlich Barspenden auf jedes Kilo ermöglicht, für die armen Vereine.
Ihr kennt billigere Quellen? Dann spendet dort, aber zeredet nicht eine geniale Idee, die unzähligen Tieren das Leben rettet und ohne die der Großteil unserer Tiere in den vergangenen Jahren nicht überlebt hätte….

Ganz gleich,
ob es sich um meine Lunas Sternengarten Seite handelt, wo man gegen eine Spende seinem verstorbenen Liebling einen Stern setzen kann. Mir ist bekannt, dass es auch Seiten gibt, die das gratis tun! Ich möchte damit Leben retten und Chancen schenken, das kostet Geld. Wer zu dumm ist, das zu verstehen, oder wer das nicht verstehen möchte…wunderbar! Trauert woanders und lasst mich einfach in Ruhe arbeiten.

Bitte lasst uns alle in Ruhe arbeiten, wir spenden selbst, bis nichts mehr geht, wir grübeln und rechnen jeden Tag aufs neue, wie wir möglichst viele Tiere in Not am Leben und gesund erhalten oder erst einmal gesund bekommen und woher um alles in der Welt die vielen Tausend Euro dafür, jeden Monat kommen sollen.

Auch im letzten Geschäftsjahr von Frieden für Pfoten war der Anteil der Geschäfts/Verwaltungskosten unter einem Prozent! Das bedeutet, 99,x Prozent eurer Spenden kommen genau da an, wo sie benötigt werden. Bei den Ärmsten der Armen.

Mehr als 99 Prozent! Man muss lange suchen, bis man einen Verein in unserer Größenordnung findet, der so viel von den Spenden an die Tiere weiterreicht ohne Verwaltungskosten.
Möglich ist das, weil wir alle das, was wir tun aus eigener Tasche finanzieren. Jeder von uns, wie und was ihm möglich ist.

Geiz mag für manche geil sein!
Wir alle arbeiten hier jedoch mit Großherzigkeit, Großzügigkeit und Mitgefühl.
Wir tun das selbst und erwarten das auch von anderen….
Einfach einmal den Mund halten und andere in Ruhe arbeiten lassen, wenn man selbst nichts Positives beizutragen weiss…es könnte so einfach sein 

geiz

Katze, Kurzgeschichten, Tierschutz

Hinter der Regenbogenbrücke

Eine wunderschöne Geschichte von Michael Rother
HINTER DER REGENBOGEN BRÜCKE 🐈🌈

„Geht da nach hinten“ sagte der Wächter auf der Regenbogenbrücke, „hier vorne ist nur für die Katzen, die auf ihre Menschen warten!“
„Warum sollte man auf einen Menschen warten?“ murmelte der graue Kater mit dem weißen Fleck auf der Nase.
Seine gebrochene Vorderpfote war augenblicklich geheilt, als er über die Regenbogenbrücke ging. Und so trottete er mit der anderen Katze, der braungescheckten, deren ausgeschlagenes Auge wieder einem gesunden gewichen war, und den vier Kätzchen, die ihre Augen soeben geöffnet hatten und zusammen mit ihm angekommen waren, vorbei an den spielenden, freudig maunzenden Katzen, die sich immer in der Nähe des Eingangs zum Katzenparadies aufhielten und auf etwas zu warten schienen. Sie gingen dorthin, wohin man sie wie die meisten Neuankömmlinge im Regenbogenland schickte, nach hinten, weil vorne der Platz für die wartenden Katzen war.

Der Graue konnte nicht verstehen, warum man auf einen Menschen warten konnte. Nie hatte er etwas Gutes von ihnen erfahren. Auch die Braungescheckte war fassungslos. Was mochte in den anderen Katzen wohl vorgehen?

