Tierschutz

Ich soll dich elend verrecken lassen…sagen sie!

Jetzt liegst du also vor mir, mitten auf der Straße.  Dein Fell ist räudig, deine Augen vereitert und ich kann jede einzelne Rippe zählen. Niemand will dich. Du gehörst nirgendwo hin. Du hast keinen sicheren Ort zum schlafen, Hunger und Durst, Parasiten und Misshandlungen sind deine täglichen Begleiter und ohne Hilfe wirst du bald elend sterben.

Das ist allein deine Schuld, denn wärst du ein deutscher Hund, dann würde dich sofort jemand einsammeln, du würdest schnell Linderung für deine Hautkrankheiten haben, von Parasiten befreit und natürlich hätte man Futter für dich und ein warmes Plätzchen. Wir sind keine Unmenschen in Deutschland und kein Hund , keine Katze hat dieses grausame Schicksal verdient.

Aber wir sind in Rumänien/Griechenland/Portugal/Polen…such dir was aus…in Ländern, in denen auch die Menschen oft nicht viel haben, in Ländern, die das Wort Kastration meist noch nie gehört haben und wenn…dann finden sie diesen Eingriff wider die Natur. Verrecken lassen ist immer noch die bessere und christliche Lösung, scheint die Devise! Es gibt kein Tierheim, in das ich dich bringen könnte und mein Haus ist längst voll. Denn es gibt Tausende, ja was sage ich, Millionen wie dich und jeder, der ihnen helfen möchte, wird angefeindet. Man soll keine Hunde oder Katzen aus dem Ausland retten. Pfui, das ist unseriös, Geschäftemacherei, …sagen sie…und dazu würdest du vielleicht Krankheiten einschleppen und einem deutschen Hund oder einer deutschen Katze im Tierheim den Platz wegnehmen. Das geht natürlich gar nicht!

Du wedelst schüchtern mit deinem räudigen Schwanz und siehst mich hoffnungsvoll an. Dabei sehe ich die Striemen auf deiner Schnauze, sicher hat dich jemand geschlagen, als du um Futter gebettelt hast. Und dann denke ich mir…fuck you all!

Fuck you all, die den Auslandstierschutz schlecht reden, die arrogant und kaltherzig ihre Parolen dreschen und keine Ahnung haben, was es wirklich bedeutet, wenn man pauschal sagt: „Hört auf, die Tiere nach Deutschland zu bringen.“ Es ist deine einzige Chance, die du hast und verdammt will ich sein, wenn ich sie dir nicht schenke!

Ja, es ist nicht einfach! Ja, es wäre besser gewesen, man hätte deine Mutter kastriert und du wärst niemals geboren worden. Aber jetzt gibt es dich. Du hast ein Herz und eine Seele und du leidest. Ich bin kein Arschloch sondern ein Mensch und weil ich es kann, weil ich dir tatsächlich helfen kann, wenn ich das nur möchte, bastele ich ein Halsband aus meinem Halstuch und binde es dir um. Du lasst alles mit dir geschehen, als ob du wüsstest, was passiert. Dann setze ich dich in mein Auto und telefoniere mit meiner Organisation.

Es gibt sie nämlich überall, diese wunderbaren kleinen Inseln der Menschlichkeit. Dort arbeiten Helfer, ehrenamtliche Tierschützer, sie bauen Shelter und Organisationen für bedauernswerte Wesen , wie dich und dort wirst du eine Zuflucht finden. Nicht alle sind vorbildlich, daher suchen wir die richtige aus, wo du sicher aufgehoben bist und in eine nette Familie adoptiert wirst und wo Spenden nicht im Nirwana versickern sondern den Tieren zu Gute kommen.

Ich warte noch, bis du deine erste Mahlzeit hungrig und dankbar verschlungen hast. Dann verlasse ich die Pflegestelle und weiss…du wirst deine 2. Chance erhalten. Wir können dir nicht viel bieten, wir haben kein eigenes Shelter, alles passiert in privaten Häusern, wir sind auf jeden Cent angewiesen. Aber was wir dir schenken können, ist mehr, als du dir jemals erhoffen durftest:  Leben und Geborgenheit, für ein ganzes Hundeleben. Weil ich es kann, weil wir es können! …Und weil alles andere unmenschlich wäre. ❤

Auslandstierschutz: Futterstellen/Kastration/Adoption…wer DAS überflüssig findet, der hat kein Herz!

