Tierschutz

Gewissenskonflikte :-(

Ein Blog ist auch immer eine tolle Sache, wenn man sich etwas vom Herzen schreiben möchte.  Manche werden vielleicht nicht verstehen, was mich gerade sehr belastet aber ich versuche es doch, denn diese Gedanken sind auch ein Schlüssel für viele Missstände im Tierschutz, für menschliches Versagen und Ego Trips. Nichts gegen Ego Trips aber sie sollten im günstigsten Fall immer einen Vorteil für die Tiere bringen.

Vielleicht hat der ein oder andere gelesen, was ich kürzlich in einem Blog erwähnte:

Einige kennen sicher meine Tagebuch Einträge auf dem Facebook Karma Blog. Dort schreibe ich in Tagebuch Form über die aktuellen Tierschutzbelange und es wird sehr positiv aufgenommen. Einfach einmal eine andere Art und Weise, den Menschen die Thematik nahe zu bringen und mir liegt diese Art zu schreiben. Auf diese Weise erhalten wir viel Hilfe, für die Helfer, die an der Front jeden Tag ihren Mann stehen müssen und die wir beständig und nachhaltig dabei unterstützen. Soweit so gut. Kürzlich erhielt ich einen Screenshot, darauf zu sehen war, wie  ein anderer, noch sehr junger Verein auf seiner Facebook Seite, um Unterstützung warb:„…Denn ihr kennt uns ja noch nicht. Wir befragen keine Tagebücher, denn bei uns geht es wirklich um das nackte Überleben vor Ort“…Da ich bisher der einzige Vereinsvorstand bin, der auf Facebook für Tierschutzfragen sein Tagebuch führt, war klar, gegen wen sich dieser kleine Nadelstich richtet. Das hat mich noch nicht einmal gestört, ich war nur erstaunt, wie klein und armselig viele Menschen denken, die immer glauben, sie würden selbst größer, wenn sie versuchen, andere klein zu machen. Das Gegenteil ist der Fall aber das muss jeder selbst herausfinden. Es ist doch Platz im Tierschutz für alle, die helfen möchten..jeder auf seine Weise. Aber dann …was dann folgte, machte mich sehr nachdenklich: ….denn bei uns geht es wirklich um das nackte Überleben vor Ort“…

Aha, bei ihnen geht es also wirklich um das nackte Überleben vor Ort  und bei anderen nicht? Oder wie soll man diese Ausführung im Zusammenhang mit meinen Tagebüchern verstehen?Wir reißen uns mittlerweile seit Jahren jeden Tag drei Beine aus, um so viele Leben wie möglich zu retten und jeder Tag ist ein neuer, verzweifelter Kampf, buchstäblich um Leben oder Tod. Schon ein wenig arrogant und auch dumm, solche Sätze in die Welt zu schreiben aber auch das ist keine Ausnahme. 

Ich hatte die Sache längst längst ad acta gelegt und alle, die dort mitwirken einfach von meiner Liste gestrichen, auch die wirklich vorbildlichen Helfer dort an der Front, denn ich kann nicht allen helfen und wenn ich schon jeden Tag so viele Stunden ehrenamtlich einsetze, dann rette und unterstütze ich da, wo man zumindest nett zu mir ist…gebraucht wird es überall…

Jetzt sah ich, dass einer dieser Helfer auf deren Vereins Seite verzweifelt um Hilfe bat.Es wurde dringend Geld für einen akuten Notfall benötigt und bisher gelang es nicht, die Mittel aufzutreiben.

Hätte es diese hässlichen, öffentlichen Seitenhiebe des anderen Vereins nicht gegeben, hätte ich vermutlich irgendetwas auf die Beine gestellt. Die Helfer und Tiere dieses  Notfalls sind mir bekannt und liegen mir sehr am Herzen und a bisserl was, geht immer….  Weil wir im eigenen Verein leider nicht einmal genügend Kapazitäten für alle unsere laufenden Projekte haben, greife ich in solchen Fällen dann auf meine privaten Netzwerke zurück, außerhalb von FB oder über diesen Blog hier oder bei der Hilfsbereitschaft von guten Freunden, letztendlich finde ich dann immer jemanden, der hier oder da oder dort das bereit stellen möchte, was benötigt wird.