Wussten sie denn nicht, dass es gefährlich war, in der Nähe von Menschen zu sein? Die Kleinen drückten sich ängstlich zusammen und blieben dicht bei den beiden erwachsenen Katzen, mit denen sie zusammen die Regenbogenbrücke passiert hatten.
Nachdem man sie kurzerhand ersäuft hatte, wussten sie so gar nichts von dem, was die beiden großen Katzen da erzählten. Und so schien es ihnen am sichersten, einfach bei ihnen zu bleiben.
Bald hatten die kleine Gruppe den Platz erreicht, den man ihnen zugewiesen hatte, und freuten sich über die bereitstehenden Futternäpfe. „Wenigstens werden wir nicht mehr hungern müssen“ maunzte der Graue und machte sich über das leckere Futter her.

„Was ist Hunger“ piepste eines der Kleinen, ein dreifarbiges Glückskätzchen.
„Sei froh, dass Du es nicht weißt “ sagte eine goldgestreifte Kätzin, die in der Nähe lag. „Wenigstens das hast Du mit denen da vorne gemeinsam. Die haben auch nie erfahren, was Hunger ist. Ich meine, richtigen Hunger, wo Dir der Magen weh tut.“ Und sie legte sich auf die Seite, um die Kleinen an ihre Zitzen zu lassen.

„Kommt nur und trinkt euch satt. Ich habe so viele Kleine auf diese hässliche Welt gebracht und so viele sind so schnell hier gelandet, wie ihr. Wir halten hier zusammen, jetzt wo wir in Ruhe leben können. Bald werdet ihr meine Hilfe nicht mehr brauchen, aber bis dahin bin ich für Euch Eure Mamakatze!“ Und so wurden auch die vier Kätzchen zum ersten Mal satt und tretelten zufrieden mit den kleinen Pfoten am Bauch ihrer neuen Ziehmutter.

So verging die Zeit, und von all den Neuankömmlingen im Regenbogenland war es nur der viel kleinere Teil, der an der Regenbogenbrücke wartete. Die meisten wurden nach hinten weitergeschickt. Und doch waren sie alle zufrieden und glücklich, weil sie von den irdischen Qualen, die sie erduldet hatten, endlich befreit waren, und ihre Augen glänzten.

Immer wieder beobachteten sie ungläubig, wie Menschen über die Brücke kamen und von den Katzen „da vorne“ freudig begrüßt wurden. Wenn sie dann zusammen offensichtlich sehr glücklich weggingen, schüttelte der graue Kater bedächtig seinen Kopf.
„Es scheint mehrere Arten von Menschen zu geben“ sagte er zu der braun gescheckten Katze und den 4 quirligen Kätzchen, die mit ihm gekommen waren. Aber so wie er nicht verstand, warum bei „denen da vorn“ immer wieder große Freude ausbrach, wenn bestimmte Menschen im ewigen Reich ankamen, so verstanden die Katzen am Eingang nicht, warum „die da hinten“ keinen Platz in der Nähe der Regenbogenbrücke haben wollten.

Eines Tages lief eine ganz weiße Katze das kurze Stück nach hinten und legte sich leise schnurrend vor dem Grauen in das weiche Gras. „Warum seid ihr eigentlich nicht vorne bei uns?“ fragte sie.
„Was sollten wir dort wohl tun?“ erwiderte der Graue leise. „Niemand hat uns vermisst, als wir gegangen sind, und wir vermissen auch niemand!“
„Ach, wie schade!“ sagte die Weiße. „Hat Euch denn niemand lieb gehabt? Habt Ihr denn niemand lieb gehabt?“
„Nein, niemand. Die meisten von uns hatten genug damit zu tun, nicht zu verhungern. Da war für Liebe keine Zeit“ maunzte die Braungescheckte.