„Weisst du Matilda“, flüstere ich ihr zum Abschied ins Ohr, „die meisten Zweibeiner, die du auf den Straßen triffst, das sind gar keine Menschen. Sie sehen nur so aus!“

Matilda

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PS: Matilda wurde bei SCARS Athen aufgenommen, ihr Bild habe ich nur als Beispiel verwendet. Sie entwickelte sich bei Giorgios zu einem gesunden glücklichen Hundemädchen ❤

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Links im Bild Matilda, die bei Giorgos von SCARS auf der Pflegestelle unterkommen durfte ❤

Finaler Vorschlag

 

 

Tierschutz

Eure Dummheit kotzt mich an!

Gerade habe ich einen Artikel gelesen, in dem auf die Tatsache eingegangen wird, dass Milchkonsum das Tumorwachstum fördert. Ein nahe liegender Gedanke, denn die Milch der Kühe wurde von der Natur einzig für Kälber konzipiert in Zusammensetzung und Wirkung…sie soll Wachstum anregen, Gewichtszunahme und war zu keiner Zeit für Menschen gedacht. War der Konsum bis vor wenigen Jahren noch durch das Angebot begrenzt, gibt es mittlerweile kaum noch ein Lebensmittel, indem nicht in irgendeiner Form Milch verarbeitet wird und sei es nur das Milcheiweiss. Wir werden förmlich bombardiert mit Milcherzeugnissen und die Folgen, zunehmende Unverträglichkeiten, Allergien, Entzündungen  und auch erhöhtes Tumorwachstum sind längst kein Geheimnis mehr. Das wissen erfahrene Mediziner seit vielen Jahren.

Die Reaktionen zu diesem Artikel sind so dümmlich wie armselig. Es scheint den meisten Lesern nicht möglich, Fakten oder Information aufzunehmen oder zu verarbeiten, die auch nur einen Millimeter von ihrem limitierten Weltbild abweichen, an der Komfortzone kratzen oder neu sind.  „Trinkt weiter eure Milch, esst tonnenweise eure Müllerpampe und lebt mit den Folgen, nicht mein Problem“, möchte ich am liebsten schreiben, wenn…ja wenn da nicht das unsägliche Leid der Milchkühe und der Kälber wäre. Hinter den Stallmauern findet grauenhafte Tierquälerei en gros statt und jeder findet das „normal“ oder weiss es nicht besser. Eure Dummheit kotzt mich an!

Ähnlich bei den Stadttauben. Was für ein Schwachsinn wird zu jedem Beitrag kommentiert, der dazu aufruft, diese Tiere endlich nicht mehr vor unseren Augen verhungern zu lassen. Man möchte glauben, sie bringen Pest und Cholera ins Land, zerstören Bauten und stellen eine Bedrohung für jeden Passanten dar…so groß ist der Hass und die Vorurteile…und die Dummheit. Es gibt überall Info, für jeden, der bereit ist, sich zu informieren. Aber was bedeuten Fakten schon gegen zementierte Vorurteile und gegen eine Taube kann man sich selbst so herrlich groß und wichtig fühlen. „Weg mit dem Ungeziefer“, das schreiben Menschen, deren soziale Intelligenz und deren Leseverständnis deutlich schlechter ausgeprägt ist als bei der dümmsten Taube auf der Straße. Eure Dummheit kotzt mich an!

Das Gleiche gilt für Zirkus, Ponyreiten oder Zoo. „Ohh, die Kinder haben so viel Spass daran…und den Tieren geht es doch gut“. Kinder, die Freude an Tierquälerei haben, sind zum Glück eher selten, es sei denn man erzählt ihnen Märchen und verschleiert die Hintergründe, die notwendig sind, damit ein Tier zu diesem „Spass“ gezwungen oder dessen Wille dafür gebrochen wird. Was für ein Spass! Ich denke, um das spaßig zu finden, das Leid dahinter zu ignorieren, ist ein gewisses Mass an Blödheit notwendig oder ein riesen Defizit an Empathie. Beides ist leider unendlich vorhanden…bei zu vielen Menschen.

Aber auch in Tierschutzkreisen regiert die Dummheit. Jeder meint, er müsste seine Erfahrungen, Einschätzungen und Befindlichkeiten in die Welt schreiben. Das ist eine kolossal gute Idee, leider nur, wenn die Tiere wirklich davon profitieren. Schreibt man Negatives, lesen das in erster Linie die Menschen, die dem Tierschutz von Haus aus  misstrauisch und abwehrend gegenüber stehen und nur darauf warten, in ihrer Meinung bestätigt zu werden. Jeder Streit jede Unregelmäßigkeit, jedes Problem wird vor Publikum auf Facebook ausgetragen. Wie limitiert muss man sein, um Internas und Fehler in der eigenen Organisation vor Publikum auszubreiten? Man behebt sie, man sorgt dafür, dass sich Fehler nicht wiederholen, man klärt intern oder geht leise aber man befeuert nicht die unselige Diskussion über den Auslandstierschutz, wo sich tausende Helfer seriös und unermüdlich jeden Tag den Arsch aufreißen, um Leben zu retten und Leid zu lindern und gegen Vorurteile ankämpfen müssen.