Es ist ein großer zusätzlicher Aufwand, es kostet auch mich immer Überwindung, zusätzlich zu den Vereinsbelangen noch um mehr zu betteln und es ist auch nicht soo gut für unsere laufenden Projekte, der Kuchen ist leider nicht beliebig oft teilbar, was der eine erhält, fehlt dem anderen…wir achten im Team streng darauf…aber unter Freunden oder bei Helfern, die ich wirklich unterstützenswert finde oder die mich berühren, war es mir trotzdem stets ein Herzensanliegen. (Das waren dann meine Egotrips, die ich bei anderen Teammitgliedern ungern sehen würde  😉 )

Es sind jedoch keine Freunde, die diesen Notfall und die dazu gehörigen Helfer betreuen. Ich möchte mit ihnen nichts zu tun haben und werde mit meinen Möglichkeiten lieber anderen Tieren das Leben retten, menschlich sicher nachvollziehbar. Zu all dem Tierelend, dem Stress und der Arbeit jeden Tag, sind solche persönlichen Seitenhiebe das Letzte, was im Tierschutz benötigt wird. Sie tun mir nicht gut , sie tun niemandem gut!

Die Helfer können für all das nichts, sind aber darauf angewiesen, dass ihre Unterstützer- Vereine nicht ohne Not Brücken verbrennen, wichtige Hilfe verhindern und auf diese Weise Nachteile für die vierbeinigen Schützlinge in Kauf nehmen. Ohne triftigen Grund und selbst dann ungern, würde ich niemals jemanden im Tierschutz öffentlich angehen. Und selbst dann überlege ich drei mal vorher, wie klug es ist und welche Konsequenzen es für die bitter benötigte Hilfe hat. Andere tun es einfach. Und jetzt?

Ich drücke den Helfern ohne Hilfe fest die Daumen, dass diese Hilfe doch noch kommt. Die Liste der Hilferufe auf meinem Schreibtisch ist so lang, so viele Tierleben stehen überall auf dem Spiel, ich kann nicht allen helfen und werde mich daher weiterhin dort einbringen, wo man wertschätzend miteinander umgeht und meine Art zu Arbeiten nicht öffentlich abwertet.  Aber es tut mir unendlich leid für die Menschen, die Spielball solcher Egotrips werden und noch mehr leid für ihre Tiere.  Deshalb habe ich es trotzdem aufgeschrieben auch wenn es nicht jeder verstehen mag. Es passiert so oft und an so vielen Stellen. Man sollte im Tierschutz überlegen, welche Konsequenzen das eigene Handeln für die Menschen an der Front hat, deren Belange man vertritt und ob es das wert ist…

hexe

 

Tierschutz

Weil ich es kann…meine Gedanken über Veganer, Stierkampf, Massentierhaltung und einen Artikel auf Achgut.com ….

Weil ich es kann..

Es gibt mittlerweile eine verschärfte Diskussion zwischen den Menschen, die Tiere benutzen, töten und essen und die das in Ordnung finden und das mit 1000 Gründen darlegen und denen, die das nicht tun möchten.
Eine dieser Ausführungen auf einer Seite, die ich eigentlich für sehr kluge Gedanken schätze, gipfelte in der Behauptung, dass ein Stier während des Kampfes, die beste Zeit seines Lebens hatte und auch, sinngemäss, dass kein wildes Tier so gut lebt, wie ein Tier in der „behüteten Massentierhaltung“.
Ich schätze diese Seite seither nicht mehr aber eigentlich gibt es auf solche Ausführungen keine Antwort, die auch nur halbwegs angemessen auf solche Gedankengänge eingehen könnte.
Jeder glaubt was er glauben möchte oder was er meint, sich schön reden zu müssen, damit er es mit seinem Gewissen vereinbaren kann.