„Wir sind jetzt zufrieden hier. Wir haben immer leckeres Fressen und es gibt niemanden, der uns wegjagt. Das ist das Paradies!“
Der graue Kater nickte zustimmend.
„Wo wir herkommen, da gab es nichts. Ich habe gehört, dass es auch eine andere Welt gegeben hätte. Aber ich habe sie nie gesehen, und ich kann es auch nicht glauben!“
„Aber“ sagte die weiße Katze und rollte sich auf dem Rücken wohlig hin und her,
„hat Euch denn niemand einmal den Bauch gekrault?“
„Was ist denn gekrault?“ piepste eines der kleinen Kätzchen. „Das ist genauso, wie wenn ich Dir Dein Fell putze“ sagte die goldgestreifte Mieze, die sich der Kleinen angenommen hatte, und leckte ihr mit ihrer rauen Zunge über das Fell zwischen den Ohren.

„Wie heißt ihr eigentlich“ fragte die Weiße. „Wie heißen“ fragte die Goldgestreifte zurück.
„Ihr müsst doch Namen haben“ schnurrte die Weiße.
„Was ist *Namen*?“, piepste das Kätzchen wieder.
„Kann man das fressen? Ist es lecker?“
„Nein, ich meine, wie man Euch gerufen hat“ sagte die weiße Katze.
„Ach so, das meinst Du“, erwiderte der graue Kater.
„Also, ich bin blödes Mistvieh, die goldfarbige heißt Dreckstück, und die Kleinen heißen alle zusammen Vermaledeites Kroppzeug.“
„Oh“. Die weiße Katze machte ein erschrockenes Gesicht.
„Solche Namen habe ich noch nie gehört!“

„Ich habe, glaube ich, gar keinen Namen“ wisperte die Braungescheckte und stellte ihre Ohren auf, „wir waren zu dritt und waren immer „Scheissviecher“ Ich weiß nicht, ob das ein Name ist“.
„Nein, ich glaube nicht“ murmelte die Weiße und schüttelte sich. „Wir da vorne haben alle sogar mehrere Namen. Ich bin Berta und heiße außerdem noch Süße, Schnuckelchen und Herzchen.“
„Wozu soll das nur gut sein“. Der graue Kater machte ein nachdenkliches Gesicht. Ob man mit so vielen Namen besser gelebt hätte?

„Ich gehe jetzt wieder nach vorne. Ich glaube, mein Mensch kommt bald! Da will ich da sein, um ihn zu begrüßen. Ich freue mich schon so auf ihn!“ rief Berta und erhob sich.
„Ja, geh ruhig, und besuch uns mal wieder. Vielleicht kannst Du uns dann auch mal einen anderen Menschen zeigen als die, die wir kennengelernt haben. Seit wir hier sind, fange ich wirklich an zu glauben, dass es sie gibt“. Die Augen der Goldgestreiften blinzelten in die Sonne.
„Ganz bestimmt“.
Berta, die auch Schnuckelchen und Süße hieß, lief davon.

„Sieh mal“ sagte die Braungescheckte, „da vorn haben die Engelchen Päckchen verteilt. Sie haben uns auch welche gebracht. Sie sagen, es wäre jetzt Weihnachten. Was da wohl drin sein mag?“
„Keine Ahnung“. Der graue Kater reckte sich und fing an, die vier Kätzchen zu putzen. „Vielleicht mache ich es später auf. Wir haben doch schon alles, was wir brauchen. Wir haben unser Fressen und jeden Tag ein leckeres Teilchen extra. Wir haben ein weiches Plätzchen zum Schlafen. Und uns schlägt und tritt niemand mehr.“

Sprachs, streckte sich, gähnte ausgiebig, rollte sich zusammen und legte seinen Schwanz elegant über seine Nase. Die Kätzchen schmiegten sich aneinander und schliefen ebenfalls leise schnurrend ein. Die Braungescheckte näselte liebevoll die Goldgestreifte an und nachdem sie noch einen Happen aus ihren Näpfen gefressen hatten, schliefen auch sie satt und zufrieden ein.

Sie wussten nicht, was Weihnachten war. Aber dies war das schönste Weihnachten, das sie sich vorstellen konnten. 🎄🎄🎄🐈

Autor/(c) : Michael Rother

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