„Hauptsache ich habe meinen großen Auftritt gehabt“, scheinen viele zu denken…ganz gleich, wie sehr dadurch Spender verunsichert werden, ganz gleich wie viele Vereine darunter leiden,  die alle zwangsläufig mit solchen Aktionen in Verbindung gebracht werden. Der durchschnittliche Leser hat keine Ahnung von den komplizierten Fallstricken und Vorgaben mit denen gearbeitet werden muss, er wird nur die schwarzen Schafe, die Schlammschlachten und Unregelmäßigkeiten in Erinnerung behalten und den Eindruck, dass die meisten Tierschützer wohl eher wie frustrierte Marktweiber ihre Angelegenheiten regeln. Der Großteil der Tierschützer hat damit nichts am Hut. Sie leisten seriös und konstant im Stillen und verdrehen wie ich die Augen, wenn der oder die nächste meint, ein wenig Nestbeschmutzung würde der Sache ganz gut tun. Eure Dummheit kotzt mich ganz besonders an, denn auch ich leide darunter. Ich kann vorn nicht genug aufbauen, wie von solchen Lichtern hinten wieder eingerissen wird.

Es ist nicht die Bösartigkeit sondern die Dummheit der Menschen, die den Tieren das Leben zur Hölle macht. Und habe ich es schon erwähnt? Sie kotzt mich an. Jeden Tag ein wenig mehr!

 

 

Tierschutz

Das Hamburger Abendblatt und der Tierschutz! Wenn Zeitungsartikel töten! Ein Armutszeugnis für den seriösen Journalismus!

Wenn Zeitungsartikel töten!
Das Hamburger Abendblatt und der Tierschutz…ein Armutszeugnis für den seriösen Journalismus“!

Liebe Redakteure,
oder sollte ich in diesem Fall besser das Wort „Schreiberlinge“ verwenden?
Es wäre leider angebracht, denn in Ihrem Artikel über Auslandstierschutz, mit dem reißerischen Titel, „Hamburger Tierärzte warnen vor dem Handel mit Sraßenhunden„, werden nicht nur grob fahrlässig Fakten verdreht, bzw unterschlagen sondern auch die seriöse Arbeit von unzähligen ehrenamtlichen Helfern mutwillig zunichte gemacht.
Seriöser Auslandstierschutz leistet durch Kastration vor Ort und Aufklärung einen sinnvollen Beitrag zur Verminderung des unendlichen Leids.
Seriöser Auslandstierschutz ermöglicht Adoptionen für Tiere, die dem sicheren Tod geweiht sind.
Seriöser Auslandstierschutz ist kein Geschäft sondern jede Adoption muss durch Spenden bezuschusst werden, da die Schutzgebühr nicht alle Kosten abdecken kann.

Sie können sich auf die Schultern klopfen. Ihr unsäglich schlecht recherchierter und einseitiger Artikel wird viele Spender verunsichern, Adoptanten abschrecken und vielen Hunden die Hilfe verwehren, auf die sie so verzweifelt in ihren kargen Zwingern warten. Die meisten davon, ein Leben lang vergeblich. Einen Besuch in einem dieser Shelter würde ich sehr empfehlen, ehe man darüber urteilt, wo es den Tieren besser geht…

Dieser Artikel war das Todesurteil für viele Insassen dort und eine Ohrfeige in das Gesicht aller seriösen Tierschützer und Organisationen, die ehrenamtlich versuchen, das Leid zu verhindern und einigen Tieren eine Chance auf Leben zu schenken. Ein ziemlich hoher Preis für einen Artikel und ein paar Klicks mehr, auf Facebook,  finden Sie nicht auch?

Eine Richtigstellung und Entschuldigung für diesen miserabel recherchierten und einseitigen Artikel, wäre mehr als angebracht, denn in diesem Fall geht es nicht nur um den Ruf der seriösen Tierschützer und Organisationen … ein guter Ruf und Vertrauen in unsere Arbeit, ist alles, was wir in die Waagschale werfen können, um Tieren zu helfen… sondern es geht um Leben, um das Leiden und Sterben der Straßentiere, überall in Europa!

hundewelpen

Last not least, bitte teilen Sie mir umgehend mit, wo es Kastrationen für 11 Euro gibt, wie im Artikel behauptet. Das ist ein lächerlicher Betrag, überall in jeder Tierarztpraxis in Europa  und absolut unrealistisch. Nur ein verschwindend geringer Prozentsatz der Tierschützer vor Ort, hat das Glück, über eigene Tierärzte in der Organisation zu verfügen, die solche Preise ermöglichen können. Solche Aussagen verunsichern die Spender, denn in diesem Fall geht es nicht nur um den Ruf der Tierschützer und Organisationen sondern es geht um Leben…um das Leiden und Sterben der Straßentiere, die durch solche Artikel weniger Hilfe erhalten werden.