Dabei gibt es nach wie vor nur ein einziges Argument, für und gegen Tierleid:
Für Tierleid: Weil ich es kann!… denn ich bin stärker, intelligenter, bösartiger und skrupelloser als jedes andere Lebewesen auf diesem Planeten und ich nehme mir, was ich möchte ohne Rücksicht auf das Leid oder die Bedürfnisse Schwächerer.
oder
Gegen Tierleid: Weil ich es kann!…denn mir ist bewusst, welches Leid ich damit verursache und das kann ich nicht mit meinem Gewissen vereinbaren. Diese Welt bietet mir alles, um meine Bedürfnisse zu befriedigen und Genuss zu leben, ohne dabei Schwächere zu quälen, zu foltern oder zu töten.

Weil ich es kann…und was du kannst, liegt ganz bei dir.

Aber hört auf mit diesen miesen Ausreden, dem Relativieren und schön reden, mit pseudo Argumenten und co…
Das ist armselig…und ihr wisst das, deswegen seid ihr so empört 

animal-4184137__340

Tierschutz

Heute ist der letzte Tag meines Lebens…hat man mir erzählt.

Heute ist der letzte Tag meines Lebens…hat man mir erzählt.

Heute werde ich zum letzten Mal bei jedem Schritt meine schmerzenden Hufe spüren.
Heute brennt die Sonne zum letzten Mal ohne schützenden Schatten auf meinen Kopf.
Heute werde ich zum letzten Mal hungrig und durstig einschlafen.
Heute werde ich zum letzten Mal einsam sein, so einsam, wie all die langen 18 Jahre vorher.

Ich zähle die Stunden, bis dieses Leben vorbei sein soll und kann es einfach nicht glauben, was mir die junge Frau erzählt hat, die mir seit Tagen wunderbares Futter durch den Zaun zuschiebt und die mit mir spricht, als würde ich sie verstehen, und das tue ich…ich habe verstanden, was sie mir erzählt hat, nur glauben kann ich es noch nicht.

Gibt es wirklich ausserhalb dieses Grundstücks voller Müll und Unrat eine andere Welt, in der ich jeden Tag Wasser und Futter erhalte? Wo man mir die schmerzenden Stricke abnimmt, die meine Beine fesseln und wo sich ein Tierarzt um meine kaputten Zähne und Hufe kümmert? Gibt es wirklich einen Ort auf dieser Welt, wo ich willkommen bin und Freunde und Gesellschaft finden werde?

Iro heißt die junge Frau, die mich neuerdings in meinem Gefängnis besucht und sie hat mir all diese wunderschönen Dinge ins Ohr geflüstert:
„Morgen beginnt dein neues Leben, Eselchen, heute ist der letzte Tag deines bisherigen Lebens, und dann kommen wir, dich zu holen. Alles wird gut.“

Meribell

Hoffentlich war es nicht nur ein schöner Traum. Ich werde heute Nacht nicht schlafen … ich werde wach bleiben und warten…wie all die Tage, all die 18 Jahre vorher…auf mein Wunder 

(Morgen wird Iro von SCARS, Eselchen Meribelle aus ihrem Gefängnis holen. Sie wurde von SCARS frei gekauft und kommt in eine provisorische Unterkunft, bis ein Lebenshof gefunden wird, wo sie aufgenommen wird…)

 

Heute ging mein Leben zu Ende.
Ich habe die ganze Nacht auf sie gewartet. Ob sie ihr Versprechen halten würde?

Aber sie kam wirklich. Als die Sonne aufging, öffnete sich das schwere Eisentor und Schritte näherten sich. Iro hatte mich nicht vergessen.

„Komm Eselchen, es wird Zeit zu gehen!“

 

Dann schnitt sie meine Fussfesseln durch und führte mich an dem Strick, den ich immer tragen musste, in ein neues Leben.
Hier bin ich also.
Alles ist neu und anders. Alles ist so viel schöner!
Iro hat mir erzählt, das ist erst der Anfang, SCARS wird dafür sorgen, dass ich nie mehr Hunger und Durst und Vernachlässigung erfahren werde. Nie mehr!
Als erstes bauen sie mir heute einen eigenen Schattenplatz.