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Nachfolgend die ausführliche Stellungnahme und Richtigstellung zu diesem „Artikel“ unserer Kollegen von Ein Herz für Streuner e.V.

„+++ Stellungnahme zum Zeitungsartikel „Hamburger Tierärzte warnen vor Handel mit Straßenhunden“ vom 25.03.2019 +++

Liebe Streunerfans,

einige von euch haben uns auf den Artikel des Hamburger Abendblatts aufmerksam gemacht. Da hier Sachverhalte falsch geschildert und Ängste geschürt werden, wichtige Hintergrund-Informationen oberflächlich und schlecht recherchiert wurden und die Hauptaussage des Artikels (nämlich keine Hunde aus Osteuropa zu adoptieren) ziemlich deutlich rüber kommt, wollen wir hierzu stellvertretend für alle seriösen Vereine, die die Hunde legal ausreisen lassen, Stellung nehmen.

https://www.abendblatt.de/…/Hundehandel-in-Hamburg-unter-de…

Was wir dazu zu sagen haben:

1. Hunde, die über eine seriöse Organisation vermittelt werden und somit legal ausreisen, bringen weder Staupe noch Parvovirose nach Deutschland. Diese lassen ihre Tiere nämlich dagegen impfen. So wie auch wir. Alle Hunde erhalten die Standard 5-fach Impfung gegen Parvovirose, Staupe, HCC, Parainfluenzia und Leptospirose. Diese vollumfängliche Impfung ist auch Pflicht seitens der meisten Veterinärämter.

2. Tollwut ist eine international zwingend notwendige Impfung, die Hunde und Katzen erhalten müssen, um legal einreisen zu dürfen. Ein Hund/eine Katze darf ab der 12. Woche gegen Tollwut geimpft werden und nach einer Karenzzeit von 21 Tagen ausreisen. Alle Tiere, die unter dieser zeitlichen Vorgabe eingereist sind, sind also in jedem Fall illegal ausgereist. Für nichtgelistete Drittländer gilt sogar noch eine längere Frist, hier müssen die Tiere mind. 7 Monate alt sein. Das sind Länder wie z.B. die Türkei.

3. Lungen- und Herzwürmer (Dirofilariose) sowie Leishmaniose oder andere Mittelmeerkrankheiten können mittlerweile überall vorkommen. Auch in Deutschland leben aktuell ca. 20.000 Leishmaniose-Hunde – und das sehr gut. Es gibt nämlich gute Möglichkeiten dem Hund ein langes und glückliches Leben zu bieten, trotz Leishmaniose. Die anderen sogenannten Reisekrankheiten wie z.B. Ehrlichiose, Anaplasmose, Borreliose, Babesiose werden von den meisten Organisationen vorab mit einem Snap-Test (Schnelltest) getestet. Dieser ist natürlich nie so aussagekräftig wie ein Bluttest. Daher raten wir und andere seriöse NGOs ihren Familien immer dazu, nach Ankunft des Tieres so einen Bluttest in Deutschland zu machen. Alle Krankheiten können gut behandelt werden wenn sie rechtzeitig bekannt werden. Und sie stellen keine große Gefahr für Hund und Menschen dar. Die Übertragung von Leishmaniose auf den Menschen ist sehr selten und auch nur unter bestimmten Voraussetzungen überhaupt möglich. Die Leishmanien befinden sich nämlich nicht im Blut sondern z.B. in der Milz oder anderen Organen. Wer hierzu weitere Informationen nachlesen möchte, kann dies im Detail bei uns auf der HP tun: https://www.einherzfuerstreuner.de/wichtige-informationen/…/

4. Deutsche Tierheime sind voll, warum einen Hund aus dem Ausland? Auch wir hören diesen Satz immer wieder. Wir haben viele gute Kontakte zu deutschen Tierheimen und sind froh, dass diese auch Tierschutz betreiben und die Augen nicht verschließen. Tierschutz hört nicht an der Grenze auf. Die deutschen Tierheimen haben große Nachfragen nach Hunden, die oft nicht bedient werden können. Denn in der Regel sitzen alte, kranke oder schwer vermittelbare Hunde in den Tierheimen. Das ist unserer Meinung nach ein Problem, dass unverantwortliche deutsche Hundehalter verursachen – nicht seriöse Organisationen und nicht die Tierheime! Und wenn diese dann Kapazitäten haben und helfen wollen, finden wir das absolut bemerkenswert und unterstützenswert. Unser Respekt gilt hier den Tierheimen, die auch Auslandstierschutz betreiben.

5. Zitat aus dem Bericht: „Letztlich wird mit der Vermittlung der Hunde gegen Schutzgebühren in Höhe von 200 bis 400 Euro über die Mitleidskomponente ein Geschäft abgewickelt“. Legale Organisationen wickeln nicht über die Mitleidskomponente Geschäfte ab, sondern sie vermitteln gut und nachhaltig ihre Tiere. Eine Schutzgebühr, die einen Teil der anfallenden Kosten trägt und auch ein Schutzvertrag gehören selbstverständlich dazu. Und die Organisation, die auch was verändern wollen, investieren das Geld dann ohnehin in Kastrationskampagnen vor Ort, die Unterbringung und die medizinische Betreuung der Hunde und Katzen vor Ort in Rumänien oder anderen Ländern.

6. Eine Kastration kostet nur 11 Euro. Wo genau? Wir zahlen in Bistrita, Baia Mare und Cluj, Rumänien 20 – 50 Euro pro Kastration. Das ist immer noch ein günstiger Betrag. Und daher machen wir auch regelmäßige Kastrationskampagnen, die monatlich von unseren Tierärzten umgesetzt werden, sowie groß angelegte Kampagnen über 2-3 Tage mit bis zu 50 Tieren am Tag.

7. Zitat aus dem Bericht: „Da steckt eine ganze Industrie dahinter – am Hundehandel verdienen viele Menschen“
Auch hier fehlt einfach der Zusatz, dass es sich um unseriöse Händler handelt. Ja, diese Menschen gibt es sicher. Wir wissen von diesem Leid und wir spüren immer wieder, dass diese Menschen auch seriösen Tierschutz kaputt machen können, weil man den Menschen das Vertrauen nimmt. Eine gemeinnützige Organisation verdient an Vermittlungen keinen Cent. Oft muss noch Geld drauf gelegt werden. Die durchschnittlichen Kosten pro Hund liegen bei uns bei etwa 800 Euro. Bei einer Schutzgebühr von 225 – 375 Euro dann sich jeder das Defizit, das zu 100% über Spenden gedeckt werden muss, ausrechnen.

Diese Art von Zeitungsberichten sind dafür verantwortlich, dass Menschen Berührungsängste mit Tierschutzvereinen bekommen. Unser Tipp: Wenn ihr, vor allem bzgl. der Impfungen, keine kompetente Antwort erhaltet und es keinen EU-Heimtierausweis mit allen eingetragenen Impfungen gibt, lasst die Finger von einer Adoption. Ja, es gibt viele schwarze Schafe, die man nicht unterstützen darf. Es werden immer noch schwer kranke, nicht geimpfte Welpen verkauft. Auch wenn die Hunde noch so süß sind – unterstützen Sie bitte keine unseriösen Händler, denen es tatsächlich nur ums Geld geht.

Wir würden uns wünschen, dass in solchen Berichten die wertvolle Arbeit der Tierschutzvereine mehr geschätzt und überhaupt erwähnt wird. Es gibt nicht nur schwarz und weiß und nur eine Seite des Ganzen zu betrachten ist einfach Hohn. Denn am Ende schadet man damit den Tieren…“

 

Tierschutz

Die Fledermaus … liebenswerte und nützliche Flugakrobaten mit schlechtem Image <3

Katzen im Bett sind eine feine Sache, aber wenn sie mitten in der Nacht auf Wanderschaft im Schlafzimmer gehen, ist es aus mit der Nachtruhe und in dieser Nacht im letzten Sommer war es besonders lästig. Meine Katze spielte unter dem Bett. Laut und ausdauernd. Im Halbschlaf hörte ich sie Kratzen und Zappeln, sie gab einfach keine Ruhe.

Ich angelte im Dunkeln unter dem Bett mit der Hand nach ihr und plötzlich war ich hellwach. Denn neben meinem Kopfkissen miaute eine verschlafene Luna. Wer oder was auch immer für die Geräusche unter meinem Bett verantwortlich war…meine Katze war es nicht! Blitzartig zog ich die Hand zurück und war mit einem Sprung aus dem Bett. Licht an! Ein vorsichtiger Blick…aus sicherer Entfernung…

Da zappelt jemand, der mindestens genauso viel Angst hatte, wie ich! Der Verursacher der nächtlichen Störung war eine Fledermaus! Sie hatte sich im Bettüberwurf verfangen und flatterte ängstlich immer wieder gegen den Widerstand an.