Ich heisse jetzt Meribelle und ich bin nicht mehr ETWAS sondern ich bin JEMAND ♡

Thank you dearest Iro and thank you dearest Nafsika for all the miracles you do for animals …and for Meribelle . Tomorrow a new life will start for her… thanks to you 

Meribelle wird noch einiges an medizinischer Versorgung benötigen, denn sie ist in einem jämmerlichen Zustand und dann wird neben der derzeitigen Versorgung durch SCARS auch der Lebenshof, der sie aufnehmen soll, etwas Unterstützung brauchen, es gibt tolle Plätze, die mit viel Liebe geführt werden aber auch dort herrscht chronischer Geldmangel und daran darf es nicht scheitern!
Wenn ihr mit einer kleinen Spende helfen möchtet:

Kennwort SCARS
Frieden für Pfoten e.V.
IBAN: DE 41 4306 0967 1181 465 900
BIC: GENODEM1GLS

Paypal: info@friedenfuerpfoten.org

…und ein inniges Dankeschön von Meribelle an alle, die bereits geholfen haben, ihr neues Leben zu ermöglichen ❤

Meribelle2

24 Stunden schienen so endlos all die Jahre, wenn von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang nichts passiert, wenn der Wassernapf bereits am Morgen leer war und Durst und Hunger die einzige Gesellschaft für mich waren, wenn es nirgends Schatten gab und die Sonne nicht freundlich mein Fell streichelte sondern gnadenlos auf meinen Kopf brannte.

24 Stunden können so aufregend und kurz sein. Wenn auf einmal überall neues, leckeres Grün für mich bereit steht, wenn meine Welt nicht nur auf 5 qm in einer Müllhalde beschränkt ist sondern einen ganzen Garten umfasst, in dem ich zwischen den Bäumen spazieren geführt werde, mit freundlichen Menschen und anderen Tieren Kontakt habe, wo es interessante Gerüche und Pflanzen gibt..

Meine Hufe und Zähne schmerzen nach wie vor. Iro hat mir erzählt, ein Tierarzt würde bald kommen, der sich darum kümmern wird. Sie tut alles für mich und macht mir die Zeit bei ihr, so schön wie irgend möglich. Mein Schattenplatz ist bald fertig und mittlerweile komme ich zu ihr, wenn sie meinen Namen ruft…Meribelle….So lange musste ich auf einen Namen warten, jetzt habe ich den schönsten von allen!

Zusammen mit Nafsika sucht sie ein Zuhause für mich, wo ich für immer bleiben kann, ich muss nie mehr zurück in mein Gefängnis.
Das Leben ist schön und jeder Tag ist ein neues Leben. Dafür möchte ich euch danken!

Eure Meribelleeselchen444.jpg

Tierschutz

Eine Eiche und ihr schreckliches Geheimnis…

Eine Eiche und ihr schreckliches Geheimnis…

Auf meiner Suche nach Baudenkmälern in meiner Nähe, nach deren Vergangenheit und baulichen Besonderheiten war inmitten der Bilder, die Google ausspuckte, auch eine alte Eiche mit einem Kruzifix, gleich am Ortsausgang. Ich fahre jeden Tag an ihr vorbei.
Neugierig las ich nach, was es mit dieser Eiche und dem Kruzifix auf sich haben sollte, es war mir bisher nie aufgefallen.
Der Baum war als Hinrichtungsstätte missbraucht worden.
Nicht im finsteren Mittelalter, es ist eben einmal gut 70 Jahre her, als in meiner Stadt, als im ganzen Land ein Unrechtsregime tobte und als es beendet werden sollte, da zeigte der Faschismus in Form von sogenannten „Standgerichten“ noch einmal eine weitere, häßliche Fratze, diesmal gegen Zivilisten und gegen die eigenen Soldaten.