Ich liebe Fledermäuse und wusste daher, dass entgegen aller Ammenmärchen, die Wahrscheinlichkeit, sich als Mensch mit Tollwut durch Fledermäuse zu infizieren, geringer ist, als ein Sechser im Lotto.  Wenn überhaupt werden nur Menschen infiziert, die von erkrankten Tieren gebissen werden, was einzig passiert, wenn sie die Tiere anfassen und ihnen helfen wollen. Genau das hatte ich jedoch vor. Also Katze aus dem Schlafzimmer manövriert, Handschuhe aus der Küche geholt, dann löste ich die winzige Fledermaus vorsichtig aus dem Stoff, trug sie in einem Handtuch zum geöffneten Fenster und wünschte guten Flug. Sie spannte ihre kleinen Flügel und für einen kurzen Moment, konnte ich ihren eleganten Flug in den dunklen Nachthimmel beobachten. Was für ein wunderschönes Tier. Wer hat nur dieses dumme Märchen von den gefährlichen Vampiren in die Welt gesetzt?

OK, Fledermäuse sind in mancher Hinsicht wirklich Freaks. Sie sehen mit den Ohren und fliegen mit den Händen. Sie schlafen mit dem Kopf nach unten und sie sind die einzigen Säugetiere, die es jemals geschafft haben, aktiv fliegen zu lernen. Ihr kleines Herz hämmert bis zu 800 mal in der Minute, wenn sie durch die Lüfte flattern. Und nein, die Fledermäuse in unseren Breitengraden sind keine Blutsauger und auch kein bisschen angriffslustig. Es sind zerbrechliche und liebenswerte Wesen.

Auch Fledermäuse kuscheln gerne ❤

 

Flugakrobaten und Wunderwerk der Natur

Die spitzen Eckzähne, die „Vampirzähnchen“ benutzen sie einzig dazu, die harten Chitin Panzer ihrer Beuteinsekten aufzubrechen. Unsere heimischen Fledermäuse ernähren sich nämlich ausschließlich von Insekten und Spinnen, was sie zu äußerst nützlichen Schädlingsbekämpfern macht, die eine wichtige Aufgabe im Ökosystem erfüllen. Bei der Jagd nutzen sie die Flügel auch als Kescher.

Apropos Flügel. Fledermäuse sind wahre Flugakrobaten, genau genommen fliegen sie nämlich mit ihren Händen. Sie sind die einzigen Säugetiere, die je aktiv fliegen lernten. Dieser Tatsache verdanken sie ihren Namen. „Fledern“ ist ein alter Ausdruck für „flattern“. Das wird den Flugkünsten der Fledermäuse aber kaum gerecht.

Bei Tests im Windkanal stellte man fest, sie können besser in der Luft manövrieren als jedes Flugzeug. Bereits Leonardo da Vinci träumte vor 500 Jahren davon, Flügel für Menschen zu entwerfen, die denen der Fledermäuse gleichen.

Fledermausflügel sind ein besonderes Wunderwerk der Natur. Anders als bei den Vögeln sind sie aus der Hand des Tieres gebildet. Zwischen den Fingerknochen spannt sich die Flughaut. Sensible Nervenfasern durchziehen die Haut der geschmeidigen Fledermausflügel und registrieren jeden kleinen Luftwirbel. Auf diese Weise kann sie ihren Flügel flexibel verformen und sich jedem Flugmanöver anpassen.

Fledermäuse haben von allen Tieren im Tierreich die sensibelsten Ohren und können sich mit ihnen in der Dunkelheit hervorragend orientieren. Über die Nase oder das Maul stoßen sie für uns Menschen unhörbare Schallwellen im Hochfrequenzbereich aus. Diese Schallwellen treffen auf den Körper der Beute, verändern beim „Aufprall“ ihre Frequenz und wandern dann zurück ins Fledermausohr. Anhand des Echos erkennt die Fledermaus exakt Position und Größe ihrer Beute. So schafft sie es auch bei völliger Finsternis, zielgenau zu jagen. Fledermäuse sind nicht blind aber sie hören deutlich besser, als sie sehen…. und sie sind wunderschön ❤

 

 

Die kleinen Flugkünstler benötigen unseren besonderen Schutz, denn alle in Deutschland vorkommenden Fledermausarten stehen auf der Roten Liste und sind teilweise bereits vom Aussterben bedroht.

Wenn du eine Fledermaus auf dem Boden findest oder sie tagsüber frei hängt, braucht sie Hilfe!

Sollte sich einmal eine Fledermaus in deine Wohnung verflogen haben, ist es in der warmen Jahreszeit am einfachsten, bis zum Abend zu warten. Zu Beginn der Dämmerung kannst Du die Fenster weit öffnen und abwarten, bis sie ihren Weg allein ins Freie findet.