Nicht nur Soldaten, auch Zivilisten konnten für Bagatellen sofort mit dem Tod bestraft werden. Je näher das Ende des Krieges kam, desto fanatischer wüteten diese Standgerichte unter all denen, die kriegsmüde waren und Frieden wollten.
Es reichte, in einem Gespräch „am Endsieg“ Zweifel anzumelden, es reichte ein Scherz, der als „unangebracht“ eingestuft wurde und schon hing man am nächsten Baum. Das war legal und nach dem damals geltenden rechtlichen Grundlagen nicht anfechtbar. Noch viele Jahre später mussten die Hinterbliebenen, Witwen und Kinder um eine Rente klagen, die oft verwehrt wurde, weil diese „Urteile“ rechtens“ waren. Im Namen des Volkes…

Der Junge Mann, er hieß übrigens Herbert Susel, der an besagter Eiche zum Tod durch Erhängen von einem Standgericht verurteilt worden war, wurde in der Stadt ohne seine Papiere aufgegriffen. Das war sein Verbrechen. Die Amerikaner rückten beständig näher und wer sich nicht mehr dem sinnlosen Kampf stellen wollte, der hatte sein Leben verwirkt.

Auch die beherzten Einwohner der umliegenden Dörfer liefen Gefahr, erschossen oder erhängt zu werden, wenn sie den eintreffenden Alliierten mit weißen Fahnen entgegen kamen. Denn nur dann wurde ihr Dorf verschont. Viele taten es trotzdem mutig. Mein Vater hat mir oft erzählt, wie unser Dorfpfarrer damals entschlossen den Panzern entgegen lief, mit einem weißen Messtuch in der Hand und so den Ort und seine Bewohner vor Schaden bewahrt hat, weil er signalisieren konnte, dass von den Bewohnern keinerlei Gefahr ausgeht….manch anderen gelang das nicht und sie bezahlten diesen Einsatz mit dem Tod, wenn in den eigenen Reihen noch Anhänger des Nazi Regimes anwesend waren und Meldung machten.

Aber kommen wir zurück zu der Eiche. Das feige ermordete Opfer, denn es war ein feiger Mord, auch wenn er auf höchste Anordnung geschehen war und auch wenn einige daran beteiligt waren, die diese Tat freiwillig niemals unterstützt hätten, dieses Opfer war noch nicht ganz tot, als ihn seine Henker verließen und einer kehrte zurück und schoss ihm noch eine Kugel durch den Kopf.
Das Blut tropfte auf das Schild, das man ihm umgehängt hatte, um alle zu warnen, die sich dem Nazi Regime widersetzen wollten. Zwei Tage musste der Leichnam an dem Baum verbleiben um alle, die in die Stadt hinein oder hinaus gingen, daran zu erinnern, was passiert, wenn Widerstand geleistet wird.

Ein Pater aus dem Stadtkloster schrieb damals zu diesem Vorfall:
„Es bleibt einem der Verstand stehen. Im Menschen steckt doch ein großes Stück Raubtier“.

Das Kreuz wurde übrigens viele Jahre später von einem Mann angebracht, der als Kind mit ansehen musste, wie sich die Blutspur aus der Schusswunde des Soldaten, über das umgehängte Schild ergoss. Die Bilder haben sich bei ihm für immer im Gedächtnis eingebrannt und er wollte dem Opfer mit diesem Kreuz ein Andenken setzen.
Die Eiche dient als Mahnmal, als stummer Zeuge einer Geschichte, die sich niemals wiederholen darf.

Jedes Baudenkmal, jeder alte Baum hat seine eigene, spannende Geschichte und oft ist sie geprägt von Verbrechen und Leid. Aber nur wenige Geschichten, selbst aus dem tiefsten Mittelalter, können es mit den Gräuel der Nazis aufnehmen.

Als ich zum Schluss las, dass die amerikanischen Soldaten in einigen Orten die anwesenden Frauen der Naziführer dazu gezwungen haben, die verscharrten Leichen der Opfer solcher Standgerichte , mit bloßen Händen wieder auszugraben, um sie dann in Ehren zu bestatten, wusste ich nicht, ob ich die Bestrafung grausam oder angemessen finden sollte. Ich denke, alles was in dieser Zeit passierte, überfordert den gesunden Menschenverstand. Was sind 70 Jahre… es kann morgen wieder passieren, davon bin ich überzeugt.

Bitte verwendet den Namen „Nazi“ nicht so leichtfertig.
Es wird den Opfern des Nationalsozialismus nicht gerecht, wenn heute jeder, dessen Meinung uns nicht gefällt, als „Nazi“ bezeichnet wird.
Das Unrechts Regime der Nationalsozialisten hätte sich bei Meinungsfreiheit niemals entfalten können. Dann hätte die Stimme der Mitte, die Stimme der Vernunft, all das niemals zugelassen aber diese Stimmen wurden frühzeitig zum Schweigen gebracht.
Wenn wir aus der Geschichte lernen sollen, dann bitte auch das!

standgericht

Tierschutz

Spielverderber und Ende einer Freundschaft in 3 -2 -1 …

Spielverderber und Ende einer Freundschaft in 3 -2 -1 …

„Süß deine alte Dame. Eigentlich möchte ich auch wieder ein Haustier. Eine Katze wäre cool oder ein Kaninchen, wenn schon kein Hund geht.“

„Du bist doch so gut wie nie Zuhause! Balkon hast du auch keinen. Möchtest du das wirklich einer Katze zumuten? Nicht dein Ernst! Und außerdem ist Einzelhaltung NO Go! Und was Kaninchen angeht, lies mal, was ich kürzlich dazu geschrieben habe! Wie wäre es denn mit Ratten oder Mäusen aus dem Tierheim? Sie sind nun schon einmal auf der Welt und freuen sich über einen schönen Platz. Wenn du länger außer Haus bist, kannst du sie samt Käfig in Pflege geben, notfalls zu mir  “

„Nein, lieber nicht! Ich erinnere mich, wie es immer in deinem Rattenzimmer gerochen hat.“
Ich (etwas eingeschnappt): „Na gut, wenn du meinst. Ich habe sie jeden Tag sauber gemacht und fand es nicht störend. Wie wäre es denn mit Fischen?“

„Fische sind langweilig. Vögel! Vielleicht sollte ich…“

„Um Gottes Willen! Vögel fliegen! Erinnerst du dich? Entweder sie verschmutzen dir die Designer Couch und knabbern die Seidentapeten an oder sie sitzen armselig eingekerkert in ihrem verdammten Käfig! Willst du ihnen das antun?“

Ich möchte aber etwas zum Kuscheln! Am schönsten wäre so ein kleiner Drache! Kennst du die? Bartagamen? Wie aus Game of Thrones, nur in Klein.“

„Ja, ich kenne sie und finde sie auch wunderschön! Du möchtest also ein solches Tier allein in ein kleines Terrarium setzen und lebenslang gefangen halten?
Weisst du eigentlich, wie anspruchsvoll ihre Haltung ist? Möchtest du gerne Lebendfutter an sie verfüttern und beständig Wärmelampen kontrollieren? Hältst du das für eine gute Idee? Ich finde das echt sch…!“

„Hat dir schon einmal jemand gesagt, dass du richtig komisch geworden bist?“

Ich: „Ja…willkommen im Club!“

Bartagame

Tierschutz

Das große Sterben geht um… Tierheime, Wildtierstationen und Lebenshöfe vor dem AUS

Das große Sterben geht um…
es stirbt stückchenweise die wichtige Hilfe für notleidende, kranke, ungewollte, hilfsbedürftige Tiere. Hunde, Katzen, Vögel, Eichhörnchen, Wildtiere, Nutztiere…Tierheime, Auffangstationen, Lebenshöfe…sie alle sind am Limit. Diese Tragödie…und es ist eine Tragödie!!!…hat mehrere Ursachen.