Das teilweise schon recht warme Wetter weckt die Tiere immer frühzeitiger aus dem Winterschlaf. Viele haben bereits ihre Reserven aufgebraucht. Sie müssen irgendwann notlanden, weil ihnen die Kraft ausgegangen ist.
Es hilft den Tieren nicht, sie dann einfach in den kühlen Keller zu hängen, damit sie dort den Winterschlaf fortsetzen. Ebenso ist es nicht ratsam, sie selbst aufpäppeln zu wollen.

Die Pflege und Aufzucht von Fledermäusen verlangt umfangreiches Fachwissen, wenn die Tiere überleben sollen. Mit der Fütterung von Mehlwürmern und Wasser ist es leider nicht getan. Es ist wichtig, dass diese Tiere fachmännisch durchgecheckt werden. Das Gewicht muss kontrolliert werden und die meisten Tierfreunde scheitern bereits daran, die Fledermausart zu bestimmen. Es macht aber einen riesen Unterschied, ob die 6 Gramm schwere Fledermaus eine Zwerg-oder die ähnlich aussehende Rauhautfledermaus ist. Die Zwergfledermaus hätte ideales Winterschlafgewicht, die Rauhautfledermaus wäre mit diesem Gewicht jedoch halb verhungert. 

Erfahrene Pfleger können anhand des Aussehens und des Abtastens bereits viel über den Zustand des Tieres herausfinden.
Bitte bringt Fledermäuse, die ihr findet also immer zu einer spezialisierten Pflegestelle. Zieht Handschuhe an, setzt die Fledermaus vorsichtig in einen Karton mit Luftlöchern und dann keine Zeit verlieren, denn i
n kühler Umgebung fallen Fledermäuse in eine Art Kälteschlaf, den Torpor. Dabei verbrauchen sie sehr wenig Energie. Im Warmen fahren sie alle Systeme hoch und wenn sie dann nicht zeitnah Nahrung erhalten  (Insekten und Spinnen!) verhungern, bzw. sterben sie an Organversagen.
Jede Stunde zählt, wenn ihr eine Fledermaus retten möchtet.

Schnelle Hilfe im Notfall und eine Pflegestelle in eurer Nähe findet ihr unter folgendem Link:

https://www.nabu.de/tiere-und-pfl…/…/fledermaeuse/18829.html

Es gibt eine wunderschöne und sehr informative Seite über Fledermäuse auf Facebook, die ich euch gerne ans Herz legen möchte, von ihr stammen auch die Bilder und Tipps für diesen Artikel:

https://www.facebook.com/Flederfrau/

 

 

 

 

Seelenmarzipan, Tierschutz

Jeder, der dir begegnet…trauert auf seine Weise!

Ich war in der kleinen Kapelle und wollte Kerzen anzünden. Es war der Todestag meines Vaters und diese Kapelle war seither der Platz der Trauer für mich. Ein dicker Kloß steckte in meinem Hals, als ich die Kerzen abzählte, für die ich gespendet hatte… viele Kerzen, die dann aufgereiht einen Gruß an ihn …nach wohin auch immer senden sollten. Er möchte es gerne großzügig…ein paar Kerzen wären nicht das gewesen, was er sich unter einem Gedenk-Licht vorstellte und unwillkürlich musste ich unter Tränen lächeln, als mir der Gedanke kam, wie er alles en gros eingekauft und vergeben hatte… Lebensmittel, Ratschläge, Geschenke… und meine Gedanken wanderten…

Plötzlich bemerkte ich einen Schatten hinter mir in der Kapelle. Noch ein Besucher, der ein Licht entzünden wollte. Ich fühlte mich gestört und war sehr ärgerlich über die Tatsache, dass ich diesen Moment mit jemand Fremden teilen musste. Am liebsten hätte ich gerufen… „ich weine gerade um meinen Vater…gehen Sie doch einfach!“ Aber das tat ich natürlich nicht. Ich ignorierte den Besucher und konzentrierte mich auf die vielen Teelichter, die munter im Sonnenlicht flackerten, das durch die Kapellenfenster herein schien. Dann hörte ich ein Geräusch…es war ein Schniefen…es kam von dem Mann, der hinter mir stand. Er weinte offensichtlich.

Obwohl die Tatsache nicht so ungewöhnlich war, in einer Andachtskapelle auf andere Trauernde zu treffen, traf mich die Erkenntnis wie ein Blitz! Ich war nicht die Einzige, die trauert. Hier war jemand so mit seiner eigenen Trauer beschäftigt, dass er mich gar nicht bemerkte. Und ab diesem Moment war es irgendwie in Ordnung, weiter still zu sitzen und den Raum mit jemandem zu teilen, auch wenn ich viel lieber alleine gewesen wäre. Ich drehte mich kurz um und lächelte den alten Mann an. Er nickte mir zu und wir verstanden uns ganz ohne Worte.

Jeder, der uns begegnet, trauert auf irgendeine Weise.

Er steht hinter dir, in der Schlange an der Kasse, er schreibt dir auf Facebook, sitzt neben dir im Zug, spielt im gleichen Verein oder sitzt vielleicht sogar am gleichen Tisch in der Freundesrunde.

Jeder, der uns begegnet, kämpft gerade mit einem Verlust, mit einer Angst mit einem Unglück… und es steht diesen Menschen nicht auf der Stirn geschrieben. Sie kleiden sich morgens an, sie gehen zur Arbeit, sie versorgen ihre Kinder, sie schauen abends Fernsehen und fahren in Urlaub. Sie funktionieren… und doch… jeder von ihnen ist ein Kämpfer, jeder von ihnen muss mit Verlusten und Ängsten umgehen, versucht die Ängste und Zweifel und die Trauer zurückzudrängen und nach aussen das Gesicht zu wahren,

…wenn die Ehe zerbröckelt und ein Kriegsschauplatz geworden ist

…wenn sie um ihre  Hypotheken und Schulden zittern und jeden Blick in den Briefkasten fürchten

…wenn sie gerade bange auf medizinische Testergebnisse, für sich oder einen geliebten Menschen warten.

…wenn ihre Kinder schwer oder unheilbar krank sind

…wenn sie von ihrem Partner betrogen oder schlecht behandelt werden

…wenn sie um einen  geliebten Menschen, oder um ein geliebtes Tier trauern

…wenn sie ihre Arbeit verlieren oder Angst haben, sie zu verlieren

…wenn sie chronisch krank sind und versuchen, weiter durchzuhalten

…wenn sie in der Schule oder auf der Arbeit gemobbt werden

…wenn sie nicht wissen, wie sie die Rechnungen in diesem Monat bezahlen sollen…

…wenn sie unglücklich verliebt sind

…wenn sie mit ihrem Äusseren hadern

die Liste ist unendlich.

Jeder Mensch, der dir heute begegnet, kämpft um seinen inneren Frieden, darum, die Angst zurückzudrängen…er wendet alle Kraft auf, um durch den Tag und die täglichen Pflichten zu kommen, ohne dabei das Gesicht zu verlieren und meist gelingt das auch. Wir bemerken es nicht. Jeder kennt nur seine eigene Trauer.

Es liegt an uns, genauer hinzusehen… es liegt an uns, die Tatsache immer wieder ins Gedächtnis zu rufen, dass jeder seine eigenen Schlachten kämpft und wenn wir genauer hinsehen, dann erkennen wir intuitiv, wie die Fassade und die Stabilität bei vielen an einem seidenem Faden hängt, der jederzeit reißen kann.

Wenn du heute also durch den Tag gehst, dann wird dir niemand, dem du begegnest, erzählen, wie sehr er gerade trauert oder wovor er gerade schreckliche Angst hat…aber wenn du den Menschen in die Augen siehst, wirst du es bemerken…und dein Lächeln wird den Unterschied machen ❤

 

 

 

 

Katze, Seelenmarzipan, Tierschutz

Wenn meine Katze alt wird…für Luna <3

Was mache ich jetzt mit Dir, wenn deine Pfötchen müde sind, dein Gang wackelig und das Fell zerrupft?

Wenn dich meine Rufe nicht mehr erreichen, weil du fast nichts mehr hören kannst und wenn deine wachen Augen müde und trübe geworden sind?

Was mache ich jetzt mit Dir, wenn dein Fell nicht mehr glänzt und dein Gesichtchen grau geworden ist?

Ich liebe Dich! Ich liebe Dich, mehr denn je!

Ich liebkose deine Pfötchen, die mir immer um die Beine getrippelt sind und zeige Dir den Weg, wenn Du ihn vergessen hast.

Ich spreche lauter und berühre dich dabei, damit du mich weiter hören kannst.

Ich küsse deine grauen Schnurrhaare und bestaune die Weisheit in deinem kleinen Greisengesicht.

Ich kämme sanft dein Fell, das Du jetzt nicht mehr alleine pflegen kannst.

Du bist jetzt alt und ich liebe Dich, mehr denn je!

Und wenn die Zeit kommt, …wenn wir uns verabschieden müssen… Du und ich…

und ich weiss, dass du einen Teil meines Herzens mitnehmen wirst, …dann werde ich dir beim Abschied zuflüstern…

In einem anderen Leben, treffen wir uns wieder…wenn wir beide Katzen sind. Warte auf mich  ❤

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