Zum einen wird den Bürgern beständig mehr Geld in Form von Steuern, Abgaben und künstlichen Verteuerungen aus der Tasche gezogen und dafür soziale Leistungen eingeschränkt…die Menschen haben immer weniger Geld zur Verfügung, auch für Spenden.

Zum anderen steigt der Bedarf immer weiter. Nie gab es so viele misshandelte, verletzte und kranke Tiere, die Versorgung benötigen und nach wie vor fühlt sich unser Staat nicht dafür zuständig. Die Flut des Elends muss alleine bewältigt werden.

Was das für den Einzelnen bedeutet, ist für Außenstehende schwer nachvollziehbar. Tierschützer investieren nicht nur ihre gesamte Freizeit, ihr Wissen und ihr Herzblut, sie schenken auch ihre Wohnungen/Grundstücke/Häuser den Tieren und dazu jeden Cent, den sie haben…bis irgendwann gar nichts mehr geht.

Jeden Tag erhalte ich mittlerweile erschütternde Briefe, traurige Posts und spreche mit weinenden Menschen am Telefon, die mit hungrigen und kranken Tieren allein gelassen sind, die gerne helfen möchten aber nicht mehr können. In Deutschland…wohlgemerkt! Dass die Lage im Ausland dramatisch ist, wissen wir ja seit langem.

Nein, es passiert mitten unter uns, wo täglich Millionen für sinnlose Dinge verprasst werden, wo Gemeinden, Länder und der Bund, Unsummen für so ziemlich alles und jeden ausgeben…nur nicht für Tiere und Tierschutz. Es passiert hier, wo genügend überflüssiges Geld in Umlauf ist, um auch im letzten Jahr wieder 137 Millionen an Silvester einfach in die Luft zu ballern,
Es passiert hier, wo Menschen jeden Tag Unsummen für Labels und 4 Sterne Küche, für künstliche Nägel, für Hightech bis in den kleinsten Winkel ihres Hauses und für die zigste Kreuzfahrt ausgeben…aber keine drei Euro für zwei Dosen Igelfutter haben.
Oh, sie mögen Tiere, sie lieben auch Igel, ja sie liiieben sie alle. Aber nicht ihr Problem! Darum sollen sich doch andere kümmern!

So bleibt dieses „Problem“ an ein paar wenigen hängen, die jeden Tag ihr Bestes geben, um Menschlichkeit und Empathie, Mitleid und Mitgefühl nicht ganz vor die Hunde gehen zu lassen. Sie kümmern sich um verletzte Wildvögel, kastrieren Katzen, nehmen misshandelte Pferde auf und 1000 Dinge mehr, die eigentlich nicht „Privatsache“ sind, sondern von der Allgemeinheit unterstützt werden sollten. Schließlich ist der Schutz der Tiere in unserem Grundgesetz verankert und kein albernes Hobby!!!

Jeder Einzelne von diesen bewundernswerten Menschen, die ihr Leben den vergessenen Tieren widmen, verdient für mich das Bundesverdienstkreuz, stattdessen werden sie belächelt, allein gelassen, müssen jeden Tag um Spenden betteln und werden mit wahnwitzigen behördlichen Auflagen drangsaliert.

Ihr seid meine wahren Helden  und ich versuche über unseren Verein Frieden für Pfoten e.V., zumindest ein kleines bisschen zu helfen, Mut zu machen und hier auf meinem Blog eure Geschichten zu erzählen!
Eine Gesellschaft, die Tierschutz und Tierschützern eine so geringe Wertschätzung, einen so geringen Stellenwert entgegen bringt, hat für mich den Namen „zivilisiert“ nicht verdient!

Ich fordere öffentliche Hilfen für diese wertvolle Arbeit, Tierschutz als Schulfach und ein Budget für Tierhilfe in jeder Kommune!
Weg von den Almosen und hin zur Vernunft!

Tierschutz

Und dann, …in der letzten Nacht, kletterte ich auf den Balkon …

Und dann, …in der letzten Nacht, kletterte ich auf den Balkon …

Kaninchen sind äußerst gefragt als Haustiere. Keine Ahnung, woran das liegen könnte, denn eigentlich sind diese armen Wesen als Haustiere denkbar ungeeignet. Aber sie werden gern als pflegeleichte und anspruchslose Tiere dargestellt, die als „Spielgefährten“ für Kinder geeignet sind. So ein Schwachsinn!

Kaninchen sind Fluchttiere, ausgesprochen sensibel und eine wirklich artgerechte Haltung ist ein Riesenaufwand.
Die meisten vegetieren in ihren kleinen Käfigen in Einzelhaft. Dabei sind es Gruppentiere, die in der Natur immer, immer, den Kontakt zu Artgenossen pflegen. In der freien Natur haben sie auch einen unglaublich lebendigen Bewegungsdrang.
Man muss erst einmal auf die Idee kommen, ein soziales und bewegungsfreudiges Tier, ein Leben lang allein in einen kleinen Käfig zu sperren und das dann auch noch „Tierliebe“ zu nennen!

Würden Katzen oder Hunde so gehalten werden, gäbe es (zu Recht!) einen riesen Aufschrei. Aber es gibt tatsächlich keinen Unterschied. Käfighaltung für Kaninchen und andere Nager ist und bleibt, grausame Tierquälerei!

Pech für die armen Kaninchen, dass sie so niedlich aussehen!

Pech für die armen Kaninchen, dass sie auch noch so niedlich aussehen! Aber Kaninchen sind absolut keine Kuscheltiere sondern Fluchttiere und die Zwangs-Streicheleinheiten, die sie oft erfahren, bereiten ihnen große Angst. Sie werden instinktiv nervös, wenn sie vom Boden hochgehoben werden. Ihre Wirbelsäule hat eine sehr fragile Struktur und ein zu fester Griff bei einem strampelnden Kaninchen endet leicht mit einem Bruch des Rückrats.

Dann leben Kaninchen auch einen völlig anderen Tagesablauf als es in unseren Kinderzimmern üblich ist. Sie sind dämmerungsaktiv. Das bedeutet, sie möchten tagsüber gerne ruhen und sich am Abend dann richtig austoben. Meist ist das umgekehrt und wenn das Kaninchen wach und bereit wäre …sitzt es allein im Käfig und wird zur Nachtruhe verdammt, die sich manchmal über 24 h und länger ausdehnt, wenn niemand Lust hat, sich mit dem Tier zu beschäftigen.

All diese Gedanken gingen mir jedesmal durch den Kopf, wenn ich an dem winzigen Kaninchenkäfig vorbei ging, der auf einem Balkon, nahe des Ferienhauses stand, wo ich Urlaub machte. Niemand schien sich je um das Tier zu kümmern, es sass apathisch und einsam in seinem kleinen, kargen Käfig und hatte noch nicht einmal einen Schattenplatz.

Mein Gewissen signalisierte GRÜN.

Als ich damals abreiste, war der Käfig leer und meine Freundin hatte am nächsten Tag einen Neuzugang, in ihrem kleinen Freiland Rudel.

Man kann sie nicht alle retten, aber dieses Kaninchen durfte noch kennen lernen, wie es sich anfühlt, zu laufen, zu springen…zu graben…mit Artgenossen zu kommunizieren… es durfte erfahren, wie ein Leben außerhalb der kargen, engen Gefängniszelle aussieht, in die es lebenslänglich und in Einzelhaft verdammt worden war. Das Kaninchen hatte nichts verbrochen, um auf diese Weise bestraft zu werden. Das verdient niemand!

Kaninchenhaltung hat in den allermeisten Fällen nichts mit Tierliebe zu tun sondern ist Tierquälerei und Geschäftemacherei. Bitte sagt das weiter 

Solltet ihr bereits ein Kaninchen besitzen, lest euch doch einmal durch die Tipps in nachfolgendem Link:

https://www.peta.de/Kaninchenhaltung